Seite 5 von 5
Re:Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 22. Jun 2007, 07:11
von Manfred
Hallo Angela,auch von mir vielen Dank für die Links!Die Listen scheinen mir noch umfangreicher als die von Holzer.
Re:Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 22. Jun 2007, 07:22
von kraut_ruebe
Verlieren diese „Zeigerpflanzen“ in einem kultivierten Garten an ihrer ursprünglichen Bedeutung und sind allenfalls in freier Natur ein Indiz?
ja - diese schlussfolgerung ist vollkommen richtig.würde die fläche dann länger brach liegen, würde sich nur noch durchsetzen, was wirklich gut zum boden passt. wären zB. die vom gärtner eingebrachten nährstoffe weg, würde die brennessel verschwinden und die margarite bleiben. jedes zufällig herbeigewehte unkraut hat im bewirtschafteten garten seine chance. nur dauerhaftes, nicht wegzukriegendes un(bei/wild)kraut zeigt zuverlässig die bodenbeschaffenheit an. erscheint laufend jedes nur mögliche unkraut, ist im boden alles an nährstoffen vorhanden. ärgerlich für den gärtner, der den wildwuchs beseitigen will, aber ein lob an den boden (oder an den, der ihn mühsam aufbereitet hat)

Re:Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 22. Jun 2007, 10:49
von jackie
nein, Krautrübe ich hab bisher noch keine Taro angepflanzt, will es aber tun (der Preis für einen Ableger schien mir etwas hoch). Sie werden in Asien glaube ich wie Reispaddys gepflanz, also teilweis unter Wasser. Wie die das machen weiss ich nicht. Irgendwie muss doch das Wasser versicker/verdunsten oder wie kann man ein Feld sechs Monate unter Wasser halten?Die Swales sind ganz wichtig bei den Permies. du gräbst immer schön läns der Hangline flache Gräben. die werden dann bepflanzt mit Bäumen Büschen und anderem. Und wenns regnet schiesst das Wasser nicht einfach den Hang runter sondern wird da gespeichert und langsam wieder abgegeben. Es funktioniert, warum ist mir ein bisschen unklar weil doch die Bäume das Wasser wegtrinken. Ich muss mal den entsprechenden link suchen wo ich das gesehen hab.Die haben richtig große Swales gebaut einer war etwa drei Meter breit (aber höchstens einen Meter tief und sah fast so aus wie früher Hohlwege (vielleicht kamen die daher?)Und dann haben die immer längs des Hanges Vetiver Grass gepflanzt und ähnleiches um das Wasser aufzuhalten und gaz unten am Hang Taro.taros treibe ich trocken vor, sobald sie eine grüne spitze haben, pflanze ich sie aus und sie scheinen sehr hohen wasserbedarf zu haben.
Re:Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 22. Jun 2007, 11:09
von jackie
http://www.permaculture.com.au/index.htmlhttp://www.permaculture.org.au/http://www.southerncrosspermaculture.com.au/aber den link den ich eigentlich suchen wollte find ich nicht ds ist die farm in "The Channon" / NSW in der Nähe von Byron Bay,da gibts nämlich die Swales und die machen ds ganz gut.
Re:Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 22. Jun 2007, 14:37
von kraut_ruebe
theoretisch trinken die bäume das wasser aus den tiefen schichten weg und die oberen erdschichten versorgen die anderen pflanzen.wasser abfangen und speichern funkioniert am besten, wenn die swales (danke, jetzt weiss ich, was du meinst) leicht schräg gegen den hang angelegt werden.
Re:Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 24. Jun 2007, 10:03
von Manfred
Hallo,ist evtl. jemand hier, der einen Permakultur-Designkurs besucht hat?Wenn ja: Wie hat es euch gefallen und was habt ihr dabei über das Bücherwissen hinaus gelernt?(Antworten gerne auch per PM, wenn ihr es hier nicht schreiben möchtet.)Viele Grüße,Manfred
Re:Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 24. Jun 2007, 12:09
von kraut_ruebe
hast post

Re: Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 18. Jan 2026, 23:14
von Arcenee
Spannende Diskussion, auch nach so vielen Jahren noch
Was mir beim Lesen wieder auffällt: In der Permakultur geht es ja oft weniger um „Bekämpfen“, sondern um Lenken und Abgrenzen. Swales, Zeigerpflanzen, Mulch – alles Werkzeuge, um Systeme zu beruhigen, nicht um sie zu dominieren.
Genau das gleiche Thema sehe
ich bei Schnecken. Viele „Hausmittel“ (Asche, Bierfallen, Granulat) greifen eigentlich immer ins Gleichgewicht ein – oft mit Nebenwirkungen für Bodenleben und Nützlinge.
Ich habe in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit rein physischen Barrieren gemacht, vor allem mit Kupfer als vertikale Grenze. Nicht als Wunderlösung, sondern als Übergangswerkzeug: innen Ruhe für empfindliche Kulturen, außen dürfen Schnecken weiterhin ihre Rolle im System erfüllen.
Das passt für mich viel besser zur permakulturellen Idee als das ständige Absammeln oder Vergiften. Entscheidend ist dabei weniger das Material an sich, sondern Dichtheit, Höhe und Bodenkontakt – sonst wird jede Barriere zur Einladung
Wer sich dafür interessiert: Es gibt inzwischen einige sehr gut dokumentierte Erfahrungsberichte und Tests dazu (auch mit Fokus auf Nicht-Töten und Bodengesundheit). Ich fand das hilfreich, um Theorie und Praxis zusammenzubringen.
Viele Grüße
Re: Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 19. Jan 2026, 09:16
von thuja thujon
Was mir nicht klar ist, ist was die permakulturelle Idee überhaupt ist. Die ursprüngliche wurde mehrmals angepasst, heute versteht man wohl etwas komplett anderes unter Permakultur. Mulchen kann es nicht sein, wenn der Mulch vom Nachbarn kommt.
Schnecken im Gemüsebeet gehe ich im Herbst/Winter mit Bodenbearbeitung an. Nester offenlegen, dass sie gefressen werden, Hohlräume für die Überwinterung zerstören. In den Zierbeeten stören sie mich nicht.
Re: Permakultur-Fans im Forum?
Verfasst: 19. Jan 2026, 16:10
von Aramisz78
Wieso denn nicht?
Man soll das nehmen was örtlich gegeben ist. Nichts verschwenden sondern in der Kreislauf wieder reinbrigen. Also lieber von der Nachbar als der importierte aus der Baumarkt. Der/dia/das Permakultur beinhaltet auch sozioökonomische Aspekte auch. Teilen usw.
Im Grunde was hier auch öfters zu lesen ist, eine nimmt der Grünschnitt von Nachbar umnd revanchiert sich mit fertigen Kompost.
Im Grunde genommen entspricht ein grosse Teil der traditionellen (klein)bäuerliche Wirtschaftsweise der Permakultur. Letztere ist nur schöner formuliert.
