Ja, bei mir gibt's die alle, jede hat eine Bedeutung für spezielle Wildbienen und Schmetterlinge. Bei mir im sauren Sand funktionieren die ungegossen gut wie schon geschrieben und man kann sie einfach zwischen andere Stauden im konventionellen Staudenbeet pflanzen. Bei wechselfeuchten Böden wird das vermutlich schwieriger sein, wie Andreas schrieb.Rokko21 hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 12:46 Gestern habe ich bei einem Spaziergang am ehemaligen Tagebau die Esparsette blühen sehen. Völlig unbeeindruckt von der Dürre im braunen Gras. Eigentlich attraktiv genug besonders für Naturgärten.
Gilt als einheimische Pflanze. Genauso vital waren viele Exemplare der Wegwarte und der Luzerne.
Die Luzerne wurde besonders stark von Faltern angeflogen. Viel Auswahl hatten die aber auch nicht.
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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 12961 mal)
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
@semicolon: Ich habe auch schon Oleander hier im Freiland überwintert (wintermilde Ecke). Das Problem sind die Pilzkrankheiten auf den Blättern und jungen Trieben über den nassen Winter. Ich habe meinen dann rausgeschmissen, sah zu hässlich aus nach dem Frühjahr.
Es gibt jedoch zur Zeit prächtig blühende ausgepflanzte Exemplare in der Nachbarschaft, vielleicht sind die regenfester ? Muss ich nochmal probieren.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Bis zum Herbst sehen sie hier gut aus, die Blattflecken kommen erst spät im Jahr. Ausgepflanzt kommen sie viele Winter durch, aber nach 5 Jahren oder irgendwann gibts doch mal eine Woche kalt und sie wintern bei Kahlfrösten aus.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Vor drei Jahren fiel mir die Kinnlade runter, als ich in einem Innenhof ausgepflanzte Oleander gesehen hatte, die offensichtlich dort schon eine Weile standen. Ein paar 100 m weiter in einem nicht geschlossenen Innenhof hatte ich die dann auch mal draußen gelassen - sie haben’s überlebt, waren aber fast komplett braun und haben dann natürlich nicht, wie auch in den Folgejahren, mehr geblüht. In den Außenbezirken würde ich denen gar keine Chance geben, die dürften dort auch nicht wieder austreiben. Den Jasmin versuch ich erst nicht, armandii diese Jahr mal wieder, in einem Innenhof Innenstadt. Die letzten sind alle im ersten Winter verstorben.
Esparette ist bei mir nie alt geworden, spätestens nach zwei Jahren waren sie weg. Auch bei neu angelegten Wiesen kann man das beobachten, jedenfalls hier blühen die im ersten Jahr schön, sobald die Fläche geschlossen ist, also spätestens im dritten Jahr, ist es vorbei mit Onobrychis.
Weiterhin kommen hier lauter Vorschläge für Pflanzen in der Sonne. Ich denke da gibt es genug im Angebot, selbst wenn es nicht überall passt. In meinen Augen ist das Problem trockener Schatten: da fallen mir weder Gehölze noch Stauden jenseits der altbekannten wie Steinsame oder Luzula nivea ein.
Esparette ist bei mir nie alt geworden, spätestens nach zwei Jahren waren sie weg. Auch bei neu angelegten Wiesen kann man das beobachten, jedenfalls hier blühen die im ersten Jahr schön, sobald die Fläche geschlossen ist, also spätestens im dritten Jahr, ist es vorbei mit Onobrychis.
Weiterhin kommen hier lauter Vorschläge für Pflanzen in der Sonne. Ich denke da gibt es genug im Angebot, selbst wenn es nicht überall passt. In meinen Augen ist das Problem trockener Schatten: da fallen mir weder Gehölze noch Stauden jenseits der altbekannten wie Steinsame oder Luzula nivea ein.
Zuletzt geändert von hobab am 18. Aug 2026, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Hier hat Zypergras, Cyperus alternifolius, auf dem Balkon den Winter überlebt. Nicht nur das, es hat sich auch erfolgreich ausgesamt. Finde ich beachtlich, für eine nicht Frostfeste Zimmerpflanze.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Dann probiere doch direkt eine der robusteren Sorten aus? An der Kälte kann es bei euch schonmal nicht liegen. Könnte mir aber auch vorstellen, dass Bretagne im Winter deutlich feuchter ist als bei uns? Ich hatte bisher noch nie Probleme, weder zurückfrieren noch irgenwelche Krankheiten, und wir hatten jetzt eine Reihe an üblen Wintern mit bis zu -10° und meine damals einzigen beiden Sorten sind nicht für besondere Winterhärte bekannt. Generell werden innerstädtisch seit Jahren keine Oleander mehr eingeräumt. Mir sind schon einige tote Kübel-Orangen oder geschädigte Oliven begegnet, Oleander sahen bisher aber immer gut aus.Nox hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 13:45 @semicolon: Ich habe auch schon Oleander hier im Freiland überwintert (wintermilde Ecke). Das Problem sind die Pilzkrankheiten auf den Blättern und jungen Trieben über den nassen Winter. Ich habe meinen dann rausgeschmissen, sah zu hässlich aus nach dem Frühjahr.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Habe seit ca. 7 Jahren ganzjährig eine Pflanze im Kübel auf der Terrasse. Leider hat sie sich im zu kleinen Topf so festgewachsen, dass ich sie nicht mehr rauskriege, deshalb erreicht sie pro Saison vielleicht nur noch max. 1m Höhe. Wichtig für eine sichere Überwinterung ist, dass sie komplett im Wasser steht und im Fall der Fälle zu einem massiven Eisblock durchfriert. Damit schaffen es auch robustere Echinodorus mit südlicherer Verbreitung.thuja thujon hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 14:07 Hier hat Zypergras, Cyperus alternifolius, auf dem Balkon den Winter überlebt. Nicht nur das, es hat sich auch erfolgreich ausgesamt. Finde ich beachtlich, für eine nicht Frostfeste Zimmerpflanze.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Auf kalkhaltigem Lehm völlig ohne gegossen worden zu sein, dazu noch vollkommen unter der Baumkrone des großen Feldahorns schlagen sich Osmanthus x burkwoodii und Ligustrum ovalifolium ‘Aureum’ erstaunlich gut - hatte Fotos am Anfang des Threads gepostet.
Davor ist die Fläche mit Cyclamen hederifolium, von denen ich fest ausgehe, dass sie auch diese wesentlich extremere Dürre als die davor überleben und blühen, falls es wieder regnet.
Dazwischen hab ich Melica uniflora albida gepflanzt, das sieht inzwischen zwar auch heuig aus, ich glaube aber, es wird leben.
Geranium robertianum album steht da auch, der trocknet zwar in solchen Sommern weg, kommt aber immer wieder mit vielen Sämlingen.
In der Shrubbery wird punktuell gegossen, deswegen ist die Beurteilung schwieriger.
Asarum europaeum ist sehr trockenheitsresistent bei mir.
Zuerst werden die glänzenden Blätter matt, dann kippen sie seitwärts - richten sich aber wieder auf, wenn wieder Wasser kommt.
In den letzten Jahren hab ich schon verstärkt Polystichum setiferum in Sorten gepflanzt, auch Dryopteris filix-mas ist robust, sieht dann aber nicht mehr ganz so toll aus.
Aucuba, Ilex aquifolium, Viburnum lantana ‘Variegata’, Mahonia confusa 'Narihira', Nandina domestica schlagen sich sehr gut.
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“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Hier wachsen in trockenem Schatten Osmanthus, Geranium und Efeu.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Osmanthus ist mir hier immer wieder erfroren, egal welcher. Aber langsam bin ich soweit es noch mal zu probieren - also Danke für den Hinweis. Efeu ist eher was, was hier ausgerottet wird, es wächst nur zu gut und überall. Mahonia ´Soft Caress´ ist mir auch mehrfach erfroren, aber soviel Auswahl gibt es nicht: werde ich noch mal versuchen, mit einer anderen Sorte halt, wenn erhältlich (schwierig hier). Lantana ist hart, aber mit Schneeball mach ich hier generell nicht die besten Erfahrungen bei Trockenheit. Ganz schlecht ist der schöne plicatum, aber auch andere haben es schwer.
Wie macht sich denn davidii bei euch?
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Knoblauch, Tulpen und Schneeglöckchen zeigen hier auch gerade kein vertrocknetes Laub und harren der Dinge, die noch kommen.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
du meinst so wie meine Brieftasche? Die hat auch kein vertrocknetes Laub und harrt der Dinge die noch kommen...
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Bei uns hier im Winter kann es in der Nacht -3°C bis -5°C geben. Ganz kalt sagen wir, wenn es dann einige Zeit tagsüber auch nicht mehr taut. Aber es gibt halt sehr viel Regen. Welche robusten Sorten in Bezug auf Pilzfestigkeit kennst Du denn ?semicolon hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 14:12Dann probiere doch direkt eine der robusteren Sorten aus? An der Kälte kann es bei euch schonmal nicht liegen. Könnte mir aber auch vorstellen, dass Bretagne im Winter deutlich feuchter ist als bei uns? Ich hatte bisher noch nie Probleme, weder zurückfrieren noch irgenwelche Krankheiten, und wir hatten jetzt eine Reihe an üblen Wintern mit bis zu -10° und meine damals einzigen beiden Sorten sind nicht für besondere Winterhärte bekannt. Generell werden innerstädtisch seit Jahren keine Oleander mehr eingeräumt. Mir sind schon einige tote Kübel-Orangen oder geschädigte Oliven begegnet, Oleander sahen bisher aber immer gut aus.Nox hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 13:45 @semicolon: Ich habe auch schon Oleander hier im Freiland überwintert (wintermilde Ecke). Das Problem sind die Pilzkrankheiten auf den Blättern und jungen Trieben über den nassen Winter. Ich habe meinen dann rausgeschmissen, sah zu hässlich aus nach dem Frühjahr.
Es gibt jedoch zur Zeit prächtig blühende ausgepflanzte Exemplare in der Nachbarschaft, vielleicht sind die regenfester ? Muss ich nochmal probieren.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Immergrüne Eichen sind ausgesprochen dürreresistent, halt dort, wo sie genügend winterfest sind:
Quercus ilex natürlich auch, die sät sich sogar schon selber aus hierzulande (nicht im Bild) und Korkeichen hat die Gemeinde als Strassenbaum gepflanzt.
Quercus phillyreoides links, sattgrün - rechts daneben Ligustrum arboreum, ein wenig leidend.

Quercus myrsinifolius mit elegantem Wuchs:

Salvia "Gracias" von Quissac: bildet Teppiche und ich dachte schon, er sei gegrillt - heute nacht gab es wohl 2mm Regen und die Blätter entrollen sich wieder leicht:

Quercus ilex natürlich auch, die sät sich sogar schon selber aus hierzulande (nicht im Bild) und Korkeichen hat die Gemeinde als Strassenbaum gepflanzt.
Quercus phillyreoides links, sattgrün - rechts daneben Ligustrum arboreum, ein wenig leidend.
Quercus myrsinifolius mit elegantem Wuchs:
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Mindestens eine offizielle, 30jährige, ausgepflanzte Korkeiche gibts auch in Luxemburg
Bin zufällig über nen Artikel darüber gestolpert, ein portugiesischstämmiger Luxemburger hat sie als Eichel aus Portugal mitgebracht und gepflanzt und gehegt.
Die restlichen Eichen-Arten sind schön!
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