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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Verfasst: 28. Apr 2026, 21:35
von semicolon
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Camellia 'Kumagai'. Habe sie so lange gesucht nur um nach einer erfolgreichend Jagd festzustellen, dass ich sie bereits seit Jahren im Vorgarten ausgepflanzt habe.
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Unscheinbar, macht mich aber sehr sehr glücklich. Auspflanzversuch der Mandevilla laxa ist geglückt! Sie treibt sogar aus dem Altholz aus. Hatte sie bisher nur einmal im Topf bis zur Blüte bekommen - sie ist unglaublich schön, großblütig und duftet absolut genial. Wieder ein kleiner Meilenstein im Exotengärtnern.
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Clerodendrum bungei war meine Obsession 2025. Alle Exemplare haben nicht nur Unmengen an Ausläufern gebildet, sondern trieben nach dem Winter aus dem Altholz aus. Das bedeutet eine der spektakulärsten Blüten vom Sommer bis zum Frost!

Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Verfasst: 28. Apr 2026, 21:44
von semicolon
Gartenplaner hat geschrieben: 28. Apr 2026, 20:31 Vor 2 Wochen hab ich mal die Musa basjoo entkleidet - spannend, wie sie nächste Woche aussieht 8)

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Beeindruckende Kolonie. Bei dem Wetter könntest Du nächste Woche durchaus schon in ihrem Schatten sitzen 😎

Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Verfasst: 28. Apr 2026, 21:45
von AndreasR
semicolon hat geschrieben: 28. Apr 2026, 21:22 Topfchaos auf der Terrassentreppe. Warum werden es eigentlich immer mehr, obwohl ich immer mehr reduziere? 🤔
Wahrscheinlich so wie bei mir:

"Hmm, sieht so aus, als hätte diese Pflanze den Winter doch nicht überlebt, die muss ich wohl entsorgen..." *ein paar Tage später im Gartencenter/in der Gärtnerei* "Wow, die wollte ich doch schon immer mal haben, und ich habe sogar zufälligerweise noch einen leeren Topf zu Hause." *auf dem Weg zur Kasse kommt man noch am Tisch mit den reduzierten Sachen vorbei* "Boah, nur 3,99 €, normalerweise kostet die mindestens 10,- €, und die sieht doch noch gut aus... Ob ich vielleicht gleich zwei... Nee, doch mal lieber nur eine..."

Tja, und schon ist der leere Topf befüllt, und einen zweiten hat man dann auch noch irgendwo aufgetrieben. ;D

Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Verfasst: 28. Apr 2026, 22:07
von semicolon
AndreasR hat geschrieben: 28. Apr 2026, 21:45
semicolon hat geschrieben: 28. Apr 2026, 21:22 Topfchaos auf der Terrassentreppe. Warum werden es eigentlich immer mehr, obwohl ich immer mehr reduziere? 🤔
Wahrscheinlich so wie bei mir:

"Hmm, sieht so aus, als hätte diese Pflanze den Winter doch nicht überlebt, die muss ich wohl entsorgen..." *ein paar Tage später im Gartencenter/in der Gärtnerei* "Wow, die wollte ich doch schon immer mal haben, und ich habe sogar zufälligerweise noch einen leeren Topf zu Hause." *auf dem Weg zur Kasse kommt man noch am Tisch mit den reduzierten Sachen vorbei* "Boah, nur 3,99 €, normalerweise kostet die mindestens 10,- €, und die sieht doch noch gut aus... Ob ich vielleicht gleich zwei... Nee, doch mal lieber nur eine..."

Tja, und schon ist der leere Topf befüllt, und einen zweiten hat man dann auch noch irgendwo aufgetrieben. ;D
Und weil die Totgeglaubte im Wurzelballen doch noch überlebt hat, holt man sich noch einen neuen Topf dazu :-)

Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Verfasst: 29. Apr 2026, 22:45
von Nox
semicolon hat geschrieben: 8. Apr 2026, 22:40
Sehr spannend! Ich werde aus Oleander noch nicht schlau. Hatte am Anfang meiner Gartenreise eine Discounterpflanze waghalsig in den Lehmboden gesetzt. Sie ist mir gleich im ersten Winter zurückgefroren und ich hatte den Wurzelstock trotz Neuaustrieb entfernt. Andererseits habe ich seit Jahren eine Erdbeerguave in der kältesten Ecke ausgepflanzt. Sie hatte bisher noch nicht mal Blattschaden und ist inzwischen trotz Rückschnitt gute 2m hoch. Ordne die beiden Arten in puncto Winterhärte ähnlich ein, würdest Du das bestätigen?
Ich will mich mal an der Frage versuchen. Meine Klimazone ist 9a, Südbretagne. Letzten Winter hatten wir kaum mal -3°C, dafür aber Rekordmengen an Regen. Mein Oleander (unbekannte einfache rosane Sorte) sieht traurig aus, abgestorbene Triebspitzen, braune Blätter, kein kräftiger Neutrieb.
Die leiden unter Nässe. Die Blätter werden von Pilzen befallen, werden schwarzbraun und fallen ab. Möglicherweise gedeihen sie, wie Du schreibst, in Ungarn und Bulgarien einfach besser, weil dort die Winter trockener sind.

Mit dem Teil plage ich mich nicht länger ab, Oleander sind hier nicht teuer. Wird nächste Woche ersetzt. Der Kübel ist aus dickwandiger blauglasierter Keramik, den bekomme ich im Winter nicht reingeschleppt.

Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Verfasst: 29. Apr 2026, 22:50
von hobab
Also -15° bringt die nicht um, aber die Blätter sind alle tot. An der Nässe lag es nicht, wir hatten einen sehr trockenen Winter…

Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Verfasst: 30. Apr 2026, 03:34
von semicolon
Nox hat geschrieben: 29. Apr 2026, 22:45
semicolon hat geschrieben: 8. Apr 2026, 22:40
Sehr spannend! Ich werde aus Oleander noch nicht schlau. Hatte am Anfang meiner Gartenreise eine Discounterpflanze waghalsig in den Lehmboden gesetzt. Sie ist mir gleich im ersten Winter zurückgefroren und ich hatte den Wurzelstock trotz Neuaustrieb entfernt. Andererseits habe ich seit Jahren eine Erdbeerguave in der kältesten Ecke ausgepflanzt. Sie hatte bisher noch nicht mal Blattschaden und ist inzwischen trotz Rückschnitt gute 2m hoch. Ordne die beiden Arten in puncto Winterhärte ähnlich ein, würdest Du das bestätigen?
Ich will mich mal an der Frage versuchen. Meine Klimazone ist 9a, Südbretagne. Letzten Winter hatten wir kaum mal -3°C, dafür aber Rekordmengen an Regen. Mein Oleander (unbekannte einfache rosane Sorte) sieht traurig aus, abgestorbene Triebspitzen, braune Blätter, kein kräftiger Neutrieb.
Die leiden unter Nässe. Die Blätter werden von Pilzen befallen, werden schwarzbraun und fallen ab. Möglicherweise gedeihen sie, wie Du schreibst, in Ungarn und Bulgarien einfach besser, weil dort die Winter trockener sind.

Mit dem Teil plage ich mich nicht länger ab, Oleander sind hier nicht teuer. Wird nächste Woche ersetzt. Der Kübel ist aus dickwandiger blauglasierter Keramik, den bekomme ich im Winter nicht reingeschleppt.
Ich bin bei Dir - eine schnellwüchsige Allerweltspflanze wie Oleander zu überwintern ist wirklich schon beinahe platzverschwenderisch. Allerdings halte ich einen Ausfall bei -3° selbst bei Staunässe und Dauerfrost für äußerst unwahrscheinlich. Denke, hier war eine Infektionskrankheit wie Oleanderkrebs eher der Grund. So gut wie jede Pflanze trägt diese Bakterien in sich, bei ungünstigen Bedingungen und hoher Infektionslast kommt es zum Ausbruch. Die nekrotischen Blattpunkte passen ebenfalls dazu, die fallen mir immer bei Neuankömmlingen vom Züchter bei Frühjahrsbestellungen oder bei alten und kaputtgeschnittenen Pflanzen auf. Ich selbst hatte das bei Freilandüberwinterung noch nie beobachtet. Meine wenigen Pflanzen und viele große Exemplare hier in der Stadt stehen ganzjährig unter freiem Himmel und oft sogar in Untersetzern. Einige ungeschützte ausgepflanzte Exemplare in der Nachbarschaft muss ich mir die Tage einmal ansehen. Statistisch aussagekräftig kann ich mich aber erst im nächsten Jahr äußern, jetzt wo ich 6-7 neue Sorten dazu bekommen gabe. 'Hardy Red' hat einen leicht erhöhten, gut drainierten aber zugigen Gartenplatz unter dem großen Feldahorn bekommen, hier sollte es selbst in nassen Wintern relativ trocken bleiben. 'Nain de Tidili' steht im normalen Lehmboden aber mit großzügig eingebrachtem Lava und Bims. 'Provence' / 'Souvenir de Michel' hat einen riesigen nicht mobilen Terracotta-Kübel im Garten bekommen. Alle anderen bleiben vorerst in Kulturtöpfen verteilt, lediglich der 'Gotsis Kassandra' ist für einen geschützten Platz unter der Überdachung vorgesehen.