Ich war gestern auf einem tollen Vortrag
es ging um eine Autobahneinhausung in einem Wohnquartier in Zürich, das noch in den nächsten JAhren nachverdichtet wird, also noch mehr Mehrfamilienwohnhäuser/ Hochhäuser bekommt.
Interessantester Punkt war, dass die Projektlaufzeit so lang war, dass die inzwischen routinemässig verlangten "aber bitte 70%, teils schn 80% einheimisch" noch nicht angewendet wurden.
hier ein Link auf das Projekt bei den Landschaftsarchitekten
https://krebsundherde.ch/projects/einha ... mendingen/
die Detailplanung, vor allem der Pflanzen kam dann von Severin Krieger
es wird mit einem faunistischen Monitoring 10 Jahre begleitet, bereits im ersten Jahr nach Fertigstellung konnten 165 Arten nachgewiesen werden, die meisten flugfähig, 2 himmelseltenene Wildbienen und so,
600 Bäume gesetzt, teilweise ganz junge Exemplare, daumendick
was mich daran total freut, ist, dass ein freundlicher, schöner Spazierpark mit einem Cafepavillon entstanden ist, den unglaublich schöne wildromantische, standortgerechte STaudenpflanzungen prägen, alles standortgerecht, eher robust, wärmeverträglih, blütereich, mit einem Haufen Bäum(ch)en, die das alles langfristig tragen
was mich total frustet, ist, dass ein weiterer Deckel in der Qualität heute nicht mehr möglich wäre, wei dann die NAturschutzabteilung die 80%-einheimisch-Keule auspackt.
Das wäre dann also ein "total schöner", ökologisch korrekter Park, in dem einheimische Arten irgendwie hingewürfelt werdenteilweise noch nicht mal standortgerecht, und alle NutzerI das ab September auch noch schön finden sollen, wenn dann vor allem gelbe Stengel vorherrschen...
bemerkenswert in dem neuen Park:
ein durchgehendes Element war ein steingefasster Graben, der abwechselnd mit Sandmischung oder Totholz gefüllt war (idioten- und aufräumsicher, dass bestimmt kein Gärtner meint, das "olle Holz" aufzuräumen
und eine Beton-Stapelmauer, deren SPalten teilweise mit Sand-Lehm-Mix gefüllt wurde, als Unterschlupf für diverse Viehcherchen und Solitärbienen
das Herbstbild ist aus einer Ecke mit Cotinus und Pyracantha