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Euphorbia species und Sorten (Gelesen 284632 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
- Staudo
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Re: Euphorbia species und Sorten
Schaut mal da. Die Vitalität variiert.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
- hobab
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Re: Euphorbia species und Sorten
Enrspricht, wie oft, nur teilweise meinen Erfahrungen- grifithii ist hier beispielsweise schwierig, was an der trockenen Region liegen mag. Die Versuche gehen meist nur über einen begrenzten Zeitraum und polychroma ist ja die ersten Jahre prima, nach vier, fünf verschwinden sie hier gerne. Klar gibt es aber regionale Unterschiede. Einige dürften überall gut funktionieren, wie sequieriana, bei soongarica bin ich bei, während der gut bewertete ‚Goldener Turm‘ komplett und mehrfach enttäuschte.
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Re: Euphorbia species und Sorten
Da habe ich ja mit Major eine gute Wahl getroffen.
Griffithii funktioniert bei meinem Sandboden auch nicht. Vielleicht sollte ich es mal mit Fireglow Dark Form probieren (**), oder ist die identisch mit Dixter, die hatte ich nämlich damals.
- Staudo
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Re: Euphorbia species und Sorten
E. griffithii wird im Nordosten nichts. In Weihenstephan dagegen war sie fast schon lästig. Früher wurde E. polychroma von den Gärtnern über Stecklinge vermehrt. Dabei wurden zwangsläufig langlebige Typen ausgelesen. Die anderen standen für den Stecklingsschnitt nicht mehr zur Verfügung.
'Major' und 'Midas' dürften solche Auslesen sein. Heute erfolgt die Vermehrung ganz überwiegend über Aussaat. Da haben auch kurzlebigere Typen ihre Chance.
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- Gänselieschen
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Re: Euphorbia species und Sorten
Ich habe auch eine Himalaya Wolfsmilch. War mal eine Forumspende, die mir mit der Anmerkung geschenkt wurde, dass sie extrem wüchsig sei. Ich hatte sie an den trockenen Teichrand gepflanzt. In den ersten beiden Jahren war sie wunderschön und extrem üppig. Dann wurden die Ausläufer, die sie bildet, immer kleiner und weniger. Und leider war der Standort insofern auch ungünstig, dass die Wiese rüber wächst zum Teich und die Ausläufer in die Wiese. ich dachte bisher, dass sie wegen der Wiesenkonkurrenz so geschwächelt hat.... nun also doch wieder der Sandboden.
Vor zwei Tagen habe ich gerade ca. vier neue vitale Ausläufer rausgepopelt und in ein anderes (sehr sandiges) Beet gesetzt.
Mit der neuen Information jetzt von dir, @ Staudo, muss ich wohl nochmal ran und sie zumindest komplett in gute Erde einsetzen.
Vor zwei Tagen habe ich gerade ca. vier neue vitale Ausläufer rausgepopelt und in ein anderes (sehr sandiges) Beet gesetzt.
- Gänselieschen
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Re: Euphorbia species und Sorten
Da schließe ich mich gleich mit einer Frage an. Ich habe mir im letzten Herbst von der Staudenbörse Euphorbia characias 'Silver Swan' mitgebracht. Ich konnte einfach nicht widerstehen. Die habe ich im Glashaus frostfrei überwintert und jetzt in einen größeren Topf gepflanzt. Eigentlich würde ich sie ja gern auspflanzen. Aber bei allem, was man so liest, wäre das vermutlich hier in Brandenburg nicht zielführend. Oder auspflanzen und für den Winter wieder topfen....
??
- Staudo
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Re: Euphorbia species und Sorten
Pflanze sie am besten halbschattig. 
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- Gänselieschen
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Re: Euphorbia species und Sorten
Und im Winter drin lassen und etwas schützen - obwohl sich das natürlich schlecht macht, da sie wintergrün ist.... 
Da fällt mir glatt ein Pflanzplätzchen ein, auf dem eine Päonie mickert, da es wohl wirklich zu wenig Sonne dort ist für sie.. da könnte sie gut leuchten und wäre sogar etwas geschützt

Da fällt mir glatt ein Pflanzplätzchen ein, auf dem eine Päonie mickert, da es wohl wirklich zu wenig Sonne dort ist für sie.. da könnte sie gut leuchten und wäre sogar etwas geschützt
- Mediterraneus
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Re: Euphorbia species und Sorten
Das ist hier auch so. Trockene Sommer mag sie nicht. Nicht sommerhart.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
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- hobab
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Re: Euphorbia species und Sorten
Characias ist in der Innenstadt gut, in den Randbezirken inzwischen leidlich winterhart, das panschierte Zeug ist allerdings ja immer etwas unrobuster. Major hatte ich auch einige vor 15 Jahren oder so, ein Unterschied zur Art war optisch schwer, bei der Langlebigkeit gar nicht feststellbar
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- Mediterraneus
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Re: Euphorbia species und Sorten
Die E. characias haben hier diesen Winter schwer gelitten, teils fallen dann große Pflanzen aus. Der Totalausfall zeigt sich meist erst im Frühjahr.
Aber es überleben meist jüngere Pflanzen oder Sämlinge, so dass sich die Pflanze erhält, jedoch halt nie am selben Platz. Am Fuß von Thuja, an der Wand einer Garage oder Schuppen, im Kiesstreifen am Haus... das sind so Stellen, wo die Pflanzen hier diesen Winter und schon viele davor überlebt haben.
Aber es überleben meist jüngere Pflanzen oder Sämlinge, so dass sich die Pflanze erhält, jedoch halt nie am selben Platz. Am Fuß von Thuja, an der Wand einer Garage oder Schuppen, im Kiesstreifen am Haus... das sind so Stellen, wo die Pflanzen hier diesen Winter und schon viele davor überlebt haben.
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- hobab
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Re: Euphorbia species und Sorten
Hier hatten wir gar keinen Ausfall,
Vermutlich wegen des trockenen Winters, der Januar war nass, aber die Nässe kam hauptsächlich als Schnee runter - was ungewöhnlich ist hier. Trotz der tiefen Temperaturen haben viel mehr Pflanzen überlebt als sonst, vermutlich wegen des Schnees.
Vermutlich wegen des trockenen Winters, der Januar war nass, aber die Nässe kam hauptsächlich als Schnee runter - was ungewöhnlich ist hier. Trotz der tiefen Temperaturen haben viel mehr Pflanzen überlebt als sonst, vermutlich wegen des Schnees.
Berlin, 7b, Sand
Re: Euphorbia species und Sorten
Hatte die E. stygiana spp santamariae letztes Jahr vermeintlich als x pasteurii oder eine winterharte Auslese der E. mellifera ausgepflanzt. Nachdem sie inzwischen zu einem 3-triebigen kleinen Baum gewachsen ist ist klar - das wird eine größere Nummer. Habe zwar bereits seit Jahren eine mannshohe eintriebige Pflanze im Topf, aber es freut mich umso mehr, dass sie -10° völlig schadlos und immergrün überstanden hat. Jeder Trieb schiebt aktuell zig Verzweigungen aus der Spitze. So viel zu angeblich so kälteempfindlichen atlantischen Endemiten.
E. margalidiana. Endemit von einem Meeresfelsen vor Ibiza. Angeblich ziemlich winterhart und völlig resistent gegen Trockenheit. Hatte sie den Winter über auf der Terrasse "vergessen". Kaum ausgepflanzt, kommen schon die Blüten. Leider sind die Informationen über sie recht rar, aber angeblich wächst sie wie eine kleine dendroides. Ich glaube, ich lasse sie mal aussamen - wer weiß, was bei meinem Wolfsmilch-Wahn Interessantes rauskommt.
Mein Liebling, die 'Portuguese Velvet'. Ist die Kompakteste aller characias und wächst als eine kniehohe perfekte Halbkugel. Leider ähnlich kurzlebig wie die Nominalform, deshalb starte ich gerade mit drei kleinen Pflanzen...und einer Vierten, die noch keinen Platz gefunden hat
E. margalidiana. Endemit von einem Meeresfelsen vor Ibiza. Angeblich ziemlich winterhart und völlig resistent gegen Trockenheit. Hatte sie den Winter über auf der Terrasse "vergessen". Kaum ausgepflanzt, kommen schon die Blüten. Leider sind die Informationen über sie recht rar, aber angeblich wächst sie wie eine kleine dendroides. Ich glaube, ich lasse sie mal aussamen - wer weiß, was bei meinem Wolfsmilch-Wahn Interessantes rauskommt.
Mein Liebling, die 'Portuguese Velvet'. Ist die Kompakteste aller characias und wächst als eine kniehohe perfekte Halbkugel. Leider ähnlich kurzlebig wie die Nominalform, deshalb starte ich gerade mit drei kleinen Pflanzen...und einer Vierten, die noch keinen Platz gefunden hat
Re: Euphorbia species und Sorten
Und das müsste die eigentliche winterharte mellifera sein. Ebenfalls schadlos durch den Winter gekommen trotz ungünstigem Standort. Interessant ist, dass sie offenbar wesentlich weniger Probleme mit kalter Nässe hat als Palisaden, die ja eher aus trockenen Mittelmeergegenden stammen. Und sie ist ebenfalls sehr kompakt für eine mellifera - Blütentriebe sind kaum 60cm hoch. Und starkwüchsig obendrein. Letztes Jahr war das noch ein kleiner Besen und heute wie gemalt.
Das müsste die 'Betten' sein. Sehr vermehrungsfreudig, die Ausläufer bleiben aber in der Nähe. Könnte ein guter Giersch-Schreck an trockenen Standorten sein.
Die rote ist angeblich eine 'Miners Merlot'. Habe sie aber noch an einer anderen Stelle ausgepflanzt und dort blüht sie in einem leuchtenden Kupferrot und hat dunkelrote Blätter, viel schöner als das Gelb hier auf dem Bild. Die auf dem Bild ist vom Dehner. Vermute also, dass bei der Sorte viele "Fälschungen" unterwegs sind.
Vorne ist eine kompaktere characias, ich glaube 'Humpty Dumpty'. Sehr unkompliziert in einem unglasierten Topf und steht fast völlig mineralisch. Denke, sie vertragem noch wesentlich mehr Frost, so lange sie nur extrem luftig und trocken stehen.
Das müsste die 'Betten' sein. Sehr vermehrungsfreudig, die Ausläufer bleiben aber in der Nähe. Könnte ein guter Giersch-Schreck an trockenen Standorten sein.
Die rote ist angeblich eine 'Miners Merlot'. Habe sie aber noch an einer anderen Stelle ausgepflanzt und dort blüht sie in einem leuchtenden Kupferrot und hat dunkelrote Blätter, viel schöner als das Gelb hier auf dem Bild. Die auf dem Bild ist vom Dehner. Vermute also, dass bei der Sorte viele "Fälschungen" unterwegs sind.
Vorne ist eine kompaktere characias, ich glaube 'Humpty Dumpty'. Sehr unkompliziert in einem unglasierten Topf und steht fast völlig mineralisch. Denke, sie vertragem noch wesentlich mehr Frost, so lange sie nur extrem luftig und trocken stehen.
- hobab
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Re: Euphorbia species und Sorten
Schöner Überblick! Die stygiana spp santamariae sieht interessant aus, mit der palmenartigen Anmutung. Hab diesen Winter eine schon höhere bourgeana (?) mal versuchsweise draußen gelassen, was sie nicht überlebt hat, die sind auch ein bissel so, halt leider wohl weniger schnell und hart.
Mellifera würd ich auch mitnehmen, wenn die mal wer auf nem Markt anbietet, obwohl ich die in England immer unglaublich öd fand. Was vermutlich daran lag, dass sie meist in diesen Standardgehölzmischungen stand.
Muss ich wohl neu überlegen.
Auch ‚Betten‘: wirkte auf mich immer wie ne leptosome cyparissas, aber wenn die auch so dicht kann, ist die auf jedenfall was! Danke für den Kick in die Vorurteile…
Mellifera würd ich auch mitnehmen, wenn die mal wer auf nem Markt anbietet, obwohl ich die in England immer unglaublich öd fand. Was vermutlich daran lag, dass sie meist in diesen Standardgehölzmischungen stand.
Muss ich wohl neu überlegen.
Auch ‚Betten‘: wirkte auf mich immer wie ne leptosome cyparissas, aber wenn die auch so dicht kann, ist die auf jedenfall was! Danke für den Kick in die Vorurteile…
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