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News: so eine fuhre mist im garten ist um einiges sinnlicher als eine packung blaukorn im regal. (maigrün)
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05. Dezember 2022, 02:13:03
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News: so eine fuhre mist im garten ist um einiges sinnlicher als eine packung blaukorn im regal. (maigrün)

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|2|1| Die heutige News ist eine Ente. Natürlich gab es heute schon etwas Neues. Seit 00:00 Uhr einen neuen Tag ( auch wenn es noch Nacht ist ;))  (kasi)

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Autor Thema: Milch wie früher  (Gelesen 7163 mal)

Brezel

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Re: Milch wie früher
« Antwort #75 am: 09. Dezember 2021, 21:52:09 »

Die Haut auf der Milch war für mich nie ein Problem. Aber der Geruch der kochenden Milch, und manchmal brannte sie an oder kochte über.  :(
Nur dadurch zu rechtfertigen, dass sich die Milch hinterher in Kakao, Pudding oder etwas anderes Tolles verwandelte. Wir hatten damals eine extra Kasserolle, nur für Milch.
Und es musste immer Kondensmilch im Haus sein, für Kaffee.
.
Daran, dass meine Oma bei Gewitterstimmung gerne saure Milch ansetzte, erinnere ich mich auch. Und dass in meiner Kindheit sogar noch der Milchwagen in die Siedlung kam, zweimal die Woche. Manchmal hatte meine Oma vergessen, Kanne und Geld bereit zu halten, und ich musste dann mit der leeren Kanne losrennen, um den Wagen an der nächsten oder übernächsten Haltestelle noch zu erwischen. Jogurt und Eisbecher hatte er auch, demnach wird er eine Kühlvorrichtung gehabt haben.
.
Im Ort gab es einen Milchladen von der Molkereigenossenschaft. Das war der lebendigste Treffpunkt des ganzen Ortes! Leider zwei Kilometer von uns entfernt. Spektakulär endete einmal der Versuch meiner Mutter, mit der vollen Zweiliterkanne im Auto allein nach Hause zu fahren. Der Gestank ging aus dem Auto nie mehr raus.
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Und an eine Milchholaktion mit dem Fahrrad erinnere ich mich, da muss ich etwa 10 Jahre alt gewesen sein. Am 23. Dezember stellte sich morgens heraus, dass die Milch wohl nicht über die Feiertage reichen würde, und Omi fragte vorsichtig, ob ich... . Klar, kein Problem, volle Kanne am Lenker balancieren konnte ich ja. Auf der Hinfahrt fing es an zu schneien, und ich freute mich über die tanzenden Schneeflocken. Als ich mit der vollen Kanne wieder am Fahrrad ankam, lag eine geschlossene Schneedecke. Innerorts gings gut, aber die Landstraße zwischen Ortsmitte und Siedlung war damals eine schmale, nicht ausgebaute Buckelpiste ohne Fuß- und Radweg. Es schneite so dicht und in großen Flocken, dass ich einfach stur auf die Straße guckte. Mit der vollen Kanne am Lenker war das Fahrverhalten des Fahrrads schon ein bisschen kritisch.  ;D
Und ich muss wohl auch etwas länger gebraucht haben als normalerweise. Jedenfalls zeigte sich Omi ungewohnt rührselig, als ich ankam, und hatte inzwischen sogar Schnee geräumt (eigentlich meine Aufgabe).  ;D ;D ;D
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Jedenfalls war die Schließung des Milchladens ein herber Einschnitt im Dorfleben und eine Zäsur in jedem Haushalt, der bis dahin seine Milch in der Kanne geholt hatte.
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Kastrationspflicht für frei lebende Waschbären und Steuerpflicht für unkastrierte Hauskatzen!

mentor1010

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Re: Milch wie früher
« Antwort #76 am: 09. Dezember 2021, 22:04:42 »

 Ich habe meine gesamte Jugendzeit Milch getrunken..Oft direkt aus dem Euter..Links das Geschirr abgehalten und mit der rechten Hand eine Strahl in den Mund gespritzt..oder auch mal daneben  ;)    Ich hatte nie was......

Sonntags wurde Rahm von der Milch geschöpft für Schlagsahne auf dem Kuchen..die war sooo lecker..und keiner hatte was nach dem Verzehr  ;)


Eine ältere Dame holte immer einmal im Jahr Biestmilch vom allerersten mal melken einer Kuh die das erste Mal gekalbt hat für Biestmilchstuten..der war immer sensationell  :)
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mentor1010

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Re: Milch wie früher
« Antwort #77 am: 09. Dezember 2021, 22:06:54 »

Allerdings schmeckte die Milch sowieso anderes durch das Futter..Es gab Runkelrüben und Heu...heute gibt es saure Silage und das riecht und schmeckt man in der Milch.
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Bristlecone

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Re: Milch wie früher
« Antwort #78 am: 09. Dezember 2021, 22:07:08 »

Ich habe meine gesamte Jugendzeit Milch getrunken..Oft direkt aus dem Euter..Links das Geschirr abgehalten und mit der rechten Hand eine Strahl in den Mund gespritzt..oder auch mal daneben  ;)    Ich hatte nie was......
.
Sonntags wurde Rahm von der Milch geschöpft für Schlagsahne auf dem Kuchen..die war sooo lecker..und keiner hatte was nach dem Verzehr  ;)
Ja? Schön.
Ist eine anekdotische Sichtweise wie "Ich habe mein Leben lang geraucht und mir fehlt nichts, wie der Helmut Schmidt."
Oder "Corona ist eine harmlose Art Grippe. Ich kenne keinen, der daran gestorben ist."
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mentor1010

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Re: Milch wie früher
« Antwort #79 am: 09. Dezember 2021, 22:08:02 »

Nee mit dem Rauchen habe ich aufgehört  :-*
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Bristlecone

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Re: Milch wie früher
« Antwort #80 am: 09. Dezember 2021, 22:11:03 »

Siehste
Mit dem Rohmilchtrinken direkt ab Euter vermutlich auch.
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Rüttelplatte

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Re: Milch wie früher
« Antwort #81 am: 09. Dezember 2021, 22:11:18 »

Ich weiß nicht wie du darauf kommst das wir etwas verharmlosen wollen, wir erzählen nur aus unserer Vergangenheit, was ihr daraus macht ist eure Sache.
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Bristlecone

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Re: Milch wie früher
« Antwort #82 am: 09. Dezember 2021, 22:11:55 »

Ach so.
Das liest sich hier z. T. etwas anders.
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mentor1010

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Re: Milch wie früher
« Antwort #83 am: 09. Dezember 2021, 22:14:11 »

Siehste
Mit dem Rohmilchtrinken direkt ab Euter vermutlich auch.

Nein...warum sollte ich das getan haben? Ich habe den Zugang dazu ja immer noch...Nur weniger eben....
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Rüttelplatte

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Re: Milch wie früher
« Antwort #84 am: 09. Dezember 2021, 22:17:13 »

Ich trinke keine Eutermilch mehr, es gibt keine Kühe in unserem Dorf, und mit dem Rauchen hab ich schon vor 21 Jahren aufgehört.  ;D
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Albizia

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Re: Milch wie früher
« Antwort #85 am: 09. Dezember 2021, 23:21:02 »

Ich kenne das überhaupt nicht anders, dass früher beim Bauern gekaufte frische Milch vor Verzehr, bzw. direkt nach dem Kauf einmal richtig aufwallen musste, also ganz kurz kurz aufgekoct wurde. Das haben sowohl meine Mutter, meine beiden Großmütter und auch meine Tante, die direkt neben uns wohnte, so gemacht.

Jahrelang habe ich viele Ferien lang als Jugendliche bei einer Freundin und ihren Eltern auf deren Bauernhof in Niedersachsen verbracht. Sie hatten selbst Kühe und ich war mit meiner Freundin regelmäßig im Kuhstall und in der Milchküche, wo die frisch gemolkene Milch zum Abholen für die Molkerei, die sie sie einmal täglich abholte in großen Kannen gekühlt wurde und die Melkmaschine gesäubert und aufbewahrt wurde. Sie haben aus meiner rückwärtigen Sicht wirklich so sauber und hygienisch wie nur irgend möglich gearbeitet, insofern, wie man bei einem Tier, daß abends, bzw.über Nacht in einem Stall lebt und auf Stroh schläft, überhaupt von "Hygiene" sprechen kann. Die Euter wurden vor dem Melken immer gesäubert, steril oder keimfrei ist aber da natürlich trozdem nix.

Und Sabines Mama, die Landwirtin, hat selbst auch die Milch vor Weiterverwendung immer! abgekocht. Ich weiß es noch deshalb, weil sie einen Spezial-Milchtopf mit einem Einsatz hatte, der das schnelle Überwallen der Milch und das Anbrennen im Topf verhindern sollte. Rohmilch wurde auf diesem Hof zumindest auch nicht "roh" verwendet, und die saßen ja nun wirklich an der absolut frischen Quelle. Ausnahme war höchstens Rohmilch als Zugabe zu Kuchenteig oder Pfannkuchen oder so. Diese Sachen wurden ja dann auch erhitzt bzw.gebacken.

Klar ist natürlich schon, dass durch das Erhitzen sich das Eiweiß in der Milch verändert. Andererseits, wir sind ja sowieso keine Kälber  ;) und leben nicht im Stall. Es ist schon richtig, dass beim Verkauf von Rohmilch die tierseuchenrechtlichen Bedingungen/Vorgaben wie bei allen anderen Milchprodukten erfüllt sein müssen, deshalb die Vorschrift, dass beim Verkauf ebensolcher der Hinweis verpflichtend ist, die Milch abzukochen.

Wer das Risiko eingehen mag und die Rohmilch euterfrisch, also unerhitzt trinken will, soll es tun. Ich selbst würde es keinesfalls tun.

« Letzte Änderung: 09. Dezember 2021, 23:23:56 von Albizia »
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Albizia

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Re: Milch wie früher
« Antwort #86 am: 09. Dezember 2021, 23:56:05 »

Gibt es heute noch Milch wie früher, man, stellt die sif die Fensterbank  lässt sie 2 Tage stehen u. nd kann sie dann mit Zucker und Zimt genießen, so wie früher? Mit der heutigen geht es nicht?? 🤔

Netti, ich würde es an deiner Stelle einfach mal ausprobieren. Allerdings würde ich die gekaufte pasteurisierte Milch mit gekaufter Dickmilch "impfen", also ein paar Esslöffel davon als Starter hinzufügen und dann versuchsweise wie früher verfahren. Mit solcher Hilfestellung klappt es zumindest bei eigener Joghurtherstellung, vielleicht auch mit Dickmilch.
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Querkopf

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Re: Milch wie früher
« Antwort #87 am: 10. Dezember 2021, 00:06:59 »

... Pasteurisierte Milch im Sozialismus wurde meistens anstandslos dick und sauer...
Im Kapitalismus alter Tage auch ;D.
Bei uns kam sie aus dem Milchladen umme Ecke, per Kelle in die mitgebrachte Kanne geschöpft.
Alles andere gab's auch lose, BetreiberInnen neumodischer "Unverpackt"-Läden hätten Stielaugen gemacht. Butter, nach Bedarf abgewogen, wurde in Pergamentpapier eingeschlagen. Quark - saftige Angelegenheit, tropfte, sehr lecker - kam ins Schälchen, das man über die Theke reichte. Für die Sahne, perfekt steif geschlagen, schleppte man direkt die edle Kristallschüssel mit.

"Roh" war die Milch ganz sicher nicht (zumal es keinen Kilometer entfernt eine Molkerei gab, mitten in der Großstadt). Aber dick wurde sie problemlos. Ohne Bitterkeit.
Ich habe Dickmilch mit zerkrümeltem Schwarzbrot und Zucker als Kind geliebt!
Norddeutsche  ;D
Mein Vater aß das liebend gern. ...
Fand ich auch köstlich :D - Norddeutsche, genau ;D.
Geschmacklich kommt das jetzige Supermarkt-Zeuchs da nicht mit, keine Frage. Aber ich vermute, dass das nicht am Pasteurisieren etc. liegt (Milch direkt "ab Kuh" konnte ich als Kind bei Verwandten auf dem Land kriegen, schmeckte ganz anders, mochte ich nie), sondern eher an anderen "Behandlungen" - kann es sein, dass man die Milch vor Jahrzehnten längst nicht so stark entfettet hat wie heute? Was man heute in teuren Flaschen kriegt, 3,8% Fettgehalt, ist vom Geschmack her nicht soo weit weg vom Milchladen-Produkt meiner Kindheit.

Milchkannenschleudern fand ich auch klasse. Konnte es aber nur ganz selten praktizieren, weil der Weg zum Milchladen über eine Hauptverkehrsstraße führte, 2x2 Autospuren, Radwege an den Rändern, Straßenbahn in der Mitte - beim Rüberflitzen (nix Zebrastreifen) war für Kannenspielchen keine Zeit, das ging bloß sonntagsmorgens :)
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Bock-Gärtner

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Re: Milch wie früher
« Antwort #88 am: 10. Dezember 2021, 01:04:45 »

Wenn ich mich nicht irre, ist die heutige Voll- oder fettarme Milch im Supermarkt überwiegend sogenannte ESL-Milch, also länger haltbar als die früher übliche Supermarkt-Milch (ohne bereits H-Milch zu sein). Ich kann mich noch erinnern, dass in meiner Kindheit die Milch gelegentlich sauer wurde, was heute so gut wie nie vorkommt.
ESL-Milch hilft auch weniger gut gegen Mehltau.
Geschmacklich geht natürlich nichts über frische Milch direkt vom Bauern. Mein Vater trank früher im Urlaub auf dem Bauernhof gerne Molke zum Frühstück, uns Kinder konnte man damit jagen…
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Arachne

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Re: Milch wie früher
« Antwort #89 am: 10. Dezember 2021, 01:38:26 »

... und manchmal brannte sie an oder kochte über.  :(

Dagegen gibt es ja die doppelwandigen, mit Wasser zu befüllenden Kochtöpfe.
Dazu eine kleine Geschichte aus der DDR der 70er Jahre:
Zusammen mit meinem Onkel ging ich in die Stadt Einkaufen, er wollte in das Haushaltswarengeschäft, um nach einem solchen Topf zu fragen. Ausnahmsweise gab es gerade welche (die waren Mangelware, er hatte schon öfter nachgefragt).
Im Geschäft musste er seinen Ausweis vorzeigen und sich mit Namen/Anschrift/Unterschrift in eine Liste eintragen
Er hatte zu der Zeit tatsächlich gerade ein Kleinkind, allerdings hat dieser Milchkochtopf nie die Küche gesehen. Er wurde angebohrt, ein Kabel hindurchgezogen (und wahrscheinlich noch ein paar weitere Teile eingesetzt). Der Topf stand dann im Wohnzimmer hinter einem Sessel auf dem Fußboden: ein Kabelende führte zum Fernseher, das andere zur Antenne auf dem Dach. Ab dann war das Bild des Westfernsehens deutlich besser...
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Drinnen die Kammern und die Gemächer,
Schränke und Fächer flimmern und flammern.
Alles hat mir unbezahlt Schmetterling mit Duft bemalt. (F. Rückert)
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