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Autor Thema: Biber im Garten  (Gelesen 3312 mal)

Piffpaff

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Biber im Garten
« am: 04. April 2018, 11:50:19 »

Hallo liebe Leute, vor drei Jahren habe ich beschlossen mir einen Obstgarten anzulegen auf einem Grundstück nahe am Fluss. Ich dachte fein, da ich im Sommer problemlos Wasser zur Verfügung habe. Es sind mittlerweile mehrere duzend Obstbäume gepflanzt. Unter anderem eine 20 er Reihe mit teuren Lubera Apfelsorten auf M9..gestern kam ich nachschauen und fast trifft mich der Schlag als ich feststellen musste, dass ein Biber von dem es hier wohl mehrere gibt nichts besseres zu tun hat als mir meine letztes Jahr gesetzten Ontario umzunagen..
Da plant man alles akribisch und dann sowas, ihr könnt euch den Ärger vorstellen.
Was kann ich tun um die Bäume zu schützen?
Ich bin dankbar für eure Anregungen und Ideen..
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Quendula

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Re: Biber im Garten
« Antwort #1 am: 04. April 2018, 11:58:44 »

Kaninchendraht bei dickeren Stämmen ringsum oder so nen Plasteverbissschutz um die schlankeren  Stämmchen.
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Nimm die Dinge so wie sie kommen - aber sorge dafür, dass sie so kommen, wie du sie haben willst.

reinesHobby

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Re: Biber im Garten
« Antwort #2 am: 04. April 2018, 12:06:19 »

Hallo Piffpaff,

ich habe auch den Biber im Garten. Es ist ein schwieriges Thema, da der Biber (zumindest bei uns in Bayern) nach wie vor streng geschützt ist. Das schränkt die Möglichkeiten leider stark ein. Biberschwanzsuppe soll übrigens hervorragend schmecken.  ;D

Bei mir bisher erfolgreiche Methoden:
  • Biber gar nicht erst in der Garten kommen lassen => umfassend einzäunen, mind. 1,00 besser 1,20 m hoch. Logischerweise Metallzaun. Besondere Herausforderung dabei: Für leckere Obstbäume gräbt sich der Halunke auch unter dem Zaun durch. Wir haben daher Eisenstangen mit ca. 15 cm Abstand eingeschlagen, 60 cm tief hat bisher ausgereicht.
  • Wenn erster Punkt aus welchen Gründen auch immer nicht geht => einzelne Bäume mit "Halskrause" aus Metallgitter schützen. Auch hier mind. 1,00 besser 1,20 oder sogar 1,40 m hoch. Dabei darauf achten, dass unten nichts frei bleibt und der Nager die Krause auch nicht mit der Schnauze hoch schieben kann. Ich verwende dazu Sturmheringe aus dem Campingbedarf.

Ansonsten kannst Du auch mal nach dem Schälschutzmittel "Wöbra" googeln. Leider gibt es das nicht über Amazon, sonst hätte ich Dir gleich einen Pur-Amazon-Link gesetzt. Das wollte ich auch immer mal ausprobieren. Es handelt sich um einen Baumanstrich mit Schleifmittelzusatz. Soll z. B. bei Rehen recht zuverlässig funktionieren. Beim Biber bin ich zwar nicht so zuversichtlich, würde mich aber über Erfahrungen anderer Purler freuen. Der Vorteil des Schutzanstriches wäre, dass man sich die hässlichen Metalleinfassungen sparen kann. Der Anstrich muss aber sicherlich auch von Zeit zu Zeit erneuert werden. Wie das mit den Langzeitkosten und -vorteilen ist, müsstest Du Dir also mal überlegen. Die Metalleinfassungen halten hingegen ewig.

Bin gespannt, wie es Dir ergeht. Über ein Update bei Zeiten würde ich mich freuen.  :)
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Staudo

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Re: Biber im Garten
« Antwort #3 am: 04. April 2018, 12:09:45 »

Meiner Meinung nach ist die einzige bezahlbare Lösung eine Drahthose aus Wildzaun. Macht man die groß genug, kommt man auch an die Baumscheibe heran. Hier sind alle kleineren Bäume in Grabennähe so geschützt.
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Es könnte mal wieder regnen.

Amur

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Re: Biber im Garten
« Antwort #4 am: 04. April 2018, 12:20:05 »

Das Plastikzeugs kann man vergessen, das macht der Biber schneller ab wie wir es dran machen.
Wenn er wirklich will und gerade auf die Rinde appetit hat, hilft auch Hasendraht nicht. Ausserdem ist der dünne Hasendraht verdammt schnell eingewachsen.
Für meine große Esche am Weiher hab ich vom Biberbeauftragten des Landkreises ein Gitter mit recht starkem Draht bekommen. Das wird eng um den Stamm gelegt, kräftig zusammengebunden und muss zusätzlich gegen hochschieben gesichert werden.

Ruf mal beim Landratsamt an, du hättest starke Biberschäden, was man machen kann.
Bei uns kommt dann dieser oben genannte "Spezialist" und zumindest bei uns bekommt man dann das Gitter gestellt.
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Amur

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Re: Biber im Garten
« Antwort #5 am: 04. April 2018, 12:34:15 »

Hallo Piffpaff,

Ansonsten kannst Du auch mal nach dem Schälschutzmittel "Wöbra" googeln.  :)

Wöbra an jungen Obsbäumen würde ich erst mal an nicht so wichtigen ausprobieren, ob das nicht selber bei der noch dünnen Borke zu Schäden führt.
Ausserdem ist ein Biber kein Reh (wobei Wöbra für Rehe auch mit Kanonen auf Spatzn schießen ist).
Aussedem basiert der Schutz von Wöbra darauf dass der Sand den Baum quasi ungeniessbar macht. Aber bei dem kleinen Bäumchen reicht der erste Biss schon für massive Schäden.
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reinesHobby

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Re: Biber im Garten
« Antwort #6 am: 04. April 2018, 13:59:20 »

Hallo Piffpaff,

Ansonsten kannst Du auch mal nach dem Schälschutzmittel "Wöbra" googeln.  :)

Wöbra an jungen Obsbäumen würde ich erst mal an nicht so wichtigen ausprobieren, ob das nicht selber bei der noch dünnen Borke zu Schäden führt.
Ausserdem ist ein Biber kein Reh (wobei Wöbra für Rehe auch mit Kanonen auf Spatzn schießen ist).
Aussedem basiert der Schutz von Wöbra darauf dass der Sand den Baum quasi ungeniessbar macht. Aber bei dem kleinen Bäumchen reicht der erste Biss schon für massive Schäden.

Ich habe mit Wöbra wie gesagt keine Erfahrungen. Ich weiß nur, dass es so etwas gibt. Ob und in wie weit das nachteilig für junge Bäume ist, kann ich daher nicht beurteilen. Über Erfahrungsberichte hierzu würde ich mich aber sehr freuen. Ansonsten mache ich es so wie Du, Amur. Auch hier haben wir ein recht dickes, verzinktes Gitter. Man muss schon ein bisschen Kraft aufbringen, um die Gittermatte zu einem Zylinder zu formen. Den dünnen Karnickeldraht aus dem Baumarkt würde ich dafür auch eher nicht hernehmen.
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cydorian

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Re: Biber im Garten
« Antwort #7 am: 04. April 2018, 16:03:24 »

In Wien machen sie es so: https://www.wien.gv.at/umwelt/gewaesser/alte-donau/life/massnahmen/jungbaeume.html - einzäunen.

Interessant dabei ist, dass sie der weissen Farbe Sand beimengen, was der Biber nicht mag. Man braucht wohl weniger ein Vergrämungsmittel, sondern irgendwie Sand an der Rind zu halten reicht
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Staudo

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Re: Biber im Garten
« Antwort #8 am: 04. April 2018, 16:42:03 »

Eine stabile Drahthose halte ich für sinnvoller.
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Natternkopf

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Re: Biber im Garten
« Antwort #9 am: 04. April 2018, 17:49:19 »

Ja, isso
Eine stabile Drahthose halte ich für sinnvoller.

Bei uns im 🇨🇭Seeland mit den Bibern sehe ich a) oder b)

a)
Noch ein solches Teil rum stehen, beisst er nicht durch.

b)
Mit Hasendraht mehrlagig umwickeln.
Dazu ein Pfosten einschlagen, Drahtwickel befestigen gegen Hochheben.

Grüsse Natternkopf
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Piffpaff

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Re: Biber im Garten
« Antwort #10 am: 04. April 2018, 18:07:36 »

Hallo liebe Leute, erstmal Danke für die vielen Antworten :)..Nach dem Schock bin ich erstmal losgetiegert und hab mich bei einer ortsansässigen Baumschule (größere Forstbaumschule) beraten lassen..da hat man mir auch sogleich was mitgegeben..einmal Gitter und dann so Manschetten..allerdings aus Plastik..die hab ich gleichmal rangebastelt..allerdings wenn ich das so lese was ihr schreibt beruhigt mich das jetzt nicht so sehr..es müsste wohl ein Estrichgitter her..ein Hauptproblem das ich allerdings habe ist, dass meine Anlage zum Großteil aus Buschbäumen und wie schon gesagt m9 besteht und ich mich frage ob ich nun meine zukünftigen Spindeln bis auf 120cm hochasten soll um den Stamm vernünftig zu schützen.es ist ein Jammer, die letzten Herbst gepflanzten Lubera Bäumchen hätten wohl dieses Jahr schon was getragen..und jetzt alles wegschnippeln, damit die Manschette vernünftig passt  ???..ein Zaun wäre wohl eine Lösung, allerdings brauche ich dafür eine Sondergenehmigung da ein Teil des Grundstücks Überschwemmungsgebiet ist..
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Piffpaff

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Re: Biber im Garten
« Antwort #11 am: 04. April 2018, 18:09:04 »

Und so sehen die Manschetten aus..Marke Antiknapp oder so..das Stück für 2.70€
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Piffpaff

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Re: Biber im Garten
« Antwort #12 am: 04. April 2018, 18:13:54 »

Vielleicht bestreich ich ja diese Hülsen noch mit sowas wie Grüne Raupenleim Granitsandmischung..?! ???
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dmks

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Re: Biber im Garten
« Antwort #13 am: 04. April 2018, 21:03:02 »

Draht ist gut - alles andere hält nicht lange.
Denn das Problem endet ja nicht ab einem bestimmten Baumalter. Der Schutz muß schon längerfristig bleiben... :-\
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Erst wenn der letzte Bauer pleite, der letzte Traktor geschrottet, die Weiden geflutet, der Acker vom Unkraut überwachsen ist und die Kuh statt Ohrmarken vorn und hinten Nummernschilder trägt - werden wir merken, daß man bunte Werbung nicht essen kann.

dmks

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Re: Biber im Garten
« Antwort #14 am: 04. April 2018, 21:16:22 »

Dein Ontario selbst ist übrigens noch nicht verloren! Der Schaden ist je oberhalb der Veredlungsstelle. Einfach glatt abschneiden (wenn noch erkennbar über einem ehemaligen Auge) und er wird straff durchwachsen. Der Zeitpunkt ist günstig.
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Erst wenn der letzte Bauer pleite, der letzte Traktor geschrottet, die Weiden geflutet, der Acker vom Unkraut überwachsen ist und die Kuh statt Ohrmarken vorn und hinten Nummernschilder trägt - werden wir merken, daß man bunte Werbung nicht essen kann.
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