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Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen) (Gelesen 2666269 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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adiclair
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

adiclair » Antwort #10425 am:

thuja thujon hat geschrieben: 4. Mai 2026, 10:48Mehltau ist keiner zu sehen und damit das so bleibt, wurde auch die erste Schwefelbehandlung gemacht, welche gleichzeitig gegen die Rebenpockenmilbe wirkt.
Spritzt du auch Phosfik - wenn ja wie oft?
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thuja thujon
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10426 am:

Jetzt noch nicht weil zu trocken (10er Regel). Ansonsten ja, je nach Befallsdruck, die Wirkung beschränkt sich auf zuwachsendes Gewebe, wenig Gescheinwirkung, Wirksamkeit etwa 4-5 Tage bei hohem Befallsdruck.

Rib2bw, das machen Reben auch, wenn sie unterlastet sind bilden sie Ranken zu Gescheinen um. Muss aber nicht zwingend verrieseln, da sieht man öfter mal Beeren dran hängen.
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Leiro
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Leiro » Antwort #10427 am:

thuja thujon hat geschrieben: 20. Apr 2026, 09:05 Wuchsmonster gibts leider ziemlich viele bei den Tafeltrauben.
Hier stehen mehrere solcher Sorten. Dieses Jahr probieren wir mal bei einer auf Minimalschnitt umzustellen und sind gespannt, wie lange das gut geht. Das hat glaube ich noch niemand gemacht. Da es in dem Fall aber auch um Sichtschutz geht, hat sich das einfach angeboten. Und schließlich gilt auch hier: Versuch macht klug.
@thuja thujon
Ich frage mich wie es bei dem Minimalschnitt dann im Sommer weitergeht? Nach oben ist ja keine Rankhilfe.
Wachsen die Reben dann nur noch minimal oder muß man aller paar Tage durchgehen und zurückschneiden? Ich habe so etwas noch nie gesehen.
Ein paar Photos im Sommer wären äußerst nett!
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10428 am:

Alles was oben oder seitlich rauswächst wird mit der Heckenschere abrasiert.
Das Problem ist bei manchen Sorten, dass sie ihren Ertrag nicht reguliert bekommen, also zu viel tragen und so die Qualität nicht mehr stimmt. Bei Tafeltrauben muss aber eh ausgedünnt werden, immer.
Minimalschnitt gipfeln.jpeg
https://www.wetter-bw.de/Internet/globa ... chnitt.pdf

https://www.researchgate.net/publicatio ... Steillagen

Vor- und Nachteile: https://www.iva.de/iva-magazin/forschun ... berziehung
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Leiro » Antwort #10429 am:

Vielen Dank für die Informationen, Thuja!
Davon habe ich noch nie gehört. Das müsste man mal direkt übers Jahr verfolgen können.
Soweit ich das beurteilen kann werden die Reben hier überall als "Bogenspalier" erzogen.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

cydorian » Antwort #10430 am:

Ausdünnen muss ich immer weniger. Auch dieses Jahr an einigen Reben nicht. Ursache war wieder mal kräftiger Frost Ende März. Viele Knospen waren schon so weit ausgetrieben, dass sie erforen sind. Auch Holz im Saft ist erforen. Das passiert immer häufiger, weil alles immer früher austreibt, der Frost aber nicht früher oder schwächer endet.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Kürbisprinzessin » Antwort #10431 am:

In unserem neuen Kleingarten haben wir auch einen alten Weinstock geerbt. Mein Sohn sollte den etwas einkürzen und hat ihn (oh weh!) total übermotiviert auf Stock gesetzt :( Ich ärgere mich sehr, dass ich in dem Moment nicht aufgepasst habe :(

Kann ich dem Weinstock noch was Gutes tun, um ihn zum Neuaustrieb zu überreden? Ich fürchte auch fast, dass die Veredelung mit abgesägt wurde, bin mir aber nicht ganz sicher.

Bitte Mitleid, ich ärgere mich sehr 🙈
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

adiclair » Antwort #10432 am:

Also, so wie es aussieht ist der kurz über der Veredelung abgesägt worden.
Mich wundert, dass der Stock nicht blutet...
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10433 am:

Der sieht nicht veredelt aus, das war wohl ein unveredelter Steckling.

In 2-3 Wochen spätestens treibt der wieder aus. Bis dahin nichts unternehmen, außer vielleicht eine passende Wuchsunterstützungsvorrichtung wie Einzelpfosten oder Doppeldrahtspalier errichten.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10434 am:

Hier mal ein Update zur Minimalschnittreihe.

Anfang Mai schon eine recht Blickdichte Laubwand
Minimalschnitt 20260509.jpeg

15mm und ein paar Gewitterschauer später kaum abgebrochene Triebe. Es wurde vorher nichts in den Drahtrahmen sortiert.
Minimalschnitt 20260511.jpeg
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

cydorian » Antwort #10435 am:

Kürbisprinzessin hat geschrieben: 12. Mai 2026, 12:44 Kann ich dem Weinstock noch was Gutes tun, um ihn zum Neuaustrieb zu überreden? Ich fürchte auch fast, dass die Veredelung mit abgesägt wurde, bin mir aber nicht ganz sicher.
Das klingt wie ein Henker, der eben jemand mit der Guillotine hingerichtet hat und feststellt, dass es ein Unschuldiger war. Dann ruft er "Zu Hilfe! Ist ein Arzt anwesend?!"

Der Kopp ist ab, mehr als warten kannst du nicht, also warte und guck ob und was da spriesst. Wenn was und wenn nächstes Jahr auch wieder Blüten kommen, weisst du ob es eine Unterlage oder die Edelsorte ist.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

adiclair » Antwort #10436 am:

thuja thujon hat geschrieben: 12. Mai 2026, 13:30 Hier mal ein Update zur Minimalschnittreihe.

Anfang Mai schon eine recht Blickdichte Laubwand

Minimalschnitt 20260509.jpeg


15mm und ein paar Gewitterschauer später kaum abgebrochene Triebe. Es wurde vorher nichts in den Drahtrahmen sortiert.

Minimalschnitt 20260511.jpeg
Das ist die ideale Fresshöhe für Waschbär und Konsorten...
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

TomMeier » Antwort #10437 am:

thuja thujon hat geschrieben: 12. Mai 2026, 13:30 Hier mal ein Update zur Minimalschnittreihe.

Anfang Mai schon eine recht Blickdichte Laubwand

Minimalschnitt 20260509.jpeg


15mm und ein paar Gewitterschauer später kaum abgebrochene Triebe. Es wurde vorher nichts in den Drahtrahmen sortiert.

Minimalschnitt 20260511.jpeg
Hi, danke für die Fotos. Was hast du den rund um den Winter davon geschnitten und was bzw wie viel ist jetzt bis Mai gewachsen? Hattest du unten am altholz jeweils nur 2 augen oder so ähnliches belassen und die fruchttriebe sind dann jetzt echt in dieser kurzen Zeit bestimmt locker 120cm nach oben gewachsen?
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10438 am:

Nein, letztes Jahr auf Zapfen geschnitten, auf Bogrute wäre aber auch gut, ist egal wie, Hauptsache man pflegt über Sommer die Laubwand, macht also die regulären Arbeiten wie Geize ausbrechen, gipfeln usw., im Winter dann einfach (fast) nix machen, im Frühjahr austreiben lassen.
Das soll sich die nächsten 3 Jahre mit Ertrag und Triebkraft einspielen. Wenn es nicht klappt, gibts Brennholz, um die Sorte ists nicht schade.
Gegipfelt wird Zeitnah, die Laubglocke oben beschattet die unteren Triebe, das darf so nicht sein.

Adiclair, ja, die Laubwand fängt sehr tief an. Das ist der nötigen Blattanzahl für eine gute Reife geschuldet. Waschbären sind hier kein Thema, Pilzkrankheiten muss man mit so niedrigen Stammhöhen aber besonders beobachten. Zu feucht dort unten, und Regen schleudert die Sporen in die Laubwand.

An die Flachbogenerziehung würden die Waschbären genauso kommen.
Vorbeet 20260511.jpeg
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