Funktioniert mit Gutingi. Man braucht auch nicht mehr Platz als für Stabtomaten. Ertrag liegt nämlich bei 8kg+/qm. Zum Geschmack liest man Unterschiedliches. Vielleicht probiere ich es nächstes Jahr mal aus.adiclair hat geschrieben: ↑18. Mai 2026, 12:39 Gewiss braucht es für die liegende Kultivierung der Tomaten viel Platz, aber gegen das zeitweise mitteleuropäische Sommer-Schmuddelwetter gibt es ja auch sogenannte Erdbeerfolie (damit die Früchte dann nicht auf der nassen Erde liegen und faulen).
Dazu müsste man eine Tomate finden, diese sehr tief wurzelt (obwohl, wenn die Erde mit Folie bedeckt ist, sollte sie auch die Feuchtigkeit sehr lange halten können) und (sicherheitshalber) eine sehr gesunde Tomate zur Verfügung haben. Und diese Tomate dann im Liegen wachsen lassen wie sie will...
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Tomaten 2026 (Gelesen 76258 mal)
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Der Buddler
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Re: Tomaten 2026
Re: Tomaten 2026
Wenn dann mit oder ohne Folie drunter?
Ich würde das nämlich auch mal nächstes Jahr probieren wollen (zumindest erstmal mit einer Pflanze)...
Wer kontrolliert die Kontrolleure?
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Der Buddler
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Re: Tomaten 2026
Wahrscheinlich ohne Folie. Mit Folie ist an sich wahrscheinlich etwas besser (weniger Unkraut, weniger Schnecken, weniger Pilzdruck), aber ich finde es irgendwie unschön. Klappen wird es mit und ohne.
- Hyla
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Re: Tomaten 2026
Nach allem was ich auf die Schnelle gelesen habe, könnte das sogar funktionieren.
Die Infektion soll von Kartoffeln auf die Tomaten überspringen und ab Ende Juni zuschlagen. Erstens räumen die Bauern jetzt ihre alten Kartoffelknollen im Herbst besser ab, weil sie nicht möchten, daß die Leute stoppeln gehen, zweitens ist es dank Klimaerwärmung vielleicht im Sommer lufttrockener.
In Südeuropa nimmt man meist Fleischtomaten für den liegenden Anbau. Sowas wie Marmande, mittelgroße Fleischtomaten.
Aber bei mir brauchen Fleischtomaten immer deutlich länger bis zur Vollreife als z.B. Cocktailtomaten, darum würde ich nicht darauf setzen, daß das in D reproduzierbar ist und eher auf kleinfrüchtige Sorten gehen.
Die Infektion soll von Kartoffeln auf die Tomaten überspringen und ab Ende Juni zuschlagen. Erstens räumen die Bauern jetzt ihre alten Kartoffelknollen im Herbst besser ab, weil sie nicht möchten, daß die Leute stoppeln gehen, zweitens ist es dank Klimaerwärmung vielleicht im Sommer lufttrockener.
In Südeuropa nimmt man meist Fleischtomaten für den liegenden Anbau. Sowas wie Marmande, mittelgroße Fleischtomaten.
Aber bei mir brauchen Fleischtomaten immer deutlich länger bis zur Vollreife als z.B. Cocktailtomaten, darum würde ich nicht darauf setzen, daß das in D reproduzierbar ist und eher auf kleinfrüchtige Sorten gehen.
Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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Der Buddler
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Re: Tomaten 2026
Mit Gutingi, Vivarosso und Vivaoro funktioniert es fast sicher, da sie jahrelang auf Phytophtora-Resistenz gezüchtet wurden und ihre Resistenz in mehreren großen Anbauversuchen bewiesen haben. Mit Standardsorten funktioniert es fast sicher nicht - der Phytophtoradruck ist in normalen Jahren zu groß. Auch dies zeigen Anbauversuche deutlich. Jetzt muss bei den resistenten Sorten nur noch der Geschmack passen.
- Mottischa
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Re: Tomaten 2026
Feinster Sandboden! Allerdings haben wir hier auch stellenweise Ortsteinschichten, nur weiß ich nicht genau wo im Garten. Und ich weiß nicht genau, wie tief, oder wie hoch hier aktuell das Grundwasser ist. Daher keine Ahnung wie tief die Tomaten wurzeln müssten.Hyla hat geschrieben: ↑18. Mai 2026, 12:05 Stevkovic hat irgendwo in einem Interview mal gesagt, daß Tomaten über einen Meter tief wurzeln, wenn man sie läßt. Da wäre es bei mir schon dauerfeucht im Boden.
Der liegende Anbau ist sicher nichts für jedes Jahr und jede Gegend. Das kann man bei genug Gartenfläche mal mit überzähligen Pflanzen ausprobieren, aber eine sichere Nummer ist das nicht. Andererseits wird oft genug rumgejammert, daß es 'kein Tomatenjahr' war. Da kann ich auch rumprobieren und wenn's gar nicht klappt, kaufe ich meine Tomaten eben im Discounter. Das Kilo Tomaten alle zwei Wochen macht mich nicht arm.
Ich habe mich gerade mal kurz auf die Suche begeben, ob ich eine Studie zum Thema finde. Leider auf die Schnelle nichts gefunden.
Der Link hier https://www.ruralsprout.com/deep-sideways-tomatoes/ war noch ganz interessant.
@Mottischa
Das ist leider in den Streitereien untergegangen: Wie bewässerst du denn nun deine Tomaten?
Du hast ja wahrscheinlich ähnlichen Boden und ähnliche Probleme wie ich.
Ich bewässere mit Gießkanne, tlw. Regenwasser, tlw. abgestandenes Brunnenwasser, eine andere Möglichkeit habe ich nicht, wenn ich nicht den Schlauch mit eiskaltem Brunnenwasser nehmen möchte. Dieses Jahr ist auch fast alles anders, weil ich einige Tomaten in die trockeneren Beete und an den Teichrand, bzw. die Teichrinne pflanze und nicht weiß, wie dicht beides ist. Auf jeden Fall ist der Plan bei diesen Tomaten die minimale Bewässerung, nur mal so zum Test ob es klappen könnte. Bei den Kübeltomaten wie gehabt, normales Gießen mit Gießkanne - das sind aber dann die Buschtomaten und die Zwerge.
Wie löst du dein Problem?
Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne dabei glücklich zu sein. (Fjodor Dostojewskij)
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Der Buddler
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Re: Tomaten 2026
https://kleingarten-kranichfeld.de/unca ... uer-faule/
ein weiterer Erfahrungsbericht
Auszug: "Verglichen mit zeitgleich gepflanzten Stabtomaten setzte die Ernte ca. 3 Woche später ein. Die ersten Früchten wurden Mitte August reif, danach folgten 6 Wochen mit reichen Erträgen, in der Haupternte von mehr als 10 kg pro Woche. Insgesamt wurde von 8 Pflanzen mehr als 25 kg Tomaten geerntet, pro Pflanze also ein beachtlicher Ertrag von mehr als 3 kg. Gutingi erweist sich damit als mindestens ebenso ertragreich wie eine sehr gute Stabtomate.
Das durchschnittliche Fruchtgewicht betrug 33 Gramm und lag damit etwas niedriger als in der Sortenbeschreibung angegeben. Dies ist sicherlich auch dem extensiven Anbau ohne regelmäßige Wassergaben zuzuschreiben. Neben recht großen Früchten bis 80 Gramm gab es viele Früchte in Untergröße.
Vom Typ ist Gutingi eine Salattomate. Die Früchte haben einen intensiven Tomatengeschmack mit angenehmer Säure und eignen sich sowohl für den Frischverzehr als auch für die Verarbeitung.
Obwohl die Pflanzen aufgrund des Fruchtbehangs dicht auf dem Boden aufliegen kam es auch während längerer Regenphasen nicht zu Blattkrankheiten oder Fäulnis an den Früchten. Gutingi ist tatsächlich ausgesprochen robust und hat eine sehr hohe Resistenz gegen Krautfäule. Die Pflanzen blieben bis zur Rodung vor dem ersten Frost gesund, mit grünem Laub und gut nachreifenden Früchten."
ein weiterer Erfahrungsbericht
Auszug: "Verglichen mit zeitgleich gepflanzten Stabtomaten setzte die Ernte ca. 3 Woche später ein. Die ersten Früchten wurden Mitte August reif, danach folgten 6 Wochen mit reichen Erträgen, in der Haupternte von mehr als 10 kg pro Woche. Insgesamt wurde von 8 Pflanzen mehr als 25 kg Tomaten geerntet, pro Pflanze also ein beachtlicher Ertrag von mehr als 3 kg. Gutingi erweist sich damit als mindestens ebenso ertragreich wie eine sehr gute Stabtomate.
Das durchschnittliche Fruchtgewicht betrug 33 Gramm und lag damit etwas niedriger als in der Sortenbeschreibung angegeben. Dies ist sicherlich auch dem extensiven Anbau ohne regelmäßige Wassergaben zuzuschreiben. Neben recht großen Früchten bis 80 Gramm gab es viele Früchte in Untergröße.
Vom Typ ist Gutingi eine Salattomate. Die Früchte haben einen intensiven Tomatengeschmack mit angenehmer Säure und eignen sich sowohl für den Frischverzehr als auch für die Verarbeitung.
Obwohl die Pflanzen aufgrund des Fruchtbehangs dicht auf dem Boden aufliegen kam es auch während längerer Regenphasen nicht zu Blattkrankheiten oder Fäulnis an den Früchten. Gutingi ist tatsächlich ausgesprochen robust und hat eine sehr hohe Resistenz gegen Krautfäule. Die Pflanzen blieben bis zur Rodung vor dem ersten Frost gesund, mit grünem Laub und gut nachreifenden Früchten."
- thuja thujon
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Re: Tomaten 2026
Ich lege einen Schlauch aus dem Regenwasser-IBC und lasse die Schwerkraft die Arbeit machen bis ich wieder umlege, oder es gibt Wasser aus dem Schlauch, Menge was notwendig ist. Bei Trockenheit und Temperaturen über 35°C wird einmal die Woche gewässert. Die 40mm kann mein sandiger Lehm dann aufnehmen.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- Hyla
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Re: Tomaten 2026
@Die Forscher
Na dann macht mal irgendwann. Ich drücke die Daumen.
Ich hab's damals total blauäugig mit dem Gelben Birnchen ausprobiert und das hat gut geklappt. Dick Rasenmulch drunter und Bewässerung in Plastikmüll. Mein Mann schimpft heute noch über die Ernte.
Das Jahr darauf war bescheiden. Halt wie im normalen Tomatenanbau auch.
@Mottischa
Aus den früheren Baumpflanzungen hier weiß ich, daß der Boden bei einem Meter dauerfeucht ist, nicht naß. Oberflächlich pflanzen wie beschrieben klappt eher nicht. Die obersten 10-15 cm sind im Sommer staubtrocken und ich will das gar nicht so naß halten, sonst habe ich sofort eine Schneckenplage. Es hat hier maximal 50 cm Mutterboden danach gelben Bausand.
Darum pflanze ich tiefer und halt mit dem beschriebenen Plastiktopf. Der Boden ist hier auch hydrophob und würde das Wasser gar nicht aufnehmen. Du kennst das ja. Obendrauf soweit verfügbar Mulch.
Im Gwh habe ich es mit einem kleinen Bewässerungsgraben probiert. 10 cm Graben ziehen, Tomaten beiderseits pflanzen. Das Wasser kam aus der Regentonne, soviel wie in den Graben ging. Das klappte sehr gut, nur der Minigraben mußte immer wieder aufgebuddelt werden. Im anderen Gwh liegen Perlschläuche, die fast täglich an sind. Das klappt sehr gut, nur mögen die Tomaten keine Gluthitze.
Letztes Jahr haben wir mit Bewässerungstöpfen angefangen und da stehen die kleinen Sorten zu dritt drin. Das funktioniert auch erstaunlich gut.
Dieses Jahr kommen welche vor eine Südwand an einem Gartenhaus. Mal sehen, was sie dazu sagen.
Bewässert wird hier meist mit Brunnenwasser mindestens alle drei Tage. Das hat im Sommer so ca. 15 Grad und ich sehe da bisher keine großen Probleme.
Massenerträge habe ich nicht. Ich sehe das eher als Hobbyprojekt und habe Spaß an den vielen Sorten.
Na dann macht mal irgendwann. Ich drücke die Daumen.
Ich hab's damals total blauäugig mit dem Gelben Birnchen ausprobiert und das hat gut geklappt. Dick Rasenmulch drunter und Bewässerung in Plastikmüll. Mein Mann schimpft heute noch über die Ernte.
Das Jahr darauf war bescheiden. Halt wie im normalen Tomatenanbau auch.
@Mottischa
Aus den früheren Baumpflanzungen hier weiß ich, daß der Boden bei einem Meter dauerfeucht ist, nicht naß. Oberflächlich pflanzen wie beschrieben klappt eher nicht. Die obersten 10-15 cm sind im Sommer staubtrocken und ich will das gar nicht so naß halten, sonst habe ich sofort eine Schneckenplage. Es hat hier maximal 50 cm Mutterboden danach gelben Bausand.
Darum pflanze ich tiefer und halt mit dem beschriebenen Plastiktopf. Der Boden ist hier auch hydrophob und würde das Wasser gar nicht aufnehmen. Du kennst das ja. Obendrauf soweit verfügbar Mulch.
Im Gwh habe ich es mit einem kleinen Bewässerungsgraben probiert. 10 cm Graben ziehen, Tomaten beiderseits pflanzen. Das Wasser kam aus der Regentonne, soviel wie in den Graben ging. Das klappte sehr gut, nur der Minigraben mußte immer wieder aufgebuddelt werden. Im anderen Gwh liegen Perlschläuche, die fast täglich an sind. Das klappt sehr gut, nur mögen die Tomaten keine Gluthitze.
Letztes Jahr haben wir mit Bewässerungstöpfen angefangen und da stehen die kleinen Sorten zu dritt drin. Das funktioniert auch erstaunlich gut.
Dieses Jahr kommen welche vor eine Südwand an einem Gartenhaus. Mal sehen, was sie dazu sagen.
Bewässert wird hier meist mit Brunnenwasser mindestens alle drei Tage. Das hat im Sommer so ca. 15 Grad und ich sehe da bisher keine großen Probleme.
Massenerträge habe ich nicht. Ich sehe das eher als Hobbyprojekt und habe Spaß an den vielen Sorten.
Liebe Grüße!
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