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Autor Thema: Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?  (Gelesen 26841 mal)

anis

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Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« am: 16. Januar 2006, 13:43:30 »

Hallo liebe Forumsmitglieder!

Mir geht es um Erfahrungen bei der Bekämpfung von Sternrußtau und auch Rosenrost ohne chemische Keulen.
Bin neu hier und habe mittels Suchfunktion nicht das gefunden was ich suchte.

In unserem Garten wachsen einige "geerbte" Rosensträucher und Beetrosen die ich nicht alle identifizieren kann. Identifiziert habe ich Gloria Dei, New Dawn (als Busch erzogen), Bonica, Nina Weibull und Winchester Cathedral. Die anderen sind eine hellgelb blühende Kleinstrauchrose und mehrere Minirosen (vermutlich "ausgesetzte" Muttertagspräsente ;)).
Alle leiden mehr oder weniger stark unter den beiden o.g. Krankheiten. Um keine Insekten zu gefährden spritze ich nichts, sondern versuche immer durch rechtzeitiges Abpflücken der befallenen Blätter den Befall in Schach zu halten. Im Herbst wird dann alles Laub bevor es runterfallen kann gepflückt (uff, das ist eine Arbeit, v.a. bei der kleinblättrigen Bonica ::), ich sehe nachher ziemlich zerkratzt aus, aber naja, selbst schuld).

Da wir derzeit planen unseren Garten umzugestalten (einen Bereich mit Bambus und einen anderen mit Rosen) hätte ich gerne gewußt wie andere Gärtner mit dem o.g. Problem umgehen.

Ich habe mich auch schon über ADR-Rosen schlau gemacht, die ja resistenter sein sollen. Aber ich bin da skeptisch. Ich habe in Gärtnereien Exemplare von solchen Sorten gesehen die hatten schon dort Sternrußtau obwohl sie laut Etikett als ADR-Rose und resistent ausgewiesen waren :o

Liebe Grüße, anis.
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Roland

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #1 am: 16. Januar 2006, 13:50:12 »

EIn wirkungsvolles Mittel, auf das ich schwöre, ist Schachtehalmtee!!!
 ;)
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anis

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #2 am: 16. Januar 2006, 13:58:34 »

Hallo Roland!
Danke für die schnelle Beachtung meiner Wenigkeit ;)

Das mit dem Schachtelhalmtee habe ich schon einmal probiert: selbst im Frühsommer gesammeltes frisches Kraut eine halbe Stunde gekocht, und dann verdünnt 1:10 mit Wasser gespritzt. Eigentlich war es für die mehltaugeplagten Asterntriebe gedacht, da ich aber danach so viel "Wässerchen" übrig hatte, habe ich auch die Rosen bedacht. Hat aber keinen Unterschied gemacht. Oder hätte ich die Spritzungen vielleicht öfter wiederholen müssen?
Wie machst Du das?

Liebe Grüße, anis.
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Loli

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #3 am: 16. Januar 2006, 14:07:57 »

Aufgelöste Kieselerdetabletten helfen ebenso.

LG Loli
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SWeber

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #4 am: 16. Januar 2006, 15:07:35 »

Aufgelöste Kieselerdetabletten helfen ebenso.
Wie dosiert man denn die, und wie oft gießt/spritzt Du damit? Ist ja eine geniale Alternative zum Schachtelhalmpflücken :)
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Loli

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #5 am: 16. Januar 2006, 16:43:40 »

Zum Rezept gegen Rosenrost (auf 4 Liter: 1 Esslöffel flüssige Seife, 2 Esslöffel Öl, 1 Esslöffel Backpulver) gebe ich noch 2 im Mörser zerdrückte Tabletten dazu.

LG Loli
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Raphaela

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #6 am: 16. Januar 2006, 21:40:55 »

Erstmal herzlich willkommen Anis! :)

Meinen Beobachtungen nach ist SRT saison- und standortbedingt: In günstigen Jahren gibt´s kaum Probleme, in klimatisch ungünstigen kann´s schon mal schlimm sein und an Standorten oder unter Bedingungen, die für die jeweilige Sorte nicht optimal sind ( zu heiß, zu trocken, zu schattig, zu feucht, etc) kann´s schon mal heftig werden.

Es gibt aber eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Pflanzenstärkung.

Hier ist z.B. ein kleiner Auszug aus unserem Lost Beauties Büchlein (das man über den Link oben in der Leiste bestellen kann):

"Es gibt verschiedene Mittel, mit denen die Widerstandsfähigkeit der Rosen erhöht werden kann: Man kann beim Blattaustrieb im Frühjahr z.b. Knoblauchtee über die Pflanzen gießen oder sprühen oder aber dicht neben jede Rose eine Knoblauchzehe in den Boden stecken.

Sehr bewährt hat sich auch das Gießen oder Spritzen mit besonders kieselsäurehaltigem Kaltauszug aus Beinwellblättern, das Mulchen mit ein paar Beinwellblättern erzielt denselben Effekt für Eilige.
Wo kein Beinwell (Symphytum officinalis) wächst, kann man getrocknete Blätter auch in der Apotheke bekommen.

Rezept für den Beinwellkaltauszug
Einen Eimer Beinwellpflanzen (ohne Blüten oder Samenstände, sonst breitet sich die Pflanze im ganzen Garten aus) mit Wasser aufgießen und 24 Stunden ziehen lassen. Dann abseihen und den Kaltauszug 1:9 mit Wasser verdünnt über die Pflanzen schütten oder (bei Sonne) in den Wurzelbereich gießen.
Menge pro Pflanze: ½ bis 1 Gießkanne verdünnter Auszug.

..."



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Loli

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #7 am: 17. Januar 2006, 02:12:03 »

Naja, Beinwell im Garten ist kein Beinbruch, den frau mit Beinwell behandeln müsste. Ich habe ihn extra ausgegraben und in den Garten gesetzt, weil ich die Blütenstände so schön finde. Aber das ist - wie vieles - Geschmackssache.

Was auch geht ist Mulchen mit Rainfarn. Ich schneide im Spätsommer immer grosse Mengen, da ich es auch als Anti-Mottenmittel im Kleiderschrank verwende. Bodenvasen (u.a.) mit Rainfarn und der Tibetteppich hat seine Ruhe. Als Mulch (mit Blüten) hilft der Rainfarn gegen allerlei Raupenzeugs, gegen Blattläuse und ihre Melker, die Ameisen. Wenn letztere und ihr Melkvieh die Flucht ergreifen, breiten sich dann Pilzkrankheiten auch nicht so sehr aus. Verwende ich auch an den Obstbäumen.

LG Loli
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anis

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #8 am: 17. Januar 2006, 07:50:04 »

Guten Morgen,
danke fürs Willkommen und für Eure Tipps!
Werde mit Geduld und Spritze heuer alles ausprobieren.

@SusiW: Gute Idee, falls der Schachtelhalm im Wald mal ausgehen sollte!

@ Raphaela:Knoblauch hatte ich übrigens auch schon gesteckt, aber ob mans glaubt oder nicht, bei uns (warmer Südwesthang) fällt sogar der den Wühlmäusen zum Opfer :o. Ich muss alle Neupflanzungen in große Gitterkörbe packen (und die Katzen ermahnen sich mehr anzustrengen).

@Loli: Läuseprobleme habe ich zum Glück fast nie da ich ja nicht allzuviele Rosen habe. Ich beobachte immer genau und sobald ich welche entdecke, werden die sofort händisch entfernt.
Und Beinwell habe ich mir genauso wie Du geholt, und aus demselben Grund ;D. Diese Methode kann ich also auch nützen.

Ja dann - auf in ein schönes neues Rosen- und Gartenjahr!
Liebe Grüße, anis.
« Letzte Änderung: 17. Januar 2006, 14:29:09 von anis »
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Raphaela

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #9 am: 17. Januar 2006, 18:25:48 »

Huch! Deine W-Tiere fressen sogar Knoblauch?!? :o - Unverschämtheit! >:(
Knoblauch rund um die Rosen wirkt m.E. genauso gut wie Knoblauchtee, macht weniger Arbeit und blüht manchmal sogar sehr hübsch :)
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Günther

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #10 am: 17. Januar 2006, 19:04:43 »

Bei mir jedenfalls hat Knoblauch bei den Rosen gar nix bewirkt.
Jetzt wächst er halt dort. Sei's drum.
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Gloria

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #11 am: 17. Januar 2006, 19:17:34 »

Habt Ihr zufällig ein Foto von blühendem Knoblauch?

Der interessiert mich nämlich auch, habe aber keine Ahnung, welche Blätter bzw. Blüten er hat. Ich esse ihn halt ab und zu gern!

Danke

Gloria
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Raphaela

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #12 am: 17. Januar 2006, 20:08:17 »

Foto hab ich leider keins, aber die Blüten wachsen an Stielen, die zwischen den hohlen, grasartig aussehenden Blättern hoch wachsen und sehen ähnlich aus wie bei anderen Allium- oder Lauchgewächsen: Lauter kleine Mini-Blütchen in Weiß oder Zartlila, die zu einer Art Kugel zusammengesetzt sind.
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rorobonn †

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #13 am: 17. Januar 2006, 20:15:57 »

du kannst es aber ebstimmt gut auf der internetseite von gaissmayer und oder ruehlemanns sehen...als stichwort dürfte allium genügen ;D
teile uns dann nur mit wieviel du wovon bestellt hast ;)
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"Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es!" (Bertrand Russell)

Günther

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Re:Sternrußtau & Co. bekämpfen ohne Chemie?
« Antwort #14 am: 17. Januar 2006, 21:49:12 »

Schau mal:
http://www.mayeruli.de/photogalerie/sommer/knoblauch.jpg
Nicht spektakulär.
Außerdem gibts verschiedene Sorten.
Die im "Kopf" entstehenden Brutzwiebelchen sind auch genießbar, klein, schlecht zu schälen, scharf, sehr intensiv.
Ist etwas OT ;D
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