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Wachsen Wurzeln im Winter? (Gelesen 9247 mal)
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Qualitatives Wachstum hat keine Grenzen. 6b
Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Stamm und Wurzeln enthalten reichlich gespeicherte Energie. Wurzelwachstum wäre einer der Wege wohin aufgenommenes Wasser hingeht auch das Pilzmyzel transportiert Wasser und Nährstoffe..
Was 'Du wohl meinst ist der übliche Weg der Verdunstung über das Laub. Der wird im Winter kaum stattfinden aber warum soll im ungefrorenen Boden nicht die 'Stärke und der Zucker der im Stammgewebe vorliegt nicht zu Wachstum umgesetzt weerden.
Ich habe ja schon öfter im Herbst Winter gesetztes wieder ausgegraben weil ich umzog oder was retten musste. Da waren reichlich neue Wurzeln. Vielleicht nicht so viele wie bei gesetzten Blumenzwiebeln weil über eine größere Fläche verteilt.
Was 'Du wohl meinst ist der übliche Weg der Verdunstung über das Laub. Der wird im Winter kaum stattfinden aber warum soll im ungefrorenen Boden nicht die 'Stärke und der Zucker der im Stammgewebe vorliegt nicht zu Wachstum umgesetzt weerden.
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Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.
Axel
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Qualitatives Wachstum hat keine Grenzen. 6b
Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Das in Stamm und Wurzeln reichlich Energie gespeichert ist kann man ganz offensichtlich daran sehen wie z. B. Zuckerahorn literweise Zuckersaft in die Krone schiebt, das man davon Eimerweise ernten kann. Wo soll der herkommen wenn nicht aus Speichern im lebenden Gewebe.
Die sind da noch völlig laublos.
Man muß also kein Universalgelehrter sein, nur die paar Informationen die man hat miteinander verknüpfen.
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Manchmal hinterfragt man bzw. ich eigenes Erfahrungswissen nicht, ich pflanze ja fast nur noch im Herbst, um das dann stattfindende Wurzelwachstum auszunutzen, damit die Pflanzen bei eventueller und immer häufigerer Frühjahrsdürre schon relativ etabliert sein können.
Ich hatte immer das Bild von durchgehenden Röhren vor Augen, wo der Wassertransport aus den Wurzeln nach oben abläuft, wenn Blätter Wasser verdunsten und dadurch Unterdruck in der Röhre entsteht.
Vor längerem wurde schonmal über den Wassertransport irgendwo hier diskutiert, da hat auch, wenn ich mich recht erinnere, jemand geschrieben, dass die Wurzeln einen aktiven Druck von sich aus produzieren können, ohne Verdunstungssaugeffekt - und die Safternte bei Zuckerahorn ist da das perfekte Beispiel.
Aber dieser Saftdruck entwickelt sich erst gegen Winterende, was ist davor?
Wie wird der “angeschaltet”?
Wie wird der Druck erzeugt?
Du meinst, das Wasser, das im Winter von den wachsenden Wurzeln laubloser Pflanzen aufgenommen wird, wird erstmal in eben dieses Wurzelwachstum gesteckt?
Das wäre eine logische Erklärung.
partisaneng hat geschrieben: ↑3. Feb 2023, 18:26
… Wurzelwachstum wäre einer der Wege wohin aufgenommenes Wasser hingeht ...
Was 'Du wohl meinst ist der übliche Weg der Verdunstung über das Laub. Der wird im Winter kaum stattfinden …
Ich hatte immer das Bild von durchgehenden Röhren vor Augen, wo der Wassertransport aus den Wurzeln nach oben abläuft, wenn Blätter Wasser verdunsten und dadurch Unterdruck in der Röhre entsteht.
Vor längerem wurde schonmal über den Wassertransport irgendwo hier diskutiert, da hat auch, wenn ich mich recht erinnere, jemand geschrieben, dass die Wurzeln einen aktiven Druck von sich aus produzieren können, ohne Verdunstungssaugeffekt - und die Safternte bei Zuckerahorn ist da das perfekte Beispiel.
Aber dieser Saftdruck entwickelt sich erst gegen Winterende, was ist davor?
Wie wird der “angeschaltet”?
Wie wird der Druck erzeugt?
Du meinst, das Wasser, das im Winter von den wachsenden Wurzeln laubloser Pflanzen aufgenommen wird, wird erstmal in eben dieses Wurzelwachstum gesteckt?
Das wäre eine logische Erklärung.
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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Qualitatives Wachstum hat keine Grenzen. 6b
Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Vermutlich ist das ganze viel einfacher. Der Kapillareffekt der auch meine 20 cm hohen Inseln feucht hält wird in den feinen Röhren viel höher funktionieren.
Ich nehme an das höherwachsende Pflanzen den nur ein wenig bremsen müssen. Eindicken der Säfte hätte so einen Effekt. und wäre gleichzeitig ein guter Frostschutz.
Würde mich auch interessieren wie die unterschiedlichen Gewächse das jeweils machen. Auf jeden Fall geschieht sowas.
Zuckersaft kann man von vielen Ahornen und anderen Bäumen ernten.
Im Frühling scheinen die Wurzeln so richtig Wasser aufzunehmen der dann in den Kapillaren aufsteigt. Der Saft ist dann sehr dünnflüssig/süß und hat teilweise einen unglaublichen Druck. Vielleicht gibt es sogar sowas wie ein Pumpsystem oder noch mehr Faktoren die ich mir erst nach längerem Nachdenken vorstellen kann.
Oder auch gar nicht, denn ich bin ganz gewiss kein Universalgelehrter. 8)
Ich habe einmal versucht Fächerahorn auf einen normalen zu veredeln. Der Frühlingsaftdruck hat die feste zig-fache Bastverbindung gesprengt und die Reiser rausgeschoben.
Ich nehme an das höherwachsende Pflanzen den nur ein wenig bremsen müssen. Eindicken der Säfte hätte so einen Effekt. und wäre gleichzeitig ein guter Frostschutz.
Würde mich auch interessieren wie die unterschiedlichen Gewächse das jeweils machen. Auf jeden Fall geschieht sowas.
Zuckersaft kann man von vielen Ahornen und anderen Bäumen ernten.
Im Frühling scheinen die Wurzeln so richtig Wasser aufzunehmen der dann in den Kapillaren aufsteigt. Der Saft ist dann sehr dünnflüssig/süß und hat teilweise einen unglaublichen Druck. Vielleicht gibt es sogar sowas wie ein Pumpsystem oder noch mehr Faktoren die ich mir erst nach längerem Nachdenken vorstellen kann.
Oder auch gar nicht, denn ich bin ganz gewiss kein Universalgelehrter. 8)
Ich habe einmal versucht Fächerahorn auf einen normalen zu veredeln. Der Frühlingsaftdruck hat die feste zig-fache Bastverbindung gesprengt und die Reiser rausgeschoben.
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
So, das liess mir jetzt doch keine Ruhe:
Wie gelangt das Wasser in die Pflanzen?
Der Wassertransport mittels Transpiration in Verbindung mit Kapillareffekt verbraucht keine Energie.
Auch interessant:
“…Noch nicht vollständig verstanden ist, warum die Flüssigkeitssäule in den Gefäßen des Baumes zusammenhängend bleibt und nicht abreißt - stellenweise treten große negative Drücke auf! Bei Experimenten an Bäumen wurden tatsächlich Gasembolien beobachtet – die konnten aber vom Baum wieder „repariert“ werden.”
Und nun der Wurzeldruck:
“…Wenn reichlich Wasser vorhanden ist und kein Wasser durch Transpiration entfernt wird, kann sich im Zentralzylinder ein positiver, hydrostatischer Druck aufbauen, der Wurzeldruck. Der Caspary-Streifen verhindert hier wie eine Dichtung, dass sich der Druck ausgleicht, indem das Wasser zurück in das Rindenparenchym fließt. Somit steigt das Wasser an. Auf welche Weise genau der Wurzeldruck aufgebaut wird, ist noch nicht exakt geklärt, auf jeden Fall ist für seine Erzeugung Energie nötig. Wahrscheinlich entsteht er durch die sekundär aktive Einlagerung von anorganischen Ionen in die Leitgefäße des Xylems aus dem Xylemparenchym. Der Wurzeldruck beträgt im Normalfall 0,1 MPa,[5]:239 bei einigen Arten, wie der Tomate jedoch auch über 0,6 MPa.
…
Im Normalfall überwiegt in der Nacht der Wurzeldruck, nach Sonnenaufgang jedoch schnell der Transpirationssog.
…
Auch ohne Transpiration existiert ein interner Wasserstrom, der als Ionentransport vollständig ausreicht. Dieser kommt zustande durch den Wurzeldruck, Wachstumswasser und den internen Wasserkreislauf in Phloem und Xylem sowie Guttation in speziellen Fällen. Wachstumswasser ist Wasser, das der Volumenvergrößerung der Pflanze dient. Dieses kann gerade bei krautigen Pflanzen insbesondere in Phasen des Wachstums einen erheblichen Anteil ausmachen, beim Mais z. B. 10–20 % des Transpirationswassers. Der interne Wasserkreislauf in Phloem und Xylem wird dadurch erzeugt, dass Wasser im Xylem nach oben und zu den Spitzen fließt, im Phloem jedoch für den Assimilattransport in umgekehrter Richtung und beide Systeme miteinander verbunden sind. Somit dient die Transpiration wohl nicht in erster Linie dem Transport, sondern ist schlicht unvermeidlich, speziell durch die unumgängliche Aufnahme von Kohlenstoffdioxid.[8] “
(Wassertransport in Pflanzen)
Jetzt versuche ich noch rauszufinden warum und wie stark Wurzeln laubloser Pflanzen im Winter wachsen :)
Wie gelangt das Wasser in die Pflanzen?
Der Wassertransport mittels Transpiration in Verbindung mit Kapillareffekt verbraucht keine Energie.
Auch interessant:
“…Noch nicht vollständig verstanden ist, warum die Flüssigkeitssäule in den Gefäßen des Baumes zusammenhängend bleibt und nicht abreißt - stellenweise treten große negative Drücke auf! Bei Experimenten an Bäumen wurden tatsächlich Gasembolien beobachtet – die konnten aber vom Baum wieder „repariert“ werden.”
Und nun der Wurzeldruck:
“…Wenn reichlich Wasser vorhanden ist und kein Wasser durch Transpiration entfernt wird, kann sich im Zentralzylinder ein positiver, hydrostatischer Druck aufbauen, der Wurzeldruck. Der Caspary-Streifen verhindert hier wie eine Dichtung, dass sich der Druck ausgleicht, indem das Wasser zurück in das Rindenparenchym fließt. Somit steigt das Wasser an. Auf welche Weise genau der Wurzeldruck aufgebaut wird, ist noch nicht exakt geklärt, auf jeden Fall ist für seine Erzeugung Energie nötig. Wahrscheinlich entsteht er durch die sekundär aktive Einlagerung von anorganischen Ionen in die Leitgefäße des Xylems aus dem Xylemparenchym. Der Wurzeldruck beträgt im Normalfall 0,1 MPa,[5]:239 bei einigen Arten, wie der Tomate jedoch auch über 0,6 MPa.
…
Im Normalfall überwiegt in der Nacht der Wurzeldruck, nach Sonnenaufgang jedoch schnell der Transpirationssog.
…
Auch ohne Transpiration existiert ein interner Wasserstrom, der als Ionentransport vollständig ausreicht. Dieser kommt zustande durch den Wurzeldruck, Wachstumswasser und den internen Wasserkreislauf in Phloem und Xylem sowie Guttation in speziellen Fällen. Wachstumswasser ist Wasser, das der Volumenvergrößerung der Pflanze dient. Dieses kann gerade bei krautigen Pflanzen insbesondere in Phasen des Wachstums einen erheblichen Anteil ausmachen, beim Mais z. B. 10–20 % des Transpirationswassers. Der interne Wasserkreislauf in Phloem und Xylem wird dadurch erzeugt, dass Wasser im Xylem nach oben und zu den Spitzen fließt, im Phloem jedoch für den Assimilattransport in umgekehrter Richtung und beide Systeme miteinander verbunden sind. Somit dient die Transpiration wohl nicht in erster Linie dem Transport, sondern ist schlicht unvermeidlich, speziell durch die unumgängliche Aufnahme von Kohlenstoffdioxid.[8] “
(Wassertransport in Pflanzen)
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Durch hohe Zucker- und Salzkonzentrationen in den Zellen der Wurzeln strömt durch Osmose Wasser von außen in die Zelle, dadurch wird der Turgordruck der Pflanze aufgebaut.
Beim Ahorn ist er im Frühjahr nach Anschnitt durch bluten sichtbar, im Winter findet der Fluss aber nicht so deutlich statt, weil da das aktive Wurzelwachstum sehr stark verlangsamt ist, also weniger aktive Wurzelhährchen gebildet werden. Wenn Tageslänge und/oder Temperatur stimmen und damit Hormone umgebildet werden, verstärkt sich das Wachstum der Wurzelspitzen, wodurch die aktive Oberfläche, welche Osmose betreiben kann, deutlich ansteigt und so auch die Menge an bewegter Flüssigkeit zunimmt. Das Frühjahrsbluten. In wie weit diese Flüssigkeiten mit Zuckern und anderen Chemikalien angereichert sind, ist nochmal Pflanzenartabhängig. Es können ja einige Liter zusammenkommen, die auch beachtliche Stoffmengen befördern können, sonst gäbe es auch keinen eingedickten Ahornsirup.
Werden weitere Hormone umgebildet und so die relativen Konzentrationen der einzelnen Hormone zueinander verschoben, geht es dann weiter mit Blüten- oder Blattaustrieb durch Zellstreckung. Die Zellen sind schon im Sommer davor im Meristem der Knospen gebildet worden, aber durch Hormone am Streckenwachstum gehindert worden und damit der Austrieb in die nächste Vegetationsperiode verlagert.
Beim Ahorn ist er im Frühjahr nach Anschnitt durch bluten sichtbar, im Winter findet der Fluss aber nicht so deutlich statt, weil da das aktive Wurzelwachstum sehr stark verlangsamt ist, also weniger aktive Wurzelhährchen gebildet werden. Wenn Tageslänge und/oder Temperatur stimmen und damit Hormone umgebildet werden, verstärkt sich das Wachstum der Wurzelspitzen, wodurch die aktive Oberfläche, welche Osmose betreiben kann, deutlich ansteigt und so auch die Menge an bewegter Flüssigkeit zunimmt. Das Frühjahrsbluten. In wie weit diese Flüssigkeiten mit Zuckern und anderen Chemikalien angereichert sind, ist nochmal Pflanzenartabhängig. Es können ja einige Liter zusammenkommen, die auch beachtliche Stoffmengen befördern können, sonst gäbe es auch keinen eingedickten Ahornsirup.
Werden weitere Hormone umgebildet und so die relativen Konzentrationen der einzelnen Hormone zueinander verschoben, geht es dann weiter mit Blüten- oder Blattaustrieb durch Zellstreckung. Die Zellen sind schon im Sommer davor im Meristem der Knospen gebildet worden, aber durch Hormone am Streckenwachstum gehindert worden und damit der Austrieb in die nächste Vegetationsperiode verlagert.
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
warum wollt ihr das eigentlich wissen?
.
Ja, Wurzeln wachsen im Winter. Punkt.
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Ja, Wurzeln wachsen im Winter. Punkt.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
— Robert M. Sapolsky
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Frühjahr und Herbst
Edit: Beispiel der Wurzelwachstumskurven im Jahresverlauf mit Rasengräsern, lässt sich so auch auf Gehölze übertragen:
https://rasengesellschaft.de/rasenthema-detailansicht/rasenthema-m%C3%A4rz-2018.html
Edit: Beispiel der Wurzelwachstumskurven im Jahresverlauf mit Rasengräsern, lässt sich so auch auf Gehölze übertragen:
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
pearl hat geschrieben: ↑3. Feb 2023, 20:56
warum wollt ihr das eigentlich wissen?
.
Ja, Wurzeln wachsen im Winter. Punkt.
Reine Neugierde.
“…Das Wurzelwachstum fängt an, wenn die Bodentemperatur über 7 °C ragt. …”
Also ist im Oktober, November und sogar Dezember die Bodentemperatur noch so, dass Wurzelwachstum stattfinden kann.
Im Rasenwurzelschema ist der Januar im Prinzip der “Ruhemonat”.
Wahrscheinlich spielt das von Nox erwähnte Kappen von Wurzeln beim Pflanzen auch eine große Rolle, weil die Pflanze darauf reagiert und den Verlust ersetzen will.
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Das steht da so nicht. Die Angaben beziehen sich auf die Bodentemperatur im Frühjahr.Gartenplaner hat geschrieben: ↑3. Feb 2023, 21:24Also ist im Oktober, November und sogar Dezember die Bodentemperatur noch so, dass Wurzelwachstum stattfinden kann.
Das ist also als eine Behauptung von dir zu werten. Und für die findest du wahrscheinlich keine Beweise.
Weil die Steuerung von Wachstum ist etwas komplexer wie nur die Temperatur. Wie weiter oben schon erklärt, Tageslängen usw spielen da alles mit rein.
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Ich finde das alles super interessant. Wie gesagt Pur bildet. Darüber hatte ich mir ehrlich gesagt vorher noch nie Gedanken gemacht. Danke für die Erläuterungen. Nur eine Frage hab ich auch noch, woran erkenne ich an einer Wurzel, ob sie im Wachstum ist, sind da immer weiße Wurzelspitzen?
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Ja.
Ich bezog mich auf den Artikel bezüglich Obstbaumpflanzung, aus dem auch die Angabe stammt, dass das Wurzelwachstum (bei Bäumen) erst über 7 Grad richtig einsetzt und der mit einem Diagramm der Bodentemperaturen in 10cm Tiefe von März, April und Mai der Jahre 96-2001 erläutert, dass im März oft die Bodentemperatur noch zu niedrig ist und die Wurzeln nicht in Gang kommen.
Ja, ich ziehe selber den Schluss, dass im Oktober und November die Bodentemperatur in 10cm Tiefe noch über 7 Grad liegt, das ist ja auch immer eins der Argumente für Herbstpflanzung.
Ich bezog mich auf den Artikel bezüglich Obstbaumpflanzung, aus dem auch die Angabe stammt, dass das Wurzelwachstum (bei Bäumen) erst über 7 Grad richtig einsetzt und der mit einem Diagramm der Bodentemperaturen in 10cm Tiefe von März, April und Mai der Jahre 96-2001 erläutert, dass im März oft die Bodentemperatur noch zu niedrig ist und die Wurzeln nicht in Gang kommen.
Ja, ich ziehe selber den Schluss, dass im Oktober und November die Bodentemperatur in 10cm Tiefe noch über 7 Grad liegt, das ist ja auch immer eins der Argumente für Herbstpflanzung.
Amur hat geschrieben: ↑3. Feb 2023, 12:54
…
Dazu kommt noch dass die Temperaturschwankungen im Boden ja bei weitem nicht so gross sind wie in der Luft.
Bereits 20cm im Boden kommt alles sehr verzögert und gedämpft an.Und in 1m Tiefe handelt es sich nur um ein paar Grad Schwankungen von Herbst (am wärmsten) zum Frühjahr (am kältesten).…
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
solosunny, gute Frage, nutze ich gleich um meine Aussage in #24 näher zu erläutern, weil könnte mißverstanden werden.
Also Wachstum findet immer statt, die Pflanze ist im Winter ja nicht tot. Es muss aber eine gewisse Intensität haben, um zB mit dem Auge sichtbar oder für die gesteigerte Massenzunahme der Pflanze relevant zu werden. Also man kann da von 2 verschiedenen Sachen reden, das bringt uns hier aber nicht weiter sondern verklompliziert nur. Fürs prinzipielle Verständnis Beitrag #20 ruhig 2 mal lesen und der Link von Gartenplaner beschreibt die Lösung für das Problem des Ungleichgewichtes von zu wenig aktive Wurzel für zu viel aktiven Spross.
Im Bild ist eine Apfelwurzel Mitte/Ende März 2022. Die hellen Zonen an den Spitzen sind erkennbar, aber nicht reinweiß, sondern schon etwas gelblich und auch nicht besonders stark ausgeprägt und sehr gedrungen zwischen den einzelnen Verzweigungen. Deutlich ist auch zu erkennen, das an den flachen Wurzeln, die mehr Wärme nahe der Bodenoberfläche abbekommen haben, mehr los ist als weiter unten. Die gelbe Färbung kommt auch mit der Alterung, und so sieht man auch hier, das da ein massives Problem vorliegt. Also ein Vereckling, im Bild ist auch die Infektion am Stamm knapp über den Wurzeln erkennbar, das dürfte die Ursache fürs mickern gewesen sein. Ein Todeskandidat.
Sind die Wurzeln gesund, sind sie reinweiß und abhängig von der Wachstumsgeschwindigkeit kann man auch mal 2-3cm lange weiße vitale Wurzelspitzen erkennen, die stechen tatsächlich ins Auge.
Also Wachstum findet immer statt, die Pflanze ist im Winter ja nicht tot. Es muss aber eine gewisse Intensität haben, um zB mit dem Auge sichtbar oder für die gesteigerte Massenzunahme der Pflanze relevant zu werden. Also man kann da von 2 verschiedenen Sachen reden, das bringt uns hier aber nicht weiter sondern verklompliziert nur. Fürs prinzipielle Verständnis Beitrag #20 ruhig 2 mal lesen und der Link von Gartenplaner beschreibt die Lösung für das Problem des Ungleichgewichtes von zu wenig aktive Wurzel für zu viel aktiven Spross.
Im Bild ist eine Apfelwurzel Mitte/Ende März 2022. Die hellen Zonen an den Spitzen sind erkennbar, aber nicht reinweiß, sondern schon etwas gelblich und auch nicht besonders stark ausgeprägt und sehr gedrungen zwischen den einzelnen Verzweigungen. Deutlich ist auch zu erkennen, das an den flachen Wurzeln, die mehr Wärme nahe der Bodenoberfläche abbekommen haben, mehr los ist als weiter unten. Die gelbe Färbung kommt auch mit der Alterung, und so sieht man auch hier, das da ein massives Problem vorliegt. Also ein Vereckling, im Bild ist auch die Infektion am Stamm knapp über den Wurzeln erkennbar, das dürfte die Ursache fürs mickern gewesen sein. Ein Todeskandidat.
Sind die Wurzeln gesund, sind sie reinweiß und abhängig von der Wachstumsgeschwindigkeit kann man auch mal 2-3cm lange weiße vitale Wurzelspitzen erkennen, die stechen tatsächlich ins Auge.
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Danke für die ausführliche Antwort, ich werde demnächst mal die Lupe mit in den Garten nehmen
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Re: Wachsen Wurzeln im Winter?
Bei Containerwurzelballen hat man oft die weißen, im Wachstum befindlichen Wurzelspitzen am äußeren Rand des Wurzelballens, also an der Topfinnenseite, die älteren, nur noch durchleitenden und verankernden Wurzeln im Inneren des Wurzelballens, wenn man den auflockert.
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