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Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 22. Dez 2025, 13:15
von Mediterraneus
Beinahe schon sehr unwirklich :o
Wenn du sowas im Garten hast, denken die Leute, es sind Plastikblumen ;D

Ich versuche mich momentan mit irgendeiner gelben, Moraea spathulata glaub ich. Ist momentan noch grün, mal sehen, ob sie den ersten Winter packt. Aber die ist ja geradezu langweilig gegenüber dem Link.

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 22. Dez 2025, 16:02
von Eckhard
Ui, sehr eindrucksvoll der Moraea-Link!
Kasbeck, mir sind leider die kleinen Gladiolus watermeyeri, die ich von Dir erhalten hatte, wieder verschwunden. Sie waren letzten Winter schon nicht vital, starben schon ab, als die Tage wieder länger wurden und trieben diesen Herbst gar nicht mehr aus. Denen ist es im hiesigen Winter zu dunkel. Und bei Dir?

Was gut wächst ist Massonia pustulata:

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 22. Dez 2025, 17:09
von Phalaina
Sehr schön, Deine Massonia! :D Ich hatte sie vor etlicher Zeit auch jahrelang, aber sie ist irgendwann verschwunden, vermutlich wegen der Erdraupen. :'(

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 22. Dez 2025, 17:15
von Phalaina
Kasbek hat geschrieben: 22. Dez 2025, 12:16 In der PBS-Mailingliste kam eine Info von Michael C. Mace, daß er Fotos von den besten 2025er Blüten seines schon Jahre laufenden Moraea-Kreuzungsprogramms veröffentlicht hat:
https://growingcoolplants.blogspot.com/ ... -2025.html

Eine schöner als die andere :D Wenn ich dann in ein paar Jahrzehnten hier auch Klimazone 9 habe, kann ich ja mal drüber nachdenken ;)
Wie Mediterraneus schon meinte, beinahe unwirklich - aber doch sehr schön! :D Mit Moraea hatte ich hier jedoch leider immer so meine Probleme, denn sie sind regelmäßig nicht mehr aus der Ruhephase erwacht. Aber dennoch wäre ich sehr auf die Ergebnisse gespannt, sollte es eine(r) von Euch mal hierzulande versuchen. ;)

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 22. Dez 2025, 17:39
von Kasbek
Eckhard hat geschrieben: 22. Dez 2025, 16:02 Kasbeck, mir sind leider die kleinen Gladiolus watermeyeri, die ich von Dir erhalten hatte, wieder verschwunden. Sie waren letzten Winter schon nicht vital, starben schon ab, als die Tage wieder länger wurden und trieben diesen Herbst gar nicht mehr aus. Denen ist es im hiesigen Winter zu dunkel. Und bei Dir?
Leider an beiden Topfstandorten auch keine mehr am Leben. Auch Moraea spathulata hat's bei mir nicht gepackt. Im BoGa Leipzig stand vor Jahren ein riesengroßer Trumm, also müßte die unter guten Bedingungen hier eigentlich gehen.

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 15. Feb 2026, 15:37
von Phalaina
Ein paar Blüten aus dem frostfrei gehaltenen Gewächshaus: Romulea linaresii (die eine Art Unkraut darstellt) und Oxalis versicolor. Beide sind bereits am Ende ihrer Blütezeit angelangt.
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Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 15. Feb 2026, 15:39
von Phalaina
Ophrys bombyliflora ist heuer die erste der hier blühenden Erdorchideen:

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Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 15. Feb 2026, 15:52
von Phalaina
Nach dem Verlust meiner alten Pflanzen durch eine ins Gewächshaus eingedrungene Maus habe ich ihn mir mit einigem Verzug mal wieder gegönnt: Tecophilaea cyanocrocus, der Chilenische Enziankrokus oder Andenkrokus. Er ist kein Krokus und gehört noch nicht einmal zu den Iridaceae, sondern ist Teil der eigenständigen Familie der Tecophilaeaceae (siehe hier) innerhalb der Ordnung Asparagales (Spargelartigen). ;) Wie auch immer - die enzianblaue Blütenfarbe ist schon etas Besonderes:
:D
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Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 16. Feb 2026, 12:39
von Kasbek
Phalaina hat geschrieben: 15. Feb 2026, 15:52 Nach dem Verlust meiner alten Pflanzen durch eine ins Gewächshaus eingedrungene Maus habe ich ihn mir mit einigem Verzug mal wieder gegönnt: Tecophilaea cyanocrocus, der Chilenische Enziankrokus oder Andenkrokus. Er ist kein Krokus und gehört noch nicht einmal zu den Iridaceae, sondern ist Teil der eigenständigen Familie der Tecophilaeaceae (siehe hier) innerhalb der Ordnung Asparagales (Spargelartigen). ;) Wie auch immer - die enzianblaue Blütenfarbe ist schon etas Besonderes:
:D
Glückwunsch! Ein paar Tecophilaeaceae wohnen hier auch (aus den Gattungen Conanthera, Cyanella und Odontostomum), aber die weigern sich allesamt standhaft zu blühen ::)

Und Romulea linaresii als Unkraut bezeichnen zu können ist ganz klar ein Luxusproblem ;)

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 17. Feb 2026, 15:14
von Phalaina
Naja, die farbkräftige Romulea ist, im Kasten zwischen Erdorchideen stehend, durchaus grenzwertig vermehrungsfreudig, also alles in allem eher ein liebenswertes Unkraut. ;)

Echte Problembären sind da eher Oxalis megalorrhiza und Melasphaerula graminea - beide haben durchaus ihren Reiz, aber bei denen muss ich immer hart durchgreifen. ::) Dabei wurde die Oxalis früher öfters als Mini-Caudiciforme von den Sukku-Gärtnern für meiner Meinung nach etwas überzogene 8 oder 10 € angeboten, oft unter dem Namen Oxalis carnosa. Man sollte, wenn überhaupt, aber nur eine Pflanze haben und diese niemals auch nur ein einziges Mal unkontrolliert verblühen lassen ... :P

Aus der Familie der Tecophilaeaceae hatte ich bislang außer Tecophilaea nur Cyanella und Conanthera in Kultur. An eine Blüte der letzteren kann ich mich nicht erinnern, aber Cyanella lutea schob regelmäßig ihre an Gagea erinnernden Blütenstände. Sie war allerdings, besonders in Anbetracht ihres kleinen Habitus, ziemlich düngerhungrig, genauso wie der Chilekrokus.

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 17. Feb 2026, 15:36
von Kasbek
Hm, wahrscheinlich sollte ich tatsächlich großzügiger düngen. Ich hab' viele Geophytentöpfe mit meinem ganz normalen, ziemlich nährstoffreichen Gartenboden bestückt, der dann auch jährlich zumindest zur Hälfte gewechselt wird, und da gerät der Gedanke, daß weitere Düngung nutzbringend sein könnte, gern ins Hintertreffen ::) :-[ Immerhin habe ich das bei meinen Dutzenden von Wildtulpenkübeln im Griff, und seit Sonntag liegt da wieder Blaukorn drauf :D

Melasphaerula graminea, die ich ja von Dir habe, verhält sich hier übrigens recht gesittet. Vielleicht weil sie auch zuwenig Dünger kriegt ;D

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 17. Feb 2026, 16:08
von Phalaina
Ja, im 5er Topf mit Sukkulentensubstrat kann die Melasphaerula sehr zart und gebrechlich wirken, die keiner Gärtnerseele etwas zuleibe tut ... ;D - zwischen auf dem Hochbeet ausgepflanzten, gut gedüngten Arum und Urginea werden es ein Meter hohe Monster. :o

Beweisfoto von gerade eben, Delinquentin auf Granitplatte 60 cm x 40 cm:
Melasphaerula Monster.jpg
(und der Blütenstand ist noch nicht einmal entwickelt ... ??? )

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 19. Feb 2026, 13:31
von Lou-Thea
Phalaina hat geschrieben: 17. Feb 2026, 15:14 Echte Problembären sind da eher Oxalis megalorrhiza und Melasphaerula graminea - beide haben durchaus ihren Reiz, aber bei denen muss ich immer hart durchgreifen. ::)
Hm, die klingen beide ja sehr spannend. ;D Du hast sie ja im Gewächshaus, nehme ich an, oder? Welche Temperatur hast Du da drin im Winter?
Vor allem den Oxalis finde ich schon seeehr reizvoll.

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 19. Feb 2026, 19:27
von Phalaina
Beide stehen hier im frostfrei gehaltenen Gewächshaus und vom Spätfrühling bis in den Herbst vollkommen trocken. Der Sauerklee dürfte auch bei etwas höheren Temperaturen gedeihen, etwa in einem kühlen Zimmer, braucht aber viel Licht. Die Melasphaerula ist die einzige Zwiebelpflanze, die ich kultiviere, die während der Blütezeit im Spätwinter eine Art "Schleierkraut-Feeling" erzeugt. Sie wächst sowohl (halb-)schattig (und wird dann bei genügend "Futter" hoch) als auch in voller Sonne im 5er Topf, wo sie zierlich kompakt bleibt. Aber versamen kann sie sich sowohl als auch. ;D

Re: schutzbedürftige Zwiebelpflanzen & Co

Verfasst: 1. Mär 2026, 22:15
von Phalaina
Weil der Chilenische Enziankrokus (Tecophilaea cyanocrocus) so schön ist, nochmal ein letztes Bild, bevor er verblüht. :)

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