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Garteneinblicke 2026 (Gelesen 23204 mal)
- Gersemi
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Re: Garteneinblicke 2026
Flora, um die Waldschnepfe beneide ich Dich sehr ! Toll, daß Du ein Foto machen konntest.
LG
Gersemi
Gersemi
- cydora
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Re: Garteneinblicke 2026
Flora1957, das ist ja dann wirklich ein Traumgrundstück! Und wunderbar, dass ihr das so dicht bepflanzt habt/lasst.
Liebe Grüße - Cydora
Re: Garteneinblicke 2026
@Cydora
.....und irgendwann ist es dann hoffentlich mal so schön bunt wie Deines.
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Klimazone 8a (Innenstadtgarten 8b)
- AndreasR
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Re: Garteneinblicke 2026
Mittlerweile sind bereits schon wieder knapp drei Wochen seit meinem letzten Beitrag vergangen, ich war in dieser Zeit natürlich nicht untätig und habe viele Fotos gemacht, so dass die Auswahl nicht leicht fiel. Vielleicht kann ich ein paar Kommentare zu Euren Beiträgen in meine Beschreibungstexte einarbeiten, den Rest schreibe ich dann in einem separaten Beitrag. 



So ganz verschwindet das Gelb ja nie aus meinem Garten, Anfang Mai blühen noch Gämswurz, der Hahnenfuß, und diverse Wolfsmilch-Arten, aber Blau-, Lila-, Rosa- und Rot-Töne bestimmen nun das Bild. Sogar die dicht gefüllten Bauernpfingstrosen von meiner Oma konnten ein paar Tage blühen, bevor es am vergangenen Wochenende kräftig geregnet hat, die verblühenden Hasenglöckchen werden nun abgelöst von den leuchtend blauen Bergflockenblumen, auch Storchschnabel und Schwertlilien blühen nun nach und nach auf. Star sind im Moment ohne Zweifel die Akeleien, die sich munter im ganzen Garten versamen dürfen.



"Laissez-faire" ist ein gutes Stichwort; manchmal wünsche ich mir durchaus einen etwas "geordneteren" Garten (insbesondere, wenn der Schachtelhalm kräftig wuchert), aber oft komme ich auch einfach nicht hinterher, also lasse ich die Natur schalten und walten, wie sie will, und greife nur hier und da lenkend ein. Eigentlich hätte ich im März einen intensiven Jätdurchgang machen müssen, aber der Boden war viel zu nass. Jetzt komme ich nicht mehr in den Dschungel, ohne große Kollateralschäden zu verursachen. Aber gut, das meiste wird von den Stauden zum Glück gnädig verdeckt.



Dementsprechend wild durcheinander sieht es jetzt hier und da aus, aber wenn andere sich dem "No Mow May" verschreiben, um eine bunte Blumenwiese im Garten zu haben, kann ich mich entspannt zurücklehnen, da ich die Blumenwiese schon in meinem Beeten habe. Und wenn ich dann einmal den Rasen mähe - die Bereiche mit den Schlüsselblumen spare ich ja ohnehin noch für eine Weile aus - sieht es auch wieder halbwegs ordentlich aus.
Und ich hoffe, dass ich es irgendwann doch endlich mal schaffe, meine Beetkanten einzubauen, nur wechselt der Boden hier ja regelmäßig von betonhart zu wasserdurchtränkt und umgekehrt...



Ich lasse aber tatsächlich viel aussamen, so dass die meisten Kombinationen auf Zufällen beruhen. Als Bodendecker in den Beeten haben sich Schlüsselblumen und Veilchen bewährt, auch das Vergissmeinnicht keimt überall dort, wo ich kürzlich ein Beet neu angelegt hatte, da ist es dann für ein, zwei Jahre üppig, bevor es langsam wieder verschwindet. Vermutlich kommt auch keiner auf die Idee, Iris und Akeleien zusammen zu pflanzen, aber irgendwie passt es dann doch, zumindest, wenn es sich um robuste alte Arten wie Iris pallida handelt. Auch Zierlauch stecke ich meistens ohne großen Plan zwischen die Stauden ins Beet, das sieht zu dieser Jahreszeit dann sehr hübsch aus, und das verwelkende Laub fällt im Staudendschungel nicht so auf.



Sehr schön blüht gerade Clematis montana am Zaun, ansonsten stehen auch hier Iris und Akeleien bunt gemischt, es sind halt auch die einzigen, die sowas vertragen, die Zuchtsorten wollen ja etwas mehr betüddelt werden. aber dazu ist die Natur hier unten im Garten zu wild, und wenn's nicht gerade eine Dürre gibt, ist es ihnen dort auch zu feucht. So richtig ruhig und sanft ist der Garten also nur selten, dafür aber eben abwechslungsreich, und durch die natürliche Sukzession sieht er jedes Jahr ein bisschen anders aus und wird so auch nie langweilig. Wenn sich dann auch noch der Zierlauch dazugesellt, sieht die Ecke aus wie ein kleines Feuerwerk.



So ganz verschwindet das Gelb ja nie aus meinem Garten, Anfang Mai blühen noch Gämswurz, der Hahnenfuß, und diverse Wolfsmilch-Arten, aber Blau-, Lila-, Rosa- und Rot-Töne bestimmen nun das Bild. Sogar die dicht gefüllten Bauernpfingstrosen von meiner Oma konnten ein paar Tage blühen, bevor es am vergangenen Wochenende kräftig geregnet hat, die verblühenden Hasenglöckchen werden nun abgelöst von den leuchtend blauen Bergflockenblumen, auch Storchschnabel und Schwertlilien blühen nun nach und nach auf. Star sind im Moment ohne Zweifel die Akeleien, die sich munter im ganzen Garten versamen dürfen.



"Laissez-faire" ist ein gutes Stichwort; manchmal wünsche ich mir durchaus einen etwas "geordneteren" Garten (insbesondere, wenn der Schachtelhalm kräftig wuchert), aber oft komme ich auch einfach nicht hinterher, also lasse ich die Natur schalten und walten, wie sie will, und greife nur hier und da lenkend ein. Eigentlich hätte ich im März einen intensiven Jätdurchgang machen müssen, aber der Boden war viel zu nass. Jetzt komme ich nicht mehr in den Dschungel, ohne große Kollateralschäden zu verursachen. Aber gut, das meiste wird von den Stauden zum Glück gnädig verdeckt.



Dementsprechend wild durcheinander sieht es jetzt hier und da aus, aber wenn andere sich dem "No Mow May" verschreiben, um eine bunte Blumenwiese im Garten zu haben, kann ich mich entspannt zurücklehnen, da ich die Blumenwiese schon in meinem Beeten habe. Und wenn ich dann einmal den Rasen mähe - die Bereiche mit den Schlüsselblumen spare ich ja ohnehin noch für eine Weile aus - sieht es auch wieder halbwegs ordentlich aus.



Ich lasse aber tatsächlich viel aussamen, so dass die meisten Kombinationen auf Zufällen beruhen. Als Bodendecker in den Beeten haben sich Schlüsselblumen und Veilchen bewährt, auch das Vergissmeinnicht keimt überall dort, wo ich kürzlich ein Beet neu angelegt hatte, da ist es dann für ein, zwei Jahre üppig, bevor es langsam wieder verschwindet. Vermutlich kommt auch keiner auf die Idee, Iris und Akeleien zusammen zu pflanzen, aber irgendwie passt es dann doch, zumindest, wenn es sich um robuste alte Arten wie Iris pallida handelt. Auch Zierlauch stecke ich meistens ohne großen Plan zwischen die Stauden ins Beet, das sieht zu dieser Jahreszeit dann sehr hübsch aus, und das verwelkende Laub fällt im Staudendschungel nicht so auf.



Sehr schön blüht gerade Clematis montana am Zaun, ansonsten stehen auch hier Iris und Akeleien bunt gemischt, es sind halt auch die einzigen, die sowas vertragen, die Zuchtsorten wollen ja etwas mehr betüddelt werden. aber dazu ist die Natur hier unten im Garten zu wild, und wenn's nicht gerade eine Dürre gibt, ist es ihnen dort auch zu feucht. So richtig ruhig und sanft ist der Garten also nur selten, dafür aber eben abwechslungsreich, und durch die natürliche Sukzession sieht er jedes Jahr ein bisschen anders aus und wird so auch nie langweilig. Wenn sich dann auch noch der Zierlauch dazugesellt, sieht die Ecke aus wie ein kleines Feuerwerk.
- AndreasR
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Re: Garteneinblicke 2026



Auch im (Halb-)Schatten ist es im April/Mai recht bunt, vor zwei Wochen blühte noch Lunaria annua, mittlerweile ist es fast "durch", dafür glänzen nun Waldmeister, Turiner Meister, Salomonsiegel und verschiedene Storchschnäbel. Auch das eine oder andere Schöllkraut lasse ich hier stehen, gerade in dem extrem trockenen Bereich unter meiner Tanne wächst ohnehin kaum etwas, so dass ich mich über jeden Sämling dort freue, solange es nicht gerade Efeu oder Holunder ist. Clematis 'Miss Bateman' bräuchte vielleicht noch etwas mehr Sonne, um üppiger zu blühen, aber die großen, strahlend weißen Blüten leuchten so schön aus dem Halbdunkel, da ist die Anzahl gar nicht so wichtig.



Am frühen Morgen ist die Lichtstimmung zur Zeit ohnehin am schönsten, wenn auch die Schattenpartien ein paar Sonnenstrahlen abbekommen und das vielfältige Laub richtiggehend aufleuchtet. Den großen Pfauenradfarn habe ich übrigens goworo zu verdanken, der mir beim Gartenbesuch eine Schaufel in die Hand drückte, ich sollte mir ein Stück abstechen.



Auch unten im Garten leuchten die Blüten geheimnisvoll aus dem Halbdunkel, der Flieder vom Nachbarn und meiner ergänzen sich ebenfalls gerade wunderbar. Auf dem dritten Bild erkennt man noch ganz links oben beim anderen Nachbarn einen weißen Flieder, so habe ich drei verschiedene in Sichtweite, ohne dafür allzu viel Platz im Garten opfern zu müssen.



Vielleicht finde ich hier und da auch noch ein Plätzchen für den einen oder anderen Fächerahorn, denn das frische Laub von 'Dissectum Garnet' am Teich, 'Orange Dream' am Gartenhaus und 'Jordan' unter meiner Tamariske glüht im Moment geradezu und ist selbst an bedeckten Tagen ein Lichtblick, auch wenn es mit ein wenig Sonnenlicht natürlich besonders farbenprächtig strahlt. Zum Glück wachsen die meisten Sorten nicht sehr schnell und bleiben insgesamt auch im Rahmen, nur muss ich halt Stellen finden, wo ich einen guten Wasserabzug habe, also idealerweise am Hang, oder leicht erhöht gepflanzt.



Auch der Vorgarten glich in den letzten Tagen einer Schatzkammer, die gute alte Iris von meiner Oma blühte über und über, begleitet von den eher achtlos ins Beet gesteckten Iris hollandica, einst für 1,- € oder so beim ALDI gekauft. Die Zwiebeln des weißen, niedrigen Lauchs hatte ich nach dem Beetumbau gar nicht mehr eingepflanzt, aber es waren dermaßen viele Brutzwiebeln im Boden, dass sie ganz von alleine eine üppig blühende Beetkante gebildet haben (nur das Laub, das bereits im Herbst erscheint, ist leider etwas unansehnlich). Über allem thront der weit aufgespannte Schirm meiner Tamariske, deren rosa Blütenwolken eine zwar kurze, aber dafür umso intensivere Pracht zeigen.



Auf der anderen Seite geht es etwas gedämpfter, aber nicht minder farbenprächtig weiter; im Schatten unter der Brautspiere blühen noch ein paar Hasenglöckchen mit der Schaumblüte um die Wette, die Farne treiben aus und die Katzenminze legt so langsam los, das einziehende Schneeglöckchen- und Narzissenlaub verdeckend. Auch hier haben sich die Akeleien überall ausgesät, begleitet von den Zierlauchkugeln, den granatroten Knospen der Spornblumen, und bei den Nachbarn sorgt ein signalrotes Geum für leuchtende Farbtupfer.


Zum Abschluss noch ein paar Impressionen im Licht der Abendsonne, die wie am Morgen den Vorgarten noch einmal richtig zum Glühen bringt. Die Hornveilchen auf meiner Brüstung blühen ebenfalls über und über, dahinter leuchtet mein kleiner Acer palmatum 'Little Princess', auch die rotlaubigen 'Shaina' und 'Lilleeanne's Jewel' sind wahre Juwele in der tiefstehenden Sonne. Zierlauch und Iris geben gerade den Ton an, und im Topf "brennt" nun auch Cercis canadensis 'Eternal Flame', der seinem Namen wirklich gerecht wird, lodert sein Laub doch geradezu wie eine Flamme den ganzen Sommer lang.


- cydora
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Re: Garteneinblicke 2026
Viele schöne Fotos
AndreasR, sehr üppig und vielfältig ist es bei dir!
Beim Vorgarten müssen doch die Passanten stehen bleiben und gucken!
AndreasR, sehr üppig und vielfältig ist es bei dir!
Liebe Grüße - Cydora
- Konstantina
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Re: Garteneinblicke 2026
Sehr üppig. Deine Tamariske ist ein Traum. Nich weit von unserem Büro steht eine, die so fürchterlich geschnitten wird. Die sollen von dir lernen, wie man sie schneiden muss 