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Re:Epazote

Verfasst: 18. Mär 2008, 08:58
von Günther
Ich muß sagen ich hab Petroleum noch nicht gekostet....Allerdings schmecken Mangos nach Terpentin.(Und die alten eindeutigen Römerinnen haben Terpentin getrunken ;D )

Re: Epazote

Verfasst: 1. Apr 2026, 20:53
von Chelidonia
Letztes Jahr hatte ich das auch und fand es in kleinen Mengen in Spinatigen Gerichten gar nicht schlecht. Und getrocknet gegen Motten, hatte kleine Bündel im Vorratsschrank und im Wäscheschrank, jedenfalls hatten wir letztes Jahr keine Invasion.

Re: Epazote

Verfasst: 4. Apr 2026, 09:01
von Aramisz78
Voriges Jahr hatte ich auch in der Garten, die rotblättrige variante. es war wirklich sehr genügsam. Da ich nicht nur für mich koche, habe ich lieber nicht in gerichten verwendet.
Als Tee kenne ich aus Chile. Aufgebrüht erinnerte mich das Geruch eher an chlorhaltige Badewasser. ;) Ich habe trotzdem die mitbringsel Packung getrunken. ;)

Re: Epazote

Verfasst: 4. Okt 2026, 23:23
von GartenHiasl
Ich möchte dieses Thema hier wiederbeleben und ein paar echte Meinungen zu Epazote (alias Mexikanischer Drüsengänsefuß laut Wikipedia :) ) einholen.

Geschmacklich ist dieses Kraut doch gar nicht so übel? Ich nehme auch nur kleine Mengen, aber es gibt doch ein paar Gerichte und Salate, wo Epazote schon passt, findet ihr nicht? Gerade alles Mexikanische.

Epazote ist seit drei oder vier Jahren in meinem Garten heimisch. Ich hatte es in einer Saison mal im Beet ausprobiert, hat mich nicht so weit überzeugt, als dass ich es danach nochmal angebaut hätte. Das macht Epazote seitdem selber. Es sät sich seitdem zuverlässig selbst aus. Meistens tut es das aber nur in wenigen Teilen meines Gartens, eigentlich nur denen mit besonders gutem Mikroklima. Oder im Topf meiner Zitruspflanzen, wo ich es immer entfernen muss. Überhaupt ist es im Sommer sehr invasiv. Es kommt 1-2 Mal pro Saison zur Blüte und verbreitet sich in dieser Zeit im Garten auch an eher kühleren Orten. Im nächsten Frühjahr taucht es aber nur an den allermildesten Stellen des Gartens wieder auf, wird am Ende jeder Saison aber wieder richtig invasiv und muss von mir viel entfernt werden. Epazote hat auf jeden Fall eine gewisse Winterhärte. Die einjährigen Altpflanzen sehen meist bis in den Dezember noch vital aus und überleben definitiv leichte Minusgrade. Trotzdem taucht Epazote ab Ende Mai nur an wenigen Stellen wieder auf, ist innerhalb weniger Wochen dann aber schon ein Unkraut. Es kann im Hochsommer ähnlich invasiv wie Minze werden. Anhand der Daten aus meinen Wetterstationen würde ich sagen, Epazote verwildert an Standorten / Mikroklimaten ab Zone 7b/8a.

Bisher bekämpfe ich es zwar schon, bringe es aber nicht über's Herz, Epazote ganz auszurotten. So schlecht schmeckt es ja gar nicht mal ;). Ich habe im Garten irgendeine undefinierte Wildform und kann mir vorstellen dass echt gut schmeckende Zuchtsorten geben könnte.