Seite 20 von 21
Re:Hepatica
Verfasst: 9. Jan 2006, 00:15
von rudi
Ich lese gerade wieder einmal den Hepatica-Artikel von Hermann Fuchs (Gartenpraxis 2/1998) durch. Ein Kernsatz darin lautet: In lehmig-tonigen Böden tun sie das sehr gut (wachsen), wärend auf zuviel Humus und organische Substanz im Wurzelbereich verzichtet werden sollte.Wie im Wald halt, die Wurzeln stecken im gewachsenen Boden und die darüber befindlichen Pflanzenteile in sich zersetzeden Blattwerk.
der gute herr fuchs hat sicherlich recht....es hat aber nicht jeder lehmigen boden

...trotzdem muss man dann nicht auf hepatica verzichten. es geht auch ohne, sogar in reinem bimssubstrat wachsen sie bei mir...und in reinstem humosen boden, den ich aus alten holz-/rindenhäckselgut gewonnen habe + sicherlich so ~30 cm stark ist. ich räume allerdings ein, dass ich da noch keine langzeiterfahrung habe.
Hallo knorbs und sonstige Hepatica - Substratprobierer,im neuen 'Der Staudengarten' wiederholt Hermann Fuchs diese Aussage nochmal in Bezug auf Trillium. Es geht ihm ganz einfach um die dauerhafte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Pflanzen ohne zutun des Gärtners. Deine Pflanzen in der Bimswüste brauchen halt Nährstoffnachschub. Meine bisherige Überversorgung des Wurzelbereiches von Hepatica mit rasch ausgelaugten Buchenlaub - Humus ebenfalls. Wobei Herr Fuchs den Verdacht hat, daß der von Bodenlebewesen verarbeitete Humus anschließend als Feinanteil die dringend benötigte Bodenatmung beeinträchtigt weil er die Hohlräume ausfüllt. Für mich bemerkenswert ist auch, daß ein Gartenfreund von mir, der unverschämt große Frauenschuh - Orchideenhorste (30 und mehr Blüten
pro Horst) im Garten hat, immer wieder auf meine Fragen nach seinem Substratgeheimnis sagt er legt die Wurzeln auf eine von ihm geschaffene Kuhle mit neutralen bis sauren? Lehm (
ohne Zusätze!!!!) und deckt die Pflanze mit Buchenlaubhumus zu.rudi
Re:Hepatica
Verfasst: 9. Jan 2006, 10:23
von knorbs
@rudiden artikel im gds-staudengarten habe ich auch gelesen. kenne h. fuchs auch persönlich + weiß um seine (örtlichen) möglichkeiten an sauren, krümeligen lehmboden zur substratbeimischung zu kommen. aber es hat halt nicht jeder diese möglichkeiten, daher müssen zwangsläufig andere substratmischungen probiert werden, die mit vertretbaren aufwand unter einbeziehung des vorhandenen gartenbodens hergestellt werden können. du sprichst allerdings einen wichtigen punkt an... wie verhalten sich die pflanzen auf lange sicht in solch unterschiedlichen substraten. um bei meinem beispiel des bimssubtrates zu bleiben...deine vorstellung einer "bimswüste" ist aber irreführend. in den obersten schichten erfolgt eine ausgezeichnete humusierung der eingebrachten organischen bestandteile + bedingt durch die bimsstruktur ein gut belüftetes körnig-humoses substrat. die nährstoffversorgung ist nur anfänglich von größerer bedeutung, sie regelt sich mit der zeit von selbst. lediglich eingestreute zwiebelpflanzen mit hohem nährstoffbedarf müssen u.u. gezielt besser versorgt werden. solche beispiele wie dein genanntes mit cypripedien kenne ich auch. im bimssubtrat zeigt sich nach vielen jahren eine gewisse tendenz zur verdichtung infolge feinster humuspartikel, die sich im laufe der zeit bilden und sich zwischen den bimssteinchen festsetzen (lehmartig-schmierige konsistenz). ich kenne einen erfolgreichen cypriepfleger, der dann mit einer mistgabel zwischen die cypriehorste reinsticht, das ganze unter leichtem schütteln etwas anhebt + gut is für die nächsten jahre

. ein vernachlässigbarer aufwand.
Re:Hepatica
Verfasst: 9. Jan 2006, 12:22
von marcir
Dzien dobry, Ewelina!Deine webseite ist sehr scön. Mir gefallen die Bilder aus deinem Garten und die Auswahl von Hemerocallis und Iris besonders. Kannst du uns mehr darüber erzählen, wie Du zu deinem Garten gekommen bist? Auch die "Raritätensammlung Josef Mayr" würde mich interessieren. Mach doch neue Threads in "Gartenwege" auf. Dziekuje barzo!
Re:Hepatica
Verfasst: 9. Jan 2006, 22:19
von waja
Dzien dobry, Ewelina!Deine webseite ist sehr scön. Mir gefallen die Bilder aus deinem Garten und die Auswahl von Hemerocallis und Iris besonders. Kannst du uns mehr darüber erzählen, wie Du zu deinem Garten gekommen bist? Auch die "Raritätensammlung Josef Mayr" würde mich interessieren. Mach doch neue Threads in "Gartenwege" auf. Dziekuje barzo!
OK, ich kann es versuchen.
Re:Hepatica
Verfasst: 28. Jun 2008, 14:46
von Staudo
Wir sind gerade dabei die Hepatica zu topfen, weil sie derzeit frische Wurzeln treiben. Nun hat eine Angestellte ein paar Hundert transsilvanica regelrecht verbuddelt, die Knospen stecken sicher so 4 cm tief im Topf. Was soll ich am Montag machen? Anschiss und alles noch einmal machen lassen? Dazu habe ich erstens keine Lust und zweitens wird mir das zu teuer. Habt Ihr Erfahrungen? Vertragen es transsilvanica wenn darauf ausversehen eine Schubkarre voll Erde landet? Zwei Zentimeter gehen problemlos, habe ich selber schon gemacht. Aber so viel?
Re:Hepatica
Verfasst: 28. Jun 2008, 15:17
von sarastro
Anschiss nein, Chef hat immer schuld. War wohl nicht vorgemacht worden, wie's richtig gemacht wird.

Chef saß wohl am PC. ;)4 cm sind zwar ein bisschen viel, es könnte gut ausgehen. Ich würde die Pflanzen kurzerhand ausklopfen und frisch topfen. H. transsilvanica bringen ein gutes Geld, da kann man sich diesen kleinen Fehlgriff leisten. Wenn gar nichts mehr austreibt, ist der Schaden noch größer.
Re:Hepatica
Verfasst: 28. Jun 2008, 17:11
von Staudo
@ Sarastro:

;)Chef muss eben manchmal Kindermädel sein und wenn die lieben Kleinen etwas kaputt machen, muss Kindermädel bezahlen. :PGut, dann hoffe ich, bis Montag ist der größte Ärger verraucht.
Re:Hepatica
Verfasst: 28. Jun 2008, 18:53
von sarastro
Kinderarbeit?

Re:Hepatica
Verfasst: 29. Jun 2008, 02:12
von pearl
interessant, die Herren,inhaltlich auch. Wieviel Material kann man auf Hepaticas häufen? Mein Eindruck war, dass sie bei zuviel des Guten leicht pilzanfällig werden. Man kann dann Teile der Pflanzen einfach so herausziehen. Was ein Verdruss ist.Verstehen tu ich das eher nicht, weil Hepaticas, beobachtet man sie in der Natur, sehr dick mit Moderboden bedeckt sein können.
Re:Hepatica
Verfasst: 29. Jun 2008, 07:36
von Staudo
Das ist auch etwas anderes. Wenn die Hepatica in der Natur durch den Wind unter einem Haufen Laub verschwinden werden sie eingehen und keiner merkt es.Wenn sie über Jahre nach und nach mit Laubmull bedeckt werden, haben sie immer eine Chance hoch zu wachsen.
Re:Hepatica
Verfasst: 29. Jun 2008, 08:59
von cimicifuga
Nun hat eine Angestellte ein paar Hundert transsilvanica regelrecht verbuddelt, die Knospen stecken sicher so 4 cm tief im Topf.
tja, mitarbeiter ohne g'spür sind ein kreuz

wie lange arbeitet die schon als staudengärtnerin? gelernt oder hilfskraft?
Re:Hepatica
Verfasst: 29. Jun 2008, 12:03
von Staudo
Die verantwortliche Gärtnerin ist sehr zuverlässig und seit über zehn Jahren dabei. Evtl. hat sie eine Hilfskraft dazugenommen und nicht richtig aufgepasst. :-\Morgen werden die Dinger jedenfalls noch einmal neu getopft, der Ärger über ein paar verplemperte Arbeitsstunden ist auch verraucht, obwohl wir derzeit gut mit anderen Arbeiten zu tun haben und trotz aller Unkenrufe und Vermehrungsanleitungen allenthalben: Hepatica treiben jetzt frische Wurzeln und sind derzeit nahezu verlustlos zu teilen.

Re:Hepatica
Verfasst: 1. Jul 2008, 23:12
von pearl
Das ist auch etwas anderes. Wenn die Hepatica in der Natur durch den Wind unter einem Haufen Laub verschwinden werden sie eingehen und keiner merkt es.Wenn sie über Jahre nach und nach mit Laubmull bedeckt werden, haben sie immer eine Chance hoch zu wachsen.
ausgesprochen einleuchtend!
Re:Hepatica
Verfasst: 13. Sep 2008, 22:55
von hanninkj †
Hilfe! Ich habe 2 Hepaticas aus China und beiden haben nun Bluete. Was ist es?Hepatica yamatutai? Hat sehr grosse Blaetter.


Re:Hepatica
Verfasst: 14. Sep 2008, 09:21
von ebbie
Ich denke schon, dass es Hepatica yamatutai ist. Warum hast Du Zweifel?