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Füchse (Gelesen 21414 mal)
Moderator: partisanengärtner
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Amur
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Re:Füchse
Tja die Sache mit den Füchsen.Verwerten kann man den Balg (also das Fell). Allerdings sind die Zeiten in denen man für einen Balg 100 Mark bekam vorbei. Früher verdienten sich Förster die fleißig bei Fuchsbejagung waren, damit ein schönes Nebeneinkommen, denn die Bälge durften sie auf eigene Rechnung verkaufen, während das Rehwild ja für die Forstverwaltung verkauft wurden. Meist bekommt man ihn heut nicht mal mehr verkauft. Das Fleisch wird nicht verwertet. Es wäre eine Trichinenuntersuchung nötig und die kostet mehr als man für das Lebensmittel bekommt abgesehen davon das Fuchs jetzt bei uns so wenig populär ist wie Hundebraten. Durch die Bekämpfung der Tollwut seit den 80er Jahren leben heute um vieles mehr an Füchsen als das früher der Fall war. Die wellenartig durchs Land gehenden Tollwutepidemien haben meist über 80% der Füchse dahingerafft. Übrigens gab es seit den 50er tötlich verlaufende Tollwutinfektionen praktisch nicht mehr. Die meisten Tollwutansteckungen wurden vom Urlaub mitgebracht. Beim Fuchsbandwurm ist die Erkrankungsrate schon höher. Sofern der befallene Teil sich nicht operativ entfernen läßt (meist ist die Leber befallen), gibts m. W. auch noch keine Heilung nur verzögernde oder aufhaltende Massnahmen. Ob man Wildtiere im Garten füttert ist wohl eine immerwährende Diskussion. Vögel werden ja auch gefüttert. u. U. sogar das ganze Jahr wie man hier liest. Allerdings gehört der Fuchs zum jagdbaren Wild und dafür gibts Bestimmungen zur Fütterung, die letztendlich auch der Nichtjäger einhalten muß. Aber wo keine Kontrolle....In Vogelschutzgebieten machen die vielen Füchse durchaus Probleme. Von daher ist die Tollwutbekämpfung nicht nur positiv zu sehen.
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chris_wb
Re:Füchse
Zum Thema Marder: In der Scheune unserer Nachbarin leben seit Jahren Marder und ziehen fleißig ihre Jungen groß, die auch nachts auf unserem Hof herumtollen. Noch nie ist denen auch nur ein einziges unserer Hühner oder derer unserer Nachbarin zum Opfer gefallen!Und zum nächtlichen Wegsperren der Hühner: Das ist bei uns selbstverständlich. Am vergangenen Sonntag saßen wir beim Mittagessen, während sich der Fuchs sein 9. Opfer in diesem Frühjahr geholt hat! Ja, mittags, kurz nach 12.00 Uhr ist er über die Zäune gestiegen und hat sich seine eigenes Sonntagsmahl organisiert!
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Re:Füchse
Zwischen keine Fälle und wenige ist ein Faktor von unendlicher Größe

Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.
Axel
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Amur
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Re:Füchse
In Wikipedia findest du ein paar Zahlen. Es wird keine große Epidemie geben. Aber die Tollwut verursachte ja auch keine große Anzahl von Erkrankungen bzw. deutlich weniger als die Echinokokose heute und trotzdem wurde bzw. wird ein enormer Aufwand betrieben und die Auswirkungen in der Natur sind kaum zu erfassen.
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Conni
Re:Füchse
Max, wenn ich mich richtig erinnere, war es ein Erkrankungsfall auf eine Million Einwohner im Gebiet. (Ich lese gern morgen noch mal nach und berichte über die korrekte Zahl). Jedenfalls war es eine sehr niedrige Zahl, wenn man mit Verkehrstoten oder anderswie verunfallten/erkrankten Menschen vergleicht.Amur: nochmal, von Fütterung war nicht die Rede. Auch Paulownia, die meines Erachtens die einzige war, die sowas erwähnte, sprach nur von Ausbringung von Entwurmungsmitteln (via Futter) einmal im Jahr und nicht von Fütterung. Dass man Füchse auf keinen Fall füttern oder handzahm machen sollte, darüber waren wir uns wohl alle einig! Dass Hühner nachts eingesperrt werden sollten und dass das trotzdem nicht unbedingt vor Füchsen schützt, ist auch selbstverständlich (vor allem im Frühjahr, wenn die jungen Füchse gefüttert werden müssen).
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Re:Füchse
Naja.Wir haben das verstanden. Reste vom Fleisch zubereiten oder mal das eine oder andere kommt auf einen weißen Porzellanteller und er bekommt es serviert.
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Re:Füchse
Als einzige Alternative, um die Füchse eventuell zu vergraulen sähe ich eigentlich nur die ständige Anwesenheit eines Hundes.Ich habe übrigens gestern unweit unseres Hauses eine Fuchsmutter mit drei oder vier Jungen beobachtet, die offenbar gerade eine Einweisung in das Verhalten im Straßenverkehr bekommen haben...
Die Kleinen waren äußerst niedlich und ich habe mich köstlich amüsiert. Deren Wohnort ist ein sehr verwilderter Garten.
Viele Grüße von
RosaRot
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Re:Füchse
zitiert aus dem Eingangspost von mir.
Ob es die Katzen der Nachbarn fressen oder der Fuchs, das ist uns eigentlich egal. Der Marder wäre auch willkommen.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
— Robert M. Sapolsky
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Qualitatives Wachstum hat keine Grenzen. 6b
Re:Füchse
Bei meiner letzten Recherche war die Erkrankungsrate extrem gering. Zwei peaks gab es Jäger und Landwirte. Bei letzteren nahm man an das sie durch Den Staub der durch Erntemaschinen aufgewirbelt wird (enthält unter anderem auch Reste vom Fuchskot auf den Feldern) infiziert wurden. Das Fazit war die Infektion durch eingeatmete Eier sei möglicherweise der Hauptinfektionsweg. Bei Jägern wäre so etwas möglich beim Abziehen des Fells. Ob diese Vermutungen inzwischen erhärtet sind weiß ich nicht. Im Übrigen sind viele Jäger sehr zufrieden mit der Bandwurmhysterie, das hält die lästigen Pilz und Beerensucher aus dem Wald. (Aussprüche einiger Jäger mit denen ich bekannt bin.)
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Axel
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Re:Füchse
gut, dass jemand von uns mit den Jägern bekannt ist.
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— Robert M. Sapolsky
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Re:Füchse
Vielleicht kann man ja das Hühnergehege mit E-Draht sichern?Ich denke da an diese Schafzäune mit Strom.
LG Margrit
"Willst du wertvolle Dinge sehen, so brauchst du nur dorthin zu blicken, wohin die grosse Menge nicht sieht" (Laotse)
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Re:Füchse
...und die erschießen aus Frust über so wenige Füchse für so viele Jäger meine Katze! Und ich muss mir noch sagen lassen "selbst schuld, was suchst Du Dir auch eine "fusse" (rote) Katze."gut, dass jemand von uns mit den Jägern bekannt ist.![]()
Liebe Grüße Barbara
Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.
(Jane Fonda)
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Re:Füchse
Hunde helfen auch nicht immer gegen Füchse:Bei uns kommt regelmässig einer mitten ins Dorf und frisst bei einem der Nachbarn, der immer Katzenfutter offen anbietet. (Igel bedienen sich dort auch, was sonst noch alles, möchte ich gar nicht wissen).Der Fuchs und der Border Collie des anderen Nachbar laufen dann in trauter Eintracht ein Stück zusammen den Weg entlang, bis der Fuchs sich ins Gelände verabschiedet und der Collie wieder heim kommt.LG usch