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Ziergräser (Gelesen 11687 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
Re:Ziergräser
Hakonechloa kann in direkter Benachbarung zum Steingarten schon etwas zu ueppig wirken - das haengt natuerlich vom Steingarten ab - da motoguzzi14 was von benachbarten Stein- und Kraeutergarten schreibt, wuerde ich auch eher trockenheitsliebende Gattungen wie Stipa, Melica, Helictotrichion oder Festuca bevorzugen.
Re:Ziergräser
Imperata 'Red Baron'. Das steht demnächst überall, sieht toll aus und überlebt im Oberland nicht.
Einspruch! Ich wohne auch in Klein-Sibirien, aber mein Imperata trotzt seit Jahren unseren kalten Wintern . Es steht vollsonnig am Teich, also sogar relativ feucht, in lehmigem Boden und kommt jedes Jahr zuverlässig wieder. Und lästig wird es auch nicht. Es breitet sich nur langsam aus, ist durchaus gesittet. Ich kann es nur empfehlen. Vor allem im Herbst schauen die roten Halme im Gegenlicht prächtig aus.
Liebe Grüße
Shrimpy
der Mensch lebt keine 100 Jahre, aber er macht sich Sorgen für 1000 (Chin.Sprichwort)
Shrimpy
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- Staudo
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Re:Ziergräser
Hallo,ich lerne gern dazu, werde (allerdings erst im Frühjahr) mal eine Ecke mit Imperata bepflanzen. Peter
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Ziergräser
Ich denke, bei "Imperata "Red Baron" spielt das Kleinklima eine wichtige Rolle. Weil ich es so wunderschön finde, habe ich bereits drei Versuche unternommen, es in unserem Garten anzusiedeln- leider vergeblich. Die Ecke, in der wir wohnen, wird im Volksmund "Morgenröte" genannt, und das sicher nicht ohne Grund. Im Garten von Dr. Näser in Potsdam/Bornim dagegen kann man es schon über viele Jahre in ganzer Pracht bewundern. So unterschiedlich ist die Großwetterlage Potsdam/ Berlin ganz sicher nicht, aber der Näsersche Garten ist ein eingewachsener Garten, geschützt durch hohe Hecken, alte Bäume, Bodensenken- und erhöhungen. Das Imperata steht dort am sonnigen Bereich des Steingartens.Hakonechloa dagegen macht hier überhaupt keine Probleme, ich habe es in vier Sorten an verschiedenen Stellen in unserem (Schatten)- Garten, es wird von Jahr zu Jahr schöner, bisher aber nie lästig.VG Blümchen
Re:Ziergräser
Chasmanthium latifolia (Uniola l.) könnte ich empfehlen...VG Blümchen
Re:Ziergräser
Beeindruckend, _richard ! Mit wievielen Pflanzen bist du gestartet ?Hakonechloa habe ich als Unterpflanzung für einen Ahorn verwendet. ... steht jetzt im 7. Jahr ...
- motoguzzi14
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Re:Ziergräser
Vielen Dank erstmal an alle für Eure Antworten! Wie gesagt,ich taste mich erstmal ganz langsam an das Thema mit den Gräsern ran. Ich mag diese Mischung aus Steinen und Pflanzen und suche deshalb Sorten,die dafür geeignet sind,habe auch keien Erfahrung,was zusammen passen könnte,daher auch die Frage nach einem Pflanzplan.Mir gefällt sowas wie das Lampenputzergras oder das Pampasgras,sind diese Sorten geeignet? Wie ist das überhaupt mit Ziergräsern in Bezug auf Wasser und Sonne?Hakonechloa kann in direkter Benachbarung zum Steingarten schon etwas zu ueppig wirken - das haengt natuerlich vom Steingarten ab - da motoguzzi14 was von benachbarten Stein- und Kraeutergarten schreibt, wuerde ich auch eher trockenheitsliebende Gattungen wie Stipa, Melica, Helictotrichion oder Festuca bevorzugen.
Viele Grüße von motoguzzi14
-
_richard
Re:Ziergräser
@ potz: 8 Pflanzen (9 cm Topf) für den Randbereich des Beetes (140 cm Dm).
- Staudo
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Re:Ziergräser
Hallo,Lampenputzergras (= die Art) gibt es in verschiedenen Sorten. Empfehlenswert und verbreitet ist 'Hameln', das ist niedrig und beginnt schon jetzt zu blühen. Weitaus schöner finde ich 'Herbstzauber', das ist größer und die Blüten sind viel eindrucksvoller. Einige weitere Sorten sind noch verbreitet. Vorsicht vor dem roten Lampenputzergras (setaceum), dass es demnächst wunderschön zu kaufen gibt, das ist mehr eine Balkon- und Terrassenpflanze und einjährig. Weiterhin sind Sämlinge nicht zu empfehlen. Die sind zwar billig zu produzieren, blühen aber sehr unterschiedlich oder schlecht. Ebenso verhält es sich mit Pampasgras. Sämlinge davon sind fast immer Schrott. Jetzt bald blühend angebotene große Exemplare dürften in aller Regel gute Herkünfte sein. Aber gerade bei Pampasgras kommt es in kälteren Regionen sehr auf den Standort an. 99,9 % aller gepflanzten Pampasgräser überleben den ersten Winter nicht.„Ziergräser“ ist ja ein sehr großzügiger Begriff für Gräser, die im Schatten oder in der vollen Sonne wachsen, auf Sand oder im Moor. Da kommt es sehr auf den Standort an. Wie wäre es mit einem Ausflug zur BUGA nach Gera? Dort stehen viele Gräser und die Blüte beginnt gerade. Am besten Zettel und Stift mitnehmen und unbedingt die botanischen Namen und die Sorten notieren.Viele GrüßePeterMir gefällt sowas wie das Lampenputzergras oder das Pampasgras,sind diese Sorten geeignet? Wie ist das überhaupt mit Ziergräsern in Bezug auf Wasser und Sonne?
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
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sarastro
Re:Ziergräser
Vom Lampenputzergras ist besonders die Sorte 'Viridescens' zu empfehlen, die alles bisherige in den Schatten stellt. Die dunkelbraunen Bürsten sind fast doppelt so groß und zieren bis in den Oktober hinein.Imperata ist vollkommen winterhart!!! Woher die Unkenrufe immer kommen, bleibt ein Rätsel. Nur darf man das Blutgras nicht in reinen Lehm pflanzen, sondern in lockeren, leicht sandigen, humosen Boden.Außerdem kennt man in den Gärtnereien zweierlei Typen. Der eine wird bis 70 cm hoch und hat rötlichbraune Halme, wächst stärker und ist nicht so schön wie der niedrige, richtig blutrote, langsamwachsende Typ mit dem Namen 'Red Baron'. Dieser wurde in einem japanischen Gartencenter "entdeckt", nach USA gebracht und in der Gärtnerei von Kurt Bluemel vermehrt und verbreitet. Eine Variante mit dem I.cyl. var koeningii ist ein schlimmer Wucherer, hat aber mit 'Red Baron' nicht das Geringste zu tun.
- Staudo
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Re:Ziergräser
Des Rätsels Lösung: es vergeht an ungünstigen Stellen. Nein, der deutschsprachige Raum ist groß und sehr unterschiedlich. Vielleicht ist es manchmal die Winternässe, vielleicht sind es milde Februartemperaturen mit anschließenden Frosteinbrüchen. Da hilft wohl nur ausprobieren, um herauszufinden, was im eigenen Garten gut wächst. Das Pennisetum 'Viridescens' werde ich mir auf alle Fälle besorgen und mal zu den anderen pflanzen.PeterImperata ist vollkommen winterhart!!! Woher die Unkenrufe immer kommen, bleibt ein Rätsel.
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sarastro
Re:Ziergräser
Aber pass auf! Dieses wird bereits schon wieder von Kollegen aus Samen vermehrt verbreitet, ist daher dann nicht der Originalklon. Das Blutgras steht bei uns an verschiedenen Stellen in den Schaubeeten seit vielen Jahren. Teils wächst es gut, teils nicht vor und nicht zurück, da von anderen Stauden bedrängt, aber von Auswintern keine Spur.Auch in den Töpfen auf den Stellflächen wintert es ebenfalls nie aus, was ich nach einigen Wintern unterschiedlichster Prägung feststellte. Vor Jahren hatten wir die Pflanzen immer in ein Kalthaus geräumt.
- elis
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Re:Ziergräser
Hallo !Zu dem Thema Hakonechloa kann ich auch was sagen. Ich habe bei meinem Brunnen links und rechts eins hingesetzt. Das linke im Halbschatten hat eine schönere Farbe als das rechte. Das steht sonniger und sieht ausgebleichter aus. Das kann man auf dem Bild deutlich sehen.Liebe Grüße von elis.
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Re:Ziergräser
Wann soll das eigentlich zu blühen anfangen? Ich habe es an eine Stelle gesetzt, wo es eine ermattete Taglilie optisch ausstechen soll, aber bisher sehe ich nix an Blüten. Oder ist es im ersten Jahr zu viel verlangt.Was Hakonechloa betrifft, stimme ich Elis zu - in der Sonne ist sie lange nicht so hübsch wie im Schatten, im Gegenteil, ich finde sie sogar ausgesprochen schrill, so ausgebleicht. Bei mir steht sie recht schattig, ist noch jung, aber zauberhaft frischhellgrün mit dunkleren Streifen. Kennt ihr den wunderbaren japanischen Zeichentrickfilm "Prinzessin Mononoke"? An dessen Schönheit muss ich immer denken, wenn ich die Hakonechloa sehe.Vom Lampenputzergras ist besonders die Sorte 'Viridescens' zu empfehlen, die alles bisherige in den Schatten stellt. Die dunkelbraunen Bürsten sind fast doppelt so groß und zieren bis in den Oktober hinein.
Re:Ziergräser
Bei mir fängt es jetzt richtig an, ein paar einzelne Blütenwalzen zeigen sich aber schon länger.Der Horst auf dem unteren Bild wurde übrigens erst letztes Jahr im Frühsommer als kleines, nur ein paar Halme starkes Pflänzchen an diese Stelle gesetzt, hat auch im ersten Jahr schon geblüht und ist seitdem wahrlich explodiert ...Wann soll das eigentlich zu blühen anfangen? Ich habe es an eine Stelle gesetzt, wo es eine ermattete Taglilie optisch ausstechen soll, aber bisher sehe ich nix an Blüten. Oder ist es im ersten Jahr zu viel verlangt.Vom Lampenputzergras ist besonders die Sorte 'Viridescens' zu empfehlen, die alles bisherige in den Schatten stellt. Die dunkelbraunen Bürsten sind fast doppelt so groß und zieren bis in den Oktober hinein.