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Ernährungsformen (Gelesen 21491 mal)

Verwenden, haltbar machen, zubereiten und genießen

Moderator: Nina

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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Ernährungsformen

Blush » Antwort #495 am:

uliginosa hat geschrieben: ↑6. Okt 2026, 08:09
Niemand kann leben, ohne dass anderes Leben dafür sterben muss.

Jeder kann sich ernähren wie er will. Aber wenn versucht wird, die Entwicklung und die Physiologie des Menschen zu leugnen und wenn junge Menschen, die einfühlsamsten und v.a. Mädchen, verführt werden, dann geht das zu weit.
Ich stimme dem ersten zitierten Satz zu. Ich finde es allerdings eher zum k*tzen als appetitanregend, Tiere unter nicht artgerechten Bedingungen zu halten, sie mit Medikamenten vollzupumpen, sie unter Angst, Durst und Enge durch das Land zu karren, um sie dann in riesigen Schlachthöfen zu töten, damit möglichst täglich ein billiges Schnitzel auf dem Teller landet. Wenn das nicht Erheben ist, weiß ich auch nicht. Ich esse Fleisch, habe ich ja bereits geschrieben. Allerdings gelegentlich und ich bin wirklich froh, dass wir es uns noch leisten können, dann Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren aus handwerklicher Schlachtung, regional, vor Ort, ohne diese quälenden Transporte, zuzubereiten. Mein Respekt gilt übrigens denen, die schlachten können. Mein Vater musste sich zusammen mit seinem Kumpel gnadenlos besaufen, um unsere Kaninchen schlachten zu können. Ich möchte nicht wissen, wie oft die daneben gekloppt haben. Thuja kann's hoffentlich nüchtern.

Zum zweiten. Hier ist es semicolon, der auf eine vegane Ernährung umgestiegen ist. Er hat gut erklärt, warum und wie, aber nicht versucht, jemanden zu missionieren. Ich weiß auch nicht, ob die Aussage generell stimmt. Die Kinder und Jugendlichen, mit denen ich gearbeitet habe, waren keiner Indoktrination ausgesetzt. Und mal ehrlich, die Aufregung um den vor Jahren von den Grünen vorgeschlagenen Veggie-Tag in Kantinen fand ich absolut lächerlich! Ich halte es eher für gesund, mal einen Tag kein Fleisch zu essen. Und bevormundet hätte mich das auch nicht.
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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Ernährungsformen

Blush » Antwort #496 am:

Das noch, weil Thuja Brot/Brötchen angesprochen hat. Hier im Hamburger Speckgürtel kostet Vollkornbrot ab 9 Euro das Kilo, ich habe auch schon fast 12 Euro für 750 Gramm Schwarzbrot bezahlt, was wirklich lecker ist. Im Winter will ich wieder selber Brot backen, falls jemand mitliest, der Sauerteigansatz über hat, den nähme ich gerne. Mein eigener verstarb durch langes Nichtpflegen.
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Re: Ernährungsformen

thuja thujon » Antwort #497 am:

Wie kann man eigentlich glauben, dass Tiere in den Höfen gequält werden, dass dem Bauer auch noch Spaß macht und der sie mit Medikamenten vollpumpt, dass die Tiere noch fetter werden?
Bei so einer Mißhandlung würden die Tiere krank und der Bauer pleite werden. Es werden keine Tiere mit Medikamenten vollgepumpt in Deutschland. Und mal so nebenbei, dürfen kranke Tiere keine Medikamente kriegen? Dürfen die nicht das Privileg wie wir Menschen bekommen? Soll man die immer gleich schlachten, wenn sie einen Schnupfen bekommen? Macht man im Krankenhaus doch auch nicht, oder?

Und was artgerechte Haltung ist, ist ziemlich gut geregelt. Der Katzenmessiehaushalt, wo die Tiere in der Wohnung aus reinem Spaß an der Freude gefangen gehalten werden, ists meiner Meinung nach nicht.

Edit: was die Schlachtung angeht, Hasen werden nicht geschlachtet, in dem man wahllos und besoffen so lange drauf einschlägt, bis ein Schnitzel rauskommt. Ich habe vor rund 30 Jahren als Kind schon mit Bolzenschussgerät Hasen geschlachtet, da war nix mit Knüppel. Knüppel gibts noch bei Fischen zum betäuben, töten aber durch Herzstich. Das ist die einzige erlaubte Methode in Deutschland, Kiemenschnitt ist es nicht. Wer Fleisch essen möchte, sollte auch schlachten können. Ist aber eine Idealvorstellung, viele konnten es früher auch schon nicht, heute werden es weniger und Chicken Nuggets oder Bärchenwurst entfremden immer weiter von der Natur.
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Re: Ernährungsformen

cydorian » Antwort #498 am:

thuja thujon hat geschrieben: ↑6. Okt 2026, 00:11 Unabhängig davon, in einem Gartenforum könnten wir echt mehr über Gemüse reden. Auch Obst...
Ein japanisches Wort für Vegetarier heisst direkt übersetzt "Gemüseesserismus"
thuja thujon hat geschrieben: ↑6. Okt 2026, 00:11Wollen wir da mal einen Strang aufmachen?
Fleischtierhaltung im Garten. "Tiere selber Schlachten, die wir essen"? Warum nicht? Aber so wie dieser Thread vielleicht eher in Gartenmenschen passend.
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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Ernährungsformen

Blush » Antwort #499 am:

tt, ich glaube es zum Beispiel deswegen
https://www.tierschutzbund.de/ueber-uns ... enhaltung/
oder deswegen
https://www.sueddeutsche.de/bayern/schl ... li.3329593

Die KI sagt mir, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht/Mast zurück gegangen ist. Das ist erfreulich! Wir sind aber bestimmt einer Meinung, dass die Besatzdichte mit dem Ausbruch von Krankheiten zusammen hängt. Ich hatte übrigens nicht vor, Bauern zu diskreditieren. Ich würde allerdings den Begriff Bauer nicht verwenden für Betriebe, in denen 5 Puten auf einem Quadratmeter gehalten werden.

Selbst schlachten zu können, um Fleisch zu essen ist ebenso konsequent, wie gar kein Fleisch zu essen, weil man die Bedingungen ablehnt. Beides verdient und hat meinen Respekt. Ich habe mich zum Ton hier geäußert, darum ging's mir vor allem, insofern gärtnere ich jetzt weiter. Tomaten muss ich auch noch ernten. Und mir überlegen, wie ich die grünen verarbeite. Ist ja Gartenküche hier. ;)
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Re: Ernährungsformen

thuja thujon » Antwort #500 am:

Du nimmst das für voll, was der Skandal bringt Spende-Verein und die Tierfilm-Einbrecher (Tierquälerei, wenn man die heimlich Nachts erschreckt) da veranstalten?

Was ist denn bei dem Schlachthof rausgekommen? Im Link vom Tierschutzbund ist leider nicht erkennbar, um was es geht.
Ich kann mit Informationen, die keine Informationen sind, nicht viel anfangen. Den Hinweis mit den schwarzen Schafen spare ich mir, finde es jedoch bedenklich, wenn steter Tropfen den Stein so aushöhlt, dass fest an Unwahrheiten geglaubt wird, egal wie absurd sie sind. Beispiele wie die Weizenbiene, die totreife Getreideähren bestäubt und an Glyphosat stirbt, gibts leider viele.
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