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Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 10:39
von goworo
Nach meiner Erfahrung braucht L. muscari einfach mehr Licht zum Blühen als L. spicata. Ich habe hier sauren Sandboden. L. spicata wächst z.B. großflächig im Halbschatten unter einer Magnolie und blüht auch, wobei die Blüte sowohl farblich als auch in der Größe weniger auffällig ist. (Im Frühjahr wird mit der Sense zurückgeschnitten). L. muscari wächst unter ähnlichen Bedingung (vielleicht noch ein wenig schattiger) und blüht nicht. Ich habe jetzt mal in einen sonnigeren Bereich umgepflanzt.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 10:44
von IrisLost
Danke für die Info, Goworo! Dann werde ich die hiesigen Liriope-Pflanzen mal mit etwas Kaffeesatz versorgen.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 11:13
von Gänselieschen
Ich habe mir zwei Liriope aus England mitgebracht, Sorte weiß ich nicht, lila, und ich könnte auch mal schauen, ob nicht doch ein Schildchen mit mehr Infos irgendwo steckt. Eine ging rasch ein und die andere wächst wie o.g. streng horstig im Schatten. Hin und wieder wird dort auch bewässert. Sie blüht seit nunmehr 8 Jahren zuverlässig, wird aber nur sehr langsam größer. Ich finde es besonders schön, dass sie immergrün sind. Die sehen auch im Winter noch nett aus.

In diesem Jahr habe ich auf der Staudenbörse im Boga eine weiße Liriope erstanden. Die sollen nicht so willig sein, wie die in Lila. Habe sie direkt daneben gesetzt, denn der Standort scheint ja gut zu klappen. Keine Düngung bisher. Vielleicht gebe ich ihr etwas Schutz im Winter.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 11:40
von Gänselieschen
Ich las jetzt wirklich im Netz den Anspruch: kalkfrei!

Teilen im Frühling. Vielleich mache ich das ja, um zu mehr Material zu kommen... denn die Pflanzen sind anscheinend durchaus teuer.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 12:08
von Gartenplaner
Danke für den Hinweis mit dem Licht - ich hab einige Liriope in der “Shrubbery” und die wenigsten blühen.

Zu “kalkfrei” kann ich nur sagen, dass sie das bei mir nicht bekommen können, kalkhaltiger Lehm, ob sie dadurch weniger wachsen/blühen, kann ich nicht beurteilen, “krank” sehen sie nicht aus.

Letztes Jahr hab ich Liriope muscari ‘Okina’ von nem Pflanzenmarkt mitgenommen:

Bild

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 12:54
von Staudo
Gänselieschen hat geschrieben: ↑8. Okt 2026, 11:40Teilen im Frühling.
Die Pflanzen treiben jetzt frische Wurzeln. Ich teile meine Bestände im August/September. Bereits jetzt haben sie frische Wuzeln.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 12:55
von Gänselieschen
Das sind ja gleich mehrere Pflänzchen im Topf, super. Dann kannst du gleich eine kleine Fläche unterpflanzen. Bei mir war nur eine Pflanze im Topf.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 14:14
von Gänselieschen
Staudo hat geschrieben: ↑8. Okt 2026, 12:54
Gänselieschen hat geschrieben: ↑8. Okt 2026, 11:40Teilen im Frühling.
Die Pflanzen treiben jetzt frische Wurzeln. Ich teile meine Bestände im August/September. Bereits jetzt haben sie frische Wuzeln.
O.k. der Tipp vom Experten - dann werde ich es so tun - danke Staudo!

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 14:36
von IrisLost
Danke auch von mir, Staudo: Beruhigend zu lesen daß das Teilen im Herbst doch nicht soooo verkehrt gewesen sein kann :)

Gänselieschen, auf den Hinweis, daß Liriopen niedrigere pH-Werte bevorzugen, bin ich auch erst durch Goworos Post gestoßen und hatte dann auch eine Bestätigung im Netz gefunden. Hoffentlich klappt es, mit Einmischen von Kaffeesatz in´s Substrat den Kalkgehalt des Lehms etwas zu neutralisieren: Versuch macht kluch...

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 15:01
von Gartenplaner
Wie geschrieben, in meinem kalkhaltigen Lehm mit pH 7,4 sehen sie absolut zufriedenstellend aus.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 15:57
von Staudo
Kalk oder nicht Kalk wird hoffnungslos überbewertet. Es gibt ein paar Moorbeetpflanzen, die wirklich kalkempfindlich sind.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 15:57
von Gartenlady
Meine uralte Liriope wollte nicht oder kaum blühen, bis ich hier gefragt habe, seither wird sie gedüngt und auch mit blauen Körnchen versorgt.
Standort ist ziemlich schattig, es wird bei Bedarf gegossen, vermutlich sauer, es gedeihen die Rhodos und Hortensien sind blau.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 17:05
von Acontraluz
Bei Lucens und Bender standen sie prachtvoll zusammen mit Hedis und Herbstkrokussen, wunderschön. Das kann also auch klappen.
Bei mir blühen sie trotz Lehmboden gut, brauchten aber Zeit.

Re: Liriope

Verfasst: 8. Okt 2026, 20:59
von AndreasR
Ich habe ja auch eher kalkhaltigen Boden, und Liriope muscari scheint das nichts auszumachen. Vielleicht erklärt es aber (neben der Trockenheit), dass L. spicata und auch der Schlangenbart eher zögerlich wachsen. Etwas Sonne scheint einer guten Blütenbildung jedenfalls zuträglich zu sein, meine am sonnigsten stehenden Exemplare blühen jedenfalls reicher als die etwas schattiger stehenden. Und ja, sie sind oft nicht ganz billig, allerdings habe ich auch schon mal drei Exemplare bei ALDI für sehr wenig Geld gefunden, als dort "Gräser" (u. a. diverse Carex) verkauft wurden, das war irgendwann im Spätsommer. Dieses Jahr habe ich nicht darauf geachtet, aber es lohnt sich, die Augen aufzuhalten, wenn's irgendwo Seggen und Co. zu kaufen gibt.