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Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 7. Jun 2026, 22:55
von Norna
Zauberhaft schön! :)

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 17:43
von troll13
IrisLost hat geschrieben: 7. Jun 2026, 22:33 Ja, Sämlinge sind wahrscheinlich besonders gefährdet weil sie so "lecker" zart sind.

Ein Detail-Foto vom o. g. Bicolor vom letzten Sommer:
Aconitum bicolor 3.JPG
Danke für diese Detailfotos.
Jetzt kann diesen Eisenhut, den ich als Ganzkörperfoto in einem älteren Thread (letztes Jahr?) gesehen schon eindeutiger bestimmen. Es handelt sich offenbar nicht um die Wildform Aconitum variegatum sondern tatsächlich um einen 'Bicolor' also die Hybride Aconitum x cammarum, von der es auch reinblaue Varianten gibt.
Zum Vergleich habe ich ein aktuelles Knospenfoto vom blasu blühenden Typ Schneeberg aus Österreich gemacht, das deinen Bildern mehr als ähnlich ist.
Allerdings könnte es auch von 'Bicolor' mehrerte Varianten geben, obwohl eigentlich überall geschrieben wird, dass die Sorte steril sei. Dein weißblauer Eisenhut scheint wesentlich größer zu werden als die Angaben von 60 bis 100 cm Wuchshöhe, die ich gefunden habe.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 18:54
von Gartenlady
Ich habe den Aconitum x cammarum 'Stainless Steel', der auch größer ist als die napellus. Allerdings gibt es inzwischen allerlei Sämlinge drumherum, die alle wie A. napellus aussehen.

Hier sind sie alle noch nicht aufgeblüht, der 'Stainless Steel' ist immer später dran.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 19:05
von Gartenlady
Die Aconitum im Stainless Steel Beet sehen alle gleich aus, bin gespannt, wenn sie aufblühen, ob der Stahlblaue überhaupt noch da ist.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 19:59
von troll13
Gartenlady hat geschrieben: 8. Jun 2026, 18:54 Ich habe den Aconitum x cammarum 'Stainless Steel', der auch größer ist als die napellus. Allerdings gibt es inzwischen allerlei Sämlinge drumherum, die alle wie A. napellus aussehen.

Hier sind sie alle noch nicht aufgeblüht, der 'Stainless Steel' ist immer später dran.
"die napellus" scheint es eh nicht zu geben. Ich habe in den letzten Jahren sicher 10 verschiedene Sorten bzw. Typen der blauen "Normalform" gepflanzt, die sich nicht nur in der Wuchshöhe sondern auch bei der Blütezeit deutlich voneinander unterscheiden.

Auch Sämlinge von einer Mutterpflanze scheinen bei Merkmalen wie Wuchshöhe und Blütengröße stark voneinander abzuweichen. Ob dies auch auf die Blütenfarbe und die Blütezeit zutrifft, kann ich noch nicht sagen, da ich derzeit nur von Sämlingen von A. napellus 'Album' berichten kann, die hier aufgelaufen sind, bevor ich angefangen habe, andere Typen aufzupflanzen und zu sichten.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 20:14
von Gartenlady
Gerade habe ich gelesen, dass der Franz Marc auch zu den x cammarums gehört. Der ist leider eine Kümmerpflanze, aber er lebt und ich habe ihn immer im Auge, damit er nicht untergeht. Gerade habe ich ihn aus der Umklammerung durch Persicaria und Smyrnium perfoliatum, die ja vor der Samenreife eh fast alle weg mussten, befreit. Ich bilde mir ein, dass er ursprünglich nicht so kümmerlich war. Alles andere drumherum explodiert geradezu vor Vitaltät, also hat auch er genug Nähstoffe zur Verfügung.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 20:36
von Norna
In der Eifel nahm ich einmal Saat von einem hohen Aconitum napellus mit, ein Sämling davon wurde über 2 m hoch. Die Art variiert wohl erheblich je nach Herkunft und Standort.
´Stainless Steel´ hatte ich einmal ausgesät, die Sämlinge der offen pollinierten Pflanze blühten leider alle normal-blau. Und waren teils nicht einmal standfest, was bei der Sorte immer der Fall war.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 20:37
von troll13
'Franz Marc' hat hier schon 25 Jahre überlebt. Dieses Jahr kümmert er jedoch auch ein wenig, was ich auf Konkurrenz durch die Nachbarn zurückführe. Daneben stehen seit letztem Jahr ein A. x cammarum von Norna, den sie in Schweden gefunden hat und der Österreicher aus dem Schneeberggebiet. Beide sind deutlich vitaler als 'Franz Marc', der vor 2 Jahren noch gut 1,5 m hoch wurde.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 20:40
von Norna
Soweit ich mich erinnere, gilt die Empfehlung, Eisenhüte im Garten alle paar Jahre zu verpflanzen - mache ich leider auch nicht immer. Unter Gartenbedingungen können sie ihren Standort wohl schnell erschöpfen.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 20:51
von Gartenlady
Ach so und ich habe nicht gewagt ihn zu verpflanzen, weil ich Angst habe, ihm dann das Lebenslicht auszupusten. Ich werde ihn erst mal mit Kompost versorgen, mal sehen, was er davon hält. Alle anderen Aconitums habe ich auch noch nie verpflanzt und sie stehen wie der Fraz Marc, seit vielen Jahren dort, wo sie stehen.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 20:53
von IrisLost
Dieses Jahr scheint er kleiner zu bleiben, Troll. Normalerweise wird er mindestens 1,8 bis 2,5 m hoch und braucht dann eine viel längere Haltestange. Ohne Haltestangen o. ä. wird in unserer windigen Gegend alles Höhere umgeweht oder es werden sogar, was grade leider wieder mit einigen Phloxen passiert, Triebe an der Basis quasi heraus gedreht/- gerissen.

Es gibt im Garten noch mindestens zwei, eher drei, sehr ähnliche oder sogar gleichartige weitere Exemplare wie das Gezeigte. Mindestens eins davon war m. E. mal ein Sämling. Diese Variante scheint genetisch also relativ stabil zu sein. Leider fällt mir partout nicht mehr ein, wo das erste Exemplar mal her kam. Ist einfach zu lange her.

Was ungewöhnliche Bütezeiten betrifft, hat hier ein A. napellus-Sämling in sehr schönem Blau vorletztes Jahr bereits im Juni geblüht. Daraufhin hatte ich diese Pflanze geteilt und an zwei neue Plätze gesetzt. Bisher zeigt aber weder das an sonnigerer, noch das an schattiger Stelle Knospenbildung. Es hängt also u. U. auch von Witterung und Standort ab, wann sie blühen.

Ansonsten danke ich *dir* für das Interesse und die interessanten Informationen :)

Ergänzung: Norna, du meinst also, es könnte sein, daß der Bicolor dieses Jahr wegen Pflanzplatz-Erschöpfung kleiner bleibt? Dann muß ich im Herbst einen anderen Standort für ihn finden, was nicht einfach ist in einem vollgestopften Garten aber wat mut dat mut...

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 22:37
von Norna
Ob Verpflanzen sein muss oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Vieles hängt ja auch von den Standortbedingungen ab. Von Astern heißt es auch, die müssten regelmäßig geteilt und verpflanzt werden, in meinem Garten standen auf schwerem Boden einige 10-15 Jahre am gleichen Platz ohne nachzulassen. Möglicherweise zeigt dein schöner Eisenhut ja auch nur eine witterungsbedingte Schwankung im Höhenwachstum. Für mich wirkt er erstaunlich weit entwickelt, hier sind die Eisenhüte nicht alle schon so knospig wie deiner. Dabei hatten wir ja wesentlich günstigeres Wetter im Winter und danach als in Norddeutschland.

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 8. Jun 2026, 23:51
von IrisLost
Stimmt, Norna: Er ist dieses Jahr tatsächlich früher dran als sonst. Sein Standort ist aber in Hausnähe und daher relativ geschützt, das gleicht den klimatischen Nachteil gegenüber südlicheren Gefilden vielleicht aus. Gedüngt wurde er im Frühling ausnahmsweise auch mal, was bzgl. Höhenwachstum aber eher keine Auswirkungen hatte.
Hier blühen jetzt, ziemlich mickrig wg. diverser Widrigkeiten, die ersten Rittersporne auf. I. d. R. fangen die A. napellus dann gegen Ende der ersten Ritterspornblüte auch bald an, oft gibt es Überschneidungen. Die Zeit rennt irgendwie immer schneller...

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 16. Jun 2026, 20:01
von troll13
And the winner 2026 is...

ein Aconitum napellus 'Rubellum' von Stade mit der ersten geöffneten Einzeblüte in diesem Frühsommer. Ob er tatsächlich noch "rubellum" wird? :-\

Re: Eisenhut, Aconitum

Verfasst: 16. Jun 2026, 21:31
von Norna
Dieser ´Rubellum´ stammt womöglich aus der gleichen Massenvermehrung wie mein vor einigen Jahren in Schweden gekaufter, der auch weiß blühte. Und nie anders, bis er nach dem letzten Winter nicht mehr austrieb, wie alle drei weißen in meinem Garten.