An dem Experiment arbeite ich ja schon seit 20 Jahren, in die fettfeuchte Wiese am Grundstücksende mehr Vielfalt zu bekommen, aber das ist extrem zäh.
Von wegen, heimischer Wasserdost wird nicht gefressen.

Die Töpfchen aus der Gärtnerei oder in Töpfen vorgezogene Sämlinge wurden ausgepflanzt sofort und vollständig von den Schnecken plattgemacht. Erst gestern wieder einen Blutweiderich gepflanzt, ich trau mich gar nicht nachsehen...
Auch Trollblumen hatten keine Chance, weder gepflanzt noch gesät. Klappertopf, zigmal gesät, auch von Saatgut aus feuchten Wiesen... nichts.
Angewachsen ist Lysimachia vulgaris, gar keine Probleme machten auch Iris sibirica.
Natürlich vorhanden ist Mädesüß, Filipendula ulmaria, die bringt nichts um, ebenso den Wiesenkerbel, der's auch gern üppig und frisch hat. Und Silene dioica.
Silene latifolium funktioniert gut, ist eher was für Randbereiche, ebenso wie Wiesen-Pippau, Crepis biennis. Auch von Schnecken verschmäht wird der Große Odermennig, Agrimonia procera.
In den Bereichen, die ab Juni regelmäßig gemäht werden (Wege) breitet sich Wiesenschaunkraut aus.
Die Ährige Teufelskralle wächst eher nicht in klassischen Wiesen, mehr an Wegrändern, an Böschungen, am Waldrand, auf Lichtungen. Bei uns ist der Bereich mit den Teufelskrallen halbschattig bis schattig. Mit dem eher niedrigen Gras/den Seggen dort kommen sie klar, in der Wiese, wo die Gräser schon ab Mai meterhoch sind, mögen sie es nicht.
Ich hätte noch gerne Baldrian, Sumpf-Ziest, Wasserdost und Kohl-Kratzdistel.