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News: Generationen reden verschieden und handeln gleich. (Carl Ludwig von Haller)
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Autor Thema: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte  (Gelesen 1079598 mal)

nuss

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #405 am: 23. August 2011, 07:39:48 »

Hallo
da ich nun schon einige Zeit diesen Beitrag verfolge,
ein kleine Anmerkung.

http://tinypic.com/r/2n1ror6/7

Hier ein Foto von Feigensämlingen. Die Samen habe ich letztes Jahr
aus einer Trockenfeige aus gesät, doch ich glaube nicht das an den
Pflanzen einmal Feigen reifen.

http://tinypic.com/r/72xi8p/7

Ein Feigenbaum ohne Frostschäden; die ersten Feigen sind schon geerntet
und nach den Fruchtansatz ist noch einiges zu erwarten.



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Mediterraneus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #406 am: 23. August 2011, 11:05:09 »

Hallo nuss,

dieser große Feigenbaum steht auch direkt vor einer (mehrgeschossigen) Hauswand. Vielleicht auch noch in einer Stadt.
An solchen Standorten werden die magischen -15 an der Pflanze nur selten erreicht. Also ein idealer Standort für eine Feige. Zudem werden dort die eisigen Ostwinde im Winter wohl abgehalten. Davon gehe ich jetzt einfach mal aus.


Ich wohne leider auf dem Land, ohne dichte hohe Bebauung.
So einen großen Feigenbaum hatte meine Oma mal im Garten, auch an einer Hausecke. Die Stämme hatten schon 10 cm Durchmesser und der Busch war 4 m hoch und 3 m breit.
Im vorletzten Winter ist er komplett bis zum Boden runtergefroren, nur ein paar dünne Ästchen direkt an der Mauer waren ok. Tmin war rund -20 Grad und Wintersonne.

Im folgenden Jahr ist die Feige wieder ausgetrieben, mit langen krautigen Trieben und es ist sogar eine Feiger reif geworden im Oktober.

Der folgende Winter war wieder kalt und die krautigen Triebe sind wieder zurückgefroren, obwohl es nur -15 Grad als Minimuim waren.

Momentan ist die Feige wieder so etwa 1,5 m hoch und es hängen auch ein paar Feigen dran, die wohl auch reif werden im Herbst.

Aber von dem 4 m Baum ist ein 1,5 m Häufchen übriggeblieben. Jetzt brauchts wieder ein paar milde Winter, dass der Baum wieder groß werden kann.
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Mediterraneus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #407 am: 23. August 2011, 11:07:57 »

Zu deinen Sämlingen:

Aussehen tun sie ja ganz gut ;D
Mit etwas Glück könnte auch was dran reifen. Wie groß solche Chancen sind, dass eine parthenokarpe Feige rauskommt, weiß ich leider nicht.
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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #408 am: 23. August 2011, 12:25:32 »

@Mediterraneus
Zitat
An solchen Standorten werden die magischen -15 an der Pflanze nur selten erreicht.

Es sind eigentlich die "magischen" 14,33333 Periode °C. Die sind das Selektionsereignis schlechthin. ;)

Die "magischen -15 °C "sind ein ziemliche Verkürzung. Es spielen viele zusätzliche Faktoren, die hier verschiedentlich diskutiert worden sind bei der Frostfestigkeit eine Rolle.

VG
Giaco
« Letzte Änderung: 23. August 2011, 12:40:51 von Giaco85 »
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Chica

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #409 am: 23. August 2011, 13:16:26 »

Umso genauer ich mich hier mit den Feigen beschäftige, umso klarer wird mir, dass ich wohl meine erste Kübelpflanze habe (wollte ich nie, dieses hin- und hergetrage). Deine Früchtchen waren aber so lecker, Giaco85, dass sich das Getrage für diese Pflanze wohl lohnen wird. Danke für das edle Gewächs :-*. Ist es eine Nexö? Vor dem Auspflanzen hab ich hier einfach Angst, auch in ein paar Jahren, das scheint ein kaltes Stück Land zu sein. Vielleicht ist die Westseite des Hauses später geeignet, wenn da der Garten angelegt ist?
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Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen, man muss ihnen auch zuhören. David Bergmann

Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #410 am: 23. August 2011, 13:32:23 »

Ja, es ist "Nexoe" , welche Du gekostet hast und von welcher Du einen Ableger hast.

VG
Giaco
« Letzte Änderung: 23. August 2011, 19:52:55 von Giaco85 »
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Mediterraneus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #411 am: 23. August 2011, 14:26:43 »

@Mediterraneus
Zitat
An solchen Standorten werden die magischen -15 an der Pflanze nur selten erreicht.

Es sind eigentlich die "magischen" 14,33333 Periode °C. Die sind das Selektionsereignis schlechthin. ;)

Die "magischen -15 °C "sind ein ziemliche Verkürzung. Es spielen viele zusätzliche Faktoren, die hier verschiedentlich diskutiert worden sind bei der Frostfestigkeit eine Rolle.

VG
Giaco

 ;D
Klar, sind die Minus 15 ein grober Richtwert ;) Aber meistens stimmts, wenns unter -15 war, haben die Feigen gelitten.( Und wie willst du jemanden auf die Schnelle anders erklären, wie winterhart eine Feige ist.)
Mit Wand im Hintergrund geht mehr.
Sehr trockener Stand (unter Dachvorsprung, unter großem Nadelbaum, in drainiertem Boden) geht auch mehr. Am besten als Spalier dicht an der Mauer, wie einen Weinstock gezogen. So sieht man sie auch in der Pfalz.

Man muss sich aber im Klaren sein, dass die Feige eine mediterrane Pflanze ist, die hier in Mitteleuropa "grundsätzlich" nicht gedeiht ;)
Nur in klimatisch günstigen Nischen kann man es versuchen. Einfach so auspflanzen, wie einen Apfelbaum auf die grüne Wiese, das klappt in 98% von Deutschland leider nicht.
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paulche

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #412 am: 23. August 2011, 15:30:36 »

Zu deinen Sämlingen:

Aussehen tun sie ja ganz gut ;D
Mit etwas Glück könnte auch was dran reifen. Wie groß solche Chancen sind, dass eine parthenokarpe Feige rauskommt, weiß ich leider nicht.

Die Trockenfeigen kommen fast vollständig aus der Türkei. Dort hat man fast keine Parthenocarpe Sorten. Dort kommen auch kaum parthenocarpe männliche Wildfeigen vor, welche ja hauptverantwortlich für die Weitergabe dieser Erbanlage sein sollen.
Deswegen kaufe ich Feigen aus anderen Ländern, um deren Samen auszusähen. Im Augenblick werden überwiegend Frischfeigen aus Italien verkauft. Ich weis nicht warum, aber die Feigenernte in der Türkei ist später. Ich habe auch schon Trockenfeigen verwendet, aber von Mini-Bergfeigen. Vielleicht sind die den Wildfeigen noch ähnlich und sind dann Zwitter. Dann kann man mal künstliche Befruchtung probieren.
Ich suche immer noch eine "männliche" Befruchtersorte, welche die Parthenocarpie vererbt und essbare Feigen trägt. Die würde ich am liebsten zur künstlichen Befruchtung von Bergfeigen z.B. Afganistanica verwenden. Solche Hybriden sind sicher noch frosthärter als die bekannten Sorten. Eine Bocksfeige als Afganistanica-Hybrid wäre dann der ideale Zuchtpartner für unsere relativ winterharten Feigensorten wie Brown Turkey... So könnte man möglicherweise noch 5 Minusgrade gewinnen.
« Letzte Änderung: 23. August 2011, 15:31:59 von paulche »
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viele Grüße

Paul

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nuss

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #413 am: 23. August 2011, 19:58:55 »

Hallo Mediterraneus,
hier in München werden doch teilweise Temperaturen unter -15° C erreicht
und der Feigenbaum mit einem Stammdurchmesser vom ca 10cm
hat sicherlich einige Winter erlebt.
Denoch ist die Winterkälte und der Spätfrost nicht so extrem wie in Unterfranken.

Bei den Feigensämlingen geht es mir weniger um neue Sorten, sondern
ich wollte einmal das Keimverhalten und das Wachstum testen.

Es gibt übrigens noch ein paar weitere Feigenbäume, doch diese werfen
jedes Jahr die Früchte ab. Wahrscheinlich benötigen sie eine Bestäubung.

Servus
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Mediterraneus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #414 am: 23. August 2011, 20:25:17 »

Oh ja, gegen das mediterrane Minga kommt Weinfranken natürlich nicht an ;)

Wie gesagt, innerhalb geschlossener Bebauung, und schon gar in Innenstädten ist es was anderes.
Häng mal ein Min-Max Thermometer (gibts aus Plastik billig im Baumarkt) in den Feigenbaum, und schaue, wieviel er aushält.
Ich denke, dass es dort in den letzten Jahren nicht viel kälter als -15 war. Die Temperaturmeldungen von Städten kommen oft von Wetterstationen außerhalb, wo es teilweise 10 Grad kälter sein kann. Die Innenstadtlagen heizen sich durch Menschen, Kraftwerke, Häuser etc. ganz schön auf.

Selbst in der warmen Pfalz frieren die Feigenbäume außerhalb der Ortschaften und weg von Mauern immer wieder zurück.
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Saka

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #415 am: 09. Februar 2012, 15:35:13 »

Hallo an alle,
Oh Oh das wird doch dieses Jahr nichts mit den Outdoor Feigen oder? Meine Noname Baumarktfeige ca 1,70m hoch habe ich erst mit Noppenfolie und dann nochmal mit Fliess eingepackt. Op da was überlebt hat ?
Und meine Perettta im Kübel steht im Keller bei mom 12 grad(Kellerfenster 60x40cm) und fängt an auszutreiben. Die Knospen sind teilweise schon 2cm groß. Was soll ich machen ins Licht holen? Denn raus geht ja noch nicht.
Wie siehts bei euren Feigen aus?
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Wer andre Wesen schont, die auch nach Wohlsein streben, so wie er selbst, der findet Glück im nächsten Leben. Dhammapada, 3. Jahrhundert v. Chr.

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #416 am: 09. Februar 2012, 16:36:36 »

Dieses Jahr, wie letztes Jahr, wie vorletztes Jahr und das Jahr davor..um genau zu sein.

Leider hab ich in einer Eiszeit mit der Feigenkultur angefangen. Gleich im ersten Winter gabs fast 3 Monate Dauerfrost.
Winter drauf gabs knapp -20 Grad (seit über 20 Jahren nicht mehr so kalt gewesen)
Winter drauf gabs Anfang Dez -14 völlig abrupt nach einem milden November. Das war auch sehr kontraproduktiv :P

Ich hatte ja schon auf eine Feigenernte in 2012 gehofft, endlich hätte ich meine verschiedenen Sorten mal probieren können.

Und dann kam es: FEBRUAR 2012 :P :P -14 bis -17 mehrere Nächte, -5 bis -9 Höchsttemperaturen tagsüber, KEINE Schneedecke.

Ich habe nur ein Beet mit 3 Feigen mit Vlies (2 bis 3 lagig) und etwas verknülltem Zeitungspapier und einer Lavaanhäufelung geschützt.
11 Sorten sind absolut ungeschützt in den Barfrost gegangen. Ich hatte einfach keine Lust mehr. Nur was überlebt, bekommt noch ne Chance.

Ein paar stehen in der ungeheizten Garage im Kübel bei momentan etwa -8 Minimaltemp. Da seh ich kein Problem, da drin isses oft so kalt, und es klappt mit Feige/Oleander und Co.

ABER: Eingewachsene Feigen sind zäh. Fast immer treiben sie aus der Wurzel im Juni spätestens wieder aus. Ernte gibts dann keine.

Gefrustete Feigengrüße aus Unterfranken
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #417 am: 09. Februar 2012, 16:51:29 »

Saka, ich sehe grade, du bist neu. Herzlich willkommen! ;D

Wo versuchst du´s mit Feigen?
« Letzte Änderung: 09. Februar 2012, 16:52:05 von Mediterraneus »
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Poison Ivy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #418 am: 09. Februar 2012, 16:56:54 »

Jetzt hast du ihn oder sie verschreckt! :o ;)

Gibt's nicht Feigensorten, die früh im Jahr tragen und bei denen man die Chance hat, auch nach stärkerem Zurückfrieren noch im selben Jahr wieder was ernten zu können?
« Letzte Änderung: 09. Februar 2012, 17:12:30 von Bristlecone »
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #419 am: 09. Februar 2012, 17:11:17 »

Kann sein. Mein voller Name ist auch Mediterraneus Pessimist der Schreckliche von und zu Meckerdorf ;)

Zu deiner Frage:
Ich hab beispielsweise die Pastiliere, welche einmaltragend am frischen Holz ist. Es soll somit mit die früheste Sommerfeige überhaupt sein (es gibt ja keine kräftezehrende erste Ernte).
Mein Plan war, diese quasi wie eine Herbsthimbeere zu ziehen. Einjähriges Holz mit Früchten.
Doch auch diese Feige wächst nach dem Zurückfrieren wie wild und bildet keine Früchte.

Bei den zweimaltragenden und Frühen (z.B. Madeleine, Dalmatie) ist die Wärmeperiode zu kurz. Nach Rückfrost treiben sie zu spät aus, oft erst im Juni. Dann langts nicht mehr bis zur Ernte, oder es gibt nur ein paar erste Feigen im Oktober.

Allerdings:
Ich habe relativ junge Pflanzen. Vielleicht würde sich eine alte Pflanze anders verhalten.

Letzes Jahr konnte ich nur Früchte von Negronne ernten, aber wenige. Sonst war Niente.
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Mediterraneus

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