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Warum werden die Pflaumen gelb? (Gelesen 132 mal)
Moderator: Nina
Warum werden die Pflaumen gelb?
Auf meinem Balkon habe ich ein Pflaumenbäumchen im Kübel. Nach einer reichlichen Blüte gab es unzählige Fruchtansätze. Die meisten fielen inzwischen als winzige gelbe Pfläumchen ab. Einige Ansätze wuchsen jedoch weiter, waren grün. Nun beobachte ich, dass die größeren auch langsam gelb werden.
Noch sind sie nicht abgefallen. Was kann ich tun?
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- Staudo
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Re: Warum werden die Pflaumen gelb?
Es ist ganz normal, dass die Mehrzahl der Fruchtansätze abfällt. Wenn jetzt die Blätter gelb werden, kann das an einem Nährstoffmangel oder -überschuss oder an Vernässung der Erde liegen.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re: Warum werden die Pflaumen gelb?
Hallo Staudo, ja, genau, der Baum wirft den Überschuss ab. Aber nicht die Blätter werden gelb, sondern die Pflaumen. Als Dünger gebe ich Neudorff Hochbeetdünger. Vielleicht muss ich besser einen anderen nehmen?
Re: Warum werden die Pflaumen gelb?
Wie groß ist der Topf?
Wenn du 1-2 handvoll Obst erntest, ist das gut.
Grün ist die Hoffnung
- thuja thujon
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Re: Warum werden die Pflaumen gelb?
Der Baum reguliert seinen Behang selbst. Gelb wird was nicht befruchtet ist bzw der Baum aufgrund seines Energiestatus aktuell nicht versorgen kann. Das fällt auch runter, das Trenngewebe zwischen Trieb und Fruchtstiel ist schon ausgebildet, nicht mehr revidierbar.
Um den Energiestatus stehts gerade nicht so toll, der Baum ist nicht im Wuchs, die Triebspitzen haben keine kleinen, frisch gebildeten Blätter, sondern das jüngste Blatt ist schon älter und es kommt kein neues nach. Das wurde vor gut einer Woche entschieden, da haben verfügbare Nährstoffe an der Wurzel gefehlt. Der Hochbeetdünger von Neudorff konnte diese wohl nicht liefern.
Jetzt bleibt neben weiterer Düngung auf den nächsten Wachstumsschub warten. So früh im Jahr kann der Zeitnah beginnen, noch vor dem Johannistrieb im Juni. Also die Saison ist noch nicht verloren, einfach weiter kräftig düngen, vielleicht mit einem Dünger, der mehr drauf hat als der überteuerte Hochbeetdünger.
Die ansonsten recht gelben Blätter liegen meiner Meinung nach am Substrat im Topf, das ist zu alt, ist somit verdichtet und weil es die Staunässe nicht ableiten kann, sterben die Wurzelspitzen an Sauerstoffmangel, der Baum kann so kaum noch Nährstoffe aufnehmen, weil er junge Wurzelspitzen braucht. Zersetztes Substrat kann nur durch umtopfen behoben werden. Mineralische Substrate sind organischen in der Strukturstabilität deutlich überlegen.
Um den Energiestatus stehts gerade nicht so toll, der Baum ist nicht im Wuchs, die Triebspitzen haben keine kleinen, frisch gebildeten Blätter, sondern das jüngste Blatt ist schon älter und es kommt kein neues nach. Das wurde vor gut einer Woche entschieden, da haben verfügbare Nährstoffe an der Wurzel gefehlt. Der Hochbeetdünger von Neudorff konnte diese wohl nicht liefern.
Jetzt bleibt neben weiterer Düngung auf den nächsten Wachstumsschub warten. So früh im Jahr kann der Zeitnah beginnen, noch vor dem Johannistrieb im Juni. Also die Saison ist noch nicht verloren, einfach weiter kräftig düngen, vielleicht mit einem Dünger, der mehr drauf hat als der überteuerte Hochbeetdünger.
Die ansonsten recht gelben Blätter liegen meiner Meinung nach am Substrat im Topf, das ist zu alt, ist somit verdichtet und weil es die Staunässe nicht ableiten kann, sterben die Wurzelspitzen an Sauerstoffmangel, der Baum kann so kaum noch Nährstoffe aufnehmen, weil er junge Wurzelspitzen braucht. Zersetztes Substrat kann nur durch umtopfen behoben werden. Mineralische Substrate sind organischen in der Strukturstabilität deutlich überlegen.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Re: Warum werden die Pflaumen gelb?
Vielen Dank für die wertvollen Tipps! Tatsächlich hat der Baum kaum Blätter, die ersten bildeten sich nach der Blüte.
Er steht in einem 40er Kübel von Lechuza, überschüssiges Wasser läuft unten raus.
Demnach muss nun ordentlich gedüngt werden. Nachdem ich vorher sehr wahrscheinlich erst die Erde auswechseln muss, damit dem Bäumchen schnell wieder Nährstoffe zugeführt werden.
Gute Hinweise.
Nun noch zum Dünger, welcher ist empfehlenswert? Ich schau auch selbst noch bei dem Faden "Komposthaufen" nach.
Im letzten Jahr sah es anders aus... die Früchte waren alle (!) mit einem kleinen Bohrloch mit Harztröpfchen versehen, waren also vom Schädling Pflaumenwickler befallen.
Mal sehen, was dieses Jahr bringt.
Schöne Grüße
Er steht in einem 40er Kübel von Lechuza, überschüssiges Wasser läuft unten raus.
Demnach muss nun ordentlich gedüngt werden. Nachdem ich vorher sehr wahrscheinlich erst die Erde auswechseln muss, damit dem Bäumchen schnell wieder Nährstoffe zugeführt werden.
Gute Hinweise.
Nun noch zum Dünger, welcher ist empfehlenswert? Ich schau auch selbst noch bei dem Faden "Komposthaufen" nach.
Im letzten Jahr sah es anders aus... die Früchte waren alle (!) mit einem kleinen Bohrloch mit Harztröpfchen versehen, waren also vom Schädling Pflaumenwickler befallen.
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- thuja thujon
- Beiträge: 23769
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
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- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Warum werden die Pflaumen gelb?
Überschüssiges Wasser sollte bei jedem Topf rauslaufen können, das verhindert aber keine Staunässe. Staunässe ist Sauerstoffmangel, wenn die Durchlüftung gehindert ist.
Also Sauerstoffmangel kann 5cm unter der Oberfläche sein und Wasser bleibt in den kurzen Fasern oder Pulver der Erde gebunden, kann nicht entlang der Faser ablaufen und so versauert das alles (CO2 Anreicherung durch die Wurzel- und Mikroorganismenatmung) und wird toxisch. Das ist der Vorteil von Torfsubstraten, die haben lange Fasern die drainieren, werden zumindest in den ersten 6-8 Monaten nicht zersetzt und halten neben der guten Durchlüftung auch durch das quellen viel Wasser.
Diese Substratinnere Drainage muss bei mineralischen Substraten (wenn nicht gerade Steinwolle und Hydro benutzt wird) mit Blähton, Lava, Bimskies, Vermiculite und anderen porösen Materialen neben Sand und Lehm hergestellt werden, sonst hat man auch nur einen nassen, faulenden Lehmklumpen im Topf.
Also Sauerstoffmangel kann 5cm unter der Oberfläche sein und Wasser bleibt in den kurzen Fasern oder Pulver der Erde gebunden, kann nicht entlang der Faser ablaufen und so versauert das alles (CO2 Anreicherung durch die Wurzel- und Mikroorganismenatmung) und wird toxisch. Das ist der Vorteil von Torfsubstraten, die haben lange Fasern die drainieren, werden zumindest in den ersten 6-8 Monaten nicht zersetzt und halten neben der guten Durchlüftung auch durch das quellen viel Wasser.
Diese Substratinnere Drainage muss bei mineralischen Substraten (wenn nicht gerade Steinwolle und Hydro benutzt wird) mit Blähton, Lava, Bimskies, Vermiculite und anderen porösen Materialen neben Sand und Lehm hergestellt werden, sonst hat man auch nur einen nassen, faulenden Lehmklumpen im Topf.
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