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Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte (Gelesen 5174777 mal)
Moderator: cydorian
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Meiner Erfahrung nach kann das mit einem Anfang August angelegten Airlayer durchaus noch bis November funktionieren. Und wenn bis dahin noch nicht genügend Wurzeln vorhanden sind, trennt man die neue Pflanze halt erst im nächsten Jahr ab.
In der milden Bretagne dürfte das Risiko überhaupt gering sein.
In der milden Bretagne dürfte das Risiko überhaupt gering sein.
- Nox
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Danke für den Zuspruch, Philippus !
Du hast besser gelesen als Cydorian: ich habe die Abmoosung / Airlayer am 3. oder 4. August gestartet, Rinde angekratzt, nicht geringelt.
Die Triebe sind sowieso zu lang, bevor ich sie einfach abschneide und wegwerfe, kann ich ja mal eine Vermehrung probieren. Abnehmer habe ich sicherlich.
Du hast besser gelesen als Cydorian: ich habe die Abmoosung / Airlayer am 3. oder 4. August gestartet, Rinde angekratzt, nicht geringelt.
Die Triebe sind sowieso zu lang, bevor ich sie einfach abschneide und wegwerfe, kann ich ja mal eine Vermehrung probieren. Abnehmer habe ich sicherlich.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Wie schmecken die Feigen ?
Pastilière habe ich kürzlich beschrieben: erinnert mich an Wassermelone, viel Saftigkeit und Frische. Das gleicht die bei voller Reife gute Süße aus. Auch nach mehreren Feigen ist man nicht übersättigt. Bei fortgeschrittener Reife verschwindet das Wassermelonenartige weitgehend und alles ist deutlich konzentrierter und süßer.
Figo moro und Condé erinnern deutlich mehr an rote Früchte und sind wohl auch vielschichtiger. Die Konsistenz ist dichter, marmeladiger. Condé ist saftiger und hat Vorteile bei der Textur, Figo moro geschmacklich leicht vorne.
Latza ist eine Honigfeige, recht einfach im Geschmacksprofil, die auf den Punkt gereift aber durchaus Freude bereiten kann.
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husar2003
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Es gab mal eine Zeit in Unternehmen, da wurden Anglizismen als schick empfunden. Heute steht das eher für Ungenauigkeit, Angeberei. Das schlimmste nichtssagende Wort , hinter dem man sich bzw. seine Unsicherheit verstecken konnte, war "mindset". Passiert immer noch, wird inzwischen ausgelacht.cydorian hat geschrieben: ↑22. Aug 2026, 10:49 Abmoosen nennt sich das, klappt zu 90%, aber statt Ende August besser im Mai bis Juli einen ein- bis zweijährigen Trieb auswählen.
https://feigen.bueschken.com/vermehren/
https://feigenabhof.de/feigenbaum-abmoosen-anleitung/
Wenn ich hier headstart oder air layer lese, denke ich immer an diese jungen Manager von damals...
Isi d'Oro, Brown Turkey, Ronde de Bordeaux, "LdA/Peretta", Petrovača (Kempf), Sultane,Twotimer Early Blue, Gustis Hellas, Unbekannte aus Ungarn, Faruks Turca, Gota de Miel, "All Years Hector/BT",Amacord, Desert King
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Na ja... Sprache befindet sich ständig im Wandel. Was heute als Fremdwort gilt, kann morgen ganz selbstverständlich zum deutschen Sprachgebrauch gehören. Portemonnaie, Büro oder Garage kommen aus dem Französischen und stehen heute im Duden.husar2003 hat geschrieben: ↑22. Aug 2026, 12:04 Es gab mal eine Zeit in Unternehmen, da wurden Anglizismen als schick empfunden. Heute steht das eher für Ungenauigkeit, Angeberei. Das schlimmste nichtssagende Wort , hinter dem man sich bzw. seine Unsicherheit verstecken konnte, war "mindset". Passiert immer noch, wird inzwischen ausgelacht.
Wenn ich hier headstart oder air layer lese, denke ich immer an diese jungen Manager von damals...
Selbstverständlich kann man den übertriebenen Gebrauch von Anglizismen kritisch sehen und ihn bei manchen Menschen auch als Versuch verstehen, sich sprachlich abzugrenzen oder zu profilieren. Gerade durch das Internet gelangen heute aber viele Begriffe aus dem englischsprachigen Raum, insbesondere den USA sehr schnell in andere Sprachen und werden dort übernommen.
„Air Layer“ scheint im Gartenbau zunehmend auch im deutschen Sprachraum eine gebräuchliche Bezeichnung für das Abmoosen zu sein. Das hat mit Angeberei oder Unsicherheit wenig zu tun und ist nicht mit „Mindset“ vergleichbar, sondern ein Ergebnis sprachlicher Entwicklung..
- Nox
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Ihr habt natürlich Recht, Abmoosen ist eigentlich der bessere Begriff.
Nun habe ich den Faden hier von vorne bis hinten gelesen und mir kam es so vor, als ob "Airlayer" häufiger gebraucht wurde. Und da ich relativ neu bei den Feigen bin, versuchte ich mich - ohne gross darüber nachzudenken - an den mehrheitlich üblichen Sprachgebrauch unter den Feigenliebhabern anzupassen.
Nun habe ich den Faden hier von vorne bis hinten gelesen und mir kam es so vor, als ob "Airlayer" häufiger gebraucht wurde. Und da ich relativ neu bei den Feigen bin, versuchte ich mich - ohne gross darüber nachzudenken - an den mehrheitlich üblichen Sprachgebrauch unter den Feigenliebhabern anzupassen.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Hab dieses Jahr zum ersten Mal eine Abmoosung von meiner RdB gemacht, da der Ast eh weg musste. Ich hab ihn vor dem Eintopfen gut zurückgeschnitten und glaub schon, dass er durchkommt. Der untere Teil fängt grad an, etwas auszutreiben.
Husar, kann es sein, dass du eine "Montags"-RdB hast? Wir haben auch nicht gerade das beste Feigenklima, aber meine wächst super. Hier steht sie das 4. Jahr und sie wächst und trägt fleissig. Hab heute die erste Feige geerntet, leider ein wenig zu früh, konnte es mal wieder nicht abwarten
. Vielleicht liegt´s aber auch am Standort, bisher war im Hintergrund eine Garage, die leider seit Sommer weg ist. Bin gespannt auf den kommenden Winter.
Husar, kann es sein, dass du eine "Montags"-RdB hast? Wir haben auch nicht gerade das beste Feigenklima, aber meine wächst super. Hier steht sie das 4. Jahr und sie wächst und trägt fleissig. Hab heute die erste Feige geerntet, leider ein wenig zu früh, konnte es mal wieder nicht abwarten
- cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Auch der 3. oder 4. August ist immer noch August und nicht Mai bis Juli :-) Im übrigen ist das so viel mehr wie Ast entrinden, feuchtes Moos drumwickeln und warten, bis Wurzeln wachsen.
Es ist eine scalable, ressourceneffiziente und future oriented Technologie zur nachhaltigen Expansion von fig-specifc production units. Das ist ein best practice Ansatz. Im Rahmen des mehrwöchigen Rooting-Prozesses entsteht ein autarkes Wurzelsystem, das eine spätere organisatorische Entkopplung vom Mutterbaum ermöglicht. Die anschließende Separation stellt einen klassischen Spin-off dar, bei dem vorhandene genetische Kernkompetenzen vollständig erhalten bleiben.
Und: Technical terminology rules. Stakeholder, die sich einer terminologischen Professionalisierung verweigern, positionieren sich außerhalb des aktuellen Wissensökosystems. Also, speaked gefälligst wie Tronald Dumb, sonst gilts nicht :-)
- Nox
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Na siehste, geht doch !
Echtes Kabarett, habe kräftig gelacht !
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xenophanes
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Vorsicht, sonst wirst du bald wie "Cyber" und "Mandalorian" ausgesprochen...cydorian hat geschrieben: ↑22. Aug 2026, 14:30Auch der 3. oder 4. August ist immer noch August und nicht Mai bis Juli :-) Im übrigen ist das so viel mehr wie Ast entrinden, feuchtes Moos drumwickeln und warten, bis Wurzeln wachsen.
Es ist eine scalable, ressourceneffiziente und future oriented Technologie zur nachhaltigen Expansion von fig-specifc production units. Das ist ein best practice Ansatz. Im Rahmen des mehrwöchigen Rooting-Prozesses entsteht ein autarkes Wurzelsystem, das eine spätere organisatorische Entkopplung vom Mutterbaum ermöglicht. Die anschließende Separation stellt einen klassischen Spin-off dar, bei dem vorhandene genetische Kernkompetenzen vollständig erhalten bleiben.
Und: Technical terminology rules. Stakeholder, die sich einer terminologischen Professionalisierung verweigern, positionieren sich außerhalb des aktuellen Wissensökosystems. Also, speaked gefälligst wie Tronald Dumb, sonst gilts nicht :-)
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xenophanes
- Beiträge: 11
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Noch zu dem 15-Sorten-Paper: Finde es immer bisschen problematisch, wenn bei innerartlichen Untersuchungen solche Dendrogramme gezeigt werden.
Sowas kann leicht als Abstammungsgeschichte missverstanden werden, was aber wenig Sinn macht, wenn sich die Vorfahren munter kreuzen und rekombinieren können.
Aber auch vom Informationsgehalt der Marker hätte ich jetzt angenommen, dass sowas eher zur kostengünstigen Sortenidentifikation (Abgleich mit einer Referenzdatenbank) prädestiniert ist als für Verwandtschaftsuntersuchungen. Wäre schön, wenn mal jemand mit höher auflösenden Methoden (z.B. RAD-seq, also viele Markerloci übers ganze Genom verteilt, die dann auch sequenziert werden) drauf schauen würde... Von der Größe her wäre so ein Feigengenom ja auch noch relativ handlich.
Sowas kann leicht als Abstammungsgeschichte missverstanden werden, was aber wenig Sinn macht, wenn sich die Vorfahren munter kreuzen und rekombinieren können.
Aber auch vom Informationsgehalt der Marker hätte ich jetzt angenommen, dass sowas eher zur kostengünstigen Sortenidentifikation (Abgleich mit einer Referenzdatenbank) prädestiniert ist als für Verwandtschaftsuntersuchungen. Wäre schön, wenn mal jemand mit höher auflösenden Methoden (z.B. RAD-seq, also viele Markerloci übers ganze Genom verteilt, die dann auch sequenziert werden) drauf schauen würde... Von der Größe her wäre so ein Feigengenom ja auch noch relativ handlich.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
@Arni99:
danke für den Hinweis.
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