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Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte (Gelesen 4552403 mal)
Moderator: cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Das Mühlviertel war meine Heimat, der Nachbarort vom an Platz 4 erwähnten Pabneukirchen.
Viel zu kalt!
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
- cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Ab nach Wien und Ananas pflanzen. Neben den Bananen.
Wetten, dass auch dieses Jahr keine Frostschäden an Feigen von dort gemeldet werden?
Wetten, dass auch dieses Jahr keine Frostschäden an Feigen von dort gemeldet werden?
- Arni99
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Aus einem Artikel von 2023:
„ Kiwi, Physalis und Gojibeere sind aber nicht die einzigen Exoten, die hierzulande angekommen sind. Mittlerweile wird in Österreich alles Mögliche angebaut: Es gibt Melonen aus dem Burgenland, Oliven aus Kärnten, Erdnüsse aus Niederösterreich, Reis aus der Steiermark, Feigen aus Wien. Auch exotische Gewürze wie Kurkuma, Safran und Ingwer finden sich mittlerweile in den Regalen der Supermärkte – und das aus heimischem Anbau. In vielen Fällen machen die höheren Temperaturen es möglich, dass sich auch Sorten aus wärmeren Gefilden in Österreich wohlfühlen. Heimische Sorten werden dagegen durch die Hitze zunehmend bedrängt: Der Grüne Veltliner ändert seinen Geschmack, die Himbeerpflanzen tragen Sonnenbrandschäden davon und leiden unter den Tropennächten.“
„ Kiwi, Physalis und Gojibeere sind aber nicht die einzigen Exoten, die hierzulande angekommen sind. Mittlerweile wird in Österreich alles Mögliche angebaut: Es gibt Melonen aus dem Burgenland, Oliven aus Kärnten, Erdnüsse aus Niederösterreich, Reis aus der Steiermark, Feigen aus Wien. Auch exotische Gewürze wie Kurkuma, Safran und Ingwer finden sich mittlerweile in den Regalen der Supermärkte – und das aus heimischem Anbau. In vielen Fällen machen die höheren Temperaturen es möglich, dass sich auch Sorten aus wärmeren Gefilden in Österreich wohlfühlen. Heimische Sorten werden dagegen durch die Hitze zunehmend bedrängt: Der Grüne Veltliner ändert seinen Geschmack, die Himbeerpflanzen tragen Sonnenbrandschäden davon und leiden unter den Tropennächten.“
Wien Umgebung
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Letzter Frost: 20.3.2025
Süd-Loggia: Ponte Tresa, Italian-258, Cessac, Negra d‘Agde (in Bewurzelung)
Garten: LdA, Bozener, RdB, Pfälzer, Desert King, Figo Moro da Caneva
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- Alva
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Wobei es gar nicht so auf die Tmin im Winter ankommt, viel wichtiger ist, dass ich in der Innenstadt ab Ende März keinen Frost mehr habe. Nämlich dann wenn Feigen- und Kakibaum austreiben.
My favorite season is the fall of the patriarchy
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GartenHiasl
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Ganz genau. -18 Grad im Januar ist wesentlich weniger schlimm als -2 Grad Mitte April. Tmin (durchschnittliches Tmin) ist nur ein grober Richtwert und allenfalls ein Indikator, ob man es mit Feigen oder anderen Exoten überhaupt probieren sollte bzw. ob für die Pflanzen überhaupt eine Überlebenschance besteht. Wobei ich der Meinung bin, dass es beim Klima im deutschsprachigen Raum - ausgenommen Hochgebirgs- und Extremlagen - eigentlich in allen Regionen möglich ist, eine Stelle zu finden, an der ein älterer Feigenbaum zumindest überleben kann. Ertrag zu haben ist dann nochmal ein ganz anderes Thema. Aber darüber sagen weder Tmin noch Winterhärtezonen was aus.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Muss man differenziert betrachten.Arni99 hat geschrieben: ↑12. Jan 2026, 22:17 Aus einem Artikel von 2023:
„ Kiwi, Physalis und Gojibeere sind aber nicht die einzigen Exoten, die hierzulande angekommen sind. Mittlerweile wird in Österreich alles Mögliche angebaut: Es gibt Melonen aus dem Burgenland, Oliven aus Kärnten, Erdnüsse aus Niederösterreich, Reis aus der Steiermark, Feigen aus Wien. Auch exotische Gewürze wie Kurkuma, Safran und Ingwer finden sich mittlerweile in den Regalen der Supermärkte – und das aus heimischem Anbau. In vielen Fällen machen die höheren Temperaturen es möglich, dass sich auch Sorten aus wärmeren Gefilden in Österreich wohlfühlen. Heimische Sorten werden dagegen durch die Hitze zunehmend bedrängt: Der Grüne Veltliner ändert seinen Geschmack, die Himbeerpflanzen tragen Sonnenbrandschäden davon und leiden unter den Tropennächten.“
Es ist unbestritten, dass sich inzwischen einiges anbauen lässt, was früher kaum möglich war. Gleichzeitig wird über Erfolge deutlich schneller und häufiger berichtet als über Misserfolge.
So ist mir 2018 ein Granatapfel fast bis zum Boden zurückgefroren, nachdem es ab Ende Februar plötzlich extrem kalt geworden war (der Winter war recht mild gewesen).
Damals wurde auch die Olivenpflanzung in Mörbisch stark dezimiert. Darüber wurde kaum geschrieben. Zwar konnten die Betreiber auf ihrer Facebookseite ihre Enttäuschung nicht ganz verbergen, das Thema wurde aber nicht weiter breitgetreten.
Was wir überwiegend wahrnehmen, sind Erfolgsgeschichten – die zudem oft auf einem zu kurzen Zeitraum beruhen. Von den zahlreichen Ausfällen hört man hingegen wenig. Es sind häufig Einzelfälle, Pilotprojekte oder kurze Zeitfenster, aus denen vorschnell allgemeine Schlüsse gezogen werden.
Ein dauerhafter Olivenanbau in Kärnten ist mir nicht bekannt. Während es in Pannonien, insb. Burgenland, inzwischen Olivenpflanzungen mit gelegentlicher Ernte gibt, sollte man sich auch dort keiner Illusion hingeben.
Meiner Meinung nach wird der erfolgreiche Anbau dieser Exoten auch künftig überwiegend auf Gunstlagen beschränkt bleiben.
In ungeschützten Lagen, auf freiem Feld außerhalb von Ortsgebieten, dürften auch Feigen weiterhin Schwierigkeiten haben, dauerhaft ohne nennenswerte Schäden zu überwintern und zuverlässig zu fruchten.
- cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Keine Frage. Wien ist jedoch so eine Gunstlage. Das Klima der Umgebung plus die zwei Grad extra des Stadtklimas. Da stimmt alles, geringe Fröste im Winter, weniger Spätfröste und dann auch noch, bisher jedenfalls und sehr im Vergleich zu diversen Regionen in Deutschland: Auch eine günstigere Niederschlagsverteilung. Die Feigen profitieren auch von der langen Vegetationsdauer, späte Herbsternten wie von Negronne habe da noch eine Chance.
Also immer gut hinsehen, woher die "Erfolge" kommen. Schön zu lesen, was in welchem Klima funktioniert, aber vor der eigenen Haustür halt oft sinnlos. Klimagunst, nicht Gärtnerkunst. Geniesst das Geschenk :-)