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Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ? (Gelesen 4333 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

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Astrantia
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

Astrantia » Antwort #15 am:

Ach ja, ein Bild vom blutigen Käptn findest Du im Thread "Primula 2012" im Beitrag #90, ich bin geistig zu unbeweglich, um zu lernen (und zu behalten!!) wie man sowas hier verlinkt.LGB
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pearl
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

pearl » Antwort #16 am:

Primeln 2009Primeln 2010Primula 'Captain Blood' gehört zur Primula Primrose Double Groupe. Das bedeutet Frühlingsprimel, Kissenprimel mit ungestielten und gefüllten Blüten.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

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pearl
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

pearl » Antwort #17 am:

übrigens lebt die Captain Blood in meinem Garten nicht mehr. Die Cowichans sind auch hinüber, soviel ich letztes Jahr gesehen habe. Nur die blaue gefüllte Eugene hat die letzten beiden eiskalten Winter überlebt.Langlebige Stauden sind diese Primeln nicht.Die klassischen Primula vulgaris, Primula vulgaris subsp. sibthorpii, Primula elatior, Primula elatior 'Sunset Shades' und Primula veris sind die zuverlässigen und ausbreitungsfreudigen Frühlingsprimeln.
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RosaRot
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

RosaRot » Antwort #18 am:

Da fühle ich mich jetzt getröstet. Bei mir war letzten Winter großes Primelsterben, bis auf so ein paar Allerweltsdinger. Mal sehen, was dieses auftaucht oder auch nicht.
Viele Grüße von
RosaRot
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Steingartenfan
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

Steingartenfan » Antwort #19 am:

Ich decke meine Primeln , von denen ich meine sie bräuchten Winterschutz , mit leeren 1000ml Joghurt und Eisbechern ab . Bisher hat´s meistens geholfen ! So mache ich es auch bei vielen meiner Alpinumpflanzen z.B. Lewisia , Orostachys , Rosularia ,Androsace , Delosperma ,Talinum , alle Escobaria ........ .
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pearl
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

pearl » Antwort #20 am:

:owie sieht das denn aus? In meinem Garten würde der Wind und die Tiere alles durcheinander werfen.
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

RosaRot » Antwort #21 am:

Das ginge bei mir auch nicht.Wir haben oft Sturm. Dann fliegt alles zu den Nachbarn...Entweder die Pflanzen halten durch oder es passt eben nicht.
Viele Grüße von
RosaRot
sarastro

Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

sarastro » Antwort #22 am:

übrigens lebt die Captain Blood in meinem Garten nicht mehr. Die Cowichans sind auch hinüber, soviel ich letztes Jahr gesehen habe. Nur die blaue gefüllte Eugene hat die letzten beiden eiskalten Winter überlebt.Langlebige Stauden sind diese Primeln nicht.Die klassischen Primula vulgaris, Primula vulgaris subsp. sibthorpii, Primula elatior, Primula elatior 'Sunset Shades' und Primula veris sind die zuverlässigen und ausbreitungsfreudigen Frühlingsprimeln.
Das kann ich nur bestätigen, nämlich aus mehreren Gründen. Erstens sollten diese alten, tief gefüllten Sorten durch regelmäßiges Verpflanzen stets vital gehalten werden, denn sonst wintern sie aus und sind perdu. Zweitens sind die meisten der in Gartencentern angebotenen Sorten über invitro vermehrt worden und dementsprechend verweichlicht. Drittens kann es sein, dass durch diese ständige Vermehrungsart überzüchtete Formen als Wegwerfartikel hochgepuscht wurden. Wenn alte, historische Formen, dann nur solche, welche auf konventionellem Wege vermehrt wurden, also durch Teilung. P.x polyantha sind meist schon sehr überzüchtet. Wenn, dann sollte man sich eine Sicherungskopie machen und diese in einem kalten Kasten überwintern.Eine Möglichkeit des effektiven Nässeschutzes ist eine zerbrochene Fensterscheibe, die wiederum mit Ziegelsteinen beschwert wird. Manches Alpinum in Holland sieht im Winter aus, als hätte der Feind gehaust. ;D
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pearl
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

pearl » Antwort #23 am:

oder ein Meteorit wäre ...alles voller Glasscherben und verstreuter Ziegelsteine. Man könnte meinen die Autonomen seien ... ;D Hatte nicht Mediterraneus ein paar hübsche Beispiele gezeigt? Irgendwelche Gestelle aus Metall mit verschraubter Glasbedachung. Sehr hübsch leicht und sinnvoll für manches. :D
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Mediterraneus
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

Mediterraneus » Antwort #24 am:

sowas Professionelles hab ich nicht. Mein Winterschutz schaut allesamt Schei.e aus. Das war Weranders :DIch war der mit den Dachziegeln überall im Garten 8)Geht aber auch bei Primeln. Wobei bei ner ordinären Primel käm ich jetzt nie auf die Idee, da was schützen zu wollen, Primel ts ts
LG aus dem südlichen Main-Viereck
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pearl
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

pearl » Antwort #25 am:

wie hast du es wieder mal genau getroffen! Stimmt! Primeln sollten locker und unbeschwert und wie zufällig im Frühling hier und dort und da auftauchen und den Rest des Jahres übersehen werden. Die Engländer dagegen haben 4 eigenständige Gesellschaften auf ihrer Insel und kultivieren die Primeln in Töpfen unter Glas mit Unmengen von Düngern um dann Wettkämpfe zu veranstalten. Auch ein Sport!
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

Mediterraneus » Antwort #26 am:

Hierzulande hat "Primel" eher Schimpfwortcharakter. Irgendwie zu Unrecht. Ich möchte aber trotzdem nicht den Ruf eines "Primelhätschlers" haben, auf gar keinen Fall! ;D
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Astrantia
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

Astrantia » Antwort #27 am:

Ich habe den Verdacht, dass bei den Primeln eben auch das gesamte "Umfeld" ihres Standortes eine Rolle dafür spielt, wie gut/schlecht sie sich halten. Ich meine, dass eine gewisse Luftfeuchtigkeit zur Wuchszeit nötig ist, aber auch wieder nicht so viel, dass bei üppigen Pflanzen Schimmel auftritt, also sollte doch auf eine gute Belüftung geachtet werden. Es sollte, vor allem mittags, Schatten geben, aber sie dürfen auch nicht überwachsen werden oder zu wenig Licht bekommen. Im Winter ist es von Vorteil, wenn nahe dabei Pflanzen (Gräser, zarte Farne) stehen, deren trockenes Laub einen lockeren Schutz bietet, ohne als verklatschte Masse auf den Primeln zu lagern. Ansonsten decke ich meine Primeln im Winter nicht speziell ab, es ist von Vorteil, wenn eher trockenes Laub (Buche, Eiche) im Herbst luftig an ihnen "hängenbleibt", zu weiches, großes Laub (Obstbäume, Pappel, Magnolie) kann eher zu Schimmel führen. Ich zupfe daher auch immer mal wieder in Tauperioden die glasigen, matschigen alten Primelblätter ab.Darüber hinaus ist sicher der dringende Rat, die Pflanzen nach der Blüte öfters mal zu teilen und dabei die dicklichen rausgewachsenen "Strunke" zu entfernen, von großem Nutzen. Ich habe Anfang der 80iger Jahre aus Saatgut der Vorbesitzer der heutigen Barnhaven-Nursery (Fam. Sinclair in Ipswich) viele wunderschöne Primeln aufgezogen. Bald danach blieb wegen Berufstätigkeit und Kinderaufzucht nur noch wenig Zeit für den großen Garten. Also verschob ich das Teilen von Jahr zu Jahr. Die Primeln wurden immer mickriger und verschwanden dann nach ca. 4 - 5 Jahren völlig, jammerschade, und für mich immer noch irgendwie blamabel. Ich bemüh mich nun, in der Hinsicht aufmerksamer zu sein.Dass "hochgezüchtete" Exemplare langfristig geringere Chancen haben, mag stimmen, ist ja auch kein Wunder, da bei der Selektion vor allem äußerliche Eigenschaften im Vordergrund stehen. Doch kann es eben manchmal unverhofft Eigenschaftskombinationen geben, die (vermutlich ungeplant) mit besserer Widerstandfähigkeit einhergehen: als Beispiel verweise ich auf die weißblau porzellanigen Riesen-Acaulis-Exemplare, die ich mir immer aus den quietschebunten Frühsortimenten aussuche ( s. Primeln 2010, S. 13/14, # 194 - 197) und die auch den letzten Winter (2011/12) zu einem annehmbaren Prozentsatz überlebten. Alle anderen Farben aus diesem Ostereierprogramm scheinen nicht so stark zu sein.Auch würde ich die Jessicas nicht zu den Empfindlichen dazurechnen. Da, wo ich ihnen ein bisschen Beachtung schenke, immer mal etwas freizupfe und ein bisschen Toamtendünger spendiere, halten sie sehr schön durch, über Jahre hinweg. Die Cowichanartigen mit hellem Laub, die neuerdings auch oft vorgezogen angeboten werden, sind genauso wie die unterschiedlichen Gold-Laced-Formen bei mir weniger langlebig. Exemplare mt kräftiger grünem, sogar dunklem Laub sind dagegen widerstandsfähiger.Ich habe aber auch den Eindruck, dass nicht so sehr das Fehlen genetisch bedingter Eigenschaften dafür ursächlich ist, sondern dass es eher daran liegt, dass sie so sehr früh im Jahr vorgezogen wurden. Wenn draußen noch wenig Licht, kurze Tage, harscher Wind und total kalter Boden vorherrschen, schleppe ich die nach Hause, versuche, sie in einem kalten Raum bei künstlicher Beleuchtung solange bei Laune zu halten, bis ich sie rauspflanzen kann, und das hängt ihnen dann das ganze Jahr über nach. Diese wirklich schönen Pflanzen bekommt man aber gar nicht mehr, wenn die eigentliche Primelzeit gekommen ist und es unter natürlichen Bedingungen losgeht. Da spielt nachvollziehbarerweise die Vermarktbarkeit eine große Rolle. Wahrscheinlich hat man dann mehr Glück, wenn man selber aussät und aufzieht, so dass die Pflanzen dann entsprechend abgehärtet sind. Oder man erfreut sich einfach an den Vorfrühlingsboten, solange es geht, und betrachtet es als habe man einen Blumenstrauß gekauft. Wenn später Übersiedlung in den Garten dann wider Erwarten doch was bringt, hat man eben noch eine zusätzliche Freude.Im übrigen muss man sich wohl damit abfinden, dass es bestimmten Pflanzengruppen im eigenen Garten gut gefällt, dass andere sich aber dauerhaft trotz aller Zuwendung einfach verweigern. So bekommt meine Schwester immer ganz wehmütige Augen, wenn sie meine Hamburger Primeln sieht, ich dagegen hätte gerne so viele schöne Leberblümchen wie sie in ihrem fränkischen Garten. Müssen wir uns halt besuchen!Liebe Grüße Barbara
sarastro

Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

sarastro » Antwort #28 am:

Ostereierprogramm finde ich gut! :o ;D Ansonsten kann ich dich nur bestärken.
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pearl
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Re:Primula x polyantha "Captain Blood " wer kann mir dazu was sagen ?

pearl » Antwort #29 am:

wie auch immer. Meine Cowichans habe ich in großen Mengen aus Samen gezogen und sie haben auch ein paar Jahre sehr erfreut. Mit regelmäßigen Risslingen von bewurzelten Rosetten habe ich den Bestand hübsch vergrößern können. Satter Lehmboden und völlige Beschattung im Sommer als Schutz vor Austrocknung, und doch! Ein oder zwei wirklich kalte Winter und perdu!Wir hätten sonst in den Gärten sehr viel mehr von diesen Sorten, die auch in der Bornimer Gärtnerei 1928 schon angeboten wurden.Die Primula x pruhoniciensis sind auch im Garten Pruhonice ganz verschwunden. Sollen sich die Floristen und die Engländer um diese Primeln kümmern! >:(
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