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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 08:11
von Immer-grün
Mottischa hat geschrieben: 7. Aug 2026, 09:35 Alles sonnig, im Schatten wachsen die Pflanzen nur mit Wässern,
Trockener Schatten unter Bäumen, Lehm, Pachyphragma macrophylla blieb bisher ganz unbeeindruckt (nicht gegossen).
Hat aber längere Zeit gebraucht, um sich zu etablieren.
Salvia glutinosa, gleicher Standort, der ist Hitze und Trockenheit ebenfalls egal.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 08:19
von Immer-grün
Veilchen-im-Moose hat geschrieben: 8. Aug 2026, 07:54 Jetzt schlappt bei vielen Pflanzen das Laub am Boden rum. Vertrocknet ist es nicht, aber es hängt. Da hilft auch kein Wässern. Ich hoffe, die Helleboren tragen keine dauerhaften Schädigungen davon.
Da kommen die gut drüber hinweg.
Zu sonnig stehende Exemplare sind hier dieses Jahr komplett weggedörrt. In diesem Ausmass hatte ich das noch nie. Da bin ich auf den Frühling gespannt.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 12:04
von Hyla
Hattet ihr Tamarisken, Perovskia, Buddleia (nur Sämlinge) und Mittagsblumen (Dorotheanthus bellidiformis) schon?
Rosa canina und Rosa rugosa sind hier auch äußerst zäh.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 13:01
von vanille_71
Alchemilla erythropoda geht es im Halbschatten und etwas gießen auch gut. Ebenso wie den meisten Hosta bei mir; 'June' steht ziemlich sonnig und leidet etwas.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 13:14
von Hans-Herbert
Bergenie und Fetthenne vertragen die Dürre und Trockenheit besser als die Farne.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 13:32
von hobab
Heide und Wacholder mit Festuca cinerea! Endlich wieder Heidegarten…
Das Aufzählen irgendwelcher Pflanzen halte ich wirklich für Unsinn, die eine funktionieren in einem Garten, im nächsten nicht mehr. Klar, die immer genannten Gaura, Perovskia, Euphorbia sequieriana halten fast jede Trockenheit aus - bloß kacken sie dann im Lehm im Winter ab. Klar, Rosen halten Hitze, Trockenheit und auch Lehm im Winter aus, aber nicht jeder will das pieksige, krankheitsanfällige (im Sand und Schatten vor allem) Teufelszeug im Garten haben. Klar Frauenmsntel, grad die kleinen halten schon einiges an Trockenheit aus, bloß im Sand und sechs Wochen ohne Wasser sind die auch hin.
Hylotelephium vertrocknet hier in normalen Sommern oft fast komplett, während Seseli globiferum noch fröhlich wächst. Der wuchert, Hylotelephium wächst an einigen trockenen Standorten seit Jahren rückwärts und wird immer mickriger.

Es gibt in jedem Katalog die Lebensbereiche, da kann man nachschlagen was unter Fr1 odee SH1 wächst und weiß was Trockenheit und Sonne mag. Und irgendwo in den Weiten von PUR gibt es eine gute Aufzählung was im Lehm gut wächst. Wenn man die Schnittmenge rausfiltert, bleibt nicht wahnsinnig viel übrig, wäre meine Vermutung.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 13:41
von vanille_71
Das Aufzählen irgendwelcher Pflanzen halte ich wirklich für Unsinn
Klar, Rosen halten Hitze, Trockenheit und auch Lehm im Winter aus, aber nicht jeder will das pieksige, krankheitsanfällige (im Sand und Schatten vor allem) Teufelszeug im Garten haben
Ich nicht...

Ich schon :D

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 15:17
von hobab
Ok, beeindruckende Argumente, da muss ich mich wohl geschlagen geben….

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 15:35
von Mottischa
Immer-grün hat geschrieben: 8. Aug 2026, 08:11
Mottischa hat geschrieben: 7. Aug 2026, 09:35 Alles sonnig, im Schatten wachsen die Pflanzen nur mit Wässern,
Trockener Schatten unter Bäumen, Lehm, Pachyphragma macrophylla blieb bisher ganz unbeeindruckt (nicht gegossen).
Hat aber längere Zeit gebraucht, um sich zu etablieren.
Salvia glutinosa, gleicher Standort, der ist Hitze und Trockenheit ebenfalls egal.
Hinter dem Haus Nordseite - die Hostas finden die Trockenheit nicht so prickelnd, ebensowenig die Astrantien :P

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 15:45
von martina 2
Klar, Rosen halten Hitze, Trockenheit und auch Lehm im Winter aus, aber nicht jeder will das pieksige, krankheitsanfällige (im Sand und Schatten vor allem) Teufelszeug im Garten haben. Klar Frauenmsntel, grad die kleinen halten schon einiges an Trockenheit aus, bloß im Sand und sechs Wochen ohne Wasser sind die auch hin.
hobab, du und die Rosen - schon beim Domino waren deine negativen Äußerungen unübersehbar ;D, dann warst du aber wieder recht eifrig im Rosarium unterwegs - einfach ist das offenbar nicht 8) Jedenfalls aber wirst du mit solchen Bemerkungen niemanden abhalten, welche zu pflanzen, wenn er/sie das wirklich möchte, und seien die Umstände noch so schwierig - dafür bin ich ein gutes Beispiel ;) Wenn sie erst einmal etabliert sind, stecken sie fast alles weg, werfen krankes Laub ab und erholen sich bald mit neuen Trieben - ich spreche natürlich nicht von zarten Pflegefällen, sondern in erster Linie von historischen Strauch-, Kletter- und Wildrosen. Ich habe heuer nur den Kletterrosen an der Südwand nach dem Schnitt 2 x den Schlauch hingelegt, die anderen, freistehenden müssen wie immer ohne Gießen durch diesen Mördersommer kommen.
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Mein Garten ist hauptsächlich sonnig/trocken/sandig, ich nütze diese Zeit, um seine Vorschläge zu beobachten. Frauenmantel wächst in der Wiese, davon habe ich welche als Beetumrandung gesetzt (in gedüngtem Boden blühen sie üppiger) - verblüht abgeschnitten und ein bisserl gegossen, treiben sie schnell wieder aus. Ebenso das Mutterkraut, das sich verschwenderisch aussät und Lücken füllt. Das sogenannte Phloxbeet mit Morgen- und Nachmittagssonne, einstmals üppigst, hätte schon letztes Jahr mehr Zuwendung gebraucht (einzelne Pflanzen versetzen und düngen), das sollte bald geschehen, jetzt blüht dort noch Lythrum, die Astern stehen nicht schlecht da, Centaurea wird sich weiter aussäen, ein paar wilde Königskerzen haben sich eingefunden, wilde Walderdbeeren überall, mal sehen...

Zu erwähnen wären noch Echinops ritro 'Veitch blue', Campanula persifolia (sät sich überall aus), Lysismachia punktata, Akeleien, Rudbeckia laciniata, Fingerhüte, Geranium phaeum wuchert im Halbschatten, Solidagobüsche unbeeindruckt, Nepeta, Iris, das Laub der Hems muß bald geschnitten werden.
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Ich hoffe, daß ich nicht ganz am Thema vorbeischramme, Raritäten für den Schatten wird man bei mir umsonst suchen :)

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 15:58
von Mediterraneus
Gallicas und Albarosen sind super dürrefest. Mit das grünste in meinem Garten gerade.
Die brauchen halt etwas mehr Platz.

Alles Öfterblühende an Rosen braucht Wasser, sonst treiben sie nicht nach und verharren.

Die Rugosas werden teilweise dürr, teilweise sind sie gut.

Frauenmantel ist zäh, bekommt gerne Mehltau und ist hier oberirdisch kruschpelig. Kommt aber bestimmt wieder.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 16:38
von vanille_71
hobab hat geschrieben: 8. Aug 2026, 15:17 Ok, beeindruckende Argumente, da muss ich mich wohl geschlagen geben….
Bei den Begriffen
Unsinn + Teufelszeug
erübrigt sich jede Diskussion für mich.
Desweiteren bleibe ich beim Thema, welches die/der ThreaderöffnerIn vorgegeben hat.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 16:45
von Blush
Mediterraneus hat geschrieben: 8. Aug 2026, 15:58 Gallicas und Albarosen sind super dürrefest.
...
Alles Öfterblühende an Rosen braucht Wasser, sonst treiben sie nicht nach und verharren.
Ja, beide Rosenklassen sind hart im nehmen. Auch starker Frost, der hier nicht angesprochen wurde, wird weggesteckt. In MV zumeist Kahlfröste, alles kein Problem.

Remontierende Rosen haben im Frühsommer von mir Dünger und deswegen auch Wasser bekommen. Ich denke aber, dass sie auch ohne nicht vertrocknet wären. Vorausgesetzt sie sind eingewachsen. Und ich denke, dass viele, auch ich, die Einwachsphase leicht unterschätzen. Von zwei bis drei Jahren würde ich ausgehen. Was sagen die Profis dazu?

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 17:00
von Mufflon
Bin kein Profi, aber 25 Jahre Rosen im Garten sagen mir, das ist auch meine Erfahrung, im fetten Lehm auch mal 4 Jahre.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 8. Aug 2026, 18:53
von Blush
Mufflon hat geschrieben: 8. Aug 2026, 17:00 im fetten Lehm auch mal 4 Jahre.
Ich werde es für meinen neuen Boden im Hinterkopf behalten. Und auf die richtige Menge und Verteilung Regen hoffen.