Wächst leider auch nicht in Deutschland im Wald oder so
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Hepatica 2007 (Gelesen 46989 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
Re:Hepatica 2007
Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen. Albert Camus
Re:Hepatica 2007
Wie's in NRW aussieht, weiss ich nicht. Hier in Niederbayern gibt es aber große Bestände. Nur, die Suche nach weissen Exemplaren ist fast aussichtslos. Siehst du es mal weiss leuchten, ist es garantiert ein Buschwindröschen, das unter den Leberblümchen wächst. Und dann erst ein gefülltes - da ist Lottospielen erfolgversprechender! ;)knorbs, dein H. henryi ist ein Hammer. Hast Du aber im Pott, oder?Gibt es auch in NRW größere Bestände, in denen man nach einem weiß-gefüllten suchen könnte?
Re:Hepatica 2007
naja...im wald nicht, aber "so" schon...bei mir im gartenWächst leider auch nicht in Deutschland im Wald oder so
z6b
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Re:Hepatica 2007
Dann muss ich von einem wirklich schrecklichem Erlebnis erzählen. Gestern abend kommt einer von 'ner Baufirma zu mir, weil was im Außenbereich auszubessern ist. Tritt der mir doch in mein Beet, gerade an der Stelle, wo Hepatica nobilis var. nobilis ‘Ladislav’ und 'Rubra Plena" stehen. Bin dann noch mit der Taschenlampe raus, um den Schaden anzusehen. Heute früh habe ich dann erleichtert feststellen können, dass der Schuhabdruck haarscharf daneben lag.
Re:Hepatica 2007
...dann ist wahrscheinlich eine Reise nach Oberitalien erfolgsversprechender - dort kann ich mich an Bestaende erinnern, in denen ich kein blaues (!) gefunden habe - aber ein gefuelltes weisses zu finden, wird auch dort dem vielzitierten Lottogewinn entsprechen.sG tomirWie's in NRW aussieht, weiss ich nicht. Hier in Niederbayern gibt es aber große Bestände. Nur, die Suche nach weissen Exemplaren ist fast aussichtslos. Siehst du es mal weiss leuchten, ist es garantiert ein Buschwindröschen, das unter den Leberblümchen wächst. Und dann erst ein gefülltes - da ist Lottospielen erfolgversprechender!
Re:Hepatica 2007
@ebbieich denke, selbst wenn der dödel drauf gestiegen wäre, hätten es deine heps überlebt.@tomiralso im gebiet um den ledrosee (nähe gardasee) habe ich auch bestände mit weißen gesichtet, aber die blauen waren da noch eindeutig in der überzahl, aber nur weiße...boah
. hatten die alle marmorierte blätter?@cypshat dein weißes gefülltes hep. nobilis marmorierte blätter?
z6b
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Re:Hepatica 2007
... musst wohl etwas weiter im westen guckenalso im gebiet um den ledrosee (nähe gardasee) habe ich auch bestände mit weißen gesichtet, aber die blauen waren da noch eindeutig in der überzahl, aber nur weiße...boah![]()
. hatten die alle marmorierte blätter?
Re:Hepatica 2007
Hallo Norbert,mein weißgefülltes hat herkömmliches, grünes Laub.In meiner Gegend (Kalk) gibt es wirklich starke Bestände an Hepatica.Vorallem in Buchenwälder, aber auch in Fichtenwälder sind diese zu finden.Das gezeigte Foto stammt vom letzten Jahr.Ursprünglich stammt die Pflanze aus Tschechien, wurde getauscht gegen ein weisses Daphne cneorum.Dies ist viele Jahre her, da dieser Seidelbast heute nicht mehr die ganz grosse Rarität darstellt, und sicher kein adequates Tauschobjekt mehr darstellt..Die Pflanze erfreute sich bisher etliche Jahre im südost-österreichischen Klima im Freiland.Bisher konnte ich bei Feldbeobachtungen feststellen, dass in grossen Populationen einige Pflanzen mit mehr oder weniger Marmorierung zu finden sind.Einige dabei tragen auch schönes, dunkles Laub, mit höherem Antrocyan-Gehalt.Ich vermute, dass dies genetisch veranlagt ist, und nicht Standort-bedingt (dies muss ich noch genauer abklären).Spannend ist es, dass auf Kalk kaum der Farbton rosa zu finden ist, der Anteil an Weissfärbigen steigt vom Tiefland (ca. 500m MH) von < 5% in der montanen Zone (ca. 1000m MH) auf weit über 50% an.Auf Schiefer, Granit etc. finden wir auch Hepatica.Hier ist der Anteil an Blaublütigen sehr gering, vorallem rosa dominiert !Könnte sein, dass die Bodenbeschaffenheit einen Chemismus bewirkt, der ausschlaggebend für die Färbung ist ?! Auch der Anteil an mamorierten Blättern ist auf Granit sehr hoch.Gefüllte H. henryi sind sicher eine günstige Alternative, die Blütengrösse wird aber nicht ganz an die H. nobilis heranreichen.BTW: Es soll in Tschechien oder Polen ein Gebiet geben, dass aus geologischen Gründen (Monazitsand-Uran, Thorium ?) bereits strahlt.Das Gebiet soll reich an Hepatica sein und bekannt für überdurchschnittliche Fundraten für `gefüllte`und andere Mutanten....Ich werde nochmal recherchieren.....Habe ja schon seit einem Jahr den Wunsch im Frühjahr eine Woche durch die Wälder zu wandern, einen kleinen Anteil der Millionen Hepaticas zu durchsuchen...hoffentlich wird heuer was draus, Cyps
Re:Hepatica 2007
das ist allerdings wahr...hätte auch ein gefülltes yamatutai sein sollen. da yamatutai deutlich größere blüten als nobilis hat, gehe ich davon aus, dass die gefüllten yamatutai-formen auch größere blüten haben. aber wie man chen yi so kennt...letztes jahr falsch geliefert + heuer trotz versprochenem reklamationsersatz nicht mehr lieferbarGefüllte H. henryi sind sicher eine günstige Alternative, die Blütengrösse wird aber nicht ganz an die H. nobilis heranreichen.
z6b
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Katrin
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Re:Hepatica 2007
So, Neuanfang.Hallo Cyps, ich habe mich sehr über dein ausführliches Post gefreut, so ähnliche Gedanken mache ich mir auch schon seit ein paar Wochen. Das tagelange Suchen in den heimischen Wäldern praktiziere ich nun schon seit einigen Jahren. Es macht große Freude und kein Mitwanderer kommt umhin, selbst nach Besonderheiten Ausschau zu halten. Vor allem, seit durch den Fund des Gefüllten der Erfolg solcher Aktionen quasi bewiesen wurde. Bisher habe ich das allerdings nur im nördlichen Alpenvorland, auf Kalkboden in einer Höhenlage von 400 - 800m gemacht.Hier ist der Anteil an weißen Exemplaren gebietsweise höher. Ich vermute, dies geht auf einzelne Mutationen zurück, die sich, da sie ja rein aus Samen fallen, in ungestörten Biotopen vermehren konnten. Denn im Gegensatz zu Stellen mit etwa 20% Anteil von Weißen gibt es Flächen bei absolut gleichen Licht-, Feuchtigkeits- und Bodenvoraussetzungen, die nur ganz gewöhnliche blaue Pflanzen aufweise, ja nicht einmal Variation in der Blütengröße.Interessant finde ich das ebenso gebietsweise Auftreten von Pflanzen mit gefleckten/marmorierten Blüten. Niemand konnte mir bisher sagen, wie diese entstehen. Ich schließe ein Krankheit aber ob der jährlich gleich bleibenden Färbung aus. Hier wäre ein Beispiel:
Spannend ist es auch mit den symmetrisch zweifärbigen Exemplaren. Sie könnten irgendwann einmal vielleicht eine Alternative zu den japanischen Hepaticas werden.
Da hätte ich auch noch eine Frage an dich, Cyps: Wie kommt es, dass manche Hepaticas an ein und der selben Pflanze von Blüte zu Blüte eine unterschiedliche Anzahl von Blütenblättern aufweisen? Bisher ging ich davon aus, dass Pflanzen mit einer solchen Blüten grundsätzlich auf gutem Boden höher zählige Blüten produzieren - aber stimmt das auch? Dieses hier wäre dann sicher sehr schön:
Heuer werde ich erstmals auch die Steiermark durchstreifen
. Ein Gerücht besagt, in der Obersteiermark gäbe es Populationen mit nur Weißen, ebenso wie es im Innviertel entlang der Flüße, die Kalkgestein aus den Bergen ins Flachland transportiert haben, stellenweise nur rosa Pflanzen wachsen.Es ist eine spannende, unendliche Geschicht. VLG, Katrin
"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."
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Re:Hepatica 2007
@ Katrin:Danke für Deine Fragen, aber ich gehe davon aus, dass ich diese nicht wirklich beantworten kann.Leider fehlen mir Erfahrungen aus Aussaaten, die mir helfen die Vererbung richtig zu verstehen.Zumindest Färbung und auch Blattmusterungen werden weitervererbt, dass kann man von Absaaten ablesen.Ich gehe auch davon aus, dass der Nährstoffgehalt und Pflanzengrösse Ausschlag über Blütenanzahl, -grösse und Blütenblätteranzahl geben.ich gehe da nicht von einer genetischen Fixierung aus: Bei einem Spaziergang im Jänner ist mir ein H. nobilis mit überdurchschnittlich grossen Blättern bzw. Knospe aufgefallen, dass mich mehr an H. maxima erinnert.Ich werde die Pflanze fotografieren und hier vorstellen.Doch gehe ich davon aus, dass diese Einzelpflanze einfach standortbedingt gut steht !Mamorierungen an Blättern können auch in unseren Populationen überall vereinzelt mehr oder weniger ausgeprägt beobachtet werden.Auch mir ist eine Pflanze zugekommen, die aus dem Bereich Gardasee stammt, und aus deren Population alle schön gezeichnet sind.
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Katrin
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Re:Hepatica 2007
Hallo Cyps,die Vererbung bei Hepatica wäre ein wichtiger Punkt, um sämtliche Entwicklungen in Bezug auf Blütenfarbe etc. zu verstehen. Kann man also hoffen, bei Nebeneinanderpflanzung von geflecktblättrigen Exemplaren mit anderen irgendwann einmal auch solche Sämlinge zu haben? Das dauert natürlich, schon klar, aber grundsätzlich?Müssten nach deinen Erfahrungen mit Blütenblätteranzahl in Verbindung mit Nährstoffen nicht eigentlich alle im Garten gezogenen Hepatica größere Blüten, Blätter und meh Blütenblätter haben? Bei manchen ändern sich das aber nie. Ich habe eine sehr große Pflanze (> 70 Blüten) in sehr gute Erde gesetzt - ich bin mal gespannt, ob sie nun auch merklich mehr Blütenblätter aufweist.Die Saison müsste schon längst beginnen, bei all den Fragen ;)Liebe Grüße,Katrin
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ich
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Re:Hepatica 2007
Meine Erfahrung beim Aussäen ist, z.B. dass kleinblättrige Pflanzen auch kleinblättrige Nachkommen haben. Ich habe eine Pflanze, die besonders kräftig ist. Deren Sämlinge haben sehr viel häufiger als beim Durchschnitt drei Keimblätter. Die Sämlinge sind größer und kräftiger als bei anderen Pflanzen. Sie stehen alle in der gleichen Erde. Für mich sehr erstaunlich ist, das ein Teil der Sämlinge dieser Pflanze gefleckte Blätter hat obwohl die Mutterpflanze über keine Flecken verfügt.
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Re:Hepatica 2007
Die Japaner wollen eindeutig nicht mehr warten 
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Re:Hepatica 2007
'Tsumabeni' hat sonst eine eindeutig helle Mitte. Wo die in diesem Jahr geblieben ist, möchte ich auch mal wissen.
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