Ich mach diese “Überwinterungsform” inzwischen.
Bzw. im Endeffekt hauptsächlich meine Mutter, ich bin von November bis Ende Februar nicht vor Ort.
Bis vor kurzem hab ich im November dann alles reingestellt und so verbrachte alles den Winter in einem Raum der ehemaligen Stallungen, obwohl ungeheizt bislang in den letzten Jahren nie unter 3 Grad plus, aber mit nur 2 recht kleinen, rechteckigen Fenstern im Garagentor.
Auch zu der Zeit war es nur für wenige Pflanzen, ein Lorbeer-Kugelbäumchen, ein Pteris wallichiana, der partout draußen nicht gut überwintern wollte, und immer mal einige Pflanzen, die temporär im Topf sind, weil mir das Risiko einer Herbstpflanzung trotz Klimawandel zu hoch ist und ich sie deshalb nur im Frühjahr auspflanze.
Allerdings topfe ich inzwischen alles in meinen Gartenboden - und schon mittlere Topfgrößen sind meiner Mutter zu schwer, das hatten wir vorletzten Herbst getestet.
Nun stehen alle zusammen - der Kugellorbeer ist allerdings viel zu schwer und groß , der bleibt weiterhin von November bis Ende Februar durchgehend drin, der verträgt das aber auch recht gut - auf einem (oder zweien) Möbelrollbrett mit recht großen Rädern und so einer Grifföffnung an jeder Seite im dauerschattigen Gartenhof.
Von da geht’s ebenerdig in einen weiteren Raum der ehemaligen Stallungen, die Tür hat allerdings auch am Boden keine Anschlagschiene.
Durch die großen Räder lässt sich das Rollbrett recht gut über die ungleichmäßige Oberfläche der gespaltenen Terrassennatursteinplatten ziehen, trotz Gewicht der Töpfe.
Meine Mutter nutzt sogar so einen Greifer, um was aufzuheben, und “greift” damit den äußeren Rand der Grifföffnung und kann dann so das Rollbrett samt Besatzung problemlos in den Stallungsraum ziehen.
Der ist zwar ebenfalls nicht geheizt, die Temperatur fällt aber bislang ebenfalls nie unter 3 Grad.
Die letzten Jahre schaute meine Mutter unsere lokalen Nachrichten samt Wettervorhersage mit Nachttemperaturen und zog je nachdem, ob Nachtfrost drohte, das Rollbrett rein oder eben nicht.
Letzten Sommer hab ich ein Innen-Außenthermometer mit Funksensor angeschafft, da kann sie nun später abends checken, wie die Temperatur am Boden des Gartenhofes aussieht - über 6 Grad und kein sternenklarer Himmel, kein Bedarf, das Rollbrett reinzuholen, wenn dann allerdings schon unter 5 Grad, oder eben Laut Wetterprognose eine sternenklare Nacht, reinholen.
Ist halt aufwändiger, aber die Pflanzen waren allesamt dankbar, der Pteris behielt alle alten Wedel, während sie bei dauerhaftem Innenaufenthalt immer zügig alle abstarben, eine Fuchsie wuchs sogar fleißig weiter, so dass ich im Frühjahr sogar einen größeren, üppiger belaubten “Busch” auspflanzen konnte, als ich im Herbst spontan ergattert hatte!
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Rein-Raus-Überwinterung (Gelesen 307 mal)
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Re: Rein-Raus-Überwinterung
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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