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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 10. Jan 2026, 09:19
von Microcitrus
Staudo hat geschrieben: 10. Jan 2026, 09:12 So dreckige Ware kaufen nur noch alte Leute, die das von früher kennen.
Muss halt mit Brimborium verkauft werden:
"Torffrei dafür mit frisch aktivierten Mikronährstoffen" ;D ;D ;D

Braucht aber Bedienung wie frisches Brot durch die Brotschneidemaschine jagen. Auch ein neuer Trend.

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 10. Jan 2026, 09:28
von hobab
Wird schon dran scheitern, das so verkaufte Ware kaum lagerfähig ist. Stauden stehen oft Monate auf dem Tisch, das dürfte mit Fogponics kaum möglich sein.
Die Idee an sich ist gut, mir gefällt vor allem, dass die Anwachsrate sicher bedeutend besser ist als mit Torfkultursubstrat. Da verliert man ja manchmal die Hälfte der gekauften Pflanzen. Wurzelnackte oder in lokale Erden gepflanzte Stauden wachsen dagegen zu fast 100 % an.

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 10. Jan 2026, 09:36
von Microcitrus
Staudo hat geschrieben: 10. Jan 2026, 09:12 So dreckige Ware kaufen nur noch alte Leute, die das von früher kennen.
Muss halt mit Brimborium verkauft werden:
"Torffrei, dafür mit frisch aktivierten Mikronährstoffen" ;D ;D ;D

Braucht aber Bedienung wie frisches Brot durch die Brotschneidemaschine jagen. Auch ein neuer Trend.

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 10. Jan 2026, 09:42
von Microcitrus
hobab hat geschrieben: 10. Jan 2026, 09:28 Wird schon dran scheitern, das so verkaufte Ware kaum lagerfähig ist. Stauden stehen oft Monate auf dem Tisch, das dürfte mit Fogponics kaum möglich sein.
Mit Fogponics die Anzucht. Dann Umstellung zur Wasserpflanze (die dann natürlich regelmäßige Feinüberbrausung oder Ebbe-Flut-System zwecks Sauerstoffversorgung braucht.) Ist aber arbeitsintensiver fürs Marktstandl. Und ob das angelernte Baumarktverkäuferinnen schaffen?

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 10. Jan 2026, 09:50
von Gartenplaner
Floris hat geschrieben: 9. Jan 2026, 22:30 …die Neugier geweckt, …
Ja, ist sie, deshalb:
Gartenplaner hat geschrieben: 8. Jan 2026, 22:39
Dann führe Quellen für aktuelle Beschreibungen an, auf die man eine deiner Meinung nach redliche Meinung aufbauen könnte.
Mir fällt einfach nur „Geraune“ auf, das subtil versucht, Gepostetes in Richtung inkompetent zu rücken.
Ohne weiter Begründung, Erklärung, Ausführung.
Das finde ich ziemlich unredlich.

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 10. Jan 2026, 10:01
von Floris
hobab hat geschrieben: 10. Jan 2026, 09:28 Wird schon dran scheitern, das so verkaufte Ware kaum lagerfähig ist. Stauden stehen oft Monate auf dem Tisch
Nicht nur die: "Früher" wurden z. B. Stiefmütterchen, Bellis und auch Semperflorensbegonien, also die Arten die in einem relativ kurzen Zeitraum in erheblichen Mengen benötigt wurden, im Freiland im Boden angebaut, zum Verkauf ausgegraben und in Kisten gesetzt. Die Aufbewahrung ging auch ein paar Tage lang gut, reichte bei denen um sie z. B. dem benachbarten Lebensmittelgeschäft hinzustellen. Ebenso gerupfte und verpackte Gemüsejungpflanzen oder Astern- und Zinnienjungpflanzen.
Die Pflanzbeete wurden vorab aber auch hergerichtet, unter anderem mit Torf. Die Wurzelballen hielten später damit einfach besser als im reinen Boden. Vermutlich war der Torfverbrauch pro Pflanze dabei aber geringer als bei Topfkulturen. Aber auch bei denen bestand das Substrat damals nicht fast vollständig aus Torf.
Eine Erleichterung bei der Kulturführung war die Umstellung auf Industrieerden schon. Was war das immer ein Theater, geeignete Landerde für die Praxismischungen zu bekommen. Kam schon mal vor, dass die Kultur ähnlich scheußlich aussah wie Jahre später in einer Versuchsanstalt zum Thema Torfersatz...
Ich habe auch noch Erdkultur bei Azaleen und Eriken gesehen. Oder auch bei Topfchrysanthemen für Allerheiligen: im Beet kultiviert, Anfang Oktober ausgegraben, eingetopft und ins Gewächshaus gestellt. Bis die Anfang November blühten waren die Blätter vergilbt und wurden durch untergesteckte Mahonientriebe ersetzt.
Es gab noch andere Gründe den Anbau im Freilandboden aufzugeben: Irgendwann hat man sich Myconcentrospora, Fusarium oder eine andere Pest eingefangen und dann war eh Schluss.
Ich sehe daher durchaus Möglichkeiten, den Torfverbrauch zu verringern, die Notwendigkeit für das Totalverbot nicht.

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 12. Jun 2026, 23:52
von Gartenplaner
Gartenplaner hat geschrieben: 8. Jan 2026, 09:34
Ich hab bei Dehner dann vollkommen willkürlich diese geschnappt:

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Und ich muss sagen - für meinen Zweck einer Schalenbepflanzung hat sie super funktioniert, die Balkonkastenblumen gediehen den ganzen Sommer gut, sogar das Gießmanagement während wochenlangen Abwesenheiten von mir klappte 8)
Ich hab den „Test“ nun sogar erweitert, indem ich die meiste alte Erde einfach in der Schale belassen und im November Hornveilchen reingepflanzt hab.
Update heute, da grad mal wieder die Rede von torffreier Erde war - so sehen die Hornveilchen, die ich im November 2025 in die alte Erde reingepflanzt hatte heute aus:

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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 13. Jun 2026, 03:55
von hobab
So ähnlich setzen sich auch die Erden zusammen die wir zum Topfen nutzen.Bodenanalyse ist bei jeder Charge zu teuer, also ist das Ergebnis nie ideal, aber die Pflanzen können lange im Topf stehen. Und natürlich sind die Töpfe schwerer als in TKS oder Topferden der Torfersatzprodukte.

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 13. Jun 2026, 10:08
von thuja thujon
An den Hornveilchen sieht man gut den Stickstoffmangel. Sehr gedrungene Pflanzen, im Zierpflanzenbereich ist das ok. Die sehen so aus wie die Hornveilchen, die hier im Splitweg wachsen. Gemüsejungpflanzen in solchen Substraten könnte man entsorgen, brauchen nicht gepflanzt werden, wären für nix angezogen worden.

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 13. Jun 2026, 10:41
von Gartenplaner
8)

Ich schrieb schon beim ersten Mal, wo ich vorschlug, Erfahrungsberichte über torffreie Erden zu sammeln, dass es sinnvoll ist, anzuführen, für welchen Zweck und welche Pflanzen sie bei einem funktionieren - oder eben nicht, eben nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Etwas „aufgedüngt“ hatte ich die Erde unten in der Schale für ihre Drittverwendung natürlich.

Mal eine kleine Bilderfolge, von den gekauften Pflanzen am 6. November 2025 über März, Mai bis jetzt:

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Ich bin sehr zufrieden, auch was Gießen angeht, das vorletzte Bild zeigt eine Woche Abwesenheit und ein paar Tage 30 Grad 😬

Und ja, es ist ein und die selbe Sorte, daß die Blütenfarbe so changiert, finde ich faszinierend, weiß aber auch nicht, warum sie das macht 🤷‍♂️

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 13. Jun 2026, 10:48
von thuja thujon
Das dürfte an der pH-Wert Verschiebung liegen.
Die Bilder sind übrigens nutzlos, weil ein Vergleich mit einem bewährten Standardsubstrat fehlt.

Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Verfasst: 13. Jun 2026, 10:57
von Gartenplaner
Ich hab den Eindruck, es hat mit Temperatur und Wasserversorgung zu tun - 1. Foto direkt nach der Pflanzung, 2. Foto, da waren sie durchgefroren, 3. Foto warme, feuchte Phase im März, 4. Foto nach Trocken/Hitzestress und letztes jetzt wieder kühler und gleichmäßiger Regen.

Wie ich auch schon schrieb - die meisten brauchen keine perfekte wissenschaftliche Abhandlung, sondern Erfahrungsberichte von ähnlichen Verwendungszwecken.

Werd auf jeden Fall wieder diese torfreie Erde von Dehner holen, wenn ich wieder etwas auffüllen muss bei Neubepflanzung 8) :D