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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: presi837 am 31. Januar 2012, 11:04:09

Titel: Melonenanbau
Beitrag von: presi837 am 31. Januar 2012, 11:04:09
hy ,

ich habe begonnen und versucht urzuckermelonen vorzuziehen , von 10 samen haben diese beiden gekeimt.

aber wir geben nicht auf und es kommen noch mehr.

(http://up.picr.de/9404935axu.jpg)

Titel aktualisiert, LG Conni
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: tihei am 04. Februar 2012, 11:19:32
Ich hole das nochmal herauf:
Zum Sieger würde ich die Anzuchterde küren. Der Ballen war wunderbar durchwachsen und die Pflanzen entsprechend gut ausgebildet:
(http://www.melonengarten.de/images/siegermeloneklein.jpg)
Meiner Erfahrung nach ist das gezeigte weniger gut. Melonen reagieren ziemlich empfindlich auf Störungen an der Wurzel und sollten unbedingt ausgepflanzt werden, bevor der Topf durchwurzelt ist, damit sie unterbrechungsfrei weiterwachsen und zeitig fruchten. Es empfiehlt sich Zellulose oder Torftöpfchen (ab Größe acht) zu benutzen, bei denen man den Boden mehrfach einsticht und diese mit einer nährstoffreichen Erde zu befüllen. Die Melonen mögen auch etwas Torf. -Till
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Alfi am 05. Februar 2012, 20:23:50
Meiner Erfahrung nach ist das gezeigte weniger gut.

Das ist ja jetzt völlig aus dem Zusammenhang gerissen ::) Das war ein Substrattest, den ich mal in einem Januar gemacht hatte. Es ging nicht um die Weiterverwendung der Pflanzen. Die haette man sicher eher umgetopft. Gute Wurzelentwicklung ist trotzdem nicht verkehrt.

Ausserdem liesst man es immer wieder mal, dass die Pflanzen empfindlich sind, was Wurzelstörungen angeht. Meine Erfahrung ist, dass die Pflanzen auch gut weiterwachsen, wenn mal die Wurzel beim Umtopfen ein wenig beschädigt wird.

Alfi
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 17. Februar 2012, 23:03:56
Die Erfahrung habe ich auch gemacht und Torftöpfe kann ich gar nicht leiden.
@presi: du bist aber früh dran :o, ich säe die Melonen erst im April. Die sind doch bis zum Pflanztermin Mitte Mai schon viel zu groß oder gehen gar ein im Topf.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 13. Mai 2012, 18:24:01
Jetzt wird es aber Zeit dass hier Leben rein kommt. Alfi hast du noch keine Melonen :o ???
Bei mir sind jetzt endlich 4 Stück gekeimt, 2 Wassermelonen aus Kasachstan, 1 Crimson Sweet und 1 Sweet Siberian. Bis zum auspflanzen dauert es noch ein bisschen. Zuckermelonen habe ich dieses Jahr keine.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: July am 13. Mai 2012, 18:35:08
Ich wage dieses Jahr auch einmal wieder Melonen, habe 2 Sorten.....Namen muss ich erst nachsehen in meinem verrückten Dschungel hier.....WANN wird es endlich mal warm??
Ich habe sie erst im Mai gesät und sie sind noch klein.
LG von July
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Apfelfreund am 13. Mai 2012, 18:36:21
Was für Bedingungen brauchen denn Melonen? Ich bin da totaler Neuling. Ich habe im Gewächshaus auf dem Boden zum Ranken unter den Tomaten noch genügend Platz. Oder müssen die Melonen unbedingt an etwas hochranken und benötigen viiiiiiel Licht? Unter den Tomaten wird es halbschattig bis sonnig sein.

Sollte ich mir noch irgend wo Pflanzen holen? Wo denn? Welche Sorten sind für Anfänger denn gut und welche sind anspruchsvoll?

Apfelfreund
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Apfelfreund am 13. Mai 2012, 18:37:49

Ich habe sie erst im Mai gesät und sie sind noch klein.
LG von July

Kann ich denn jetzt noch welche aussäen? Welche Sorten?
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 13. Mai 2012, 19:05:24
July: es war schon warm ;), ich hoffe dass diese die letzte kalte Nacht wird, habe dieses Achterbahnwetter auch langsam satt.
Meine Melonen sind auch noch klein, obwohl im April gesät. Sie wollten aber auch im GH nicht keimen.
Apfelfreund: Melonen müssen nicht hochranken. Meine wachsen auf einem Acker am Boden. Sonne brauchen sie, aber im GH mit Sonne und Halbschatten würde ich es probieren.
Ich habe schon Pflanzen zum Verkauf im Baumarkt (Toom) gesehen, bei Dehner oder Raiffeisen müßte es auch welche geben.
Wenn du sie im GH säst und sie dort auch wachsen, könnte es jetzt noch gehen. Die gängigste Sorte bei uns ist Crimson Sweet, die gibt es eigentlich überall im Samenhandel.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 13. Mai 2012, 19:06:51
Presi, was ist denn aus deinen geworden?
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: July am 13. Mai 2012, 19:18:16
Natura,
ich habe Duftmelone aus Armenien und Ledermelone, was auch immer das sein mag.
Und nein hier war die Höchsttemperatur in diesem Jahr so 15°C mehr nicht, ich hasse es, aber vielleicht bekommen wir einen schönen warmen Sommer dafür:)
Ich werde meine Melonen auf Folie an eine sonnige geschützte Stelle auf meinem Acker pflanzen und dann einfach abwarten.
Sonnige Grüsse von July
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: July am 13. Mai 2012, 19:20:10
Apfelfreund,
wenn Du jetzt die Saat in die Erde gibst und es sehr warm ist und sie schnell keimen kanns alles noch was werden. Kommt ja immer auf den Sommer drauf an.....und nichts ist schlimmer als diese zu frühen Aussaaten, davon bin ich gänzlich ab.
LG von July
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: tragopogon am 13. Mai 2012, 19:22:53
Wassermelonen brauchen mehr Wärme als Honigmelonen - volle Sonne immer - von den Honigmelonen sind die Netzmelonen am Kältetolerantesten. In D ist der Kaiserstuhl und um Freiburg rum die einzige Gegend wo Wasser und Honigmelonen keine Probleme im Freiland haben. Bei mir in Nordhessen 300m ü.NN kühle Ecke, werden in schlechten Jahren selbst im Gewächshaus die Wassermelonen nix. Die Kältetolerantesten sind Sugar Baby und Sweet Siberian. Die Netzmelone Blenheim Orange ist nach meinen Erfahrungen die Beste Honigmelone für kühle Lagen. In einem guten Sommer gibt es auch im Freiland Früchte. Die wichtigsten Monate sind allerdings der Mai und der Juni für eine gute Entwicklung der Pflanzen, wenn diese beiden Monate kühl sind und die Pflanzen draußen stehen, wird das nix.

LGtrago
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Alfi am 13. Mai 2012, 21:23:26
Hallo,

ich habe dieses Jahr ein bisschen andere Prioritäten gesetzt. ;)
Meine Frau hat den Raum mit meiner Pflanzbeleuchtung in Beschlag genommen und ohne Zusatzbeleuchtung ist Vorziehen sinnlos. Daher hab ich mir 6 veredelte Kiepenkerl Wassermelonen, 2 veredelte Zuckermelonen und noch eine kernlose Wassermelone vom Dehner besorgt. Die kommen in Kürze ins Gewächshaus. Da mir da zwei Stegplatten weggeflogen sind, muss ich warten, bis die nachgeliefert wird. Dann gehts mit Melonen wieder richtig los.

Die anderen Prioritäten sind ein großes Moorbeet mit 7 Heidelbeeren, Pflaume und Pfirsich. Auch fein. ;D

Alfi
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 13. Mai 2012, 21:24:28
Wir haben hier in Nordbaden Weinbauklima, da ist es nicht viel kühler als am Kaiserstuhl oder in Freiburg. In kühlen, nassen Sommern wurde aus meinen Melonen im Freiland auch nicht viel, in anderen Jahren allerdings schon. Honigmelonen faulen schnell wenn sie reif sind, WM sind da widerstandsfähiger. Mit Crimson Sweet hatte ich so gute Erfolge wie mit Sweet Siberian. Die meisten Früchte brachte die Wassermelone "Charleston Gray" von Bohl, sie wächst gut im Freiland, ebenso wie die aus Kasachstan.
July, die Ledermelone hatte ich auch schon von Bohl, obwohl auf der Verpackung steht sie sei gut lagerfähig, sind sie bei mir schnell verfault. Es ist auch nicht viel dran und schmeckt nicht besonders. Der Erfolg mit Blenheim orange war unterschiedlich, ebenso mit Futuro, meiner Lieblingssorte außer der Kolchosbauer. Diese war am unempfindlichsten von den Zuckermelonen, schmeckt aber nicht so sehr nach Melone sondern eher nach Birne.
Apfelfreund: ich würde mir an deiner Stelle jetzt mal 1 oder 2 Pflanzen kaufen und ausprobieren.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: tihei am 01. Juni 2012, 12:54:34
Die Veredelungsstellen sind verheilt (Wachstumsschub setzt ein) und es schauen noch keine Wurzeln aus den Torftöpfchen heraus: Morgen wird ins Freiland gepflanzt.
-Till
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 01. Juni 2012, 15:33:59
Meine sitzen seit Dienstag im Freiland, allerdings unveredelt. Sie sind etwa genau so groß.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Soho am 06. Juli 2012, 18:06:47
Nachdem ich die letzten Jahre ja gute Erfolge mit den Zuckermelonen hatte (vor allem Cantaloup-Typen), die Wassermelonen aber nie was geworden sind, ist die Freude dieses Jahr um so grösser, dass es diesmal anscheinend klappt!
Dank der Samen von natura (vielen Dank nochmal dafür!) habe ich dieses Jahr schon recht grosse Crimson Sweet Wassermelonen im Gewächshaus. Insgesamt sind es 4 Stück.
Mal sehen, wie gross sie noch werden...
Das letzte Photo unten zeigt den Platz am Ende des Folientunnels. Scheint ihnen dort zu gefallen.



Wassermelone Crimson Sweet 2012



Wassermelone Crmison Sweet 2012



Wassermelone Crmison Sweet 2012



Wassermelone Crmison Sweet 2012

Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 06. Juli 2012, 18:27:34
Endlich hört man mal wieder was von den Melonen. Wunderbar Soho, die sind ja schon bald erntereif :D.
Von meinen 4 Pflanzen ist die Crimson Sweet aus unerklärlichen Gründen eingegangen. Jetzt habe ich noch eine Sweet Siberian und zwei WM aus Kasachstan. An der SS habe ich am Mittwoch die erste weibliche Blüte entdeckt. Sie sind halt im Freiland, im Riesenkürbistunnel meiner Tochter habe ich nur zwei Luffa, die entwickeln sich dort ganz gut, mit denen ist es im Freiland kritisch.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 06. Juli 2012, 18:30:05
Meine im Gewächshaus wachsenden Melonenpflanzen (Jenny F1) haben murmelgroße Früchte. Die momentane Wärme bekommt den Pflanzen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Apfelfreund am 06. Juli 2012, 18:45:35
Nachdem ich die letzten Jahre ja gute Erfolge mit den Zuckermelonen hatte (vor allem Cantaloup-Typen), die Wassermelonen aber nie was geworden sind, ist die Freude dieses Jahr um so grösser, dass es diesmal anscheinend klappt!
Dank der Samen von natura (vielen Dank nochmal dafür!) habe ich dieses Jahr schon recht grosse Crimson Sweet Wassermelonen im Gewächshaus. Insgesamt sind es 4 Stück.
Mal sehen, wie gross sie noch werden...
Das letzte Photo unten zeigt den Platz am Ende des Folientunnels. Scheint ihnen dort zu gefallen.



Wassermelone Crimson Sweet 2012



Wassermelone Crmison Sweet 2012



Wassermelone Crmison Sweet 2012



Wassermelone Crmison Sweet 2012





Soho, die Pflanzen sind ja der Hammer, Muß ich nächstes Jahr auch unbedingt probieren.
Wieviel wässerst Du? Wie bei Tomaten oder mehr?
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Soho am 06. Juli 2012, 19:53:16
Zitat
Soho, die Pflanzen sind ja der Hammer, Muß ich nächstes Jahr auch unbedingt probieren.
Wieviel wässerst Du? Wie bei Tomaten oder mehr?

Oh, danke für die Blumen... :)
@ Apfelfreund: Ich habe im Gewächshaus einen Tropfschlauch vergraben (ca. 10 cm tief). Der läuft täglich ca. 30 min. Das ist dann für alle gleich: Tomaten, Paprika, Melonen, Melanzani.
Allerdings hab ich ab und zu noch zusätzlich Wasser gegeben, wenn ich das Gefühl hatte, sie brauchen es. Andererseits muss man ja auch wegen der Staunässe aufpassen - also nicht ersäufen.

Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: July am 06. Juli 2012, 20:03:36
Soho,
zum neidisch werden :o
Hier werden sie mal wieder nichts bei dem komischen Wetter.....
dafür die Tomaten und Paprika von Dir....OT :-X
LG von July
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Soho am 06. Juli 2012, 21:00:35
July, freut mich von Dir zu hören!
Wir haben hier auch quasi "so ein komisches Wetter". Es ist heiss, heiss, heiss und trocken .... du kannst dir gar nicht vorstellen, wie man sich da freut, wenn es mal regnet, richtig genug regnet.
Welche Melonen hast Du denn probiert? Und welche Tomaten/Paprika?
Liebe Grüße von Soho

Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 06. Juli 2012, 22:31:02
Bei uns ist bis jetzt richtiges "Wachswetter". Warm - wärmer - schwülheiß - Schauer und Gewitter - kühler - dann wieder von vorne.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Soho am 07. Juli 2012, 09:36:27
Jetzt hab ich noch einen Frage in die Runde: Soll ich bei meinen Plfanzen die Triebe einkürzen, damit sie sich auf die Fruchtbildung konzentrieren können? Seitentriebe entfernen?
Ich will zwar die Melonen sicher zur Reife bringen, aber andererseits die Plfanzen nicht unnötig verstümmeln...
Natura, du hast doch recht viel Erfahrung damit?!
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Soho am 14. Juli 2012, 21:11:38
Jetzt hatte ich doch solch eine Freude mit meinen Melonen - und nun das... :(
Inzwischen sind schon drei von den vier Melonen aufgeplatzt.
Weiss irgendjemand, warum die platzen?!
Zu viel Wasser? Es heisst ja immer, man soll viel giessen - aber vielleicht ist es so wie mit den Karotten: Wenn sie nach einer Weile mit weniger Wasser recht viel bekommen, platzen sie...

Probiert hab ich sie: Noch recht wässrig, aber süss und jedenfalls essbar... immerhin ...



Melone geplatzt

Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 14. Juli 2012, 21:54:07
Leider erst jetzt gelesen. Soho, ich habe bei meinen Melonen noch nie Triebe gekürzt, ich lasse sie einfach wachsen. Glaube auch nicht dass das viel bringen würde.

Worauf das platzen zurück zu führen ist ??? Da vermutest du wahrscheinlich richtig, entweder zu viel oder zu unregelmäßig Wasser. Sie heißen zwar Wassermelonen, brauchen aber gar nicht so viel davon. Ich habe mich schon gewundert woher sie in trockenen Jahren all das Wasser das sie beinhalten, nehmen. Wenn es nicht regnet werden sie von mir nämlich kaum gegossen.
Schade um deine schönen Früchte, wenn man sie essen kann geht es ja noch, aber besser wäre natürlich wenn sie richtig reif und süß wären.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Soho am 15. Juli 2012, 08:38:15
Danke natura für Deine Antwort.

Jetzt hoff ich mal, dass wenigstens die vierte heil bleibt.

Noch eine Frage: Wenn ich Samen nehmen will, dann wäre das möglich, sobald die Samenkörner braun sind?!
Ich will jetzt zwar keine Auslese auf "Platzen" machen ;) - aber nachdem sie vereinzelt stehen, sollte es ja grundsätzlich gehen, weil sie nicht verkreuzt sind.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: July am 15. Juli 2012, 12:08:58
Schade um die schönen Exemplare Soho! Aber immerhin kommst Du in den Genuss der leckeren Früchte!!
Mein Melonenanbau hat sich schon erledigt. Einfach zu kalt und zu nass und zu doof dieser Sommer für solche wärmeliebenden Gewächse.
LG von July
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: tihei am 15. Juli 2012, 15:12:41
Nach kräftigem Hagel und dem anhaltendem norddeutschen Schmuddelwetter sind die Melonen bei mir dieses Jahr auch ziemlich mickrig.... :(
-Till
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 15. Juli 2012, 17:49:32
@Soho: richtig, wenn die Kerne braun sind kannst du sie für Samen nehmen.
Traurig für euch, July und tihel :(.
Bei mir ist bis jetzt an einer WM aus Kasachstan ein winziges Früchtchen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Soho am 16. Juli 2012, 15:19:58
Oh, tut mir leid für Euch, July und Tihei!
Da macht man sich die Arbeit und geht motiviert an die Sache und dann kommen irgendwelche Umstände dazwischen und die schönen Pläne werden durchkreuzt.

Ich hoffe noch auf mein viertes Exemplar... auf dass es nicht platze und zu einer schönen Melone heranreife. Samen werd ich dann jedenfalls schon nehmen von der vierten, was auch immer passiert. Immerhin hab ich sie ja ohne andere WM's gesetzt und sie sind daher auch nicht verkreuzt.
Danke für die info, Natura!

Wer also WM Samen von den Crimson Sweet haben möchte, der kann mir gerne eine PM schicken. Sobald ich sie "schlachte", wirds dann welche geben.

Soho
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Most am 16. Juli 2012, 21:13:09
wir haben heute eine GELBE Wassermelone gekauft. Hatte ich vorher noch nie gesehen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 16. Juli 2012, 22:41:01
Die gibt es schon längere Zeit. Ich habe schon mal gelbe gesät, aus denen ist aber nicht viel geworden.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Himbär am 17. Juli 2012, 11:11:22
Hallo Melonengemeinde :)!

Dieses Jahr habe ich zum zweiten Mal drei Pflanzen von der Golden Midget. Sie soll ja bei der Reife gelb werden, was ich eigentlich ziemlich großartig finde. Dummerweise sind es echte Mimöschen: immer, wenn irgendetwas unvorhergesehenes passiert, werden die Früchte gelb und faulen dann ab. Die Triebe werden praktisch vom ersten Tag an von den Wurzeln aus gelb, die Triebspitzen sind grün und wachsen weiter. Irgendwann erreicht das gelb dann die Triebspitzen und finito :( ! Letztes Jahr ist keine Frucht über Jostabeergröße gekommen, dieses Jahr sind einige auf Pfirichgröße, aber bei dem kalten Wetter ist jetzt wohl wieder Schluss :-[ . Die Pflanzen stehen zu dritt in einem breiten 40L Baueimer auf meinem Südbalkon, sind halbwegs windgeschützt, kriegen bis zum Nachmittag Sonne. Hätte ich von Anfang ein Vlies drüber tun sollen? Was mache ich falsch oder ist das kühle Jahr einfach generell nicht geeignet für Wassermelonen (eigentlich ist das Wetter hier in Mainz ja ziemlich mild)?

Vor zwei Jahren hatte bei der gleichen Anbaumethode mit Saatgut aus dem Gartencenter (hatte die vorgezogene Pflanze geschlenkt bekommen, keine Ahnung welche Sorte, war aber aus Samen, also nicht veredelt o.ä.) immerhin eine Frucht von ca. 20 cm Durchmesser. Sie war sogar schmackhaft und süß, wenn auch erstaunlich blass im Fruchtfleisch (trotz Überreife).

Liegt das Problem vielleicht bei der Sorte Golden Midget mit ihrer Gelbwerdertis? Ich dachte, sie wäre wäre speziell geeignet für etwas unfreundlichere Klimate?

Lg,
Himbär
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Christina am 17. Juli 2012, 18:47:33
golden Midget kenne ich leider nicht.

ich weiß nur, daß der Melonenanbau sich echt nicht lohnt. In diesem Jahr sind erst stecknadelkopfgoße Früchtchen dran, die oft auch noch abfallen. Es ist eine Galliamelone. In den 16 Jahren in denen ich das versuche, ist es mir nur in 2 Jahren gelungen etwas mehr als eine Frucht zu ernten. Die meisten erntete ich, als ich 15 Pflanzen auf einen normalen Acker gepflanzt habe und mich nicht drum gekümmert habe. Es gab Berge von Melonen. Seit ich herumhüte wird das nichts mehr.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: July am 17. Juli 2012, 19:16:17
Ich hatte mal Melonensaat aus Skandinavien bekommen, da habe ich reife Früchte ernten können...irgendwo habe ich auch noch Saat davon....
Aber ansonsten werde ich es gar nicht erst wieder versuchen.
Melonen wollen gutes Wetter, gutes Wetter, gutes Wetter, gutes Wetter.
Bei meiner Schwester in Portugal liegen die Felder voller Melonen und es klappt anscheinend immer, aber da ist ja auch Wetter und hier Herbst und grün angestrichener Winter.....
LG von July
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 17. Juli 2012, 23:24:36
Eben die Golden Midget war es von der ich auch wieder abgekommen bin. Die Pflanzen haben gemickert und die Früchte wurden auch nichts rechtes.
Im Topf hatte ich noch keine Melonen, aber ich denke dass sie darin noch etwas kleiner ausfallen als im Freiland. Ich lasse meine auch einfach auf dem Acker vor sich hin wachsen. Irgendwann wird es auch dieses Jahr wieder etwas wärmer werden und dann...
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Himbär am 18. Juli 2012, 10:52:46
Ok, danke... ich werde dann einfach mal weiter gießen und mir sonst nicht mehr so viele Gedanken machen. Für meine Pflanzen wird es wohl leider nicht mehr rechtzeitig warm genug, sie sind schon über die Hälfte gelb. Wenn ich es nächstes Jahr nochmal versuchen sollte, nehme ich dann eine andere Sorte. Es ist irgendwie bedrückend, den Pflanzen jährlich beim langsamen Sterben zuzuschauen...

Lg,
Himbär
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 18. Juli 2012, 18:35:35
Ja das glaube ich :(. Wie gesagt, scheint die Golden Midget etwas problematisch zu sein in unserem Klima. Du kannst von mir Samen haben von der Wassermelone aus Kasachstan. Ich habe festgestellt dass die Melonen von dort bei uns gut gedeihen, von den Zuckermelonen wuchs die Kolchosbauer auch am besten.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Elro am 19. Juli 2012, 00:38:30
Na dann ich mal gespannt wie meine Minnesota Midget trägt. Die Pflanze steht im Gewächshaus und rankt an einer Estrichmatte hoch, blüht wie verrückt und eine "Murmel" habe ich entdeckt.

Eine weiteres Teil, eine Gurkenmelone Indian Cream Cobra wächst auch noch im Gewächshaus. Da habe ich nur Blüten entdeckt, habe auch keine Ahnung was das werden soll ;D
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Soho am 19. Juli 2012, 14:36:25
Hallo Elro,
also mit den Minnesota Midget habe ich die letzten 2-3 Jahre eigentlich nur gute Erfahrungen im Gewächshaus gemacht. Dieses Jahr war ich später dran mit der Aussaat aber die Pflanzen ranken sehr schön dahin. Da kannst Du bei Dir sicher eine gute Ernte einfahren!

Anbei noch ein Bild von der letztjährigen Ernte...

Melonenernte.jpg



Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Elro am 19. Juli 2012, 22:12:47
Hübsch sehen sie aus :D

Heute Morgen habe ich nachgeschaut, eine Frucht mit 5 cm Durchmesser hängt dran. Alle anderen fallen gelb ab wenn sie 0,5 cm groß sind, hm :-\
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: tihei am 21. Juli 2012, 13:08:55
Alle anderen fallen gelb ab wenn sie 0,5 cm groß sind, hm :-\
Die sind nicht richtig befruchtet. Wenn es nur knapp daneben ging, dann wächst die Frucht zunächst, wird dann aber unförmig und gammelt; das ist noch frustrierender.
Es müssen bei ausreichend hoher Temperatur genügend Pollen auf die Narbe gelangen.
-Till
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 30. Juli 2012, 23:26:42
Ich habe heute meinen Melonen mal wieder Platz verschafft. Auf dem Acker haben wir leider wieder die Herrschaft über das Unkraut verloren >:(. Irgendwann geht es einfach durch und die Melonen wachsen jetzt auch wie wild, also mußte ich ringsherum ausreißen und -hacken was nicht hingehört.
So sah es am Ende aus.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 30. Juli 2012, 23:28:44
Dabei entdeckte ich dann dass schon sehr viele Früchte dran hängen, mehr als wir brauchen können. Diese Siberian Sweet sieht größer aus als sie ist, man sieht es am Blatt.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 30. Juli 2012, 23:29:24
Hier zwei kleinere.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 30. Juli 2012, 23:33:41
Und zwei aus Kasachstan.
Es hängen aber überall noch viele kleine.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Himbär am 31. Juli 2012, 19:08:19
Hallo zusammen!

Natürlich bin ich Euch noch ein Foto meiner grandiosen Melonenernte schuldig...



Golden Midget - "Ernte" 2012



Jetzt seid aber bitte nicht zu neidisch ::) !


Ist es vielleicht eine olympische Disziplin, die größten Kerne in den kleinsten Wassermelonen zu züchten? Dann wäre ich Medaillenkandidat :-X !

Ich wünsch Euch mehr Erfolg...!


@Natura

Deine Melonen sehen wirklich klasse aus...!
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 31. Juli 2012, 21:57:41
Hallo Himbär!
Gratuliere zu deiner Ernte. Aber sollte die Golden Midget nicht innen gelb sein ??? Wie schmeckt sie denn, die großen Kerne sehen noch reichlich hell aus.

@Alfi: was ist denn aus deinen geworden?
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Himbär am 02. August 2012, 18:55:57
Hey Natura!

Danke :) ! Die Golden Midget ist innen rot, sie soll aber außen gelb werden, wenn sie reif wird. Leider habe ich das gezeigte Melönchen trotz gelber Schalenfarbe zu früh geerntet. Da war der Grünschimmer offensichtlich noch zu viel. Naja, man lernt ja nie aus :) ! Sie hat übrigens einfach nach unreifer Wassermelone geschmeckt. Die letzten drei (zwischen Pfirsich- und Walnussgröße ::) ) lasse ich jetzt noch dran, bis die Pflanzen komplett tot sind, vielleicht werden sie dann süß. Lange dauert das leider nicht mehr...

Lg,
Himbär
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 03. August 2012, 23:08:24
Schade :(. Ich hatte letztes Jahr eine Zuckermelonenpflanze die abgestorben ist, die Früchte wurden leider nichts mehr zum essen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 12. August 2012, 23:28:49
Hier mal wieder ein Foto von einem Teil meiner Melonen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 12. August 2012, 23:32:16
Leider ging es mir diese Woche wie Himbär >:(. Ich habe bei einer Melone angeklopft und sie klang hohl. An der Auflagefläche war sie gelb, also habe ich sie abgeschnitten. So schwer war sie:
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 12. August 2012, 23:32:53
Aber nach dem Aufschneiden kam die große Enttäuschung. Sie sah innen nämlich so aus:
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 19. August 2012, 12:10:18
Auch dieses Jahr wie immer durchwachsene Erfahrungen mit den Melonen im Freiland (Gewächshaus habe ich nicht), am schönsten ist "Sivan" geworden. Geschmack gut, fruchtet wirklich gut, Schnitt unnötig. Eine Pflanze hatte neun Früchte zwischen 600 und 900g, die schön brav innerhalb von drei Wochen nacheinander reif geworden sind, manche etwas glatter, manche genetzter. Eine Reife und eine Unreife:

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/Charentais_Sivan_Melonen.jpg)

Lagerfähigkeit konnte ich aus naheliegenden Gründen nicht ausprobieren :-) Fruchtfleisch mit fantastischer, samtiger aber fester Konsistenz:

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/Charentais_Sivan_Schnitt.jpg)

Gut an dieser Sorte ist auch, dass es ein paar Tage länger dauert, bis die Brennfleckenkrankheit das Laub zerstört. Die ist jedes Jahr das grösste Problem, ab Ende Juli beginnt es, Mitte August haben die meisten Sorten kein Laub mehr. Ich frage mich, wie das in den Melonenanbaugebieten läuft. Fungizide ohne Ende? Resistente Sorten gibt es nicht. Resistenzen gibts gegen echten Mehltau und Fusarium (Stengelwelke).

Recht robust ist aus Sakatas Sweet, aber klein und nicht jedermanns Geschmack.

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/Melone_SakatasSweet.jpg)

Die Frucht sollte nach der Ernte noch etwas gelagert werden. Wenn die Farbe umschlägt, schmeckt sie schon recht süss, aber etwas bitter. Das Fruchtfleisch ist sehr fest, man isst sie wie einen Apfel. Wenn der Boden nicht gut gedüngt ist, bleibt wie bei allen Melonen das Fruchtfleisch dünner:

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/Melone_SakatasSweet_Schnitt.jpg)

Sie gehört zu der Gruppe kleiner asiatischer Honigmelonen aus Korea ("Chamoe") und Japan, die ich wegen ihrer Frühreife und einfachen Anbau enorm schätze, für die man aber kaum Saatgut bekommt. Lieferbar ist hierzulande eigentlich ansonsten nur "Goldstar", eine F1 - Hybride.

An drei verschiedenen Orten ausgepflanzt, zwei davon sind bereits am Ende Dank Brennfleckenkrankheit: Hales Best. Die Früchte bleiben dann klein und geschmacksarm. Scheint auch eine deutlich längere Vegetationszeit zu benötigen wie die behaupteten 90 Tage. Oft wird bei den Fruchtbeschreibungen ja nur voneinander abgeschrieben statt tatsächliche Erfahrungen wiederzugeben.

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/Melone_HalesBest.jpg)
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 19. August 2012, 21:13:43
Bei der derzeitigen Hitze ist es sehr angenehm, alle zwei Tage eine Wassermelone zu ernten und in den Kühlrschrank zu legen. Die heute früh geerntete habe ich soeben angeschnitten. 8)
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 19. August 2012, 23:01:08
Und? Ist sie gut? Da muss ich es direkt auch mal wieder wagen eine abzuschneiden. Jetzt könnte ich gerade ein Stück vertragen :P.
Cydorian die Sivan sieht wirklich toll aus 8).
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 20. August 2012, 08:04:54
Und? Ist sie gut?


Natürlich. Zehn Pflanzen wachsen in großen Kübeln im Gewächshaus. Wir ernten wie bereits geschrieben laufend und es kommen dank der Wärme auch noch weitere Früchte nach.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 21. August 2012, 09:36:41
Mein Melonenfeld.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: July am 21. August 2012, 09:40:37
Klasse, davon träume ich auch noch. Hatte schon einmal Glück in einem warmen Sommer, ebenfalls auf Folie gepflanzt hatte ich eine gute Ernte....wenn das man nicht die letzte gewesen ist hier in SH....bei den Sommern in den letzten Jahren :(
LG von July
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 21. August 2012, 09:47:20
Die stehen im Gewächshaus, das ist nicht zu sehen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: July am 21. August 2012, 09:57:39
Aha.....und auch in Kübeln wie ich jetzt sehe ::)
Dann haben die ja auch gute Bedingungen. Im Gewächshaus habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, weil wohl Licht fehlte wegen den ganzen Tomatenpflanzen.....
Die damals im Freiland kamen aus Saatgut aus Skandinavien und schmeckten wunderbar.
Dir wünsche ich guten Appetit ;)
LG von July
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 21. August 2012, 09:59:06
ich guten Appetit ;)


Danke! Momentan essen wir pro Tag eine Frucht. Die für heute liegt bereits im Kühlschrank.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 21. August 2012, 10:15:12
Sieht klasse aus. Mit was düngst du die Erde in den Pflanzgefässen? Sind das nicht grosse Starkzehrer?
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 21. August 2012, 13:07:47
Die bekommen etwa einmal im Monat eine ordentliche Handvoll Blaukorn.



Achja, und jeden Tag mehrere Liter Wasser.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 21. August 2012, 18:00:18
So, die "Hales Best" lässt sich jetzt vom Stiel lösen, aufgeschnitten sieht sie so aus:

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/halesbestreif.jpg)

Schmeckt ganz nett, aber nicht so aromatisch dass ich die nochmal setze und mühevoll gegen die Pilzkrankheiten angehe. Vielleicht werden die mit dem gesünderen Laub besser. Reife Melone duftet kaum, während die geerntete Sivan die Wohnung in aromatischen Melonenduft gehüllt hat.

Sakatas Sweet wird jetzt richtig reif, kleine Melonen, viele Früchte auch auf magerem Boden. Und es stimmt, ich habs jetzt ausprobiert: Ernten sobald die Farbe umschlägt, nicht erst wenn sie gelb ist. Dann im Kühlschrank ein bisschen liegen lassen. Wird zuckersüss. Lässt man sie bis zum Farbumschlag an der Pflanze (sie hängen fest, löst sich nicht von selbst), schmeckt der Kernbereich bereits nach Aceton, das typische Aroma beginnender Überreife bei Melonen.

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/sakatas_sweet_gruppe.jpg)

Die Dinger wachsen auf trockenem Boden, Südhang, extreme Hitze, trotzdem keine Schäden. Anderes Gemüse verbrannte da regelrecht dieses Jahr. Auch Schäden durch UV-Strahlung. Aber nach einem Gewitter mit plötzlich viel Wasser:

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/sakatas_sweet_risse.jpg)

..platzen einige Früchte im Stengelbereich, süsser Saft tritt aus.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 21. August 2012, 20:30:58
Wunderbar Cydorian und Staudo. Dass die im Kübel so gedeihen? Na ja, dank Blaukorn ;).
ich habe mich von Staudo verführen lassen und wieder eine geerntet. Sie klang dumpf und war unten gelb, aber innen genauso blass rosa wie die erste, obwohl es die andere Sorte ist :-\. Essbar ist sie, könnte aber süßer sein.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Soho am 25. August 2012, 11:28:22
Ich habe inzwischen auch die ersten Melonen geerntet.
Piel de Sapo: War zwar schon beeindruckend gross, hätte aber noch einen Nachreifung vertragen. Leider zu wenig süss, vom Geschmack her eher eine Mischung von Gurke und Melone. Gewicht: 2,4 kg
Crimson Sweet: Die erste WM, die etwas geworden ist :) ! Gewicht: 3,6 kg. Geschmack: Sehr gut. Zuckersüss. Beim Aufschneiden auch ein schönes rotes Fruchtfleisch.

Inzwischen haben sich noch weitere Wasser-Melonen an den Ranken gebildet. Ich habe die Hoffnung auf drei weitere Exemplare.

Ansonsten reifen so langsam: 2 Honigmelonen mit gelber Schale. und an die 12 Minnesotta Midget. Eine sichere Bank, diese kleinen süssen Zuckermelonen.


Ernte Crimson Sweet




Ernte Piel de Sapo

Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 01. September 2012, 16:43:47
Toll Soho, dass aus den Wassermelonen noch was geworden ist.
Ich habe es auch mal wieder gewagt und eine geerntet. Sie wog knapp 5 kg.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 01. September 2012, 16:45:13
Und sie ist reif, fast schon überreif. Der Geschmack ist süß und sehr saftig.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 01. September 2012, 23:51:21
Hier noch eine "Goldstar", im Kübel. Das ist die oben schon beschriebene einzige in Europa lieferbare Sorte der koreanischen "Chamoe" - Melonen. Festfleischig, süsses und leckeres Kerngewebe, innen ganz grün. Lange haltbar.

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/goldstar.jpg)

Die anderen Hales Best sind jetzt reif geworden. Qualitativ sind sie gut, aber nicht sehr gut. Vollreife, wenn sich der Stiel löst und Farbumschlag der Schale nach Gelb. Gewicht knapp 1kg, Form oval.

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/halesbest_reif.jpg)

Vorteile: Fruchtfleisch extrem saftig, die richtige Melone für Leute denen bei Melonen den süssen Saft aus dem Mund triefen muss. Eher weich, gefällig, ist geschmacklich 70% Cantaloupe und 30% Honigmelone. Sie ist durchgehend aromatisch bis auf dünne 2mm Schale.
Nachteile: Alle Früchte haben ausnahmslos einen Riss am Kelch, scheint sortenbedingt zu sein. Man sieht es auch auf dem Foto an der schwarzen Stelle oben. Fäulnisgefahr. Reifezeit fürs Freiland zu spät, wenn das Klima nicht wirklich gut ist. Fruchtet nicht gerade üppig.

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/halesbest_haelfte.jpg)
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Christina am 06. September 2012, 20:43:00
ihr seid zu bedneiden. Ich habe eine Zuckermelone, die hat jetzt 3 Früchte. Die Größe ist ok, aber hoffentlich werden die noch reif. Immerhin, zum 1. Mal hängt was Nennenswertes dran. Im nächsten Jahr werde ich es auch auf schwarzer Folie versuchen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 06. September 2012, 22:03:12
Ich habe auch ohne schwarze Folie viele Wassermelonen. Heute wurde eine Sweet Siberian angeschnitten und ich habe festgestellt dass die zuerst geerntete doch nicht so unreif war. Die Samen waren bei der ersten zwar noch weiß, aber das Fruchtfleisch wird nicht rot. Die jetzige ist auch hellrosa, schmeckt aber ausgezeichnet. Ich wußte nicht mehr dass das Fruchtfleisch dieser Sorte hell bleibt.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 06. September 2012, 22:17:09
Die schwarze Folie ist nur im Frühjahr nach der Pflanzung gut, da erhöht sie die Bodentemperatur. Sobald das Wetter heiss wird, sollte man sie wegnehmen.

Das Wetter bleibt warm und sonnig, sie reifen weiter wenn die Wurzeln noch okay sind. Manche Pflanzen welken jetzt. Bald ist meine "Ardor" Charentais erntereif, zeigt sich aber in vielen Punkten schwächer wie die "Sivan". Kleiner, später, fruchtet nicht so gut, früher Brennflecken....
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 06. September 2012, 22:57:31
Ja, es kommt auch sehr darauf an welche Sorte man hat. Von Zuckermelonen bin ich inzwischen ganz abgekommen und teile Alfis Meinung dass Wassermelonen besser sind. Zuckermelonen ähneln eher anderem Obst, von dem ich genug habe. Mit den Wassermelonen aus Kasachstan und Sweet Siberian die ich dieses Jahr habe, bin ich sehr zufrieden.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: husch69 am 07. September 2012, 00:08:06
Meine so ganz nebei als Experiment angebauten Melonen überraschten mich. Eine im Folienhaus und eine im Freiland gepflanzte veredelte Zuckermelone brachte je drei Früchte. Die aus dem Folienhaus waren lecker, die im Freiland mehlig und fad. Habe sie vermutlich zu lange hängen gelassen. ??? Eine Wassermelone aus dem Gartenmarkt war eine Enttäuschung, die Früchte kamen nich über Apfelsinengröße hinaus. Aber sie schmeckten immerhin melonig.

Diese im Grunde positive Erfahrung lässt mich darüber nachdenken, ob ich es nicht nächstes Jahr etwas proffessioneller und ordentlicher angehen sollte mit den Melonen, was Sortenwahl, Pflanzort, Düngung und Wassergaben betrifft.

Cydorian, könnte ich evtl. etas Saatgut abstauben bei Dir von der Goldstar? z. B gegen Tomatensamen oder anders?

LG Annett
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 07. September 2012, 00:27:16
Goldstar ist eine F1-Hybride, deshalb nehme ich von denen keinen Samen für einen Nachbau. Die Sorte ist im gutsortierten Samenhandel und Gartencentern lieferbar, z.B. hier oder hier oder viele andere.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: husch69 am 07. September 2012, 00:37:51
Vielen Dank für den Link!
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 07. September 2012, 07:37:14
Die schwarze Folie ist nur im Frühjahr nach der Pflanzung gut, da erhöht sie die Bodentemperatur. Sobald das Wetter heiss wird, sollte man sie wegnehmen.


Meine Wassermelonen wuchsen auch bei über 40°C im Gewächshaus auf schwarzer Folie ganz hervorragend. Jetzt rafft sie die weiße Spinne dahin. Da im September der Appetit auf Melonen ohnehin nachlässt, ist das zu verschmerzen. Ein paar Früchte gibt es noch, aber eigentlich ist mir jetzt mehr nach Weintrauben und Pflaumen. ;)
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 07. September 2012, 08:27:52
Hitze allein schadet nicht. Aber die Kombination aus Hitze und harter UV-Strahlung hat mir schon Fruchtschäden beschert. Im Gewächshaus ist die direkte Sonnenstrahlung abgeschwächt.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 07. September 2012, 08:28:55
Stimmt.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Christina am 07. September 2012, 17:33:51
Die schwarze Folie ist nur im Frühjahr nach der Pflanzung gut, da erhöht sie die Bodentemperatur. Sobald das Wetter heiss wird, sollte man sie wegnehmen.



Danke für den Hinweis. Bei meiner Melone sind jetzt fast alle Blätter braun, ob sie trotzdem noch reifen?
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 07. September 2012, 17:46:01
Das kommt drauf an wie weit sie schon sind. Wenn sie kurz vor dem reif werden sind kann es noch klappen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: hargrand am 08. September 2012, 15:52:10
Die schwarze Folie ist nur im Frühjahr nach der Pflanzung gut, da erhöht sie die Bodentemperatur. Sobald das Wetter heiss wird, sollte man sie wegnehmen.



Danke für den Hinweis. Bei meiner Melone sind jetzt fast alle Blätter braun, ob sie trotzdem noch reifen?

geht meinen Melonen auch so :-\
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Staudo am 08. September 2012, 20:10:11
Meine Melonen haben massiven Befall mit Spinnmilben. Das dürfte zum Saisonende relativ normal sein.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 08. September 2012, 21:49:15
Im GH scheinbar schon, da hatte Jay auch mal Probleme. Bei mir im Freiland sah ich noch keine.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 10. September 2012, 16:20:04
Wir haben gestern eine Mini-Melone abgemacht die an einer dürren Ranke hing. Sie war dunkelrot, schmeckte aber gräßlich :P.
Jetzt liegt wieder eine Sweet Siberian hier, die wird morgen angeschnitten.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 10. September 2012, 16:44:16
Meine Galiamelone packt es Dank warmem Wetter auch noch. Zwei grössere Früchte beginnen zu reifen, eine Andere hat nicht mehr lange und mehrere Kleinere schaffen es wohl nicht mehr.

Die hatte ich im Mai direkt ins Freiland gesät, einfach mal probiert. Erstaunlich ist das gesunde Laub jetzt noch im Spätsommer und das anhaltende Wachstum. Allerdings erscheinen jetzt die ersten brauen Stellen an den Blättern - die Brennfleckenkrankheit kündigt sich an.

Viele der anderen Pflanzen sind jetzt an Wurzelfäule oder Brennfleckenkrankheit eingegangen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Liljok am 13. September 2012, 03:57:29
Hallo!

Da wollte ich auch meine erste im Leben geerntete Wassermelone vorstellen. Die kam etwas verunstaltet auf die Welt, hat jedoch als einzige überlebt. Die Samen habe ich unter der Bezeichnung Mini-Wassermelone erhalten und in Freiland auf dem Dach des Schuppens in einem Kübel gepflanzt.
Vor zwei Wochen haben wir die abgemacht und die wurde auch sofort von dem kleinen Händefotomodell verspeist. Die Wassermelone war super saftig nur nicht besonders süss. Auf jedem Fall war die Kleine davon sehr begeistert. Wir konnten die kaum davon abhalten das Grüne mitzuessen.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Liljok am 13. September 2012, 04:01:01
Internet spinnt, zweiter Versuch mit Foto
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 13. September 2012, 17:58:41
@cydorian: schön dass du noch ein paar Melonen ernten kannst.
@liljok: wenn sie der Kleinen geschmeckt hat ist das prima, auch wenn sie nicht so süß war. Nächstes Jahr gibt es dann bestimmt mehr und noch bessere . Vielleicht nimmst du auch eine größere Sorte damit du auch was bekommst ;).
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 18. September 2012, 15:56:06
Wetter warm, fast heiss, trocken - die Melonen reifen weiter. Hier die Schwestersorte von "Sivan", nennt sich "Ardor", zeigt sich aber in allen Punkten schwächer wie Sivan:

(http://home.arcor.de/cydora/melonen/ardor.jpg)


Die Melone vom Galia-Typ ist jetzt auch reif, löst sich vom Stiel. Diese Pflanze (Direktsaat in Freiland!) ist sehr gesund und trägt noch viele andere Früchte, von denen aber wohl nur noch zwei reif werden. Dummerweise weiss ich die genaue Sorte nicht mehr. Das Fruchtfleisch ist relativ fest, süss sowieso und würzig. Etwas Aroma nach Kräutern, Anis. Durchaus nicht so langweilig wie meisten Galia-Melonen aus dem Supermarkt. Sie duftet auch herrlich nach dem bekannten Moschusduft. Gewicht 1,1kg.
 
(http://home.arcor.de/cydora/melonen/netzhaelfte.jpg)

Der süsse Saft tritt aus dem Nabel aus, schleck:
 
(http://home.arcor.de/cydora/melonen/netznabel.jpg)

Laufend reif werden auch noch ein paar kleine Charentais F2-Hybriden (Restsaatgut ins Freiland - nach dem Motto hinwerfen und sehen, was rauskommt), eine Sakata Sweet, eine kleinfrüchtige Netzmelone und eine gelbe Honigmelone. Auch da weiss ich die Sorte nicht mehr. Nächstes Jahr wasserfeste und kindersichere Sortenschilder...

Als Fazit kann man sagen, dass das Klima in den etwas wärmeren Gegenden Deutschland mittlerweile Freilandanbau von Zuckermelonen in den meisten Jahren ohne Probleme zulässt. Problem sind nicht die Wärmesummen, sondern die Krankheiten, zuvörderst Brennfleckenkrankheit.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 19. September 2012, 23:29:25
Sehr schöne Melonen und sehr gut beschrieben 8).
Ich habe gestern wieder eine aus Kasachstan angeschnitten. Sie war wie die vorige schon etwas überreif und schmeckt nicht besonders. Die Sweet Siberian ist eindeutig mein Favorit, sehr wohlschmeckend und kernarm. Sogar die Nachbarin, der ich ein Stück brachte, fragte ob ich davon verkaufen würde.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Liljok am 20. September 2012, 03:24:26
Hallo Natura,

da ich neugierig war, habe ich gerade gegoogelt und keine Melone Sweet Sebirian gefunden oder meinst du die Wassermelone Sweet Sebirian?
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 20. September 2012, 08:28:14
Ja, das ist eine Wassermelone.

Das Tablet hatte das Wort getrennt
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Christina am 20. September 2012, 19:22:53
Jetzt war auch eine Melone bei mir reif. Außen gelb, innen Orange. Der Duft war wunderbar, aber ein bißchen fade war sie schon.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 23. September 2012, 18:04:11
Anfang dieser Woche habe ich wieder eine WM aus Kasachstan geerntet. Sie wog 3,2 kg und war schon überreif (s. Foto), dementsprechend schmeckte sie gar nicht gut.
Gestern habe ich wieder eine solche angeschnitten, diese war vom Reifegrad richtig, aber geschmacklich lässt diese Sorte zu wünschen übrig. Außerdem hat sie sehr viele Kerne.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 27. September 2012, 22:18:03
Vorgestern war wieder eine Sweet Siberian dran. Meine Kaufladen-Waage reichte leider nicht, sie geht nur bis 5 kg, also musste die Dezimal-Waage herhalten.
Das Ding wog knapp 7 kg!
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: cydorian am 29. September 2012, 13:44:44
Noch eine Honigmelone von heute - noch aus dem Freiland. ist noch süss, aber nicht mehr zuckersüss. Aroma gut, Gewicht gut 1kg.

Die restlichen Charentais-Melonen sind nicht mehr süss.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 30. September 2012, 22:11:41
Hier noch ein Foto von der zuletzt geernteten WM aus Kasachstan. Sie wog über 3 kg, obwohl auf der Verpackung von Herrn Bohl steht dass die Früchte teils 2 kg schwer werden!
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 30. September 2012, 22:12:26
Und hier das Schwergewicht von Sweet Siberian, die danach geschlachtet wurde.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 23. Oktober 2012, 22:48:04
Bei den Melonen ist es inzwischen sehr ruhig. Nachdem ich letzte Woche 3 Stück an eine Forianerin verschenkt habe, habe ich gestern noch 4 geerntet und gleich wieder 2 davon verschenkt. Die anderen liegen noch da, aber ehrlich gesagt sind mir jetzt Äpfel lieber.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 25. November 2012, 17:49:14
Noch ein Foto meiner letzten Wassermelone für dieses Jahr.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 25. November 2012, 17:51:57
Sie hat am unteren (oder oberen ???) Rand doch leichten Frostschaden, aber sonst ist sie erstaunlich gut. Ein grüner Hokkaido den ich auch noch gefunden habe, ist Matsch.
Vielleicht säe ich nächstes Jahr eine Sweet Siberian, aber mehr nicht.
Titel: Aussaatzeitpunkte für Melonenunterlagen
Beitrag von: magnificco am 01. April 2013, 17:18:57
Da ich gerade kopfschüttelnd die Dicke meiner Zuckermelonen Honigmelonen Wassermelonen begutachte beim Vergleich mit ZWEI WOCHEN SPÄTER ausgesäten Unterlagen Feigenblattkürbis NoName (Kiepenkerl) und Bodyguard, Triumph (Hild) post ich hier mal.

Also detailiert:
Die Wassermelone Sugar Baby.....ach vergesst es..nie wieder dieses billige Saatgut.
Vorsicht: viele Baumärkte haben im zeitigen Frühjahr noch Saatgut vom vorvergangenen ahr im Regal und füllen erst auf wenn der Ramsch weg ist. Ganz abgesehen davon, dass die Sorte wirklich nicht sehr fit scheint.

Die Zuckermelone Petis Gris von Bingenheim ( Restsaatgut aus 2012 mit 100% Keimquoze) und die Carribean Gold F1 (vom Baumarkt, teuer, aber 100% Keimquote) sind nach nun einem Monat (am dieses Jahr verdammt düsteren Südfensterbrett) noch immer nicht mehr als 2mm dick.

Gleichzeitig keimen die Unterlagen, die 15 Tage später in die Erde kamen und schießen mit 2 - 3 mm dicken Stengeln aus der Erde.

Deshalb will ich hier Erfahrungen und Tipps mit Sorten und Unterlagen bei allen Melonentypen (Wasser wie Zucker/Honig zusammentragen. Bitte immer dazuschreiben wo die Bedingungen ceteris paribus odedr eben ungleich waren.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: Natura am 01. April 2013, 17:55:09
Sollte man für die Melonen 2013 nicht einen neuen Thread eröffnen? Warum hast du die Melonen so früh gesät? Ich mache das erst Anfang/Mitte April sonst vergeilen sie zu sehr oder hast du ein GH und kannst sie deshalb schon vor Mitte Mai auspflanzen?
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: samensven am 01. April 2013, 20:34:12
Ich säe meine Melonen auch immer erst Anfang April.
Titel: Re:Melonen 2012
Beitrag von: samensven am 01. April 2013, 20:45:28
Ich bin mir diese Jahr noch nicht ganz sicher, welche Sorten ich säe. Welche könnt ihr mir empfehlen?
Titel: Melonenanbau 2013
Beitrag von: Natura am 01. April 2013, 21:56:04
Da einige User auch dieses Jahr wieder Melonen anbauen möchten, eröffne ich hiermit die neue Saison.
Könnte bitte ein Moderator die neuen Beiträge, die im Thread von 2012 geschrieben wurden, hierher verschieben?

Danke und liebe Grüße an alle Melonenfans
Natura
Titel: Re:Melonenanbau 2013
Beitrag von: Lizzy am 02. April 2013, 00:17:57
Ich mache dieses Jahr versuchsweise mal mit. :)
Habe eine Wassermelone Red Star ausgesät, leider aus Unkenntnis etwas zu früh zusammen mit den Tomaten.
Die Pflänzchen entwickeln sich insgesamt jedoch ziemlich langsam, so dass ich Hoffnung habe, dass sie bis zum Auspflanzen noch nicht allzu groß sind und Probleme machen.
Titel: Aus der Forschung zu Unterlagensorten
Beitrag von: magnificco am 04. April 2013, 20:55:17
Es wurde eine Kopfveredelung durchgeführt. 'AX 98-1045' und 'Bodyguard' waren mit den
geringsten Ausfällen zu veredeln (siehe Tab. 1).
Das Ertragsniveau der sechs geprüften Unterlagen war sehr einheitlich.


Ich habe heute veredelt. Alle Melonen waren deutlich mit deutlich dünnerem Stiel als die Unterlagen Feigenblattkürbis xy Kiepenkerl, Triumph und Bodyguard.
Die beiden erstgenannten kommen mit 2,2-3 mm dicken schon als Keimling aus der Anzuchterde.
Am wenigsten war der Unterschied jedoch bei Bodyguard. Diese Sorte war meist noch gerade um die 2 mm.

An der Stelle wirds interessant: die Triumph ist auch ein Feigenblattkürbiss (C. ficifolia), die Bodyguard (und die Security) von Hild sind jedoch "normale" C. moschata. Genauso wie meine Hokkaido Kürbisse kommen sie mit verhältnismäßig dünne Stielen aus der Erde.

So gut also Feigenblattkürbisse für die Veredelung der relativ dicken Gurkenedelsorten wie Printo und co (die alle recht dick sind) geeignet sind, so unpassend scheinen sie für Melonen.

Kann jmd die Beobachtung bestätigen?

Oder habt ihr dickere Stiele bei eurer Melonen, wenn ja unter welchen Bedingungen zieht ihr sie?
Titel: Re:Melonenanbau 2013
Beitrag von: Natura am 04. April 2013, 23:15:55
Ich habe auf die Dicke der Stiele noch nie geachtet und auch noch nie veredelt.
Titel: Re:Aus der Forschung zu Unterlagensorten
Beitrag von: Alfi am 05. April 2013, 01:43:20
Oder habt ihr dickere Stiele bei eurer Melonen, wenn ja unter welchen Bedingungen zieht ihr sie?

Mehr Licht oder kühler stellen, dann wird auch der Stengel dicker bei der Melone. Der Splice Graft (Kopfveredelung ?) ist sowieso besser geeignet, wenn der Melonenstengel dünner ausfällt.

Alfi
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 05. April 2013, 12:37:36
Oh, Alfi 8). Bist du dieses Jahr wieder dabei?
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: samensven am 05. April 2013, 12:46:32
Natura, hast du meine Nachricht eigentlich erhalten?
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 05. April 2013, 12:55:23
Oh, Alfi 8). Bist du dieses Jahr wieder dabei?

Ich bin jedes Jahr dabei. Nur irgendwann wiederholt man sich ;D Daher etwas weniger.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 05. April 2013, 13:09:21
Klar bist du "dabei". Aber baust du auch wieder WM an?
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 05. April 2013, 15:35:17
Klar bist du "dabei". Aber baust du auch wieder WM an?

Genau wie in den 10 Jahren zuvor... ;D
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 06. April 2013, 22:49:16
Melonen und Tomatenanzucht
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 06. April 2013, 22:49:57
Heute veredelt
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 06. April 2013, 22:50:25
Und danach
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Elro am 06. April 2013, 22:52:45
Sind das Alufolienbahnen an der Wand zur Verstärkung des Lichtes?
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 06. April 2013, 23:20:27
Sind das Alufolienbahnen an der Wand zur Verstärkung des Lichtes?

Ja. Dadurch geht weniger Licht verloren.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 07. April 2013, 20:39:45
Alfi, ich sehe du bist wieder aktiver als im vergangenen Jahr. Ich habe noch gar keine Melonen gesät, will eigentlich auch nicht mehr als eine :-\.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 10. April 2013, 22:15:43
Bin aktiv wie jedes Jahr ;D

Meine Sorten in diesem Jahr, sortiert von "Lieblingssorte" bis "etwas weniger beliebt bei mir":
 
- Hime Kansen
- Blacktail Mountain
- Moon and Stars
- Orangeglo
- Red Little Baby
- Wills Sugar
- Prescott Fond Blanc
- Cream of Saskatchewan
- Golden Midget
- Red Star

Sieben Pflanzen habe ich bisher auf Feigenblattkürbis veredelt und ich scheine dieses Jahr ein gutes Händchen zu haben. 100% habens geschafft.

Sechs Pflanzen kommen dann ins Frühbeet, eine wohl ins Freiland.

Alfi
Titel: @ alfi Zubehör fürs Veredeln
Beitrag von: magnificco am 10. April 2013, 23:47:21
Sag, woher beziehst du deine Clipse (machst du mit Silikonclips gar nicht??), woher die Unterlagensamen?

Wie sehen bei dir die Zeitversätze zwischen Edelsorte und Unterlage aus.

Ich meine die gleichen Plastikklammern zu haben wie du, aber hatte meherer Veredelungsstellen die matchig, weich, Faul wurden..zu viel Druck??

Sprühst du direkt auf die Pflanzen oder sorgst nur für stehende Luft durch verdampfendes Wasser?

Auch schon auf anderem als Feigenblatt veredelt?
Titel: Re:@ alfi Zubehör fürs Veredeln
Beitrag von: Alfi am 11. April 2013, 00:18:09
Da man die Clips wiederverwenden kann, weiss ich garnicht mehr, wo ich die ursprünglich mal gekauft hatte. Sucht man nach "veredelungsclips kaufen" auf Google, findet man über die Bildersuche schnell passende Shops.. z.B. http://www.gruenconcept.de/shop/veredelungsklammer-veredlungsclip-veredlungsklammer-gurkenclip-veredelung-veredlung-1.html

Die Silikonclips taugen für Melonen glaub ich nicht viel. Zumindest nicht die, die man bei Tomaten verwendet.

Der Kürbis wächst schneller. Ich säe diesen 1-2 Tage nachdem die Melone gekeimt ist. Bei dem von mir angewendeten "Splice-Graft" ist es nicht ganz so kritisch, wie gross die beiden im Vergleich miteinander sind.

Im Notfall kannst Du die Klammern ja etwas aufbiegen. Ansonsten sind natuerlich kräftige Pflanzen immer ganz gut, um solche Probleme zu vermeiden.

Hier mal ein Link zu einem schönen Video:
http://cals.arizona.edu/grafting/content/one-cotyledon-method-cucurbitsvideo

Man sprüht die Pflanze nach der Veredelung etwas ein. Dann kommt sie bei mir ins Zimmergewächshaus bei knapp 25 Grad und normalem Licht (also nicht direkt unter die Pflanzlampe). Da gebe ich dann noch etwas Wasser unten rein. Dadurch ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch.

Ich hatte mal versucht, auf Atlantic Giant ;D zu veredeln vor ein paar Jahren. Aber mit anderer Technik. Dass hatte nicht geklappt. Da hatte ich aber auch noch Ausfallquoten von 80%.

Alfi

Sag, woher beziehst du deine Clipse (machst du mit Silikonclips gar nicht??), woher die Unterlagensamen?

Wie sehen bei dir die Zeitversätze zwischen Edelsorte und Unterlage aus.

Ich meine die gleichen Plastikklammern zu haben wie du, aber hatte meherer Veredelungsstellen die matchig, weich, Faul wurden..zu viel Druck??

Sprühst du direkt auf die Pflanzen oder sorgst nur für stehende Luft durch verdampfendes Wasser?

Auch schon auf anderem als Feigenblatt veredelt?
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 11. April 2013, 01:01:07
Hier die unveredelten Reservere-Pflanzen ;D
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 11. April 2013, 01:02:11
Und ein Blick in den geöffneten "Brutkasten" mit den veredelten Melonen
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 11. April 2013, 01:03:37
Und die Veredelungsstelle nach knapp 5 Tagen
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 13. April 2013, 23:23:19
Habe meine 7 veredelten Melonen heute aus dem Brutkasten entlassen. Sehen alle gesund und munter aus.

Hier die Moon and Stars :D
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: samensven am 13. April 2013, 23:38:01
Ich möchte auch gerne mal veredeln, aber für dieses Jahr bin ich wohl ein bisschen spät dran. Ich habe heute erst meine Melonen gesät.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 13. April 2013, 23:43:18
Mit guten Anzuchtbedingungen, also Temperaturen um die 27 Grad und gleichzeitig ausreichend Licht für diese Temperatur, ist es noch nicht zu spät.

Alfi
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 13. April 2013, 23:54:39
Ich hab mir die Sorte Sweet Siberian besorgt, weil sie auch zuverlässig im Freiland ausreifen soll.

Habt ihr da schon Erfahrungen mit gemacht und muss ich irgendwas beachten. Melonen sind noch ziemliches Neuland für mich. Kann ich die einfach wachsen lassen, oder müssen die Triebe gestutzt werden um Seitentriebe zu fördern?

Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: samensven am 13. April 2013, 23:57:55
Ich baue auch erst zum 2. Mal Melonen an. Ich werde dieses Jahr einige ins Gewächshaus pflanzen, ich hoffe mit Erfolg :) ;)
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 14. April 2013, 00:13:17
Ausreifen tun eigentlich alle Sorten, wenn man nicht zu spät startet. Das ist nicht das Problem. Große gut schmeckende Melonen zu ernten ist recht schwierig. Als kälteresistent geltende Sorten wie z.B. die Sweet Siberian oder die Blacktail Mountain sind bei mir nicht besser gewachsen als andere Sorten.

Im Freiland muss man gute Bedingungen aktiv schaffen. Also Folie, gute Erde, viel Sonne, Windschutz.

Alfi
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 14. April 2013, 09:44:54
Gute Erde haben wir, wird hier schließlich nicht umsonst die "grüne Hölle" genannt.

Folie kann ich besorgen

Wind abstellen und Sonne beschaffen wird da schon schwieriger :-\ . Hier ist es immer windig. Und naja, vielleicht haben wir einen bombastischen Sommer, wer weiß das schon
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 14. April 2013, 18:18:36
Bienchen, die Sweet Siberian kann ich nur loben. Sie hat bei mir im Freiland viele zuckersüße Früchte gebracht, von denen ich bis zum Frostbeginn noch ernten konnte. Wir haben Weinbauklima und sie wuchsen ohne Folie auf unserem Acker. Gute Erde, die mit Mist gedüngt wird, haben wir dort. Wieviel Sonne und Wind es jeweils gibt überlasse ich der Natur, mal gedeihen die Melonen eben besser und mal weniger, das nehme ich einfach wie es kommt.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 14. April 2013, 20:02:51
Natura, dien Weinbauklima möchte ich auch gern haben. Ich kann nur mit Nordseeklima dienen.....da ist das immer etwas schwieriger. Aber ich werd die 5 Samen, die ich hab mal aussäen und schauen, was dort kommt. Ich bau die mal auf Folie an.

Muss ich die entspitzen und Seitentriebe ziehen oder bildet die ganz von allein?
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 14. April 2013, 21:08:12
Ich entspitze sie nie, Seitentriebe wachsen von allein.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: marygold am 14. April 2013, 21:09:32
Zu Hülf, die habe ich ja ganz vergessen! Ist es noch früh genug für die Aussaat?
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 14. April 2013, 21:37:36
also ich als absoluter Melonenlaie würde sagen, das jetzt grad die beste Aussaatzeit für Melonen, Kürbisse, Zucchinis und Gurken ist
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 14. April 2013, 21:43:34
Ja, es ist früh genug marygold. Ich säe meine morgen oder übermorgen. Sie bleiben bei mir dann gleich im GH, wenn ich sie dort schon ausgesät habe wenn es noch kalt war, sind sie nicht gekeimt, jetzt ist ideales Wetter.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 20. April 2013, 01:04:46
Nach der Veredelung fangen die ersten Melonen jetzt wieder an zu wachsen. Momentan haben die unveredelten Exemplare noch Vorsprung. Mal schauen, wann diese eingeholt werden.

Hier ein Bild von der veredelten Moon and Stars.

Alfi
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Rosen-Kater am 20. April 2013, 19:08:15
Habe seit heute Melonen-, Honigmelonen- und Kürbis-Samen zum einweichen auf feuchte Tücher gelegt.
Die Melonen und Honigmelonen werde ich auf die Kürbisse veredeln.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Alfi am 20. April 2013, 20:50:32
Habe seit heute Melonen-, Honigmelonen- und Kürbis-Samen zum einweichen auf feuchte Tücher gelegt.
Die Melonen und Honigmelonen werde ich auf die Kürbisse veredeln.

Kürbis wächst schneller, muss also zeitversetzt gesät werden.

Aldi
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: austria_traveller am 20. April 2013, 22:38:42
Ich möchte heuer "Petit gris de Rennes" probioeren.
Keine Ahnung, ob das was wird. Ist mein 1. Versuch ;)
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 20. April 2013, 22:57:02
Die ist aber schön :D

Ich hab hier noch Wassermelonenkerne liegen. Hat mein Onkel aus der Türkei mitgebracht. Die Kerne sind braun, wie die einer Wassermelone, aber nur halb so groß. Sehen aus wie kleine Zecken.

Aber ob die hier was werden? Die lieben es doch bestimmt sehr warm und damit kann ich hier kaum dienen :(
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Staudo am 20. April 2013, 23:08:38
Ich habe die Melonen (Jenny F1) vorgestern ausgesät. Jetzt stehen die Töpfe im Heizungsraum auf dem Warmwasserspeicher. Später kommen sie in große Kübel und ins Gewächshaus.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 20. April 2013, 23:13:38
Grr...du hast ja auch ein Gewächshaus und wie ich annehme ein riesengroßes Gewächshaus >:( . Ich könnte dir die türkischen Melonenkerne schicken und du ziehst mir eine Monstermelone, was hälst du davon ;D

psst...ich mag keine F1 :(
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Elro am 20. April 2013, 23:13:51
Ich habe heute Minnesota Midget und Indian Cream Cobra ausgesät.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 20. April 2013, 23:14:57
hast du die beiden Sorten schon mal angebaut und wenn ja, wie sind sie geworden?
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Elro am 20. April 2013, 23:51:20
Ja letztes Jahr, ich fand sie beide sehr gut.
Bei Minnesota Midget hieß es löst sich wenn sie reif ist. Das war etwas schwierig, denn ich habe die Melonen an Baustahl hochgeleitet und so mußte man aufpassen, daß nicht morgens eine Frucht auf dem Boden lag und aufgeplatzt ist.
Gerade die Fruchtgröße hat mir gut gefallen, so ca. 15 cm Durchmesser, ideal zum ganz aufessen. Sehr süß und aromatisch.
Ich hatte die Pflanzen am offenen Eingang des Gewächshauses um für eine gute Bestäubung zu sorgen. Trotzdem setzten wenig Früchte an. Bei Indian Cream Cobra fielen viele Winzlinge ab, die wohl nicht bestäubt waren.
Darum dieses Jahr ein Freilandversuch.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 21. April 2013, 09:49:49
setzt du die auf schwarze Folie?

Ich werde meine Sorte auf schwarze Folie setzen, weil es hier ja meistens nicht so warm ist
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Elro am 21. April 2013, 09:53:17
Mit Folie habe ich noch nie gearbeitet, darüber hatte ich noch nie nachgedacht. Ich kann es mir ja bis Mitte Mai noch überlegen, wäre geschickt zum Unkraut eindämmen.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 21. April 2013, 10:59:48
ich auch nicht, hatte aber auch noch nie Melonen.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 21. April 2013, 15:52:31
Ich habe am Wochenanfang je einen Kern der Sweet Siberian und einer Mini-Wassermelone von REWE ausgesät, mehr gibt es dieses Jahr nicht.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: EmmaCampanula am 09. Juni 2013, 22:39:37
So eine Pflanze hat es bis jetzt geschafft, eine habe ich verschenkt, die ist umgekommen/umgefallen. Diese eine - Noire des Carmes - wächst endlich recht gut & ich frage mich, ob ich sie auch im Gewächshaus kultivieren kann. Würde ich gerne im Kübel halten, wieviel Erde sind da nötig & kennt jemand diese Sorte - wie wüchsig ist die. Es ist ja nur eine, klappt das, wenn ich sie handbestäube oder müssen da Pollen einer zweiten her?

Vielen Dank für Eure Hilfe, ich habe ja echt keinen Plan vom Melonenanbau. :-\ 8)
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 09. Juni 2013, 22:51:41
Auf die ersten beiden Fragen weiß ich leider keine Antwort, habe noch nie Melonen im Kübel gezogen und diese Sorte hatte ich auch noch nicht. Bestäuben brauchst du sie nicht selbst, das erledigen die Insekten, wenn du sie nicht abgeschirmt stehen hast. Eine zweite Pflanze brauchst du dafür nicht.

Ich habe jetzt 3 Pflänzchen, eine Sweet Siberian habe ich noch nachgesteckt. Sie sind noch sehr klein, weil in kleinen Töpfen. Diese Woche muss ich sie endlich pflanzen, bin die ganze Zeit noch nicht dazu gekommen. Jetzt will GG aber erst noch den Acker fräsen, da er schon wieder voller Unkraut ist >:(.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: EmmaCampanula am 09. Juni 2013, 22:57:04

Danke, Natura, das hilft mir schon weiter. :)
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Staudo am 10. Juni 2013, 07:35:09
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Melonenanbau in Kübeln im Gewächshaus gemacht. Ich nehme 40-Liter-Container, in solchen werden große Bäume im Sommer geliefert. Man muss allerdings reichlich düngen und wässern.
In diesem Jahr wird es mit dem Melonenanbau nichts, den Jungpflanzen war es bei der Anzucht zu kalt.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: EmmaCampanula am 14. Juni 2013, 13:01:04
Danke auch Dir, Staudo!
Wasser, Dünger & ein großer Topf, wahrscheinlich 50 l Volumen, sind vorhanden. Am Wochenende werde ich sie einpflanzen & hoffe auf ein bischen Anfängerglück!

& das isse

Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 14. Juni 2013, 17:24:40
Toll, die ist schon viiiel größer als meine :-[.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: EmmaCampanula am 15. Juni 2013, 11:15:45

Den Vorsprung braucht sie bestimmt auch, bei Euch ist es gewiss um einiges wärmer im Sommer.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 15. Juni 2013, 17:02:33
Ich glaube meine kommen dieses Jahr überhaupt nicht in den Boden. Der Acker ist schon wieder völlig grün von Unkraut, GG möchte fräsen und es ist nicht abzusehen wann er dazu kommt ::).
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 07. Juli 2013, 21:53:31
Was machen denn eure Melonen?
Meine drei Wassermelonen (2 Sweet Siberian, 1 Minimelone von REWE) sind inzwischen endlich gepflanzt, nun bleibt abzuwarten was noch daraus wird.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: EmmaCampanula am 07. Juli 2013, 22:29:20

Unter Glas hatte es ihr doch nicht so gut gefallen meiner Noire des Carmes. Irgendwie wirkte sie unglücklich, die Blätter zu hell & evtl. auch von Milben befallen.
Nun haben wir den Riesenkübel mit vereinten Kräften an einen geschützten sonnigen Platz im Freien transportiert.
Gewachsen ist sie recht gut & winzige Blütenansätze sind zu sehen, fraglich, ob das noch was wird. Da braucht es wohl einen langen sonnigen Herbst.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: andreasNB am 28. Juli 2013, 20:37:33
Die Photos sind drei Tage alt/vom Donnerstag.
Sorte: Sweet Sibirian

Bei der Wärme kann man ihnen beim wachsen fast zuschauen.
Sie wachsen jeden Tag mehrere Zentimeter. Gefühlte 10-20cm.
Die größte Melone (Photo) hatte gestern ihre Größe wenigstens verdoppelt.
Wenn der August so bleibt, bestehen gute Chancen auf eine Ernte in diesem Jahr.

@natura,
Wie groß sind deine Pflanzen ?

In diesem Jahr hatte ich Probleme mit Schnecken.
Kühlere Wetterphasen waren weniger das Problem.

Im nächsten Jahr versuche ich in der 1-2. Aprilwoche auf Wärmematte vorzuziehen und später aus dem 7er, wenigstens in einer 13er umzutopfen. Weiterkultur so früh wie möglich im Klein-GWH und erst Ende Mai für das Freiland abhärten, um spätere größere Pflanzen auszupflanzen. Ich könnte mir vorstellen das dies gerade hier im Norden sehr sinnvoll ist.
Kühle Witterung auch möglichst während bzw. kurz nach der Auspflanzung vermeiden, um einen Wachstumsstop zu vermeiden.



Melone Sweet Sibirian



Melone Sweet Sibirian - 1

Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 28. Juli 2013, 20:52:34
Respekt Andreas 8). Meine sind noch sehr klein und wie bei EmmaCampanula erst kleine Blütenansätze da, sie wurden einfach zu spät ausgepflanzt. Vielleicht berappeln sie sich wenn es jetzt regnet und dann wieder warm wird.
@Alfi: was machen deine? Du bist so schweigsam.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: andreasNB am 28. Juli 2013, 21:03:29
Bisher hatte wir hier mit dem Wetter im Vergleich zu wohl fast allen anderen Regionen einfach rießiges Glück.

Keine Eisheiligen und kein Hochwasser od. kühles Regenwetter im Frühjahr. Dieses kam zwar auch 4 Wochen später als üblich, aber seitdem alles super.
Naja, richtig Regen gab es die letzten Wochen leider nicht.
Hoffentlich wird das die nächsten Tage was. Ziemlich ausgetrocknet.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: andreasNB am 04. August 2013, 20:09:08
So, dank des Regens wuchern die Melonen.
Leider hatte gestern früh eine der drei Pflanzen zwei halbwelke Triebe. Keine Ahnung was da los ist.
Noch sind sie halbwegs saftig, also noch nicht eingetrocknet :-\

Jede der 3 Pflanzen hat eine größere Frucht.
Mir scheint, da stecken sie sämtliche Energie rein - neben den wuchernden Trieben.
Mal schaun ob da noch etwas an Früchten nachkommt und ob die dann überhaupt noch reifen.

Hier die schon in #169 gezeigte Frucht.
Hat mächtig zugelegt :D



Melone_Sweet-Sibirian_A-August2013


Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 04. August 2013, 23:02:29
Bei mir ist an den beiden Sweet Siberian auf verschiedenen Grundstücken sind eine kleine Kugel dran. Es müßte halt mal regnen, der Boden ist ausgetrocknet und ein bisschen gießen reicht nicht.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: moreno am 06. August 2013, 16:39:00
"Cucurmis melo var. Inodorus"
I have slightly shortened the barren branches
  two fruits have reached a size
almost final
will water until the next rain
then no more water to avoid cracking ...


(http://i754.photobucket.com/albums/xx187/badius/pieldesapo_zps82295dcf.jpg)

 :)
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: ivi am 14. August 2013, 10:58:41
hallo Leute ... ich habe dieses Jahr das erste mal Melonen (Netzmelonen) gepflanzt und nun habe ich 8 Früchte dran ... nur weiss ich nicht so recht wann man die ernten kann ... mein Nachbar meinte so lange dranlassen bis es kalt wird .... naja das kann noch ein bischen dauern oder auch nicht ;) und ich würde schon gerne mal wissen wie so selbstangebaute Melonen so schmecken ... wie ist es eigentlich mit den Trieben ... soll man die mal stutzen? ... bei mir wachsen sie und wachsen und ich habe festgestellt, dass da wieder neue kleine Fruchtkörper dran sind ... werden solche Früchte noch reif? oder ist es besser die doch zu kapen? ...
lg Ivi
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: ivi am 14. August 2013, 11:00:23
Ps; falls ihr Fotos braucht werde ich die in den nächsten Tagen reinstellen um die Bestimmung zu erleichtern..
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: EmmaCampanula am 08. September 2013, 19:29:40

Also mein Melonenexperiment verlief gar nicht mal so schlecht - ich habe die erste Frucht geerntet. Die Pflanze ist mittlerweile ziemlich hinüber, es hängen aber noch welche dran. Geschmack/Aroma war gut, saftig - nur etwas süßer hätte sie sein können. Vielleicht im nächsten Jahr.

Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: EmmaCampanula am 08. September 2013, 19:30:07

Und aufgeschnitten:

Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 08. September 2013, 21:26:26
Klasse Emma 8), die aufgeschnittene Frucht sieht völlig reif aus. Die fehlende Süße liegt vielleicht am Wetter, gut möglich dass sie nächstes Jahr besser werden.
Ivi, das ist ja toll. Bis es kalt wird lässt man Melonen nicht hängen, es sei denn sie sind nicht vorher reif. Wenn sie aber jetzt die entsprechende Größe haben und nach Melone riechen, kann man sie ernten. Bei Wassermelonen ist auch ein Anhaltspunkt dass sie auf der Unterseite gelb sind, bei Zuckermelonen allerdings weniger. Sie vergammeln leider schnell wenn man sie zu lange hängen lässt. Wenn man weiß wie lange die Reifezeit ist und wann sie zu wachsen begannen, kann man sich auch daran orientieren.
Bei mir hängt dieses Jahr an zwei von drei Pflanzen je eine Frucht, davon ist eine von den Schnecken ausgehöhlt und die andere will einfach nicht wachsen. Die Pflanzen wachsen jetzt er richtig los und blühen :-\, das wird nix mehr.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Elro am 08. September 2013, 23:28:16
Fast alle meine Melonenpflanzen sind letzte Woche abgestorben, die Früchte ebenso, waren noch nicht reif zum ernten :(
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: wölkchen am 09. September 2013, 00:00:58

Also mein Melonenexperiment verlief gar nicht mal so schlecht - ich habe die erste Frucht geerntet. Die Pflanze ist mittlerweile ziemlich hinüber, es hängen aber noch welche dran. Geschmack/Aroma war gut, saftig - nur etwas süßer hätte sie sein können. Vielleicht im nächsten Jahr.

Wow sieht toll aus. Auch aufgeschnitten echt lecker. Wie groß war die ca? Bzw wie groß sind die restlichen, die noch dranhängen? Alle so diese Größe?
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: EmmaCampanula am 09. September 2013, 09:46:07

Schade, Natura & Elro, dass es dieses Jahr nichts wird mit den Melonen bei Euch, ich vermute, da müssen recht viele Faktoren passen, damit das klappt. Ich werde es im nächsten Jahr wohl auch noch mal probieren.

@wölkchen, die Melone war in etwa so groß, wie eine dicke Pampelmuse, das war aber die größte Frucht.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 12. September 2013, 22:29:04
hallo nachdem ich ich diese jahr wieder einmal mit dem melonenanbau versucht habe, konnte ich immerhin 3 wassermelonen und 3 zuckermelonen allerdings in miniaturausgabe ernten. ich will nächstes jahr unbedingt mit dem gewonnenen saatgut weiter machen. darum meine frage, ob jemand ein paar samen von eigenen geernteten melonen für mich übrig hat.
ich habe die hoffnung das aus diesen samen etwas robustere pflanzen wachsen könnten.
hier ein bild http://alanbishop.proboards.com/thread/5275/josephs-doings?page=58&scrollTo=91969 was dabei herauskommen kann (ganz unten). joseph hat vor ein paar jahren angefangen melonen anzubauen, aus anfangs ein paar früchten aus hunderten aussaaten sind mittlerweise gute ernten geworden.
würde mich über jede spende freuen.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 12. September 2013, 22:42:51
Aus meinen Melonen wurde dieses Jahr nichts weil ich sie vieeeel zu spät ausgepflanzt habe.
@michaelbasse: toll was dieser Josef geerntet hat, es gab mal ein Jahr in dem ich auch etwa so viele hatte, die konnten wir gar nicht essen. Allerdings bin ich nicht sicher, ob das am eigenen Saatgut liegt. Ich hatte gekauftes und habe nicht hunderte davon ausgesät. Aber trotzdem kannst du von mir Samen aus den letzten Jahren haben.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 12. September 2013, 23:15:11
hallo natura,
danke für dein angebot. die idee ist, das immer die pflanzen vermehrt werden, die es schaffen früchte zu bilden, am anfang halt sehr wenige und dann hoffentlich immer mehr. da auf eigenschaften wie z.B. frühzeitigkeit selektiert wird und es hoffentlich vererbte eigenschaften sind.
ich hatte diese jahr je rund 300 samen ausgesäht, wovon auch die meisten gekeimt sind, aber nur 10-20 pflanzen sind überhaupt nennenswert gewachsen und von denen hab ich 3 wasser und 3 zuckermelonen ernten können. das saatgut stammte von joseph und anderen, viele verschiedene sorten, leider aber nicht wirklich für mein klima geeignet...und eigentlich ist es eine erbärmliche ausbeute, aber ich hoffe aufs nächste und übernächste jahr. auf http://alanbishop.proboards.com/index.cgi? gibt es viele interessante threads zu dem thema.
mit gekauften sorten hatte ich die jahre vorher übrigens kein glück, ich war immer neidisch wenn ich die melonen threads hier im forum gelesen habe...
ich muß dazu sagen, das ich auch gemein zu den pflanzen war und keinerlei folien oder andere hilfen benutzt habe, ich habe am 1.juni gesät und dann nur gegossen und gejätet.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 12. September 2013, 23:46:16
Hast du die ins Freiland gesät ??? 300 Samen :o? Am 1. Juni :o?
Ich säe immer ca. Mitte April in Töpfe, die ich ins unbeheizte GH stelle, da keimen meistens fast alle. Ich habe meine dieses Jahr erst Ende Juni ausgepflanzt, das war zu spät, normalerweise mache ich das einen Monat früher. Ich benutze auch weder Folie noch sonstige Hilfsmittel, aber wir haben Weinbauklima, bei dir ist es wahrscheinlich kühler, da werden auch meine Samen nicht so gut wachsen.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 13. September 2013, 00:19:15
ich habe die letzten jahre auch vorgezogen, leider hat es trotzdem nicht geklappt. dieses jahr hatte ich nur einige pflanzen je sorte vorgezogen, die bekamen dann aber allesamt einen pflanzschock und wurden auch ziemlich schnell von den schnecken gefressen, wohingegen die gesäten glücklicherweise von den schnecken geschmäht wurden... das säen war tatsächlcih auch nicht das problem, die meisten samen sind gekeimt sobald es warm wurde, da hatte ich schon befürchtungen, das es zu eng wird...mit der zeit haben aber viele pflanzen aufgehört zu wachsen und nur ein paar wuchsen überhaupt größer und dann haben nur ein paar geblüht... das war eine echte roßkur, aber die die es geschafft haben lassen mich hoffen.
das gleiche habe ich mit den okras gemacht, mit ähnlichem erfolg. die auberginen und paprikas habe ich vorgezogen bis 5cm und dann gepflanzt.
und bei den auberginen habe ich eine richtig gute ernte, nur eine frucht pro pflanze und auch nicht an jeder dafür aber groß und dick, leider muß ich sie fürs saatgut ausreifen lassen und kann sie nicht essen...das ist bei melonen besser..:)
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: wölkchen am 14. September 2013, 18:41:49
@wölkchen, die Melone war in etwa so groß, wie eine dicke Pampelmuse, das war aber die größte Frucht.

Wow, gratuliere - klingt toll.
Auf die Idee Melonen selbst anzupflanzen bin ich ehrlich gesagt noch nie gekommen. Aber wenn ich mir den Thread hier so durchles, krieg ich richtig Lust drauf das nächstes Jahr auch mal zu probieren.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 18. September 2013, 23:13:13
auch wenn es evtl. ans Grüne Brett gehört, thematisch ist es hier besser aufgehoben.

ich will nächstes Jahr mit meinem eigenem Saatgut weitermachen, die Idee ist wie vielleicht schon geschrieben, das Pflanzen die im hiesigen Klima schon einmal Früchte angesetzt haben es evtl. auch ein zweites Mal tun, falls es denn an vererbten Eigenschaften liegt.
Daher meine Frage wer hat eigenes Saatgut von seinen geernteten Melonen (Wasser und Zuckermelonen) für mich übrig.
Sorte und evtl. Verkreuzungen sind vollkommen egal, aber auf jeden Fall interessant.
Würde mich freuen, auch über evtl. Mitstreiter (besonders im Norddeutschen, wegen des ähnlichen Klimas)
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: July am 19. September 2013, 07:10:48
Guten Morgen Michaelbasso:)
Soll ich mal in meinen Saatkisten nachsehen? Ich hatte vor einigen Jahren Melonensaat aus Skandinavien bekommen und von diesem Saatgut habe ich die einzigen und ersten Melonen geerntet, die auch reifes Saatgut enthielten.
Das Saatgut - wenn ich es noch finde - ist natürlich einige Jahre alt aber ich glaube Melonensaat keimt lange.
LG von July
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 19. September 2013, 11:15:58
Hallo July, das klingt gut!
Ist es vielleicht der farthest north mix? bin gespannt.
Ich hatte auch schon einige Wassermelonen und Zuckermelonensorten aus Dänemark und Schweden, leider haben sie bei mir nicht gefruchtet.
Die Keimfähigkeit soll bei Gurken sogar nach ein paar Jahren am besten sein, evtl. ist es bei Melonen ähnlich, da verlass ich mich ganz auf die Natur. die regelt das schon.
Also vielen Dank, hast Du Interesse nächstes Jahr auch einen Versuch zu wagen? Sollten sich ein noch paar Interessenten finden ist die Chance viel größer Erfolge zu haben. Ich würde dann einen extra Thread aufmachen.
LG Michael
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: July am 19. September 2013, 19:24:30
Hallo Michaelbasso,
ja es war Farthest North und ich meine noch eine, ich muss die Kürbis-Melonen-Kiste durchwühlen und hatte heute keine Zeit dafür. Jedenfalls hatten die bei mir im Freiland auf Folie in sonnigster Ecke mehrere reife Früchte damals.
Ob ich nochmal Melonen anbauen werde weiß ich noch nicht....meist ist die Enttäuschung zu groß und das ganze Gepäppel und irgendwann gehen sie sang- und klanglos einfach ein.....dafür sind die Sommer bei uns im Norden in den letzten Jahren einfach zu schlecht geworden.

Obwohl ich gerade noch auf dem Acker war und reife Ananasbeeren geerntet habe, 3 Hände voll, gleich weggenascht :P Zuckersüss und lecker, die Büsche hängen proppevoll, aber es ist Herbst :-\
Eine ordentliche Portion reife Paprikas hatte ich auch heute vom Acker geholt.....aber das ist ja oT
LG von July
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: samensven am 19. September 2013, 20:34:07
Zitat
Sollten sich ein noch paar Interessenten finden ist die Chance viel größer Erfolge zu haben.

Hallo,
ich würde nächstes Jahr auch gerne wieder ein paar Melonenpflanzen ziehen. In diesem Jahr hatte ich zwar auch ein paar Pflanzen aber die sind mir bei der Kälte und dem Regen im Juni eingegangen. Letztes Jahr hatte ich ein paar Honig- und Wassermelonen. Ich konnte einige Früchte mit ausgereiften samen ernten, jedoch habe ich vergessen Samen zu nehmen. :(
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 19. September 2013, 21:08:36
Hallo July,

ich hatte noch kungs, Hammenhögs Frilandsmelon, Ringleader, Stormly, Vigerslev und wests melon alles zuckermelone aus schweden und alle fehlanzeige. ich schätze das es eher gewächshaussorten sind, aber ich kenne leute in dänemark die mit dem farthest north mix erfolge haben, also es wird klappen...:)
mit eigenem saatgut sind die chancen theoretisch höher...
Ich würde mich sehr freuen, falls du noch welche hast!
nochmal OT: welche paprikasorten hast du? meine sind leider noch grün.

Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 19. September 2013, 21:23:07
Hallo Samensven,

schön wenn Du mitmachen willst. Ich würde später einfach nochmal einen eigenen thread aufmachen, da kommen dann vielleicht noch ein paar mehr zusammen und wir können uns austauschen und koordinieren.
Ich würde es wieder so wie dieses jahr machen und einfach massen aussäen, bestenfalls mit eigenem saatgut und ein paar werden es schon schaffen.
Zu dem thema gibt es ein englischsprachiges forum besonders die beiträge von joseph sind sehr interessant was melonen betrifft.
grüße
michael
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 20. September 2013, 16:25:18
die idee ist, das immer die pflanzen vermehrt werden, die es schaffen früchte zu bilden, am anfang halt sehr wenige
Ich komme nochmal hierauf zurück: Bei mir haben praktisch alle die ich je gepflanzt habe Früchte gebildet und meistens auch nicht wenige. Sie sind höchstens gefault weil es zu nass war oder von den Schnecken angefressen worden, aber angesetzt haben wie immer. Deshalb mache ich da nicht groß rum mit selektieren. Wie gesagt stecke ich sie im April in Töpfe (meistens gekaufte Samen oder aus Früchten vom Supermarkt und nicht hunderte!), stelle sie ins kalte GH und pflanze sie Mitte Mai einfach auf den Acker. Angießen und Schneckenkorn streuen, wenn nötig gießen, jäten und abwarten, fertig. Hier ein Foto vom letzten Jahr.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 20. September 2013, 17:05:27
Hallo Natura,
deine Erfolge habe ich die letzten Jahre schon immer bestaunt, da scheinst wirklich mehr Glück zu haben als ich. Seit 4 Jahren habe ich mit vorgezogenenen Pflanzen keine Früchte geerntet, meistens lag es daran das die Pflanzen einfach nicht mehr weitergewachsen sind. Das liegt bestimmt an unserem unterschiedlichem Klima und evtl. auch Standort, auf dem Acker wachsen einige Sachen besser als im Garten.
Bei mir war es dieses Jahr die erste Ernte, aber mit Direktsaat und Unmengen von Samen, das nur so wenige gewachsen und gefruchtet haben verstehe ich als Hinweis, das die meisten eben nicht mit meinem Standort zurechtkommen. Ich denke nächstes Jahr werde ich schlauer sein, denn wenn es an den Pflanzen liegt müsste es dann besser klappen...
Zur Absicherung habe ich auch noch ein großes flaches Gewächshaus gebaut, das dient dann zum Vergleich.
Grüße
Michael
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: July am 20. September 2013, 18:45:21
Ja Natura,
so wie bei Dir....das macht dann auch Freude:)! Aber hier in SH wirds wohl nie so werden.

So nun habe ich gefunden

Wassermelone Red Seeded Citron, alte Saat, abzugeben
Wassermelone Louisiana Queen (ex Hudson USA), alte Saat, abzugeben
Wassermelone Burkina Faso, alte Saat, abzugeben
Yellow Watermelon, alte Saat, abzugeben
Wassermelone Sugar Baby, alte Saat, abzugeben
Wassermelone klein und rosa, angebaut und Saatgut geerntet in Südtirol, abzugeben
Mini-Melone Minnesota Midget, alte Saat, abzugeben
Queen Ann Pocket Melon, alte Saat, abzugeben
Melone Aarhus torg aus Skandinavien, alte Saat, abzugeben

vielleicht schwirren hier noch mehr Samen rum.... ;D

Also wer möchte probieren, ich habe eigentlich den "Mut" verloren, vielleicht versuche ich noch einmal die aus Skandinavien...
LG von July
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 20. September 2013, 20:19:06
hallo july
ich melde gern mein interesse an, besonders an dem aus südtirol...
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: July am 21. September 2013, 11:41:01
Dann schreibe mir mal Deine Adresse per PM:)
Und im Laufe des Winters fallen mir bestimmt noch mehr Melonensamen in die Hände.....wenn ich meine Saatkisten durchforste und aufräume und entsorge :D
LG von July

Hast Du von den schwedischen Sorten noch Samen??
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 10. Oktober 2013, 16:30:06
Ich wollte euch meine Wassermelone nicht vorenthalten ;D

die kleinste türkische Wassermelone

Wir haben sie dann auch mal durchgeschnitten, sie war tatsächlich rot und hat super geschmeckt. Wir haben sie einfach aus der Schale gelöffelt ;D
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 10. Oktober 2013, 18:37:44
Nachdem die empfindlichen Melonenpflänzchen im Rekordkaltfrühsommer fast alle drauf gegangen sind, habe ich aus lauter Frust eine Wassermelonenpflanze aus dem Gartenmarkt recht spät gesetzt. Die wuchs dann wie Unkraut, setzte sicher zehn Früchte an, von denen vier gross wurden und schliesslich je 8-10kg gewogen haben. Hier eine kurz vor der Ernte, die letzte habe ich erst letzte Woche geerntet:

(http://home.arcor.de/cydora/b/wassermelone.jpg)

Geschmack sehr gut, süss, erstaunlich aromatisch, auch die letzte Frucht aus der ersten Oktoberwoche, nur der grüne Rand blieb grösser wie bei der importierten Kaufware.

(http://home.arcor.de/cydora/b/wassermelonehalbiert.jpg)

Alle Sorten Charentais-Melonen sind jedoch misslungen. Pflanzen eingegangen, nicht mehr reif geworden, völliger Fehlschlag. Das sind so Jahre, in denen man sich ein grosses Gewächshaus wünscht. Nur das hier ging halbwegs gut Dank ständigem nachpflanzen im Frühsommer:

(http://home.arcor.de/cydora/b/goldstar.jpg)

Sorte "Goldstar", kleine (10-20cm lang) Melonen aus Nordostasien, setzen sehr reich an und fruchten dann lange Zeit. Viele sind auch noch reif geworden. Sie haben entgegen dem ersten Eindruck wenig mit Honigmelonen zu tun, sind nicht richtig süss, aber lecker und auch gut haltbar. Guter Duft. Ähnliche Sorte und süsser: Sakatas Sweet, die platzt aber viel zu leicht.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 10. Oktober 2013, 22:13:18
Schön für dich cydorian, dass du wenigstens noch einen Erfolg hattest, die WaMe ist ja prächtig geworden :D.
Bienchen: jetzt können wir wetteifern wer die kleinere WM hatte ;D. Meine einzige die übrig blieb war auch relativ winzig, schmeckte aber erstaunlich gut. Übrigens wüßte ich gar nicht wann wir Melonen hätten essen sollen, es gab laufend etwas anderes: Birnen, Feigen, Pfirsiche, Äpfel. Das ist es halt: im Sommer wenn man Wassermelonenappetit hätte, sind sie bei uns noch nicht reif und später ist es zu spät :-\.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 10. Oktober 2013, 22:40:26
unsere war etwas größer als ein Tischtennisball ;D, aber erstaunlich süß.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 20. Oktober 2013, 18:53:26
Ich glaube den Wettbewerb um die kleinste Wassermelone habe ich nicht gewonnen :(. Ein bisschen größer als ein Tischtennisball war sie doch.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 20. Oktober 2013, 19:13:48
Natura, mach dir nichts draus. Probierst es nächstes Jahr nochmal. Vielleicht können wir dann einen richtigen Wettbewerb daraus machen. So mit Umfang messen und Gewicht ;D
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: July am 10. November 2013, 15:38:58
Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin in der Rubrik.......
Habt Ihr schon mal Bittermelonen (Momordica charantia) angebaut? Klappt das im Freiland oder im Gewächshaus oder wollen die viel mehr Wärme??
Ich habe es in früheren Jahren schon einmal versucht aber wenig Erfolg gehabt....allerdings im Kübel....
Nun möchte ich aber mal Blätter und Früchte der Momordica essen und trinken und trocknen für den Winter.
Lohnenswert oder nicht?
LG von July
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 10. November 2013, 15:57:26
July, ich hatte mal welche im Freiland, da wurde nichts draus. Vielleicht würden sie im Folientunnel bei mir wachsen, bei Luffa war es so. Im GH kannst du's ja mal probieren, Blätter sollten zumindest auch bei dir wachsen.
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 11. November 2013, 10:42:41
Hallo July, ich hab es schon mehrmals mit vorgezogenen pflanzen probiert,leider würde nix drauß. sie wachsen einfach nicht weiter.
jürgen wehrle (kiwano punkt de) bietet welche an, da hatte ich vermutet dass er sie im freiland zieht, hat bei mir aber auch nicht funktioniert.
der norden ist wohl zu kalt...
Titel: Re:Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. November 2013, 11:32:07
Klappt das im Freiland oder im Gewächshaus oder wollen die viel mehr Wärme??

Nur im Gewächshaus und auch da nur bei günstigen Bedingungen, z.B. Zusatzheizung bei kalten Phasen im Mai / Juni.
Titel: Melonenanbau
Beitrag von: kudzu am 16. Januar 2016, 23:34:51
... ich hab die Sorte Brot von Babylon (Wassermelone) ...

und genau ueber die bin ich grad wo anders gestolpert, hab das WWW befragt und nur Positivstes+++ dazu gefunden
zB grossartige Vorratsfrucht

wie immer, wenn ich sowas lese MUSS ich's natuerlich haben
hab aber keinen englischen Namen gefunden und mit botanischem Namen kein Saatgut diesseits des Atlantik
ja, das Web und ich, zwei Welten, schon klar
bitte nehme mir doch bitte jemand mit Fakten die fixe Idee, diese Melone zu brauchen

und wenn wir schon dabei sind, Zucca Melonen hab ich auch noch nicht ganz von meinem Wunschzettel verbannen koennen,
zb da beschrieben, ganz nach unten scrollen und auf "Speise-Flaschenkürbis "Zucca Melon" klicken, obwohl die genau da bestellten Samen genau nix getan haben


Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 16. Januar 2016, 23:39:05
Dreschflegel hat die. Und vielleicht verschicken die auch zu dir  :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 16. Januar 2016, 23:43:04
und schau mal hier

die versenden weltweit und ich hab da auch schon bestellt, das funktioniert ganz gut
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kudzu am 16. Januar 2016, 23:47:43
schlimmstenfalls kann ich bei Dreschflegel - nennen die sich wirklich freiwillig 'Flegel'? - an Mutterns Adresse bestellen,
die schickt schon weiter und mit etwas Glueck kommt nicht wieder ein leeres Kuvert mit Zettel vom USDA 'wir haben unzulaessiges Saatgut entfernt'
 
eigentlich wollte ich vorher mal von einer lebendigen Seele wissen, ob ich die wirklich haben muss,
hab noch nie eine Einmachmelone live gesehen oder probiert

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 17. Januar 2016, 00:01:40
tja, da kann ich dir nicht weiter helfen, das musst du wissen  ;)

Aber deine Ma könnte ja die Samen nicht nur in einem Umschlag stecken sondern ein bisschen verstecken. Süßigkeiten etc.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kudzu am 17. Januar 2016, 00:16:03
aehm, Bienchen, hast Du letztes Jahr Brot von Babylon gezogen oder nicht?
wenn ja, was ist draus geworden?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Waldschrat am 17. Januar 2016, 00:31:19
schlimmstenfalls kann ich bei Dreschflegel - nennen die sich wirklich freiwillig 'Flegel'? ......


Hat nix mit ungezogenen Mitmenschen zu tun  ;D

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dreschflegel
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Conni am 17. Januar 2016, 06:25:26

bitte nehme mir doch bitte jemand mit Fakten die fixe Idee, diese Melone zu brauchen


Hm, Zollinger schreibt: "Als Konfiture mit Basilikum... eine Delikatesse. ...auch zu Senffrüchten eingemacht." Roh essen scheint eher nicht vorgesehen? Mit Basilikum würzen? Heißt das, dass sie nicht allzuviel Eigengeschmack hat? Außerdem wird Konfiture bei Euch nicht gegessen, wenn ich das richtig sehe. Und Senffrüchte? Von 30kg pro Frucht und wievielen Früchten pro Pflanze? Bist Du wirklich sicher, dass Du die haben musst?

Tut mir leid, aus eigenen Erfahrungen kann ich leider nicht berichten. Bienchen, ist sie bei Dir was geworden?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 17. Januar 2016, 09:11:10
aehm, Bienchen, hast Du letztes Jahr Brot von Babylon gezogen oder nicht?
wenn ja, was ist draus geworden?

nein, hab ich nicht. Wäre aber eine Option für dieses Jahr. Vielleicht bekommen wir ja einen Jahrhundertsommer
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Zuccini am 14. Juni 2016, 08:40:45
Hat jemand Erfahrungen mit Melonen (Wasser- Zucher- Honig).

Meine sind leider noch recht klein und ein Gwächshaus besitze ich nicht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Staudo am 14. Juni 2016, 08:43:59
Zumindest hier, in Brandenburg, wird das nur in absoluten Ausnahmefällen etwas. Im Gewächshaus ernte ich jedes Jahr.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 14. Juni 2016, 08:53:37
Ich säe jedes Jahr direkt in den Boden. Das klappt dann nur manchmal, mit vorgezogenen Pflanzen hatte ich immer Pech, es findet sich immer ein Pilz der sie tötet oder ein sonniger heißer Tag an dem ich vergesse die Abdeckung zu entfernen.... :)
Honigmelonen klappen vom Fruchtansatz her besser als Wassermelonen.
Es kommt sehr auf die Sorten an, normale Supermarktmelonen wachsen gut, brachten aber alle bisher keine Früchte. Sorten mit kurzer Reifezeit dagegen schon.

Ich schütze aber auch nicht, kein Vlies und keine andere Sonderbehandlung, das erklärt einiges :)
wenn Du Vliese oder Hauben drüber stellst, sieht es wahrscheinlich besser aus.
Es gibt im Netz einige Anleitung von Kanadiern, die sich im Melonenanbau versuchen.
kann Sie nur leider gerade nicht mehr finden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 14. Juni 2016, 08:57:24
In Norwegen kann es auch klappen
http://alanbishop.proboards.com/thread/8103/melons-norway
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Zuccini am 14. Juni 2016, 09:06:12
Dankeschön für die Antworten. Na ich werde es dieses Jahr mal ohne Hilfmittel versuchen und wenn es nicht klappt dann überlege ich mir fürs nächste Jahr was ich mache. Ob ich es überhaupt weiter versuche.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: erhama am 28. Juni 2016, 20:26:01
Staudo, schneidest Du von Deinen Melonen den Haupttrieb ab und lässt die Seitentriebe wachsen? Oder nicht? Oder wie? Ich hab dieses Jahr erstmalig Melonen im Gewächshaus und habe heute die erste weibliche Blütenknospe entdeckt  :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Staudo am 28. Juni 2016, 21:59:10
Ich lasse alles wuchern wie es will. Dazu benötigen die Pflanzen allerdings viel Wasser, Wärme und Dünger. Mehr als zwei Früchte ernte ich übrigens nicht pro Pflanze.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: erhama am 30. Juni 2016, 21:53:40
Ich habe jetzt 1 Pflanze entspitzt, die andere nicht. Mal sehen, wo es mehr zu ernten gibt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 30. Juni 2016, 22:51:31
Ich hatte schon öfter Melonen im Freiland, mal werden sie gut, mal weniger. Sorten aus Kasachstan gediehen hier gut. Ich hatte manchmal schon dicke Brummer von Wassermelonen. Ich setze sie einfach auf den Acker und schaue was draus wird. Habe in den Threads der vergangenen Jahren darüber berichtet.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: strohblume am 01. Juli 2016, 13:26:56
Ich habe eine veredelte Pflanze aus dem Baumarkt, sie ist bei einen M Höhe angekommen ,sollte man nun den Haupttrieb entspitzen??
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Newt am 18. Juli 2016, 16:53:21
Was machen eure Melonen? Meine Charentais sieht ganz gut aus.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: erhama am 23. Juli 2016, 21:02:06
Meine Melonen machen - nichts. Die Entspitzte ist nach dem Entspitzen sofort und kommentarlos eingegangen, die nicht Entspitzte rankt in die Höhe und lässt eine männliche Blüte nach der anderen erblühen. Die eine Kleinstmelone, die dran war, ist zusammen geschrumpelt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 23. Juli 2016, 21:26:07
Meine machen dieses Jahr auch nicht viel. Einige sind gar nicht gekeimt, eine wurde weg gefräst, zwei Zuckermelonen sind schön gewachsen (das Unkraut drumherum allerdings auch :-[). An einer sind zwei Früchtchen, von denen eins schon geplatzt ist. Zwei Melonen sind im GH viel später noch aufgegangen, als ich die Erde für etwas anderes benutzt habe. Aus denen wird wohl nicht mehr.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 24. Juli 2016, 21:36:59
Ich habe heute mal genauer nach meinen beiden Melonen geschaut. Die Kajari hat drei Früchte, von denen eine einen Riß hat.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 24. Juli 2016, 21:41:25
Die andere sollte eine Crane sein und hat bis jetzt eine Frucht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: urban.gardening am 28. Juli 2016, 11:54:56
Ich bin total beeindruckt, dass ihr auch Melonen anbaut. Im Gewächshaus dann? :?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 31. Juli 2016, 20:13:04
Nein, meine sind im Freiland. Es hat mich irgendwann interessiert, ob die bei uns wachsen. In manchen Jahren werden sie was, in anderen nicht. Aber ein paar Früchte habe ich fast immer geerntet, manchmal auch schon Riesenbrummer von Wassermelonen. Die Zucker-/Honigmelonen haben auf jeden Fall ein besseres Aroma als die gekauften. Gut bewährt haben sich russische Sorten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 08. August 2016, 09:44:19
Habe dieses Jahr eine Melonenpflanze der Sorte "Petit Gris de Rennes" in Tomatennähe gepflanzt. Sie wird regelmäßig mit Kompost,  Brennesseljauche und zwischendurch auch mal mit Tomatendünger versorgt, breitet sich schön aus, macht viele Blüten aber es kam nur eine Frucht. Diese hat derzeit einen Durchmesser von rund 10 cm. Ich gehe also davon aus, dass sie ausreifen kann.

Ich wüsste gerne wie lange es etwa von der Blüte bis zur erntereifen Frucht dauert, wie man die optimale Reife erkennt und ob jetzt noch irgend etwas zu tun ist (Versorgung mit Nährstoffen, Schutz vor Schnecken etc.)


Danke und Grüße
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. August 2016, 21:23:07
Reif ist sie, wenn sich der Stiel leicht von der Frucht löst. Cantaloupe-Melonen sind diesbezüglich sehr, sehr einfach.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Monti am 09. August 2016, 18:16:56
[...]Ich wüsste gerne wie lange es etwa von der Blüte bis zur erntereifen Frucht dauert, [...]

Danke und Grüße

Wüsste ich auch gerne. Meine zwei Cantaloupe-Melonen wuchern wie Unkraut, setzen aber erst jetzt an, und bei denen ist fraglich, ob sie nicht noch abgeworfen werden. Sonst würde ich sie nämlich jetzt Roden und was anderes einsähen...
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Newt am 15. August 2016, 13:03:18
Ich habe heute meine erste Charentais-Melone geerntet. Sie ging ganz einfach ab, ist sozusagen abgefallen. sie riecht sehr stark nach Honigmelone, später werde ich sie mal anschneiden.
Ich baue zum ersten Mal Melonen an und hatte auch Bedenken, ob ich erkenne, wann sie reif sind. Das war jedoch ganz einfach: kleine Risse am Stielansatz, Melone lässt sich ganz leicht lösen, die Schale hat einen leicht gelblichen Farbton angenommen und sie riecht stark nach Melone.

Meine Melonen hatte ich hier zuletzt am 18. Juli gezeigt, da waren sie gute 2 Wochen alt. Also haben sie ungefähr 40 bis 45 Tage zum Reifen gebraucht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 15. August 2016, 22:24:24
Hast du sie im Freiland? Ich finde dieses Jahr ist keines für Freilandmelonen. Die eine meiner Pflanzen mit drei Früchtchen ist schon abgestorben, die aufgeplatzte Mini-Melone habe ich abgenommen. Sie wog etwa ein halbes Pfund und war unreif :P. Die Hühner mochten sie.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Newt am 16. August 2016, 07:38:28
Die Melonen stehen in so einem kleinen billigen Baumarkt-Tomatengewächshäuschen, welches aber meistens offen steht. Am Anfang hat ihnen dieser Schutz sehr geholfen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Monti am 19. August 2016, 13:27:14
Danke, Newt, für deine Info's, sehr nützlich. Die Freiland Melone fliegt nun raus. Bis Ende September müsste dann schon sehr gutes Wetter sein. Die im GWH bleibt, mal sehen obs was wird. Da brauch ich den Platz auch nicht, bzw. weiß nicht, mit was bepflanzen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 28. August 2016, 21:43:09
Von den beiden übrigen Früchtchen der Kajari war eins schon matschig und das andere auch überreif und schmeckte überhaupt nicht :P.
*Sorte verwechselt*
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 28. August 2016, 21:51:13
Die einzige Frucht der Crane hatte ein Loch und der Inhalt war zum Teil flüssig, was ich erst daheim bemerkte, daneben saß eine dicke fette Schnecke >:(. So wenig Erfolg mit Melonen hatte ich selten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 25. September 2016, 19:31:34
Drei Wassermelonen sind bei mir noch reif geworden, zwei habe ich gestern geerntet (s. Erntethread) und eine gleich probiert. Sie schmeckt ausgezeichnet, zuckersüß, eine ist noch an der Pflanze. Es müßten Crimson Sweet sein.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Newt am 01. Oktober 2016, 07:13:04
Ich hatte dieses Jahr zum ersten Mal Melonen angebaut. Von der Charentais konnte ich nur zwei ernten, der Rest wurde vom Mehltau dahingerafft.
Im Mai hatte ich mir im Supermarkt kurzentschlossen eine veredelte Wassermelonenpflanze mitgenommen. Anfangs hatte ich noch eine Frühbeetfolie drüber, ab Juni stand sie im Freiland und ist ziemlich groß geworden. Sie hat vier Früchte angesetzt, drei um die fünf Kilo und eine kleinere. Im Erntethread habe ich ein Foto gepostet. Sie schmeckt super lecker. Schade, dass sie erst so spät reif werden. Nächstes Jahr werde ich mir wieder eine kaufen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 01. Oktober 2016, 15:05:37
Mit Wassermelonen lief es dieses Jahr auch gut (Sorten z.B. Sweet Siberian), der gesamte Rest war der schlimmste und früheste Totalausfall, den ich je erlebt habe. Bereits Ende Juli waren alle Pflanzen am Ende. Falscher Mehltau hat (auch an Freilandgurken) gnadenlos flächendeckend zugeschlagen. Nicht nur der Regen war schuld. Es war die permanent hohe Luftfeuchtigkeit auch an regenfreien Tagen. Es gab keinen Morgen, an dem die Blätter nicht taunass gewesen waren. Jede Nacht vollfeucht, Tau. Dann kamen Mitte Juli die typischen Flecken an Blättern und Ende Juli war alles blattlos.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 02. Oktober 2016, 18:13:12
Bestand dann dein gesamter Rest aus Zucker- bzw. Honigmelonen? Meine letzte Wassermelone hätte ich besser auch schon geerntet, jetzt ist sie oben angefressen und unten verfault :(.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 02. Oktober 2016, 22:54:11
Ja. Das war ein Trauerspiel erster Güte. Mitte Juli war das Laub saftgrün, nur ein paar Punkte an ersten älteren Blättern. Ende Juli war alles blass und die Hälfte abgestorben. Ein paar Tage später kompletter Exitus. Alle Sorten. Halb kaputt sah es so aus:

(https://c2.staticflickr.com/6/5836/30073245645_7687c6400a_o_d.jpg)

Melonen waren fast reif, aber noch nicht süss, auch wenn sie so aussehen. Waren leider zum Wegwerfen.

(https://c2.staticflickr.com/6/5262/29446270053_dcb621ea7e_o_d.jpg)

Die Wassermelonen hatten auch einen frühen Abgang, aber der dauerte ein paar entscheidende Wochen länger. Die meisten Früchte wurden reif. Die Sweet Siberian hatte 4 Kilo, mehrere Früchte. Versuchshalber habe ich auch eine Pflanze ins Gewächshaus gesetzt. Die war schon Ende Juli reif. Im Gegensatz zu Gewächshaus-Cantaloupe Melonen trotzdem mit vollem Aroma und Süsse.

(https://c1.staticflickr.com/9/8272/30073246225_11bdc23e50_o_d.jpg)

Schönes gelbes Fruchtfleisch, süss, aromatisch, auch gut haltbar. Mittelgross, mässig viele Kerne. Ist besser wie die Grossen. Hatte auch schon eine Sorte mit 10kg-Bomben, ist unhandlich.

(https://c1.staticflickr.com/9/8029/30073246775_5b5f4c75bc_o_d.jpg)

Dieses Jahr wurden sogar Cucurbitae anderer Arten, die als unempfindlich gegen falschen Mehltau gelten, befallen und vernichtet. Ein Nachbar es geschafft, seine anfälligen Gurken bis Mitte September durchzubringen. Mit Wahnsinnsaufwand. Aufgeleitet an Fäden unter einem Dach, Rückwand fest, bei Regen und Nachts die Seiten und vorne abgedeckt. Absichtlich nicht ganz dicht, damit kein Kondenswasser entsteht. Mit Melonen geht das aber nicht, die brauchen maximale Sonneneinstrahlung, sonst leidet das Aroma stark.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 03. Oktober 2016, 11:57:31
Und wenn das Aroma leidet sind sie auch nicht besser als die gekauften. Das ist ja das Gute am Selbstanbau, dass sie eben besser schmecken. Schade um deine schönen Früchte :'(, die Peronospora war dieses Jahr wirklich schlimm, auch im Weinbau, da wundert es mich, dass es doch noch eine so gute Ernte gibt. Allerdings nur durch massiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln :-\. Gurken hatte ich mal wieder zu viele gesät, das war dieses Mal gut, so hatte ich doch eine recht gute Ernte, bevor sie abgestorben sind.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 03. Oktober 2016, 12:55:40
Bei Zuckermelonen suche ich irgendwie noch nach Sorten die in meinem Klima gut werden. Die besten Erfolge hatte ich bis jetzt mit einer namenlosen Mini-Zuckermelone deren Samen ich aus einer im Supermarkt gekauften Frucht habe.

Sehr gut geworden sind dieses Jahr auch die Golden Crispy Melonen. Die Pflanze hat früh und viele Früchte getragen, die sehr gut geschmeckt haben und eine gute knackige Konsistenz hatten. Leider sind die Früchte irgendwann bei einem Regen alle rundherum aufgesprungen, wodurch teilweise Schnecken hinein gelangt sind und die Melonen verdorben haben. Trotzdem werde ich diese Sorte sicher wieder anbauen.

Sehr enttäuschend waren Hales Best, Tigger und Vine Peach, wobei Vine Peach noch die Beste von den Dreien war. Hales Best und Tigger haben je eine Frucht hervor gebracht die trotz Vollreife absolut nach nichts geschmeckt haben, ein Fall für die Tonne. Vine Peach hat ein gutes Dutzend kleine gelbe Melonen hervorgebracht die etwas säuerlich, aber überhaupt nicht süß schmecken. Irgendwo habe ich gelesen, dass man sie recht gut einlegen können soll, aber so roh, sind sie eher ungenießbar. Die letzten habe ich zu Kompott verkocht, das war ganz in Ordnung, aber nicht wofür ich Melonen anbaue.

Die Wassermelonen die ich bis jetzt angebaut habe waren eigentlich - sofern sie Früchte ausgebildet haben - alle recht gut.
Sugar Baby, die Sorte die man bei uns überall bekommt wird bei mir halt nur echt winzig.
Eine gute Größe haben bei mir die Sorten Ali Baba und Navajo Wintermelon bekommen. Beide schmecken ausgezeichnet und sind auch gut ausgereift.

Ali Baba:
(https://lh5.googleusercontent.com/-jnCR7qFGVAQ/V7oJfj2mJwI/AAAAAAAAoHU/1UsyUvpovxkdw09O7B02wLpFeWHnnplEwCL0B/s640/DSC01571.JPG)

Navajo Wintermelon:
(https://lh5.googleusercontent.com/-XR_M3PswHJQ/V9hsB5vHCNI/AAAAAAAAooE/Hdk9oR6GldoN5VbLMK-QgLLk4QwvJM0hQCL0B/s640/DSC01656.JPG)

Gewachsen sind meine Melonen bis auf die Sorte Jubilee alle im Freiland. Die Wassermelone Jubilee war im Gewächshaus und hat dort eine kleine Frucht hervorgebracht bevor die Pflanze vor ein paar Tagen von einem Tag auf den anderen komplett abgestorben ist. Die Frucht ist dabei zu Boden gefallen und zerbrochen.
Notiz für nächstes Jahr: Melonen auf alle Fälle immer mit einem Netz vor Absturz schützen, auch wenn sie noch klein sind und die Pflanze gesund aussieht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 03. Oktober 2016, 17:25:08
Klasse kaliz, du hast auch Melothria und Kiwano 8). An Zuckermelonen ist bei mir die Kolchosbauer sehr gut geworden. Davon habe ich noch Samen aus 2009, aber ob die noch keimen ??? Sie schmeckt birnenähnlich.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 03. Oktober 2016, 19:19:38
Ja, Melothria und Kiwano hab ich auch, die zähle ich aber eher zu Gurken denn zu Melonen. Beide tragen momentan so viel, dass ich mit dem Essen nicht mehr hinterher komme. Diese Kiwano ist sowieso der helle Wahnsinn. Die eine Pflanze hat innerhalb kürzester Zeit mein gesamtes 8 Meter langes Gurkenrankgitter überwuchert und jetzt trägt sie Massen an Früchten. Die letzten Jahre hatte ich nie Glück mit Kiwanos, aber dieses Jahr kann ich mich gar nicht erretten davor. Wenn man in das Gestrüpp rein schaut, sieht es überall so aus:

(https://lh5.googleusercontent.com/-CIOEMquv6eQ/V-MM0LF7j0I/AAAAAAAAosg/PcFNVGV6TUwBvvPeCV4FhNCxeQ_aMnmGwCL0B/s640/DSC01727.JPG)

Das Bild ist aber auch schon fast ein Monat alt, mittlerweile sind die alle riesig geworden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 03. Oktober 2016, 20:58:39
kaliz, du könntest ja mal wieder im entsprechenden Faden darüber berichten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 03. Oktober 2016, 21:41:05
Wenn ich dran denk, mach ich bei Gelegenheit mal neue Fotos. Heute hat es leider den ganzen Tag geregnet. Wobei ich mich darüber vermutlich freuen sollte, es war schon so extrem trocken, so eine lange Dürre-Periode hatten wir den ganzen Sommer über nicht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Monti am 04. Oktober 2016, 21:09:34
Habe nun doch beide Melonen gelassen und die im Freiland mit einem Folientunnel abgedeckt.
Aus dem Gewächshaus hab ich letzte Woche zwei geerntet, super Aroma, Zucker hätt noch ein bischen sein können. Zwei kommen sicher noch nach, eher klein, ca. 8cm im Durchmesser.
Von denen im Freiland musste ich heute eine entsorgen. War angebohrt und weich geworden. Eine kann ich mit Sicherheit noch ernten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Monti am 06. Oktober 2016, 19:44:55
Hier die Freilandmelonen (außer ganz links, ist GWH)... Die Reifen haben Löcher von Maden und sind weich... Hoffe sie sind innen noch einigermaßen.
Aroma haben sie bestimmt, duften sehr stark. Zucker vermutlich nicht sehr viel.

Kann man solche Melonen gut zu Marmelade verarbeiten oder hat das keinen Wert?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Eric-Bernhard am 06. Oktober 2016, 21:04:13
Endlich habe ich ein bisschen Zeit was zu posten. Dieses Jahr war ein echt glückliches Jahr für mich. Vor zwei Jahren habe ich versucht, Wassermelonen anzubauen und die Pflanzen sind recht schnell eingegangen. Neulich hatte ich dieses Jahr einen Weinstock in einem Topf auf meinem Südbalkon gepflanzt. Weil der Topf ein bisschen leer aussah habe ich Wassermelonen vorgezogen und in den Topf gepflanzt. Zu meiner Überraschung war es ein Erfolg!
Es waren eigentlich zu viele Pflanzen für den nicht all zu großen Topf, aber ich konnte trotzdem zwei Wassermelonen ernten.
Am 25. September habe ich eine niedliche Melone der Sorte "Blacktail Mountain" geerntet. Sie wog ca. 1470 Gramm und der Geschmack war sehr gut. Die Samen waren auch gut ausgereift.
Am 27. September konnte ich die andere Melone, der Sorte "Bozeman" ernten. Der Geschmack war gut, aber nicht so gut wie Blacktail Mountain. Sie wog ca. 3400 Gramm und ich konnte etliche Samen davon nehmen.
Insgesamt bin ich echt zufrieden mit den Ergebnissen. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: christi am 06. Oktober 2016, 21:28:58
wow, das ist ja cool. mir ist es noch nie gelungen, auf dem Balkon die Pflanze groß zu ziehen.
meine Mutter hat mal aber in ihrem Schrebergarten ganz gute Melonen ernten können
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rönsahler am 09. März 2017, 09:53:46
Hallo liebe Gartenfreunde,
bin neu hier und auch neu was den Anbau von Tomaten, Paprika und Melonen betrifft.
Ich habe mir bisher immer kleine Pflanzen gekauft, was Tomaten und Paprika betrifft, aber noch nie selber aus Samen gezogen.
Dieses jahr habe ich zum ersten Mal den selbstständigen Schritt gewagt alle genannten Pflanzen selber aus Samen
zu züchten. Und jetzt zu den Melonen.....
Dieses ist totales Neuland für mich. Ich habe hier in den einzelnen Beiträgen viel darüber gelesen und es würde mich mal intressieren was daraus geworden ist. Hat man hier in NRW, ich wohne auf einer Höhe von 350 müM. und kann ich mit Erfolgen rechnen. Ich habe verschiedene Sorten ausgesät und alle sind auch gekeimt. Sie stehen jetzt in 9 cm Töpfen im Wintergarten und spriessen so vor sich hin. Die Erdtemperatur in den Töpfen beträgt ca. 19-21 Grad, und sie werden von oben mit einer Tageslicht Lampe beleuchtet. Wie ist das mit dem giessen, die einen schreiben viel Wasser, die anderen schreiben man sollte sie trocken halten, dann würden die Pflanzen besser wachsen. Ich erwische mich immer dabei, das ich ihnen zuviel Wasser gebe, und darum habe ich sie gestern alle umgepflanzt, damit sie etwas trockener stehen. Ins GH kann ich sie nocht nicht setzen, da es hier immer noch sehr kalt ist.
Ausgesät habe ich Wassermelonen, Honigmelonen und Zuckermelonen.
Gekeimt haben sie alle zwischen dem 16.-27.2.2017
ich würde mich freuen wenn ich entsprechende Antworten bekommen würde.
Heinz
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 09. März 2017, 13:23:51
Wie das bei euch ist mit Melonen kann ich nicht so genau sagen. ich probier es auch immer mal wieder, aber so wirklich wollen die hier nicht. Ich hatte hier mal die kleinste Wassermelone überhaupt. irgendwo muss auch noch ein Bild davon sein.

Nun ja, ich finde es für Melonen noch etwas früh mit der Aussaat. Genau wie mit Gurken, Kürbissen und Zucchini. Das hat alles noch etwas Zeit. Aber deine sind ja nun mal schon da und da sie unter der Lampe stehen, soll da wohl was von werden.

Sollen die denn im Gewächshaus bleiben später oder doch irgendwann ins Freiland?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rönsahler am 09. März 2017, 13:31:35
Danke Dir für Deine Antwort,
ich wollte sie ins Frühbeet pflanzen und einen Teil ins GH bzw. großen Folientunnel. (4 x 2 x 2 m.)
Und in dem Tunnel in große Kübel...
hier bei uns ist es sehr lange kalt, und vor den Eisheiligen hat das keinen Zweck.
ich habe zwar eine Heizung für das GH, aber das wollte ich mir ersparen.
Heinz
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Borker am 09. März 2017, 13:46:04
Ich bin auch Melonen Anfänger  :)
Und hab auch viel zu früh ausgesät. Wollte aber erst am wissen ob die überhaupt keimen.
Nun sehen sie so aus  :o
Sie werden wohl abknicken.

LG Borker
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rönsahler am 09. März 2017, 13:53:53
ja genau wie ich,
ich hatte auch das Gefühl als wenn meine anfangen wollten zu spargeln, dann habe ich hier irgendwo gelesen das es daran liegt, das sie zuwenig Licht bekommen würden, und deshalb habe ich sie wieder unter die Tageslichtlampe gesetzt.
und sofort hörte das spargeln auf, ich habe sie dann wieder tiefer reingesetzt.
das spargeln war vorher in den Anzuchttöpfen, und wie ich sie in die 9 cm Töpfe gepflanzt habe, habe ich sie tiefer reingesetzt.
Heinz
hier siehst du wie meine aussahen, es waren die ersten die gekeimt hatten, eine normale Wassermelone
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 09. März 2017, 14:04:05
etwas tiefer setzten kannst du die auch. Funktioniert aber nicht so gut wie bei Tomaten

und ja die sind ganz schön lang und dünn  :-\
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Staudo am 09. März 2017, 21:27:00
Ich fürchte, dass die Pflanzen demnächst zusammenfallen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 09. März 2017, 22:41:00
Ich fürchte, dass die Pflanzen demnächst zusammenfallen.
Ja, es fehlt ihnen an Licht (Farbtemperatur 6500 Kelvin und aufwärts) und wahrscheinlich stehen sie auch zu warm. Die Kombination aus wenig Licht in der  richtigen Farbetemperatur und zu viel Wärme lässt sie so lang werden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 09. März 2017, 22:43:39
Das war wirklich zu früh. Dass sie keimen weißt du ja jetzt, probier es nochmal im April. Zu dieser Zeit säe ich meine immer aus und zwar im kalten Gewächshaus.
Titel: Melonenanbau
Beitrag von: euphorbia23 am 28. Mai 2017, 09:48:29
.. ein bisschen eingeschlafen, dieser Thread:)
Baut jemand von euch Melonen an in diesem Jahr?
Welche Wasser-, Zucker-, Honig- und andere Melonen pflanzt ihr 2017?
Welche Erfahrungen habt ihr 2016 gemacht, gibt es neue interessante Sorten etc.?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: catinca am 28. Mai 2017, 10:10:59
Ausgesät in mehreren Sätzen hatte ich Minnesota Midget, jedoch keine einzige keimte.
Die Aussaat von Bari F1 brachte zwei Sämlinge, einen habe ich mittlerweile ausgepflanzt in den 20cm schmalen Spalt zwischen westlicher Hauswand und einem wenig benutztem Plattenweg, das dürfte der wärmste Platz in meinem Garten sein. Zum Schutz hat sie noch ein Sonnenhütchen bekommen. Den zweiten Sämling habe ich in einen mittleren Blumentopf gepflanzt, sozusagen als Sicherheitskopie.
Wegen Schneckenfraß und schlechtem Wetter gab es im letzten Jahr nur Kümmerwuchs bei der gekauften Jungpflanze Sivan.
Dieses Jahr scheint es weniger Schnecken zu geben, ich hoffe auf eine gute Ernte!
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 28. Mai 2017, 10:58:40
Ich baue seit Jahren - ausschließlich im Foliengewächshaus - Wasser - und Honigmelonen an (meist gängige Sorten) und kann eigentlich immer was ernten.

Vergangenes Jahr habe ich erstmals eine Wassermelone Asahi Miyako F1 angebaut und noch heute habe ich ein kleineres Exemplar - völlig unverändert seit der Ernte  :o - auf einem Schrank in meiner Wohnküche liegen... werde ich bald mal anschneiden, allerdings draußen, falls das Teil doch innen Faul ist und quasi explodiert  ???

Die Melonen wachsen am Boden entlang, die Zuckermelonen erobern auch mal die Estrichgitter für die Gurkenpflanzen. Legen die Früchte an Gewicht zu, dann packe ich sie in diese Kartoffelnetze und befestige sie am Gitter, damit der Stiel nicht das ganze Gewicht tragen muss.

Generell pflanze ich kleinere und frühe Sorten, damit die Ausreifung einigermaßen garantiert ist.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 28. Mai 2017, 11:56:57
Letztes Jahr im Freiland haben sich von den verschiedenen Sorten die ich angebaut habe die folgenden am Besten geschlagen: Ali Baba Wassermelone, Navajo Winter Wassermelone und Golden Crispy Melone. Die Golden Crispy Melone hatte von allen den höchsten Ertrag was die Menge an Früchten betrifft. Nachdem die ersten Früchte nach einem Starkregen alle aufgeplatzt sind, hat die Pflanze nochmal nachgelegt und einen zweiten Schwung Früchte produziert. Die Früchte waren sehr früh reif, knackig süß und lecker.
Die Wassermelone Ali Baba hatte die größten Früchte, die Wassermelone Navajo Winter ist eine gut lagerfähige Melone mit etwas kleineren aber sehr leckeren Früchten.

Dieses Jahr haben wir das Melonenbeet an einen sonnigeren Standort verlegt, mit schwarzer Mulchfolie ausgekleidet und mit Perlschläuchen ausgestattet. Bin mal gespannt ob wir es schaffen, den Ertrag so zu steigern. Am Start sind je 20 Wasser- und Zuckermelonen Sorten. Mein Traum ist es nicht mehr zu wissen wohin mit all den Melonen.  ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Martina777 am 29. Mai 2017, 08:00:40
Bringt die schwarze Folie wirklich so viel? Ich habs letztes Jahr das erste Mal mit Honig- und Wassermelonen probiert, ein bisschen geerntet, Probleme mit Mehltau gehabt und suche auch noch mögliche Optimierungspotentiale.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 29. Mai 2017, 11:27:26
Fragst Du mich Ende der Saison nochmal Bitte? Wir haben die Folie dieses Jahr zum ersten Mal und daher noch keine Erfahrungswerte ob es wirklich was bringt. Ich habe nur davon gelesen, dass die erhöhte Bodentemperatur angeblich das Wachstum bei den Melonen steigern soll und es ist mir logisch erschienen. Außerdem klingt es angenehm, kein Unkraut jäten zu müssen.  ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Martina777 am 29. Mai 2017, 11:31:08
Ja, kaliz, eben das waren auch meine Überlegungen.

Kann schwarze Mulchfolie Dinge, die starke schwarze Müllsäcke nicht können? Letztere hätt ich nämlich noch da.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Sternrenette am 29. Mai 2017, 11:42:39
Ja, sie hat kleine Löcher, durch die das Wasser reinkommt.

Du brauchst halt einen ganz kleinen Locher...
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 29. Mai 2017, 11:44:54
Die Mulchfolie ist in Wirklichkeit keine Folie, sondern ein Vlies. Sie ist Wasser- und Luftdurchlässig, was schwarze Müllsäcke definitiv nicht sind. Außerdem weiß ich nicht wie die Müllsäcke mit der starken UV-Strahlung zurecht kommen. Da kann es gut sein, dass Du nach einer halben Saison nur noch Plastikbröseln im Beet hast.
Angeblich gibt es bei Mulchfolien große Unterschiede. Ich habe auf Empfehlung hin eine professionelle Folie gekauft, habe aber wie gesagt keine Erfahrung mit Baumarkt-Ware.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Sternrenette am 29. Mai 2017, 12:20:59
Die hält auch mindestens eine Saison.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Eric-Bernhard am 29. Mai 2017, 13:18:19
Ich bin dieses Jahr ein bisschen später dran als letztes Jahr, aber ich habe das Gefühl, das ich letztes Jahr alles zu früh ausgesetzt habe.
Meine Melonen Keimlinge entwickeln gerade die erste echte Blätter. Die Wurzeln wachsen aber so stark dass ich sie schon umtopfen müsste. Seit heute morgen sitzen sie im Schatten auf dem Balkon in größeren Töpfen und genießen die Wärme.
Hier ist was ich anbaue:
-Farthest North Mix - aus dem ursprünglichen Mix ist nur eine Pflanze geblieben, sie wie Unkraut wächst aber leider nicht süß wird. Deswegen wird sie dieses Jahr mit den folgenden sorten gekreuzt.
-Diplomat
-Dove
-Sensation
-Alvaro
-Ichiba Kouji
-Fordhook Gem
Dieses Jahr werde ich die folgenden zwei Wassermelonen Sorten kreuzen, mit dem Ziel kleinwuchsigkeit in die Melone Bozeman einzukreuzen um ihn für den Anbau auf dem Balkon weiter zu entwickeln.
-Sugar Pot
-Bozeman
Gestern konnte ich auch viele Pflanzen bei einem Freund abgeben. Sie wurden direkt in seinem Gewächshaus gepflanzt.
-Wassermelonen Blacktail Mountain
-Uncle Sam
-Snow Leopard
-Tasty Bites
-Halona
-Magnificanza

Und als Experiment habe ich dieses Jahr zwei Pflanzen in Ikea Taschen voller reinem Kompost gepflanzt. Die Idee ist, das die Wärme von dem Kompost das Wachstum antreibt. Weil ich das Kompost umsonst bekommen hat es sich angeboten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 29. Mai 2017, 19:23:56
Die Mulchfolie ist in Wirklichkeit keine Folie, sondern ein Vlies. Sie ist Wasser- und Luftdurchlässig,
ich kenne es unter dem Begriff "mypex"
Zitat
Mypex ist eine Markenbezeichnung für ein Kunststoff-Bändchengewebe mit hoher Wasser- und Luftdurchlässigkeit.  Bändchengewebe werden als Unkrautschutz zur Abdeckung von Stellflächen in Gärtnereien oder unter Kieselflächen verwendet.

Sie ist als Meterware  und auf der Rolle zu bekommen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Sonnenblume99 am 30. Mai 2017, 21:39:17
Eine Honigmelone habe ich dieses Jahr auch, hab ich geschenkt bekommen und weiß auch keinen Sortennamen. Eigentlich mag ich auch gar keine Honigmelone, aber vielleicht schmeckt ja eine eigene viel besser  ;D. Ich hatte sie letzte Woche ins Gewächshaus gepflanzt, in den Beeten draussen habe ich keinen Platz mehr  :-\. Mal schauen, wie sich das Pflänzchen entwickelt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Cyberkoi am 02. Juni 2017, 07:58:30
Hallo,

ich bin neu hier im Forum und glücklich eine Community mit aktuellen Beiträgen zum Thema Melonen gefunden zu haben.

Hat schon jemand Erfahrungen mit Armenischer Tigermelone und Yubari Melone???

Ich habe dieses Jahr zum ersten mal dieses beiden Sorten. Sind auch meine ersten Melonen überhaupt.

Ich habe direkt einen Versuch gestartet. Die Hälfte steht seit nach den Eisheiligen im Gewächshaus und wird konventionell in den frühen Morgenstunden gegossen, die andere Hälfte in der Wohnung in einer Growbox mit Tropf-Blumaten und LED-Beleuchtung.

In der Growbox herrschen relativ gleichbleibende Konditionen. Die Temperatur liegt zwischen 25°C und 30°C. Wasserverbauch ist extrem gering, da fast kein Wasser verdunstet.

Im Gewächshaus schwanken die Temperaturen zwischen 11°C und jenseits der 40°C. Gegossen wird in den frühen Morgenstunden.

Bisher sind keine Unterschiede in der Entwicklung zu erkennen.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Monti am 07. Juni 2017, 21:46:42
Ich probiere es dieses Jahr auch noch mal. Diesmal hab ich sie in einem Eck auf der Miste, die mit olivgrüner LKW-Plane abgedeckt ist. Die Fläche ist eben, kein Berg. Drunter und darauf wird es sehr Warm. Der Kürbis letztes Jahr hat vor Wachstum nur so gestrotzt. Ich hoffe, die Melone (Sorte Murrmel) macht das ebenso. In der anderen Ecke hab ich grünen Hokaido Kürbis, der schmeckt mir besser als der rote.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: manhartsberg am 12. Juni 2017, 20:07:09
ich habe heuer zum ersten mal zucker- und wassermelonen in einem neuen hochbeet gepflanzt. den zuckermelonen geht es prächtig aber die wassermelonen sind vor dem eingehen... keine ahnung warum das so ist  ???
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Staudo am 12. Juni 2017, 22:29:29
Vielleicht war es zwischendurch zu kalt?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 12. Juni 2017, 22:39:50
Ich hatte meine Wassermelonen (Crimson Sweet und Sugar Baby) Ende April ausgepflanzt, und sie haben im Mai auch nochmal 2,7°C in einer Nacht abbekommen, was sie aber nicht besonders gestört hat, der Sonnenbrand am Anfang war da weitaus schädlicher. Aber erst seit der Hitze seit 3 Wochen wachsen sie richtig explosionsartig
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Martina777 am 21. Juni 2017, 08:12:25
Im Vergleich wachsen meine Wassermelonen zu Beginn ein wenig langsamer als die Honigmelonen - das war auch letztes Jahr so. Die holen dann auf - wenn sie von Mehltau verschont werden ...

Ich habe den Tipp mit dem Mulchvlies umgesetzt, danke vielmals!!! Auch die Gurken wurden so unterfüttert, zum Großteil meiner Bequemlichkeit wegen - ich hab ohnehin endlos Unkraut, das Vlies hilft da sehr.

Sagt mal - macht Ihr für die Melonen eine Art Kletterhilfe oder läßt Ihr sie über den Boden kriechen?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: manhartsberg am 03. Juli 2017, 20:51:07
irgendwie habe ich den wuchs der zuckermelonen unterschätzt, anfängerfehler  ;D
ich lass sie jetzt einmal weiterwuchern und warte ab...  :P
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 03. Juli 2017, 20:55:40
Sind denn schon Fruchtansätze da?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: manhartsberg am 03. Juli 2017, 21:02:14
Sind denn schon Fruchtansätze da?

ja, und eine wassermelone ca. 4cm durchmesser ist auch da, die ist allerdings komplett zudeckt...
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 03. Juli 2017, 21:22:02
Ich hatte mal eine Wassermelone, die nie über die 4 cm raus gekommen ist  ;D. Sie schmeckte trotzdem  ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Staudo am 03. Juli 2017, 21:55:15
Ich habe jedes Jahr fünf Melonenpflanzen verschiedener Sorten im Gewächshaus. Das klappt wunderbar. Den eigenen Melonen fehlt allerdings das unvergleichlich rübige Aroma der gekauften.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: hargrand am 03. Juli 2017, 22:32:31
Zyniker ;)
Dieses Jahr mal nur Wassermelonen.
Ein paar Ansätze sind schon dran, die größte Tennisballgroß :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: hargrand am 03. Juli 2017, 22:33:53
 :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 03. Juli 2017, 23:18:46
Prachtvolle Pflanzen hast du, Hargrand 8). Bei mir sind dieses Jahr zum Glück keine Melonen gekeimt, hatte ein paar alte Samen gesteckt. Ich habe auch so genug Arbeit und Obst zum essen. Wünsche euch aber viel Erfolg.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: hargrand am 03. Juli 2017, 23:27:53
Dankeschön Natura :)
Apropos gekeimt,  Mitte April haben  exakt da wo diese Melonen jetzt wachsen wild eine Wassermelone sowie mehrere Zuckermelonen gekeimt. Extrem früh wie ich finde, vor allem fürs Freiland. Allerdings kam eine Woche später der Frost, das haben sie nicht überlebt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: meyramo am 10. Juli 2017, 20:40:11
In diesem Jahr wollen die Honigmelonen einfach nicht ansetzen. Sie wachsen bei mir im Gewächshaus und haben sehr viel Laub und sehr viele Blüten. Scheinen also eigentlich gesund zu sein. Aber trotz eigenhändiger Befruchtung von bisher bestimmt 40 Blüten hat nur eine Blüte auch angesetzt. Gedüngt haben wir im Frühling mit Kompost und es liegt Grasschnitt auf dem Boden, damit das Wasser im Boden bleibt.
Brauchen Honigmelonen noch irgendwelche besonderen Bedingungen zum Fruchtansatz? Ich versteh nicht, was ihnen fehlt, die Wassermelonen im Gewächshaus haben schon viel mehr angesetzt, eine hat bestimmt schon 15 cm Durchmesser.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 12. Juli 2017, 13:54:30
Hier sind die Ersten reif, so früh wie selten. Koreanische chamoe-Melonen, gelb, klein, wenig süss, aber trotzdem sehr lecker. Wassermelonen haben >1kg, alle Cantaloupe-Sorten mit Endgrösse, aber noch nicht vollreif. Sehr guter Fruchtansatz. Allerdings macht mir das Wetter Bauchschmerzen, hoffentlich ist der Befall mit falschem Mehltau nicht wieder so früh. Das wäre wieder ein Desaster.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 12. Juli 2017, 15:22:58
alle Cantaloupe-Sorten mit Endgrösse, aber noch nicht vollreif. Sehr guter Fruchtansatz. Allerdings macht mir das Wetter Bauchschmerzen, hoffentlich ist der Befall mit falschem Mehltau nicht wieder so früh. Das wäre wieder ein Desaster.
Gratulation, aber was machst du anders als ich, gibt es irgendwelche Tipps?  ???
Meine Melonen ('Petit Gris de Rennes'), ausgepflanzt Mitte Mai, haben noch keine Früchte angesetzt, aber mehrmals geblüht. Am Wetter liegt's nicht, es war hier überdurchschnittlich sonnig und heiß. Im letzten Jahr gab's eine Ernte im August. Futter gab's auch (Dünger, Kompost).

Die Pflanze haben übrigens vorgestern vom Hagel einiges abbekommen und Triebe verloren..
Vielleicht kann ich ja noch etwas ändern, Zeit ist ja noch ein wenig.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 12. Juli 2017, 20:26:29
Im Verlauf des Threads habe ich ja schon einiges zum Anbau geschrieben. Leicht ist es nicht, Melonen sind in unseren Breiten Diven. Da gibts viele Schwierigkeiten.

Kompost solltest du denen nicht geben. Zu unausgeglichen und häufig auch zu wenig Stickstoff. Viel Grün, wenig Frucht. Melonen sind am dankbarsten für Mist, der darf und sollte sogar relativ frisch sein. Wenn du hast, wirf ab März einen Haufen Pferdemist hin (100 Liter), schwarzes Vlies drauf, zwei Monate später oben in die Mittte die vorgezogene Melone reinsetzen. Am Besten zwei Pflanzen. Oft geht was kaputt. Kälteschäden, Sonnenbrand am jungen Stengel, Vogelpickei, Schneckenfrass... Der Riesenvorteil ist auch, dass der Mist unter dem Vlies saugut Wasser speichert. Du musst nie giessen. Wachstumsstockungen wegen Wassermangel gibts da nicht. Die Pflanze wächst schnell und setzt dann rechtzeitig Früchte an.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: manhartsberg am 12. Juli 2017, 20:34:57
bei meinen zuckermelonen zeigen sich jetzt laufend die früchte, warum weiß ich nicht. ende mai habe ich sie ins hochbeet ausgesetzt.
die wassermelonen schwächeln nach wie vor...  ???
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 13. Juli 2017, 10:32:35
Melonen sind am dankbarsten für Mist, der darf und sollte sogar relativ frisch sein.
Das heißt wenn ich solche Pferdemistpellets hinstreue, bringt mir das nicht viel? Und kann ich jetzt noch etwas tun um bessere Bedingungen zu schaffen oder ist es schon zu spät?
Ich bin auf jeden Fall über das geringe Wachstum seit der Auspflanzung etwas ernüchtert, aber vielleicht liegt es auch an der langen Trockenheit, die wir hier hatten. Ich wässere halt nur alle paar Tage.

Vielen Dank für die Infos und werde mich mal durch den Faden arbeiten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 13. Juli 2017, 13:03:18
Die Pflanzen haben fast Endgrösse, Düngung dürfte jetzt nichts grundlegendes mehr ändern. Mit der Reife der ersten Früchte verlangsamt sich das Wachstum. Je nach Sorte und Krankheitsdruck folgt noch ein zweiter Fruchtansatz, der bei mir in einigen Jahren noch reif wird.

Pferdemistpellets ist nicht dasselbe wie wurzeln lassen in Pferdemist. Eine Düngerwirkung und positive Effekte auf die Wasserhaltefähigkeit des Bodens haben die sicher auch, schlecht ist das also nicht. Der Misthaufen geht aber in eine heisse Rotte über und gingt noch lange Wärme ab. Während er über Wochen abkühlt, entsteht ein Wasserüberschuss (die organische Masse verringert sich schneller wie die Verdunstung, damit steigt der relative Wassergehalt).

Soll aber nicht heissen, dass Melonen nur mit Mist gelingen. Die meisten Pflanzen habe ich in unserer schlechten, schweren Gartenerde, mässige Düngerzufuhr. Einige in Pferdemist. Angeblich sollen auch Hügelbeete sehr gut sein. Anbei das Bild des Melonenbeets von heute morgen. Die Früchte sieht man nicht, liegen unter dem Laub. Aufgrund des Wetters war das Wachstum sehr stark, zu stark. Das sieht in anderen Jahren oft ganz anders aus.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: mustermann am 13. Juli 2017, 13:30:06
Danke auch von mir für deine ausführlichen Erläuterungen.
Aber warum ist das Wachstum zu stark, es sieht zumindest herrlich aus?
Oder geht zu wenig Wind durch, und du befürchtest schlimmes?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 13. Juli 2017, 13:37:13
Bei mir wachsen die Melonen dieses Jahr auch sehr gut. Da ich keinen frischen Mist zur Verfügung habe, habe ich mit einer Mischung aus gekörntem Rinder- Und Pferdedung sowie Hornspänen gedüngt. Wie es scheint gefällt es den Pflanzen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 13. Juli 2017, 13:37:42
Und noch ein Bild aus der Nähe.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 13. Juli 2017, 13:46:01
Bei mir wachsen die Melonen dieses Jahr auch sehr gut. Da ich keinen frischen Mist zur Verfügung habe, habe ich mit einer Mischung aus gekörntem Rinder- Und Pferdedung sowie Hornspänen gedüngt. Wie es scheint gefällt es den Pflanzen.
Super sieht's bei dir aus.
Wie oft düngst du auf diese Weise?
Und wie oft gewässert?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 13. Juli 2017, 14:21:28
Aber warum ist das Wachstum zu stark, es sieht zumindest herrlich aus?

Die Pflanzen wachsen ineinander hinein und werden deshalb schlechter belichtet. Wer unten liegt, hat nur Schatten.

Es lag auch an Sortenüberraschungen. Meine koreanischen chamoe-Melonen sind eine neue Sorte. Die, die ich früher hatte gibts nicht mehr, die brachte eher kleine, kompakte Pflanzen. Die neue Sorte fing auch erst ganz harmlos an, dann wurden die Ranken immer fetter und plötzlich breitete sie sich in alle Richtungen explosionsartig aus. Zudem will sie stärker klettern. In dem Gewirr kann ich auch nichts mehr richtig zurückschneiden.

War nicht so geplant. Die Cantaloupe Melonen sind eigentlich meine Hauptsorten, die stellen auch die geschmackliche Spitze dar, denen wollte ich am meisten Platz und Licht gönnen. Wassermelonen am Rande gepflanzt, die langen geraden und wenig verschattenden Triebe kann man gut in andere Gemüsebeete hineinführen ohne dass es dort eng wird.

So lernt man halt jedes Jahr dazu :-)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 13. Juli 2017, 15:01:56
Wie oft düngst du auf diese Weise?
Und wie oft gewässert?

Gedüngt habe ich einmal direkt vor der Pflanzung. Der Bewässerungscomputer für den Perlschlauch den ich unter dem Unkrautvlies verlegt habe ist momentan auf täglich eine halbe Stunde in der Früh eingestellt. Vermutlich kann ich mit der Häufigkeit jetzt bald mal runter gehen, aber so lange wir die starke Dürre mit Hitze hatten, wollte ich nichts riskieren. Das Vlies hält auch die Feuchtigkeit gut, also könnte ich vermutlich ruhig weniger oft gießen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: mustermann am 13. Juli 2017, 15:18:07
Die Cantaloupe Melonen sind eigentlich meine Hauptsorten, die stellen auch die geschmackliche Spitze dar, denen wollte ich am meisten Platz und Licht gönnen.

Ich wusste ja bisher gar nicht, das Melonen hier werden.
Wieviel Früchte trägt denn eine Pflanze deiner Lieblingssorte, und wieviel Platz sollte man pro Pflanze rechnen?
Wenn ich nächstes Jahr dran denke, dann würde ich das wohl auch gern mal versuchen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 13. Juli 2017, 16:03:36
Die kleineren Cantaloupe-Melonen sollten über den Daumen gepeilt drei Früchte pro Pflanze schaffen. Im ungeschützten Freilandanbau. Sind es weniger, kann man bei Licht, Düngung, Anbautechnik noch zu optimieren versuchen. Auch unter optimalen Bedingungen habe ich noch nicht mehr wie fünf Früchte gehabt. Vielleicht schaffen Andere mehr oder in besserem Klima. Plus ein eventueller zweiter Fruchtansatz. In den langen, guten Jahren gibts den zweiten Fruchtansatz, der ganz oder teilweise ausreift. Also zeitlich etwa so:


Tja, der Platz - davon hat man immer zu wenig. Unter guten Bedingungen würde ich einer Cantaloupe mindestens 3qm lassen. In Gartenecken, wo ich von vornherein weiss dass sie nicht so gut wachsen sind es weniger. Da kommen überzählige Pflanzen hin oder Experimente.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 13. Juli 2017, 16:32:59
Die kleineren Cantaloupe-Melonen sollten über den Daumen gepeilt drei Früchte pro Pflanze schaffen. Im ungeschützten Freilandanbau. Sind es weniger, kann man bei Licht, Düngung, Anbautechnik noch zu optimieren versuchen. Auch unter optimalen Bedingungen habe ich noch nicht mehr wie fünf Früchte gehabt. Vielleicht schaffen Andere mehr oder in besserem Klima. Plus ein eventueller zweiter Fruchtansatz. In den langen, guten Jahren gibts den zweiten Fruchtansatz, der ganz oder teilweise ausreift. Also zeitlich etwa so:

  • Anfang bis Mitte April: Keimung im Haus in Töpfen. Doppelt so viele Pflanzen wie eigentlich benötigt wegen der unvermeidlichen Ausfälle.
  • Im Laufe des Mai, je nach Grosswetterlage: Auspflanzung ins vorbereitete Pflanzquartier. Entscheidend sind die Nachttemperaturen, dürfen nicht unter 5°C fallen, wie bei Gurken. Sonst Schädigung der Triebe, Wachstumsblockade, Nekrosen am Stengel. Häufigster Anfängerfehler: Zu früh ausgepflanzt, zu wenig Schutz der Jungpflanzen gegen Schnecken, Windböen, Nachtkälte, Vögel.
  • Pflanze steht erstmal still, wächst ab Juni richtig los, hat zunächst nur männliche Blüten.
  • Fruchtansatz Ende Juni bis Ende Juli, dieses Jahr schon ausnahmsweise Mitte Juni wegen Wetter. Männliche Blüten werden kontinuierlich weiter gebildet. Bestäuber sind Hummeln, morgens.
  • Pflanze verlangsamt Wachstum, sobald erster Fruchtansatz grösser wird. Energie geht in die Früchte. Vor allem, wenn die fettreichen Kerne gebildet werden. Wenn nochmal Düngung, dann spätestens jetzt.
  • Reife erste Früchte frühestens Mitte Juli, häufig aber erst im Laufe des August. Cantaloupe-Melonen lösen sich fast immer von selbst vom Stiel, damit keine Diskussionen über den Reifezustand und keine ziellosen Klopforgien wie bei Wassermelonen.
  • Sofort nach Reife nochmal Fruchtansatz, sofern die Pflanzen noch nicht von Krankheiten unter Druck sind (falscher Mehltau, Wurzelpilze). Zweiter Fruchtansatz hat meist weniger Früchte. Alte Blätter haben schlechtere Photosyntheseleistung.
  • Reife bis Ende September, was dann noch unreif dranhängt wird meist nicht mehr gut. Manche Sorten schaffen es länger, hatte ich schon bei Netzmelonen. Die sind auch länger haltbar. Eine reif geerntete Cantaloupe ist nur wenige Tage gut. Dann aber absolut einzigartig köstlich, eine Geschmacksbombe.

Tja, der Platz - davon hat man immer zu wenig. Unter guten Bedingungen würde ich einer Cantaloupe mindestens 3qm lassen. In Gartenecken, wo ich von vornherein weiss dass sie nicht so gut wachsen sind es weniger. Da kommen überzählige Pflanzen hin oder Experimente.

Danke für die wertvollen Infos !
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: mustermann am 13. Juli 2017, 16:41:03
Geht das auch im großen Maurerkübel?
Beet Fläche ist hier auch kostbar  ;D, aber ich hab ungenutzte Sommendeckfläche.
Also reichen 90 Liter, oder gar 60?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 13. Juli 2017, 17:22:33
Geht das auch im großen Maurerkübel?

Hab ich schon gemacht, auf dem Südbalkon als ich noch Student war, ich glaube es waren 40L Gefässe. Geht, aber der Grat ist schmal zwischen überdüngen und hungern, zwischen zu trocken und zu viel gewässert und deshalb Wurzelpilzkrankheiten. Erträge sind immer schwächer, Früchte meist kleiner.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: mustermann am 13. Juli 2017, 18:05:26
Ich danke dir.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: erbsengrün am 13. Juli 2017, 18:28:37
Könnte man die auch in großes Hochbeet pflanzen und nach unten wachsen lassen (unten wäre Platz  ;D ) ?

Cantaloup Melone liebe ich über alles, wenn ich mal eine wirklich gute ergattern kann, eigentlich kenne ich die wirklich guten nur in Südfrankreich direkt vom Feld  ::)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 14. Juli 2017, 10:08:19
Hochbeet ist sicher sehr gut geeignet. Hat noch andere Vorteile, lässt sich leichter schützen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: erbsengrün am 14. Juli 2017, 10:38:32
Super, dann werde ich das für nächstes Jahr in Angriff nehmen  :)
(Ich muß mich nur noch mit dem Mähroboter von meinem Schwager einigen  ::) )
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Eric-Bernhard am 14. Juli 2017, 21:58:11
Zitat von: mustermann link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2912243#msg2912243 date=1499956863]
Geht das auch im großen Maurerkübel?
Auf jeden Fall! Letztes Jahr hatte ich in einem großen Topf zwei Wassermelonen Pflanzen und ein Weinstock und konnte zwei reife Wassermelonen ernten.
Dieses Jahr habe ich zwei Wassermelonen in einem Maurerkübel und ihr Wachstum vergleicht das von letztem Jahr.
Zudem habe ich Melonen in blauen IKEA Taschen gepflanzt und sie wachsen gesund und bilden die ersten weiblichen Blüten.
Ich habe ein ähnliches Problem, glaube ich. Viel platz aber wenig Erde. Der Rasen wächst in einer Mischung aus Kies und Schlack. Darunter ist nur Sand. Der Feigenbaum hatte kein Problem damit. Aber wenn ich Würzeln schon mehr als zwei Metern vom Baum entfernt entdeckt habe kam er in einen Maurerkübel.
Hier ein Foto von den Melonen:
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Christina am 15. Juli 2017, 20:29:56
Könnte man die auch in großes Hochbeet pflanzen und nach unten wachsen lassen (unten wäre Platz  ;D ) ?



Hochbeet geht super. Ich hab sie in diesem Jahr zum ersten Mal da drin und bisher sehen sie so gut aus wie sonst nie! Ich hatte schon viel versucht. An einer Pflanze sind schon 5 kleine Cantaloupmelonen
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: erbsengrün am 15. Juli 2017, 22:32:10
 :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 17. Juli 2017, 17:52:33
Irgendwie alles irre früh dieses Jahr. Die erste Wassermelone (Freiland, wie alles) ist reif, "Viking". Wurde aber nicht gross, die Pflanze schwächelt. Klingt hohl, dicker gelber Fleck wo sie lag. Aufgeschnitten dann schwarze Kerne, rot und süss. Siehe Bild.

Die Geissel dieses Jahr ist Brennfleckenkrankheit bzw. Anthraknose, Colletotrichum lagenarium (letztes Jahr wars falscher Mehltau). Hat sich leider stetig verstärkt, seit Sommer mit durchgängig hoher Luftfeuchtigkeit die Regel geworden sind. Jeden Morgen viel Tau.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: manhartsberg am 17. Juli 2017, 20:15:56
wenn ich die beiträge so lese da fällt mir ein das ich vergessen habe den pferdemist ins hochbeet beizupacken obwohl gegnug da wäre  :-\
ausserdem habe ich zu viele pflanzen im beet  :P
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 17. Juli 2017, 20:58:15
Mit dem Mist würden sie sich gegenseitig noch stärker bedrängen, weil sie stärker wachsen. Aber Top-gesunde Pflanzen hast du. Keine Spur von den üblichen Problemen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 02. August 2017, 15:34:54
Die Hauptsaison geht leider zu Ende, nun der angekündgte Erfahrungsbericht über ein paar dieses Jahr angebaute Sorten.

Den Anfang machte "Wrangler". Der Erste reifte am 20.7. Auf gutem Boden bekam die Pflanze 7 Früchte, alle mit fast exakt 900g Gewicht, alle sehr uniform. fast gleichzeitig reif. Die letzten Jahre war sie nicht so reichtragend. Es ist eine schwach genetzte Cantaloupemelone mit mässigem Duft, süss aber nicht stark, Aroma okay. Hält sich ein paar Tage. Würde ich für den Markt anbauen, wäre das die richtige Sorte dafür.

(https://c1.staticflickr.com/5/4305/35496003094_f90ffbe6fa_o_d.jpg)

Schön folgernd und nach wie vor Früchte hervorbringend ist "Early Silver Line", eine Chamoe Melone koreanischer Art. Die Pflanzen können gross werden. Will ranken. Helles nur leicht süsses aber festes Fruchtfleisch, gelatinöser süssaromatischer Kernbereich. Gute Frühstücksmelone, haltbar, aber nichts für Leute bei denen die Melonen immer süss sein müssen. Sehr gewächshausgeeignet, an einem Netz hochranken lassen.

(https://c1.staticflickr.com/5/4372/36287566496_ec8cec8b48_o_d.jpg)

Sie ist klein, kann man schälen und wie einen Apfel essen.

(https://c1.staticflickr.com/5/4430/35496003034_cbed4dff46_o_d.jpg)

Am 24.7. folgte Murrmel, die deutlich stärker folgert wie Wrangler. Deutsche Züchtung vom Charentais-Typ.  Leider war das eine kalte und nasse Woche, was ihr überhaupt nicht gut getan hat. Das Wasser ging zwischen Frucht und Oberhaut.Hier ist eine gerade reif, der Stiel löst sich von selbst:

(https://c1.staticflickr.com/5/4414/35496002594_efee274158_o_d.jpg)

Die Früchte werden selten schwerer wie 500g. Grosse Früchte sind breiter wie hoch, glatt, graugelb. Sehr süss (kann man auch als zu stark empfinden), aromatisches Charentais-Aroma, Duft kräftig, nicht haltbar, eher früh ernten. Ertrag mässig. Sehr viele Früchte mit Untergrösse, daher wahrscheinlich der Name. So viel Zucker hatte sie mit 45°OE aber gar nicht, nur halt auch wenig Säure. Hier liegt sie zusammen mit "Petit Gris de Rennes" auf dem Vlies, eine aufgeschnitten:

(https://c1.staticflickr.com/5/4416/36287567636_37f61e444e_o_d.jpg)

Mir ist sie im Freiland ein bisschen zu sehr Mimose. Einen Tag später war die erste Petit Gris de Rennes pflückreif. Alte Sorte. Knapp 800g schwer, meist 650g, Früchte unterschiedlich, aber guter Anteil normal grosser Früchte. Typische gefleckte Musterung. Süss, ausgesprochen ausgewogen in allen Komponenten, edles und feines Aroma. Duftet kräftig. Ertrag mässig, nicht haltbar. Herrlich. Eine spätere Aussaat fruchtete auf normalem Boden an kleinem Rankgitter auch gut, da hängen jetzt noch sechs Früchte dran:

(https://c1.staticflickr.com/5/4301/35496003204_6cbafc897d_o_d.jpg)

Am 30.7. folgte "Bari" vom Cantaloupe-Typ. Optisch sehr schön, gerippt, gross, alle 1,2kg schwer. Duft nicht stark, festeres Fruchtfleisch, sehr süss, erfrischend, wenig des Charentais-Moschus-Aromas. Hatte über 55° OE Zuckergehalt. Die Pflanze schaffte mehrere grosse Früchte, eine andere Pflanze nur zwei. Gut haltbar.

(https://c1.staticflickr.com/5/4433/36162973962_1a36cb5622_o_d.jpg)

Die weniger schönen Dinge waren wieder einmal Krankheiten, bei Melonen der ganz grosse begrenzende Faktor. Nachdem 2016 bis Mitte Juli verregnet war und die Pflanzen wegen falschem Mehltau den August nicht erreichten, war die Saison 2017 permanent schwühlheiss, jeden Morgen feuchte Blätter vom Tau. Mitten in der Reife dann noch extremer Dauerregen und kühl. Die Geissel war Brennfleckenkrankheit, deren erste Anzeichen bei genauem Hinsehen Mitte Juli zu erkennen waren. Sie breitet sich rasend schnell aus, wer dagegen behandeln möchte sollte das sofort oder sogar präventiv tun, sonst nutzt alles nichts mehr.

Die Blätter kriegen braune Flecken, gelb umhöft, die Mitte wird brüchig und auf der Unterseite sind Sporenrasen zu erkennen.

(https://c1.staticflickr.com/5/4317/36287567226_0027064903_o_d.jpg)

Stengel und Triebe werden auch befallen, welken. Wassermelonen sind noch anfälliger, die Blätter werden vom Rand her nektrotisch, Triebe sterben schnell ab. Auch Früchte werden befallen, hier "Wrangler":

(https://c1.staticflickr.com/5/4316/35496002924_b6915f34e7_o_d.jpg)

Der Pilz liebt heisses Wetter mit Taunächten. Das hat er dieses Jahr täglich bekommen. Und wieder mal beendet das die Ernte, die ohne Krankheiten bis in der Herbst hinein gehen kann. Es gibt bei Melonen weder gegen Brennflecken noch gegen falschen Mehltau robuste Sorten. Nur bei Einlegegurken gibts eine gegen falschen Mehltau resistente Züchtung.

Da sind sie nochmal:

(https://c1.staticflickr.com/5/4345/35496003454_814b94c508_o_d.jpg)

Wassermelonen werden noch reif, Early Silver Line liefert weiter, ansonsten ist die Saison Dank Brennfleckenkrankheit wieder mal so ziemlich rum. Nächste Jahr lass ich sie an einer Baustahlmatte in Wandnähe hochwachsen, um ein paar Tage ohne Tau herauszuschinden. Und ich werde stärker folgernd aussäen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 03. August 2017, 02:01:52
Ein schöner Bericht, danke dafür.

Merke, nächstes Jahr probiere ich mich mal wieder in Melone.
Nicht unbedingt in den Sorten mit früher Reife, sondern eher mit passendem Erziehungssystem, hoher Draht etwa.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 03. August 2017, 08:07:49
Verstärkt ranken tun wenige Sorten. Schlingen und binden ist dann angesagt. Die Früchte müssen in ein Netzsäckchen, denn bei Reife lösen sie sich vom Fruchtstiel. Hing die Frucht frei, knallt sie sonst auf den Boden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: supranfs am 04. August 2017, 14:10:57
Hallo,
heute 4.8.2017 erste Sweet Granite Honigmelone hat sich vom Stiel selbst gelöst.
Samen in die Erde 4.5.2017
Befruchtet wurden drei Melonen zwischen 19. bis 30.6.2017.
Gewicht 1,238 Kg
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 04. August 2017, 23:39:24
Hallo Cydorian,
recht herzlichen Dank für Deine ausführlichen und bebilderten Bericht :)

eine Frage hätte ich noch:
...................
Nur bei Einlegegurken gibts eine gegen falschen Mehltau resistente Züchtung.
welche Sorte ist das wohl bitte?

LG
Nemi
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 05. August 2017, 09:15:05
"Diamant"
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 07. August 2017, 00:15:05
ups, eben erst gesehen:
"Diamant"
Dankeschön :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: meyramo am 08. August 2017, 10:29:03
Reifen Wassermelonen nach, wenn man sie vom Stiel trennt? Ich hab zwei Pflanzen an denen jeweils eine schöne Melone hängt, die für mein Empfinden seit 3-4 Wochen ihre Größe nicht mehr geändert haben, also vermutlich nur noch reifen müssen. Jetzt ist die eine Pflanze leider schon fast komplett gelb, vermutlich wegen irgendwelcher Läuse und bei der anderen habe ich heute verdächtige Flecken in den Einbuchtungen der Fingerblätter entdeckt. Da ich befürchte, dass es vielleicht Brennflecken sind oder irgendetwas anderes, was die Früchte befällt, frage ich mich, ob ich die Früchte einfach abtrennen kann. Wenn ich sie dann so im Gewächshaus liegen lasse, könnten sie dann noch reif werden?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. August 2017, 12:00:49
Reifen Wassermelonen nach, wenn man sie vom Stiel trennt?

Nein. Es kann aber sein, dass sie trotzdem nochmal leicht an Süsse gewinnen. Nicht weil sie noch irgendwie Zucker produzieren, sondern weil sich Säure abbaut.

Bei Wassermelonen kann man klopfen, um den Reifezustand festzustellen. Je hohler es klingt, desto reifer. Dumpfe und schwache Töne = Unreifer. Öffne doch mal die Frucht der gelben Pflanze, dort passiert eh nichts mehr.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: meyramo am 08. August 2017, 12:19:42
Schade :( Trotzdem Danke für die Antwort! Die gelbe Pflanze ist an den Triebspitzen noch grün, auch an dem Trieb, der die Melone trägt. Deswegen meine Hoffnung, dass sie trotzdem noch irgendwie versorgt wird. Das ist eine Golden Midget, müsste also theoretisch außen komplett gelb sein bei Reife. Noch ist sie aber gelb-grünlich.
Die andere ist eine Cream of Saskatchewan, die ist an der Auflagefläche noch nicht gelb. Das mit dem Hohlklingen kann ich irgendwie nicht. Für mich klang sie schon hohl als sie 10cm Durchmesser hatte. Mittlerweile ist sie aber bei ca. 30cm, also war sie da definitiv noch nicht reif.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Aella am 08. August 2017, 20:18:35
Meine einzige Melone ist vom Stiel abgerissen...war zu schwer. Ich weiß ich bin selbst schuld. Leider komplett unreif. Das wars dann mit Melonen für dieses Jahr  :-[
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Aella am 08. August 2017, 20:19:11
Dabei hatte sie schon über 2kg
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Christina am 08. August 2017, 20:51:56
Aella, das ist aber ärgerlich, aber nächstes Jahr dann auf ein Neues!

Hier hängen ja schon seit 4 Wochen 5 dicke Cantaloups dran, aber reifen wollen die irgendwie auch noch nicht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. August 2017, 21:24:50
Von der befruchteten Blüte zur Reife sinds meistens sechs Wochen. Du bist auf der Zielgeraden :-) Deswegen gibts in glücklichen Jahren auch noch eine Herbsternte. Was bis Anfang August noch befruchtet wird, kann durchaus reif werden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: manhartsberg am 16. August 2017, 19:47:50
in mein hochbeet ist der mehltau eingezogen  :(
ich wollte gestern eine cantalup-melone anheben und die hat sich gleich gelöst, eine frühgeburt sozusagen, nur 700g  :-\

schmeckt aber traumhaft, kann man nicht kaufen  :D  8)  ;D
im hochbeet sind noch ca. 12-15 melonen verschiedener größen, einige größer als die "frühgeburt". bin neugierig wie die geschichte mit mehltau ausgeht  :-\

(foto nicht aktuell)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natternkopf am 16. August 2017, 20:43:49
Das ist das Eine.

in mein hochbeet ist der mehltau eingezogen  :(

Jedoch der Rasen braucht Blaukorn. 🕵️

*Duck und weg. ✈️*
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: manhartsberg am 16. August 2017, 20:57:00
das ist kein rasen sondern eine wiese  ;D
nie im leben würde ich blaukorn verwenden  :-\
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Dietmar am 16. August 2017, 21:15:44
Zitat
Jedoch der Rasen braucht Blaukorn.

Blaukorn ist für Gärten zu 99% nicht geeignet, sondern schädlich. Da Blaukorn 3 Hauptnährstoffe enthält (Kalium, Phosphor, Stickstoff) ist es fast zwangsläufig, dass man einen oder zwei oder alle dieser Nährstoffe überdüngt. Das führt dazu, dass sogenannte Antagonisten von diesen Nährstoffen bezüglich der Pflanzenaufnahme blockiert werden und es zu Mangelerscheinungen kommt, z.B. zu Chlorosen, obwohl im Boden genug der erforderlichen Nährstoffe, z.B. Eisen, enthalten sind. Böden mit Lehmanteil haben in D ohnehin häufig auch ohne Düngung eine Überversorgung an Kalium und Phosphor und jede weitere Düngung mit Blaukorn verschlechtert die Aufnahme anderer Nährstoffe.

Es wäre ein großer Zufall, dass eine Bodenuntersuchung einen gleichzeitigen Bedarf aller drei Nährstoffe ergibt. In meinen Augen sind fast alle Kombinationsdünger für Gärten großer Mist, mit Ausnahme von Düngern mit Spurenelementen (ohne NPK).

Nicht umsonst gibt es in der Landwirtschaft eine Düngemittelverordnung, die eine jährliche Bodenuntersuchung jedes Feldes gesetzlich fordert, wenn man Mineraldünger einsetzen will. Der Bauer muss sich dann an die Düngeempfehlung des Analyselabors halten (unter Beachtung der anzubauenden Feldfrucht).
In Kleingärten gibt es dazu keine Pflicht, aber es ist sehr sinnvoll, alle 5 bis 7 Jahre eine Bodenuntersuchung machen zu lassen, schon um Geld fürs sinnloses Düngen einzusparen und um vor allem Folgeschäden falschen Düngens zu vermeiden. Hat man eine starke Überversorgung vorgenommen, dann ist das mit Geld kaum aufzuwiegen, denn das hat oft Langzeitfolgen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Dietmar am 16. August 2017, 21:16:44
Zitat
das ist kein rasen sondern eine wiese  ;D
nie im leben würde ich blaukorn verwenden  :-\

Sehr richtig!
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Staudo am 16. August 2017, 21:24:40
Wir ernten derzeit Melonen, die üppig mit Blaukorn versorgt wurden. Ein bisschen frustrierend ist es schon, wenn Zuckermelonen im Sonderangebot derzeit für 50 Cent zu haben sind.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: oile am 16. August 2017, 21:42:28
Aber lecker sind sie!  :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 16. August 2017, 21:49:29
Da Blaukorn 3 Hauptnährstoffe enthält (Kalium, Phosphor, Stickstoff)

in der Aufzählung sollte das wichte Blaukornspurenelement Uran nicht fehlen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 16. August 2017, 22:24:36
Wenn man mal näher nachguckt, sind in anderen Düngern noch viel mehr Dinge drin, die man erstmal nicht möchte.

Häufigster Fehler im Garten: warum mit Kompost düngen, wenn nur Stickstoff fehlt? (es wächst zuwenig, da muss Schmackes rein)

@Staudo: das ausreifen lassen machts doch wieder wett, oder?

@Dietmar: Hochbeet ist kein Boden. Torf hält fast nix fest. Da ist ein ausgewogenes Blaukorn ok. Man sollte ein Gesetz erlassen, dass Wasser unter Hochbeeten aufzufangen und der Düngemittelrückgewinnung zuzuführen ist.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 17. August 2017, 11:32:50
in mein hochbeet ist der mehltau eingezogen  :(

Wenn du bis jetzt überhaupt noch Blätter an den Pflanzen hast, dann hattest du grosses Glück mit der Lage und sehr grosses Glück mit dem Wetter. Bis heute gibts bei uns jede einzelne Nacht Nässe und Tau, das ist reines Gift für sowas wie Melonen. Die üblichen Krankheiten räumten schon vor Wochen ab.

Du hast jetzt wahrscheinlich Oidium, echten Mehltau. Kurativ wirkt da nichts, probiere Molke und Backpulver um weiteren Befall zu verlangsamen. Es gibt bei echtem Mehltau übrigens auch robuste Melonensorten, ich hatte z.B. mal "Marlene".
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 19. August 2017, 18:51:00
Was von den Wassermelonen bis jetzt überlebt hat, wird noch süss und lecker. Am besten gelingt noch die gelborangefleischige "Sweet Siberian", die Früchte sind wegen des Blattverlusts aber nicht gross, liegen bei 2-4kg.

(https://c1.staticflickr.com/5/4432/36625507686_8ae9338818_o_d.jpg)

Die Sorte ist etwas weich, schmeckt trotzdem sehr gut. Seht zwar nach viel Kernen aus, aber die kann man gut mitessen. Heute im Discounter kleinere Wassermelonen aus der Region gesehen. Würde mich mal interessieren, was die Anbauer für einen Pflanzenschutz betreiben.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: schülerin am 19. August 2017, 23:19:30
Hallo,
kann mir bitte jemand sagen, ob Noire des Carmes nachreift? Ich habe im Frühjahr drei Pflanzen von drei Sorten gesetzt. Die von Noire des Carmes  hat es als einzige bis zum Fruchtansatz geschafft. Aber beim letzten Besuch im Kleingarten habe ich festgestellt, dass die Wühlmäuse zwei größte gelbliche Früchte gefressen und dabei die ganze Pflanze kaputt gemacht haben. Die restlichen vier Fruchtansätze sind mindestens faustgroß. Den Kleinsten habe ich aufgeschnitten, ist innen hell-orange, die Kerne sind ziemlich dick, schmeckt wie eine Gurke, aber mit Süßigkeit einer Karotte  :)
Hat es einen Sinn, sie noch etwas auf der Fensterbank liegen zu lassen?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 19. August 2017, 23:28:36
Nein, leider reifen Melonen generell nicht nach. Wird nicht mehr reifer oder süsser.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: schülerin am 19. August 2017, 23:34:12
Danke für die schnelle Antwort, Cydorian!
Schade. Na dann werde ich sie eben als süßliche Gurken verspeisen, ist auch ein Geschmackserlebnis  ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 20. August 2017, 10:37:25
Man kann vielleicht noch mehr draus machen. Es kommt drauf an, warum sie nicht richtig süssreif ist. Melonen, die wegen Blattverlust oder fehlender Sonne zwar weit reifen konnten aber dann zu wenig Süsse haben, sind noch besser verwendbar wie Melonen, die zu früh abgerissen wurden. Erstere haben meist mehr Aroma. Davon das Fruchtfleisch ohne Kerne und Schale mit etwas Zucker püriert ist Grundstoff für Getränke, Granitas oder anderes Eis.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: schülerin am 20. August 2017, 22:27:18
Danke für den Tipp, Cydorian! Ich habe heute zwei Melonen mit etwas Wasser, Zucker und Zitronensaft püriert. So als Getränk haben sie sogar ziemlich gut geschmeckt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Martina777 am 30. August 2017, 08:45:18
Funktioniert auch: In Stücke schneiden, zuckern, über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Schmeckt am nächsten Tag fast wie ein natursüßer Melonen-Fruchtsalat.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. September 2017, 22:28:05
Es geht noch was, an einer Stelle haben zwei Wassermelonenpflanzen überlebt, immer noch süss. Hier die rotfleischige Sorte "Viking" mit rund 4kg:

(https://c1.staticflickr.com/5/4431/37108967745_d361e3a6bd_o_d.jpg)

Gelber Fleck, klingt hohl, also ernten. Beim aufschneiden platzte sie regelrecht auf, die Schale stand unter Spannung. Auch ein paar der koreanischen Chamoe-Melonen haben es weit geschafft, werden immer noch reif:

(https://c1.staticflickr.com/5/4417/37108964305_a2a8a78699_o_d.jpg)

Ich hatte da noch eine zweite Sorte, eine etwas neuere Züchtung. Die ist deutlich süsser bei gleichbleibendem typischem Aroma. Duftet gut. Das Fruchtfleisch auch etwas anders strukturiert, homogener, fast weiss. Weiterhin hart, nicht tropfend und knackig wie bei allem Chamoe-Melonen. Wie ein knackiger Apfel. Kommt mir fast so vor, als wäre da eine andere süssere Melonenart eingekreuzt.

(https://c1.staticflickr.com/5/4396/37108964815_172f6b8a1e_o_d.jpg)

Sie ist insgesamt robuster wie die Cantalope-Typen, fruchtet ständig neu solange das Laub gesund ist, aber die typischen Krankheiten kriegt sie ebenso. Wird noch süss auch wenn nur noch wenig Laub gesund ist. Die grösste Frucht hatte fast 700g, da kommt schon was zusammen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 08. September 2017, 22:42:50
Diese süße Chamoe Melone klingt ja spannend. Meinst Du könnte ich da vielleicht ein paar Samen abhaben? Gerne auch im Tausch gegen andere (Melonen-)Samen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. September 2017, 10:30:04
Meine Versuche zur Samengewinnung sind immer misslungen, ich bin zu blöd dafür. Sie verkreuzen sich sehr leicht mit anderen Cucumis und es scheinen auch immer F1-Hybriden zu sein, die sich aufspalten. Deshalb kaufe ich die selber. Sind leider nie viele Samen und schwierig zu bekommen, die letzten hatte ein Versender aus Rom.

Es gab lange eine einzige Sorte eines deutschen Samenverkäufers, "Goldstar". Hat er nicht mehr im Programm.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Staudo am 09. September 2017, 13:10:33
Bei uns gibt es zum Glück einen melonenbegeisterten Gärtner, der jedes Jahr 3-4 Sorten Jungpflanzen hat.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Waldmeisterin am 09. September 2017, 14:17:22
Meine fünf Pflanzen Sweet Sibirian haben, nach anfänglich ganz ordentlichem Wachstum, eine nach der anderen die Biege gemacht  :-\
Immerhin fand ich an einer der Leichen dann doch noch eine Frucht:
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Waldmeisterin am 09. September 2017, 14:18:55
und man konnte sie sogar essen  ;)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 09. September 2017, 22:56:18
@cydorian
Schade, aber danke für die Antwort. Ich hatte gehofft, dass es sich um Samenechte Sorten handelt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 27. Mai 2018, 19:13:07
Noch gar nichts los dieses Jahr mit Melonen?

Dabei hatten wir so einen fantastischen Start, dass ich kaum glauben kann, wie weit die Pflanzen schon sind. Es gab Jahre, da konnte man erst Ende Mai auspflanzen. Und dieses Jahr gibts im Freiland schon 1m lange Ranken, sogar schon die ersten weiblichen Blüten mit Fruchtansätzen hinten dran. An den Cantaloupe-Melonen. Meine koreanischen Chamoe-Melonen und Wassermelonen wachsen aber auch bereits sehr stark. Wenn das so weitergeht, gibts mal nicht Anfang August die ersten Früchte, sondern Anfang Juli...

Allerdings hat es aus unbekannten Gründen so viele welkende Pflanzen wie nie. Auch an Gurken. Sogar an veredelten Pflanzen mit robustem Feigenblattkürbis als Unterlage. Freiland und Gewächshaus gleichermassen. Irgend einer der schädlichen Bodenpilze hat sich offenbar ebenfalls stark breit gemacht. Sieht aber nicht nach Fusarium aus. Die Blätter werden heller, eher sowas wie Pythium. Was ich direkt in Pferdemist gesetzt habe, gedeiht dagegen prächtig obwohl der recht feucht ist. Die pathogenen Pilze haben darin offenbar genügend Antagonisten.

Hier die Sorte "Bari" von heute:

(https://c2.staticflickr.com/2/1760/42340756602_d7e5d4eb52_o_d.jpg)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Bienchen99 am 27. Mai 2018, 19:26:34
Sugar Baby

heute waren schon mehr Blüten offen
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 28. Mai 2018, 12:01:22
Ganz so weit sind meine Melonen noch nicht.

Da ich mit der Anlage meiner Gemüsebeete beschäftigt war, habe ich es verpasst,  Kerne von Charentais-Melonen rechtzeitig in Töpfe zu säen.

Daher habe ich in der ersten Maiwoche direkt ins Beet gesät, wobei nur ein Kern vernünftig aufging.

Daraufhin habe ich neue Kerne gelegt und auch mehr, obwohl mir drei Melonen gereicht hätten.

Zwei Tage später habe ich Melonen für 99 Cent im Baumarkt entdeckt.
Zwei Charentais-Melonen und eine Wassermelone habe ich mitgenommen und gepflanzt.

Inzwischen sind auch meine nachgelegten Kerne gekeimt. Dieses Mal fast ausnahmslos.  ::)



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 28. Mai 2018, 14:03:27
Noch gar nichts los dieses Jahr mit Melonen?

Dabei hatten wir so einen fantastischen Start, dass ich kaum glauben kann, wie weit die Pflanzen schon sind. Es gab Jahre, da konnte man erst Ende Mai auspflanzen. Und dieses Jahr gibts im Freiland schon 1m lange Ranken, sogar schon die ersten weiblichen Blüten mit Fruchtansätzen hinten dran.
Meine Zuckermelonen sind noch lange nicht so weit. Ich habe sie erst vor ca. einer Woche ins Freiland gepflanzt. 2 mussten vorgestern ersetzt werden: eine hatte einen abgebrochenen oder abgebissenen Haupttrieb gleich oberhalb der Kotyledone, eine andere abgefressene Blätter. Der Wind hier scheint den Blättern zuzusetzen.
Gesät in Töpfchen wurde Mitte April, Keimdauer eine gute Woche, später vereinzelt und in größere Töpfe mit nährstoffreichere Erde gesetzt.

Bei der Pflanzung hatten sie 4 schön entwickelte Blätter. Langsam bewegt sich was: sie wachsen weiter und es kommen die ersten Seitentriebe, wobei noch nicht alle pinziert sind.

Oberhalb welchen Blattes pinzierst du für die Verzweigung? Ich habe Quellen gefunden, die vom 4. oder 5. Blatt sprechen, andere Quellen sprechen vom 2. Blatt?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 28. Mai 2018, 22:06:38
Der Wind ist ein typisches Problem, ich schütze die Jugpflanzen mit kleinen Holzstöckchen, die die Triebe fixieren. Ansonsten werden sie von Gewitterböen geknickt, umhergerissen, geschädigt. Starkwinde sind kein Problem, aber die Böen vor Gewittern sind ein Problem. Und heftige Gewitter gibt es so viele wie nie zuvor. Triebe fixieren, Anfangsdosis Schneckenkorn - anders gehts nicht mehr. Pflanzung bei 4 Blättern ist ideal. Vielleicht sind auch transparente Hauben sinnvoll, die schützen auch gegen Hagelschlag, Pflanzenhüte heissen sie.

Seitentriebe kappe ich nicht. In vielen Büchern wird zum Schnitt geraten, aber fast Alle die das wirklich selbst getan und verglichen haben, raten davon ab, mich eingeschlossen. Es bringt nichts ausser Arbeit und sogar Reifeverzögerung. In dem geschlossenen Melonenteppich, der sich mit den Pflanzen bildet geht es sowieso nicht. Viel wichtiger ist es, die Pflanze zum kontinuierlichen fruchten zu bringen, das entscheidet über den Ertrag. Dabei spielt die Gesamt-Blattmasse, die Sonneneinstrahlung und die Nährstoffverfügbarkeit im Boden die entscheidende Rolle.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 28. Mai 2018, 23:07:16
Hier auch, trotz tropischem Wetter, bisher eher langsam. Diesmal Direktsaat 6x Sugar Baby Ende April (da erübrigt sich das UV-Abhärten, was in den letzten 2 Jahren etwas Probleme bereitet hatte, und man verletzt die filigranen Würzelchen nicht so), Keimquote 100%. In den 2 Jahren davor waren sie immer so ab Anfang August reif, diesmal wohl etwas später, sollte aber hoffentlich noch reichen

(https://i.imgur.com/IgxFcUf.jpg)

Zum Vergleich die Vorzucht letztes Jahr, Stand 12.4.2017 - sehen im Vergleich fast vergeilt aus, trotz SW-Fenster. Diesjahr sorgen wohl die langen Sonnenstunden für sehr kompakten Wuchs

(https://i.imgur.com/ziXxHvF.jpg)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: carot am 29. Mai 2018, 18:07:12
Im letzten Jahr habe ich erstmals Wassermelonen ausprobiert. Ich habe die Sorten Blacktail Mountain, Sweet Siberian und Janosik angebaut. Die Blacktail Mountain war hervorragend. Die anderen beiden Sorten (oranges Fruchtfleisch) waren ziemlich fad.

Ich gebe allen 3 Sorten in diesem Jahr noch eine Chance. Im letzten Jahr waren die Bedingungen für die Sorten sehr unterschiedlich. Die Blacktail Mountain wird sich vermutlich als mein Standard etablieren. Ich werde aber auch in den nächsten Jahren weitere Sorten ausprobieren.

Ich habe erst vor 1 Woche ausgepflanzt. Das war in diesem Jahr etwas zu spät. Die Pflanzen könnten schon weiter sein. Aber bei der derzeitigen Witterung entwickeln sie sich schnell.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 29. Mai 2018, 18:32:47
Verlass dich nicht zu sehr auf die Erfahrung eines Jahres. Wassermelonen gleicher Sorte zischen in einem Jahr los wie nix und bringen gute Ernten, im anderen Jahr sind es wieder völlig andere Sorten und die alte Sorte versagt aus unerfindlichen Gründen. Ich habe jedes Jahr drei Sorten und bin noch nicht ganz dahintergekommen, warum die so unterschiedlich gelingen bzw. versagen. Meine noch unbewiesene Vermutung ist, dass es mit dem Beginn des Befalls mit falschem Mehltau zusammenhängt. Wassermelonen sind dafür alle sehr anfällig, aber man erkennt es lange nicht so leicht wie bei den Cantaloupes.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. Juni 2018, 11:36:56
Hi an alle Melonenliebhaber,

schön zu sehen wie viele es dieses wieder probieren. Da sind schon prächtige Pflanzen dabei.

Nachdem ich mehrere Jahre Kürbisse in meinem Vorgarten anbaute, entschied ich mich dieses Jahr für Melonen. Da ich kein Gewächshaus besitze, müssen die Pflanzen im Freiland vorlieb nehmen. Aber ganz so schlechte Karten sollte ich in der Vorderpfalz mit einer Hauswand im Rücken nicht haben.  :P Mal sehen.

Ausgepflanzt wurden drei Wassermelonen "Moon and Stars, sowie 4 Charentais (2 selbst gezogen; 2 veredelt gekauft) und eigentlich 3 Emerald Gem, wobei eine aus noch unerklärlichen Gründen einging.

Was ich bestätigen kann, sind die heller werdenden Blätter an den Pflanzen, die nicht mit Pferdemist vorgedüngt wurden.

Hier die erste Moon & Stars:

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. Juni 2018, 11:38:16
Das ist bis jetzt die größte Moon and Stars.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. Juni 2018, 11:39:52
Hier eine Emerald Gem.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. Juni 2018, 11:41:36
Selbstgezogene Charentais:

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. Juni 2018, 11:43:10
Und zu guter letzt eine der veredelten Charentais. Man sieht glaube ich sehr gut die hellen Blätter.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: carot am 07. Juni 2018, 14:00:41
Beeindruckend, wie weit eure Pflanzen schon sind. Ich war wirklich zu spät dran mit dem Auspflanzen. Bei mir legen sich die Ranken gerade erst auf den Boden. Nun kann man beim Wachsen aber praktisch zugucken.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: carot am 07. Juni 2018, 14:05:25
Verlass dich nicht zu sehr auf die Erfahrung eines Jahres. Wassermelonen gleicher Sorte zischen in einem Jahr los wie nix und bringen gute Ernten, im anderen Jahr sind es wieder völlig andere Sorten und die alte Sorte versagt aus unerfindlichen Gründen.

Ich behalte das im Auge. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich das Saatgut aus den selbst gezogenen Früchte nehme. Im letzten Jahr hatte ich die Sorten räumlich getrennt, so dass keine Kreuzbestäubung stattgefunden haben kann. In diesem Jahr will ich aber alle 3 Sorten (auch) im Gewächshaus ausprobieren. Ich werde händisch bestäuben, kann aber eine Fremdbestäubung nicht ausschließen. Irgendwo hatte ich aber mal gelesen, dass sich die Fremdbestäubung nicht stark auf die Eigenschaften der Sorte auswirken soll. Ich nehme mal an, der Effekt wird sich aber im Laufe der Zeit verstärken, wenn immer weiter Saatgut aus fremdbestäubten Früchten entnommen wird.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 07. Juni 2018, 14:41:04
Die gekauften Charentaismelonen und die Wassermelone wachsen gut.
Zwei Tage nach der Pflanzung sind auch meine gesäten Charentaiskerne aufgegangen und stehen immer noch zwischen den Pflanzen.
Wenn ich für einige dieser Pflänzchen noch einen Platz finde, kann daraus noch etwas werden?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. Juni 2018, 15:42:30
Die gekauften Charentaismelonen und die Wassermelone wachsen gut.
Zwei Tage nach der Pflanzung sind auch meine gesäten Charentaiskerne aufgegangen und stehen immer noch zwischen den Pflanzen.
Wenn ich für einige dieser Pflänzchen noch einen Platz finde, kann daraus noch etwas werden?

Sieht bei dir auch sehr gut aus.  ;)

Ob aus den Pflänzchen noch was wird, ist schwer zu sagen. Wenn der Sommer gut wird, hast du aber vielleicht noch Chancen. Probieren geht über Studieren. ;)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. Juni 2018, 15:48:54
Beeindruckend, wie weit eure Pflanzen schon sind. Ich war wirklich zu spät dran mit dem Auspflanzen. Bei mir legen sich die Ranken gerade erst auf den Boden. Nun kann man beim Wachsen aber praktisch zugucken.

Alles halb so wild. Es ist so wie du sagst. Meine sind die letzten 7 Tage richtig gut gewachsen. Das geht wirklich ratz fatz.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 07. Juni 2018, 21:51:08
Ob aus den Pflänzchen noch was wird, ist schwer zu sagen. Wenn der Sommer gut wird, hast du aber vielleicht noch Chancen. Probieren geht über Studieren. ;)
Ja, das stimmt.
Ich habe nichts zu verlieren.
Manchmal ist es für bestimmte Dinge einfach schon zu spät.
Solange aber eine Chance besteht...  :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 07. Juni 2018, 21:55:14
Nachdem ich mehrere Jahre Kürbisse in meinem Vorgarten anbaute, entschied ich mich dieses Jahr für Melonen. Da ich kein Gewächshaus besitze, müssen die Pflanzen im Freiland vorlieb nehmen.

Gewächshaus hat sowieso viele Nachteile. Aber deine Pflanzen könnten etwas Bodenpflege vertragen. Sieht nach verschlämmtem Boden aus, Unkaut - mal flach hacken und für mehr Humus sorgen, das lieben Melonen. Mulchen gefällt auch.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. Juni 2018, 23:52:08
@na-na:

Also zumindest gehe ich davon aus, dass noch nicht aller Tage Abend ist. ;)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. Juni 2018, 23:55:24
Nachdem ich mehrere Jahre Kürbisse in meinem Vorgarten anbaute, entschied ich mich dieses Jahr für Melonen. Da ich kein Gewächshaus besitze, müssen die Pflanzen im Freiland vorlieb nehmen.

Gewächshaus hat sowieso viele Nachteile. Aber deine Pflanzen könnten etwas Bodenpflege vertragen. Sieht nach verschlämmtem Boden aus, Unkaut - mal flach hacken und für mehr Humus sorgen, das lieben Melonen. Mulchen gefällt auch.

Was sind die Nachteile?


Ich muss mit dem Boden seit 3 Jahren Vorlieb nehmen. Zur Verbesserung bringe ich jedes Jahr Kompost aus, was allerdings nicht viel bringt. Ich glaube, dieses Jahr im Herbst bestell ich mir einen Hänger voll Pferdemist.

Gehackt und gemulcht habe ich heute.  ;) Brenneseln wachsen bei uns in der Gegend en masse.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 08. Juni 2018, 08:10:53
Mir geht's ähnlich. Verdichteter, schwerer Lehmboden, der, da wo Gemüse und Obst angebaut werden, jährlich mit Kompost versorgt wird. Ich meine dass die Verbesserungen eher marginal sind.

Den Tomaten gefällt's dort, den Melonen bisher nicht besonders. Dieses Jahr habe ich allerdings für schnellere Verzweigung gesorgt, statt nur Kompost auch eine Mischung aus Tomatenlangzeitdünger und Pferdedungpellets hineingearbeitet, vor den Schnecken geschützt und sie wachsen zügiger.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 08. Juni 2018, 08:45:25
Mir geht's ähnlich. Verdichteter, schwerer Lehmboden, der, da wo Gemüse und Obst angebaut werden, jährlich mit Kompost versorgt wird. Ich meine dass die Verbesserungen eher marginal sind.

Den Tomaten gefällt's dort, den Melonen bisher nicht besonders. Dieses Jahr habe ich allerdings für schnellere Verzweigung gesorgt, statt nur Kompost auch eine Mischung aus Tomatenlangzeitdünger und Pferdedungpellets hineingearbeitet, vor den Schnecken geschützt und sie wachsen zügiger.

Naja, zumindest ist geteiltes Leid halbes Leid. ;) Ich glaub, bei uns muss einfach mal eine dicke Schicht Kompost oder Mist auf das Feld. Gründüngung habe ich schon probiert. Bringt nichts!

Wenns deinen Tomaten gefällt, ist das doch schon mal was. Meinen Tomaten gefällt es auch jedes Jahr, bevor es anfängt richtig zu gießen. :P  Dann gehen sie relativ zügig ein.

Wie weit sind deine Melonen?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 08. Juni 2018, 10:40:40
Wie weit sind deine Melonen?
ungefähr so weit wie die größeren Pflanzen auf dem Bild na-na's, die größten auch etwa so wie deine abgebildete Charentais. Sie haben die ersten (männlichen) Blüten, weibliche sollten in Kürze folgen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 08. Juni 2018, 13:11:46
Wie weit sind deine Melonen?
ungefähr so weit wie die größeren Pflanzen auf dem Bild na-na's, die größten auch etwa so wie deine abgebildete Charentais. Sie haben die ersten (männlichen) Blüten, weibliche sollten in Kürze folgen.

Na, dann sollte bei uns doch alles im Lot sein.  ;)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. Juni 2018, 13:41:28
Was sind die Nachteile?

Da gibts viele Punkte, ein langer Text... ich hab es hier mal versucht darzustellen, warum das Gewächshaus auch nicht das Gelbe vom Ei ist.

Schwerer Boden ist kein Schicksal. Man kann es machen wie früher beim Ölkürbisanbau: Loch, Mist rein, drei Pflanzen drauf. Im Hausgarten ein vom Volumen her eimergrosses Loch (aber breiter wie tief, Melonen sind Flachwurzler) graben, zwei Eimer Pferdemist rein, so dass ein leichter Hügel entsteht. Der sinkt ein, wenn sich der Mist abbaut. Wer keinen Pferdemist hat aber genug Geld, kann auch aus gekaufter Erde was mischen.

Derweil wachsen sie schnell weiter:

(https://c2.staticflickr.com/2/1732/41951851714_e96e312abb_o_d.jpg)

Von heute morgen, nachdem es endlich wieder mal geregnet hat. Die grösseren Früchte haben etwa Tennisballgrösse. Sie bauen ihren Vorsprung noch aus, habe ich den Eindruck. Nix Schafskälte :-) In drei, maximal vier Wochen werden die ersten Früchte reif sein.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 08. Juni 2018, 15:16:12
Genau so habe ich das auch gemacht. Habe Pferdemist vom Bauer geholt und Ende März/Anfang April in Löcher gesetzt.

Bist du dir sicher, dass Melonen Flachwurzler sind? Ich lese immer nur über deren Drang tief zu Wurzeln.  ???

Das nenn ich Vorsprung. Wo wohnst du? Auf Mallorca?  :P

Auf dein Anraten hin habe ich heute morgen etwas gehackt. War zwar schweißtreibend, hat sich aber, denke ich, gelohnt.



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 08. Juni 2018, 16:13:03
Cydorian, danke - der Artikel enthält wichtige Informationen, aber wenn man auf Tomatendünger angewiesen ist wie ich, wann sollte man denn nachdüngen bzw. wann zum letzten Mal düngen? Läuft man bei Melonen leicht Gefahr zu überdüngen?

Es ist erstaunlich wie weit deine Melonen sind, aber die sind sicher auch sehr früh ins Freiland gekommen, oder?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. Juni 2018, 18:32:48
Bei Melonen pokere ich gerne und setze sie bereits Anfang Mai raus, vorausgesetzt die Wetterlage ist stabil gut. Dieses Jahr hat das super funktioniert. In zweifelhaften Jahren habe ich noch einen Satz Pflanzen in der Hinterhand in Töpfchen im Gewächshaus, so dass ich Verluste ausgleichen kann. Brauch ich die nicht, pflanze ich ein paar zusätzlich auf weniger gute Plätze und verschenke den Rest.

Am Klima liegts nicht, das ist schon warm aber nicht wirklich überdurchschnittlich für Süddeutschland. Wir haben gerne üble Spätfröste und sehr trockene Sommer. Der Pflanzort ist aber gut, volle Sonne, im Rücken eine Hauswand.

In Pferdemist braucht man gar nicht zu düngen, ansonsten müssen die Nähstoffe zum Beginn des ersten Fruchtansatz bereitstehen. Schnellwirkende Dünger also ausbringen, wenn weibliche Bütenknospen zu sehen sind. Langsamwirkende Sachen wie Hornmehl früher. Denn von der Nähstoffversorgung zu diesem Zeitpunkt hängt es wesentlich ab, wie lange neue Ansätze gebildet werden. Werden die Jungfrüchte schliesslich grösser, schaffts die Pflanze irgendwann nicht mehr, stellt das vegetative Wachstum ein und bildet erst die bis dahin angesetzten Früchte aus. Es gilt, diesen Zeitpunkt hinauszuschieben.

In guten Jahren kriegt man eine zweite Ladung, wie in früheren Postings schon beschrieben. Dann sollte man nochmal einen kleineren Düngerstoss geben, direkt nach der Ernte der ersten Ladung.

Aber dieses Jahr ist schon verrückt. Selbst die Freiland-Wassermelonen haben schon Fruchtansätze und mehrere Meter lange Ranken. Alles wächst wie Hölle.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: echo am 09. Juni 2018, 01:04:49


Da gibts viele Punkte, ein langer Text... ich hab es hier mal versucht darzustellen, warum das Gewächshaus auch nicht das Gelbe vom Ei ist.

Schwerer Boden ist kein Schicksal. Man kann es machen wie früher beim Ölkürbisanbau: Loch, Mist rein, drei Pflanzen drauf. Im Hausgarten ein vom Volumen her eimergrosses Loch (aber breiter wie tief, Melonen sind Flachwurzler) graben, zwei Eimer Pferdemist rein, so dass ein leichter Hügel entsteht. Der sinkt ein, wenn sich der Mist abbaut. Wer keinen Pferdemist hat aber genug Geld, kann auch aus gekaufter Erde was mischen.
Ich wollte diesen Sonntag Pferdemist holen und aus der daraus gemachten Jauche meine Sweet Siberian düngen. Meinst Du ich kann auch einfach mit dem frischen Pferdemist die Melone düngen oder wäre es zu scharf? Meine Wassermelone ist leider bei weitem nicht so weit wie eure Exemplare.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 09. Juni 2018, 01:57:10
Zitat von: Heckenscharfrichte
Bist du dir sicher, dass Melonen Flachwurzler sind? Ich lese immer nur über deren Drang tief zu Wurzeln.  ???
Das Südafrikanische Landwirtschaftsministerium schreibt dazu in seinen 32 seitigen "PRODUCTION GUIDELINES"
Zitat
ROOTS
The watermelon root system formation begins prior to emergence of cotyledons
to the soil surface and reaches maximum extension by the time of
flowering. Watermelon features a highly branching taproot extending up to
1 m deep into the soil. Some 15, occasionally more, lateral roots branch
from the main root.

Es gibt also eine bis zu einem Meter tiefe Pfahlwurzel von der 15, gelegentlich mehr, seitliche Wurzeln abgehen.
Diese Pfahlwurzel erreicht ihre maximale Länge, wenn die Pflanze zu blühen beginnt.

Meine Theorie wäre jetzt, dass die Melone zum "Flachwurzler" mutiert, wenn sie (längere Zeit) im Topf vorgezogen wird. Dann wickelt sich die Pfahlwurzel in mehreren Windungen an der Topf-Wand entlang, weil nach unten kein Platz vorhanden ist. Wenn die Pflanze dann erst kurz vor der Blüte ausgepflanzt wird, bohrt sich diese Pfahlwurzel dann kaum mehr nach unten. Von dem Pfahlwurzel-Ballen gehen dann noch die ~15 Seitenwurzeln ab, die dann logischerweise alle sehr flach wachsen.
Weiter könnte ich mir vorstellen, dass das auch ein Grund für die Empfindlichkeit der Wurzeln ist. Geht die Spitze der Pfahlwurzel kaputt (sie liegt dann wohl direkt an der Topf-Wand) kriegt die Pflanze Probleme oder geht ein.
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Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Conni am 09. Juni 2018, 05:29:44
Herzlich willkommen bei garten-pur, Markoxyz.  :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. Juni 2018, 08:40:49
Die üblichen Melonenarten wie Cantaloupe sind defintiv Flachwurzler. Ich habe die auch auf aufgeschüttetem Pferdemist abgebaut. Der wird bis Herbst feinbröselig. Man kann die alten und abgestorbenen Pflanzen gut mitsamt den Wurzeln rausziehen. Sie haben lange, starke Hauptwurzeln, die nicht weit unter der Oberfläche entlang verlaufen, von da aus gehen auch feinere Wurzeln weiter runter in den Misthumus, aber das Hauptwurzelwerk breitet sich bevorzugt nur flach aus. Dasselbe Bild zeigen übrigens Kürbisse und Gurken.

Kann schon sein, dass sich speziell Wassermelonen etwas anders benehmen, die stehen genetisch sowieso weit von den cucurbitae ab und sind erfreulich trockenfest. Allerding wachsen sie bei ansonsten zusagenden Verhältnissen ganz vorzüglich auf unserem nur 30cm starken Boden (exakt eine Spatentiefe), drunter kommt Kalkfels. Und sie profitieren auch von Mist, der nicht tief reicht. Man holt sich eben dort die Ware, wo es sie gibt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 09. Juni 2018, 09:27:27
@markoxyz:


Willkommen im Forum.

Interessanter Bericht. Deine Erklärung, weshalb manche flach Wurzeln, kann durchaus zutreffen. Wobei "cydorian" vielleicht aus einem ganz anderen Grund Flachwurzler im Garten hat. Wenn weiter unten keine Nährstoffe sind, bleiben sie eben oben.  :P
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. Juni 2018, 10:07:04
Wenn sogar in einem homogenen Misthaufen die Hauptwurzeln nur oben verlaufen obwohl drunter derselbe Mist liegt, spricht nicht viel dafür dass die die Tiefe lieben. Eigentlich gar nichts.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: echo am 09. Juni 2018, 10:11:06
Wenn sogar in einem homogenen Misthaufen die Hauptwurzeln nur oben verlaufen obwohl drunter derselbe Mist liegt, spricht nicht viel dafür dass die die Tiefe lieben. Eigentlich gar nichts.
Hallo cydorian. Würdest Du aus Deiner bisherigen Erfahrung empfehlen auch frischen Pferdemist zu einer Wassermelone zu geben? Oder ist eher Jauche bzw. abgestandener Mist zu bevorzugen. Habe einen Sweet Siberian, unter Glas Mitte April ausgesät, vor ca. 2,5-3 Wochen ausgepflanzt ist aber bei weitem nicht so weit wie die hier gezeigten Exemplare. Blütenansätze sind zu erkennen, die Blüten sind aber noch keine da.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. Juni 2018, 12:22:57
Alle cucurbitae gehören zu den wenigen Pflanzenfamilien, die auch mit frischem Pferdemist zurechtkommen. Superfrisch sollte er allerdings auch nicht sein, denn bei der heissen Rotte ganz zu Beginn werden Temperaturen von 60°C erreicht, das ist zu viel des Guten. Vier bis sechs Wochen sollte der Mist schon liegen. Mit Jauche habe ich noch nicht experimentiert, nur mit anorganischem Dünger und Fledermausguano (es gibt eine Schlafstube in der Nähe, wo der Guano regelmässig abgeräumt werden muss). Das Zeug knallt rein :-)

Bei Wassermelonen klappt das auch, der positive Effekt von Mist ist vorhanden aber nicht so stark. Bei denen muss auch der Boden nicht so fett sein, wie ihn cucurbitae lieben. Wärme, Sonne, lange Vegetationsdauer reicht denen als Booster. Ich bin mir bei Wassermelonen auch nach vielen Jahren nicht so sicher, warum die mal prächtig gelingen, mal nicht. Es kann halt auch auf schlechterem Boden klappen, während Cantaloupe-Melonen da unweigerlich verzwergen. Meine unbewiesene Vermutung ist, dass Krankheiten, vor allem Wurzelkrankheiten eine Rolle bei den unterschiedlichen Wassermelonen-Ergebnissen spielen.

Die frühe Wärme mit voller Sonne hat die Pflanzen an den langen Tagen jetzt schon gross werden lassen, so dass sie den Sommer voll ausnutzen können weil auch schon viel Blattmasse da ist, die zur besten Zeit assimilieren kann. Die Cantalope-Melonen wachsen bereits teppichartig. Diese paar guten Maiwochen sind viel mehr wert wie ein schöner August bis Oktober.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 09. Juni 2018, 13:41:30
Zitat von: cydorian link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3102002#msg3102002 date=1528539777]Meine unbewiesene Vermutung ist, dass Krankheiten, vor allem Wurzelkrankheiten eine Rolle bei den unterschiedlichen Wassermelonen-Ergebnissen spielen.
Dann müsste Veredeln das Problem lösen. Hast du es damit schon ein Mal probiert?

Ich habe dieses Jahr versucht fünf Wassermelonen Sorten je auf zwei verschiedene Feigenblatt-Kürbis-Unterlagen zu veredeln. Aber die nicht ganz zutreffenden Beschreibungen, das Fehlen von ausreichend großen Silikon Clipsen und die im Gegensatz zur Kopfveredelung eventuell doch nicht so tolle Gegenzungen Veredelung haben nur eine Pflanze von letztlich 2x4 Sorten (eine keimte zu spät) überleben lassen. Die holt gerade kräftig auf. Hat nur einen sehr dünnen Stängel oberhalb der Keimblätter von der Zeit der Veredelung. Ist jetzt gerade kurz vor der ersten weiblichen Blüte. Es ist entweder eine Viking F1 oder eine Rosario F1.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 09. Juni 2018, 14:28:10
Das Beet auf dem meine Melonen wachsen, habe ich erst im April umgegraben.
Anschließend hatte ich etwas Kompost, Rinderdungpellets und Hornspäne eingearbeitet.

Ich habe einen organischen Flüssigdünger da.
Keine Ahnung, was da genau drin ist. Das Zeug sieht aus wie Teer und ist ziemlich dickflüssig.

Könnte ich damit gießen (wird natürlich mit Wasser verdünnt)?
Leider kenne ich mit Düngern überhaupt nicht aus.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. Juni 2018, 16:53:40
Steht ja drauf, was drin ist im Dünger. Das Stickstoff-Kaliumverhältnis liegt in etwa wie beim Standard-Blaukorn. Das hat ausserdem noch Phosphor. Aber wenn bereits Kompost, Rinderdungpellets und Hornspäne im Boden sind würde den nicht auch noch draufkippen. Bei so viel Zufuhr besser mal eine Bodenanalyse machen.

Veredelte Wassermelonen hatte ich zweimal. Einmal war das Ergebnis sehr gut, einmal mittelmässig. Das sind zu wenig Erfahrungen für allgemeinere Erkenntnisse. Für grössere Versuche fehlt mir der Platz. Wassermelonen habe ich immer nur ca. vier Pflanzen pro Jahr, zwei Sorten, eine davon immer neu.  Mein Fokus liegt viel stärker auf den Melonen, die von Gurken abstammen - Cantaloupe, Netz-, Chamoe-, diverse Zuckermelonen. Das liegt auch daran, dass ich bei Wassermelonen keinen grossen Unterschied zu guter gekaufter importierter Ware merke. Süss, erfrischend und nicht gerade ein vielschichtiges Aroma. Nett. Eine ausgereifte Cantaloupe aus dem Garten ist dagegen der Hammer, extrem aromatisch und meilenweit von allem entfernt, was man kaufen kaum. Ist ja klar, die schmeckt nur voll ausgereift und dann ist sie nicht lange haltbar, lässt sich nicht in Grosslagern und Regalen herumschieben. Oder Chamoe & Co: Die kann man nicht mal kaufen, obwohl sie sehr lecker sind. Die wären echt auch was für Mitteleuropa.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 10. Juni 2018, 16:24:59
Die Wassermelonen gelingen dieses Jahr ebenso gut:

(https://c2.staticflickr.com/2/1742/42663923592_7d3f0a22f0_o_d.jpg)

Für den 10. Juni ist das hiesiger Grössenrekord. Die Sorte ist nichts besonderes, "Viking". Dann hab ich noch Crimson Sweet und noch eine Sorte. Also eher die "sichere Miete". Bei dem Wetter hätte ich auch mal fettere Sorten ausprobieren können, weiss man halt nicht vorher. Das wäre das richtige Jahr für Sachen wie Charleston Gray oder Carolina Cross gewesen, die richtigen Neidsorten für die über den Zaun linsenden Nachbarn :-)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 10. Juni 2018, 20:19:32
Schon Wahnsinn wie weit deine Melonen sind, obwohl du nur 14 Tage früher ausgepflanzt hast.

Aber mal etwas anderes. Wie stellst du fest, wann deine Wassermelonen reif sind? Klopftest, auf die vertrocknete Ranke oder den Auflagepunkt achten?



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 10. Juni 2018, 22:06:10
Das ist eigentlich ziemlich simplel. Der gelbe Fleck ist obligatorisch, aber das reicht nicht. Sie muss auch hohl klingen. Je hohler, desto reifer. Dumpf + tief: Unreif.

Wenn Ranken vertrocknet sind, ist sowieso alles egal. Die Melone reift ja nicht nach. Dann kann man sie so oder so aufschneiden. Lagern macht sie nicht besser.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 10. Juni 2018, 22:59:29
Das mit dem Klopfen ist leider etwas blöd, wenn man keine Referenz hat, weil man Wassermelonen zum ersten Mal anbaut.  :P

Mit den vertrockneten Ranken (engl. "tendril" oder "curly cue") meinte ich das. https://www.youtube.com/watch?v=2kjOnnhcLfs

Hat jemand mit dieser Methode Erfahrung?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 10. Juni 2018, 23:26:24
Wenn Ranken vertrocknet sind, ist sowieso alles egal. Die Melone reift ja nicht nach. Dann kann man sie so oder so aufschneiden. Lagern macht sie nicht besser.

Meine Erfahrung mir gekauften ist da anders, süßer werden sie vielleicht nicht, aber die Konsistenz ändert sich positiv.
Bei angeschnittenen Melonen passiert das nicht, die verderben nur noch.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: echo am 10. Juni 2018, 23:58:16
Ist schon Wahnsinn cydorian!  :o Respekt wie Du es alles so schaffst.

Hast mich übrigens überzeugt in Bezug auf die Honigmelonen. Werde nächstes Jahr mit irgendeiner Cantaloupe Melone ausprobieren. :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 11. Juni 2018, 10:20:59
Unglaublich, wenn man sieht, dass bei cydorian schon solche Bälle wachsen.
Zumindest kann ich mit Stolz verkünden, dass die Charentais-Melonen nun auch weibliche Blüten bilden.  :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. Juni 2018, 10:51:29
Meine Erfahrung mir gekauften ist da anders, süßer werden sie vielleicht nicht, aber die Konsistenz ändert sich positiv.

Es knirscht weniger, sie werden weicher ohne gleich zu zerfallen, das kann man je nach eigener Präferenz bevorzugen oder nicht so gerne haben. Eigene Melonen kann man weiter reifen lassen wie die in Plantagen, dann hat man denselben Effekt plus mehr Süsse, aber auch leichter zerfallendes Fruchtfleisch. Ich finde, dass es bei Wassermelonen so ein Optimum gibt, das etwas vor der Vollreife liegt. Geschmackssache.

Wassermelonen sind so oder so erstaunlich lange haltbar, aber als nichtklimakterische Früchte reifen sie nicht nach, nicht nur Süsse sondern auch Aromen bilden sich keine mehr (ausser Gäraroma :-).

Alle Sorten haben jetzt Früchte, die pro Tag ein bis zwei Zentimeter Durchmesser zulegen. Die koreanischen zuletzt, aber die reifen viel schneller und holen das mehr als auf. Man findet kaum mehr was unter dem Gewirr. Mein Pflanzraster wird dieses Jahr schon jetzt gesprengt, die Pflanzen werden viel grösser wie sonst. Das sieht jetzt aus wie ein Kürbisfeld im Hochsommer. Was ein warmer Mai in Mitteleuropa verursachen kann, ist schon enorm.

Aber die hohe Luftfeuchtigkeit (zumindest bei uns): Passt bloss auf beim falschen Mehltau. Genau beobachten. Könnte sein, dass das recht früh kommt. Jetzt wo alles wächst ist eitel Freude, aber in ein paar Wochen könnte das wieder in heulendes Elend umschlagen, wenn die Krankheiten zuschlagen, die grossen Spielverderber. Ich habs hier zusammengestellt, *leider* ein längerer Text...
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 11. Juni 2018, 11:08:35
Ich versuch's gerade mit "Einsteigersorten": Petit Gris de Rennes und Noir des Carmes. Petit Gris habe ich schon mal geerntet. Vor 2 Jahren, beim Erstversuch, gelangen mir an einer pflanze 2 Früchte ohne die Pflanze irgendwie zu Hätscheln. Sie waren zwar etwas klein (ich schätze nicht ganz 400g), aber hatten geschmacklich um einiges mehr zu bieten als was man hier kaufen kann. Schmeckten hervorragend.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 11. Juni 2018, 11:32:39
@cydorian:
Danke für deinen Beitrag bezüglich möglicher Krankheiten. Sehr informativ!
Möge uns besonders der falsche Mehltau verschonen!

Welchen Pflanzabstand hälst du bei deinen Melonen ein und behandelst du sie vorbeugend gegen den falschen Mehltau?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. Juni 2018, 11:50:38
Kleinere Cantaloupe 1m Pflanzabstand. Oder etwas mehr, wenn in ein Pflanzloch mit Pferdemist zwei Jungpflanzen gesetzt werden. Wie in dem Blogbeitrag beschrieben: Umgang mit falschem Mehltau ist schwierig. Erste Verteidigungslinie ist der Pflanzplatz. Ein Platz ist die Südseite nahe der Hauswand, da kommt wenig Feuchtigkeit, weniger Tau hin und das zahlt sich schon mal aus. An den weniger guten Plätzen helfen Phosphonate. Aber verwendet nur bei entsprechenden Grosswetterlagen. 2016 war es zum Beispiel schon Anfang Juni perfekt abzusehen, dass das ein Jahr des falschen Mehltaus wird. Also Blattdünger anwenden. Der verzögert den Befall nach bisheriger Erfahrung um zwei Wochen, was aber entscheidend ist, weil damit eine komplette Ladung noch reif wird.

Bei einem lufttrockenen Spätfrühling mach ich gar nix. Leider ist das die grosse Ausnahme geworden, frühe Gewitter und hohe Luftfeuchtigkeit sind die Regel. Früher war alles besser :-)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 11. Juni 2018, 12:25:55
Welche Sorten eignen sich für etwas kühlere Gegenden (kein Weinbau-Klima)?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 11. Juni 2018, 12:32:29
Danke cydorian!
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 11. Juni 2018, 12:35:30
Also zwei Pflanzen in ein Pflanzloch mit Nährstoffen ohne Ende (bei mir halt Pferdedungpellets), das muss ich mir fürs nächste Jahr merken!

Hier zwar schon viele weibliche Knospen, aber offen sind bisher nur männliche Blüten. Ich verstehe das nicht, wir hatten im Mai fast +3°C und 20% mehr Sonne im Vergleich zu den für Mitteleuropa ohnehin eher guten Mittelwerten. Ok, ich vergesse dass noch erste Hälfte Juni ist, aber jetzt muss bald was geschehen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. Juni 2018, 14:40:26
Welche Sorten eignen sich für etwas kühlere Gegenden (kein Weinbau-Klima)?

Über die Sorten mit ihren Details kommt noch ein Beitrag, ein immer gute Wahl sind kleine Charentais-Melonen. Das ist eine Unterart in der Cantaloupe-Gruppe. Philippus hat schon eine genannt, Petit Gris de Rennes, da kann ich nur zustimmen.

Die männlichen Blüten kommen zuerst, dauert es lange bis auch weibliche erscheinen (die entstehen zuerst an Seitentrieben) kann das auf ungünstige Balance zwischen Nährstoffen und Licht zurückzuführen sein. Gut versorgter Boden, aber Schattenstunden durch ungüstig stehende Gebäude, andere Pflanzen, zu wenig transparente Folien. Ist ein typischer Effekt in Gewächshäusern. Haben sie acht Stunden direkte Sonne?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 11. Juni 2018, 15:02:19
Vielen Dank, cydorian. Dann werde ich mich noch gedulden. Die anderen Beiträge sind schon gespeichert.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 11. Juni 2018, 15:17:15
Zitat von: cydorian link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3103254#msg3103254 date=1528707089]
Wassermelonen sind so oder so erstaunlich lange haltbar, aber als nichtklimakterische Früchte reifen sie nicht nach, nicht nur Süsse sondern auch Aromen bilden sich keine mehr (ausser Gäraroma :-).

Irgendwo hab ich die Tage gelesen, dass sie zwar nicht süßer werden, dafür aber vorhandene Säure verlieren und es einem dadurch vielleicht doch etwas süßer vorkommen kann.

Was selbst geerntete Wassermelonen angeht hab ich zwar erst eine winzige Erfahrung vom letzten Jahr, aber dafür verspeise ich in guten Melonen Jahren sicher über 100Kg während der Hauptsaison im Sommer. Und das "Gäraroma" finde ich dabei furchtbar. Das fängt schon an, wenn das Fruchtfleisch um die Kerne leicht weich und griesig wird und finde ich fast ungenießbar, wenn das Fruchtfleisch um die Kerne anfängt ein zu trocknen und sich Hohlräume bilden. Da sind mir leicht unreife Exemplare, die zu einem Ende auch mal eine leicht weiche, milchige Stelle haben, viel viel lieber. Das alle so auf die absolute Süße scharf sind kann ich auch nicht verstehen. Eine Wassermelone die mir nicht süß genug war hab ich noch nie gehabt. Aber zu süß kommt öfter vor. Gerade diese dunkel gestreiften mit den winzigen schwarzen Kernen und dem festen Fruchtfleisch, hatte ich letzte Woche mal wieder, schmecken mir immer zu intensiv und zu süß.

Mein Problem mit den weiblichen Blüten ist nicht, dass keine kommen, sondern dass sie teils zu früh kamen. An zwei Wassermelonen hatte ich schon nach 15-25cm gleich zwei weibliche Blüten in einer Blattachseln des Haupttriebes. Aber jetzt wo die Pflanzen groß genug sind um zu tragen werden sie viel seltener.
Immerhin blüht heute meine veredelte Melone das erste Mal weiblich. Eine große Blüte mit der bis jetzt größten Kugel darunter, während der Blüte. Sowie so hat die Pflanze die größten Blätter, wenn auch etwas hellere. Beinahe doppelt so groß wie bei den unveredelten Pflanzen.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 11. Juni 2018, 20:48:46
Haben sie acht Stunden direkte Sonne?
Ich verbürge mich nicht dafür, dass alle Melonen 8 Stunden Sonne bekommen, die Hälfte aber (derzeit) wohl schon  ;) An dem Standort gedeihen auch Tomaten und Auberginen (natürlich etwas voneinander getrennt) sehr gut, ich denke also nicht dass es an Sonne mangelt. Ich erkenne auch keinen Unterschied zwischen den ganz sonnig und etwas weniger sonnig stehenden Melonen, eher scheint der Unterschied mit dem Auspflanzdatum in Zusammenhang zu stehen (Um den 12. Mai und dann ca. 14 Tage später). Petit Gris de Rennes soll etwas weniger anspruchsvoll sein was Standort, Wärmesumme und Sonne geht, bilde ich mir ein gelesen zu haben. Generell scheint mir aber Noir des Carmes etwas besser gestartet zu sein. Eine Wärme speichernde Wand kann ich nicht bieten.

Ich habe mir die Pflanzen jetzt noch einmal angeschaut. Weibliche Blüten sind etliche da, man erkennt das ja an der Wulst. Bei einigen sieht man auch schon etwas Gelb, ich denke also dass die ersten bald offen sein werden. Zeit für eine Befruchtung und Ausreifen ist ja noch genug da, wenn Ende Juni nichts geschehen ist, sollte ich mir aber wohl Sorgen machen.

Du hast schon mehrmals erwähnt, dass viele Sorten nicht mehr als 4 oder 5 Früchte tragen. Wieviele Melonen sollte man gleichtzeitig auf der Pflanze lassen bzw. eliminierst du "überschüssige" Früchte?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. Juni 2018, 23:21:59
Das Auspflanzdatum ist immer Roulette. Dieses Jahr hatten frühe Auspflanzungen das grosse Los gezogen, umgekehrt passiert es noch öfter, man zieht den grossen Zonk. Es wird nochmal kalt und das Wachstum steht, dauert auch lange bis es wieder anspringt.

Es wäre genauso normal, wenn die Früchte erst Ende Juni ansetzen, so ist das in den üblichen Jahren. Nur diesmal zischt alles so früh los. Zwischen Blüte und Fruchtansatz dauers auch noch ein paar Tage, ob ein Knoten abgeworfen wird oder ob er zur Frucht heranreift weiss man nicht gleich nach der Blüte.

Früchte knipse ich nie ab. Das macht die Melone selbst. Wenn die Pflanze an die Grenze ihrer Leistung kommt, hört sie auf zu wachsen, wirft neue weibliche Fruchtansätze ab, solange bis die vorhandenen Früchte ausgereift sind. Am meisten Energie verbraucht nicht das süsse Fruchtfleisch, sondern die Bildung der ölreichen Kerne. Diese Überlastungsbremse klappt bei allen Sorten. Es ist nicht so, dass dann nur noch Zwergfrüchte entstehen, Reifeverzögerung oder weniger Aromen. Machen alle Cucurbitae so.

Die Petit Gris de Rennes hatte ich schon oft, letztes Jahr war sie meine Hauptsorte. Das Jahr zuvor hatte sie Startprobleme und Welkepilze, aber das war sicher nicht sortentypisch. Im normalem Gartenboden schaffte sie zwei, höchstens drei Früchte, bei richtig guter Versorgung wars das doppelte. Sie gehört zu den relativ frühen Sorten. Die Reifezeit vieler dieser kleineren Cantaloupes liegt sowieso nah beisammen. Gutes Aroma, gute Fruchtgrösse, keine besonderen Nachteile. Man sollte sie sofort essen, wenn sich der Stiel löst. Modernere Sorten vertragen etwas Lagerung.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: echo am 12. Juni 2018, 00:15:22
Habe sofort nach Petit Gris de Rennes Samen gegoogelt und dabei auf einen Verkäufer mit folgenden Hinweisen gestoßen:

"Meist ist nur geschützter Anbau sinnvoll. Nicht zu stark düngen und wässern, da sonst im Verhältnis zu den Früchten zu viel Blattmasse gebildet wird. Weibliche Blüten befinden sich an den Seitentrieben. Bei Bodenkultur Haupttrieb nach dem 4. Blatt kappen und gegen Fäulnis Brettchen unter die Früchte legen."
https://www.samenhaus.de/zuckermelone-petit-gris-de-rennes-bio-zuckermelonensamen-von-sativa-rheinau/a-534424/

Ich habe zwar bisher noch nie Honigmelonen gehabt, aber die Aussage nicht zu stark düngen widerspricht doch allen bisherigen Hinweisen die ich gelesen habe, oder? Eigentlich heißt es immer, dass die Melonen (auch Honigmelone) viel Dünger, am besten Pferdemist, brauchen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 12. Juni 2018, 08:01:11
Ja, das wird immer wieder geschrieben und abgeschrieben. Probierts aus, testen ist ein guter Weg. Ausprobiert habe ich auch viel und die Ergebnisse davon schreibe ich hier.

Auch das Triebe knipsen. Sonst wird immer geraten, die Seitentriebe nach Fruchtansatz zu kürzen, diesmal zur Abwechslung mal den Haupttrieb. Im kommerziellen Anbau wird übrigens null gekürzt, eng gesetzt, gedüngt bis zum Anschlag und selbst in Südfrankreich ist Dammkultur mit Folienauflage üblich. Egal welche Sorte.

Die Blattmasse schafft überhaupt erst die Voraussetzungen für guten Fruchtansatz. Die zu bekommen ist Hauptziel im nördlichen Anbau. Erst die Blätter bringen die Energie zur Versorgung der Früchte. Viele Blätter, wenig Fruchtansatz ist ein typisches Problem des Gewächshausanbaus, zu wenig Licht, keine UV-B Strahlung.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 12. Juni 2018, 09:05:57
diesmal zur Abwechslung mal den Haupttrieb. Im kommerziellen Anbau wird übrigens null gekürzt, eng gesetzt, gedüngt bis zum Anschlag und selbst in Südfrankreich ist Dammkultur mit Folienauflage üblich. Egal welche Sorte.
Jetzt bin ich etwas irritiert, weil das sämtliche Quellen die ich gesehen habe empfehlen. Es soll ja die Verzweigung und damit eine schnellere Bildung von weiblichen Blüten fördern, was mir einleuchtet. Bei einigen F1 Hybriden soll das hingegen nicht notwendig sein.
Die einzigen 2 Melonen, deren Haupttrieb ich nicht gekappt habe, bestehen im wesentlichen nur aus diesem - inzwischen langen - Haupttrieb, praktisch ohne Verzweigung. Knospen kaum vorhanden ???
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 12. Juni 2018, 13:40:47
Tja, habs schon oft geschrieben und begründet: Ich schneide nichts und habe gute und frühe Erträge mit überdurchschnittlich grossen Früchten. Im Freiland. Egal welche Sorte. Die Diskussion kommt immer wieder, auch hier im Forum, z.B. https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,34328.msg1157728.html#msg1157728

In den Büchern gibts alle Variationen: Nur Haupttrieb schneiden, nur Nebentriebe hinter Früchten schneiden, Nebentriebe ohne Früchte schneiden, beide Triebarten schneiden. Für jede Variation lassen sich Begründungen erfinden. Das wird sich wohl nie ändern und jeder Ratgeber schreibt fleissig vom Anderen ab.

Dabei ist es eigentlich simpel: Einfach selber ausprobieren. Zwei Pflanzen einer Sorte wie PGDR am gleichen Platz unterschiedlich behandeln. Das öfter wiederholen. Früchte zählen, wiegen und verkosten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 12. Juni 2018, 15:50:42
Das mit dem Abschreiben kommt mir auch sehr stark so vor. Ich hatte letzte Woche mal sehr ausführlich das Internet durchsucht, nach Informationen ob und wie man Wassermelonen schneiden sollte. Fast alle halb bis voll professionell wirkenden Quellen von Blogs über Hobbygärtner bis hin zu aufwendig gestalteten redaktionellen Garten Magazinen hatten dabei den immer gleich klingenden Text von wegen nach dem 4-5 Blatt schneiden, Seitentriebe nach dem 3-4 Blatt schneiden, weil nur Seiten-Triebe dritter Ordnung weibliche Blüten hätten,... . Aber Bilder und Videos die den Vorgang oder gar das Ergebnis am Ende zeigen sind nirgendwo zu sehen. Danach hab ich mir englisch sprachige Quellen angeschaut, die teils schon etwas kontroverser über dieses Thema diskutierten aber auch nichts wirklich brauchbares liefern. Sogar ein Youtube Video mit fast einer halben Million Klicks "Watermelon Growing. How to plant, grow and harvest watermelon", welches sehr professionell wirkt, bringt zu dem Thema schneiden exakt die selbe Anleitung mit. Am Ende habe ich dann ein Video (Pruning Watermelon Plants) gefunden, was mir wirklich kompetent und logisch erscheint und stark von dieser Standard Anleitung abweicht. Dabei hat es keine 6000 Klicks. Und zwar hockt dort ein nigerianischer Bio-Bauer auf seinem Melonen Acker, mit der Schere in der Hand, macht es vor und erklärt es schlüssig. Er hat eine schon recht gut gewachsene Pflanze, mit etwa 4 Ranken an denen schon ein paar etwa Golf-Ball große Früchte hängen. Er lässt nur zwei Wassermelonen pro Trieb dran. Nach dem sie angewachsen sind, schneidet er den jeweiligen Trieb dahinter ab. Dann wartet er auf den nächsten Trieb mit zwei Ansätzen und schneidet diesen,... insgesamt lässt er Früchte an einer Pflanze und entfernt später den Rest. Das finde ich alles sehr logisch und nachvollziehbar. Aber wie ich von dir cydorian raus gelesen habe, setzten die Wassermelonen sowie so nur ca. zwei Früchte an und stoßen den Rest ab. Das wird dann wohl der Unterschied zwischen dem nigerianischen und unserem Klima sein. Schon möglich dass es hier besser ist einfach gar nichts zu schneiden, weil ein früher Schnitt die Ernte zu sehr verzögert und ein späterer schnitt die Blattmasse zu sehr mindert die in kühleren Lagen vielleicht mehr benötigt wird als im wärmeren Klima.
Was das ausprobieren und Vergleichen betrifft. Du scheinst ja hauptsächlich Melonen an zu bauen? Ich z.B. hab zwar einen relativ großen Garten, aber der ist auch schon gut mit anderen, erntesichereren Kulturen belegt. Die Melonen musst ich schon ganz schön unter quetschen. Da dann noch vergleichbare Versuchsanpfanzungen zu machen fällt noch Mals deutlich schwerer. Vielleicht in ein paar Jahren, nach dem ich ohne große Experimente ein Mal überhaupt etwas zufriedenstellendes geerntet habe :). Dieses Jahr will ich erst Mal über den köstlichen Tennisball und die zwei Golfbälle vom letzten Jahr (kernarme Costa Rica Supermarktfrucht Abkömmlinge) hinaus kommen  ;D.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 12. Juni 2018, 16:13:36
markoxyz, du irrst  ;D 
cydorian baut jedes (JEDES !) Obst an.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 12. Juni 2018, 18:48:39
Zum Erkenntnisgewinn über eine Methode gehört der Vergleich unter identischen Bedingungen ohne diese Methode. Beweis der Hypothese durch Experiment unter Minimierung von Störvariablen - ein Prüfexperiment, planmässig, wiederholbar, variierbar, messbar. Zeigte das Video, wie eine Reihe seiner Wassermelonen ohne Schnitt fruchten?

In Europa hat sowieso kein Anbauer Zeit, Triebe zu verfolgen und dran rumzuschneiden. Auf den Plantagen wachsen sie schnell teppichartig, unterbrochen nur von den Fahrspuren des Traktors, der Pflanzenschutzmittel ausbringt.

Oder beobachtet wenigstens mal, wie die Cantaloupes eigentlich wachsen. Ich habs schon mal beschrieben: Das vegetative Wachstum der Pflanze stoppt fast ganz in dem Moment, in dem sie ihren ersten Satz Früchte ausbildet und dann an die Versorgungsgrenze kommt, die bestimmt ist von 1. Blattfläche, Assimilationsleistung 2. Nährkraft Boden. Jeder Schnitt würde also nur Bätter einer sowieso kaum mehr wachsenden Pflanze beseitigen und die Versorgung der bereits angesetzten Früchte verschlechtern.

Argumentiert man hingegen, mit einem gekappten Haupttrieb hätte man früher Seitentriebe mit weiblichen Blüten und damit Früchten: Selbst wenn es so wäre, geht das auf Kosten des Ertrages, denn mit weniger Blattfläche / Assimilationsleistung stoppt die Melone die Fruchtbildung bereits bei weniger angesetzten Früchten. Sie kann einfach weniger reifende Früchte versorgen. Ich gewinne bestenfalls ein paar Tage Fruchtreife und bezahle das mit Früchten und Aufwand.

Eben weil der Platz so knapp ist, will ich Maximalerträge. Die Cantaloupe-Melonen haben je nach Jahr etwa 8-12 Quadratmeter, die bringen im Schnitt 30 Früchte im Gewichtsbereich von je 600-1200g. Alles schwankend je nach Jahr, Tendenz steigend weil man einfach ständig optimiert. Die Dinger sind einfach zu gut, da will man mehr. Und früher und länger.

Zitat
cydorian baut jedes (JEDES !) Obst an.

Klar, gleich hol ich noch eine Ladung Ananas vom Acker :-)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 12. Juni 2018, 18:54:03

Klar, gleich hol ich noch eine Ladung Ananas vom Acker :-)
Ich habe nichts anderes erwartet  ;D

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 12. Juni 2018, 20:31:51
Zitat von: cydorian link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3104079#msg3104079 date=1528822119]
Zeigte das Video, wie eine Reihe seiner Wassermelonen ohne Schnitt fruchten?
Nein, seine Melonen fruchten ja zu viel, deswegen geht es um Begrenzung. Der Acker sieht sehr groß aus, die Melonen wachsen auf strohigen Wällen und am Horizont laufen zwei Typen rum die die Methode scheinbar gerade praktizieren. Seine Ernte verkauft er auf dem Markt oder an den Markt (?), und alles spricht dafür, dass er viel Erfahrung und Erfolg damit hat. Bringen soll das ganze gesündere, süßere und aromatischere Früchte mit einer guten Größe, weil sich die Pflanze an diesem Trieb nur noch auf die Produktion der beiden Früchte konzentriert.
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 12. Juni 2018, 23:23:34
Was ich interessant finde ist, dass cydorian den Anbau von Zuckermelonen leichter findet als den von Wassermelonen. Ich habe genau die gegenteilige Erfahrung gemacht. Wassermelonen gelingen bei mir immer, während Zuckermelonen oft Probleme haben vernünftig auszureifen.

Samen für die hochgelobten Chamoe-Melonen habe ich bestellt, aber leider ist die Lieferung aus Korea noch nicht eingetroffen.

Heute habe ich meine Moon and Stars Wassermelone fotografiert. Sie hat schon eine kleine Frucht dran.
(Im Hintergrund sieht man irgendeine Zuckermelone, keine Ahnung welche Sorte, hab mehrere.)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 13. Juni 2018, 10:29:05
Hatte einen Verkäufer aus Italien für eine Chamoe-Sorte, hat gut geklappt. Aus Korea klappte nix. Mehrere Versuche aus den USA liefen mal gar nicht, mal schlecht, mal super. Schlecht bedeutet, nichts keimte. Zu tiefe Temperaturen im Frachtraum eines Flugzeugs? Gut funktioniert hats z.B. mit "Carolina Tropical Seeds"

Super bedeutet, es war eine relativ moderne Sorte, Samentütchen koreanisch beschriftet, Keimrate 90%. Es gibt in Korea auch einen Trend zu mehr Süsse und grösseren Früchten. Als ich die vor Jahren zum ersten Mal auf den Märkten dort probierte, waren sie weniger süss (am süssesten ist das Gelee um die Kerne) und kleiner, heute scheinen mehr Zuckermelonen - Gene eingekreuzt zu sein. Dasselbe gilt für die japanische Variante, Makuwa-Melonen oder Dua Gan. Chamoes sind ein eigenständiger Zweig aus der Melonenfamilie mit eigenem Aroma, die schon vor 2000 Jahren in Nordostasien angebaut wurden.

Die Bedürfnisse im Anbau sind bei bei einer Cantaloupe, aber die ersten Früchte reifen schneller und sie fruchtet folgernd. Die Erträge sind höher. Gegen Blattkrankheiten zeigen sie sich bei mir weniger anfällig, dafür anfälliger gegen Welkekrankheiten. Wenig giessen! Stiel löst sich bei Reife.

Das Aroma ist gradliniger, passt zu mehr Dingen, man kann sie wie Äpfel essen. Aber besser nicht mit dem Typ einer Gelben Kanarischen im Hinterkopf verkosten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 13. Juni 2018, 13:43:21
Danke für die Tipps. Dann werde ich Mal nach Carolina Tropical Seeds suchen. Italienischen Händler habe ich noch keinen gefunden, falls Du da nähere Details hast, wäre ich dankbar.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 14. Juni 2018, 08:34:22
Das war die Sorte "Early Silver Line" (bekannt ältere Standardsorte) über eBay. Es gibt immer wieder italienische Verkäufer, die sie international anbieten. Einfach nach dem Namen suchen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Grüner-Daumen83 am 14. Juni 2018, 08:55:43
Guten Morgen,
ich bin noch Frühling in Sachen Garten,
hatte dieses Jahr aber schon einige Erfolge.

Jetzt hab ich vor ca 15 Tagen auch 3 Wassermelonen gepflanzt.
Die auch schon gereimt sind.
Ich stell mir Jetzt nur die Frage ob ich nicht mächtig zu spät drann bin.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 14. Juni 2018, 09:43:10
Sie reimt sich? Wie denn?

Letztes Jahr warens viele Bohnen,
nun ranken bald die Wassermelonen.

Des Garten Zierde sind die dicken Bollen
die sich erheben aus den braunen Schollen.

Oh hätt ich noch mehr Klone
von dieser göttlichen Wassermelone!


Pflanzung Ende Mai ist nicht zu spät, wenn sie anschliessend gute Bedingungen hat und die Pflanzen gut entwickelt waren. Ausprobieren ist sowieso alles.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Grüner-Daumen83 am 14. Juni 2018, 10:47:20
Na dann werde ich sie hegen und Pflegen und hoffe auf dicke melonen ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 14. Juni 2018, 20:53:55
Danke Cydorian!  :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 15. Juni 2018, 21:17:26
Die Cantaloupe bilden jetzt ihr Netz auf der Schale aus, Schalen werden an der Auflagefläche gelb, Grösse hat 70-80% des Enddurchmessers erreicht.

(https://c2.staticflickr.com/2/1741/28947287988_abfff081a5_o_d.jpg)

Die Kerne werden gebildet, deshalb hat die erste Pflanze das Wachstum nun merklich verlangsamt, jetzt entscheidet sich wieviel Fruchtansätze noch zu Früchten werden können. Vier grössere Früchte und ungezählte Kleine sind an der Nr. 1 dran. Wenn Ende Juni die Reife eintritt, kann sie danach nochmal fruchten. Hält sie dem Krankheitsdruck stand, könnte es dieses Jahr eine Premiere geben und einen dritten Satz Früchte. Sonst warens immer zwei in guten Jahren, einer in normalen Jahren.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 18. Juni 2018, 13:22:11
Unverschämt! :P Meine bringen seit vorgestern die ersten weiblichen Blüten und bei dir gibt es bald reife Früchte. Aber ich will nicht klagen. Dafür, dass ich es das erste Mal probiere, sehen die Pflanzen doch gesund aus und wachsen sehr gut.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 18. Juni 2018, 13:25:36
Meine größte Wassermelone. Die Wassermelonen haben übrigens das Unwetter und die niedrigeren Temperaturen wesentlich schlechter weg gesteckt als die Zuckermelonen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 18. Juni 2018, 13:28:48
Hier die veredelte Charentais, die wenig Blüten aber dafür mehr Blattmasse entwickelt als die Unveredelten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 20. Juni 2018, 20:20:45
Ich hab mal das größte Wassermelonen Blatt gemessen, das ich gefunden habe: 21cm Oberfläche (von der hinteren Rundung bis zur Spitze). Das größte Blatt von der veredelten Wassermelone misst 33cm  ;D. Ganz schöne Wedel. Der Kümmerliche Stängel oberhalb der Veredelungsstele ist zuletzt etwas aufgeplatzt und deutlich in die Breite gewachsen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 20. Juni 2018, 22:16:00
Ich freue mich, dass nun auch an meinen Melonen die ersten Früchte wachsen.  :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 21. Juni 2018, 16:19:26
Jetzt zeigen sich die kommenden Erntemengen, alle Pflanzen haben angesetzt und werfen weitere Fruchtansätze ab (ausser die Chamoe, die fruchten bei gutem Standort und Nährstoffnachlieferung etwas kontinuierlicher). Das sieht man bereits sehr früh, bevor sie geblüht haben:

(https://c1.staticflickr.com/1/891/41127376020_62b72d7eba_o_d.jpg)

Die gelbliche Verfärbung ist eindeutig. Wird abgeworfen. Das hier ist Excelor, eine Galiamelone, Standardsorte im kommerziellen Anbau, die für ihre guten Erträge gerühmt wird. Leicht zu bekommen, mehrere Händler haben sie im Angebot. Ist aber nicht früh, wie gerne erzählt wird, sondern nur mittelfrüh. Diese kommerziellen Sorten sind im Anbau oft keine schlechte Wahl, aber stellen selten die Geschmacksspitze dar. "Cezanne" ist auch so eine Sorte oder "Bari". Sowas kriegt man auch, wenn man im Gartenmarkt Pflänzchen kauft.

Meine Excelor hat fünf bereits recht dicke Früchte angesetzt, bevor sie "jetzt reichts" sagte. Bei den Cantaloupe-Sorten waren es eher weniger wie sonst. Das zeigt, dass ganz frühe Jahre wie dieses zwar frühe Ernte, aber nicht unbedingt grosse Ernte bedeutet. Vielleicht wäre bei moderateren Temperaturen alles etwas weniger hektisch abgelaufen, längeres Wachstum fürs Laub bevor die Fruchtansätze kommen.

Wer leider auch mit Macht kommt, sit die Brennfleckenkrankheit. Wieder mal.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 21. Juni 2018, 21:06:15
Zitat von: cydorian link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3110180#msg3110180 date=1529590766]Das zeigt, dass ganz frühe Jahre wie dieses zwar frühe Ernte, aber nicht unbedingt grosse Ernte bedeutet. Vielleicht wäre bei moderateren Temperaturen alles etwas weniger hektisch abgelaufen, längeres Wachstum fürs Laub bevor die Fruchtansätze kommen.

Wer leider auch mit Macht kommt, sit die Brennfleckenkrankheit. Wieder mal.

Meinst du die Aussagen kann man auch auf Wassermelonen übertragen? Denn dann habe ich bei mir andere Beobachtungen gemacht. Ich habe gerade mehrere sehr unterschiedliche Bedingungen zum Vergleich (und aus Platzmangel) geschaffen. Die "kühler" stehenden ohne Abdeckung und schwarzem Fließ haben nur einen 20-60cm kurzen, kaum noch wachsenden Haupttrieb und fruchten an diesem bereits alle mit je einer Frucht.
Die Pflanzen mit den besten Bedingungen wachsen auf schwarzem Fließ, in einem Lidl Frühbeet Schutztunnel (Lochfolie) mit 3,7x1m. Es sind zwei Pflanzen die von den Enden auf einander zu wachsen und nun Haupttriebe mit über 2,3m Länge, sowie je bis zu 11 längere Seitentriebe haben, die schon wieder selbst Seitentriebansätze zeigen. Vor einer Woche hatten sich die Haupttriebe in der Mitte getroffen und sind nun schon über einen Meter an einander vorbei gewachsen. Beide Pflanzen hatten vor drei Wochen je einen vielversprechenden, gut handbestäubten, Fruchtansatz, der letzte Woche abgeworfen wurde. In der Zwischenzeit kamen nur noch Männliche Blüten, bei der einen Pflanze sehr reichlich, bei der anderen sehr spärlich. Erst jetzt, wo fast die kompletten 3,7m² dicht zu gerankt sind kamen die Tage wieder Weibliche Blüten auf von denen mehrere recht vielversprechend erscheinen. 
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Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 21. Juni 2018, 22:37:48
Wassermelonen reagieren immer anders. Aber um "gute Bedingungen" zu spezifizieren, muss man mit absoluten Zahlen operieren. So habe ich an meiner Hauswandstelle seit Ende April an zwei von drei Tagen über 30°C. Da brennt es wirklich heftig und hell hin, auch indirekt von der weissen Hauswand. Wassermelonen machen da erst lange Wedel, bevor sie gut verzweigen, sie profitieren noch stärker. Die Cantaloupes verzweigen trotzdem früh und setzen auch früher an. Dabei verhalten sich die Sorten innerhalb der Gruppe erstaunlich ähnlich. Richtige Unterschiede gibts nur zwischen den Gruppen, weniger zwischen den Sorten. Cantaloupe (incl. Charentaismelonen), Chamoe, Wassermelonen, Zucker/Honigmelonen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 24. Juni 2018, 10:19:18
Ich kann zwar noch keine Frucht ausmachen, aber hier geht doch etwas weiter. Die Pflanzen sind stark verzweigt und haben bereits viele Blätter, wachsen zügig und messen bereits bie zu 70 cm. Sie sind voller Blüten.
Jetzt tue ich mehr schwer mit Sicherheit männliche und weibliche Blüten zu unterscheiden. Sieht man auf dem Bild am unteren Rand beides nebeneinander?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 24. Juni 2018, 10:54:58
Die einen haben einen dünnen Stiel hinter der Blüte und die anderen schon die Knolle die mal Melone wird.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 27. Juni 2018, 15:28:26
An einem gerade anwachsenden Wassermelonen Frucht-Ansatz von wenigen cm Größe hab ich eine Fraßstelle von vielleicht 4-5mm und 3mm Tiefe. Sollte man den gleich ab machen, oder verwächst sich sowas später?
Ich fürchte das war ein junger Grashüpfer. Im Tunnel hatte ich die Tage schon an einem unbefruchteten Ansatz ein Loch und zwei angefressene Männliche Blüten und hinten drin auf einem Grukenblatt saß ein Hüpfer.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 27. Juni 2018, 17:39:15
Beobachte das mal ein paar Tage, abreissen kannst du die Frucht immer noch. Wenn sich nach ein paar Tagen keine Faulstelle entwickelt, bleibt wahrscheinlich eine rauhe Stelle aber die Wassermelone wächst ansonsten normal. Ich hatte schon Beschädigungen durch Schnecken in diesem Stadium, ging gut. Später in Orangengrösse dann nicht mehr, sie faulte.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 27. Juni 2018, 18:21:13
Ok, danke. Die Stelle ist zum Glück oben und unter der Lochfolie recht gut vor Feuchtigkeit geschützt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 30. Juni 2018, 16:47:11
Meine veredelte hat jetzt schon ein Blatt mit 35cm Fläche :D und die Melone wächst am schnellsten und ist bis jetzt die Größte .
Leider hat sie erst eine angesetzt und neue Blüten gab es in letzter Zeit keine.

Von den vier Pflanzen die zuerst angesetzt hatten wächst nur noch eine weiter, ich fürchte nur, die Früchte wachsen alle nicht mehr weiter. Meine einzige Erklärung dafür wäre, dass ihnen einfach die Blattmasse gefehlt hat. Also nächstes Mal doch die ersten weiblichen Blüten entfernen und die Pflanze erst etwas größer werden lassen, scheint mir nun sinnvoll.
Die drei Pflanzen die schon größer waren und zuletzt angesetzt hatten (2 Wochen später) tragen nun teils schon größere Früchte als die ersten. Und das trotz der kalten, nassen Woche. Nur die Freiland Golden Miget  nicht. Aber deren Endgröße soll auch nur bei 1-1,5Kg liegen. Dafür trägt die Pflanze gleich zwei Früchte. Die deutlich größere am Haupttrieb, obwohl Zeit gleich angesetzt. Von der hab ich auch noch zwei in einem Kübel die auch 1-2 Wochen früher angesetzt hatten, als die Pflanzen noch deutlich kleiner waren. Die wachsen auch nicht mehr weiter und wurden schon deutlich überholt :(. Irgendwo zwischen Golfball und Tennisball Groß.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 30. Juni 2018, 19:35:33
Von den vier Pflanzen die zuerst angesetzt hatten wächst nur noch eine weiter, ich fürchte nur, die Früchte wachsen alle nicht mehr weiter. Meine einzige Erklärung dafür wäre, dass ihnen einfach die Blattmasse gefehlt hat. Also nächstes Mal doch die ersten weiblichen Blüten entfernen und die Pflanze erst etwas größer werden lassen, scheint mir nun sinnvoll.
Die drei Pflanzen die schon größer waren und zuletzt angesetzt hatten (2 Wochen später) tragen nun teils schon größere Früchte als die ersten. Und das trotz der kalten, nassen Woche.

Hmm....
Ich habe einen Haufen Charentais-Melonen, die ich direkt ins Freiland gesät habe.
Diese Pflanzen haben aber noch keine Blüten angesetzt.
Deshalb kann ich nur meine zwei gekauften Charentais-Melonen vergleichen.
Die Pflanze auf dem Bild hat als erste gefruchtet und hat drei recht große Früchte.
Die andere Pflanze hat deutlich später angesetzt und hat fünf Früchte.
Wie bei dir liegen sie bei der zweiten Pflanze größenmäßig zwischen Golf- und Tennisball.
Beide Pflanzen produzieren immer noch weibliche Blüten und Früchtansätze, wobei abzuwarten ist, ob etwas daraus wird.
Bei der ersten Pflanze, auf dem Bild, kann man ganz rechts eine weibliche Blüte / einen neuen Fruchtansatz sehen.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 30. Juni 2018, 22:31:38
Und gesund sind die Pflanzen auch. Bei deinen direkt gesäten Pflanzen: Anfang Juli erster Fruchtansatz geht noch, aber ab Mitte Juli wirds je nach Jahr eng. Von Fruchtansatz bis Ernte dauerts bei Charentais-Sorten rund fünf Wochen, so dass die Vollreife erst in der zweiten Augusthälfte oder noch später erreicht wird. Das kann noch gut gehen, wird aber wackelig. Der Krankheitsdruck ist dann stark, die Sonne steht nicht mehr so hoch, es ist nicht mehr so lange hell, Süsse und Aroma der späten Früchte lassen nach. Hat das Wetter auch noch einen Durchhänger, ist meistens Ende Gelände.

Meine erste Ladung ist fast reif. Den Juni haben sie nicht mehr ganz geschafft. Aber der Krankheitsdruck ist sehr hoch. Die Blätter, die sich die ersten zwei Wochen gebildet haben sind fast alle weg, diesmal war Alternaria am schnellsten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 30. Juni 2018, 22:35:28
Meine sind ja alles Wassermelonen, da verhält sich das wohl auch wieder ganz anders. Drei Charentais-Melonen hab ich zwar auch, aber für die war kein Platz mehr. Zwei davon wurden so von den Zucchini zur Sonne verdeckt, dass sie nur so vor sich hin dümpeln und eine kriegt ein bisschen mehr Licht, ist verzweigt, viel größer und sieht ganz gut aus. Weibliche Blüten hab ich allerdings noch gar keine an denen entdeckt. Deswegen habe ich da keinen Vergleich.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 30. Juni 2018, 23:14:12
Ja, mal sehen, ob es die gesäten Charentaismelonen noch schaffen.
Da ich mit der Anlage des Gemüsegartens beschäftigt war, habe ich den Zeitpunkt verpasst die Melonen vorzuziehen.
Anfang Mai dann die erste, sparsame Aussaat, die aber nicht so recht wollte und ca. zwei Wochen später die nächste Saat. Zwei Tage danach fertige Melonen im Baumarkt entdeckt.  ::)
Ich habe die zwei Charentaismelonen und eine Wassermelone mitgenommen.
Die Wassermelone hatte zunächst nur einen langen Hauptrieb, der inzwischen so lang wurde, dass ich ihn geschrottet habe.
Der wuchs über den Weg in die Kartoffeln und ich muss wohl draufgetreten sein. ::)
Inzwischen hatten sich aber noch zwei andere lange Triebe gebildet.
Bislang konnte ich nur eine Melone entdecken.
Ich bin gespannt, ob sie etwas wird. Die erste Frucht ist nämlich abgefallen.
Ja, gesund sind die Pflanzen bislang. Ich hoffe, es bleibt noch eine Weile so.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 02. Juli 2018, 16:45:16
Die angenagte Wassermelone hab ich gerad entfernt, war weich. Etwa 2/3 Golfball groß. Die Stelle war gut verheilt und ich denke, dass es eher daran lag, dass die Pflanze die Kraft in die große Melone pumpt. Schade, die Pflanze ist so groß und kräftig und das Wetter brennt wie nie,... da hatte ich die Hoffnung, dass die Pflanze ein paar mehr Früchte tragen könnte. Eine Golfball große sieht noch ganz vielversprechend aus und ein kleiner Knubbel sitzt noch dran. Die letzten Frucht-Knospen sind jetzt alle gelb geworden, vor dem aufblühen.

Was ich interessant finde und mir etwas Sorgen macht ist der Wasserbedarf. Bis letzte Woche hatte ich pro Pflanze so 1L Wasser alle paar Tage gegeben und es ging ihnen prächtig, auch bei über 30°C. Nun ist es deutlich kühler als anfangs und die Pflanzen lassen jeden Tag in der Sonne die Blätter mehr hängen. Kriegen sie Wasser stehen sie wieder auf. Am nächsten Tag ist die Erde noch sehr feucht und die Blätter hängen noch mehr,... und so weiter  ::).

Ich habe aber auch immer einen exclusiven Geschmack, alles was schnell geht und gut gelingt mag ich nicht. Und fast alles was ich mag ist kompliziert und anspruchsvoll :P. Karotten, Rote Beete, Radischen, Zucchini, Gurken, Mangold und Tomaten ernte ich schon Körbeweise, mag ich aber alles selbst nicht  ;).
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 02. Juli 2018, 20:38:27
Schön, dass deine Wassermelonen schon angesetzt haben.
Es ist natürlich ärgerlich, wenn bereits wachsende Früchte abgeworfen werden, aber vielleicht überlegt es sich die Pflanze doch noch einmal und setzt weitere Früchte an. Geduld ist die größte Tugend eines Gärtners.

An meinen Wassermelonen habe ich noch keinen Fruchtansatz, nur männliche Blüten. Seitdem das Wetter allerdings passt, kann man ihnen fast beim Wachsen zusehen.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 02. Juli 2018, 20:45:02
Auch die Zuckermelonenpflanzen sind seit dem heißen Wetter regelrecht explodiert. An ihnen habe ich auch 6 Früchte entdeckt.


Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 02. Juli 2018, 20:47:07
Hier eine Pflanze der Emerald Gem mit zwei Früchten. Die Früchte werden jedoch nicht so groß wie im INternet angegeben. Hat jemand bereis Erfahrung mit dieser Sorte und kann etwas über das Fruchtgewicht sagen?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 02. Juli 2018, 21:45:36
Sieht super aus. In dem Stadium waren meine zwei Haupt-Wassermelonen vor knapp über zwei Wochen und hatten zu dieser Zeit gerade angesetzt. Die weiblichen Blüten kommen also bestimmt bald.
Das Honigmelonen Feld sieht aus wie Seerosen, sehr dekorativ. Die Blätter sind optisch viel schöner als die der Wassermelonen  :D.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 02. Juli 2018, 22:07:02
Nett, dass du mir Mut zusprichst.  ;) Hoffentlich beeilen sie sich. Im Oktober habe ich nämlich keine Lust mehr auf Wassermelonen.
 :P

Findest du? Ich finde, sie haben beide was. Die der Zuckermelonen erinnern an Kürbis und die der Wassermelonen sind schön gebuchtet. Zudem gefallen mir die gelben Punkte der Moon&Stars.

Welche Wassermelonensorte hast du? Wenn du schon vor zwei Wochen Fruchtansätze hattest, wann hattest du deine Pflanzen ausgesetzt?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 03. Juli 2018, 16:21:32
Och, ich könnte das ganze Jahr über Wassermelone futtern. Aber außerhalb der Saison sind sie mir einfach zu teuer und je teurer sie sind desto weniger werden sie gekauft und desto überlagerter sind sie. Btw., die Melonensaison geht in den Supermärkten gerade so richtig los, sind diese Woche in vielen Märkten im Angebot und die Kilo-Preise für Wassermelonen sind seit letzter Woche bei 0,49€ angekommen  :D.

Ich hab bei der Sorten-Auswahl (bobby-seeds) sehr auf Formulierungen wie "sehr früh" und "frühste" geachtet. Und auf eine breite Größen-, Form- und Farbauswahl: Golden Midget, Early Moonbeam, Rosario F1, Tendergold und Viking F1. Die Charentais-Melonen-Krüppel sind die Sorte "Murrmel" aus einem Samentauschpaket.

Ausgesetzt hatte ich sie "erst" irgendwann im letzten Mai-Drittel. Ich baue hauptsächlich Chilis an und zusätzlich noch diverses anderes Zeug und dass hatte erst Mal so 2-3 Wochen gedauert bis ich Zeit und Platz für die Melonen gefunden hatte. Außerdem hatte ich dem Wetter noch nicht ganz getraut um sie früher aus zu pflanzen, was ja dieses Jahr super geklappt hätte, siehe cydorian. Die dumme Wettervorhersage hatte aber auch bis nach Mitte Mai immer noch unter 5°C Nächte angesagt, die dann aber doch nicht kamen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 05. Juli 2018, 12:51:33
Also ganz so abhängig bin ich (noch?) nicht.  ;)

So sieht es aus. Regional und saisonal einkaufen ist gut für deinen Geldbeutel und deine Geschmacksknospen. Mein Nachbar kauft im November des öfteren Spargel aus Chile oder Erdbeeren aus Israel. Den Spargel habe ich sogar schon probiert. Verstehe nicht, warum man so etwas kauft. Die Erdbeeren braucht ich erst gar nicht testen, weil die genauso viel Farbe wie die Spargeln hatten.

Aber ich sage immer. "Jeder so wie er es verdient, ehem sry, mag. 

Das war wahrscheinlich keine schlechte Idee. Welche der Sorten hat denn zuerst angesetzt?

Hör mir auf mit der Wettervorhersage. Die Pfeifen meldeten gestern bis mittags um 12 Uhr keinen REGEN. Um 13:45 fing es aber nicht nur zu schütten sondern auch zu blitzen und zu stürmen an. Heute ist Hagel vorhergesagt. Kann ich nur hoffen, dass sie ihrem Prinzip treu bleiben.  :P
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 05. Juli 2018, 16:45:51
Ich mag die Wassermelonen aus Costa Rica sehr gerne. Die gab es die letzten Jahre um Ostern rum recht gut und relativ günstig bei Rewe im Angebot. Und die Süd-Amerikaischen und Südafrikanischen Abate Fetel Birnen, wenn es keine aus Italien mehr gibt.

Ich denke, die lagen alle recht dicht beieinander und es war eher vom Standort und den Bedingungen abhängig als von der Sorte. Die Pflanzen die zuerst angesetzt hatten, waren wie gesagt wohl noch zu klein dafür. Je kleiner die Pflanze (Blattmasse, Trieb-Anzahl und -Länge) beim Ansetzten, desto kleiner die Endgröße der Melone. Also müsstest du eine gute Chance auf große Früchte haben  :)
Welche Moon & Stars hast du denn? Da gibt es wohl verschiedene: rund, länglich, gelb-fleischig,... . Die scheinen aber auch generell recht spät und schon etwas größer zu werden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Anomatheca am 05. Juli 2018, 21:23:42
Ich versuche es dieses Jahr zum eresten Mal mit Melonen. Die Wassermelone `Sugar Baby´hat jetzt 1 Frucht von etwa 20 cm Durchmesser. Wie kann ich feststellen, wann sie erntereif ist?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 05. Juli 2018, 23:42:31
Für mich auch alles noch Theorie. Letztes Jahr hatten meine ~Golf bis 2x Tennisball großen Früchte eine für mich perfekte Reife, nach dem die jeweiligen Pflanzen einige Tage lang schon komplett tot aussahen.
Ich glaube die meisten Menschen sind ungeduldig und ernten eher zu früh und somit unreife Melonen. Überreife scheint schon deutlich seltener vor zu kommen.
Deine Sorte sollte ab Fruchtansatz wohl etwa 45 Tage brauchen. Weißt du, wann sie geblüht hatte? Eine andere Angabe wäre 80-90 Tage ab Aussaht. Wobei ich da eher skeptisch bin und denke, dass durch das Vorziehen diese Angabe recht schwammig wird. 
Optisch soll die Fläche auf der die Melone aufliegt wohl unreif weiß aussehen, reif blass gelb und überreif tief gelb.
Der Fruchtstiel über den die Melone versorgt wird müsste trocken werden und evtl. erste Ranken auch (?).
Man kann auch klopfen, wobei ich da etwas Angst hätte, die Melone dabei versehentlich ab zu trennen. Denn um den Klang zu erzeugen müsste man sie in eine Hand nehmen und mit der anderen mit dem Fingerknochen etwas drauf klopfen. Üben kann man das ganz gut im Supermarkt. Über all liest man sie sollte hohl und tief klingen. Ob sie frisch anders klingen als im Supermarkt glaub ich nicht, mir sind sie dann schon viel zu weit. Ich suche immer nach einem hohen, hohlen Klang mit Echo. Kein Echo bzw. hoher dumpfer Klang = unreif, hoher hohler Klang = gerade reif, je tiefer der Ton wird, desto reifer, tiefer dumpfer Klang = innerlich schon am verrotten. Wobei dass auch von der Größe abhängt, je größer desto tiefer der Klang. Ob man Melonen unter 2,5-3 Kilo so überhaupt bewerten kann weiß ich nicht.

Du kannst auch noch mal im Topic 13043.0 nachlesen oder auf erfahrenere Antworten warten  ;)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 06. Juli 2018, 04:26:49
Was ich interessant finde und mir etwas Sorgen macht ist der Wasserbedarf. Bis letzte Woche hatte ich pro Pflanze so 1L Wasser alle paar Tage gegeben und es ging ihnen prächtig, auch bei über 30°C. Nun ist es deutlich kühler als anfangs und die Pflanzen lassen jeden Tag in der Sonne die Blätter mehr hängen. Kriegen sie Wasser stehen sie wieder auf. Am nächsten Tag ist die Erde noch sehr feucht und die Blätter hängen noch mehr,... und so weiter  ::).

Haben sich die Pflanzen erholt? Ich hatte auch schon einmal solche Symptome, vor einigen Jahren, meine mich zu erinnern, daß es an den Wurzeln lag.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 06. Juli 2018, 09:47:51
Täglich giessen ist schlecht. Wenn die Pflanze dann noch mehr schlappt, sind es Wurzelpilze. Melonen kann man leicht togiessen. Alle. Egal ob Wasser- oder Cantaloupemelone. Ganz schlecht ist dauernd wenig Wasser. Besser alle paar Tage eine gute Ladung. Auf gutem Boden sind sie sowieso sehr trockenverträglich. Ich habe die Meisten trotz Hitze und anhaltender Trockenheit noch nicht mal gegossen. Die im Pferdemist sowieso nicht. Bei den danebenstehenden Kürbissen musste ich das schon seit zwei Wochen machen.

Etwas Anderes sind schlappe Blätter bei Hitze und voller Sonne. Dann kommt die Pflanze oft nicht mit dem Wasser Nachliefern aus dem durchaus feuchten Boden nach, trotz guter Versorgung. Schwere Böden sind da besonders schwierig. Das geht jetzt Anfang Juli sogar so weit, dass die Blätter geschädigt werden. Mehr giessen nutzt da nichts.

Die Reife von Wassermelonen ist jedes Jahr mehrmals Thema und es gibt auch endlos flache Videos dazu. Ich will noch einen Punkt zu den bereits vielen gesagten Punkten hinzufügen: Wassermelonen bremsen ihr Wachstum ebenso wie Zuckermelonen, wenn sie Früchte ausbilden. Die fettreichen Kerne zu bilden kostet besonders viel Energie. Ist dieser Vorgang abgeschlossen und die Melone reif (an Pflanzen mir knappem Fruchtansatz), werden neue Fruchtansätze nicht mehr abgeworfen und die Ranken wachsen wieder. Man kann also auch durch Beobachten der Pflanze die Reife der ersten Früchte feststellen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 06. Juli 2018, 17:52:49
Wassermelonen bremsen ihr Wachstum ebenso wie Zuckermelonen, wenn sie Früchte ausbilden. Die fettreichen Kerne zu bilden kostet besonders viel Energie. Ist dieser Vorgang abgeschlossen und die Melone reif (an Pflanzen mir knappem Fruchtansatz), werden neue Fruchtansätze nicht mehr abgeworfen und die Ranken wachsen wieder. Man kann also auch durch Beobachten der Pflanze die Reife der ersten Früchte feststellen.
Danke für diesen Tipp!
Mir ist aufgefallen, dass die Charentaismelonen, nachdem sie je drei, bzw. vier Früchte ausgebildet haben, nur noch reichlich männliche Blüten ausbilden.
Meine Wassermelone hat es inzwischen auch geschafft Früchte zu produzieren, nachdem die ersten beiden abgeworfen wurden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 06. Juli 2018, 20:21:13
Zitat von: michaelbasso link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3119042#msg3119042 date=1530844009]
Haben sich die Pflanzen erholt?
Schwer zu sagen. Die in den 25L Kübel eher nicht. Aber da war schon früh genug zu sehen, dass das generell nichts wird. Schade, denn das hätte mein Platz Problem in Zukunft gelöst. Ausreichend sonnige Rasenfläche hätte ich dafür. Nur die zwei Golden Midget sind zwar mit Tennisball Größe deutlich hinter ihrer eigentlichen Endgröße von 1-1,5Kg geblieben, die stehen aber unter identischen Bedingungen und denen geht es gut.
Bei meinen zwei Prachtpflanzen im Frühbeet Tunnel hab ich die Tage nach und nach je so 5-6 der ersten Blätter entfernt, dass waren die die am meisten hingen und die wurden gelb und kränklich. Heute war es überwiegend wolkig und nicht so heiß, da ging es denen sichtbar besser.

@cydorian: Bei einfach ignorieren und gar nicht gießen hätte ich jetzt irgendwie Angst, dass die schönen großen Fruchtansätze irgendwann anfangen zu welken oder frühzeitig ihr Wachstum einstellen, wenn die Pflanzen zu sehr durchhängen. Die Erde ist eine Mischung aus den leichtesten Sorten die ich finden konnte, geschichtet mit Kompost. 
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 06. Juli 2018, 22:51:35
@cydorian: Bei einfach ignorieren und gar nicht gießen hätte ich jetzt irgendwie Angst, dass die schönen großen Fruchtansätze irgendwann anfangen zu welken oder frühzeitig ihr Wachstum einstellen, wenn die Pflanzen zu sehr durchhängen.

Guck sie dir mal genau an. Die Welke aufgrund von Wurzelfäule hat noch mehr Symptome. Ich hab hier ein charakteristisches Bild davon. Schlappen aufgrund Wassermangel sieht anders aus.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 08. Juli 2018, 12:17:41
Zuckermelone Edonis im Foliengewächshaus..... es wird.... :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. Juli 2018, 14:18:06
Die Blätter links sehen ein bisschen nach Spinnmilbenbefall aus. Nimm mal eine Lupe und guck sie dir vergrössert an.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 08. Juli 2018, 15:11:31
Spinnmilben sind in diesem Jahr ein besonders großes Problem, zumal zu Füßen meiner Melonen Auberginen wachsen, die ja Spinnmilben-Magnete sind  ::) Dazu noch diese staubtrockene Dürreluft  :P

Ich gieße - fast täglich - meine Auberginen von oben auf die Blätter und zerstöre so die täglich neu gebildeten Milbennetze... :-X

Aber bis jetzt geht es den Melonen gut und ein richtig gutes Hausmittel gegen Spinnmilben kenne ich eh nicht  :(

Aber Danke für den Hinweis  :D

Möge der Regen mit uns sein, auch wenn die Wetterprognose nichts im Angebot hat b.a.w.  :'(
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. Juli 2018, 17:51:08
Vorsicht! Spinnmilben im Gewächshaus überschreiten bei cucurbitae schnell die Katastophengrenze.
Auberginen habe ich übrigens auch im Gewächshaus und nutze sie als Zeigerpflanze, denn dort treten Spinnmilben immer zuerst auf und dort sind sie auch leichter zu entdecken. Normalerweise befallen sie anschliessend zuerst die Gurkengewächse (Melone und Gurken sind gleich attraktiv), danach sind Tomaten und Paprika dran.

Netze zerstören nutzt nichts. Ist der Befall erst im Anfangsstadium, nehme ich Niemöl. Das ist leider aufwendig, denn es wirkt nur gegen das Jungstadium der Spinnmilben. Man muss also einige Wochen alle paar Tage ziemlich konsequent behandeln. Die Alttiere erwischt man sowieso nicht mehr, aber die jeweils neu geschlüpfte Jungtiergeneration.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 08. Juli 2018, 21:28:51
@cydorian:
Was machen eigentlich deine Melonen?
Einige müssten doch bald schon erntereif sein.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. Juli 2018, 22:26:53
Die diversen Cantaloupes gehen ihrer Reife entgegen. Erstaunlich dieses Jahr ist, dass die ersten Früchte aussergewöhnlich gross sind, deutlich grösser und schwerer wie es sortentypisch ist. Richtige Bomben. Bei allen Sorten. Aber sie wachsen jetzt nicht mehr. Diese letzte Phase zwischen Ende des Fruchtwachstums und Vollreife dauert mindestens zwei Wochen. Demnach müsste es bald so weit sein. Im Laufe der nächsten Woche. Ich stehe bereit :-)

Falscher Mehltau ist dieses Jahr nicht ganz so bedrängend, bis jetzt, dafür sind die ältesten Blätter alle schon den Alternaria-Tod gestorben. Leider auch einige Triebe. Das habe ich aber mittlerweile im Griff.

Bei den Wassermelonen müsste Eine eigentlich auch schon reife Früchte bringen, aber die Früchte wachsen und wachsen und wachsen. Das warmsonnige Wetter wird von denen offenbar etwas zur Frühreife genutzt, mehr aber zu mehr Frucht. Nächste Woche schneide ich eine mal auf, keine Lust noch länger zu warten. Zwei der Wassermelonenpflanzen kümmern wieder mal, Gründe unbekannt. Bei einer vermute ich einen Wurzelpilz, könnte sein dass ich da zu eifrig gewässert habe. Der Boden ist da sehr flach, da war die Angst wegen Trockenschäden grösser.

Die Chamoe-Melonen wachsen wie gewohnt stetig weiter, trotz reichem Fruchtansatz. Sie wachsen nicht stärker wenn es warm ist aber auch nicht schwächer wenn es kühler ist. Und fruchten herrlich folgernd. Nicht wie bei vielen Cantaloupes, wo man vier Früchte pro Pflanze hat die dann alle innerhalb von zwei Tagen vollreif werden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 08. Juli 2018, 23:13:53
Auf wie viel Kilo schätzt du deine Wassermelonen zur Zeit? Irgendwie sehe ich bei mir kein Wachstum mehr, bei vielleicht 2-3 Kilo :(. Ich hoffe mal das täuscht und sie wachsen doch noch.
Nur meine Freiland Golden Midget, die einzige Pflanze die zwei Melonen hervorgebracht hat, die könnte mit geschätzten 0,8 und 1,5 Kg die Endgröße von 1-1,5 Kg treffen  ::).

Spinnmilben hatte ich letztes Jahr das erste Mal überhaupt. An einer verkrüppelten Topf Wassermelone im Folientunnel. Neemöl hatte nichts gebracht und der Befall zog sich Wochen lang hin. Auf 18m² standen ca. 50 Chili und Paprika und ein paar Tomaten, eine Gurke und ein paar andere Kräuter und Gemüse Gewächse. Obwohl die ganze Melone am Ende quasi unter den Viechern begraben war waren sie brav da drauf geblieben und haben alles andere in Ruhe gelassen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. Juli 2018, 10:46:53
Kaum spricht man davon, passierts... meine Melonen lesen wohl hier im Forum mit :-) 9.7. ist es nun geworden, wenige Tage später wie meine Schätzung aufgrund des Zeitpunkt des Fruchtansatzes.

Heute früh ging also die erste wie von selbst vom Stiel ab. Eine der schönsten Eigenschaften der Cantaloupes, der eingebaute Reifeanzeiger. Hier der Nabel, ohne Riss, nur oben war eine etwas korkige Stelle:

(https://c1.staticflickr.com/1/922/41484450280_dffcd73511_o_d.jpg)

Was da oben rausdrückt, schmeckt süss. Hier die Frucht, deutlich über 1kg:

(https://c1.staticflickr.com/1/835/43293988981_ce49159968_o_d.jpg)

Ist die Sorte "Stellio", nichts besonderes, eine der unzähligen typischen modernen Sorten wie sie für den Hausgarten abgeboten werden. Die sind alle recht ähnlich. Ich habe sowas immer im Sortenspektrum, denn die frühe Reife und ein paar Resistenzen machen sie im Anbau etwas sicherer. Haltbarkeit ist gewöhnlich recht gut, Aroma normalerweise mit Abstrichen im Vergleich zu den Liebhabersorten. Süss sind sie alle, aber das charentaistypische Moschusgewürz nicht so konzentriert. Aber immer noch viel, viel besser wie alles aus dem Verkaufsregal. Ich werde sie erst morgen anschneiden, aber man merkt schon jetzt am Duft, dass sie da keine Ausnahme ist.

Die grösste Wassermelone liegt tief im Vlies unter Ranken, kaum zu heben, schwer zu schätzen. Werde mal den Durchmesser messen, dann kann man auf das Gewicht schliessen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 09. Juli 2018, 18:05:11
Vorsicht! Spinnmilben im Gewächshaus überschreiten bei cucurbitae schnell die Katastophengrenze.
Auberginen habe ich übrigens auch im Gewächshaus und nutze sie als Zeigerpflanze, denn dort treten Spinnmilben immer zuerst auf und dort sind sie auch leichter zu entdecken. Normalerweise befallen sie anschliessend zuerst die Gurkengewächse (Melone und Gurken sind gleich attraktiv), danach sind Tomaten und Paprika dran.

Netze zerstören nutzt nichts. Ist der Befall erst im Anfangsstadium, nehme ich Niemöl. Das ist leider aufwendig, denn es wirkt nur gegen das Jungstadium der Spinnmilben. Man muss also einige Wochen alle paar Tage ziemlich konsequent behandeln. Die Alttiere erwischt man sowieso nicht mehr, aber die jeweils neu geschlüpfte Jungtiergeneration.


Ich habe jedes Jahr Probleme mit Spinnmilben an den Auberginen und auch die Melonen bekommen einige davon.
Aber bis jetzt habe ich trotzdem immer reichlich geerntet.

Spritzen tue ich nicht. Was nicht gedeit, fliegt raus  ;)

Aber Danke für die Info, deshalb mag ich dieses Forum so  :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. Juli 2018, 21:06:32
Spinnmilben haben mir schon Gurken und Melonen im Gewächsraus restlos zerstört. Es fängt langsam an, aber spätestens im September ist dann Zapfenstreich für die Pflanzen. Das ist im Gewächshaus doppelt ärgerlich, geht es doch gerade darum die Saison zu verlängern.

Wassermelone habe ich vorhin abgemessen. Das Fruchtellipsoid hat einen Rauminhalt von etwa sieben Litern wenn ich Länge und Breite richtig vermessen habe. Das wird wohl auch so etwa das Gewicht in Kilo sein, 1 Liter Wasser = 1kg. Luft ist sicher nicht so viel drin.

Und die Stellio ist gegessen. Süss schon, 55° OE, aber ziemlich mässiges Aroma. Wenn die weiteren Früchte dieser Sorte auch so sind, wirds beim einmaligen Anbau bleiben.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Roeschen1 am 09. Juli 2018, 21:32:13
Vorsicht! Spinnmilben im Gewächshaus überschreiten bei cucurbitae schnell die Katastophengrenze.
Auberginen habe ich übrigens auch im Gewächshaus und nutze sie als Zeigerpflanze, denn dort treten Spinnmilben immer zuerst auf und dort sind sie auch leichter zu entdecken. Normalerweise befallen sie anschliessend zuerst die Gurkengewächse (Melone und Gurken sind gleich attraktiv), danach sind Tomaten und Paprika dran.

Netze zerstören nutzt nichts. Ist der Befall erst im Anfangsstadium, nehme ich Niemöl. Das ist leider aufwendig, denn es wirkt nur gegen das Jungstadium der Spinnmilben. Man muss also einige Wochen alle paar Tage ziemlich konsequent behandeln. Die Alttiere erwischt man sowieso nicht mehr, aber die jeweils neu geschlüpfte Jungtiergeneration.
Hast du schon mal Raubmilben ausprobiert, das nutzen auch gewerbliche Gärtner.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. Juli 2018, 22:36:22
Alles schon gemacht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 10. Juli 2018, 14:56:40
Es fängt langsam an, aber spätestens im September ist dann Zapfenstreich für die Pflanzen. Das ist im Gewächshaus doppelt ärgerlich, geht es doch gerade darum die Saison zu verlängern.



Mitte/Ende September ist bei mir im GH auch Schluss mit Gurken und Melonen und sicherlich sind auch Spinnmilben daran schuld...Aber zu diesem Zeitpunkt habe ich von beiden schon genug gegessen und dann entferne ich die Pflanzen und pflanze etwas anderes, wie z.B. vorgezogene winterharte Zwiebeln, die ich dann im Frühjahr ernte.
Insofern benutze ich meine 2 GH schon auch als Saisonverlängerung, aber nicht nur basierend auf Gurken und Melonen.

Um nicht ganz OT zu werden hier ein aktuelles Foto von "Gelbe Kanarische Honigmelone Melone Giallo Canaria 3".  Mal schauen..... soll lagerfähig sein.... das schäbige Blatt bitte ignorieren  ;)

Grüße



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 10. Juli 2018, 16:47:08
Die ist wirklich lagerfähig, hatte ich auch mal. Aber Vorsicht, die darf man dafür nicht zu spät ernten. Vollreif schmeckt sie zwar sehr gut (das Fruchtfleisch kriegt einen rosa Schimmer), aber sie wird schnell überreif. Da ist der Erntezeitpunkt wichtig.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 10. Juli 2018, 18:06:26
Bei mir kommen jetzt auch endlich ein paar Zuckermelonen-Früchte.

Die Chamoe-Samen aus Italien sind vor etwa zwei Wochen bei mir eingetroffen und sind gerade am Keimen. Keine Ahnung ob das noch was wird, aber probieren kann ich es ja mal.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 10. Juli 2018, 18:07:34
Die ist wirklich lagerfähig, hatte ich auch mal. Aber Vorsicht, die darf man dafür nicht zu spät ernten. Vollreif schmeckt sie zwar sehr gut (das Fruchtfleisch kriegt einen rosa Schimmer), aber sie wird schnell überreif. Da ist der Erntezeitpunkt wichtig.


Seeeehr interessant!! Und wann genau sollte ich ernten? Äußere Merkmale?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 10. Juli 2018, 18:10:15
Bei den Wassermelonen tut sich deutlich mehr, da haben fast alle Pflanzen (verschiedenste Sorten) Früchte mit so etwa 15cm Durchmesser dran. Das wird eine super Ernte.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 10. Juli 2018, 19:01:02
Bei mir ist es genau umgekehrt.
Ich habe nur eine einzige Wassermelone, bei der ich bislang nur eine einzige Frucht entdecken konnte.
Nach verhaltenem Wachstum wächst das Teil nun wie blöd und überwuchert nicht nur die Charentais-Melonen, die rechts und links daneben wachsen.
Ich hoffe, dass sich an der Pflanze bald mehr Früchte zeigen und damit auch das Wachstum begrenzt wird.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 10. Juli 2018, 20:52:45
Von sieben Kilo kann ich nur träumen. Ich hab vorgestern mal vorsichtig die Waage unter ein paar geschoben und die schwerste lag bei 2,3 Kg. Insgesamt alle so etwa am unteren Punkt meiner Schätzungen. Nicht so einfach mit der Waage zu hantieren, jetzt kann ich aber am Wochenende mal kontrollieren obs Tatsächlich das Ende ist, oder sich noch was tut  :-\.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 10. Juli 2018, 21:56:18
Und wann genau sollte ich ernten? Äußere Merkmale?

Das Hauptproblem dieser Sorte ("gelbe Kanarische", der Inbegriff der Honigmelone) ist der Stiel, der sich im Gegensatz zu fast allen Cantaloupe-Melonen nicht bei Reife löst. Das Ding bleibt also dran. Im Endergebnis hatte ich Melonen, die bereits überreif waren und verdarben, sehr reife Melonen und gerade so Reife.

Der Reifezustand zeigt sich am Besten an der Schale. Die Furchen der Schale nehmen zum Schluss hin deutlich zu. Man muss sie ernten, wenn das gerade beginnt d.h. der Übergang von glatter zu gefurchter Schale stattfindet. Die Schale wir ddann auch härter, fast schon verholzend. Typische Überreifezeichen sind Verfärbungen an der Schale an der Auflagefläche. Dafür wird sie bei Vollreife immer anfälliger. Innen wird sie dann gelborange und weicher. Dann kriegt sie auch mehr Aroma, ist aber halt nicht mehr haltbar. Typische Kommerzsorte, ich baue sie nicht mehr an. Braucht auch zu lange für gute Reife. Im Gewächshaus grosse Pflanzen, geringe Erträge. Bereits in Südfrankreich lohnt sich der Anbau nicht mehr.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 11. Juli 2018, 06:03:00
Oh super, dann weiß ich ja jetzt Bescheid  :D

Ich "muss" immer was Neues ausprobieren und was klappt, bleibt.... und wenn nicht, dann ist Platz für neue Versuche.

Im Moment ist das ja noch ein kleines Melönchen, aber sobald sie umfärbt, lese ich mir nochmal genau deine Beschreibung durch  :)


Grüße


Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rüttelplatte am 11. Juli 2018, 17:20:26
Ich hab mal eine vielleicht blöde Frage, aber in letzter Zeit lese ich öfter das es männliche und weibliche Wassermelonenfrüchte gibt. Meiner Meinung nach ist das ein Irrtum aber was sagt die Fachwelt?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. Juli 2018, 18:37:09
Es gibt männliche und weibliche Blüten an allen Melonen. Die Früchte wachsen aus den weiblichen Blüten. Jede Pflanze hat beides, d.h. Melonen sind monözisch, einhäusig.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 12. Juli 2018, 13:03:48
Ich mag die Wassermelonen aus Costa Rica sehr gerne. Die gab es die letzten Jahre um Ostern rum recht gut und relativ günstig bei Rewe im Angebot. Und die Süd-Amerikaischen und Südafrikanischen Abate Fetel Birnen, wenn es keine aus Italien mehr gibt.

Ich denke, die lagen alle recht dicht beieinander und es war eher vom Standort und den Bedingungen abhängig als von der Sorte. Die Pflanzen die zuerst angesetzt hatten, waren wie gesagt wohl noch zu klein dafür. Je kleiner die Pflanze (Blattmasse, Trieb-Anzahl und -Länge) beim Ansetzten, desto kleiner die Endgröße der Melone. Also müsstest du eine gute Chance auf große Früchte haben  :)
Welche Moon & Stars hast du denn? Da gibt es wohl verschiedene: rund, länglich, gelb-fleischig,... . Die scheinen aber auch generell recht spät und schon etwas größer zu werden.

Ich hatte gestern eine kleine Wassermelone aus Spanien, die enttäuschend war. Die Frucht war noch nicht ausgereift. Für 3-4 Wassermelonen - Daiquiri hat sie aber getaugt.  :P

Nach den südafrikanischen Abate Fetel Birnen halte ich mal Ausschau.

Das ergibt natürlich Sinn. Habe das auch bei einer Emerald Gem beobachten können. Die Pflanze war noch relativ klein als sie die beiden Früchte ansetzte. Im Gegensatz zu den anderen, bleiben sie klein. Aber die Größe ist ja weniger entscheidend. "Es muss Schmegge" wusste schon Dieter Krebs.  :P

Welche ich habe, kann ich dir nicht sagen. Die Früchte sollen länglich und innen rot sein. Eine spezifische Züchtung (z.B. von Doren) stand nicht in der Beschreibung.

Seit vorgestern habe ich weibliche Blüten entdeckt, von denen eine anscheinend befruchtet wurde. Interessant ist aber, dass die Honigbienen nur die Zuckermelonenblüten anfliegen. Bei den Wassermelonenblüten finde ich nur Bienen im Miniformat. (Furchenbiene)

Was machen deine Melonen? Haben sie sich entschlossen weiter zu wachsen?

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 12. Juli 2018, 13:07:22
Das Wachstum ist derart ausgeprägt, dass die Pflanzen nun schon auf den Weg wuchern. Wahnsinn wie die in einer Woche gewachsen sind.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 12. Juli 2018, 13:56:34
Ich hoffe, die Begrenzung erfüllt, zumindest bei Dunkelheit, ihren Sinn.  :P
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 12. Juli 2018, 15:17:53
Der Platz sieht gut aus, wenn er auch gut sonnig ist. Solche Mauernecken sorgen oft für weniger Tau Nachts, das ist sehr wertvoll. Man sieht auch, dass sie schön gesund sind. Neben die Wedel solltest du auch Steine legen, damit bei den nächsten Windböen nicht alles weggefegt wird und junge Früchte über die Betonsteine schrappen. Ich würde sie auch am Ende abschneiden, besser das wie wenn einer mal drüberfährt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 12. Juli 2018, 16:27:23
Na, dann geht es ja los wie geschätzt. Da meine Melonen hauptsächlich abgedeckt stehen hab ich nichts den Bienen/ dem Zufall überlassen und jede gesichtete Blüte mit einem feinen, weichen Pinsel selbst bestäubt. Aber bei diesem herrlichen Urwald (:o) wird die Bestäubung bei dir bestimmt keine Probleme machen.
Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sie jetzt bei dem kühleren, feuchteren Wetter noch etwas gewachsen sind. Das kann aber auch täuschen, weil sie nach dem Wiegen etwas anders liegen. Vielleicht hatten sie Hitze-Stress. Mit so einer brennenden Monate Langen Dürre hatte ich ja nicht gerechnet, als ich das schwarze Fließ verlegt und die Folie drüber gespannt hatte :-\. Am Wochenende wiege ich noch mal nach, dann weiß ich es genau.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rüttelplatte am 12. Juli 2018, 17:10:08
Es gibt männliche und weibliche Blüten an allen Melonen. Die Früchte wachsen aus den weiblichen Blüten. Jede Pflanze hat beides, d.h. Melonen sind monözisch, einhäusig.
Das es männliche und weibliche Blüten gibt war mir bekannt, aber die Frage war ja nach Früchten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 12. Juli 2018, 17:37:20
An den weiblichen Blüten wachsen die Früchte, an den männlichen wachsen keine Früchte. So etwas wie männliche oder weibliche Früchte gibt es nicht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rüttelplatte am 12. Juli 2018, 18:30:40
Danke, das bestätigt meine Erkenntnisse.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 12. Juli 2018, 20:15:22
@cydorian: Bei mir im Garten ist das immer ein Kompromiss. Es ist durch die Doppelgarage und der Scheune alles ziemlich verwinkelt, weshalb mein Obst und Gemüse vor Wind geschützt ist. Dafür muss ich allerdings mehr Schatten in Kauf nehmen.

Die Wassermelonen haben den sonnigsten Platz mit sieben Stunden Sonne. Tau ist mir im Garten noch nie aufgefallen. Dein Tipp habe ich gleich beherzigt und halbe Knochensteine um die Ranken gelegt.

Wie geht es deinen Pflanzen? Alles noch fit?

@markoxyz:

Ja, hast mit deinem Tipp voll ins Schwarze getroffen. 

Da hat man sich die Yogastunde auf jeden Fall gespart, wenn es genug Blüten waren.  :P Ich frage mich nur, was die Nachbarn denken, wenn sie uns kniend im Blätterwerk sehen?  :D
Wie war deine Ausbeute beim Bestäuben?


Mittlerweile sehe ich nicht mehr, welche Ranke zu welcher Pflanze gehört. Ich hoffe, sie zügeln sich langsam, weil mir der Platz in alle Richtungen ausgeht.

Das feuchte Wetter hat meinen Zuckermelonen auf jeden Fall gut getan, was ich am Zuwachs der Früchte sehen konnte. Ich drück dir die Daumen und hoffe, dass du mit deiner Vermutung richtig liegst.

Benachrichtigung ist erwünscht. ;)

Gruß Steffen








Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 13. Juli 2018, 11:43:13
Jetzt rollt es an. Heute zwei "Bari" geerntet, eine klassische Cantaloupe, die ich letztes Jahr schon hatte. Mit Übergewicht diesmal, je 1,5kg schwer. Andere Sorten beginnen zu duften, der Stiel wird sich bald lösen. Die Melonenlawine beginnt, die schönste Zeit des Jahres.

Auch die koreanischen Sorten werden reif. Sie haben wie erwartet den späteren Fruchtansatz wieder durch schnellere Reife ausgeglichen.

Der Krankheitsdruck ist leider immer noch höher wie mir lieb ist. Die ersten Gurken auf einem anderen Beet sind schon vom falschen Mehltau erwischt, an den Melonen konnte ich das bisher verhindern und Alternaria/Brennflecken zurückkämpfen. Es gibr auch an einzelnen Zweigen Welkeerscheinungen. Heute früh wieder das Laub taufeucht, das ist Mist. Hätte schon noch gerne einen weiteren ausreifenden Fruchtansatz.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 13. Juli 2018, 12:40:58
Das kann sich sehen lassen. 1,5 kg ist ein Wort.  ;) Was machst du mit den vielen Melonen? Alle essen, einmachen oder verschenken?

Wenn du zurück schlagen kannst, ist das doch schon mal was. Hoffe wir mal, dass der Sommer weiterhin gut bleibt, damit die Chance auf gesunde Pflanzen gewahrt bleibt.

Bei mir habe ich heue Morgen komische weiße Punkte an der Blattunterseite alter Blätter entdeckt. Was könnte das sein?

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 13. Juli 2018, 13:10:08
In dem Stadium noch nicht klar zu bestimmen. Sieht aber nach Anthraknose aus, Colletotrichum obriculare. Alternaria kommt mehr vom Rand her und falscher Mehltau ist rechteckiger und bei Wassermelone biegen sich die Bätter.

Melonen kann man nie genug haben. Die meisten essen wir selber, als Nachtisch. Ist was zuviel, wird es an Nachbarn verschenkt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 13. Juli 2018, 14:27:54
Meine einzige Wassermelone überwuchert nun alles.
Die beiden Charentais-Melonen, die Kartoffeln, die Bohnen...

Leider kann ich bis auf eine einzige Frucht, keine weiteren ausmachen.
Ich habe keine Ahnung, warum das so ist.
Wenn vorangegangenes Wachstum und Fruchtgröße zusammenhängen, dann hoffe ich mal auf große Früchte.
Jedoch müssten diese ja erst ausgebildet werden.  ::)

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 13. Juli 2018, 19:01:10
Willkommen im Club.  :P

Welche Sorte hast du?

Bei meiner Sorte stand in der Beschreibung, dass ich 1-2 qm Platz pro Pflanze bräuchte. Jetzt haben drei Pflanzen allerdings gut 20qm eingenommen. Ich glaube, die Beschreibung wurde am 1. April verfasst.

Weiß eigentlich jemand, wie lange es dauert bis eine Frucht ausreift?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 13. Juli 2018, 21:51:16
Bei meiner Sorte stand in der Beschreibung, dass ich 1-2 qm Platz pro Pflanze bräuchte.

[...]

Weiß eigentlich jemand, wie lange es dauert bis eine Frucht ausreift?

 ;D 1-2 qm stand bei meinen bis auf die kleinwüchsige auch überall drauf. Aber das sind wohl eher Angaben für ein richtiges Feld.

Bei dir tippe ich jetzt mal auf eine Reifezeit von 60 Tagen?

Und meine Früchtchen sind tatsächlich noch gewachsen. Die kleinere der zwei aussichtsreichen Kandidaten hatte heute 2,42Kg. Letztes Wochenende waren es 1,93Kg.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 14. Juli 2018, 14:43:18
Ja, das ergibt natürlich Sinn. Obwohl ich davon ausgehe, dass nicht viele Bauern bei "Booby-Seeds" bestellen.  :P

Woah, so lange? Mist. Dann müssten die Pflanzen endlich mal die in die Pötte kommen. Naja, der Anfang ist gemacht. Mal schauen wie es weiter geht.

Na das ist doch erfreulich. Freut mich für dich. Und das muss ja noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.  ;)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 17. Juli 2018, 22:00:50
Meine zwei Hauptpflanzen im Frühbeettunnel haben nun ordentlich Spinnmilben. Eben entdeckt. Ich bin jetzt einfach mal positiv gestimmt und gehe davon aus, dass die beiden Melonen daran die nächsten 2-3 Wochen reif sind und die Pflanzen sie bis dahin noch ausreichend versorgen können. Vielleicht mach ich mir morgen Abend mal die Mühe und sprühe sie mit Neem ein. Eine massiv verlauste Litschitomate hätte ich auch noch die ich gleich mit einsprühen könnte, dann lohnt sich der Aufwand etwas mehr. Durch meine unterschiedlichen Standorte hab ich da jetzt natürlich den Vorteil, dass die anderen Pflanzen sich nicht anstecken können.

Und kurz vorher vorhin hab ich die erste Golden Midget geerntet. Aus dem 25L Kübel in dem ich zwei Pflanzen habe, die je eine Apfel-große Frucht gebildet hatten. Ich war ja skeptisch, aber es hat tatsächlich funktioniert! Seit 3-4 Tagen ist sie nun komplett gelb, anfangs war sie komplett grün. Und sie hat die ideale Reife  :o ;D. Ich hatte erst etwas Angst, weil sie sich recht weich anfühlte von Außen. Sie ließ sich fast schälen wie ein Apfel.
Im Rareseeds Online Shop hat die Sorte nur 3 von 5 Sternen. Angeblich hat sie ein fades, schlecht bis mittelmäßiges Aroma, wenig Süße und zu viele Kerne. Das kann ich so nicht bestätigen. Sie hat sehr große Kerne, die man dadurch super entfernen kann. Es sind recht viele, aber die halbe Minute um sie zu entfernen hatte ich dann auch noch. Der Geschmack war frisch, fruchtig, Wassermelonig. Sehr saftig, große Saft-Poren  :D. Um die Kerne war das Fruchtfleich etwas weich, ansonsten leicht knackig. Säure nur minimal in der Nähe vom Stumpf. Insgesamt sehr süß. Der Nachgeschmack dürfte für meinen Geschmack gar nicht mehr süßer sein. Top.
Alles in Allem bin ich bis jetzt mit der Sorte sehr zufrieden. Das Aroma hebt sich zwar nicht sehr von gekauften Früchten ab, aber die Ernte-Frische merkt man deutlich. Dazu kommt, dass sie von meinen 5 Sorten (wahrscheinlich) die frühste ist. Und die dritte Pflanze im Freien, im Beet ist die einzige, die zwei Früchte trägt. Diese fangen auch gerade an sich zu färben. Und eine davon hat dann auch tatsächlich mal die angegebene End-Größen-Spanne erreicht.

(https://picload.org/thumbnail/dldaoida/comp_img_20180717_200748_083.jpg)
(https://picload.org/thumbnail/dldaoidl/comp_img_20180717_200906_246.jpg) (https://picload.org/thumbnail/dldaoidi/comp_img_20180717_201027_155.jpg)
 
 
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 18. Juli 2018, 10:46:39
"Cydorian" kann zum Verlauf des Spinnmilbenbefalls sicherlich etwas beitragen. 2-3 Wochen sind aber nicht sehr lange, weshalb ich für dich hoffe, dass dein Optimismus belohnt wird.


Die Früchte der Golden Midget sind wirklich schick. Auch wenn die Melone klein ist, sieht sie doch wirklich zum Anbeißen aus.  ;) Klein aber fein.  :P Das ist doch schon einmal ein Erfolg!


Das zeigt doch nur wieder, dass man sich nicht auf die Meinungen anderer verlassen sollte. Es hängt so viel vom (Klein)Klima, Boden, persönlichen Geschmack ab, weshalb die Bewertungen anderer Gärtner oft wenig Wert besitzen. Als ich zum 1. Mal Tomaten anbaute und mir im Internet Referenzen einholte, stieß ich auch die Sorte "Ananas Noire", die von vielen in den höchstens Tönen gelobt wurde. Nachdem sie bei mir im Garten reif war und mit der Familie verkostet wurde, waren wir uns einig darüber, noch nie eine solch schlechte Tomate gegessen zu haben. Ein Hauch von Nichts.  ;D



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 18. Juli 2018, 12:00:38
Bei "ordentlich Spinnmilben" kann man noch auf Reife der Früchte hoffen, aber auch eine sofortige Behandlung wird nichts mehr gross ändern. Die adulten Tiere fressen bei Niemöl erst mal ungestört weiter. Wahrscheinlich werden die Früchte nicht mehr so süss und aromatisch, nur eine Notreife und mit einem weitereren Fruchtansatz ist es auch Essig. Am Besten, man beobachtet früh und genau, was so rumkrabbelt. Das fängt schon Mitte Juni an. Nur bei rechtzeitiger Reaktion kann man noch was erreichen. Nochmal der Rat, sich auf die Zeigerpflanze Aubergine zu konzentrieren. Da sieht man es sofort. Habs dieses Jahr dokumentiert, kommt irgendwann.

Ich schwimme gerade in Melonen aller Art. Volle Dröhnung jetzt. Genauere Beschreibung der Sortenerfahrungen wird auch noch kommen. Es gibt auch schon wieder kleine Fruchtansätze für eine weitere Ladung. Mal sehen, wer schneller ist, Krankheit oder Fruchtentwicklung. Sogar Pflanzen von im Freiland ausgesäten Restbeständen von Sämereien haben noch rechtzeitig angesetzt. Von Wärme und Sonne her ein Bombenjahr, nur wieder viel zu viel Tau nachts.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 18. Juli 2018, 12:29:53
Bei mir war die Golden Midget wiederum ein kompletter Reinfall. Die Früchte haben nach nichts geschmeckt. Baue ich definitiv nicht wieder an. Aber es liegt halt wirklich an Boden und Klima wie sich eine Frucht entwickelt. Eine der besten Wassermelonen Sorten die ich bis jetzt hatte ist die Navajo Wintermelone. Süß, saftig, knackig und theoretisch extrem lange lagerbar, aber in die Verlegenheit sie lange lagern zu müssen, bin ich bis jetzt noch nie gekommen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 18. Juli 2018, 15:52:10
Meine alles.überwuchernde Wassermelone hat es nun geschafft, weitere Früchte anzusetzen.
Insgesamt habe ich fünf Früchte gezählt, wobei ich nicht ausschließen kann, dass sich noch die ein oder andere Frucht in den Kartoffeln, oder Bohnen versteckt hat.
Leider kenne ich die Sorte nicht.
Ich habe die Pflanze im Baumarkt gefunden und zum Ausprobieren mitgenommen.
Die erste Wassermelonenfrucht hat die Charentais-Melonen inzwischen größenmäßig überholt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 18. Juli 2018, 16:52:14
Könnte eine Sugar Baby sein. Ist die Pflanze veredelt?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 18. Juli 2018, 21:59:44
Nee, die waren nicht veredelt. Für 99 Cent das Stück...  ;)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 18. Juli 2018, 22:45:40
Leider kann ich bis auf eine einzige Frucht, keine weiteren ausmachen.
Ich habe keine Ahnung, warum das so ist

Bei mir ist es bei den Wassermelonen sehr ähnlich, 6 Pflanzen, 6 Früchte (alles Sugar Baby Direktsaat) - die Pflanzen sind so ineinander verwoben und verwachsen, dass ich nicht jede Frucht einer bestimmten zuordnen kann, aber ich vermute mal stark, dass es 1:1 ist. Es wurden zwar anfangs mehrere Früchte pro Pflanze angesetzt, die wurden dann aber alle nach und nach zugunsten der jeweils größten abgestoßen - die allergrößte ist jetzt über 2 Kilo, sollte also demnächst reif sein. Ob danach dann nochmal ne neue erscheint, und auch noch ausreifen kann, wird wohl vom weiteren Sommerverlauf abhängen
Bei der einen Honigmelone (Jungpflanze vom Baumarkt) ist es anders, da hängen 3-4 "aktive" auf einmal dran und wachsen relativ gleichmäßig
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 21. Juli 2018, 10:18:47
Die Moon and Stars machen langsam richtig Freude. Seit gut einer Woche ist die eine Frucht am wachsen, während andere Fruchtansätze seit vorgestern bestäubt wurden und ebenfalls anfangen an Größe zu zulegen.



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 21. Juli 2018, 10:21:18
Wenn die weiter wächst wie bisher, wird das ein richtiger Trümmer.  ;D


Sry für die Zigarettenschachtel. Rauche selbst nicht, aber mein Onkel stand zufällig gerade neben mir und ich brauchte einen Gegenstand, den jeder kennt.  :P
 

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 21. Juli 2018, 10:38:32
Sie lieben dieses Wetter. Letzte Woche hatte ich die erste Wassermelone mit fast 7kg, hätte aber auch schon früher geerntet werden können. Gestern dann die erste "Sugar Baby". Nett, aber kaum besser wie Gekaufte. Die Zuckermelonen sind viel spannender. Am meisten gefällt den Chamoe-Melonen dieses Wetter. Jetzt sieht man erst, wie stark die angesetzt haben, viele der länglich-kleinen Früchte unter den Blättern entdeckt man erst wenn sie gelb werden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 21. Juli 2018, 11:35:24
Bei uns im Südwesten gibt es heute und morgen feuchte Abkühlung. Aber nach der Dürre muss das nicht unbedingt schlecht sein.

7 kg ist auf jeden Fall kein Leichtgewicht.  :P Welche Sorte war das?

Auf die Zuckermelonen bin ich gespannt wie ein Flitzbogen. Die Emerald Gem werden die nächsten Tage reif.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 21. Juli 2018, 11:40:49
Bei der Noternte der ersten Zuckermelone ist mir gestern wieder schmerzlich bewusst geworden warum Zuckermelonen hier so extrem schlecht funktionieren. Wir haben einfach zu viele Schnecken. Die meisten Zuckermelonen beginnen bei Reife zu duften und Schnecken scheinen sehr gute Nasen zu haben, die finden die Melone garantiert schneller als ich. Die gestrige Melone hätte sicher noch gute zwei Tage brauchen können, war aber schon zur Hälfte aufgegessen.
Habt Ihr irgendeine Idee wie ich die Melonen schützen könnte? Ich hab schon überlegt einen großen Plastiksack lose drum herum zu machen, meint Ihr das könnte funktionieren und bekommen sie dann noch genug Luft, Sonne und was auch immer sie sonst so brauchen um zu Reifen?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 21. Juli 2018, 11:57:06
Da kann ich dich gut verstehen. Habe gestern auch eine Zuckermelone abmachen müssen. Zwar nicht, weil die Schnecken kamen, sondern aufgrund von Fäule. Geärgert habe ich mich aber sicherlich genauso. Zumal sie auch kurz vor der Reife stand.

Was du gegen Schnecken machen kannst? Schau da mal rein. Vielleicht findest du brauchbare Tipps.

http://www.xn--schnecken-bekmpfen-xtb.de/
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 21. Juli 2018, 12:43:31
Habt Ihr irgendeine Idee wie ich die Melonen schützen könnte? Ich hab schon überlegt einen großen Plastiksack lose drum herum zu machen, meint Ihr das könnte funktionieren und bekommen sie dann noch genug Luft, Sonne und was auch immer sie sonst so brauchen um zu Reifen?
Ich nutze die Schneckenfallen "Lima Trap" mit Ferramol. Die Falle schützt das Schneckenkorn vor Regen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 21. Juli 2018, 15:19:35
Ich dachte, Ferramol wirkt am besten wenns etwas feucht ist. Melonen sind aber nicht unbedingt schneckengefährdeter wir andere Kulturen, besonders anziehend sind nur die allerersten Triebe der Jungpflanzen. Dagegen kommt man aber mit den üblichen Massnahmen weiter. Schneckenkorn, Schneckenzaun, Schneckenkragen... Reife Früchte fressen sie bei mir nur manchmal an. Jungfrüchte bei hohem Befallsdruck schon eher.

Das 7kg - Stück war "Viking", die wird immer so gross und gehört zu den zuverlässig reifenden Sorten. Braucht aber viel Platz. Nächstes Jahr probier ich wahrscheinlich mal die horstig wachsende Version der Sugar Baby, die es jetzt gibt. Lässt sich leichter führen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 22. Juli 2018, 14:49:37
Wem sagst du das? Das Wachstum, welches mir zu Anfang Freude machte, geht mir langsam aber sicher auf den Wecker.

Heute habe ich die erste reife "Emerald Gem" geerntet. Nach dem Regen gestern hat die Frucht Risse gezeigt und duftete intensiv. Der Geschmack gefiel mir sehr gut, wobei ich sie wohl noch 1-2 Tage hätte hängen lassen können. Vollreif war sie, denke ich, noch nicht ganz. Ohne Erfahrung fällt mir es nicht ganz einfach den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 22. Juli 2018, 14:51:22
So von innen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 24. Juli 2018, 14:45:22
So, eben nach knapp 3 Wochen Abwesenheit den Garten in Augenschein genommen. Erstaunlich, was sich getan hat: Anfang Juli vitale Pflanzen, viel Blattmasse und schon den ganzen Juni Blüten, hingegen kaum Fruchtansatz auszumachen. Nun mehrere Melonen die zwar nicht reif sind, aber immerhin schon einen Durchmesser von 10 bis 12 cm haben. Ich bin zwar nicht ganz zufrieden, weil ich bisher auf kaum mehr als eine Frucht pro Pflanze komme, aber nach den Pleiten der letzten 2 Jahre kann ich nicht meckern.

'Noir des Carmes' (jede Pflanze hat 2 Melonen in der genannten Größe, Bild angehängt) zeigt sich deutlich produktiver als 'Petit Gris de Rennes' (insgesamt nur 1 Melone). Es gibt aber bei beiden Sorten neuen Fruchtansatz (in der Größe einer Haselnuss). Können diese Melonen noch ausreifen, es sieht in den nächsten 2 Wochen jedenfalls nach Hochsommer aus?
An einer Pflanze (PGdR) sind die Blätter mit einem weisslichen Film überzogen, der sich jedoch wegwischen lässt. Was kann dss sein?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 24. Juli 2018, 18:43:52
Meine wuchernde Wassermelone hat im Durchmesser sieben Meter erreicht.
Fünf Früchte habe ich gezählt, - die Größte misst nun rund 20 cm.
An das Einstellen des Wachstums denkt diese Pflanze aber nicht.
Bei einem abwischbaren, weißen Belag würde ich an den Echten Mehltau denken.
Zum Glück sehe ich an meinen Pflanzen noch keine Krankheitsanzeichen.
Ich hoffe, dass das noch eine Weile so bleibt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 25. Juli 2018, 12:16:57
@philippus: Das kann sich doch schon sehen lassen.  ;) Ich denke, deine Melonen haben erst einmal in Blattmasse investiert bevor sie an Früchte gedacht haben. Meine Zuckermelone brauchte ca. 4 Wochen zum Ausreifen, weshalb du dir keine Sorgen mache solltest. Natürlich vorausgesetzt, deine Pflanzen halten solange durch und gehen nicht an Krankheiten ein.

na na: Vielleicht haben wir ja Samen aus einer Sämerei aus der Nähe Tschernobyls?!  :P  Jedenfalls sehen die Blätter sehr gesund und die dunkle Murmel sehr schön aus. Hoffen wir mal, dass es so bleibt.

Bei meinen Zuckermelonen bilden sich immer noch neue Früchte. Bei den immer noch wachsenden Wassermelonen, die allmählich die Zuckermelonen überwuchern, habe ich bis jetzt ebenfalls 5 Früchte zählen können.

Die Größte ist nun 14 Tage alt und sieht so aus.





Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2018, 16:24:39
Wow, die ist aber schnell groß geworden. Meine Moon and Stars ist Anfangs gut gewachsen legt jetzt aber gerade eine Pause ein.

Gestern hab ich ein paar aktuelle Melonenbilder gemacht.
Die erste Ginger's Pride Melone sollte jetzt bald mal umfärben. Es ist momentan so ziemlich die größte Melone die ich habe, Wassermelonen mit eingeschlossen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2018, 16:25:42
Auch bald reif ist die erste Ineya Melone. An der Pflanze hängen etwa ein halbes Dutzend Melonen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2018, 16:27:29
Die Wassermelonen lassen sich dieses Jahr etwas Zeit, was die Reife angeht. Dafür haben sie Dutzende Fruchtansätze. Wenn die alle etwas werden, brauch ich so bald vermutlich keine Melonen mehr kaufen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2018, 16:29:34
Hier ist noch eine andere Sorte Wassermelone. Insgesamt habe ich 19 verschiedene Wassermelonen und 20 verschiedene Zuckermelonensorten angebaut.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 26. Juli 2018, 16:42:05
Boah, wie viel Platz hast du?  :o
Melonen sind ja sehr ausufernde Pflanzen, auch wenn sie bei dir offenbar in die Höhe wachsen können.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2018, 16:45:29
Hab mal gesucht. Bei den aktuellen Bildern sieht man die Größe des Beets durch den Bewuchs nicht mehr so gut. Hier ist es bevor es voll bepflanzt war.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2018, 16:46:49
Aktuell ist es kompletter Dschungel.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 26. Juli 2018, 16:48:56
@philippus: Das kann sich doch schon sehen lassen.  ;) Ich denke, deine Melonen haben erst einmal in Blattmasse investiert bevor sie an Früchte gedacht haben. Meine Zuckermelone brauchte ca. 4 Wochen zum Ausreifen, weshalb du dir keine Sorgen mache solltest. Natürlich vorausgesetzt, deine Pflanzen halten solange durch und gehen nicht an Krankheiten ein.
Ja schon, was die größeren Melonen angeht habe ich überhaupt keine Zweifel... aber die ganz kleinen...
Die 4 Wochen beziehen sich auf die Zeit vom Fruchtansatz bis zur Fruchtansatz bis zur Reife?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2018, 16:49:37
Ich denke es sind so um die 8x8 Meter, das wären also so um die 64m².
Wobei sich die Melonen den Platz mit Süßkartoffeln, Okra, Gurken, Kürbissen, Zucchini, Inkagurken, Feuerbohnen und noch ein paar anderen Sachen teilen müssen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 26. Juli 2018, 18:52:11
@kaliz: Ja, die hat echt den Turbo eingeschaltet.  :P Ich habe sie vorhin einmal gemessen. Die Frucht ist 31 cm lang und hat einen Umfang von 82 cm. Wenn mich die Mathematik nicht im Stich lässt, dürfte sie bereits um die 15 kg wiegen.

Schöne Bilder deiner Melonen. Von den meisten Sorten habe ich bis jetzt noch gar nichts gehört. Ginger's Pride und Ineya sind Honig- oder Zuckermelonen? BIn mal gespannt wie die aussehen, wenn sie reif sind.

@philippus: Das Wetter spielt sicherlich auch eine Rolle, aber meine Emerald Gem war in 4 Wochen reif. (Vom Fruchtansatz zur Reife).
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2018, 19:33:51
Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich nur in Wassermelonen (Citrullus lanatus) und Zuckermelonen (Cucumis melo) unterscheide. Die weiteren Verwandtschaftsverhältnisse müsste ich erst mühsam heraussuchen, das ist mir zu aufwändig. Es gibt ja so viele verschiedene Arten. Die die man bei uns im Supermarkt bekommt sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt Ananasmelonen, Gurkenmelonen (z.B. Armenian Yard, Caroselle Barese,...) die als Gemüse gegessen werden, Koreanische Melonen die man mitsamt Schale wie einen Apfel essen kann, Cassabanana (Sicana odorifera) die nochmal ganz was anderes sind. Da müsste man Biologie studieren um da durchzublicken.
Honigmelonen sind die Gelben, oder? So eine hab ich auch, die Sorte heißt Canary.
Die Ginger's Pride ist eine typische Zuckermelone, so mit orangem Fruchtfleisch, nur in Riesenformat.
Die Ineya ist was ganz was Eigenes. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe ist das Fruchtfleisch weiß.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 26. Juli 2018, 20:09:29
Ok, da habe ich auf dem Gebiet der Melonen noch etwas Nachholbedarf.  :P  Ich dachte nur immer, dass Honigmelonen weißes und die Zuckermelonen oranges Fruchtfleisch haben.

Auf jeden Fall hast du gewusst, welche Melone ich meinte. ;) (Die gelbe Kanarische)
Auf die beiden Exoten bei Reife bin ich mal gespannt, was die Bilder zeigen und deine Geschmacksknospen sagen. Die Ginger's Pride ist für eine Zuckermelone aber ein ganz schöner Brummer.


@ all: Wie sieht es eigentlich mit der Lagerung größerer Wassermelonen aus? Wie lange halten die sich?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 26. Juli 2018, 21:10:32
Kommt auf die Sorte an. Es gibt spezielle Wintermelonen die man mehrere Monate bei Raumtemperatur lagern kann, so lange sie halt noch nicht angeschnitten sind. Eine sehr gute Sorte ist die Navajo Winter. Aber auch normale Wassermelonen halten unangeschnitten ziemlich lange, das geht von ein paar Tagen bis hin zu ein paar Wochen oder Monaten. Mit der Zeit nimmt dann aber der Wassergehalt in der Melone ab und sie wird zäh, bis dahin dauert es aber meist recht lange.
Wichtig ist sie zum richtigen Zeitpunkt zu ernten, sie sollten genau am Höhepunkt der Reife sein. Sie reifen nicht nach.
Sobald man sie anschneidet muss man sie sehr schnell verbrauchen. Selbst im Kühlschrank halten sie nur wenige Tage.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 27. Juli 2018, 13:45:13
Bezogen auf die Moon and Stars - wie lange ist sie nach deiner Einschätzung ohne Kühlung bzw. mit Kühlung haltbar?


Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 27. Juli 2018, 13:51:59
Hatte letzte Woche testweise eine meiner Sugar Baby, die schon über 4 Kilo hatte, abgeerntet, da der Auflagepunkt schon gelb war und einzelne Blätter drumrum zu trocknen begannen - war doch noch nicht 100% reif, aber genießbar. Bei den anderen werde ich wohl warten, bis noch mehr trocknet.
Die erste Honigmelone schlägt auch langsam komplett von grün nach gelb um. Riechen tut noch nichts (soll sie ja bei Reife), also auch hier noch etwas warten
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Dietmar am 27. Juli 2018, 13:57:41
Ich habe mich dieses Jahr das erste Mal an Melonen versucht. Es sind Galiamelonen, aber nicht die gestreiften wie auf der Samentüte. Es sind welche mit einem netzähnlichen Muster geworden.

Nun meine Frage:
Woran erkenne ich, wenn diese Melonen reif sind?

Manche Sorte Galiamelonen werden ga gelb, aber das bei mir scheint eine zu sein, die grün bleibt mit weißem Netzmuster..
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 27. Juli 2018, 14:03:47
Bei Galiamelonen habe ich weder Ahnung noch Erfahrung. Bei Wassermelonen halten eigentlich alle folgenden Tipp für sehr hilfreich.

https://www.youtube.com/watch?v=2k
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 27. Juli 2018, 15:02:57
@Heckenscharfrichter:
Das Video funktioniert leider nicht.

Da ich auch zum ersten Mal Melonen anbaue, bin ich bei der Bestimmung des richtigen Erntezeitpunkts sehr unsicher.
Heute habe ich meine erste Charentais-Melone geerntet.
Ich glaube, dass diese fast überreif war, da sie an einer Stelle schon eine weiche Stelle bekam.
Die ganze Zeit habe ich den Stilansatz beobachtet, in der Meinung, dass sich dort bei Reife etwas verändern müsste.
Dem war aber nicht so.
Das Einzige, dass sich tatsächlich verändert hat, war der Duft.
Zukünftig werde ich mich bei den Charetais-Melonen einfach von meiner Nase leiten lassen.

Den richtigen Erntezeitpunkt bei einer Wassermelone zu finden, wird mir wohl noch schwerer fallen.


Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 27. Juli 2018, 15:07:44
Danke für den Hinweis.


https://www.youtube.com/watch?v=G-nk4geA6h0

In dem Video sind 5 Hinweise angegeben. 4 davon sind aber nicht zwingend richtig. Das wichtigste Merkmal scheint der "Tendrill" , die kleine vertrocknete Ranke, zu sein.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 27. Juli 2018, 15:37:36
Netzmelonen, zu denen auch die Galiamelone (ein Handelsname) zählt haben ein langes Erntefenster. Bei der Sorte "Galia" löst sich auch der Stiel bei Vollreife. Manchmal ist das bei anderen Netzmelonenasorten nicht so gut ausgeprägt. Da das Aroma dieses Melonentyps aber sowieso nicht so ausgeprägt ist und sie auch gut lagerfähig ist, kann man auch ernten wenn sich am Nabel Risse zeigen. Also dort, wo der Stiel in die Frucht übergeht.

Die Farbe sollte braungelb sein, es gibt aber auch Sorten die einen grünlichen Ton behalten. Ansonsten sagt der Farbumschlag wenig aus. Meine "Exelor" schlägt zum Beispiel schon mindestens zwei Wochen vor der Vollreife in Gelb um. Die ist witzig, ändert die Farbe insgsamt dreimal.

Charentaismelonen klassischer Sorten haben ausnahmslos sich bei Vollreife lösende Fruchtstiele. Es kann natürlich sein, dass eine Notreife eintritt. Krankheiten, Faulstellen an der Schale... dann hellt sie vorher auf, duftet, erreicht sie eine Notreife ohne sich lösendem Stiel.

Die modernen Sorten sind ein Gemisch aus verschiedenen Melonentypen, geschmacklich oft minderwertig aber auf Haltbarkeit, Transportfähigkeit, identische Fruchtgrösse gezüchtet. Es geht dabei ausschliesslich um Anforderungen der kommerziellen Vermarktung. Und sie werden sowieso vor der Vollreife abgeschnitten, ansonste würden sie zu kurz halten. Die Schale sieht aus wie eine Netzemlone, das Fruchtfleisch rosa wie eine Cantaloupe, Aroma egal, vorwiegend süss reicht. Auch bei denen löst sich der Stil manchmal nicht oder nicht gut, also zu spät. Spielt schliesslich in der Zucht keine Rolle. Diesem Typ begegnet man häufig, wenn man fertige Melonenpfänzchen im Gartenmarkt kauft. Dann also auch Vorsicht und nicht nur auf den gelösten Stiel warten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 27. Juli 2018, 16:15:00
Danke.
Ich habe jetzt bei meiner größten Wassermelone nach dieser Ranke geguckt.
Die ist noch grün und somit ist weiteres Warten angesagt.  :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 27. Juli 2018, 16:26:22
@cydorian:
Danke!
Deinen Beitrag habe ich erst jetzt gesehen.
Also, das Fruchtfleisch ist orange und die Melonen sind zur Zeit noch sehr gesund.
Ich war gerade noch einmal zum Schnuppern da und konnte dabei sehen, dass sich bei der nächsten Melone tatsächlich der Stil löst.  :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 27. Juli 2018, 16:36:01
Das Schätzchen wiegt rund 700 g und ist ein Stück kleiner, als die meisten Geschwister.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 27. Juli 2018, 18:47:34
@kaliz: Hast du eigentlich einen "Mond" auf deinen Früchten der "Moon & Stars"?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 27. Juli 2018, 20:41:29
Ich denke sowas wie ein Vollmond ist da. Ich werde das nächste Mal wenn ich im Garten bin nachschauen. Keine Ahnung ob ich es morgen hin schaffe. Wir haben heute gewaltige Mengen Zwetschken geerntet die dringend verarbeitet gehören, was morgen wohl den ganzen Tag in Anspruch nehmen wird.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 27. Juli 2018, 20:58:32
Ich bin gespannt.  ;)

Viel Spaß beim Entkernen.  ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 28. Juli 2018, 22:44:18
Bei "ordentlich Spinnmilben" kann man noch auf Reife der Früchte hoffen, aber auch eine sofortige Behandlung wird nichts mehr gross ändern. Die adulten Tiere fressen bei Niemöl erst mal ungestört weiter. Wahrscheinlich werden die Früchte nicht mehr so süss und aromatisch, nur eine Notreife und mit einem weitereren Fruchtansatz ist es auch Essig. Am Besten, man beobachtet früh und genau, was so rumkrabbelt. Das fängt schon Mitte Juni an. Nur bei rechtzeitiger Reaktion kann man noch was erreichen. Nochmal der Rat, sich auf die Zeigerpflanze Aubergine zu konzentrieren. Da sieht man es sofort. Habs dieses Jahr dokumentiert, kommt irgendwann.

Du bist aber auch eher der Pessimist als der Optimist  ;D. Also ich hatte das Gefühl, dass ich durch das Sprühen die Spinnmilben für ein paar Tage deutlich ausgebremst hatte. Es war kaum noch Bewegung zu sehen. Jetzt haben die Pflanzen aber sehr schnell sehr stark nachgelassen und es krabbelte wieder ordentlich. Kaum noch irgendwo Grün zu sehen. Heute hab ich beide Melonen geerntet und sie lagen mit 3,5 bis 3,8 Kilo beide (Viking F1, Tender Gold) deutlich unter ihrer Zielgröße. Beobachtet hatte ich immer sehr gut, aber die waren innerhalb von 1-3 Tagen da, als ich wegen der Hitzte einfach nicht mehr so oft und so genau die Pflanzen absuchen konnte. Aubergine wächst eine ein paar Meter weiter in einem Topf, der geht es noch gut. Direkt bei den Melonen hätte ich dafür jetzt keinen Platz mehr gehabt.
Leider hat es im großen Tunnel nun auch mit Spinnmilben angefangen. Aber noch nicht so stark. Dummerweise war erst die kleine Pflanze am Eingang betroffen und die veredeltet am anderen Ende ist mit ihrem 6m langen Haupttrieb mit der anderen verwachsen und hat sich über diesen Abschnitt etwas angesteckt. Ich hab die kleine Pflanze abgeerntet, den Haupt-Trieb entfernt (aus der Basis treibt sie neu aus) und vorhin dann ordentlich gesprüht. Mal schauen.
Die Tender Gold hab ich heute verputzt und sie war nicht beeinträchtigt von den Spinnmilben. So süß, dass ich jetzt nach zwei Stunden immer noch denke ich hätte gerade Zucker gefressen, und das Aroma hätte wohl auch nicht voller sein können, bei dieser Sorte. Konsistenz war auf den Punkt.
Ich denke, da war ich aber auch gerade durch meine Auswahl an sehr frühen, nicht all zu großen Sorten gut im Vorteil was dieses Problem betrifft.

Die Reifezeit der Wassermelonen war doch durchweg kürzer als gedacht und angegeben. Mir kommt es so vor, als ob manche nur 30 Tage vom Ansatz zur Reife gebraucht hatten. Ich hab jetzt alles nennenswerte geerntet inner halb weniger Tage und schon sechs stück gegessen. Vier liegen noch auf Lager. Größten Teils hab ich Fotos gemacht, die werd ich noch mal nach reichen, hab gerad wenig Zeit.
Bis jetzt war keine unreife dabei. Und ich stelle fest, überreif ist bei frisch geernteten Wassermelonen deutlich weniger problematisch als das überlagerte Zeug aus dem Supermarkt. Eine 700g Rosario F1, die zuerst angesetzt hatte, ca. am 07.06., war am reifsten. Da war um die Kerne das Fruchtfleisch schon eingefallen und angetrocknet. Hat dem Geschmack aber kaum geschadet. Süß wie reiner Zucker und sehr kräftiges Aroma. Das war dann für mich das Alarm Signal die anderen, die alle etwa innerhalb von 10 Tagen nach der Rosario F1 angesetzt hatten, zu ernten. Gut, gerade für mich als Anfänger war auf jeden Fall die Golden Midget, die auch zur ähnlichen Zeit wie alle anderen ansetzte, dabei zu haben. Als Indikator, wann es in etwa soweit ist ideal. Die Farbe war komplett gelb und die Melone hat die perfekte Reife. Danach kann mal langsam alle anderen ernten. Dabei haben nicht alle Pflanzen die selben Reife Anzeichen gezeigt. Die überreife Rosario F1 hatte ihre Reife wohl durch dass in der Sonne welk werden angezeigt (seit 2-3 Wochen ganz extrem). Die Pflanze selbst hat sich dabei aber nicht verändert und sieht auch jetzt ein paar Tage nach der Ernte noch genau so grün und knackig aus wie vor drei Wochen. Die Early Moon Beam hatte ähnliche Symptome gezeigt, aber nicht so ausgeprägt. Bei ihr konnte man schon seit 1-2 Wochen ein gutes, hohles Klopfgeräusch feststellen. Ein ein Nebentrieb hatte zu dieser Zeit etwas Wachstum nach Stillstand gezeigt und 2-3 Weibliche Blüten gebildet, die aber trotz Befruchtung nicht ansetzten. Nun treibt sie aus der Basis frisch aus. Ich hätte also schon vor 1-2 Wochen locker ernten können. Diese war nicht so überreif wie die Rosario F1, ab auch schon recht weit und hatte ein paar Hohlräume innen. Konsistenz, Geschmack und Süße waren aber voll da. Seit einer Woche wucherst meine veredelte Viking F1 wieder wie der Teufel. Der Haupttrieb allein scheint in einer Woche 3m gewachsen zu sein. Dazu wuchern Seitentriebe. Und der Haupttrieb sprießt nun seit weinigen Tagen sogar Seitentriebe aus. Sogar in etwa 5 Meter Entfernung zur Basis wächst schon ein 30cm langer, kräftiger Seitentrieb, wie zurück in Richtung Basis  :o. Am selben Haupttrieb saß die einzige Frucht, nahe der Basis, die ich heute mit nur 3,5 Kg geerntet habe. Ich schätzte also, alle diese Zeichen deuten darauf hin, dass sie schon seit 1-2 Wochen erntereif gewesen wäre. Der Klang ist hohl und schon etwas dumpfer. Von welkenden Trieben also keine Spur und somit kein verlässlicher Reife-Indikator. Anschnitt ist aber erst in 2-3 Tagen. Sogar vielversprechende, mehrere, weibliche Blüten bilden sich seit einer Woche wieder an mehreren Trieben (wohl auch ein Zeichen, dass die erste Frucht fertig ist). Da muss ich jetzt nur stark aufpassen, was die Spinnmilben machen. Notfalls muss ich den Haupttrieb entfernen und hoffen, dass die Seitentriebe der Basis noch mal was liefern.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 29. Juli 2018, 17:06:18
Die Melone von der anderen Spinnmilben Pflanze war heute auch in Ordnung, keine Beeinträchtigung, Reife auf den Punkt, volles Aroma und sehr süß. Viking F1. Schmeckt wie eine sehr gute Supermarkt Melone. Aber nichts Besonderes. Das gewohnte Standard Aroma. Für jemanden wie mich, der in der Hochsaison im Schnitt so um die 100Kg Wassermelone in 6-8 Wochen futtert recht langweilig und die Mühe eher nicht wert.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 29. Juli 2018, 18:09:01
Bin ganz deiner Meinung. Auch bei Melonen baue ich lieber das an, was man nicht gleichgut kaufen kann.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 29. Juli 2018, 19:47:28
Die erste Charentais-Melone ist abgeerntet.
Morgen wird bei der zweiten Pflanze mit dem Ernten begonnen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 29. Juli 2018, 19:50:54
Die Wassermelone in der Mitte hat nun drei Früchte.
Die erste Frucht ist deutlich älter, die anderen haben größenmäßig stark aufgeholt.
Ich hoffe, dass die Charentais-Melonen noch einen zweiten Satz Früchte schaffen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 29. Juli 2018, 21:46:54
@markoxyz: Für die kurze Reifezeit ist sicherlich das Wetter verantwortlich. Bei uns auf dem Markt gibt es bereits Zwetschgen. Alles scheint dieses Jahr früher dran zu sein, meinte die Verkäuferin.

Die Spinnmilben sind natürlich ärgerlich, aber immerhin konntest du etwas ernten. Bei der Beschreibung deiner Kostprobe der Tender Gold läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen. Hoffentlich nehmen sich meine Früchte an deinen ein Beispiel.  :P

Wenn das Wetter mitspielt und du die Spinnmilben in den Griff bekommst, sieht es wirklich nach einer kommenden zweiten Ernte aus.  :D


Die Charentais-Melonen werden jetzt langsam bei mir reif. Der Duft, der vom Garten ausgeht, ist wirklich geil.
Stolz bin auf meine Wassermelonen. So wie du dich freust frühe Sorte gewählt zu haben, bin ich froh mich für die Moon and Stars entschieden zu haben. Ein besseres Jahr für einen Versuch große Wassermelonen anzubauen, wird es wohl nicht geben.

Insgesamt wachsen nun 6 Früchte, wobei ich nicht ausmachen kann, welche Pflanze wie viel trägt. Auf folgendem Bild sieht man 3 Stück. (wenn man sich anstrengt  ;D)





Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 30. Juli 2018, 16:36:06
Moon and Stars
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 30. Juli 2018, 21:30:22
Danke für das Bild.

Da haben wir wohl unterschiedliche Züchtungen. Die Form ist bei mir anders (nicht rund) und der Mond fehlt bei allen.

Wo hattest du deine Samen gekauft?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 30. Juli 2018, 21:38:43
In einem Bio-Supermarkt in San Francisco.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Alva am 30. Juli 2018, 21:43:44
Moon and Stars

*stellt sich mal für Samen an* ;)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 30. Juli 2018, 22:41:03
Geht klar.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Alva am 30. Juli 2018, 22:45:11
Super :) Ich habe vor, sie aufs Nachbardach zu leiten, ich habe sonst keinen Platz  8)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 31. Juli 2018, 08:58:38
Sieht wirklich hübsch aus. Bin schon gespannt auf euren Geschmackstest. Soll wohl eine aromatische alte Sorte sein.
Ich hab drei verschiedene im Internet gefunden, zwei rote und eine orange-gelbe. Aber den Mond haben die alle. Eventuell ist sie dann nicht ganz sortenrein, wenn der fehlt, oder irgendwelche anderen Bedingungen haben zum fehlen geführt?

https://www.saemereien.ch/navi.php?qs=moon%20stars
https://www.rareseeds.com/moon-and-stars-yellow-flesh-watermelon/
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 31. Juli 2018, 10:29:35
Also bei meiner Moon & Stars ist auch das Laub schon so toll gesprenkelt. Die Melone selbst ist allerdings sehr klein geblieben. Ich lasse sie noch ein wenig hängen, aber ich glaub größenmäßig wird sich da nicht mehr viel tun. Auf der Samenpackung sieht die Melone etwas anders aus, ein Bild davon habe ich hier gefunden: https://www.amazon.com/dp/B000BRS7EI
Vom Ertrag her würde ich eher andere Melonen empfehlen, Geschmack kann ich noch nicht beurteilen, aber die Pflanze sieht echt herzallerliebst aus.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 31. Juli 2018, 11:08:21
Sucht man bei Google nach Moon and Stars finden sich die verschiedensten Bilder. Es gibt diverse Sorten oder Typen mit dieser Zeichnung. Ich meine auch einmal etwas von einer ohne Mond gelesen zu haben.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 31. Juli 2018, 12:11:06
Die Früchte meiner zweiten Charentais-Melone habe ich heute komplett abgeerntet.
Sie waren allesamt reif und ließen sich leicht vom Stil lösen.





Diese spezielle Ranke an meiner ersten Wassermelonen-Frucht wird nun braun.
Auf dem Bild sieht man rechts, dass ein Teil schon komplett vertrocknet ist.
Ich denke, dass ich noch zwei, drei Tage warten werde.



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 31. Juli 2018, 12:39:03
Es gibt noch eine "Cherokee Moon and Stars" aus den Reihen der Amish, bei der wohl der Mond fehlt.

https://www.youtube.com/watch?v=FT9zfUtuWJo


Das sieht doch schon einmal vielversprechend aus.

Die Ranke sollte auf jeden Fall bis zum Ende gut vertrocknet sein.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 31. Juli 2018, 13:20:40
Danke!
Dann werde ich brav warten.  ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 31. Juli 2018, 15:54:47
Es gibt noch eine "Cherokee Moon and Stars" aus den Reihen der Amish, bei der wohl der Mond fehlt.

[...]

Die Ranke sollte auf jeden Fall bis zum Ende gut vertrocknet sein.

Kuck dir mal meinen Link weiter oben an. 'Moon & Stars (Cherokee Strain)', die hat aber in dem Shop auch den Mond. Ohne Mond wäre es ja nur noch eine "Stars"  ;D.

Das mit der Ranke kann ich überhaupt nicht bestätigen. Von fünf Sorten die ich jetzt abgeerntet habe hat nur die kleine Golden Midget trockene Ranken gekriegt. Alle anderen hatten eine Reife auf den Punkt oder waren mehr oder weniger überreif.

Hier mal meine letzte Viking F1:

(https://picload.org/thumbnail/dlapricl/comp_img_20180728_192517_513.jpg)(https://picload.org/thumbnail/dlaprici/comp_img_20180730_163617_268.jpg)(https://picload.org/thumbnail/dlapriia/comp_img_20180731_145327_777.jpg)(https://picload.org/thumbnail/dlapricw/comp_img_20180731_145254_020.jpg)(https://picload.org/thumbnail/dlapriil/comp_img_20180731_145400_396.jpg)(https://picload.org/thumbnail/dlapriii/comp_img_20180731_145505_425.jpg)

Wie man auf dem zweiten Bild sieht (untere Hälfte) ist die Melone schon recht reif und um die Kerne griesig (oben hatte ich das schon weg geschnitten).
Auf dem dritten Bild mal ein Größeneindruck der Blätter. Meine Hand ist sehr groß! Das ist die veredelte Pflanze.
Viertes Bild zeigt wo die Melone saß, die ich vor drei Tagen entfernte. Keinen Meter entfernt von der Basis am Haupttrieb. Alles grün und knackig.
Fünftes Bild: von hinten von der Rückwand des 6 Meter langen Tunnels kommt der Haupttrieb bis vorne vor die Tür. Dort hab ich ihn nun erst einen Meter nach rechts zur Seiten-Wand gelenkt und dort wächst er jetzt schon wieder mindestens einen Meter Richtung Rückwand. Der schwarze Topf ist von der "Early Moon Beam". Von der hatte ich den befallenen, kurzen Haupttrieb entfernt und sie schlägt wieder neu aus.
Und das letzte Bild zeigt wieder den verfolgten Haupttrieb an der die Melone saß in mindestens 6-6,5m Entfernung zur Basis. Vor wenigen Tagen hatte sie unter anderem dort weiblich geblüht und jetzt gefruchtet wie es scheint. Da zu kommt, dass sie über all anfängt Seiten Triebe raus zu schieben.
Der Kopf-Test hatte mir schon vor zwei Wochen gezeigt, dass die Melone reif sein müsste. Kam mir aber sehr früh vor und ich hatte gewartet. Kurz danach fing der Haupt Trieb dann wieder an zu wachsen und auch die wenigen Neben-Triebe. Ein weiteres Signal, dass die Melone reif sein könnte. Jetzt wie sie seit Tagen blüht und fruchtet, die Triebe sind schon mehrere Meter in zwei Wochen gewachsen, das letzte Alarm-Signal - schnell ernten, Ergebnis = leicht überreif.

Edit: Irgendwie haben die Bilder bei mir gerad ein paar Ladehemmungen. Wenn nicht alle sechs angezeigt werden, muss man mal F5 drücken.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 31. Juli 2018, 19:45:54
Also bei mir scheint die "Tendril"-Methode zu funktionieren - heute mal ne kleinere (2,4kg) Sugar Baby abgemacht wo es vertrocknet war, die Melone selbst hatte aber noch gar keinen gelben Auflage-Fleck. Trotzdem schön reif.

(https://i.imgur.com/YdosCCD.jpg)

Im Gegensatz zu vor 10 Tagen bei einer anderen, wo der Fleck schon deutlich da war, ich nicht auf die Ranke geachtet habe und sie am Ende doch noch einiges Reifepotenzial hatte
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 31. Juli 2018, 22:55:49
Sieht auf den Punkt greift aus. Sugar Baby ist ja auch eher eine kleiner Sorte, ist vielleicht Sorten spezifisch?
Hast du nicht mal zusätzlich eine Klopf-Probe gemacht?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 31. Juli 2018, 23:55:41
Also wie es genau klingen soll, hab ich ehrlich gesagt nie richtig verstanden. Aussagen wie "hell", "dunkel", "dumpf" usw etc sind ja immer relativ. Klar, größere/kleinere Melonen klingen jeweils leicht anders, aber was die exakte Tonfrequenz/Resonanzdauer etc pp für Reife ist (am besten noch in Abhängigkeit zur Größe) erschließt sich mir nicht so ganz.
Vielleicht entwickelt irgendwann ja mal jemand eine Äpp, die das Handymikrofon nutzt und mir dann genau sagen kann wie reif sie ist, oder gar wie lange sie noch braucht...
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 01. August 2018, 09:57:39
Naja, aber wenn du vor der Ernte ein Mal klopfst und dir in etwa merkst wie es klingt und dann mal bei einer unreifen klopfst, falls noch eine hängt, dann solltest du den Unterschied schon deutlich hören und dir in etwa die Richtung merken können.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 06. August 2018, 21:49:57
Der Trick mit der Ranke (Tendril) verwirrt mich jetzt doch etwas. Die Ranke der großen Moon and Stars (erst 30 Tage alt) beginnt zu vetrocknen. Scheint mir doch recht früh zu sein. Wir hatten zwar durchgehend ehr heißes Wetter mit bis zu 40 Grad, aber ob sich die Reife derart verfrüht?

Wisst ihr, wie lange eure bereits geernteten Früchte von der Blüte bis zu Reife brauchten?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 06. August 2018, 22:34:16
Vier bis sechs Wochen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 06. August 2018, 23:16:44
Dann reifen Wassermelonen nicht langsamer obwohl sie größer sind?

Wachsen deiner Erfahrung nach die Früchte der Wassermelone bis zum Schluss oder stellen sie das Wachstum einige Zeit vor der Reife ein?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 07. August 2018, 11:53:48
Vielleicht kann man es nicht für alle Wassermelonensorten verallgemeinern. Ich habe eine mal auf eine flache mechanische Waage gelegt und das Gewichtswachstum beboachtet. Das ging relativ gleichmässig aufwärts und als es so gut wie endete, habe ich die Melone geerntet, sie war reif. Wassermelonen können ganz im Gegensatz zu Zuckermelonen aber noch lange an der Pflanze hängen ohne dass sie gleich verderben, müssen das aber nicht.

Aufgefallen bei meinem Experiment ist mir aber auch, dass grössere Früchte optisch oft nicht mehr den Eindruck von weiterem Wachstum machen, das Gewicht aber durchaus noch deutlich zulegt. Man könnte von aussen besehen glauben, sie würde gar nicht mehr wachsen, obwohl sie das weiterhin tut.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 07. August 2018, 13:13:32
Bei meinen scheint es auch nur ca. 30 Tage zur Reife gebraucht zu haben. Gerechnet hatte ich eher so mit 45-55. Geerntet hatte ich sie dann auch so nach 45 Tagen, was man manchen auch etwas an sah, um die Kerne.

Wenn der Fruchtstiel noch in Takt ist, könntest du ja mal versuchen eine Waage drunter schieben und in drei Tagen nach mal nach wiegen. Was cydorian schon getestet hat kam mir auch so vor -> ausgewachsen = reif. Wenn sie also nicht mehr zulegt sollte sie fertig sein. Wenn der Fruchtstiel doch schon trocken ist, wär es ja eh egal, nachreifen tut sie nicht mehr.

Ich hätte jetzt auch gedacht, dass größere und spätere Sorten auch länger wachsen, also länger zur Reife brauchen ab Fruchtansatz. Die scheinen wohl aber tatsächlich nur später an zu setzten und wachsen dann in größeren Schritten.

Zitat
Aufgefallen bei meinem Experiment ist mir aber auch, dass grössere Früchte optisch oft nicht mehr den Eindruck von weiterem Wachstum machen, das Gewicht aber durchaus noch deutlich zulegt.
Das ging mir genau so. Die Melonen die ich mit 3,5-3,8Kg geerntet hatte, hatte ich bei +-2KG gewogen und seit dem optisch keinen Unterschied mehr gesehen. Nur die Ranke kam mir beim ernten dann etwas höher vor, als beim wiegen.

 

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 07. August 2018, 15:08:47
Interessante Beobachtungen. Vielleicht nimmt die Frucht auch weiter an Gewicht zu, weil die Pflanze gegen Ende mehr Wasser in die Frucht pumpt?!

Das Vermessen einer großen Frucht ist nicht wirklich hilfreich, um festzustellen, ob sie weiterhin wächst. Ich kann nämlich nur die Länge (Stiel-Blütenansatz) feststellen. Wenn sie weiterhin an Umfang zulegt, kann ich das nicht mehr dokumentieren.

Erleichtert bin ich aber, dass es bei euch auch so schnell ging. Vielleicht schnappe ich mir die Tage mal die Nachbarin und schiebe eine Waage unter die Frucht, um genau zu prüfen. Wenn sie nicht mehr wachsen sollte und die Ranke vertrocknet ist, werde ich sie ernten.


Was machen eigentlich eure Pflanzen?





Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 07. August 2018, 15:28:04
Was machen eigentlich eure Pflanzen?

Sie leiden. Und wir lernen, dass es Melonen auch zu heiss sein kann. "Sonnenbrand" kann ich jetzt zur Liste der möglichen Probleme hinzufügen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 07. August 2018, 22:44:40
Meine Melonen sehen noch gut aus.
In der letzten Woche habe ich alle Charentais-Melonen abgeerntet.
Heute Abend, beim Wässern, habe ich plötzlich ein neues, schon faustgroßes Exemplar entdeckt.  :o
Keine Ahnung, woher das so plötzlich kommt.

Zur Wassermelone:
Leider weiß ich nicht, wie viel Zeit vom Fruchtansatz bis zur Ernte vergangen ist.
Nach dem Vertrocknen der Ranke habe ich aber gleich geerntet.
Das war zu früh!
Die Melone wog genau 3800 g, aber die Kerne waren noch hell.
Bei den anderen Melonen werde ich warten.
Vielleicht eine Woche?
Es ist jedenfalls gut zu wissen, dass die Wassermelonen ruhig etwas länger an der Pflanze bleiben dürfen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 08. August 2018, 05:31:15
Wer will es ihnen verübeln? HAbe gestern in der Sonne 55 Grad gemessen.  :o Bei einer oder zwei Pflanzen ist auch falscher Mehltau zu erkennen.

Ja, die Früchte sind des öfteren richtige Tarnkünstler.  :P

Danke für deinen Hinweis. Jetzt kann man das etwas besser einschätzen, wann man ernten sollte. Eine Woche gebe ich auch dazu.  Essen konnte man sie aber trotzdem oder?


Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 08. August 2018, 07:44:34
Essen konnte man sie aber trotzdem oder?

Wir leben noch!  ;D ;)
Die Melone ist nicht alt geworden.
Ich hatte sie in den Kühlschrank gelegt und dann sind meine Kinder darüber hergefallen. ;D

Sie war sehr saftig und auch süß.
Ich denke, dass das Aroma noch besser gewesen wäre, wenn die Melone richtig reif gewesen wäre.
Ich bin auf die nächste Frucht gespannt und hoffe, dass ich dann den richtigen Zeitpunkt erwische.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 08. August 2018, 08:46:15
Aber wenn die Ranke wirklich durch und durch trocken war und nicht im Kern doch noch etwas Saft floss, kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Woche mehr etwas gebracht hätte.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 08. August 2018, 09:52:46
 :D Deswegen verstecke ich meine Melonen immer im zweiten Kühlschrank!  :P

https://www.youtube.com/watch?v=-s6sQnog6sk

Ich drück uns beiden die Daumen.

@markoxyz: Du denkst an die falsche Ranke. Wir meinen das komische Anhängsel neben dem Stielansatz der Frucht, mit der sie nach Halt sucht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 08. August 2018, 14:02:13
 :o und ich wunder mich immer über eure komischen Pflanzen,... na das erklärt dann natürlich alles  ;). Auf das Teil hab ich dann natürlich noch nie geachtet.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 08. August 2018, 18:21:01
So, die schwerste Sugar Baby ist geerntet (Tendril-Reife-Methode, hat bei den letzten 4 immer hingehauen) - 5,6 Kilo.

(https://i.imgur.com/VdgfC5T.jpg)

@markoxyz: Oh hatte dich total überlesen... aber nee, zum Ton bis zum nächsten Mal merken bin ich zu vergesslich... vielleicht kriegt man ja ein Gefühl dafür wenn man sie kommerziell anbaut
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 08. August 2018, 18:34:22
@markoxyz:  ;D Und ich hab mich am Anfang gewundert, warum die Methode bei anderen funktioniert und bei dir nicht.  :P


Das ist aber ein ganz schöner "Wescher" wie wir in der Pfalz sagen würden. Hast du direkt geerntet, nachdem die Ranke vertrocknet war oder hast du noch ein paar Tage dazu gegeben?

Ein Bild vom Innenleben wär geil.  :P
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 08. August 2018, 18:39:39
Hab ehrlich gesagt nicht jeden Tag geschaut, aber beim letzten Mal vor so 3-4 war's noch bisschen grünlich, heute dann trocken.
Bis ich sie aufschneide kann noch etwas dauern, erstmal muss die davor geerntete (~3,5-4 kg) noch dran. Die Dinger reifen gerade schneller als man mit mampfen hinterherkommt
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 08. August 2018, 21:02:45
Ok. Dann werde ich sicherheitshalber noch ein paar Tage nach dem Vertrocknen der Ranke mit der Ernte warten.


Ich helf gern, wenns zu viel wird.  ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 09. August 2018, 01:22:39
Ich habe jetzt noch eine Ergänzung zur Tendril-Methode auf YT gefunden. https://www.youtube.com/watch?v=fk1B-YhBJ2M&t=317s
Der Mann hat noch mehr aktuelle Videos auf seinem Kanal, welche ich ganz hilfreich finde.
 
Er meint, dass die kleine Ranke kein eindeutiges Reifezeichen sei. Es würde nur anzeigen, dass die Frucht kein weiteres Wasser mehr aufnehmen würde. Entscheidender wären kleine trockene, braune Stellen am Stiel der Frucht, die erst 1- 2 Wochen nach dem Vertrocknen der Ranke auftreten und die Beendigung der Aufnahme von Nährstoffen (ich denke wohl hauptsächlich Zucker) bedeutet.

Seine aufgeschnittene Melone scheint ihm recht zu geben.

https://www.youtube.com/watch?v=3kyoPcDRNOc
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: na-na am 09. August 2018, 14:44:29
Danke für diese Info!
Bei der nächsten Melone werde ich darauf achten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 10. August 2018, 07:54:38
Ich bin auch gespannt.  :P

Und so wie bei eigentlich jedem Obst sollte die Pflanze die Frucht relativ einfach hergeben.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 16. August 2018, 11:54:07
Bei den Cantaloupemelonen, die gut gesund geblieben sind ist die Fruchtbildung der zweiten Ladung voll im Gange, einige Früchte haben fast schon Endgrösse erreicht. Ich weiss nicht ob es Zufall ist, aber die Pflanzen mit voller Morgensonne sind deutlich gesünder geblieben wie die in reiner Südlage ohne frühes Licht von Ost. Morgensonne trocknet feuchte Nacht-Tau-Blätter viel schneller ab, weniger feuchte Blätter = weniger Krankheiten.

Die koreanischen Chamoe-Melonen reifen und fruchten kontinuierlicher, eine gut versorgte Pflanze schafft es, etwa fünf Früchte gleichzeitig zu versorgen. Wie gut es einer Pflanze gefällt, sieht man bei dieser Art auch stark an der Fruchtgrösse. Im Schnitt erreichen sie 500g, aber unterhalb eines Pferdemisthügels habe ich auch 800g - Früchte. Nicht alle sind gut. Ich hatte unter anderem auch Samen eines US-Versenders, die sehen aus wie wenn der einfach Samen aus einer Melone vom Markt getrocknet hätte und dann verschickt. Die Früchte sind weniger aromatisch und häufiger deformiert, haben tiefere Rippen. Wahrscheinlich eine F2-Hybride. Kauft besser die Sorten.

Die zweite Ladung Wassermelonen wird auch noch reif. Sind viele Früchte, aber kleiner wie die Ersten. Selten, dass die Pflanzen lange gesund bleiben. Dieses Jahr ist es erstmalig passiert, dass die Gurken vor den Melonen draufgegangen sind. Keine Gurken mehr, aber die Melonen wachsen weiter, wo gibts denn so was?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 16. August 2018, 14:19:40
Bei den Cantaloupemelonen, die gut gesund geblieben sind ist die Fruchtbildung der zweiten Ladung voll im Gange,

[...]

Die zweite Ladung Wassermelonen wird auch noch reif. Sind viele Früchte, aber kleiner wie die Ersten. Selten, dass die Pflanzen lange gesund bleiben. Dieses Jahr ist es erstmalig passiert, dass die Gurken vor den Melonen draufgegangen sind.

 :) Eine meiner 3 vernachlässigten und umwucherten Cantaloupemelonen hat mittlerweile auch zwei Früchte angesetzt. Gibt also vielleicht doch noch eine kleine Kostprobe. Groß werden die wohl nicht werden, zu wenig Blattmasse.

Meine veredelte Viking F1 Wassermelone, die eine 3,7Kg Frucht fertig hatte, vor drei Wochen, hatte direkt wieder drei neue Früchte angesetzt. Zwei sind leider stehen geblieben und abgestorben. Dafür ist die eine jetzt nach 2,5 Wochen schon so groß wie die vorherige am Ende. Ich kann also doch noch auf etwas größeres hoffen. Das Wachstum der Pflanze geht währenddessen mit Turbo weiter. Der Haupttrieb ist den 6 Meter Tunnel schon einmal runter gewachsen und nun schon um die Kurv und zu 2/3 wieder nach hinten zurück. Der dürfte bald 10m lang sein. Zwei Neben Triebe mit ca. 6 und 7 Meter Länge hat sie auch noch. Dazu sprießt sie jetzt überall noch Seien Triebe raus. Die gehen schon die Tunnelwände hoch  :o.
Das mit dem Veredeln werde ich also auf jeden Fall noch ausweiten. Für nächstes Jahr investiere ich in die richtigen Silikon Klips. Dann werde ich es auch noch mal mit Kopfveredelung probieren.
Und weil mir die Tender Gold so gut gefallen hat, gib es dann noch die Orangello und noch mindestens eine andere gelbe Sorte. Wahrscheinlich keine roten mehr.

Ach ja, meine zwei Gurken, ich meine es sind Conny F1, produzieren noch ordentlich weiter. Pro Pflanze bestimmt sechs-acht Stück jede Woche, seit Juni. Vor 2-3 Wochen hatte ich bei denen von rein biologischer Düngung auf Hakaphos Basis 3 + YaraLiva Calcinit im Wechsel mit Brennesel Jauche umgestellt. Die Blätter sind jetzt viel dunkler und die Fruchtansätze hängen büschelweise dran.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 17. August 2018, 13:47:10
Heute war es endlich soweit. Nachdem die kleine Ranke seit einer Woche vertrocknet war, habe ich heute Morgen die Nabelschnur gekappt. Das Fruchtfleisch ist eher pink-rosa, aber sehr saftig und süß. In der Mitte hatte sie ein kleines Loch, weshalb das Fruchtfleisch beim Anschneiden etwas nach innen gebrochen ist. Ist aber nur ein optischer Makel. Mehlige Stellen konnte ich keine ausmachen. Auf jeden Fall bin ich stolz wie Oskar.  :P



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 17. August 2018, 13:48:29
Irgendwie bekomm ich immer nur ein Bild hochgeladen.  ???


P.s. Den unfertigen Haussockel überseht bitte einfach.  :P



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 17. August 2018, 14:32:45
Boa, was für ein Klotz :o! Die reicht ja für drei Tage  ;D.
Und was hat die Waage nun gesagt? Sind noch größere in Sicht?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 17. August 2018, 15:35:50
Ich glaube, die reicht für die ganze Straße.  :P Es waren genau 23 kg. Habe den 2. Kühlschrank komplett leer geräumt und sie dort geparkt. Heute Abend werden wir versuchen so viel zu essen wie wir können.  ;D

Nein, es sind keine Größeren mehr dran. Das war die mit Abstand Größte.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 17. August 2018, 17:57:51
Wow voll cool! Welche Sorte ist das? Ist es möglich Samen von dem Monster zu bekommen?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 17. August 2018, 19:26:34
Die Sorte heißt Moon & Stars, wobei der Mond (großer gelber Punkt) fehlt. Ich finde, die Melone ist mit Supermarktware nicht zu vergleichen. Vielleicht hatte ich aber auch immer schlechte Qualität gekauft?!  ???
Auf jeden Fall ist sie super knusprig und schmeckt wunderbar nach Wassermelone. Wenn mein Organismus nicht streiken würde (Obelix wäre neidisch :P), hätte ich die Melone schon wegschnabuliert.

Erstaunlich finde ich, dass die Pflanze bei dem heißen, trockenen Wetter derart viel Wasser im Boden fand, nachdem ich so gut wie überhaupt nicht gegossen hatte.


Klar, ich schick ich dir gerne ein paar Samen. Schick mir per PN einfach deine Adresse.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 17. August 2018, 19:39:14
Oh, das ist wäre voll super! Ich übernehme auch gerne das Porto oder schick Dir was im Tausch. Adresse bekommst Du per PN.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 17. August 2018, 19:51:14
23Kg ist echt ne Hausnummer. Da hast du natürlich genau die richtige Sorte für den richtigen Sommer gehabt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Heckenscharfrichter am 17. August 2018, 19:56:27
Ja, da hatte ich richtig Glück gehabt.  ;D  Mein Besuch vorhin wollte nicht glauben, dass die Melone aus dem Garten ist.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 18. August 2018, 17:41:21
Hier noch ein Bild (nicht arrangiert!) aus dem Chamoe-Feld. Stammt von einer Pflanze, nur eine Melone ist von einer Nachbarpflanze. So gesund sind die Pflanzen um diese Jahreszeit noch nie zuvor gewesen.

(https://c2.staticflickr.com/2/1899/42303721690_2b32ec0cc9_o_d.jpg)

Eine Einzelpflanze hatte ich im Gewächshaus, dieser Melonentyp ist ganz gut dafür geeignet. Vorteil ist auch, dass sie sich da drin nicht so leicht verkreuzen wie im Sortengewirr des freien Gartens. Werde von den Früchte dort Samen nehmen. Wer es riskieren will, dem schenke/schicke ich ab übernächster Woche (jetzt kommt erst mal Urlaub) welche.
Diverse Sortenerfahrungen habe ich jetzt mal hier zusammengestellt. Da wird wohl noch einiges dazukommen...
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 18. August 2018, 20:52:16
Hier noch ein Bild (nicht arrangiert!) aus dem Chamoe-Feld. Stammt von einer Pflanze, nur eine Melone ist von einer Nachbarpflanze. So gesund sind die Pflanzen um diese Jahreszeit noch nie zuvor gewesen.
na, vielleicht ist dieses Wetter ja doch für 'was gut :)



Zitat
Eine Einzelpflanze hatte ich im Gewächshaus, dieser Melonentyp ist ganz gut dafür geeignet. Vorteil ist auch, dass sie sich da drin nicht so leicht verkreuzen wie im Sortengewirr des freien Gartens. Werde von den Früchte dort Samen nehmen. Wer es riskieren will, dem schenke/schicke ich ab übernächster Woche (jetzt kommt erst mal Urlaub) welche.
ich bin neugierig und schicke Dir eine PM :)


Zitat
Diverse Sortenerfahrungen habe ich jetzt mal hier zusammengestellt. Da wird wohl noch einiges dazukommen...
Dankeschön für's Dokumentieren!
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 06. September 2018, 21:19:37
Sie fruchten nach wie vor, das Laub blieb sehr lange gesund. Immer wieder wird was reif. Hier nochmal ein paar "Stellio" auf dem Weg zur Reife:

(https://c2.staticflickr.com/2/1865/43799912324_72502f605d_o_d.jpg)

Leider gehts jetzt doch mit Krankheiten los. An einigen Stängeln kommen jetzt wieder Alternaria bzw. Brennfleckenkrankheit, das war schon im Spätfrühling, konnte sich aber wegen des Wetters nicht weiter ausbreiten.

(https://c2.staticflickr.com/2/1859/43799912594_f0edc61fa2_o_d.jpg)

Hier eine aussergewöhnlich grosse "Model", das ist eine grünfleischige cantaloupeartige Sorte mit delikatem Eigenaroma, normalerweise eher kleine Früchte. Rechts noch eine Chamoe-Melone. "Model" fruchtet auch schön hintereinander, kommt aber immer etwas spät, sie braucht auch lange bis die Pflanze mal gross ist. Schade, vom Stil her und der Haltbarkeit eine tolle Sorte:

(https://c2.staticflickr.com/2/1887/44467636262_f4bbcea432_o_d.jpg)

Das sind eher die normalen Grössen, am Ende sinds meist um die 600g Fruchtgewicht:

(https://c2.staticflickr.com/2/1875/29580046637_2e6c8e4b68_o_d.jpg)

Eine "Excelor", Galiamelone kurz bevor sich das Netz bildet. Nach dem fulminanten Start kam von dieser Sorte leider nicht mehr viel:

(https://c2.staticflickr.com/2/1850/29580046327_da89bc7710_o_d.jpg)

Die Chamoe-Melonen sind auch weiter gut mit dabei. Täglich ernte ich eine und verschenke noch.

(https://c2.staticflickr.com/2/1895/29580046237_c0321ae3cf_o_d.jpg)

Manchmal übersehe ich eine im Laubgewirr. Die können gut zwei Wochen reif an der Pflanze hängen, aber dann kommt Schimmel:

(https://c2.staticflickr.com/2/1849/29580045897_4cc1a0bf75_o_d.jpg)

Die hier ist überreif. Kaverne zu gross, Struktur erscheint im Fleisch, geht Richtung holzig:

(https://c2.staticflickr.com/2/1854/29580046117_66e3615c59_o_d.jpg)

Die Wassermelonen gibts auch noch. Pro Pflanze bis zu 5 Früchte, die späteren Früchte sind aber kleiner. Jetzt fängt falscher Mehltau an, da wird wohl bald das Ende erreicht sein.

(https://c2.staticflickr.com/2/1844/29580046017_c762e54167_o_d.jpg)

Ein Jahr, in dem es wieder in den Herbst hinein geht. Das Aroma ist noch sehr gut und die Süsse kräftig vorhanden. Das wird erfahrungsgemäss jetzt langsam abnehmen. Aber ehrlich: Mit drei Monaten Melonen sind wir bereits wie selten verwöhnt worden, es war ein gutes Melonenjahr. Der fehlende Regen hat diverse Katastrophen verursacht, aber die Lufttrockenheit war für Melonen ideal.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: echo am 16. September 2018, 13:43:10
Meine Sweet Siberian die ich heuer zum ersten mal ausprobierte hatte zwei recht große Exemplare hervorgebracht. Die erste Melone war etwas kleiner, wurde von mir vor ca. 2 Wochen geerntet und war leicht überreif. Heute die zweite gewogen und aufgeschnitten, sie ist auch auf dem Foto vorhanden. Von der Reifegrad etwas besser, innen jedoch kleinerer Hohlraum. Beide haben sehr gut geschmeckt, trotz der leichten Überreife der ersten. Insgesamt bin ich mit der Sorte sehr zufrieden und werde sie nächstes Jahr definitiv wieder probieren.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 07. Oktober 2018, 12:19:46
So, läuft noch. Eine 4,5Kg Viking F1 konnte ich im September noch im großen Folientunnel an meiner veredelten Pflanze ernten. Reife war gut, Aroma nicht mehr so ausgeprägt aber vorhanden, auch Süße war vorhanden, nur sie war sehr sauer. Das Problem hier ist einfach, dass die Chilis zu stark gewuchert sind (mehrere 2m Pflanzen) und den Melonen auf dem Boden dann schnell das Licht und der Platz ausging. Dadurch hatten sie dann auch kurz vor der sehr guten ersten Ernte Spinnmilben und auf dem Weg zur zweiten Ernte Mehltau. Ein dritter Ansatz mit 0,5-1Kg ist dann an einem anderen verkahlenden Trieb eingegangen und jetzt wächst noch ein vierter mit mittlerweile bestimmt 2Kg am fast kahlen Haupttrieb. Wegmachen kann ich den nicht mehr, weil er sich hinter den Chilis so fest gerankt hat, dass erst diese weg müssen. Außerdem interessiert mich dann mal die Endlänge vom Trieb, den ich beim Auflösen versuchen werde zu messen. Es dürften mindestens 7-9 Meter sein.
Nächstes Jahr werde ich wohl keine Melonen mehr in diesen 18m² Tunnel pflanzen, oder höchstens die kleinen Golden Midget, die sofort nach der ersten Ernte entfernt werden. Denn die Melone hatte sich an allen Chilis vorbei geschoben, überall verrankt und sie vor ein paar Wochen dann mit ihren Spinnmilben angesteckt, die wohl auch von den sterbenden Blättern kamen und eine neue Heimat suchten. Die Chile stehen zum Glück so kräftig da, dass sie den Befall einfach weg stecken. Aber unangenehm ist die Sache doch. Mehr Reinigungsaufwand nach der Ernte und später beim Entsorgen der Pflanzen. Ob ich die Alterde noch verwenden kann nächstes Jahr weiß ich noch nicht. Und mein Basilikum der jetzt noch brauchbar gewesen wäre, wo der im Freien langsam versagt, denn kann ich mit den Viechern drauf auch vergessen.

Im Freien hatte ich vor zwei Wochen noch zwei Golden Midget um je 1Kg geerntet. An der Pflanze hingen schon zwei Stück um 1,5Kg. Allerdings hatte kurz vor der Vollreife die Pflanze versagt und statt sich gold gelb zu färben haben sie nur gelbe Flecken gekriegt. Die Kerne waren ausgewachsen aber noch Creme-Farben. Das Fruchtfleisch war fertig, gute Konsistenz. Aroma war sehr dezent, aber ohne unreifen Geschmack oder Säure. Insgesamt noch sehr gut essbar, eine willkommene Erfrischung.

Am besten und längsten haben sich sich die zwei Pflanzen im Frühbeet Tunnel mit Lochfolie gemacht. Dort reifte jetzt noch der zweite Frucht Ansatz. Während der Endreife des ersten wurden die Pflanzen komplett und schnell von Spinnmilben befallen. Nach der ersten Ernte haben beide Pflanzen alle Blätter verloren, die Triebe blieben gesund. Ich hatte die Pflanzen schon aufgegeben aber noch stehen lassen. Innerhalb einer Woche fingen sie dann auf wundersame weise aus ihrem kahlen Ranken-Gerüst wieder neu an aus zu treiben. Die abgestorbenen Blätter hatte ich in der Zwischen zeit alle entfernt und entsorgt. Die Pflanzen waren wirklich zu 100% kahl. Nach dem Neuaustrieb haben sie dann volle Pulle geblüht und mehrere Fruchtansätze gebildet. An der Viking F1 ist leider nur einer über geblieben, an der Tender Gold immerhin zwei. Während des eisigen Regens vor 1-2 Wochen und später Starkregen mit leichtem Hagel und zwei 4°C Nächten haben die Blätter ein paar schwarze Punkte gekriegt. Die Pflanzen insgesamt wirkten aber noch sehr gesund und vital. Spinnmilben sind keine mehr gekommen. Erst gestern haben die Pflanzen dann plötzlich zu welken angefangen. Die Nacht war warm und sehr Tau-nass. Der Tag dann sehr warm und sonnig. Wegen den kalten Nächten zuvor und dem starken Wind hatte ich die Folie 3-4 Tage lang gut befestigt und nicht geöffnet gehabt. Anscheinend hatten die Löcher der Folie nicht ausgereicht für die Lüftung und die Pflanzen wurde gedämpft. Beim öffnen kam mir auch ein starker, fast chemischer Geruch entgegen. Da wird wohl einiges gebrütet haben. Wenn ich rechtzeitig gelüftet hätte, würde die Pflanzen wohl auch die nächsten sonnig und war angesagten Tage und Wochen recht vital da stehen, nach dem alle anderen Standorte mittlerweile am Ende waren.
Aber ich habe Glück gehabt. Die Viking F1 hab ich heute zum Frühstück geerntet. Zwar nur etwas über 1Kg, aber fast schon wenige Tage über die perfekte Reife hinaus. Knackig saftiges Fruchtfleisch, sehr süß (nicht ganz so übertrieben wie im Hochsommer) und keine Säure, Kerne voll gefärbt, annähernd volles Aroma wie im Sommer. Die zwei Tender Gold, die Sorte die mir von meinen fünf am besten gefiel, dürften so zwischen je 1,2 und 2 Kg wiegen. Da sie zur selben Zeit wie die Viking F1 angesetzt hatten und einen reifen Klang haben sollte ich auch mit diesen noch Glück haben. Die werden dann die nächsten Tage noch geerntet und verspeist.

Für nächstes Jahr heißt es dann bei mir, mehr Orange Sorten (Orangeglo), mehr Golden Midget und mehr Aufwand beim Veredeln. Von den Frühbeet Tunneln hatte ich im Schlussverkauf bei Lidl auch noch ein paar gekauft, dafür wird mir aber wohl wieder der Platzt fehlen, für mehr als einen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 07. Oktober 2018, 12:53:44
Schöne Erfolg habt ihr 8), dieses Jahr war auch ideales Wetter für die Melonen. Ich werde direkt neidisch, kann aber keine mehr anbauen, weil Niemand mehr den Acker bearbeitet seit mein GG gestorben ist :(.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 07. Oktober 2018, 13:21:11
Sie fruchten nach wie vor, das Laub blieb sehr lange gesund. Immer wieder wird was reif.

Wow. Hier hat der falsche Mehltau trotz Behandlung schon lange zugeschlagen, immerhin hängt noch eine Frucht, genaugenommen die einzige :) und mit etwas Glück wird sie noch reif...
Was mich wundert ist, das trotz des warmen Wetters und mit Bewässerung die Melonen hier nicht wirklich in die Gänge kamen, erst mit Ende der Wärme wuchs die erste und einzige Frucht.
Die Sorte spielt dabei bestimmt eine Rolle, eine Supermarktsabsaat, dennoch hätte ich aus dem Bauch heraus das Wetter als generell melonentauglich eingeschätzt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 07. Oktober 2018, 13:28:18
Ja, Spinnmilben Befall war stark. Wie immer in frühen, heissen Jahren. Teilweise sogar auch im Freiland.
Ich ernte auch noch. Die gelben Chamoe reifen noch massenhaft, auch das Laub ist bei ostseitigen Pflanzen noch teilweise okay. Stellio und die gute "Model" gibts ebenfalls noch. Die Früchte sind wie immer im Herbst nicht mehr so süss, aber harmonisch.

Beim falschen Mehltau gab es sehr früh im Juni Probleme, wenn man das überstanden hat war bis September Ruhe. Da kam wieder Tau. Passiert selten, dass es so gut bei dieser Krankheit läuft. Und auch jetzt merkt man, dass je nach Standort der Befall ziemlich unterschiedlich ist. Die luftige Gartenseite hin zu einer Asphaltfläche Richtung Ost und Süd steht am Besten da. Je weniger Tau und je früher der morgens weg ist, desto besser. Leute in höheren Lagen (ich bin zu nahe an einem Fluss) haben jetzt noch pero-gesunde Pflanzen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 11. Oktober 2018, 18:28:56
Hallo in die Runde,
hat hier schon jemand die Zuckermelonen/Wintermelonen  'Piel de Sapo' in 7b angebaut?
Ob da mal ein Anbauversuch in 2019 lohnen würde?



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. Oktober 2018, 20:00:08
Ja, die Krötenhaut hatte ich auch mal. Ertrag gering, Reife spät (erst ab Ende August), Geschmack ist bei der sowieso höchst einfach. Meistens stirbt sie an Krankheiten, bevor sie wirklich reif wird. Ihre grosse Stärke liegt in der guten Lagerfähigkeit.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 12. Oktober 2018, 18:38:26
Hallo Cydorian,

Ja, die Krötenhaut hatte ich auch mal. Ertrag gering, Reife spät (erst ab Ende August), Geschmack ist bei der sowieso höchst einfach. Meistens stirbt sie an Krankheiten, bevor sie wirklich reif wird. Ihre grosse Stärke liegt in der guten Lagerfähigkeit.
Danke für Deine Info.
Wo gärtnerst Du eigentlich? und welchen Boden hast Du?

............hattest Du nicht in Deinem Profil immer den link zu Deinem Blog? :'(

LG
Nemi

Edit sagt: " ....ah, Blog wiedergefunden  :D"
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 12. Oktober 2018, 21:00:46
Das Blog ist unter gartenzone.blogspot.com. Aber das ist mehr eine Informationssammlung, hier diskutieren macht ebenso Spass :-)
Unsere Lage ist sommertrocken, und immer in der Spitzengruppe der Temperaturrekorde, aber luftfeucht, häufig Tau. Der Boden ist elend schlecht, Kalkboden, nicht mal spatentief. Aber für Melonen irrelevant, die werden mit Pferdemist gedopt. Ohne den Mist geht eh nix.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 19. Januar 2019, 12:44:08
Juhu, 2019 läuft an. Dieses Jahr habe ich bei rareseeds.com Wassermelonen-Samen bestellt. In Mansfield, Missouri, USA. 5$ Versand, der seht gut geklappt hat. Es wurde direkt mit "DHL Global Mail" versendet, was etwas hochwertiger zu sein scheint. Am 08.01. verschickt, am 19.01. angekommen.



Gesamtbetrag waren 19,75$. Für eine Zuckermelonen Sorte hatte es dann nicht mehr gereicht um unter der Einfuhrumsatzsteuer-Grenze zu bleiben.
Als gratis Beilage gab es noch eine Tüte Zimtbasilikum.

Viking F1 und Rosario F1 vom letzten Jahr werde ich nicht mehr anbauen. Golden Midget auf jeden Fall wieder, ob ich Early Moonbeam noch mal probiere weiß ich noch nicht, Tendergold sofern irgendwie Platz ist auch wieder.

Demnächst bestelle ich noch vernünftiges Veredelungs-Material (Silikonclipse, Plastik-Klammern?, Veredelungsmesser?, zusätzliche Kürbisunterlage?). Das war mir letztes Jahr irgendwie zu teuer, aber nun habe ich Saft geleckt. Eine 10,5m Haupt-Ranke und zwei 8,5m Neben-Ranken + etliche 1-2m Seiten-Triebe an der Veredelten Pflanze haben mich überzeugt. Dazu die Riesen Blätter und die größte Melone von allen Pflanzen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 19. Januar 2019, 20:37:44
Manchmal ist der neumodige Ferz doch nicht für die Katz...
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 19. Januar 2019, 23:39:32
Das sind alles alte Wassermelonensorten. Orangelo ist z.B. 60 Jahre alt. Desert King ist noch älter. Die Sorten gibts natürlich auch in Deutschland, Deaflora führt sie zum Beispiel alle bis auf Yamato Cream, eine ältere auch kommerziell angebaute Sorte. Vorsicht bei Postversand bei Frost. Ebenso Zoll, Porto, Luftfracht braucht man nicht unbedingt.

Das soll natürlich nicht heissen, dass ältere Sorten nichts taugen. Was sich lange gehalten hat, wird kaum anbauunwürdig sein.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 20. Januar 2019, 16:50:55
Manchmal ist der neumodige Ferz doch nicht für die Katz...
"...sind die neumodische Ferz...". Du lernst die Leute falsches Kurpfälzisch - "duckundweg".
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 18. März 2019, 20:05:55
"Deaflora" naja, ein komischer (ungewohnter) PDF Laden. Wenn man ihn nicht kennt ist es schwer ihn zu finden. Ok, wenn man nach den einzelnen Sorten googlet stößt man recht schnell drauf. Aber egal, Zeit war genug da für den langen Versandweg und die Kosten hielten sich im Rahmen. Dazu kommt, dass ordentlich was ihn den Tüten war und dann sogar noch Mal teils doppelt so viel wie angegeben. Was mir an dem Shop auch sehr gefiel waren die Fotos, die ausführlichen Beschreibungen und die Nutzerbewertungen und Kommentare anhand derer man sich besser entscheiden konnte.

Gibt es überhaupt noch neue, stabile Sorten aus den letzten 10-15(20) Jahren die auf den Privatanbau ausgelegt sind, bzw. privat erhältlich sind?

So, gestern habe ich in 18 Bechern je 1-2 Kerne von 8 Sorten Wassermelonen gesät. Mal schauen, das Ziel ist wieder ein möglichst großer Veredelungserfolg. Mit der einen durchgebrachten Pflanze letztes Jahr, der dabei gemachten Erfahrung, den besseren Materialien und dem früheren Start bin ich mal wieder optimistisch.
Letztes Jahr bin ich ja auch auf die dummen Packungsanleitungen der Unterlagen reingefallen, von wegen 2-4 Tage nach der Edelsorte aussäen. Diesmal werde ich wohl eher so eine Woche nach dem Keimen säen. Bei kräftigen Sorten nach Sicht vielleicht auch ein paar Tage früher.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 18. März 2019, 20:56:21
Ich denke der Zeitpunkt ist abhängig von der Saatgutqualität.
Wenn die doppelt so viel reinpacken wie angegeben, würde ich persönlich vermuten, dass die Keimquote und Triebkraft nicht die Beste ist.
Sativa-Rheinau ist diesbezüglich auch nicht immer positiv aufgefallen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 18. März 2019, 22:19:57
Ich denke der Zeitpunkt ist abhängig von der Saatgutqualität.
Wenn alles alles innerhalb weniger Tage keimt, was der Fall war, gibt es keine Beeinflussung für das Timing.

Wenn die doppelt so viel reinpacken wie angegeben, würde ich persönlich vermuten, dass die Keimquote und Triebkraft nicht die Beste ist.
Das kann ich mir nicht vorstellen. Im Gegenteil. Was Frische und Qualität angeht habe ich bis jetzt einen sehr guten Eindruck. Die Saat ist in richtigen Verkaufstüten, mit Bild auf der Vorderseite und allen Details über die Sorte, das Unternehmen, inklusive Anbauanleitung und Angaben (Keimdauer-, Temperatur, Saattiefe, Pflanzabstand, Frosthärte und Sonnenstunden-Bedarf). Das allein wirkt schon sehr hochwertig und professionell. Was ich aber so noch nicht gesehen hatte ist ein zusätzlicher, individueller Stempel-Aufdruck mit LOT-Nummer, dass sie für 2019 abgepackt wurden und, dass sie bis 31.12.2019 verkauft werden! Im deutschen Einzelhandel gibt es manchmal Angaben zum Wirtschaftsjahr und immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das meist so 3 Jahre und mehr in der Zukunft liegt. Bis dahin wird die Saat dann auch oft verkauft, steht dabei teils sogar hinter dem Fenster in der Sonne  ::). Aber hier deutet alles darauf hin, dass die Saat jedes Jahr frisch geerntet und abgepackt wird nur ausschließlich im Folgejahr verkauft wird. Sie sollte also nur wenige Monate alt sein. Und die Kerne sehen sehr gesund aus.

Zur Menge, es steht auch keine absolute Menge, sondern ein "MIN" dabei, denke ich eher, dass in Missouri die Melonen wie Unkraut wachsen und sie einfach reichlich Samen haben. Statt zu knausern und wenn doch mal welche beim Versand (gerade beim internationalen) zerbrechen oder etwas nicht gut keimt, kann es halt sinnvoll sein gleich mehr ein zu tüten. Kann der Kundenzufriedenheit zu zuträglich sein. Falls sie per Hand verpacken wären die Personalkosten bei genauem Abzählen womöglich höher als einfach mit nem Messlöffel oder so ab zu füllen.

Aber am Ende der Woche kann ich hoffentlich mehr dazu sagen  ;).
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 18. März 2019, 23:23:08
Es ist toll wenn sich jemand Mühe gibt und die Samen mit viel Liebe verpackt und behandelt.

Letztendlich entscheidet aber der Keimtest oder die Aussaat und nicht der Stempel und das Bild auf der Packung.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 19. März 2019, 00:09:14
Puh,... ein Pessimist bleibt halt immer ein Pessimist und ein Optimist ein Optimist. 
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 20. März 2019, 20:11:52
Letztendlich entscheidet aber der Keimtest oder die Aussaat und nicht der Stempel und das Bild auf der Packung.

Wie gesagt hatte ich Sonntagabend unter anderem die fünf neuen Sorten gesät, je zwei Kerne in je zwei Becher pro Sorte. Und gerad eben gehe ich kucken,...  :o! In 9 der 10 Becher kucken je 1-2 Pflanzen aus der Erde. Also über 50% schon nach weniger als drei Tagen. Und von allen Sorten was dabei. Läuft  8).

Als Optimist hatte ich Vorfreue und meine Vorfreude wurde soweit erfüllt. Wäre ich Pessimist wie du hätte ich mir jetzt Wochen und Tage lang unnötig nen Kopf gemacht, bzw. gar nicht erst dort bestellt, weil kann ja auch schiefgehen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 20. März 2019, 22:46:05
Glückwunsch zur ausreichenden Anzahl an Pflanzen.

Du schätzt mich falsch ein. Pessimisten sind Optimisten mit Praxiserfahrung. Wäre ich Optimist hätte ich ein einzelnes Korn pro Topf gesäht und bei 10 benötigten Pflanzen 11 Korn gesäht. Bei über 50% würden mir dann etwa noch 4 Pflanzen fehlen, die hoffentlich in den nächsten Tagen auflaufen müssten.
Cucurbitae-Saatgut allerdings, da geht selten was schief, keimt auch noch nach 10 Jahren, ist ja kein Lauch. Ich wäre da also wirklich tiefenentspannt rangegangen. In 3 Wochen ists hier dann auch soweit mit der Aussaat für die Pflanzung Ende April. 
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 03. April 2019, 19:12:06
Ist ja echt wieder Wahnsinn, wie schnell sich der Kürbiskeim entwickelt. Ich hatte ja schon etwas Angst gekriegt, wie weit die Melonen schon waren, als ich die Kürbisse ausgesät hatte und hab schon doch schon gestaffelt ein paar Tage früher angefangen zu säen, als geplant. Aber die Melonen brauchen 1-2 Wochen um eine kleine Spitze echter Blätter raus zu schieben und die Kürbisse haben diese schon, wenn sich die Keimblätter öffnen. Der Kürbis hat nach drei Tagen schon eine Spannbreite von 10cm und die größte Melone (Dessert King) nach zwei Wochen erst 7cm.

Draußen keimen die Wassermelonen auch schon kräftig. Ich hab die Tage zwei Thermokomposter aufgelöst und dort waren ganze Nester unzähliger Wassermelonen-Keime.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Cepha am 07. April 2019, 22:59:10
Hallo @cydorian,

Du bist ja der Wassermelonenanbauexperte. Hältst Du bei Deinen Anbauten eigentlich eine Fruchtfolge ein (wenn ja wieviele Jahre daziwschen?) oder stehen bei Dir die Melonen mehrere Jahre hintereinander am selben Platz? Tauscht Du die Erde aus und wenn ja wie tief?

Bekämpfst Du Spinnmilben, wenn diese auftreten und falls ja, womit?

Wenn sonst jemand dazu etwas weiß, darf er/sie natürlich auch gerne antworten.

MfG
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. April 2019, 09:47:30
Spinnmilben sind im Freiland normalerweise kein Problem, wenn dann treten sie erst sehr spät auf. Da gibt es viele Krankheiten, die wesentlich üblere Spielverderber sind.

Da Platz immer ein Problem ist und Melonen sehr gut besonnte Plätze brauchen die es in den heutigen engen und ringsum bebauten Gärten nicht mehr gibt, ist der Quartierwechsel schwierig. Die meisten Melonen sitzen bei mir in Pferdemist, der wird jedes Jahr von neuem im Winter aufgebracht und mit Vlies bedeckt. Damit umgehe ich eventuelle bodenbürtige Krankheiten und irgendwelche Blattreste vom letzten Jahr als Initialzünder von Krankheiten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Cepha am 08. April 2019, 12:36:44
Bisher versage ich beim Melonenanbau, habe mich aber auch immer nur an Wassermelonen versucht. 2018 wären die Chancen wohl gut gewesen, da starben mir aber zum ersten Mal die Jungpflanzen im Topf ab, warum auch immer.

Dieses Jahr probiere ich mal kleinere Sorten / Typen, der Plan ist aber die ins Frühbeet zu setzen. Da stellt sich natürlich das Problem der Fruchtfolge, es gibt da zwar über den Winter/Frühjahr noch andere Kulturen, aber dennoch...

Außerdem habe ich mich gefragt was die ideale Vorgehensweise ist. Deckel drauf lassen und mit den automatischen Lüftern lüften. Dann bleibt es trocken und warm, aber evtl Spinnmilbengefahr? Oder Deckel als Dach aufstellen, das dürfte den Tau verringern, ansonsten ist es aber luftiger.
Oder ganz ohne Deckel.

Meine Überlegungen waren, dass hohe Luftfeuchte eher positiv ist (wegen Spinnmilben), aber gemäß Deinem Blog sollte man hohe Luftfeuchte eher vermeiden, sofern möglich. Ich kann leider mangels Fläche nicht an mehreren Stellen parallel experimentieren, schon so ist der Melonenanbau vom Flächenbedarf zum (möglichen) Ertrag im Minigarten eher irrational, aber Zucchini schmecken mir nicht :-)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. April 2019, 20:18:07
Die Balance zu finden ist nicht einfach. Kondensierende Luftfeuchtigkeit ist unter Glas und im Freiland (Taunächte!) ziemlich tödlich, die Pilzkrankheiten kommen dann sehr früh und sind schwer oder gar nicht bekämpfbar. Spinnmilben schaffen es im Freiland lange nicht so oft, zur Geissel zu werden, der erste Monat unter Frühbeetglas wird ihnen nicht reichen um Populationen aufzubauen, die schädigend zuschlagen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 08. April 2019, 20:50:49
Die meisten Melonen sitzen bei mir in Pferdemist, der wird jedes Jahr von neuem im Winter aufgebracht und mit Vlies bedeckt. Damit umgehe ich eventuelle bodenbürtige Krankheiten und irgendwelche Blattreste vom letzten Jahr als Initialzünder von Krankheiten.
Pferdemist reduziert bodenbürtige und Blatt-Krankheiten ???
Kannst du das kurz erklären? Welche Rolle spielt das Vlies? Danke schön :D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. April 2019, 00:02:32
Pferdemist reduziert bodenbürtige und Blatt-Krankheiten ???

Ich schrieb "umgehen". Weil die Melonen kaum im Gartenboden wachsen, sondern im Mist. Wenn beispielsweise Dauersporen von Fusarium im Boden sind, wäre eine lange Anbaupause nötig. Und dieses mögliche Problem umgehe ich, indem ich eine fette Ladung Mist draufhaue, in dem die Melonen dann wurzeln. Es sind Flachwurzler.

Kannst du das kurz erklären? Welche Rolle spielt das Vlies? Danke schön :D

Das Vlies hat -zig Vorteile, sowohl auf Pferdemist als auch auf Gartenboden. Gegen einige Krankheiten hilft es ebenfalls auf mehrfache Weise vorbeugend. Infektionen gehen oft von herumliegenden Blattresten des letzten Jahres aus. Das Vlies hält die am Boden und von den Melonen fern, hält den Boden feuchter so dass organische Reste schneller von Regenwürmern in den Boden gezogen werden. Es verhindert hochspitzendes Wasser bei Regen, mit dem Sporen hochgewirbelt werden. Es sorgt für schnellere Bodenerwärmung, vermindert Schalenschäden der reifenden Früchte, und und und.... diese Vorteile gelten für den gesamten Gartenbau, nichts melonenspezifisches. Da Melonen so eine empfindliche Kultur auf begrenzter Fläche ist, lohnt sich halt der Einsatz mehr.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 06. Mai 2019, 11:21:12
Vielen Dank, cydorian  :D :D

Ich hätte noch ein paar allgemeine Fragen: Wie viel Platz benötigt eine Melone (konkret: Petit Gris de Rennes)?
Ich habe inzwischen auf eine 3 m2 große Fläche ca. 30 cm Kompost aufgetragen und Vlies drüber gelegt. Die Ranken und Früchte dürfen auf den angrenzenden gepflasterten Bereich oder einen Steinhaufen wachsen. Wie viele Exemplare würdet ihr auf diese 3 m2 pflanzen?

Oder ist das sowieso kein guter Ort, weil es auf dem Pflaster / den Steinen zu heiß werden kann? Sollte ich Grasschnitt, Laub, Holzhäcksel oder ein Unkrautvlies unterlegen? Oder setze ich die Melonen besser ins Gemüsebeet? Durch die steinerne Umgebung erhoffe ich mir mehr Wärme. Wie viel Platz würde solch eine Melonenpflanze im Beet oder Gewächshaus insgesamt incl. Ranken benötigen?

An der Elbe wird zwar auch Wein angebaut, aber irgendwie ist das Klima doch "nordischer".
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 06. Mai 2019, 13:09:21
Wenn die Ranken in unterschiedliche Richtungen wachsen können, würde ich da drei Melonen draufsetzen. Das Pflaster hat Vor- und Nachteile. Es ist da trockener, Vorteil. Der Wind kann die Ranken leichter umherreissen, Nachteil.

Der Gesamt-Pfanzbedarf ist nicht so leicht kalkulierbar. Sie wachsen nicht wie ein ein Kreis, sondern schieben ihre Ranken weit. Ich pflanze gerne auf einer Art Hügelbeet in langer Reihe. Zwar eng gesetzt, aber die Ranken wachsen in angrenzende Bereiche hinein und ich führe sie auch dorthin.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 06. Mai 2019, 14:38:25
Vielen Dank, cydorian.  ;)
So werde ich das machen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 06. Mai 2019, 22:11:37
Die besseren Bedingungen die ich nach den Start Schwierigkeiten letzes Jahr geschaffen und die 1-2 Wochen früher die ich angefangen habe rächen sich bei dem miesen Wetter gerade zusammen bei mir und den Melonen. Letztes Jahr bei dem Traumwetter hatte ich mich noch geärgert nicht früher angefangen zu haben und nun ärgere ich mich nicht später angefangen zu haben  ::).

(https://abload.de/img/comp_img_20190506_215x4j1j.jpg)

Nach dem ersten richtigen Gießen vor ca. 5 Tagen kommt es mir vor, also ob sich manche Pflanzen plötzlich verdreifacht hätten, von Größe und Masse her. Ich fürchte, wenn die Saison nicht bald ein Blitzstart hinlegt muss ich noch einen Zwischenschritt in 3,5L Töpfe machen  :-\.

Und ansonsten ist ja hier auch noch gar nichts los. Bin ich denn der einzige der zu früh dran ist?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 07. Mai 2019, 07:45:41
Du liebe Güte, willst du ein ganzes Dorf mit Melonen versorgen ?  ::) :D
Da ich sie dieses Jahr in einem Heizungskeller mit neuem, effizienterem Brenner keimen lasse, bin ich hinten dran. Ein paar Grad weniger machen ganz schön viel aus.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 26. Mai 2019, 01:06:54
(https://abload.de/img/comp_img_20190523_1710ok21.jpg)
Naja, sieht jetzt doch ganz gut aus. Mit hochstecken am Bambusstäbchen geht es besser als gedacht. Auch weil es zur Zeit recht wenig Wind gibt. Ich hab die größten Exemplare doch noch mal in 3,5L hoch getopft vor dem Raustragen vor einer Woche. Interessanter Weise hingen letztes Jahr anfangs alle Pflanzen durch, wenn ich morgens den Folientunnel geöffnet hatte. Dies Jahr nur eine leicht nach ihrer ersten Nacht. Die größte veredelte Pflanze in 3,5L hat einen gefühlten Zuwachs von 10cm pro Tag in den letzten Tagen. Die Golden Midgets blühen schon fast alle, so klein und doch schon so weit. Eine veredelte Dessert King geht wohl ein. Die war erst ein paar Tage los gewachsen nach der geglückten Veredelung und dann stehen geblieben. Wird jetzt gelb und hat keine Wurzeln außen am Ballen. Nahtlos zusammengewachsen ist sie, vielleicht trotzdem eine späte Abstoßungsreaktion oder Zufall und es waren Trauermücken. Die waren zum Schluss immer mehr geworden, was den andren Pflanzen aber scheinbar nicht aus machte. Nächste Woche sollte die UV-Gewöhnung und das Abhärten wohl abgeschlossen sein und es kann gepflanzt werden. Leider hab ich den bereits versprochenen Pferdemist nicht gekriegt, um den ich mich dieses Jahr zum ersten Mal bemüht habe. Dafür hab ich soviel Kompost wie nie zuvor. Erste grobe PH-Messung mit Neudorf Set sagt PH7. Und seit Monaten keimen darin schon Büschelweise die Wassermelonenkerne vom letzten Jahr. Sollte also fruchtbar sein. Pur reicht er dennoch nicht für alle Pflanzen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 19. Juni 2019, 07:38:46
Ich habe Ende Mai bis Anfang Juni alles gepflanzt was da war. Der zusätzliche Zwischenschritt über 3,5L Töpfe funktioniert sehr gut. Die Pflanzen sind gegenüber denen aus 12er Töpfen klar im Vorteil und sind wesentlich besser und schneller angewachsen. Eine ist sogar gegenüber den veredelten Pflanzen optisch kaum zu unterscheiden. Und das sogar im Kübel, wo letztes Jahr nur Krüppel-Pflanzen mit Golf-Tennisball Früchten wuchsen. Ansonsten scheinen die meisten veredelten Pflanzen besser und schneller zu wachsen und vor Allem sich früher und mehr zu verzweigen.

Profitieren Melonen auch von mehr Wärme an den Trieben und Blättern, oder nur von Wurzelwärme? Das Verdammte Unkraut-Vlies dieses Jahr hat keine zwei Wochen gehalten, da wurde es schon spröde. Musste ich die Tage abtragen, bevor es sich auflöst und den Garten vermüllt. Nun kann ich keine kompletten Bahnen mehr mit neuem eindecken, nur noch ein Stück über den Wurzelbereich schieben.

Ansonsten ist hier dieses Jahr ja nichts los mit Melonen  :o. Ich vermute die Einen müssen die Fehlschläge vom letzten Jahr erst Mal verdauen und die Anderen können nicht an ihre schön Wetter Erfolge vom letzten Jahr anknüpfen?
Ein Hagelschauer hat bei mir direkt nach dem Auspflanzen schon einiges an Blattmasse zerstört. Hat sich jetzt aber größtenteils wieder verwachsen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Wild Obst am 19. Juni 2019, 08:55:12
Ich fürchte, ich war dieses Jahr, das erste mit ersthaften Melonenbemühungen, etwas zu spät mit der Anzucht dran. Ausgepflanzt habe ich vor 1,5 Wochen, aber die Schnecken haben schon meine Setzliche ausgedünnt. Ich hoffe mal, dass wenigstens die bis jetzt überlebt haben, noch etwas werden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Wurzelpit am 19. Juni 2019, 09:03:35
Ich hab dieses Jahr erstmalig eine Honigmelone im 35 Liter Kübel gepflanzt. Die ist bis jetzt eigentlich ganz gut gewachsen und hat auch schon Blüten. Ob's was wird, kann ich nicht sagen, weil ich noch keine Erfahrung hab. Dabeisein ist alles  ;D

Nachtrag: Anbei ein aktuelles Foto. Ist das eine normale Entwicklung für die Zeit?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 19. Juni 2019, 09:42:53
Ist das eine normale Entwicklung für die Zeit?
Ich glaub das passt schon. Meine sind sogar kleiner oder kompakter und ich bin zuversichtlich. Im Bild ein Petit Gris de Rennes im Hochbeet, habe auch Pflanzen im Mutterboden und eine im 15 Gallons Filzcontainer.

Melonenanbau erweist sich als kniffelig und letztes Jahr war hier ein Desaster. Mehltau hatte sämtliche. Pflanzen befallen, sodass praktisch keine Blätter mehr übrig blieben als die Melonen reif wurden. Das Ergebnis war dass sich kaum Zucker gebildet hatte. Man muss wachsam bleiben.
Auch ziehe ich viel mehr Pflanzen als ich brauche, weil erfahrungsgemäß jedes Jahr einige dem Wind, starkem Regen oder Nacktschnecken zum Opfer fallen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 19. Juni 2019, 12:23:18
@Wurzelpit: Ich würde auch sagen der Entwicklungsstand dürfte durchschnittlich sein. Aber die Kraken und gelben Blätter sehen gefährlich aus. Sowas hab ich bei meinen Pflanzen frühzeitig intuitiv entfernt, damit darüber keine Krankheiten in die Pflanze kommen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 19. Juni 2019, 13:47:13
Ist das eine normale Entwicklung für die Zeit?

Der Entwicklungsstand schon, aber du hast auch bereits kräftig Mangel und Krankheit.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 19. Juni 2019, 13:52:48
Ist das eine normale Entwicklung für die Zeit?

Der Entwicklungsstand schon, aber du hast auch bereits kräftig Mangel und Krankheit.
Was tut man da?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 19. Juni 2019, 13:59:22
Probleme identifizieren und lösen. Auf dem Bild sind viele gelbe Blätter zu sehen, das sieht nach Mangelerscheinung aus. Da sie im Kübel steht, liegt es nahe dass ein Hauptnährstoff fehlt. Ferner wirken die jüngeren Blätter fleckig, was das ist ist auf dem Foto nicht zu erkennen. Bereits falscher Mehltau? Spinnmilben? Keine Ahnung. Aber um diese Jahreszeit darf das noch nicht sein.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 19. Juni 2019, 14:02:19
Und weiter? ;)
Behandeln, entsorgen, was würdest du da tun?
Ist die Pflanze noch zu retten?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 19. Juni 2019, 14:36:16
Erst mal die Diagnose stellen. Im Topf wird man düngen können, falls Mangelerscheinungen herrschen. Wenn bereits junge Blätter falschen Mehltau haben, dann entsorgen. Spinnmilben bekämpfen. Vielleicht ist es ja was anderes, man kann das wirklich nicht auf dem Bild erkennen, nur dass es nicht so aussieht wie normalgrüne und junge Melonenblätter aussehen sollten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Alva am 19. Juni 2019, 14:53:29
Ich habe heuer erstmals einen Versuch mit Melonen laufen.  :) Die Aussaat im Freiland im April hat wegen dem kalten Mai leider nicht geklappt, deswegen habe ich Anfang Juni zwei Jungpflanzen aus dem Baumarkt gepflanzt. Die Wassermelonen 'Ingrid' und 'Sugarbaby'.
Ich plane, sie aufs Nachbardach zu leiten. Dunkle Dachpappe ist vielleicht genauso gut wie schwarze Folie.

Leider blühen sie noch nicht. Ich war wahrscheinlich doch zu spät dran.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: sunrise am 19. Juni 2019, 15:19:28
Mit Melonen hatte ich es auch immer mal wieder probiert,
aber es hat nie gut geklappt, sie sind nur sehr langsam und schlecht gewachsen.
Einmal hatte ich diese Melonengurken , waren relativ klein war viel grün,
ist irgendwie schade
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 19. Juni 2019, 15:48:24
Links Charentais Perseus, rechts Ch. Anastasia
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 19. Juni 2019, 15:49:09
Wassermelone Mini Love
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 19. Juni 2019, 15:49:50
Wassermelone Fabiola
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 19. Juni 2019, 15:56:41
@ Flora

Die sehen ja prima aus  :D

Wie groß sind denn die Töpfe und was für eine Erde und was für Dünger benutzt du?

Ich baue seit Jahren erfolgreich ein paar Honigmelonen im GH an mit Estrichgittern als Rankgerüst.
Aber das schließt ja nicht aus, dass ich es auch mal draußen in Topfkultur versuchen kann  :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Wurzelpit am 19. Juni 2019, 16:02:29
Ist das eine normale Entwicklung für die Zeit?

Der Entwicklungsstand schon, aber du hast auch bereits kräftig Mangel und Krankheit.

Das hört sich ja nicht gut an. Kann es sein, dass es Wassermangel war? Ich war zwei Wochen in Urlaub und in der Zeit wurden die Melonen nicht gegossen. Als Substrat habe ich Mutterboden mit Kompost gemischt verwendet. Ist da eine weitere Düngung nötig? Wenn ja, welche? Ich werde dann später die gelben Blätter entfernen und alles genau im Auge behalten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 19. Juni 2019, 16:04:10
Die Töpfe sind (leider) recht klein (15-20l) - hatte halt keine anderen mehr. Die Erde habe ich selbst angemischt unter Verwendung von u.a. reichlich eigener Komposterde und Hornspäne, Kalimagnesia u.a. . Die Töpfe stehen auf einem Vordach - sind also Wind und Wetter ausgesetzt, was aber immer noch besser ist als meinen gefühlt 1 Mio Nacktschnecken!
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 19. Juni 2019, 16:17:01
Viele empfehlen Tomatendünger. Da auch verrotteter Mist gut sein soll, könnten solche Pferde- oder Rinderdungpellets hilfreich sein. Ich habe vor der Pflanzung solche Pellets und Kompost eingearbeitet.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 19. Juni 2019, 16:37:59
Bis jetzt sehen sie wirklich gut aus, toitoitoi  :)

Ist das dein erster Versuch mit dieser Topfkultur und auch diesen Sorten?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 19. Juni 2019, 16:48:45
Ja, ich hatte bisher nur vor einigen Jahren mal 'ne Orange Beauty in einem kleinen Topf - habe nur zwei Früchte geerntet.

Auf dem Vordach müssen die Melonen allerdings einiges aushalten - seit wenigen Minuten scheint hier fast die Welt unterzugehen. Ein heftiges Gewitter mit Sturm zieht gerade über Oldenburg hinweg (ist aber schon das zweite, daß die Melonen aushalten müssen).
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 19. Juni 2019, 16:50:40
... dann drücke ich mal alle Gärtnerinnendaumen, dass das gut ausgeht !!!!
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 19. Juni 2019, 16:53:08
Ganz lieben Dank! :)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 19. Juni 2019, 17:48:19
Als Substrat habe ich Mutterboden mit Kompost gemischt verwendet.
Das hört sich recht schwer und Sauerstoff arm an. Kein zusätzlicher Dünger? Ich hatte dieses Jahr auch als Pflanzerde für die Chilis viel Kompost und gut vorgedüngte Blumenerde genommen und nach 2-3 Wochen Nährstoffmangel. Musste dann schnell ordentlich zudüngen und nun sind alle wieder top vital. Hatte mir von dem Kompost mehr erwartet.

Ich plane, sie aufs Nachbardach zu leiten. Dunkle Dachpappe ist vielleicht genauso gut wie schwarze Folie.

Leider blühen sie noch nicht. Ich war wahrscheinlich doch zu spät dran.
Was auch hier wieder meine Frage aufwirft: Bringt der Pflanze auch mehr Wärme an Blättern und Trieben etwas, oder nur eine gesteigerte Wurzelwärme? Denn deine Pflanzlöcher sind ja ein gutes Stück von der wärmenden Dachpappe entfernt.
Bei mir fangen auch erst 1/3 an zu blühen. Und ich hatte Anfangs eher Angst zu früh dran zu sein. Da geht noch was.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Alva am 19. Juni 2019, 17:58:44
@Markoxyz: Ich habe keine Ahnung, ist mein erster Versuch. Aber warm genug müssten sie es haben. Hier ist eine Tropennacht nach der anderen.

@Flora:  ;D schauen wir mal, wie unsere "Dachmelonen" werden...
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Wurzelpit am 19. Juni 2019, 18:07:40
Als Substrat habe ich Mutterboden mit Kompost gemischt verwendet.
Das hört sich recht schwer und Sauerstoff arm an. Kein zusätzlicher Dünger? Ich hatte dieses Jahr auch als Pflanzerde für die Chilis viel Kompost und gut vorgedüngte Blumenerde genommen und nach 2-3 Wochen Nährstoffmangel. Musste dann schnell ordentlich zudüngen und nun sind alle wieder top vital. Hatte mir von dem Kompost mehr erwartet.



Ich probier's dann auch mit zusätzlichem Dünger. Mal schauen, wie sich die Melonen danach entwickeln.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 19. Juni 2019, 19:26:01
Hier ist eine Tropennacht nach der anderen.

Aber Vorsicht! Jeden morgen topft es von allen Blättern. Nachts kommt permanent Tau herunter. Das ist ein absoluter Booster für falschen Mehltau.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Alva am 19. Juni 2019, 19:28:51
Danke für die Warnung, aber hier gibt es im Sommer keinen Tau.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 20. Juni 2019, 21:59:22
Dieses Jahr wollen sie aus irgendeinem Grund gar nicht, obwohl ich nix anders mache als sonst. Beim Vorziehen (wie immer im März bei ca. 30°C auf der Heizung) ist von der Honigmelone "Masada" einer von 6 Samen aufgegangen (haben immerhin stolze 5€ gekostet). Ausgepflanzt im Mai, wächst kaum, selbst jetzt bei der Hitze. Wassermelone Crimson Sweet und Sugar Baby 0/12. Ein zweiter Versuch - 0/6. Letztere beiden dann nochmal direkt gesät Mitte Mai, immerhin 3/6 Sugar Baby aufgegangen aber wachsen seitdem recht kümmerlich, aber wieder 0/6 Crimson Sweet. Saatgut war im Spätwinter frisch gekauft, also kann's eigentlich daran nicht liegen, dass alle 3 Sorten nicht richtig wollen
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 20. Juni 2019, 22:36:10
Dieses Jahr war gekniffen, wer normal ausgepflanzt hat und dann keine Ersatzpflanzen hatte. Wenn man es nur immer vorher wüsste! Selbst hier im warmen Weinbauklima gab es am 30. Mai noch 5° Lufttemperatur und 2° am Boden. Noch am 23. Mai kratzte es am Bodenfrost. Das sind keine Temperaturen, die den sofotigen Frosttod verursachen, aber so etwas empfindliches wie Melonen (und Paprika!) werden dadurch trotzdem geschädigt und erholen sich sehr lange nicht mehr, dann ist das Jahr schon gelaufen. Erst ab 10. Juni waren die Nächte so warm, wie die Pflanzen das brauchen.

Kennzeichen für frühe Kälteschäden sind eine blassere Blattfarbe wie normal und natürlich Wachstumsdepression. Die Stengel wirken etwas glasig.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Rhoihess am 21. Juni 2019, 17:38:55
Hier nicht ganz so übel, das letzte Mal unter +5 ging es am 15.5. (Frost 20.3.), da müssten sie noch nicht im Freien gewesen sein (außer der Honigmelone, die tatsächlich etwas gelblich ist, dachte erst der hohe Boden-pH sei schuld). Paprika hingegen wie üblich im April ausgepflanzt, wachsen auch munter
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 21. Juni 2019, 22:48:50
(https://abload.de/img/comp_img_20190621_2026jk25.jpg)

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(https://abload.de/img/comp_img_20190621_2033qjj4.jpg)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 22. Juni 2019, 11:29:36
Sieht gut aus. Aufwendig, da hast du viel Zeit investiert. Die im Gewächshaus sind bei mir auch gut gelungen und recht weit, im Mai ausgepflanzte Freilandmelonen kümmern mehrheitlich (Zuckermelonen) oder sind sogar abgestorben (Wassermelonen). Aber ich habe eh immer zwei Sätze Pflanzen, jedenfalls von den Sorten deren Samen billig sind.

Gewächshauskultur ist bei mir allerdings die Ausnahme, aus den bereits genannten Gründen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 22. Juni 2019, 12:07:43
Deine Startschwierigkeiten dieses Jahr hab ich schon in deiner Gartenzone gelesen.
Mir ist klar, dass einiges bei mir nicht optimal ist. Aber ich hab halt letztes Jahr erst Mals im größeren Stiel und ernsthaft mit Melonen angefangen und muss einfach einige Dinge für mich ausprobieren und verschiedene Erfahrungen sammeln. Am besten ging es Letztes Jahr im Beet, da ist aber leider nicht genug Platz für viele Pflanzen. In den großen Töpfen waren die Pflanzen nur dahin gekümmert, dieses Jahr ein riesen Unterschied. Ob das auf dem feuchten Rasen was werden kann weiß ich nicht, hab im Internet aber schon Erfolge im tiefsten Rasen-Urwald gesehen. Immerhin kommt da schon ab kurz vor 8 die volle Sonne hin. Im Tunnel wird es halt schnell zu eng und die Spinnmilben sind ein riesen Problem, brachte aber letztes Jahr die größten Früchte hervor. Mal schauen, die kleine, schnelle Golden Midget könnte dort ideal sein, erst Recht als veredelte Version. Die Orangeglo neben an ist schon wieder schwierig. Die ebenfalls unveredelte Early Moonbeam wächst nach oben am Band, sieht bis jetzt recht vielversprechend aus. Kommt dann drauf an wie viel Platz sie später noch will und wie sich das mit der Frucht in der Luft entwickelt. Die Emir F1 ist sowieso der Wahnsinn, hätte ich nicht gedacht, dass eine Zuckermelone so abgehen kann. Die war vor einem Monat noch 30cm lang im kleinen Topf und hat nun an die 40 offene Blüten und wächst je über zwei Meter in drei Richtungen gleichzeitig.
Meine zwei größten Probleme bis jetzt waren der Hagel nach dem Auspflanzen, den die Pflanzen aber jetzt soweit weg gesteckt haben. Und richtig ärgerlich, dass ich das Fließ unter den ganzen Beet Pflanzen wieder entfernen musste, weil es sich nach zwei Wochen auflöst. Das vom vorletzten Jahr aus nem anderen Laden hatte ich schon eine Saison im großen Tunnel und für die Melonen dann wiederverwertet. Das war erst nach der ersten Ernte brüchig geworden. Deshalb hatte ich gehofft, dass wenigstens dieses, aus der selben Quelle, von dem ich ein frisches Stück an einer Seite der Komposter Pflanzen haben, hält. Aber auch das kriegt jetzt schon Löcher  :(.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 22. Juni 2019, 12:23:03
Bekanntes Problem... UV Stabilität.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 22. Juni 2019, 14:27:29
Bekanntes Problem... UV Stabilität.
Du hast es ja schon viel früher aufgezogen. Hast du ein konkretes haltbareres? Ich hatte halt mit dem letzten wie gesagt recht gute Erfahrungen gemacht und schon extra auf eine hohe Materialstärke geachtet. Aber dass es nach zwei Wochen zu Staub zerfällt  :o
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 22. Juni 2019, 14:34:47
Ich habe mir 2015 je 1 Rolle Kälteschutzvlies und schwarzes Mulchvlies bei DM-Folie gekauft und benutze die nun in der 5.Saison.

Beim Kälteschutzvlies werde ich ab heute nach und nach Löcher stopfen, die durch Stöcke entstanden sind, auf denen das Vlies teilweise aufgelegen hat und dann gehe ich davon aus, dass es im Herbst und auch 2020 wieder verwendet werden kann - Kälteschutzvlies aus dem Baumarkt ist schon nach 2-3 Jahren am Ende gewesen...

Das schwarze Mulchvlies baut nun langsam ab - reißt nun schneller ein - und so plane ich mit dem Neukauf einer Rolle, wobei das nicht alle Bahnen betrifft, die ich seit 2015 jedes Jahr benutze.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 22. Juni 2019, 14:37:34
Bei dm Folien bekommt man sehr gutes Unkrautvlies. Das Vlies kann man ohne Qualitätseinbußen mehrere Saisonen wiederverwenden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 22. Juni 2019, 14:41:10
...bin bis jetzt zufrieden mit allem, was ich von denen gekauft habe und durch den Kauf von (kleinen) Rollen ist auch der Preis in Ordnung!
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 22. Juni 2019, 14:52:12
Ja ich hab mir vor mehreren Jahren eine hundert Meter Rolle gekauft, die Qualität ist super und für die Melonen bringt es echt viel.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 22. Juni 2019, 15:49:00
Na, das hört sich ja gut an, dass die Qualität dort stimmt. Im April hatte ich bei denen für 166,18€ 84m² UV5 Folie für den Tunnel bestellt. Macht Hoffnung  :D
Dumm nur, dass die einen 30€ Mindestbestellwert haben. Das hätte ich gleich mit bestellen können.
Andererseits schreibt cydorian ja, dass einer der Vorteile von Vlies ein zusätzlicher Schutz vor Krankheiten aus dem Boden der Vorjahre ist. Verschärft mann dann nicht das Problem, wenn man das Vlies für Melonen wiederholt verwendetet? Die Krankheiten müssten doch gerade im Gewebe fest sitzen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 22. Juni 2019, 15:54:25
Ich verwende jedes Jahr die selben Bahnen schwarzes Mulchvlies bei den Kartoffeln und kann nichts negatives berichten.
Ob das bei Melonen anders ist weiß ich nicht - die wachsen bei mir im GH ohne Folie und ranken an Estrichgittern hoch.

Ich habe im Frühjahr auch - mal wieder - eine größere Rolle GH-Folie UV5 gekauft - die Garantie auf die Folie meiner 2 GH läuft jetzt ab...die schon verwendete Folie beim Selbstbau eines kleinen Wintergarten Ende 2014 ist bis jetzt prima, obwohl vollsonniger Standort
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 26. Juni 2019, 10:16:26
Als ob es nicht schon schwer genug wäre eine Wassermelone zu ernten,...

(https://abload.de/img/comp_img_20190626_0935kjrz.jpg)

... kommt jetzt auch noch Mäusefraß hinzu. Davor hatte ich letztes Jahr schon Angst, da hier auf dem Grundstück schon so einige leben die Nachts auch mal im Beet spazieren gehen.
Erwischt hat es meine am längsten gewachsene, veredelte Yamato Cream. Einerseits sehr ärgerlich, weil der Fruchtansatz sehr groß und aussichtsreich wirkt und jetzt bei dem Wetter beste Wachstums Chancen gehabt hätte. Andererseits gut, dass es so früh passiert ist, vielleicht wäre die Frucht ja auch noch gar nicht angewachsen. Ärgerlicher wäre es gewesen, wenn sie schon größer gewesen wäre. Natürlich bleibt jetzt erst Mal die Angst, dass später die Mäuse wieder drüber her fallen.
Mäuse gibt es dieses Jahr sowieso reichlich, nach dem zu milden Winter. Ich hab eine lebend Falle im Einsatz, mit der Fange ich sogar Tagsüber die Mäuse teils in unter 10 Minuten. Die Nachbars Katze, ein wilder kleiner Tiger, ist täglich mehr Mals auf Beute Zug und fängt hauptsächlich Mäuse.
Vielleicht war es ja die Rache der Mäuse dafür, dass ich in der selben Nacht wieder eine von ihnen in der Falle hatte  ??? ::)

Letztens beim Kompost sieben.
 
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 26. Juni 2019, 10:28:35
Mist. Dass die auch kleine grüne Früchte anfallen, hab ich noch nie erlebt. Grosse Früchte ja, wegen der energiereichen Kerne, aber auch nur selten, als ich mal neben einer Wiese Melonen hatte. Im Aussengarten nie, da sind allerdings auch niedrige Trockenmauern, unten in der Senke regieren Ringelnattern, in den Trockenmauern wohnen Schlingnattern, die räumen gnadenlos auf.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 29. Juni 2019, 22:22:32
Das mit dem Blatt-Verhalten und dem Gießen kann ich immer noch nicht deuten. Morgen soll es ja mächtig heiß werden und ich weiß nicht ob ich lieber gießen soll oder nicht, oder ob das hoch rollen der Blätter doch was ganz anderes heißt:

(https://abload.de/img/comp_img_20190629_215f8jru.jpg)

In der Mitte auf dem Bild ist ein etwas später gepflanzter, kleinerer Nachzügler, der hat noch normale Blätter. Die anderen Pflanzen fangen jetzt an die Blätter so ein zu rollen wie im Vorder- und Hintergrund zu sehen.
Ich neige dazu morgen früh kräftig zu gießen. Ich hab bis jetzt nur alle paar Tage gegossen, und es ist alles super gewuchert. Vor dem letzten gießen fingen die Blätter dann an sich so zu rollen. Danach ging es aber im selben Tempo weiter. Sehr viel Wasser haben sie nicht gekriegt, ob es unten an kommt kann ich auf der Wiese nicht sehen, je ein mal bis zum Rand oben. Jetzt gerade sind die oberen Zentimeter Staub trocken (wo man schon dicke Wurzeln fühlen kann beim Finger reinstecken) und darunter wird es leicht feucht, Topf fühlt sich schwer an (will ich nicht komplett anheben, weil eventuell unten festgewurzelt, ist aber dünn Tongranulat unten drin dagegen).
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 29. Juni 2019, 22:31:13
Wassermelonen sind viel weniger wasserbedürftig wie Zuckermelonen. Die gerollten Blätter sehen nach Überdüngung und stark schwankender Wasserversorgung aus. Auch die hohen Temperaturen wirken begünstigend, wenn es nachts dann wieder kräftig abkühlt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 30. Juni 2019, 00:43:38
Das mit der schwankenden Wasserversorgung geht in den Töpfen kaum anders. Auch wenn sie sehr wenig Wasser brauchen, irgend wann muss man halt gießen bei diesem Wetter was dann ja automatisch zu einer stark schwankenden Wasserversorgung führt. Also werde ich morgen nicht gießen, vielleicht etwas die Oberfläche anfeuchten, und weiter beobachten. Bei den Starkregenschauern in den ersten zwei Wochen nach dem Pflanzen, wo die Töpfe so richtig triefend vollgesogen waren, hatten sie sich prächtig entwickelt. Dünger haben die Töpfe das selbe gekriegt, wie die Pflanzen direkt in Erde, und die haben normale Blätter. Dann kann ich also nur abwarten, nix tun, auf konstanteres Wetter warten und hoffen, dass sich das wieder bessert.
Danke für die Antwort.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 30. Juni 2019, 07:17:14
Meine neu gepflanzten Melonen auf dem Vlies waren sofort abgefressen. Ich hatte großzügig Schneckenkorn (Ferramol) gestreut und sie damit wahrscheinlich auch noch angelockt. Was ich bis dahin nicht wusste ist, dass Ferramol deren Leibspeise ist.

Ich hatte gehofft, dass die diesjährige Mäuseplage (eine hat mich neulich nachts geweckt, im ersten OG!) nur an der Eichelschwemme letztes Jahr lag und es nächstes Jahr weniger werden. Sollte es an den milden Wintern liegen, und das der Normalzustand werden, muss ein halbes Dutzend Katzen her.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 30. Juni 2019, 09:43:02
Das ist ja fies. Ferramol habe ich auch. Es gehört ja zu den Schneckenkörnern, wo sich die Schnecken zum sterben in die Erde zurück ziehen. Das wird immer groß beworben, von wegen "keine toten Schnecken mehr, die überall rumliegen". Auch einige chemische Mittel haben diese Eigenschaft. Mein Problem dabei, mich stören die toten Schnecken nicht. Ganz im Gegenteil. Wenn sie sich in die Erde zurück ziehen, dann kann ich ja nicht sehen wie viele es waren und ob ich überhaupt welche erwischt hatte. Auch kann man dann die Dosierung nicht richtig einschätzen und wie viel man nächstes Mal streuen soll. Leider gibt es unter den "gesunden" Schneckenkörnen keines wo die Schnecken an Ort und Stelle verrecken. Ich handhabe es deshalb so, dass ich in Gemüsebeet das Ferramol einsetzte und gleichzeitig rings rum an Stellen wo ich Schnecken und deren Zugänge vermute, oder in der Nähe von Pflanzen die ich schützen will, außerhalb der "essbaren Zone", streue ich das gute alte, das die Schnecken direkt killt. So blaue glänzende Linsen sind das jetzt, nach dem mein altes rustikales Korn alle ist.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 30. Juni 2019, 12:54:16
Ferramol hat seine Qualitäten, aber um Einzelpflanzen bei der Pflanzung zu schützen ist es nicht gut. Dafür eins der Metaldehyd-Schneckenkornprodukte nehmen. Auch gut für die Pflanzung: Schneckenring aus Kupfer. Kann man mit Kupferfolienband selbt basteln.
Beobachte mal die Blätter deiner Melonen, morgens sollten sie nicht gerollt sein, nur Abends. Wenn sie auch morgens gerollt sind, wäre das ein Alarmzeichen, dann auf keinen Fall nochmal Düngen und sehr gleichmässig mit abgestandem, lauwarmem Wasser giessen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. Juli 2019, 12:10:13
Ein schlechtes Melonenjahr, nachdem wir letztes Jahr ziemlich verwöhnt wurden. Erst jetzt setzen die Pflanzen richtig an und haben auch eine Grösse, bei der sie die Früchte ernähren können. Alles im Freiland.

(https://live.staticflickr.com/65535/48229869201_b57af4e057_o_d.jpg)

Die Früchte sind erst tennisballgross, letztes Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon die ersten reifen Melonen.

(https://live.staticflickr.com/65535/48229869246_7418928496_o_d.jpg)

Die Kälte im Mai hat einige Pflanzen so geschädigt, dass sie zwar nicht erfroren sind, aber im Wachstum einfach anhaltend stehenbleiben. Dann ein früher Anfall von Brennfleckenkrankheit, frühe Anzeichen von falschem Mehltau wegen der allnächtlichen Taunässe, mit der Hitze kamen schliesslich frühe Spinnmilben. Sehr spät gesetzte Pflanzen sind jetzt fast so weit wie die Frühen. Das unterstreicht die Wichtigkeit, mehr Pflanzen heranzuziehen wie man Pflanzplätze hat. Diese Reserve ist bei einem Winter im Mai wie dieses Jahr sehr wichtig.

Bei den Wassermelonen auf einem der anderen Beete ein ähnliches Bild, die haben die Kälte aber noch schlechter weggesteckt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 08. Juli 2019, 12:31:57
Hier ists ähnlich, allerdings hat der Turbojuni mit Stickstoffdüngung für einen gewissen Schub sorgen können. Nichtsdestotrotz hinkts deutlich hinterher.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. Juli 2019, 13:20:09
Hohe Verfügbarkeit von Stickstoff schon am Anfang ist etwas zweischneidig. Ich erlebe da einen klaren Zusammenhang mit frühem Befall der Brennfleckenkrankheit. Das ist im Vergleich der Melonen auf verschieden altem Pferdemist gut zu sehen. Ideal ist normale Verfügbarkeit am Anfang und zum beginnenden Fruchtansatz nochmal einen Schub. Lässt sich nur nicht mehr so einfach applizieren bei geschlossener Blattdecke und Vlies.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 08. Juli 2019, 15:22:19
Aufgeleitet trocknet das Laub schneller ab und kommt weiter weg von der Infektionsquelle Boden. Hier wars überwiegend trocken, bisher sind keine ernstzunehmenden Krankheiten an Melonen zu entdecken.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. Juli 2019, 15:35:46
Die vertikale Anbauweise hat daran nichts geändert, weil die Läsionen bereits direkt am Stengel entstehen, wo er aus der Erde kommt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Xeil0n am 11. Juli 2019, 17:26:54
Hallo liebe Gemeinde :).
Melde mich etwas verzweifelt und unwissend.
Habe dieses Jahr das erste mal den Versuch gestartet Melonen anzubauen.
Ist bisher gut geglückt. Wachstum ist mittelmäßig würde ich als Anfänger behaupten. Leider war es ja so lange Kalt und mir blieb nur eine späte Auspflazung ins freie übrig.
Nun habe ich zwei probleme.
Erfreue mich an den Weiblichen blüten  die aber leider von Hand bestäubt werden müssen. Dies ist mir bis jetzt nicht wirklich geglückt. Habe nun 6 Weibliche wo ich aktuell bei 2 abwarte ob es nun endlich geglückt ist.
Dieses jahr kaum bis keine Insekten zum bestäuben. Es ist quasi tot. Keine Biene oder ähnliches. Das sah letztes jahr anders aus.
Mein größeres problem:
Die Ranke zweier Melonenpflanzen an denen jeweils ein Frichtansatz ist sind von Gestern auf heute aufgeplatzt. Es tritt wasser aus.
Natürlich bin ich nun ziemlich ratlos und bete. Denn genau diese Fruchtansätze habe ich bestäubt.
Weis jemand warum die Ranken aufgeplatzt bzw gerissen sind ?
Liegt es an dem Temparatzrabstuez und den Kalten Nächten ?

Für Ratschläge wäre ich dankbar.

Lg Kai
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Xeil0n am 11. Juli 2019, 17:36:55
Hier einmal ein Bild.
Ich korrigiere. Alle 5 Pflanzen sind am Ende circa 15 cm und mehr aufgerissen.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. Juli 2019, 19:17:53
Wegen der Stängel (oder heisst das wieder Stengel?) keine Panik. Das passiert bei allen Cucurbitae (also auch Gurken, Kürbisse), wenn sie zu nass gestanden sind, hast du viel gegossen? Oder stark wechselnde Wasserversorgung? Normalerweise verkorkt der Trieb ohne weitere Massnahmen wieder. Liegen lassen, nichts machen.

Es ist auch völlig normal, dass die ersten weiblichen Blüten nicht ansetzen. Das geht manchmal wochenlang so. Die Pflanze setzt erst an, wenn sie gross genug ist und auch genügend Energie (Sonne) bekommt. Hat nichts mit Befruchtungsproblemen zu tun. Wenn du sehen willst, ob Insekten dran sind, musst du an einem sonnigen Tag gleich nach Sonnenaufgang aufstehen, frühmorgens sind die an Melonen unterwegs. Häufig Hummeln, die auch schon fliegen wenn es noch kühl ist. Nur morgens gibt es an den Blüten was zu holen.

Schwierig ist gerade der feuchte Kälteeinbruch, während das Laub noch kräftig wächst. Das kann den ohnehin schon hohen Druck auf Infektionen durch falschen Mehltau noch weiter erhöhen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Xeil0n am 11. Juli 2019, 20:30:16
Vielen dank schonmal.

Als Melonen-Neuling habe ich ein wenig rumprobiert.
Erst habe ich sie nur alle 2 Tage leicht gegossen. Dann aber bemerkte ich als ich sie mal kräftiger gegossen hatte das sie deutlich besseren Wachstum zeigte.
Das ganze behielt ich so bei. Gegossen wurde aber auch immer erst dann wenn die Oberfläche trocken war. Das war spätestens immer am 2. Tag der fall.
An den heißen Tage bekam sie natürlich täglich Wasser.
Jedoch musste ich dann mal wirklich mit dem Wasserschlauch ran um die Erde auch tiefreichender zu versorgen.
Mein Fehler war warscheinlich das ich nun beim 2. mal nicht daran gedacht habe das die Temparatur fallen und sich das Wasser deutlich länger hält.

Zu den Blüten.
Das würde mir auch erklären warum die aller ersten Fruchtansätze ziemlich klein ausvielen. Wunderte mich schon.
Die folgenden sind schon fast 3 mal so groß.

Meine Frage wäre noch ob die Früchte überhaupt noch ausreifen. Mir wird Angst und Bange wenn ich auf das Datum schaue.
Habe auch eine Honigmelone zum keimen gebracht. Diese hängt ziemlich hinterher und bildet jetzt erst blüten. Generell hat sie momentan im gegensatz zur Wassermelone sehr langsamen Wachstum.

Ich versuche gerade zu verstehen warum die Stä(e)ngel bei zu viel Wasser platzen.
Die Melone als starkzerrer bekommt wohl nicht genug und pumpt zu viel wasser in sich hinein ?
Ist die Annahme richtig?

Vielen lieben dank schonmal. Das beruhigt mich sehr.
Werde noch ein Paar Fotos machen falls erwünscht wie sie sich bei mir momentan Entwickeln.

Gehts euch denn auch so mit den Insekten?
Hier herscht stillstand. Auch wenn ich stundenlang im Grünen sitze kommt allerhöchstens eine Wespe die sich noch beschwert das ich in der Flugbahn saß.
Selbst diese sind kaum vorhanden.
Ich habe das so noch nie erlebt. Als wäre alles ausgestorben.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. Juli 2019, 21:25:26
Meine Frage wäre noch ob die Früchte überhaupt noch ausreifen. Mir wird Angst und Bange wenn ich auf das Datum schaue.

Im langjährigen Melonendurchschnitt liegen die meisten Gegenden ganz normal. Im Norden eher sogar weiter wie im Durchschnitt. Nur letztes Jahr waren wir mit einer aussergewöhnlich frühen Ernte bedacht. Was jetzt ansetzt, wird im August reif. In guten Gegenden bei gutem Wetterverlauf kann man auch noch reife Melonen ernten, die erst Anfang August angesetzt haben. Wichtiger ist, die Pflanzen so lange gesund zu erhalten. Das ist schwieriger. Meine Ernte wird entsprechend dem jetzigen Reifezustand wieder Ende Juli beginnen. Auch das: Völlig normal.

Deine Giesstechnik ist bei Melonen übertrieben. Sie kommen recht gut mit Trockenheit klar. Dauergiessen fördert Krankheiten, verursacht Wurzelfäule. Die Hitze täuschte zudem Wasserbedarf vor, wo gar keiner war. Es ist auch normal, dass in der Nachmittagshitze die Blätter etwas schlappen. Die Pflanze braucht aber erst Wasser, wenn sie schon am Vormittag Wassermangel zeigt.

Zu Insekten kann ich nichts sagen. Das sieht auch ganz normal aus. Bei mir summts aber sowieso immer, weil ich auch im Garten ein oder zwei Bienenvölker stehen habe.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 11. Juli 2019, 21:41:30
Giessen reicht sogar noch, wenn die Erde bis in eine Tiefe von 10cm trocken ist, zumindest bei Lehmboden und eingewurzelten Pflanzen. Bei Hitze reicht einmal alle 5 Tage oder auch nur einmal die Woche giessen. Bei Sandboden öfter.

Pflanzen bauen einen inneren Wassserdruck auf, den Turgordruck. Wenn der Boden warm ist, arbeitet die Wurzel und pumpt Wasser nach oben, ists oben aber kalt, verdunstet weniger über die Blätter als von unten reinkommt. Der Druck steigt, manchmal so hoch, dass Stengel oder auch Früchte platzen. Bei Melonen sind es eher die Stengel, bei Tomaten eher die Früchte.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: uliginosa am 12. Juli 2019, 16:26:20
Kann es sein, dass schon Nachttemperaturen von ca 7 - 8°C Melonen schädigen?
Die Blätter rollen sich zusammen, als hätten sie einen Trockenschaden.

Meine "Ingrid F1" Mini-Wassermelone steht zwischen den Gurken, wurde auch gegossen wie diese (also fast täglich eine Kanne / 10 l) für alle 4 Pflanzen.

Und woher weißß ich, ob die Früchte reif sind? Da hägt schon eine dran, ca 15 cm Durchmesser.  ???
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 12. Juli 2019, 16:54:09
Bienen sehe ich auch selten. Aber Hummeln gibt es so viele, dass ich ein schlechtes Gewissen habe, weil bei uns nicht viel blüht (und ich mir vornehme, mehr für Wildbienen zu pflanzen).
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 12. Juli 2019, 19:27:57
Diese Giessfrequenz plus niedrige Nachttemperaturen sind ein Freifahrschein für wurzelbedingte Welkeerkrankungen wie Fusarium.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 12. Juli 2019, 21:44:51
Aufgeplatzte Stängel hatte ich bis jetzt immer auf einen Wachstumsschub geschoben. Bis die Pflanze ausgepflanzt und richtig angewachsen ist sind die Stängel alle sehr dünn, später werden neue um ein Vielfaches dicker. Die alten Stängel in der Nähe der Basis platzten dann beim großen Wachstumsschub auf und werden nachträglich auch noch dicker. Aber das scheint dann wohl noch ein weiterer Grund zu sein, denn austretendes Wasser konnte ich dabei noch nicht beobachten.

Meine Topfpflanzen sind im Schnitt fast stehen geblieben, seit den eingerollten Blättern. Nicht gießen bringt nichts, gießen auch nicht, jetzt hat es sowie so erst mal kräftig gewittert.
Immerhin bin ich dieses Jahr damit schon mal viel weiter als letztes Jahr gekommen.
Vom veredeln hatte ich mir hier viel mehr versprochen. Aber die Pflanzen aus 3,5L Töpfen laufen gerade nicht schlechter.
Vor 5 Tagen hatte ich mal ein paar Bilder gemacht. Mal schauen wie die Endgröße ausfällt.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_18521jkx.jpg)

Hoffnung auf zwei Wassermelonen gleichzeitig ist schon wieder verflogen, die zweite ist weich geworden. Trieb kappen hat auch nichts gebracht.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_185xzk3k.jpg)

Die schleppend veredelte Charentais aus Aldi Saat scheint bis jetzt am besten im Topf zu werden. Wächst langsam, aber buschig und hat 4-5 Früchte, fast auf einem Haufen, gleichzeitig. Wachsen tun sie auch sichtbar.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_1858dk7c.jpg)

Da in der Mitte über den Gang wächst die Emir F1. Nicht veredelt. Wenn ich nicht Triebe gekappt hätte, hätten ihr nach nicht mal 6 Wochen die 6x2x3 Meter des Tunnel nicht gereicht.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_184ayjbi.jpg)

Wie lange brauchen Zuckermelonen von der Fruchtbildung bis zur Reife? Ich meine die hat so spätestens am 20.06. gefruchtet.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_184e9k9z.jpg)

Ich weiß gar nicht wie ich da die Reife feststellen soll, außer gegen Ende des Monats mal vorsichtig dran zu ziehen ob sich was löst. Ich komm da nicht nah genug dran zum kucken und riechen. Ich hoffe nur, sie fallen nicht irgendwann ab. Denn darunter ist genau der Haupttrieb  ::), und die sehen schon ganz schön schwer aus.

Aber die Pflanze hat schon drei mehr gebildet. Seit dem Foto sind die auch schon wieder mehr als doppelt so groß.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_184w0ktu.jpg)

Und sie scheint schon wieder mehrere an zu setzten.

Leider hopsen da so viele Erdflöhe drauf rum, dass ich Angst habe, dass durch die ganzen zersaugten Blätter Krankheiten kommen. Ich werde nach der ersten Ernte wohl überlegen, was ich von der alles weg schnippel.

Veredelte Golden Midget wuchert wie eine große. Dürfte bald reif werden.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_184e7ju3.jpg)

Vielleicht kann ich die als Indikator für die Early Moonbeam nehmen. Die Frucht hat nämlich kein Rankarm anhand dessen man die Reife bestimmen könnte. Müsste auch so um den 20. rum angesetzt haben. Klingt irgendwie schon so reif.  ??? Die Schale hat auch sich zuletzt auch etwas gilblicher gefärbt und sieht reif aus. Kann aber eigentlich noch nicht sein. Also lieber abwarten, wird wohl die letzte Juli Woche, also ganz grob geschätzt 5 Wochen.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_184bzk6i.jpg)

Hm, auf dem Bild sieht die gerade so mickrig aus. Entweder das ist die Perspektive, oder sie ist die letzten 5 Tage doch noch ordentlich gewachsen. Die dritte Wassermelone im Tunnel, die Orangeglo wucher auch vor sich hin. Fruchtete jetzt, leider aber schon sehr im Dunkel der Chilis. Volles Aroma wird sie so wohl nicht mehr kriegen können.

Gewachsen sind auch die Außenpflanzen ganz gut. Die Frühbeettunnel mit je zwei Pflanzen an den Enden (und bei einer mit einer Golden Midget in der Mitte) haben nicht mehr gereicht. Ich musste vor den Fotos etwas umbauen, einen breiter stecken, einen an der Seite hoch raffen. Die Triebe haben büschelweise an die Folie gedrückt und sind dann regelrecht raus gequollen. Jetzt 5 Tage später haben sie trotzt des schlechteren Wetters schon meinen Weg in der Mitte ein genommen, der nicht mehr begehbar ist. Und der Platz zu den Chilis dahinter ist quasi auch schon wieder aus gegangen.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_1849oj8s.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_184nkk2k.jpg)

Ich hätte wohl statt zwei Stäben dieses Jahr drei an einander stecken sollen und so einen deutlich höheren und vor Allem breiteren Tunnel erzeugen sollen. Für die Viking F1 + Tender Gold, hatte der Platzt genau gereicht. Ali Baba und Desert King, teils veredelt wollen dagegen deutlich mehr Platzt.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_184h5k5o.jpg)

Ich weiß schon gar nicht mehr, was da genau wo dran fruchtet. Es wuchert aus allen Richtungen. Ich denke mal, die zwei größeren sollten Ali Baba (Bild oben) und Tender Gold sein. Desert King braucht scheinbar am längsten. Fruchtet jetzt aber an mehreren Stellen gleichzeitig. Vielleicht schaft die es ja mal mit mehr als einer.
Eine Veredelte Orangeglo offen aus dem Komposter wächst sehr langsam und sehr verzweigt. Hat aber zwei identische, wachsende Fruchtansätzte. Mal schauen ob die was werden bei der wenigen Blattmasse.
Die Yamato Cream aus dem Komposter wurde weiter von den Mäusen attackiert. Ich hab Täglich mehrere Mäuse lebend gefangen und weg gebracht, teils im 10 Minuten Tackt Tags über, ein Mal zwei gleichzeitig in der selben Falle. Und immer weider die angeknabberten Yamato Cream Ansätze und über all im Garten Scheiße und huschende Mäuse. Naja, jetzt musste ich doch mal etwas Gift legen und es scheint zu wirken. Eine setzt jetzt unbeschadet an und die Anzeichen von Mäusen werden weniger.

(https://abload.de/img/comp_img_20190707_184ycjqe.jpg)


Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 12. Juli 2019, 23:15:37
Vom gelungenen Fruchtansatz bis zur Reife liegt bei Cantaloupemelonen (und ihrer Untermenge Charentais) im Schnitt wie gesagt ein Monat. Die meisten anderen grossen Zuckermelonen brauchen länger. Die Reife ist bei Cantaloupes sehr einfach festzustellen. Fast alle lösen vom Stiel, es gibt Farbumschläge. Auch wenn sie nicht vom Stiel lösen, bekommt der Nabel radiale Risse.

Die Emir ist eine Cantaloupehybride, ich hatte sie auch mal, kann mich bei der an einen kräftigen Farbumschlag zur Reife erinnern. Mir war sie geschmacklich etwas zu einfach. Häng sie in ein Netz, wäre schade wenn sie runterkracht.

Sehr gesund, deine Pflanzen, hast einen guten Platz. Wie hast du gedüngt?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 13. Juli 2019, 08:23:47
Mit dem Netz ist nicht so einfach. Ich hab gerad nichts vernünftiges da und komm da auch nicht so gut dran. Muss ich noch mal kucken. Beim Farbwechsel bin ich gespannt. Einerseits hat sie schon zwei mal die Farbe gewechselt, erst von silber grau behaart zu glatt hellgrün, dann zu graülich mit dunkel Grün, andererseits sehen sie auf dem Verkäufer Foto runder aus und haben außen den selben matten hell/gelb/orangen creme Ton wie innen.
Die Pflanzen stehen überwiegend in ~15L Pflanzlöchern aus ~50% Kompost und 50% sehr leichter Pflanzerde. Die ersten 4 Wochen gab es 3 Gaben je ein Löffel Neudorff Azet Tomaten Dünger und anfangs ein Mal flüssigen Compo Bio Tomatendünger. Später ein Mal Brennesel-/Giersch-Jauche und zwei Mal Bio Gemüse Dünger von Lidl. Ich hab da keinen konkreten Plan verfolgt und eher auf Sicht und nach Gefühl und Wetter gedüngt. Gegossen hab ich wohl so 5L alle 5 Tage im Schnitt höchstens, je nach Standort auch anders. 
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Xeil0n am 13. Juli 2019, 10:08:56
Wenn ich die Bilder so sehe könnte ich glatt neidisch werden.
Bei mir ist noch keine einzige gewachsen. Fruchtansätze ja. Das war es dann aber auch.

Muss aber dazu sagen das ich absoluter Anfänger bin und daher einfach mal gemacht habe.
Aus Fehlern lernt man ja.

In vorbereitung hatte ich viel überlegt und mich dann dazu entschlossen mir eine kleines Gewächshaus zu bauen um sie in der Anfangsphase zu schützen und das ihnen nicht zu Kalt wird.

Das ganze hat ziemlich gut funktioniert. Etwas Dünger kam noch dazu. Jedoch nicht viel und immer in Maßen.
Wie auf einem geposteten Bild zu erkennen habe ich steinigen lehmigen Boden.
Dieser wurde nicht wirklich vorbereitet oder mit Kompost,Kuhmist oder ähnlichem vorbehandelt.

Da mir Google ausspuckte das Melonen es warm mögen habe ich die Erde aufgelockert und viel Blumenerde ohne es zu vermischen oben drauf gegeben.

Weil die Blumenerde schwarz ist heizt sie sich durch die Sonne stärker auf und die Pflanze hat es schön warm.
Das hat bisher auch bestens funktioniert.

Wachstum kamrelativ schnell. Nur die Blüten ließen auf sich warten.
Das kleine Gewächshaus gab schönen schutz. Jetzt wo sie größer ist wächst sie darüber hinaus und das Gewächshaus bleibt als Dach stehen um sie weiterhin vor Hagel und Starkregen zu schützen.

Im Prinzip habe ich mich an alles NICHT gehalten. Aber probieren geht über studieren.
Mir ist aber auch bewusst das es nicht verwunderlich sein kann das dadurch bei anderen jetzt schon deutlich größere Früchte sind und ausreifen. Während bei mir noch garnichts bis auf Fruchtansatz und Blüten sind.

Ich habe geduld und möchte einfach wissen was dabei herum kommt und ob das ganze auch so funktioniert.

Natürlich schaue ich trotzdem jeden Tag und beobachte fleißig.
Auch kann ich das Pech haben das die Früchte vllt schlecht oder garnicht ausreifen aufgrund fehlender Nährstoffe und anderer Dinge.

Wir werden sehen :).

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 13. Juli 2019, 15:40:23
Was sind es denn für Sorten? Auf die kommt es ja auch ein wenig an, wann der Fruchtansatz statt findet. Ansonsten haben sich bei mir bei schwerem Boden Pflanzlöcher bewährt. Also einfach direkt im verdichteten Boden ein Loch ausheben, so breit und tief wie es eben möglich ist vom Platz her bzw. nötig ist für die jeweilige Pflanze und was die vorhandene Füll-Erde angeht (notfalls reicht auch fluffige Blumenerde die mit ein wenig von der ausgehobenen Erde vermischt wird).
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 13. Juli 2019, 18:32:00
Ich hatte heut morgen, als es schon wieder regnete, überlegt die Folie vom hinteren Frühbeettunnel zu nehmen. Die Blätter und Triebe klebten schon wieder so dermaßen unter der nun klatsch nassen Folie, dass ich bei einer Woche Regen und kälte schon recht ängstlich deswegen war. Dann war mir wieder die Idee mit den drei Stäben gekommen (normalerweise werden immer 2 Kunststoff Stäbe gekoppelt) und das hat ganz gut geklappt um zu bauen. Ich hoffe es fliegt bei Sturm nicht auseinander, weil da jetzt natürlich mehr Kräfte drauf wirken. Aber so haben die Pflanzen weiter einen gewissen Schutz.

(https://abload.de/img/comp_img_20190713_155nbj0m.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190713_155ikj1f.jpg)

Temporärer Mäuse-Schutz:

(https://abload.de/img/comp_img_20190713_160l5jgs.jpg)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 14. Juli 2019, 10:13:19
Die Idee, Frühbeettunnel zu nutzen, finde ich originell. Das probiere ich nächstes Jahr auch.
Vielen Dank für die vielen Fotos und Erläuterungen.

Ich habe den Eindruck, dass bei uns die Mäusepopulation wieder etwas abnimmt. Zumindest springen nicht ganz so viele umher (auch wenn gestern wieder eine direkt vor meinen Füßen vorbeigesaust ist).  Ich drücke dir die Daumen, dass die Töpfe die Früchte schützen. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Mäuse über die Triebe zu den Melonen spazieren. Letztes Jahr sind sie bei uns zu den Kolben des Zuckermaises hoch geklettert und haben sich dort die Bäuche voll geschlagen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Sandwurm am 15. Juli 2019, 12:35:11
Hier mal meine Melonen. In meinen 2 Gewächshäusern habe ich je 3 Melonen, die an Baustahlmatten hochranken. In einem habe ich zudem Gurken. Dieses GH halte ich warm und feucht. Hier wachsen die Melonen gut. Sie sind schon 2 m hoch. In dem anderen habe ich die Tomaten. Das GH ist eher trocken und luftig. Hier haben die Melonen noch nicht einmal Früchte angesetzt.




Die ersten Melonen habe ich jetzt eingenetzt, damit sie nicht abreißen.




Es sind die Sorten Orange Sherbet  und Arava. Ich bin gespannt wie die Melonen schmecken. Im letzten Jahr hatte ich Charantais Melonen, die haben mir gar nicht geschmeckt. Ich habe sie von alleine abfallen lassen. Muss ich die früher ernten?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 15. Juli 2019, 12:38:47
Die sind perfekt, wenn sie sich leicht vom Stiel lösen lassen. Warum sie dir nicht geschemckt haben - keine Ahnung. Charentaismelonen zählen bei mir zu den Highlights der Saision. Allerdings lass ich fast alles im Freiland wachsen, es gibt einen deutlichen Aromaunterschied zu Gewächshausfrüchten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Sandwurm am 15. Juli 2019, 12:43:50
Hallo Cydorian,
da musst Du ein sehr warmes Klima haben. Ich sehe ja schon einen deutlichen Unterschied zwischen dem Anbau in den 2 Gewächshäusern. Im Freiland wird das bei mir garantiert nichts.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 15. Juli 2019, 14:14:29
Sie stehen an einem guten Platz im Freiland. Volle Sonne ist wichtig, in Hausgärten ist es halt oft teilweise verschattet, auch wenn einen hellen Eindruck macht. Des Nachbars Tanne, der schöne Flieder den man nicht zurücksägen will, Gebäude die den Vormittag schattig machen...

Ausserdem wachsen sie über schwarzem Vlies - das hilft auch einiges.

Die ersten Früchte nähern sich der erwarteten Endgrösse. Dann dauerts nochmal ca. 10 Tage, bis sie reif werden. Den Anfang macht dieses Jahr "Stellio", eine dieser robusten modernen Hybriden ohne besondere Geschmackshighlights, wollte ich eigentlich nicht mehr anbauen, hatte aber noch Samen übrig. Jetzt dankt sies mir :-)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Sandwurm am 15. Juli 2019, 14:48:33
Also Zuccini und Hokkaido baue ich ja auch auf schwarzem Vlies an. Vielleicht sollte ich das mit den Melonen auch mal probieren. Du kannst einen ganz schön motivieren.  ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 24. Juli 2019, 21:27:30
Meine Wassermelone Mini Love hat kontinuierlich an Gewicht zugenommen (ca. 50 g/tgl.) und ist richtig gut gewachsen, nur jetzt wächst sie nicht mehr und hat in den letzten beiden Tagen sogar etwas an Gewicht abgenommen. Beim Klopfen klingt sie etwas hohl, wie wenn man an eine Holztür klopft. Ich neige dazu sie zu ernten (heute 1000g). Oder sollte ich noch warten?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 25. Juli 2019, 08:58:38
Wann hat sie sich denn gebildet?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 25. Juli 2019, 13:31:51
Wann hat sie sich denn gebildet?

Vor 4-5 Wochen
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 25. Juli 2019, 15:45:11
Bei 5 Wochen könnte sie gerade so reif sein. Bei 4 Wochen, gerade auch durch die kühle, dunkle Woche zwischendurch wohl eher noch nicht.

Schau mal hier, eine schöne Anleitung zum Bestimmen der Reife.

Wenn du die Sprache nicht verstehst, Bild 5, der trockene Rankarm ist der Nummer 1 Indikator für die Reife.

Wer sich unsicher ist, sollte sie lieber eine Woche zu lange dran lassen, als eine Woche zu früh zu ernten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 25. Juli 2019, 16:48:03
Vielen Dank für den tollen Link.
Auch wenn diese Melone (zumindest hier bei mir in 2019) niemals 3-5 Kg erreichen wird (dazu war es vor der Hitzewelle deutlich zu kühl), werde ich noch einige Tage warten.
Die Unterseite ist noch nicht wirklich verfärbt und der Stiel ist noch nicht sicher am Eintrocknen. Darüber hinaus hat sie nach zwei Tagen rückläufigem Gewicht heute wieder (ganz wenig) an Gewicht zugelegt. Nur über die Beurteilung des Klangs hätte ich gesagt, daß sie reif sein könnte, aber wie will man das ernsthaft beurteilen mit null Erfahrung.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 28. Juli 2019, 10:50:44
(https://abload.de/img/comp_img_20190727_095qfjhb.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190727_1659gkug.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190728_092cgkkx.jpg)

So, die erste Ernte, selbe Woche wie letztes Jahr. Early Moonbeam. Die erste Hälfte ist gerade von mir gefrühstückt worden. Donnerstag hatte sich das Blatt halb gefärbt, Freitag war es ganz braun, Rankarm gab es nicht, Samstag wurde geerntet, etwa 37. Tag nach Ansatz, heute, Sonntag  war Anschnitt.
Saftig, süß, in etwa optimale Reife, aber etwas langweilig. Gerade auch im Vergleich zur Tender Gold letztes Jahr. Mal schauen, eine kleine Janosik hab ich noch in gelb im Topf die bald reif werden sollte. Bin auf Unterschiede im Aroma zwischen den gelben gespannt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 28. Juli 2019, 11:02:49
Nun sind ab Donnerstag wieder mindestens zwei Wochen Kühl im Schnitt um 20°C, dauerbewölkt und regnerisch nass/feucht angesagt.  ::)
Nach mehrmaligem erweitern der Fläche und der Überdachung geht mir langsam der Platz aus:

(https://abload.de/img/comp_img_20190727_095l3je8.jpg)

Drei Wege sind schon weg, die Chilis werden nur nicht erdrückt, weil die Folie noch trennt, die bereits reduzierten Erdbeeren werden überwuchert, die Melonen wachsen schon lange in zwei Schichten unter der Folie und nun sogar noch drüber weg. So können sie natürlich nicht abtrocknen wenn drauf regnet. Die zwei ältesten Melonen in dem Chaos die nächste Woche reif werden sollten, sind kaum bis nicht mehr zu sehen und zu erreichen. Eine, vermutlich Alibaba (Wuchsrichtung Ali Baba - Dessert King ist uneindeutig), leider nur grob geschätzt 4-5 Kg. Da muss ich nächstes Wochenende wohl mal klettern  :-\
Die Triebe über der Folie auf dem Bild sind in 5 Tagen gewachsen. Anfang der Woche waren sie noch unten auf dem Boden. Gefühlt wachsen gerade dutzende Seitentriebe je fast 1m pro Woche in die länge.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 01. August 2019, 17:43:36
Wirklich gelb hat sich die Emir F1 nicht gefärbt. Vielleicht leicht gelblich. Hat aber trotzdem gut geklappt mit der Reifebestimmung und sie war auch nicht absturzgefährdet. Heute hab ich gesehen, dass eine von den Zwillingen um den Stiel Sirup-Tropfen hat und habe dann gleich recht kräftig am Stängel gezogen um sie los zu kriegen. Es müssten nun so ziemlich genau 5 Wochen seit dem Verblühen sein und die Reife schein mir am optimalen Punkt.

(https://abload.de/img/comp_img_20190801_102tjjzt.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190801_101s2kml.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190801_160mwj23.jpg)

Die zweite fast zeitgleich angesetzte sollte dann am Wochenende reif sein und die drei später angesetzten in 2-3 Wochen. Dann kann die Pflanze spätestens Ende August endlich aus dem Tunnel fliegen. Ich glaub, wenn sie dann noch mal was startet zieh ich ihr den Stecker.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 01. August 2019, 18:18:03
Und, wie schmeckt sie dir? Meine Emir war deutlich stärker genarbt und etwas gelber, aber das ist wohl dem Wachstum im Freiland geschuldet. Die fünf Wochen kommt genau hin. Wenn man den Stiel noch kräftig ziehen muss um ihn abzubekommen, sollte man sie noch einen Tag liegen lassen, nicht im Kühlschrank, dann wird sie noch ein klein wenig besser. Emir ist für eine Cantaloupe ohnehin gut lagerfähig. Im Anbau hab ich sie nicht mehr, war mir geschmacklich zu einfach, ausser Süsse wenig Aroma. Vielleicht bringt sie ja im Gewächshaus mehr?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 01. August 2019, 20:30:46
 ;D, zum Geschmack kann ich nichts sagen. Leider mag ich keine Zuckermelonen. Ich hab sie nur aus Interesse und für die Familie angebaut. Die fand sie gut von Geschmack und Reife, Vergleichswerte sind aber auch kaum vorhanden. Bei der zweiten kann ich ja etwas feinfühliger Ernten. Das mit dem Lagern wird dann eventuell interessant, wenn die drei vom zweiten Schwung reif werden. Ansonsten hab ich auch noch zwei Pflanzen mit je zwei knapp dreiwöchigen Früchten im Freien, mal schauen wie die dann aussehen. Auf den Internetbildern von den Shops sehen sie sowieso wieder ganz anders aus.

Und wie sieht es bei dir aus, kommt es jetzt langsam in Fahrt? Die ersten Wassermelonen im Freien sind bei mir dann in ein maximal zwei Wochen reif. Die letzten Pflanzen setzten jetzt an.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 01. August 2019, 22:11:31
Da ergänzen wir uns gut, für mich sind Wassermelonen weniger attraktiv.
Im Freiland werden jetzt auch die ersten reif, den Anfang machte "Stellio". Ist gut, aber insgesamt nichts besonderes, ich hatte halt noch Samen. Die "Honey Dew" hat grosse und schwere Früchte, da müsste die nächsten Tag was reif werden, sie hellen sich bereits stark auf. Die anderen Sorten sind mal so, mal so. Der kalte Mai hat sehr geschadet, es ging langsam los und dann die brüllende Hitze, die war auch zuviel. Auch der Fruchtansatz war sehr mässig.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 02. August 2019, 21:22:44
Heute habe ich die erste Wassermelone 'Mini Love' geerntet. Sie hatte seit einigen Tagen nicht mehr an Gewicht zugelegt (zuletzt 1100g).
Mäßig ausgeprägtes Aroma, mäßig saftig - hätte ich früher ernten sollen? Kann es sein, daß eine zu späte Ernte die Saftigkeit aus der Frucht zieht.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 08. August 2019, 13:48:00
Melonen vertikal anbauen, hat das schon jemand ausprobiert?
https://youtu.be/dzAV0tSK404
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 08. August 2019, 14:36:45
Mäßig ausgeprägtes Aroma, mäßig saftig - hätte ich früher ernten sollen? Kann es sein, daß eine zu späte Ernte die Saftigkeit aus der Frucht zieht.
Nö, sieht genau richtig aus. Muss wohl an der Sorte liegen oder die Pflanze hat die Frucht nicht optimal versorgt. Unten links ist so eine kleine milchige Verwachsung, um die rings rum schmeckt das Fruchtfleisch immer etwas wabbelig grün.
Wenn die Konsistenz normal ist geht keine Saftigkeit verloren. Erst später, bei überreife kann sie um die Kerne entweder wattig werden oder griesig, schmelzig und in der Mitte matschig einfallen. Dann geht auch der Saft verloren. Aber selbst dann ist sie noch lange Zeit annähernd voll saftig zur Rinde hin. 
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 08. August 2019, 14:43:25
Melonen vertikal anbauen, hat das schon jemand ausprobiert?
https://youtu.be/dzAV0tSK404

Hast du weiter oben meine Zuckermelone und die Wassermelone gesehen? Ansonsten hab ich draußen noch Gurken etwa 1,2m pyramiedenartig nach oben wachsen. Dieses Jahr wäre es bis jetzt vom Wetter her bestimmt problemlos gegangen so wie in dem Video an zu bauen. Aber was ich die letzten Jahre so für Sturm Böhen vor und während Gewittern erlebt habe, da wäre ich nicht sicher, ob das unbeschadet stehen geblieben wäre. Da muss man wohl schon sehr windgeschützte Flächen haben.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 08. August 2019, 18:24:38
Bei mir haben die Melonen immer ein niedriges Rankgitter. Von alleine Klettern sie nicht gerne, aber ich leite sie immer hoch um die Früchte aus der unmittelbaren Reichweite der Schnecken zu bringen. Schnecken können zwar wenn sie wollen durchaus sehr gut klettern, die Wahrscheinlichkeit dass die Früchte nicht angefressen werden steigt aber massiv mit der Höhe in der sie hängen. Auch bei schweren Wassermelonen hatte ich bisher kein Problem, dass die Pflanzen die Früchte nicht hätten halten können. Bei Zuckermelonen die sich bei Reife vom Stiel lösen, kann man ja zur Sicherheit ein Netz drum rum machen. Hab mal ein Video gesehen wo einer günstige BHs als Fallschutz für seine Zuckermelonen verwendet hat. Hat lustig ausgesehen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 08. August 2019, 23:06:04
Melonen vertikal anbauen, hat das schon jemand ausprobiert?

Ja. Hat man schon vor 200 Jahren gemacht. Liegt ja auch extrem nahe, macht jeder mal. Und ich habe schon Stangen, Ranknetze, Baustahlgitter und was weiss ich noch alles gehabt. Schön. Funktioniert. Wer einen guten Platz hat und die Zusatzarbeit investieren will: Machen.

Die Haupternte hat jetzt begonnen, die Masse der Sorten wird jetzt reif. Hier ein paar von heute. Die Pflanzen, die spät losgewachsen und angesetzt haben, sind total explodiert, weil ihr Hauptwachstum in die Hitze gefallen ist. Sorten, die sonst 1, 2qm brauchen haben sich auf 4-6qm ausgebreitet. Die sind auch gesund. Die frühen Pflanzungen haben schon falscher Mehltau und Stiellähmeerkrankungen.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 09. August 2019, 00:22:54
Sorten, die sonst 1, 2qm brauchen haben sich auf 4-6qm ausgebreitet.
:'( 4-6qm hätten meine haupt Pflanzen ja zur Verfügung gehabt. Problem ist nur, die Top-Pflanze, eine veredelte Dessert King Wassermelone strebt stark in die Richtung von 40m² (die sie aber einfach nicht hat) mit 10 Fruchtansätzen :P. Ob da überhaupt irgendwas von wird ist äußerst fraglich wenn die Ranken schon in drei Etagen übereinander wachsen. Zwei überwucherte Golden Midget die ich mühsam erklettern musste waren schon so überreif, dass ich nur noch etwas vom pappig süßen Rand essen konnte, die Mitte welk. Letztes Jahr Honig Melonen Gelb gefärbt mit perfekter Reife, dieses Jahr irgendwie grün geblieben und schon total überreif. Wobei die Sorte sowieso nicht sehr lange haltbar zu sein scheint, sie können kaum länger als fünf Wochen gehangen haben.
Und bei der ersten und an dieser Pflanze einzigen, von der Dessertking überwucherten, Ali Baba Frucht hatte mich dann das Ernte Glück total verlassen. 5,6 Kilo, gefühlt länger nicht mehr gewachsen, rechnerisch knapp 5 Wochen gereift, Rankarm eingetrocknet seit wenigen Tagen, tiefer Klopf Ton,... um die Kerne schon griesig schmelzig, aber das komplette Fruchtfleisch sauer, grüner Geschmack, milchig und weich. Kein Plan, was da schief lief. Aber an dieser und einer weiteren Alibaba Pflanze wuchsen und wachsen je eine komplett runde Frucht und die dritte Pflanze hat drei extrem dünn-längliche Früchte wie sie in etwa sein sollten. Als ob die zwei irgendwie suboptimal verkreuzt sind.
Naja, dafür gab es gestern zwei Janosik die wieder die optimale Reife nach so ziemlich genau 5 Wochen hatten. 2,8Kg aus dem 40cm Topf und 1,8Kg bei meinem Onkel an einer Scheunenwand ausgelagert (enttäuschend). Im Vergleich zu der Early Moonbeam letztens fand ich die Janosiks etwas besser. Zwar etwas weniger Saft und Knack, aber mehr Aroma. Wobei die Early Moonbeam aus dem Tunnel jetzt nicht so direkt vergleichbar ist.
Die Tage dürften dann ein paar sehr kleine Topf-Exemplare reif werden und nächste Woche vielleicht welche von den langen Alibabas.
Sehr gespannt bin ich auch wie es mit der veredelten Komposter Yamato Cream weiter geht. 2-3Wochen Mäuse Fraß an jedem Fruchtansatz, dann 2-3 Wochen Pause, jetzt seit knapp zwei Wochen 8 heranwachsende Früchte die recht gesund aussehen. Eine 9. hatte ich entfernt, weil direkt hinter einer anderen. Wenigstens hat diese Pflanze etwas mehr Platz zur Verfügung.

Edit:
Hier noch mal ein paar Bilder dazu.

Miese Alibaba
(https://abload.de/img/comp_img_20190805_102pjjy0.jpg)

Komplett ungenießbar
(https://abload.de/img/comp_img_20190805_10461j7r.jpg)

Total überreife "Golden" Midget, kein kaum golden
(https://abload.de/img/comp_img_20190805_102ffkvp.jpg)

Topf Janosik, veredelt
(https://abload.de/img/comp_img_20190807_2051mkeg.jpg)

Janosik aus einfachem Beet
(https://abload.de/img/comp_img_20190808_1845vkyd.jpg)

Janosiks waren optisch so ziemlich identisch innen
(https://abload.de/img/comp_img_20190808_1256ija3.jpg)

Ach ja, und ich habe meine stark kränkelnden Topfpflanzen jetzt lange beobachtet und bin der Meinung, sie müssen sehr viel öfter gegossen werden, als ausgepflanzte.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 09. August 2019, 09:32:18
Wassermelonenpflanzen können bei guten Bedingungen schnell viel Fläche belegen. Bei den kleinen Cantaloupe ist das jedoch ungewöhnlich, dass die die Pflanzennormalgrössen vervielfachen.
 
Vielleicht sind die Früchte eher von der Hitze weichgekocht worden statt mit Zucker und Aroma auszureifen. Der häufigste Grund für solche stehengebliebenen aber scheinbar reifenden Früchte sind absterbende Ranken bzw. nicht mehr assimilierend. Zum Beispiel wegen zu schattig, zu heiss, eine der vielen Krankheiten, Wasserversorgung endet...

Wenn die Ranke, die zur Melone führt Probleme hat, merkt man das. Einen grossen Einfluss auf die Fruchtqualität haben aber auch die Triebe, die nach der Melone dranhängen. Werden da Blätter oder Stengel krank, liegen sie ganz im Schatten, dann taugt die Frucht nichts. Sie erreicht nur eine Art Notreife. Bei mir ist der häufigste Grund eine der verdammten Stengelkrankheiten, der Trieb welkt.

Melonen sind schwierig, gell :-) ? Auch psychisch muss man den Anbau verkaften. Weil sie am Anfang immer so wunderschön wachsen und schöne Früchte ansetzen und dann geht doch immer noch etwas auf dem letzten Wegstück schief. Frustriert.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 09. August 2019, 14:20:42
Ich habe ausschließlich in (ca. 20- Liter-)Töpfen befindliche Melonen. Aktuell gieße ich sie alle 1-2 Tage, bei der Hitze mußte dies bis zu 2x/Tag erfolgen. Unter dieser Bewässerung entwickeln sich die Melonen gut.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 09. August 2019, 15:39:19
@Flora1957: Danke für die Bestätigung. 20L dürften meine Töpfe auch etwa haben und in etwa diesen Wasserbedarf konnte ich zuletzt auch beobachten, leider für die meisten Pflanzen zu spät. Wobei es sehr schwer war zu deuten, ob die Probleme nun von zu viel oder zu wenig Wasser kamen. Sind auch Wassermelonen dabei? Wenn ja, was erreichst du so für ein Gewicht?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 09. August 2019, 17:25:53
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Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Hyla am 09. August 2019, 17:38:41
Melonen vertikal anbauen, hat das schon jemand ausprobiert?

Ja, machen wir immer. Ist im Gwh sehr platzsparend. Allerdings nur die kleinen Honig- und Zuckermelonen, die Wassermelonen dürfen am Boden rumkrabbeln. Die Fläche ist teilweise betoniert (vom Vorgänger so übernommen), dadurch werden die Wassermelonen von unten nicht besonders feucht und reifen ganz gut aus. Der Beton reflektiert ja auch noch etwas Licht, weil er hell ist.
Dieses Jahr habe ich aber nur eine (hoffentlich echte) Yubari, die gerade erst blüht. Der Schwerpunkt lag dieses Jahr mehr auf Gurken und Zucchini.
Daß es wieder recht warm wird, habe ich nicht erwartet.  ::)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 09. August 2019, 20:27:37
@markoxyz
Ich habe die Erde für die Melonen selbst angemischt: Ausgesprochen nährstoffreich, gut durchlässig (Lavagranulat) aber trotzdem etwas Feuchtigkeit haltend (Bentonit). Das klappt bei gemäßigten Temperaturen sehr gut - nicht zu feucht und nicht zu trocken. Kontrolliert wird durch die tägliche Fingerprobe. Dabei zeigt sich aber, daß bei über 30°C die Erde in den 20-Liter-Töpfe jedoch auszutrocknen droht, was mit morgendlichem und abendlichem Gießen gut abzufangen ist. Nächstes Jahr werde ich jedoch 40-Liter-Töpfe verwenden (habe mir schon entsprechende Maurerkübel besorgt).
Ich habe bisher nur die oben angeführte Wassermelone 'Mini Love' geerntet, gehe aber davon aus, daß einige Charentaismelonen ebenfalls noch ausreifen (sehen aktuell gut aus).
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 10. August 2019, 12:59:31
Super Idee, die Melonen in Kübel zu pflanzen. Auch wegen der Mäuse. Gestern war wieder eine Pflanze welk wegen weg gefressener Wurzeln. Auch eine Idee für Gurken, die meine Mäuse noch lieber mögen.
Warum pflanzt ihr in Kübel statt in den Boden?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 10. August 2019, 13:53:31
Der Grund war bei mir, daß hier bei mir im Garten extrem viele Nacktschnecken sind. Die Töpfe habe ich auf die Terrasse im ersten Stock gebracht
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 10. August 2019, 18:59:11
Bei mir aus Platzgründen um noch mehr und mehr Sorten anbauen zu können. Wie auf meinem vorletzten Bild sieht wachsen die Melonen im Beet bereits in drei Etagen übereinander ob wohl ich ihnen schon doppelt so viel Platz gemacht hatte als geplant. Die Töpfe stehen bei mir zehn Stück in Reihe am Rand der angrenzenden Wiese. Auf der Wiese wäre genug Platz für alle, wenn sie denn in den Töpfen nur annähernd so wuchern würden wie im Beet.
Mal schauen, entweder ich nehme nächstes Jahr die neuen Erkenntnisse über Sorten, Gießverhalten und Co mit, evtl. ergänzt um Düngervergleiche, oder ich überleg mir was anderes wie einen Komposter auf die Wiese zu stellen, oder etwas Gras ab zu stechen und einen flachen, humosen Wall auf zu schütten. Die Frage ist nur, ob das in einem normal feuchten Jahr auf der Wiese im Gras überhaupt funktioniert und die Mühe wert ist. Naja, zwei Kandidaten, etwas größere Sorten, im Wachstum in Töpfen hab ich noch: Desert King und Orangeglo. Wäre schön, wenn die die 2,8Kg der Janosik noch mal knacken würden. Ansonsten würden sich die Wassermelonen in dieser Topfgröße wohl auf Dauer nicht lohnen.

Eine wild ausgesamte Wassermelone blüht gerade weiblich ;D. Etwas spät, aber eine kleine Chance zu sehen was es wird hab ich noch.

Und die bis jetzt zweit Größte Topfmelone, die nächste kugelrunde Ali Baba hab ich gerad gespachtelt. Naja, war gerade so reif, aber noch nicht dolle. Da ist aber der ganze Trieb von der abgeschnittenen Spitzte aus jetzt welk geworden und sie musste geerntet werden. 1,6Kg. Auch enttäuschend. Bin auf die Ali Baba Drillinge der dritten Pflanze gespannt. Hoffentlich taugen die was, wäre ärgerlich wenn nicht. Dürften zusammen mindestens 13Kg auf die Waage bringen. Aber ich schätze mit der Sorte und somit mit rotfleischigen bin ich dann endgültig fertig. Dann nur noch orange und etwas gelb. Die roten heben sich einfach nicht genug von einender und von guten Supermarkt Exemplaren ab.
Die Wassermelonensaison im Supermarkt ist dieses Jahr sowieso außergewöhnlich lange und in Summe von konstanter und teils hervorragender Qualität zu überwiegend akzeptablen bis sehr günstigen und langanhaltend niedrigen Preisen. Kann mich nicht erinnern das in der Form die letzten 10 Jahre und darüber hinaus mal gehabt zu haben.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 11. August 2019, 21:53:30
Wir haben diese Woche eine Honigmelone Kajari von Deaflora geerntet. Sie sah zwar hübsch aus, hat mir aber überhaupt nicht geschmeckt, Sie hatte den typischen Geschmack der Melonen aus dem Laden, der  bei meinen bisher selbst gezogenen nicht so ausgeprägt war. Am nächsten Tag war sie noch mehlig :P. Die Hühner mochten sie.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 11. August 2019, 21:57:05
Dann gab es aber noch eine Wassermelone aus Kasachstan und die schmeckt ganz fantastisch. Habe nur vergessen, sie zu wiegen, sie dürfte aber ca. 2,5 kg gehabt haben.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 13. August 2019, 14:39:53
Das orange Fruchtfleisch hat einen schönen Farbton. Sieht nur schon etwas überreif aus um die Kerne.

Bei meinen zwei Ali Babas bin ich gerad etwas hin und her gerissen. Ich hab ein Foto vom 07.07. wo noch keine Frucht zu sehen ist und eins vom 21.07. wo zwei Früchte zu sehen sind die von der Größe her etwa eine Woche alt sein müssten. Also schätzte ich einen Fruchtansatz um den 15.07. rum. Nun sind seit einigen Tagen die Rankarme komplett eingetrocknet und seit zwei Tagen auch die kleinen Blättchen. Kommt mir aber irgendwie zu früh vor  :-\. Normalerweise würde ich jetzt ernten weil die Foto Rechnung etwas ungenau sein kann. Aber nach dem Fehlgriff bei der ersten großen Ali Baba warte ich lieber noch bis zum Wochenende.

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 13. August 2019, 21:11:32
Das würde ich an deiner Stelle wahrscheinlich auch so machen. Hast du schon mal drauf geklopft, ob sie hohl klimgt?
Das mit der Überreife bei meiner täuscht wahrscheinlich auf dem Foto. Ich finde sie von der Konsistenz  und dem Geschmack her perfekt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 14. August 2019, 00:15:44
Das mit dem Klopfen ist so eine Sache. Die Niete letztens klang super hohl und so tief als wär sie innerlich schon am verrotten. Am Ende war sie aber nur irgendwie notreif. Diese beiden jetzt sind so in Triebe eingewachsen und liegen auf Styropor, dass ich sie weder anheben kann, noch liegend klopfen kann. Die eine ist auch so schmal und lang, dass sie wohl sowieso anders klingen wird als gewohnt. Ich hatte mal zu der Sorte recherchiert und es scheint, als wäre sie ganz gut haltbar an der Pflanze, nach der Reife. Bei dem Nasskalten Wetter jetzt wird sich wohl eh nicht so viel tun, da hab schon fast mehr Angst, dass sie aufplatzen  ::)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 14. August 2019, 19:42:46
(https://abload.de/img/comp_img_20190814_192poksg.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190811_110nij99.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190813_1941xk1n.jpg)

So, nach 1942g und 2200g sind jetzt noch die letzten drei innerhalb weniger Tage reif geworden. Die ersten beiden Emir F1 hingen und waren deutlich grauer, rauer und korkiger. Diese jetzt,1-1,5 Wochen später, wuchsen auf dem Boden liegend und sind teils glatt glänzend, viel creme-gelber und insgesamt viel weniger verkorkt und teils mit tiefen Rissen. Alle von einer Pflanze, aber diese jetzt sehen aus, als ob es eine andere Sorte wäre. Wenn ich den Kühlschrank einmal kurz aufmache duftet es rund zwei Stunden lang in der ganzen Wohnung. Seit über einer Woche auch schon der intensive Duft im Tunnel.

Macht in Summe 8839‬g von der einen Pflanze. Schöne Sache das, aber in den Tunnel kommt mir so ein Monster nicht mehr rein  :P.
Die Pflanze kriegt jetzt auch kranke Blätter und kann somit mit ruhigem Gewissen wie geplant morgen raus fliegen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: philippus am 19. August 2019, 14:54:54
Ich habe in den letzten 2 Wochen ein paar Honigmelone geerntet. Geschmacklich wirklich sehr gut, aber alle recht klein geblieben (knapp 500 bis 800g) .

Was kann ich tun, um größere Melonen zu haben? Eher noch mehr Dünger (ich habe etwa alle 2 Wochen 1/2 Handvoll Tomatendünger pro Pflanze verabreicht) oder mehr wässern oder beides?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 19. August 2019, 15:47:05
Hast du mal Bilder der Pflanze(n)? Ich denke das kommt auch stark auf die Bedingungen: Boden, Standort, Sonnenstunden, Wärme an und das Verhältnis Blattmasse zu Anzahl Früchten. Spontan würde ich sagen für mehr Wärme sorgen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 19. August 2019, 16:13:23
Heute hats mit Ali Baba geklappt. Die erste der Drillinge ist geerntet und die Reife ist nun gut. Aber es ist bis jetzt die einzige Sorte die trotz abgetrocknetem Rank-Arm und Frucht-Blättchen an einer kerngesunden Pflanze noch deutlich mehr Zeit für die Frucht-Reife braucht. Der Test versagt hier also und man kann sich nur auf die Reifezeit verlassen.

(https://abload.de/img/comp_img_20190819_123l2kmg.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190819_125m8j0i.jpg)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 19. August 2019, 16:17:03
Was kann ich tun, um größere Melonen zu haben?

Gut versorgter, nicht schwerer Boden und gesunde Pflanzen. Bei der Dauerdüngung mit Tomatendünger glaube ich nicht an zu wenige Nährstoffe, eher zu viel. Bleibt "gesunde Pflanzen" und das ist meistens das grössere Problem. Dieses Jahr läuft es da wieder mal schlecht, früher Befall, ein krankheitsträchtiges Wetter. Wenn die Früchte wachsen und bereits die ersten Blätter schrumpelig werden, manche Ranken schlaff, werden die Früchte nicht gross und auch nicht gehaltvoll. Ich habe das dieses Jahr recht anschaulich an der Sorte "Honey Dew", über die ich noch was schreiben werde. Die erste Pflanze hat toll angesetzt und ich ernte jetzt. Aber die Früchte sind klein geblieben (500g), die Pflanze hat bereits zu viele Lücken und sterbende Blätter. Auf der anderen Seite des Gartens derselbe Fruchtansatz, aber Morgensonne und frühe Abtrocknung. Die Pflanze fängt gerade erst mit ersten nekrotischen Blattstellen an, insgesamt noch ein grünes und vitales Bild. Die Früchte werden die nächsten Tage reif, Gewicht je zwischen 1,5 und 2kg.

Beide Pflanzen auf demselben Substrat. Pferdemistauflage auf etwas zu schwerem Gartenboden. In guten Jahren bleiben sie gesund und setzen sie nach der ersten Ladung nochmal an, das oft reif wird. Einmal gab es sogar eine dritte Schicht. Bei kleinfrüchtigen, frühen Charentaismelonen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 25. August 2019, 20:23:06
Wir haben noch diese Melone geerntet, Allerdings etwas zu früh, sie ist mehr gelb als orange und hat auch kaum Süße, obwohl sie 3,2 kg wiegt. Es handelt sich übrigens nicht die aus Kasachstan sondern um Sweet Siberian. Meine Tochter hat sie gesät und wußte nicht mehr genau, welche es war.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 25. August 2019, 21:03:01
Ich denke die Hauptfrage ist aktuell was das Laub macht nach den 3 Wochen Schietwetter seit Ende Juli.
Gurken haben hier jedenfalls aufgrund falschem Mehltau das Stadium zwischen tot/bereits gerodet bis extremer Befall, roden steht unmittelbar bevor.
Kürbis habe ich heute auch schon einen toten gesehen und direkt daneben eine Cantaloupemelone mit nichtmal heftigem Befall. Die könnte noch eine Weile durchhalten wenns Wetter mitspielt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 25. August 2019, 22:31:50
Hm, dabei ist der "Ackerfleck" doch schon so gelb. Ärgerlich. Ich muss nächstes Jahr unbedingt Datums Markierungen an entstehenden Wassermelonen anbringen. Heute hab ich erschrocken festgestellt, dass meine Orangeglo im Tunnel schon 45 Tage alt ist und schnell notgeerntet, obwohl ich noch die zweite Alibaba im Gang habe die auch fast 6,5Kg wiegt (von der selben Pflanze, Nummer drei wird auch bald geerntet). Der Rankarm am Fruchtansatz war noch grün bis in die Spitze. Aber ich hab heut Mittag mal angehoben, auf dem Styropor hört man einfach nicht vernünftig, und sie gang erschreckend tief und dumpf. Dann Fotos recherchiert und nachgerechnet und siehe da, 45 Tage sollten es sein. Schitt  ::), völlig den Überblick verloren und dachte sie hätte später als die Melonen draußen angesetzt. Naja, 10Kg wiegt sie und morgen kommt der Moment der Wahrheit. 
Die Ali Baba konnte mich wieder nicht überzeugen. Jetzt noch mal eine Woche länger dran gelassen als die letzte, die zwar voll reif war, aber zur Rinde hin eine leichte Säure hatte, aber so ist zwar die Säure nicht mehr vorhanden, dafür wird die Konsistenz etwas wattig.

Zuckermelonen draußen und Zucchini werden bei mir auch seit 1-2 Wochen vom Mehltau bedeckt. Die Gurken machen es wohl noch eine Weile. Den Wassermelonen geht es sehr gut. Die eine, Yamato Cream, kriegt gerade ein paar so Lila Fleckige Blätter. Aber egal, die 7 Früchte die da dran sitzen sollten nächste Woche auch reif sein. Hatten sich alle innerhalb weniger Tage gebildet. Und an den anderen, gesunden Pflanzen bilden sich schon wieder neue Früchte.
Im Tunnel haben die Wassermelonen leicht Spinnmilben und werden jetzt schrittweise entfernt. Die Gurken dort, die letztes Jahr zu dieser Zeit schon längst total überrannt waren, sind gesund. Das Hochziehen an "Tomaenhaken" funktioniert wunderbar. Dadurch werden unten die älteren Blätter fortlaufend entfernt und man hat permanent nur junge gesunde Blätter. Ich bin begeistert. Nur etwas mehr Platzt nach oben könnten sie gebrauchen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 25. August 2019, 22:48:13
An den Tomatenhaken ist doch genug Schnur zum ablassen dran. Oder haben sie mehr gesunde Blätter als der Tunel hoch ist?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 26. August 2019, 10:53:14
Naja, der Tunnel ist 2m in der Mitte, aber die Gurken sind an den Seiten. Die Haken habe ich auch selbst gebastelt. Nächstes Jahr muss ich mal fertige kaufen, ist weniger fummelig, und die Gurken weiter nach vorne pflanzen und eine Etage höher hängen. Ich dachte auch eigentlich, ich könnte sie etwas schräg führen und höher hängen. Das gab aber Konflikte mit den anderen Pflanzen.

Hier mal ein paar Bilder aus der laufenden Saison dazu:

Zwei Pflanzen, in der Mitte war die Melone.
(https://abload.de/img/comp_img_20190627_19002kk6.jpg)

Oben eingehängt.
(https://abload.de/img/comp_img_20190627_190anjhk.jpg)

Anfangs wuchsen die Früchte schneller als die Pflanze und die Gurken hingen in der Luft.
(https://abload.de/img/comp_img_20190627_190hdkss.jpg)

Später wuchs die Pflanze öfter an die Decke während die Gurken teils unten auf dem Boden ankamen, vor Pflückreife.
(https://abload.de/img/comp_img_20190722_095z7kf6.jpg)

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 26. August 2019, 12:44:29
Schöne Bilder und nettes Schnurknäuel am Haken. kann mir vorstellen dass das fummelig war. ;D
Die Melone aufleiten wäre sicherlich auch einen Versuch wert. Die Früchte müssten dann aber angebunden/eingenetzt-aufgehängt werden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 26. August 2019, 14:33:18
Hinten hatte ich eine Wassermelone aufgeleitet die ich später nachträglich abgesichert hatte, weil sie schwerer wurde als für die Sorte üblich. Bis ca. 3Kg war sie nur am Stiel mit einem Band gesichert.

Und hier hatte ich schon mal die aufgeleitete Zuckermelone gezeigt. Je um die 2Kg. Ungesichert. Ich hatte meine Bedenken, aber mit täglicher Beobachtung war es am Ende kein Problem.

Wär jetzt noch interessant zu wissen, wie es sich auf die Fruchtgrößen auswirkt, wenn man die Seitentriebe immer kräftig wegschneidet. Denn unten auf dem Boden sind beide Pflanzen dann noch mal komplett durch den ganzen Tunnel gewuchert.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 26. August 2019, 14:55:57
So, die Orangeglo ist dann auch geschlachtet. Die Überreife ist nicht so gravierend wie befürchtet.

(https://abload.de/img/comp_img_20190825_1416gjx1.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190825_141qfknd.jpg)

10Kg. Geschätzt hatte ich sie von der Größe her auf 12-13. Nach dem Anschnitt wusste ich auch wieso sie "nur" 10Kg wiegt:

(https://abload.de/img/comp_img_20190826_122jrkcl.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190826_122jgk2e.jpg)

Etwas luftig darin.  ::) Aber das generelle Aufreißen im Inneren scheint bei der Sorte nicht ungewöhnlich zu sein. Das sieht man öfter, wenn man die Sorte googlet.
War vorhin noch recht warm, obwohl sie schon eine Nacht im Keller lag. Jetzt liegt eine Hälfte erst Mal im Kühlschrank, für heut Abend. Aroma scheint aber ganz gut zu sein, noch nichts großartig von Überreife zu schmecken. Wobei ich sowieso finde, dass die roten dafür am anfälligsten sind und die anderen Farben generell milder schmecken. In der Mitte natürlich schon leicht wattig. Zwischen Kern-Schicht und Rinde aber recht durchschnittliche Konsistenz. Besser wäre es natürlich gewesen sie 1-1,5 Wochen früher zu ernten, so kann ich aber noch zufrieden sein. Wer auf süß, süßer, am süßesten steht würde von dieser Frucht wohl begeistert sein. Da muss man ja aufpassen dass mein kein Zuckerschock kriegt ,wenn man die alle hat. Nach einer halben Stunde werden große Saft-Tropfen schon bald zu Sirup und ziehen Fäden beim wegwischen  ;D

Auf dem abgeernteten Zwiebelfeld hatte sich ab Juli eine wild wachsende Wassermelone breit gemacht, und drüber noch eine Tomate. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt. Tomaten waren schon ein paar reif.

(https://abload.de/img/comp_img_20190826_095sokg4.jpg)

Und die Melone darunter steht auch noch super da:

(https://abload.de/img/comp_img_20190826_0955djg9.jpg)

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 26. August 2019, 21:20:02
Und die Party geht weiter. Nach dem Ali Baba Frühstück und dem Orangeglo Abendessen schnell die nächsten beiden geerntet, bevor sie auch anfangen rückwärts zu reifen. Die dritte Ali Baba sah immer aus wie die kleinste der drei an der Pflanze, lag ein Stück weiter als die ersten beiden mit je ca. 6,5Kg. Aber diese jetzt hat sogar 8,7Kg. Und dann noch die Tender Gold mit 8,8Kg. An der Pflanze war aber auch nur die eine. Die Ali Baba mit dann insgesamt 21,7 Kilo an einer Pflanze war veredelt, die Tendergold mit der Einzel-Frucht unveredelt.

(https://abload.de/img/comp_img_20190826_0952kkgd.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190826_205pvkkn.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190826_210bgj3c.jpg)

(https://abload.de/img/comp_img_20190826_210lejd6.jpg)

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 31. August 2019, 11:49:11
... ziiieeemliche Brummer  :o :D

Bei mir im GH wächst und fruchtet genau das Gegenteil - dieses Jahr erstmals "Model", eine Zuckermelone - in etwa so groß wie eine große Orange - mit leicht genetzter Haut und einem sehr süßen und saftigen Geschmack - von der Größe her perfekt für den Single  :)

Eigentlich eine samenfeste Sorte ... und nun eine Frage, die ich eventuell vor Jahren schon einmal gestellt habe  ::) ... können Zuckermelonen und Gurken sich verkreuzen??
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 31. August 2019, 13:01:43
"Model" ist eine tolle Sorte mit ziemlich gutem Geschmack, ich liebe sie.

können Zuckermelonen und Gurken sich verkreuzen??

Sicher. Da gibts sogar Sorten solcher Kreuzungen. Nenn sich z.B. Carosello-Gurke.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Ecoon am 31. August 2019, 13:31:58
Ich habe heute meine Melönchen pikiert. Zwei wollte ich haben, deswegen habe ich sicherheitshalber mal irgendwas um 12 Kerne gesät, davon sind dann natürlich auch alle gekommen.  ::)
Riechen auch schon richtig nach Melone  :D

Was macht man mit den "Todgeweihten"? Ich habe jetzt 4 raus genommen und ziehe die noch etwas im Topf. Zwei weitere habe ich "einfach mal" hinters Haus in die Erde getan und ein wenig angegossen. Mal schauen ob sie das packen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 31. August 2019, 15:12:52
"Model" ist eine tolle Sorte mit ziemlich gutem Geschmack, ich liebe sie.

können Zuckermelonen und Gurken sich verkreuzen??

Sicher. Da gibts sogar Sorten solcher Kreuzungen. Nenn sich z.B. Carosello-Gurke.

... gleich mal gegoogelt und habe sogar einen alten Thread von 2009 gefunden, der allerdings wenig Info enthält...

Dann werde ich zum einen mal das potentiell verkreuzte Saatgut aufbewahren und nächstes Jahr testen und zusätzlich darauf hoffen, dass vom Originalsaatgut noch was keimt und dann verhüten  ::) :)

@ Ecoon

.... die Situation mit unerwartet vollständig keimenden Saatgut hatte wohl schon jeder Gärtner und ich sowieso, da Geduld nicht zu meinen Stärken gehört  ::) ... und ja, wenn man eigentlich überzählige Sämlinge nicht wegschmeissen kann - so wie ich  ::) -dann muss man sie auspflanzen und dann den Garten - so wie bei mir dieses Jahr - von zusätzlichen Kürbispflanzen überwuchern lassen  ::) ;)

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 01. September 2019, 12:20:16
Sechs Wochen reifen lassen ....und doch noch zu früh. Das z. T. sehr mäßige Wetter in der jüngeren Vergangenheit hat doch eine deutliche Reifeverzögerung hervorgerufen.
Die Melone ('Perseus') ist sehr saftig, mäßig süß (für mich kein Makel), mittelprächtiges Aroma  - aber halt noch nicht bis zum Außenbereich durchgereift.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 01. September 2019, 12:20:50
...................
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 01. September 2019, 17:29:23
Es wird noch weiterhin viel reif, aber ein Resümee und ein Kurzbericht wie jedes Jahr ist nun fällig.

Von den koreanischen Chamoe-Melonen gab es wieder eimerweise Früchte. Die Art hat ungleichmässige Pflanzengrössen, einzelne Pflanzen können wild wuchern, anderen wachsen verhalten. Zwei Pflanzen haben ausgereicht, um mehr als genug Melonen zu bekommen. Beschrieben haben ich sie ja schon oft hier und im Blog. Hier das, was ich heute geerntet habe:

(https://live.staticflickr.com/65535/48659499962_f686e410a9_o_d.jpg)

10kg pro Pflanze sind da fast normal, verteilt auf durchschnittlich 20 Melonen. Dann ein paar "sichere Mieten", hier Exelor, eine Netzmelone vom Galiatyp:

(https://live.staticflickr.com/65535/48659000943_78b81e5b98_o_d.jpg)

Sie ist länger haltbar wie die Cantaloupe-Melonen und schafft hohe Erträge. Grünes Fruchtfleisch, im Geschmack okay, aber kein Highlight. 10kg pro Pflanze ist die Obergrenze, typisch sind vier bis fünf grosse Früchte mit je 2-2,5kg. Auf nicht optimiertem Boden sind es noch zwei bis drei. Man sieht auf dem Foto die Risse am Nabel, sie ist erntereif. Eine sichere Miete ist auch "Stellio":

(https://live.staticflickr.com/65535/48659000918_2e676b918d_o_d.jpg)

Sie ist früh, halbwegs gewächshausgeeignet, schmeckt schon etwas nach Charentais, lecker. Der Fruchtstiel beginnt sich eben zu lösen - ernten und essen. Für eine Charentais grosse Früchte, für eine Cantaloupe kleine Früchte. Erträge könnten besser sein. Die hier ist dieses Jahr im Erstanbau:

(https://live.staticflickr.com/65535/48659500002_882310509d_o_d.jpg)

"Honey Dew", wie alles im Freiland. Zuviel habe ich mir von der nicht versprochen, aber es war eine positive Überraschung. Ist eine alte Kreuzung aus Honigmelone und Zuckermelone und zwar gelungen. Die Früchte recht uniform mit 2 bis 2,5kg, ebenfalls vier bis fünf Früchte pro Pflanze. Helle Farbe, schwach genetzt, bei Reife platzgefährdet. Fault und schimmelt aber nicht, robuste Früchte. Innen aprikosenfarbenes Fruchtfleisch. Geschmack mehr Cantaloupe, ausgesprochen saftig, süss aber nicht vollsüss, die Konsistenz ist feiner wie die Cantaloupes, ein bisschen samtig. Hält sich Dank Honigmelonengenen länger wie reine Cantaloupes. Werde ich wohl noch öfter anbauen.

(https://live.staticflickr.com/65535/48659499842_d0fe92560d_o_d.jpg)

Fruchtfleisch bis zum Rand essbar. Das war die erste Frucht. Sie reift allerdings erst in der mittleren Cantaloupegruppe, deutlich später wie die Frühsorten. Braucht viel Licht und Wärme. Gemischt gibt sie ein nettes Bild ab, fehlt nur noch meine kanariengelbe Chamoe:

(https://live.staticflickr.com/65535/48659354076_92a68d700d_o_d.jpg)

Restliche Samen der Cantaloupe "Bari" hab ich auch nochmal rausgehauen. Hier ist "Bari":

(https://live.staticflickr.com/65535/48659499917_eb486d6052_o_d.jpg)

Wassermelonen gab auch ein paar. Sind aber nicht so mein Ding, das zeigt markoxyz besser. Da finde ich den Unterschied zwischen guter Kaufware und selber anbauen nicht so gross und damit die Motivation geringer, selber was anzubauen. Hier noch die letzte, nicht mehr gross geratene Sweet Siberian:

(https://live.staticflickr.com/65535/48659000933_365b37eeea_o_d.jpg)

Viking und andere gibts auch noch. Weitere Zuckermelonen-Sorten habe ich auch, die kleinen Charentais, die baue ich jedes Jahr an. Aber insgesamt war es trotz der netten Bildchen ein schwieriges Jahr. Es erinnerte etwas an 2017. Hitze, Wasser und Kälte kamen immer zur maximalen Unzeit und am schlimmsten war wieder einmal die permanent hohe Luftfeuchtigkeit mit allnächtlichem Tau. Das hat einige Pflanzen viel zu früh dahingerafft. Falscher Mehltau musst sehr konsequent bekämpft werden, sonst war früh Schluss. Auch Brennfleckenkrankheit und Alternaria kamen wieder sehr früh, kaum bekämpfbar. Ein Pflanze war im Gewächshaus, die ist gut gewachsen (aber gegen Spinnmilben vorgegangen) und fast krankheitsfrei, hat aber die üblichen Gewächshausprobleme mit Aromaschwäche im Vergleich zum Freiland.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 01. September 2019, 20:51:59
Sieht auf jeden Fall schön bunt und abwechslungsreich aus. Das Wetter muss wohl regional recht unterschiedlich ausgefallen sein. Hier war es eher wie letztes Jahr und nicht wie 2017. Dadurch, dass es nur alle 3 Wochen wenig Regen gab ist mir Tau nicht oft aufgefallen. Sweet Siberian werde ich vielleicht nächstes Jahr mal testen, sieht auch sehr gut aus.
Aromaschwäche wegen Gewächshaus hatte ich bei der 10Kg Orangeglo ja auch befürchtet, gerade auch, weil sie so spät im Mittelgang im Schatten der mächtige Chili Büsche wuchs. Dazu kamen noch auf 1-1,5m vor der Frucht seit 2-3 Wochen fehlende Blätter, wegen Spinnmilben. Aber da konnte ich keinerlei Auswirkungen feststellen. Zuckersüß bis zur Rinde und sehr volles Aroma. Trotz der Überreife noch deutlich besser essbar als befürchtet, die Konsistenz mag ich lieber knackiger, aber das Aroma hat nicht gelitten. Leider etwas zu spät war ich dann noch auf die Idee gekommen Saft draus zu pressen. In den amerikanischen Foren und Shop-Bewertungen hab ich das schon öfter gelesen, dass dort in den Anbaugebieten gerne frisch Saft draus gepresst wird. Ich hatte es immer für Verschwendung gehalten, aber wenn man zu viel hat,... . Supermarkt Melonen püriert hab ich schon öffter. Dann ist das Ergebnis aber so griesig, Farbe setzt sich gleich ab und oben ist es transparent. Auch das Aroma war pur nie dolle, dann lieber zusamen mit überwiegend Platt-Pfirsichen. Aber die Orangeglo ließ sich sogar sehr einfach und schnell durch ein Küchensieb drücken. Es blieb kaum Fruchtfleisch über und  gab einen schönen homogenen und feinen Saft. Richtig genial hat hatte es dann noch geschmeckt, mit einer frischen Maracuja die mit durchs Sieb gepresst wurde. Schmeckte süß wie Traubensaft:

(https://abload.de/img/comp_img_20190827_220oxjgo.jpg)

Die Tender Gold die ich letztes Jahr am besten fand hat mich etwas enttäuscht. Genau so aufgerissen und reif wie die Orangeglo, dabei aber eine Woche jünger. Im Kern schon recht griesig weich und ein leichten Überreife Stich im Aroma. Essbar war sie zwar, aber langweilig süß und nichts im Vergleich zur knackig saftigen Ernte vom letzten Jahr.

(https://abload.de/img/comp_img_20190828_1406fj3z.jpg)

Die erste Yamato Cream.

(https://abload.de/img/comp_img_20190830_174vmjac.jpg)

Die nächsten drei liegen schon im Keller und drei sind noch an der Pflanze. Wie beschrieben sehr ergiebig durch dünne Rinde. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig, die Reife war genau richtig, aber es ist recht weich:

(https://abload.de/img/comp_img_20190830_174gokny.jpg)

Um das Aroma besser deuten zu können muss ich erst mal mehr davon essen. Irgenwie ungewohnt. Extrem süß, fast schon übertrieben süß. Schmeckt eisgekühlt so süß wie andere direkt nach der Ernte in der Sonne angeschnittene. Keine der gewohnten Aromen von roten, gelben oder orangen Sorten, aber auch kein klar auszumachendes eigenes Aroma. Aber andererseits trotzdem nicht leer. Irgendwie komisch. Noch bin ich damit nicht ganz klar gekommen. Aber die werde ich definitiv auch noch mal versuchen zu pressen, am besten mit Maracuja (hat nur noch keine gekriegt).

Dessert King:

(https://abload.de/img/comp_img_20190830_1945bkma.jpg)

Scheinen sehr unterschiedlich groß zu werden. Da hängen auch noch mehrere dran. Teils schwer erreichbar im Melonen Dschungel, wird schwer die alle bei richtiger Reife zu finden und zu ernten.

(https://abload.de/img/comp_img_20190830_2004sjz6.jpg)

Auch sehr interessant aufgerissen. Aber im Gegensatz zu den letzten beiden orangen die optimale Reife. Extrem harte Rinde. Auch rech dick. Saftig, gutes Aroma. Aber die Konsistenz ist etwas wechselhaft. Holziger Mittelstrang, ein paar Verwachsungen um die Kerne. Teils recht festes Fruchtfleisch, dann mal wieder deutlich zarter. Mal schauen ob die anderen auch so ungleichmäßig sind.

Ich hätte ja nie mit so einer Schwämme gerechnet. In Zukunft nur noch mit Datums-Markierungen an den Früchten.
In 7 Tagen hab ich jetzt so zwischen 40 und 50 Kilo geerntet. Pro Tag esse ich gerade etwa 5 Kilo.

Ich muss noch mal rauskriegen, was es mit dem Aufreißen im Inneren auf sich hat. War gerade irgendwie bei jeder ab 7 Kilo. Egal welche Sorte und was für ein Reifezustand. Vielleicht mehr wässern? Zu starkes Wachstum wegen Hitze? Oder Zufall?



Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 01. September 2019, 21:17:58
So aufgerissen und "hohl" wie deine Yamata Cream sah meine zweite auch aus. Ich verabschiede mich nun endgültig von den Melonen. dieses Jahr konnte nur meine Tochter der Versuchung nicht widerstehen, nachdem ein Lohnunternehmer unseren Acker anstatt zu mähen, gefräst hatte.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 01. September 2019, 23:07:08
Süsse kann sich im Gewächshaus fast so aufbauen wie im Freiland, Säure baut sich etwas schneller ab. Subjektiv wirken die Früchte damit süss, auch wenn die Inhaltsstoffe mal schwächer sind. Aber das Aroma ist im direkten Vergleich im Gewächshaus immer schwächer gewesen. Es kann schon sein, dass einem die Gewächshauspflanze auch sehr gut schmeckt, ich gehe allerdings von Versuchen im direkten Vergleich aus. Das bedeutet gleiche Sorte, gleiche Anzucht, gleiches Jahr, einmal im Gewächshaus, einmal im Freiland. Wie schmeckt das Ergebnis aus dem Freiland, wie schmeckt dieselbe Sorte im gleichen Jahr aus dem Gewächshaus?

Bei Sorten, die eh kein deutliches Aroma haben (Honigmelonen, viele Zuckermelonen) stört das nicht wirklich. Hauptsache süss. Aber das göttliche Moschusaroma reifer Charentais oder Zuckermelonensorten mit viel Eigencharakter, das bekommt im Gewächshaus einen gewaltigen Weichzeichner. Schon bei den Chamoes ist es zu spüren.

Die Kavernenbildung an Melonen hat verschiedene Ursachen. In der Reihenfolge der Wirkung:
1. Natürlicher Prozess im Zuge der Alterung
2. Calziummangel
3. Sortenbedingte Neigung
4. sehr unbalancierte Wasserversorung
5. Stickstoffüberversorgung.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Azubi am 02. September 2019, 08:37:32
Ein Pflanze war im Gewächshaus, die ist gut gewachsen (aber gegen Spinnmilben vorgegangen) und fast krankheitsfrei, hat aber die üblichen Gewächshausprobleme mit Aromaschwäche im Vergleich zum Freiland.

Hatte ich irgendwo gelesen, dass du Neem gegen Spinnmilben verwendest? Wie genau verwendest du Neem? Ich hatte im Frühjahr meine Apfelbäumchen wegen heftigem Läusebefall mit Neem gespritzt, was die Triebspitzen so gar nicht mochten (sind abgefallen).

Wie bekämpfst du falschen Mehltau?

Würde eine Überdachung (wie für Tomaten) gegen Pilzinfektionen helfen ohne sich die Gewächshausprobleme einzufangen?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 02. September 2019, 09:36:17
Melonen und Krankheiten, das ist leider ein laaaanges Thema, ich habs hier mal zusammengefasst aber auch da fehlt noch viel und jedes Jahr kommt Neues hinzu.

Würde eine Überdachung (wie für Tomaten) gegen Pilzinfektionen helfen ohne sich die Gewächshausprobleme einzufangen?

Da hast du einen guten Weg genannt und das wird im Profianbau auch so gemacht. Aber es sieht nicht so aus wie ein Tomatenhaus. Das sieht vielmehr aus wie der geschützte Anbau von Erdbeeren. Es sind grosse Folientunnelgewächshäuser, die vorne und hinten sowie an den Seiten 1m hochgeschlagene Folien haben. Tagsüber zieht Wind durch und Hitze ab. Die werden je nach Temperatur und Taupunkt geschlossen und zur Reife hin wird die Folie ganz abgezogen. Die Melonen wachsen auf aufgepflügten Dämmen. So ähnlich habe ich das in Südfrankreich und auch in Korea bei den Chamoe-Melonen gesehen. Wichtiger Grund dafür ist natürlich auch die Anbauverfrühung.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 10. September 2019, 15:13:50
Diese beiden Früchte habe ich von derselben Pflanze geerntet.
Die Charentais wies schon im noch nicht angeschnittenen Zustand einen kräftigen Melonenduft auf. Diese Melone habe ich erst nach 7 Wochen geerntet, nachdem die nach 6 Wochen geerntete noch nicht durchgereift war. Sie ist saftig, gutes Armoa.
Das andere Bild zeigt eine Frucht der Unterlage. Der Trieb entwickelte sich direkt unter der Veredelungstelle.  Was wird hier für gewöhnlich genommen? Kürbis? Eher geschmacksneutral.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Flora1957 am 10. September 2019, 15:14:28
..............
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 10. September 2019, 15:20:40
Der Trieb entwickelte sich direkt unter der Veredelungstelle.  Was wird hier für gewöhnlich genommen? Kürbis?

die Frucht bei Dir sieht jetzt nicht danach aus, aber oftmals wird der Feigenblattkürbis ficifolia genommen.
Dem Stielansatz nach sieht es fast wie ein moschata Kürbis aus, die Fruchtform würde auch passen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Aquilegia vulgaris am 11. September 2019, 19:54:40
Die Frage geht besonders @cydorian und @markoxyz (aber nicht nur):

Woher bekommt ihr das Saatgut, insbesondere auch für die koreanischen Melonen?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 11. September 2019, 20:58:40
Für letztes Jahr hatte ich bei bobby-seeds.com (Deutschland) bestellt, für dieses Jahr bei rareseeds.com (USA) und cydorian hatte schon mal deaflora.de empfohlen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 11. September 2019, 21:01:03
Woher bekommt ihr das Saatgut, insbesondere auch für die koreanischen Melonen?

Verschiedene Anbieter, die Chamoe-Melonensamen hatte ich mitgebracht aus Korea, dann aus Deutschland (gibt aber nicht mehr) schliesslich über einen Verkäufer aus Rom und einen aus den USA.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Aquilegia vulgaris am 11. September 2019, 21:26:03
Danke für die Infos.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 16. September 2019, 20:19:52
Dieses Jahr gab es die ersten Carosello. Jung als Gurke reif wie eine leicht süße Melone.
Recht klein, das geht noch größer...
(https://i.vgy.me/VkOQaF.jpg)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 16. September 2019, 21:05:04
Heute habe ich die vermutlich letzte Cantaloupemelonen geerntet. Chamoe und Galiamelonen wirds noch länger geben. Diese letzten Cantaloupes waren die Sorte "Stellio", schon öfter hier im Thread beschrieben. Interessant dabei war, dass ich erneut den Vergleich Freiland / Gewächshaus damit machen konnte. Zwei "Stellio" wurden zeitgleich an einer Pflanze im Gewächshaus und zwei andere "Stellio" an einer Pflanze 2m daneben reif. Aber im Freiland, ausserhalb des Gewächshauses.

Reifezustand identisch, gelbe Farbe, kräftiger Duft, erste Risse an der Frucht, Stiel löst sich mit etwas Kraft. Beide Pflanzen trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit noch weitgehend gesund und etwa gleich gross. Die Gewächshaus - Stellio hatte eine um ein paar Tage verkürzte Reifezeit. Der Zuckergehalt unterschied sich sehr deutlich. Gewächshaus: 55° OE, Freiland 70° OE. Das Aroma der Gewächshausmelone schmeckte allen, gut, süss, die Frucht hatte einen intensiven Duft nach Erdbeeren und Mango. Hat man nur Gewächshaus, sagt man: Gut! Klappt doch prima. Aber dann die aus dem Freiland: Ungleich würziger, käftiger, seltsamerweise aber weniger Duft. Die Süsse wirkt ein bisschen stärker, aber mehr Säure hat sie ebenfalls, so dass der Gedamteindruck nicht viel süsser ist. Es ist das Aroma, das den deutlichen Unterschied ausmacht. Die Spitze wird nur im Freiland erreicht, wie früher schon festgestellt.

Weiterer Versuch. Extensiver Anbau von Wassermelonen ohne viel Pflege. Gepflanzt im kühlen Aussengarten, nie gegossen, nichts gedüngt, kein Pflanzenschutz, Wuchs zwischen viel Unkaut.  Durch den Wintereinbruch im Mai dauerte es lange, bis Fruchtansatz kam. Dann trugen die Dinger aber erstaunlichweise. Hier eine Crimson Sweet, schon angeschnitten:

(https://live.staticflickr.com/65535/48744648403_dc18e62844_o_d.jpg)

Fruchtgewichte aber nicht riesig, 2-6kg. Auch sweet Siberia ging gut. Die Pflanzen bleiben auch erstaunlich gesund. Offenbar ist das Sommerklima mittlerweile so verändert, dass auch extensiver Anbau gelingen kann.

Die Früchte wirkten kompakt und dichtfleischig, ohne Kavernen, aber eben kleiner. Ich schreibe das der fehlenden Düngung zu. Qualität gut, aber weniger Masse.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Tomesen am 23. September 2019, 16:21:51
Wo wir gerade bei extensiven Melonenanbau waren.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=48476.0;attach=671769;image)
Dieses gut 6 kg schwere exemplar ist irgenwann im Juni von selbst im Kartoffelacker aufgegangen und hat sich super entwickelt. Sie muss von einer dieser langen italienischen Melonen aus dem Supermarkt abstammen. Es gibt noch zwei weitere Pflanzen, die Melonen schauen aber alle völlig verschieden aus, vielleicht F2 Hybride? Sie haben auf jeden Fall mehr Ertrag gebracht als meine vorgezogenen und gepflegten Melonen und sind gerade noch in den letzten warmen Tagen reif geworden
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 23. September 2019, 18:54:30
Mehr Diesel fahren = mehr Melonen ernten  ;D. Der Klimawandel hat halt auch seine guten Seiten. Jedes Mal wen Greta Thunberg auf Fliegen verzichtet wächst in Deutschland eine Wassermelone weniger  :-X.

Schaut gut aus.
Gut auch, dass es dieses Jahr so wenig Birnen (und Äpfel) gibt. Die könnt ich jetzt wo sie am besten sind gar nicht alle essen so viele Melonen hab ich noch eingekellert  ::).
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Alva am 09. Oktober 2019, 20:04:10
Mein Melonenexperiment ist leider schief gegangen. Ich hatte ganz vergessen, dass die Kinder manchmal am Kiesstreifen sind, die haben die Ranken zertrampelt. Ich hatte eine Melone in Orangengröße. War geschmacklich ok.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Natura am 10. Oktober 2019, 21:12:48
Ich habe kürzlich auch noch eine geerntet und in die Küche gelegt. Eines Abends entdeckte ich einen kleinen Riss und morgens war eine Pfütze da :P.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: ringelnatz am 03. November 2019, 17:47:01
etwas verspätet, aber ich gebe hier meine Erfahrungen auch nochmal preis:

1. Jahr Melonenanbau,  null Erfahrung

schlussendlich 4 verschiedene Sorten: Murrmel, Hógolyó, eine Galiamelone, eine aus Supermarktware wild am Kompost aufgegangene Cantaloupe

Vorzucht lief sehr schleppend, hatte Anfang April in der Wohnung angefangen, es ging nur 1 Pflanze auf (im Nachhinein stellte sich heraus, es war Hógolyó)
Murrmel hatte ich per Direktsaat Ende April ins Gewächshaus und in den Frühbeetkasten gesät; schlecht aufgegangen; die Aufgegangenen sind dann im Mai über Wochen stehen geblieben (teils per Grablicht und Ölradiator durch den Maifrost gerettet) Boden mit reichlich frischen Pferdeäpfeln unter 5cm Kompost vorbereitet

Die Galiamelone bekam ich von einem Gartenfreund vorgezogen, spargelig dünn, erstmal in ein Pflanzgefäß mit reichlich gemischtem Mist, in so einem stand auch die einzige von mir vorgezogene Hógolyó. Umgesetzt in den GH-Boden bei ca. 20cm Höhe mit ersten Seitverstrebungen

Ende Juni dann die ersten weiblichen Blüten bei Hógolyó, nur eine wurde Anfang Juli befruchtet. Diese Frucht habe ich bis zum endgültigen Untergang der Pflanze daran belassen und schlussendlich Ende September geerntet. Anschließend kühl gelagert und am 19.10. gegessen. Die Frucht war asymmetrisch, ein Teil der Frucht ist als Erstes gewachsen, der andere Teil erst später. Leider war der erste Teil überreif und der zweite noch nicht richtig reif.

Murrmel hat vermeintlich gar nicht gefruchtet, die Pflanze im GH habe ich dann Ende August gekillt, da eh nichts mehr zu erwarten war. Beim Abräumen des Frühbeetkastens (Melonenpflanzen komplett vertrocknet und von Unkraut überwuchert) am 19.9. habe ich dann wirklich noch eine Murmel gefunden. Unreif, ekelhaft...

Die ungewollten Cantaloup waren am witzigsten. Mitte Mai gekeimt aus einer der ersten Supermarktcantaloupesamen, die achtlos auf dem Kompost landeten. Die Pflanze war mit Abstand am gesündesten und starkwüchsigsten. 2 Früchte angesetzt, leider viel zu spät. Habe sie auch bis zur kompletten Vertrocknung der Pflanzen drangelassen und anschließen noch 1-2 Wochen in der Wohnung in der Obstschale bei Äpfeln gelagert, dann fingen sie an zu duften. Geschmack ganz nett, aber leider auch nicht richtig reif...

Die letzte im Reigen war Galia, die Pflanze hielt sich erstaunlich lange im Gewächshaus, neben Mehltau und spinnmilbenbefallenen Gurken keine Anzeichen von Krankheiten, 2 Früchte angesetzt, die eine so spät, dass ich sie ausgeknippst habe. Ernte auch wieder erst bei Untergang der Pflanze, das war am 19.10.; wenige Tage nachgereift, sehr süß, tolles Aroma im Anklang, leider natürlich auch unreif.

Fazit aus Anbau: im mageren Sandboden geht nicht viel. Trotz Pferdeäpfeln, Hornspäne und gemischtem, abgelagerten Mist im GH musste ich stetig mit Flüssigdünger düngen, da deutlich Zeichen für Stickstoffmangel. Einzig am Kompost gut gewachsen. In Berlin trotz gutem Sommer ist wohl nicht allviel zu erwarten, wenn der Mai so lausig wird, wie dieses Jahr.
Ich probier es nächstes Jahr wieder. Hoffe auf einen warmen Mai. Und ich muss irgendwie diesen armseligen Boden besser kriegen

Im Anhang: Murrmel

Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: ringelnatz am 03. November 2019, 17:48:24
"wilde" Cantaloupe am Komposthaufen
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: ringelnatz am 03. November 2019, 17:50:00
Hógolyó aufgeschnitten
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: ringelnatz am 03. November 2019, 17:50:40
Galia
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 03. November 2019, 18:11:06
Das macht ja schon neugierig trotz allen Mißerfolgen.
Hier hat sich ´auf dem Boden wachsen lassen´ ja auch nicht bewährt. Ich werde wohl nächstes Jahr mal die Variante mit dem aufleiten testen. Praktisch wie bei den Gurken an der Schnur.

Zum einheizen im Mai oder auch April => Strohklultur: https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,64957.0.html
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 03. November 2019, 19:10:49
Hoffe auf einen warmen Mai. Und ich muss irgendwie diesen armseligen Boden besser kriegen

Was den Mai angeht könntest du es mit Veredeln versuchen. Ich meine gelesen zu haben, dass man durch die Kürbiswurzeln einen Temperatur-Toleranz-Vorteil von 2°C hat.
Und was den Boden angeht, so habe ich viele gute Erfahrungen mit großen Pflanzlöchern gemacht. Im Tunnel im Steinharten verdichteten Lehmboden hatten für Zuckermelone für ein Top Ergebnis ein Eimer-Förmiges Loch von 10-15L gereicht. Und draußen für die teils veredelten Wassermelonen scheint ein Loch in Form einer umgekehrten Pyramide am besten geeignet gewesen zu sein. Etwa 1x1m breit, an den Rändern mindestens 20cm und zur Mitte hin mindestens 50cm in die Tiefe. Für 20-30L Substrat. Wenn dann Dünger und das eingesetzte Substrat was taugen sollte der Mutterboden rings rum eigentlich egal sein.
Alternativ hatte sich bei mir auch der Komposter bewährt: Einen (alten) Kunststoff Thermo Komposter aufstellen, etwas kleiner als seine Grundfläche 20-30cm tief Erde ausheben und mindestens zur Hälfte mit gutem, leichtem Substrat füllen. Oben den Deckel weglassen und unten  aus der gewünschten Anzahl Öffnungen pro Seite je eine Pflanze raus wachsen lassen. Evtl. die Klappen statt ganz zu entfernen nur halb anheben, damit die Erde nicht so raus läuft. Idealerweise zwei Seiten zur Sonne ausrichten und nur diese bepflanzen. 
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 03. November 2019, 19:41:24
Es gibt doch kein besseres Substrat für Melonen als einen lockeren, gut durchlüfteten Lehmboden.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: ringelnatz am 03. November 2019, 20:25:32
Ja, das hatte ich nicht erwähnt. Im Gewächshaus waren alle Pflanzen an der Schnur aufgeleitet. Das hat gut geklappt.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 04. November 2019, 15:38:31
Vielleicht ist das für den einen oder anderen interessant. Ein mehltauresistente Melonensorte (habs noch nicht getestet)

https://seemnemaailm.ee/en/watermelon-zloto-wolicy-f1.html
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 27. November 2019, 16:22:50
So, ich hab mal die Zeit gefunden meine Saison aus zu werten. War doch mehr als gedacht. 46 Wassermelonen mit 191,521 Kilo, die ungenießbaren natürlich nicht mit gezählt, Durchschnittsgewicht 4,164 Kg. Die Schwerste war die unveredelte Orangeglo im Tunnel mit 10Kg. Top Pflanze aber insgesamt recht schlechte Qualität (faserig, fest, innen Risse) war eine veredelte Desert King mit 14 Früchten und insgesamt knapp 75Kg Ertrag. Dahinter mit 29,1Kg die veredelte Ali Baba bei 4 Früchten die auch nicht so dolle war, aber deutlich besser als die Dessert King. Und die dritt beste Pflanze, eine veredelt Yamato Cream mit 7 Früchten und 27,283Kg. Da hatten alle Früchte durchgehend top Qualität, erstaunlich lagerfähig und dank hauch dünner Schale auch viel Inhalt. Allerdings mochte ich den speziellen Geschmack nicht so gerne. Ansonsten war die die perfekte Pflanze. Die drei Sorten baue ich alle nicht mehr an, wobei mir die einzelne Desert King Frucht aus dem Topf deutlich besser und richtig gut schmeckte, aber die Pflanze auch dort schon den Drang zum hohen Platzbedarf zeigte.
Dazu kamen noch ein paar Zuckermelonen mit knapp über 10Kg. Somit waren es in Summe über 200Kg Melonen dieses Jahr. Da sie sich mehr Platz nahmen als geplant und das Wetter wieder ungewöhnlich perfekt war, wird das in meiner zweiten Melonen Saison aber wohl auch schon der Höhepunkt gewesen sein.
Geschmack und Konsistenz fand ich von der Janosik dieses Jahr am besten. Deshalb konzentriere ich mich nächstes Jahr mehr auf gelb, ein bisschen orange und wahrscheinlich eine rote Sorte. Und eher kleine bis Mittlere, wegen dem leider zu begrenztem Platz. Veredelt wird auf jeden Fall wieder. Die Ertragsmenge spricht für sich. Jetzt muss ich noch die verschiedenen Unterlagen besser vergleichen und darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu ausladend werden, evtl. durch Schnitt der Seitentriebe zugunsten von Fruchtqualität.
Im Topf schein ich mehr gießen zu müssen, da hab ich dieses Jahr noch viel Potenzial vergeudet. Und für eine bessere Flächennutzung probier ich vielleicht kleinere Sorten im Topf mal etwas auf zu leiten. 
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Sandwurm am 28. November 2019, 11:12:22
Kannst Du über deine Veredelungsmethode berichten? Ich habe 2 Jahre versucht Tomaten zu veredeln und bin kläglich gescheitert.
Dass es verschiedene Unterlagen für die Melonenveredelung gibt ist mir auch neu. Wo kann man die beziehen?

Gruß
Sandwurm
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 28. November 2019, 12:00:06
Veredelungssets mit allem was man braucht gibts von vielen Firmen, jeder Saatguthersteller (Dürr, Kiepenkerl, Chrestensen...) hat sie im Programm. Da sind Samen von Cucurbita ficifolia drin, der Feigenblattkürbis auf den sich Gurken, Zucker- und Wassermelonen aufveredeln lassen sowie Klammern oder Folie. Kiepenkerl bietet etwas die Sorte Cucurbita ficifolia 'Triumpf' an.

Das ist nicht schwer. Ich bin davon trotzdem wieder abgekommen. So viel besser wachsen sie nicht, es gibt andere dringendere Spielverderber, z.B. Blattkrankheiten.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Sandwurm am 28. November 2019, 12:16:07
Mich hat vor allem die Aussage "verschiedene Unterlagen" irritiert. Es sind damit wohl verschiedene Sorten des Feigenblattkürbis gemeint. Aber wenn es nicht so viel bringt, erspare ich mir den Aufwand.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 28. November 2019, 14:31:40
Um sichere belegbare Aussagen treffen zu können fehlen mir zwar die Bedingungen, aber die Tendenz die ICH beobachtet habe ist wie gesagt eine Andere. Und zwar, dass sich das Veredeln unter gewissen Bedingungen eben doch deutlich lohnen kann.
Veredeln ist kein Allheilmittel und wenn die Bedingungen schlecht sind werden die Pflanzen und Früchte auch nicht besser. Auch gab es sowohl bei den veredelten als auch bei den unveredelten schlechte Pflanzen die nichts oder kaum was geliefert haben (bei den Veredelten hauptsächlich in den 25L Töpfen und eine Pflanze die aus dem Komposter wachsend aus unerklärlichen Gründen nicht recht in Gang kam).
Aber! Ich hatte vier Pflanzen, mittlere bis große Sorte unter identischen Bedingungen im Beet stehen. Zwei veredelt und zwei unveredelt. Alibaba war sogar sowohl veredelt als auch unveredelt darunter.
Ergebnis dieses mini Vergleichs war, alle Pflanzen wuchsen bis zum Ende des Sommers kern Gesund und gut vor sich hin. Durchgehend identische Pflege.
Un-veredelte Tender Gold = 1*8,804 Kg
Un-veredelte Ali Baba = 1*5,6 Kg die nicht genießbar war
veredelte Ali Baba = 6,5 Kg + 6,47 Kg + 8,703 Kg + 7,436 Kg = 29,109 Kg
veredelte Dessert King = 14 Früchte je zwischen ~4-8 Kg in Summe = 74,963 Kg
Ich denke die Tendenz ist hier un verkennbar.

Zu den verschiedenen Unterlagen.
Ich hatte Chrestensen Feigenblattkürbis und Fikolista Veredelungsunterlage von Bobby Seeds, die laut Beschreibung Cucurbita ficifolia sind genau wie der Feigenblatt Kürbis, den es dort im Shop aber auch noch separat gibt. Erstere sind weiße, weichere Samen, letztere sind dunkel Braune, glatte und feste Samen. Beide recht groß. Die Keimblätter unterscheiden sich etwas in Form, einer von beiden hatte deutlich vielleicht doppelt so große Keimblätter und der mit den kleineren Blättern einen gedrungeneren Wuchs mit kräftigerem, eventuell etwas hohlerem Stängel. Je nach Edel Sorte kann das schon einen Unterschied bezüglich des Veredelungserfolges machen.
Als drittes hatte ich noch Bodyguard F1 von gruenconcept. Dort gab es als zweites auch noch den zur Zeit dort nur noch erhältlichen "Kürbis Security, F1 für Gurken" den ich aber (noch) nicht hatte. Bodyguard F1 hatte wieder ganz andere Samen, viel kleiner und eine viel längeren deutlich dünneren Stängel und nochmals kleinere Keimblätter. Im Shop nicht weiter beschrieben wird er anderen Orts auch als Feigenblattkürbis beschrieben, in anderen Diskussionen wurde behauptet, es handele sich eher um eine spezielle Gurkenart die fälschlicher Weise als Kürbis verkauft wird.
Gerade Zuckermelonen und auch Gurken haben deutlich dünnere Stängel aus Wassermelonen Keimlinge. Da ist die Handhabung mit dem Bodyguard F1 deutlich einfacher gewesen. Insgesamt ließ sich Wassermelone auch am schnellsten und einfachsten veredeln und nach meinen Beobachtungen macht es auch tatsächlich bei Wassermelone am meisten Sinn.
Tomaten hatte ich mit einem Dürr Samen Set letztes Jahr auch mal veredelt. Hat vom Ertrag am Ende nichts Gebracht. Das war deutlich schwerer und langwieriger. Da hatte ich aber auch noch keinen so guten Aufbau als dieses Jahr, wo die Wassermelonen in 4 Tagen überwiegend problemlos zusammen wuchsen.
Die Gegenzunge hatte ich beide zwei Jahre in Folge als Flop herausgestellt. Die Kopfveredelung hingegen klappte dieses Jahr hervorragend im ersten Anlauf. Und zwar mit 3mm Silikon Clipsen von Gruenconcept.
Wichtig war viel Licht, konstante Wärme um 30°C und eine gespannte aber nicht 100% dichte, feuchte Atmosphäre im Wasserbad.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Sandwurm am 28. November 2019, 17:16:50
Danke für die ausführliche Beschreibung. Ich hatte es bei den Tomaten auch mit den Gegenzungen probiert, was auch floppte. Jetzt habe ich ja den ganzen Winter Zeit zum Nachdenken, ob ich es noch mal mit dem Veredeln von Melonen probiere.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 28. November 2019, 18:54:37
Wenn du nur Angst vor einem Misserfolg hast, hättest du auch den ganzen Winter zeit zum Üben ;). Einfach ein irgend welche Melonenkerne und irgendwelche Kürbiskerne keimen lassen und schon mal ausprobieren. Wie gesagt, bei mir hat sich ein Anwachsen schon nach 4 Tagen gezeigt und den idealen Bedingungen, also kein großer Zeitaufwand.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: ringelnatz am 28. November 2019, 21:07:45
gute Anregung - der Winterversuch! Lässt du die Melonenkerne eigentlich auf Heizmatte keimen? Spezielles Substrat? Ich hatte leider eine sehr geringe Keimquote..
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: markoxyz am 28. November 2019, 21:56:29
Keinquote hatte ich bei Wassermelone wohl so zwischen 95-99%. Ich hatte Gradiol Anzuchterde von Lidl. Hat eine sehr ausgewogene Konsistenz. Im 10L Sack März/April wieder zu haben.
Gekeimt im Minigewächshaus auf der sehr alten Öl-Heizung im Keller die eine konstante Wärme von ~28°C abgibt. Wenn die Erde zu nass ist fault und schimmel der Kern schnell, wenn es zu kalt ist kann der Keimling faulen oder schimmeln, bevor er es aus der Erde geschafft hat.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: thuja thujon am 28. November 2019, 21:58:48
Der Trick ist wohl ähnlich wie bei Chili oder Basilikum. Warm mit 25°C ist gut, 22°C ist mies und 21°C ist mehr oder weniger der sichere Tod. Thermometer in die feuchte Erde stecken, bei 23°C Raumtemperatur hat man oft gerade mal 20°C Substrattemperatur. Also Absterbeklima statt Wuchswetter. Oft ist wirklich nur das der entscheidende Unterschied.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: cydorian am 28. November 2019, 22:02:28
Beheiztes Zimmergewächshaus, Keimquote 95%. Wassermelonen sind besonders einfach.Manche Cantaloupe ist da zickiger.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: ringelnatz am 29. November 2019, 13:31:46
Danke! Bei den Paprika/Auberginen/Chilis hatte ich das genau wie beschrieben berücksichtigt, mit gutem Erfolg - weiß der Geier, warum ich die Matte bei den Melonen dann nicht mehr genutzt hatte.. ???
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 12. Dezember 2019, 13:35:22
Vielleicht ist das für den einen oder anderen interessant. Ein mehltauresistente Melonensorte (habs noch nicht getestet)

https://seemnemaailm.ee/en/watermelon-zloto-wolicy-f1.html

Das werde ich nächstes Jahr aber nachholen. Die Bestellung ist mittlerweile eingetroffen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: michaelbasso am 12. Dezember 2019, 13:39:22
Meine Ernte dieses Jahr, Kreuzungen aus Wassermelone und Citron Melon (glaube Zitronatmelone auf deutsch) : Direktsaat, keine Bewässerung, nur Anfangsdüngung.
(https://i.vgy.me/DBIjFC.jpg)
Etwas klein und erratisch aber ich bin ganz zufrieden. Die Früchte sind nicht süß, aber essbar, ähnlich einer Gurke.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Vogelsberg am 12. Dezember 2019, 15:17:05
Ich habe im vergangenen Sommer erstmals die Zuckermelone Model ausgesät, gut geerntet und die letzten - noch kleinen und nicht ausgereiften Früchte - interessehalber zu den Äpfeln gelegt - eventuelles Nachreifen w/ Ethylen usw...... diese letzte Ernte sieht genau so aus wie die Melonen unten im Bild und schmecken auch genau so - Konsistenz wie Gurke mit leicht süßem Zuckermelonengeschmack - säe ich 2020 wieder aus  ;D
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: ringelnatz am 24. März 2020, 22:54:37
Hat hier jemand Erfahrung im Anbau der Melone "Zatta"?
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: kaliz am 24. März 2020, 23:42:15
Ich hab sie schon mal angebaut, kann mich aber jetzt nicht erinnern ob es da irgendwelche Besonderheiten gab oder wie gut sie im Vergleich zu anderen Melonen abgeschnitten hat.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Februarmädchen am 24. März 2020, 23:48:08
Hat jemand Kopfveredelungen ohne Clips hingekriegt?

Über die Gegenzungenveredelung liest man nur Schlechtes, aber Kopfveredelung sieht aus, als ob es ohne Clip zusammenfällt, und ich will eigentlich nicht so eine Kleinigkeit im Internet bestellen.

Da bezahle ich am Ende mehr für Versandkosten als für die Clips ...

Wenn wir nicht gerade das Coronaproblem hätten, würde ich schauen ob ich eine veredelte Pflanze mit Clip oder so ein Set im Gartencenter finde, aber das kann man jetzt wohl vergessen.  ::)
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Wild Obst am 25. März 2020, 10:18:00
Wann fangt ihr mit der Vorzucht von Melonen an?
Ich hatte es letztes Jahr mit den Gurken und Kürbissen gemacht und das war eher zu spät. Ich will allerdings auch nicht viel zu früh anfangen.
Titel: Re: Melonenanbau
Beitrag von: Februarmädchen am 25. März 2020, 12:12:59
Wann fangt ihr mit der Vorzucht von Melonen an?
Ich hatte es letztes Jahr mit den Gurken und Kürbissen gemacht und das war eher zu spät. Ich will allerdings auch nicht viel zu früh anfangen.

Ich trug mich mit dem Gedanken, so allmählich anzufangen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr, wann ich letztes Jahr angefangen habe, aber auf der Saatgutpackung meiner Wassermelone steht "April bis Mai", also werde ich wohl im April angefangen haben.

Nach dem Nichtwinter und den zwei heißen Sommern rechne ich damit, dass die Pflanzen im April schon tagsüber raus können. Gefahr von Lichtmangel besteht also eher nicht.