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Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 10. Okt 2026, 20:10
von Drainagefan
Nox hat geschrieben: ↑10. Okt 2026, 19:32
Wenn Du die Pflanzen vollkommen in Aldi-Erde setzt, hättest Du vorher die Wurzeln auch nicht auszuspülen brauchen.
Die Aldi-Erde ist torffrei, das war der Grund. Ich glaube, ich hatte viele Probleme bei anderen Pflanzen wegen Torf.
Nach ca. 20cm geht es weiter mit vorhandener "Erde", das ist dann ein ziemlich steiniges Gemisch, sollte aber zu Blutstorchschnabel passen. Dort am Hang brennt die Sonne hin, da ist zu viel Drainage nicht gut, deswegen oben reine Erde. In ein paar Wochen kommt etwas Kies oben darauf, das soll Unkraut reduzieren und austrocknen verhindern.
Nox hat geschrieben: ↑10. Okt 2026, 19:32
Danach angiessen (am Hang kann man mit ein paar Steinen einen Giessrand bauen). Weiter geht es mit dem grünen Daumen, also nach Gefühl. Das kann Dir keiner hier im Forum per Kochrezept mitteilen. Jetzt im Herbst braucht man evt. garnicht mehr zu giessen. Die Pflanze zeigt es einem mit hängenden Blättern, ob sie Durst hat.
Der Hang ist für einen Gießrand viel zu steil. Die Länge ist ca. 2m. Oje, grünen Daumen habe ich beim Gießen keinen. Ich bin da immer zu vorsichtig. Ich tendiere ja auch zum Nichtgießen im Herbst. Ich habe 1 Woche zu spät die Lieferung erhalten. Ich glaube heuer wird da nicht mehr viel wurzeln, es ist zu kalt.
Weil du sagst, "hängende Blätter". Ich habe auch Geranium wallichianum 'Buxton's Variety' gesetzt, die waren bei Lieferung ziemlich vertrocknet. Denen tut Trockenheit mehr weh als Blut-Storchschnabel. Die Elke war bei Lieferung von der Feuchtigkeit ok. Interessant ist, dass die Buxton ca. 30cm lange liegende Triebe hatten, eigentlich sollten das Wallichianum sein, die ziemlich niedrig bleiben. Vielleicht einfach nur Triebe, die in der Gärtnerei zu viel gedüngt wurden.
PS: Weil mir mal über Potentilla Arc En Ciel diskutierten und dir der gefiel. Ich habe jetzt einen vertrockneten nach 1 Jahr ausgegraben. Die Wurzeln war an die 40cm tief. Ich bin verwundert, das der vertrocknet ist. Die anderen Arc En Ciel hier leben noch grenzwertig. Ich habe den 1 durch Potentilla 'Mont d'Or' ersetzt, der wurde auch sehr vertrocknet geliefert. Ich glaube Potentilla x cultorum hat zwar sehr schöne gefüllte Blüten, kommt aber zumindest beim Anwachsen mit Trockenheit schwer klar. Kaum gießt man den auch jetzt im Herbst nicht, verwelkt er. Ich gieße nicht mehr und hoffe, dass der im Frühjahr austreibt. Ich glaube eine Fruticosa oder Nepalensis-Hybride ist die bessere Wahl.
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 10. Okt 2026, 20:12
von Drainagefan
Rokko21 hat geschrieben: ↑10. Okt 2026, 18:20
Für den trockenen, sonnigen Steingarten ist G. dalmaticum sehr gut geeignet. In diesem Sommer die Blätter zwar auch verwelkt aber seit den ersten Regenfällen im August ist er wieder grün.
Ohne jetzt im Detail geschaut zu haben, mir ist kein einziger Storchschnabel verwelkt.
Die Blutstorchschnäbel waren im 2. - 3. Jahr ohne Gießen in praller Sonne viel weniger blühfreudig. Cinereum wurde ausnahmsweise gegossen, aber auch nicht viel. Wallichianum in der Sonne wurde viel gegossen. Wallichianum im Halb-Schatten wurde sehr wenig gegossen und blüht erst jetzt, wo es feuchter wurde. Kein Wallachianum war verwelkt.
Also, wenn man Regen-Wasser zur Verfügung hat und will, dass der Storchschnabel blüht, sollte man ihm Wasser geben, vertrocknen würde er bei mir ohne Gießen in praller Sonne nicht. Max Frei und Ankum mussten viel Hitze ohne Gießen aushalten.
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 10. Okt 2026, 21:06
von AndreasR
Erde aus dem Sack ist für Töpfe gedacht, im Garten hat die nichts verloren - außer, wie Nox sagte, um ggf. zu bindige Böden etwas aufzulockern, dann aber intensiv mischen, und nicht noch extra Schichten anlegen, die extrem unterschiedliche Eigenschaften haben. Solche Erde, egal ob mit oder ohne Torf, trocknet extrem schnell aus, und wenn man dann nicht gießt, gehen die Pflanzen natürlich kaputt. Aber wenn man gießt, wird nur das Substrat durchfeuchtet und die Pflanze wurzelt darin, weil schön locker und fluffig, aber sie wird kaum je in den Gartenboden einwurzeln.
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 10. Okt 2026, 21:52
von Drainagefan
AndreasR hat geschrieben: ↑10. Okt 2026, 21:06
Erde aus dem Sack ist für Töpfe gedacht, im Garten hat die nichts verloren
Ok - Danke. wo / wie kauft man dann Erde für den Garten?
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 10. Okt 2026, 22:55
von solosunny
Gar nicht. Man begnügt sich mit dem was da ist. Es gibt einen Unterschied zwischen Erde und Substrat. Man kann natürlich Erde von irgendwelchen Baustellen kaufen , meist günstig bei Kleinanzeigen, aber da holt man sich nur unerwüschtes in den Garten.
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 10. Okt 2026, 23:09
von Secret Garden
solosunny hat geschrieben: ↑10. Okt 2026, 22:55
Gar nicht. Man begnügt sich mit dem was da ist.
So sehe ich das auch. Man legt einen Komposthaufen an, verbessert den Boden mit dem Kompost und mit Mulch, Laub, Mist, Sand oder Kies ... wenn man das zehn oder fünfzehn Jahre durchzieht, hat man den allerbesten Gartenboden.

Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 11. Okt 2026, 00:17
von Nox
@Drainagefan: Die Substrate aus dem Sack sind nur organisch: Torf, Kokosfasern, geschredderter und kompostierter Heckenschnitt vom Kompostwerk, etwas Dünger. Vorteil: luftig, locker, LEICHT. Stell' dir mal Stauden in Töpfchen mit Sand-Lehm-Splitt Gemisch vor, die Transportkosten will keiner zahlen.
Um nun die neuen Stauden im Garten zu etablieren, muss man einen Übergang von diesen Sackerden zum anstehenden Gartenboden herstellen. Also schön die Pflanzstelle lockern, evt. mischen mit Sackerden und Sand oder Lehm und dann darf man pflanzen, gerne vorher den Wurzelballen lockern / ausspülen.
Interessant, 40 cm tiefe Wurzeln bei Deinen Potentillas ! Muss ich mir merken. Bist Du sicher, dass die schon hinüber waren ?
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 11. Okt 2026, 08:48
von Rokko21
Mein G. dalmaticum wächst auf einen sonnenexponierten Hang in rein mineralischen Böden, in der Sonne.
Gegossen wurde kaum. Die meisten anderen Geranien hätten unter diesen Bedingungen vermutlich vollständig aufgegeben. Ich wollte damit zeigen, dass es auch Geranium für solche Sizuationen gibt.
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 11. Okt 2026, 09:31
von hobab
Kommt ja auch aus den Gebirgen des Balkans. Außer der hohen Trockenverträglichkeit bringt er noch eine andere Eigenschaft mit - extrem langsames Wachstum. Hier etwa ein Milimeter im Jahr durchschnittlich: mal minus vier, mal plus drei…
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 11. Okt 2026, 09:34
von Rokko21
Bei mir etwas mehr Wachstum in guten Jahren 2cm. Rückwärts bislang nie. Der Boden ist stark kalkschotterig. Vermehrung durch Stecklinge ist leicht.
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 11. Okt 2026, 09:39
von hobab
Ja, Kalk ist wichtig. Ham ma hier eher nicht. Und die 1mm bezieht sich auf Lehm am Hang. Bei dem hier üblichen Sand dürfte es eher minus fünf Zentimeter pro Jahr sein. Als Bodendecker eher nicht zu empfehlen
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 11. Okt 2026, 09:48
von Nox
Rokko21 hat geschrieben: ↑11. Okt 2026, 08:48
Mein G. dalmaticum wächst auf einen sonnenexponierten Hang in rein mineralischen Böden, in der Sonne.
Gegossen wurde kaum. Die meisten anderen Geranien hätten unter diesen Bedingungen vermutlich vollständig aufgegeben. Ich wollte damit zeigen, dass es auch Geranium für solche Sizuationen gibt.
Stimmt ja, Rokko. Bei mir wachsen G. dalmaticum und G. cinereum im Steingarten, bestens behütet und vor Konkurrenz geschützt. G. dalmaticum hatte im Sommer etwas gelitten und treibt jetzt wieder Blattschöpfe. Bei Drainagefan ist die Situation aber anders. Da braucht es etwas Robustes.
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 11. Okt 2026, 10:15
von Krokosmian
Rokko21 hat geschrieben: ↑11. Okt 2026, 08:48
...G. dalmaticum wächst auf einen sonnenexponierten Hang in rein mineralischen Böden, in der Sonne... Die meisten anderen Geranien hätten unter diesen Bedingungen vermutlich vollständig aufgegeben...
.
Seinerseits gibt G. dalmaticum wiederum dort längst auf, wo andere Arten, auch mow nahe verwandte, noch gut durchhalten. Was freilich kein Fehler sein soll, dalm. in der "Herstellung" aber auch eher zur Nischenkultur macht. Hinzu kommen dann obdendrauf die Maladitäten der Stammbildner... Andererseits gibts hier um die Ecke ein Haus mit nur teils verfugter Stützmauer, in der G. dalmaticum wuchs. Ist (oder war?) dort sehr frohwüchsig und hat sich auch munter ins Gehwegpflaster davor ausgesamt. Meist hellrosa, aber auch dunkler und sogar in weiß, das einzige Mal, dass ich Letztere überhaupt gesehen habe.
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 11. Okt 2026, 13:30
von hobab
Gleich vermehren! Das Pink von dalmaticum find ich etwas zu penetrant, aber in seiner Nische hat die Art durchaus ihre Berechtigung. Da wären ein paar Farbvarianten ein Plus!
Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 11. Okt 2026, 14:31
von Mediterraneus
Geranium dalmaticum wird im normalen Beet untergebuttert.
Ist eine Pflanze für Steinanlagen und mediterrane Felsheiden.
Ich habs z. B auf einer Grabbepflanzung als Bodendecker (stark mit Sand vermischte Erde) und in meiner Vorgarten-Macchia.
Allerdings die hellrosa Variante.