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Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen) (Gelesen 2655393 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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Kürbisprinzessin
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Kürbisprinzessin » Antwort #10410 am:

Danke, Thuja!

Ja, ich möchte keine Wein, sondern Tafeltrauben :)

Könnte ich prinzipiell über dieser "1. Etage" noch eine 2. Etage anlegen?
Also zum Beispiel so, dass ich den ersten Flachbogen auf 60 cm rüberziehe. Und zusätzlich eine andere Pflanze daneben gepflanzt habe, die ich höher wachsen lasse und dann die Flachbögen auf 1,50m rüberziehe? Denn ich habe ja eine hohe Wand und somit prinzipiell Platz bis 2,50m. Oder ist das nervig weil ich dann zur Pflege immer auf einer Leiter rumturnen muss? Mich interessiert das, weil natürlich ist der Platz im Garten immer zu wenig und die Wünsche zu viele und es wäre natürlich sehr charmant, auf diesem Wege zwei verschiedene Sorten anbauen zu können (rot und weiß zum Beispiel :))
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Leiro
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Leiro » Antwort #10411 am:

Zwei Triebe übereinander das wird nichts. Schau dir doch mal in den Weinbergen an wie hoch die Reben ranken bevor sie (mehrmals im Jahr) "gegipfelt" werden.
Ich könnte mir vorstellen eine rechts und eine links zu pflanzen, dann wäre pro Pflanze 1 m seitlich Platz aber noch oben könnten die wachsen. Ist ja zum naschen, nicht wahr?
Das mit den früh tragenden Sorten, wie von Thuja vorgeschlagen, ist nicht richtig. Wir sind ja schließlich Weinbaugebiet und dank des Klimawandels ist es hier mittlerweile lange genug warm.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10412 am:

Ah, dann seid ihr doch noch gut dran. Ein paar Kilometer weiter sitzt Dietmar, der schreibt hier nicht mehr, beschwert sich aber immer noch, dass viele Sorten bei ihm nicht reifen.

Zwei Reben nebeneinander, ja, das geht. Bei 2,5m Höhe dann abschneiden, oder aufs Dach wachsen lassen, dort aber nicht mit den Ranken festkrallen lassen. Sonst muss man rauf beim Winterschnitt.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10413 am:

Ich habe als Versuchskaninchen und Schattenspender eine Chardonnay auf SO4 veredelt in einem Kübel auf dem Balkon stehen. Die ist dort verdammt früh dran, treibt gerade munter aus.
Chardonnay 20260310.jpeg
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10414 am:

Chardonnay knapp 4 Wochen zu früh. Erstes Blatt abgespreizt, BBCH 11.
Chardonnay 20260320.jpeg
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Rib-2BW
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Rib-2BW » Antwort #10415 am:

Muskat bleu auf eigener Wurzel blutete beim schneiden vor Wochen. Die veredelte war problemlos. Habe heute Boskoop Glory und Aurore geschnitten. Noch kein bluten.
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Kürbisprinzessin
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Kürbisprinzessin » Antwort #10416 am:

Leiro und Thuja, danke für eure Hilfe (wenn auch etwas verspätet ;-) ). Ich hab mir zwei frühe/mittelfrühe Sorten bei der Rebschule Schmidt bestellt und schaue nun mal, wie das funktioniert.
Ich hab mich für Vanessa und Lakemont (New York) entschieden und die jetzt im Abstand von 1 m gepflanzt.
Leiro hat geschrieben: 1. Feb 2026, 13:50 Zwei Triebe übereinander das wird nichts. Schau dir doch mal in den Weinbergen an wie hoch die Reben ranken bevor sie (mehrmals im Jahr) "gegipfelt" werden.
Ich könnte mir vorstellen eine rechts und eine links zu pflanzen, dann wäre pro Pflanze 1 m seitlich Platz aber noch oben könnten die wachsen. Ist ja zum naschen, nicht wahr?
Das mit den früh tragenden Sorten, wie von Thuja vorgeschlagen, ist nicht richtig. Wir sind ja schließlich Weinbaugebiet und dank des Klimawandels ist es hier mittlerweile lange genug warm.
Tatsächlich war ich bisher nur im Frühling in Radebeul - ich stelle grad mit Erschrecken fest, dass ich gar nicht weiß, wie es in den Weinbergen eigentlich im Sommer aussieht :o
Und zum Naschen? Na ich hatte eigentlich schon die Hoffnung, dass wir da toll was ernten können für die Kinder und mich und angeberisch unsere tollen Trauben dem Freundeskreis vorführen können ;D
thuja thujon hat geschrieben: 2. Feb 2026, 18:15 Ah, dann seid ihr doch noch gut dran. Ein paar Kilometer weiter sitzt Dietmar, der schreibt hier nicht mehr, beschwert sich aber immer noch, dass viele Sorten bei ihm nicht reifen.

Zwei Reben nebeneinander, ja, das geht. Bei 2,5m Höhe dann abschneiden, oder aufs Dach wachsen lassen, dort aber nicht mit den Ranken festkrallen lassen. Sonst muss man rauf beim Winterschnitt.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Livio » Antwort #10417 am:

Kürbisprinzessin hat geschrieben: 13. Apr 2026, 22:15 .... Ich hab mich für Vanessa und Lakemont (New York) entschieden und die jetzt im Abstand von 1 m gepflanzt ....
Die Vanessa haben wir auch auf Parzelle, sehr beliebt bei den Enkelkindern aufgrund der kleinen kernlosen Trauben. Neben den Enkelkindern naschen auch Vögel und bei mir vor allem Mäuse dran. Die ist allerdings auch ein echtes Wuchsmonster! Lakemont kenne ich leider nicht und hab somit keinen Vergleich.
Viele Grüße von der Weser
Thomas
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Kürbisprinzessin » Antwort #10418 am:

Livio hat geschrieben: 17. Apr 2026, 09:38 Die Vanessa haben wir auch auf Parzelle, [...] Die ist allerdings auch ein echtes Wuchsmonster!
Oh weh, irgendwas in die Richtung habe ich auch gelesen - das verträgt sich ja "sehr gut" mit dem Abstand von 1 Meter aktuell. Mal schauen, wie wir das schlau lösen.
Es scheint sich wohl um den klassischen Anfängerfehler zu handeln, alles zu eng zu pflanzen 🙈
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10419 am:

Wuchsmonster gibts leider ziemlich viele bei den Tafeltrauben.
Hier stehen mehrere solcher Sorten. Dieses Jahr probieren wir mal bei einer auf Minimalschnitt umzustellen und sind gespannt, wie lange das gut geht. Das hat glaube ich noch niemand gemacht. Da es in dem Fall aber auch um Sichtschutz geht, hat sich das einfach angeboten. Und schließlich gilt auch hier: Versuch macht klug.

Wenn nach 3 Jahren die Rebe ausgezehrt und kurz vorm absterben ist, sind wir eine Erfahrung reicher und es wird eben eine neue gepflanzt.

Minimalschnitt im Weinberg:
Minimalschnitt Weinrebe.jpeg

Minimalschnitt im Garten:
Minimalschnitt Tafeltraube.jpeg
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Roeschen1 » Antwort #10420 am:

Hatte letzts Jahr im März eine Kischmisch Zimus gepflanzt.
Das war so ein Kümmerling, dachte er treibt nicht.
Doch sie kommt.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10421 am:

Alle Reben fangen mit nur einem Auge an.
Reben veredeln Knospneschwellen.jpeg
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

cydorian » Antwort #10422 am:

Kürbisprinzessin hat geschrieben: 17. Apr 2026, 12:12 Abstand von 1 Meter
Sieh das entspannt. Es gibt keine Obstart, die sich so gut führen und schneiden lässt wie Wein, die Schnittfehler so gut verzeiht und sich immer neu aufbauen lässt.

Erfahrungen kannst du damit auch immer sammeln, auch wenn du dann irgendwann beschliessen solltest, eine der beiden Reben wieder rauszunehmen.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10423 am:

Vor gut einer Woche war es Zeit, auf Wassersparen umzustellen, also Boden gehackt, um die Kapillaren zu brechen und unproduktive Verdunstung einzuschränken.

Ausnahme waren Sorten, die zu wüchsig sind und 3 mal in der Vegetationszeit geschnitten werden müssen. Dort steht noch Begrünung um etwas mehr Konkurrenz für die Rebe zu erzeugen.
Rodni 20260503.jpeg
Padorok z 20260503.jpeg
Vor ein paar Tagen war es auch Zeit Doppeltriebe und ungewünschte Triebe zu vereinzeln bzw zu entfernen und die Triebe in den Drahtrahmen zu sortieren, also zu `heften´. Die Triebe sind mitten im Wuchs, Triebspitze zeigt nach unten, also alles bestens. Mehltau ist keiner zu sehen und damit das so bleibt, wurde auch die erste Schwefelbehandlung gemacht, welche gleichzeitig gegen die Rebenpockenmilbe wirkt.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Rib-2BW » Antwort #10424 am:

Rib-2BW hat geschrieben: 18. Jun 2025, 16:45 Das Geschein sieht auf dem Bild sieht relativ gut aus. Aber ich weiß, dass diese nicht richtig differenzierten Gescheine die Blüten alle verrieseln lassen wird. Ca. 6-10 cm lang
Etwas ot, aber auch die Selbstkletternde Jungfernrebe hat manchmal probleme mit der Gescheinsdifferenzierung.
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