Das neue Jahr hat zwar bereits begonnen, sogar mit Schnee (Bilder mache ich dann morgen, heute ist es schon zu dunkel, und eben musste ich noch Schnee schaufeln...), aber die letzten Tage des alten Jahrs boten noch ein paar schöne Garteneinblicke mit ein wenig Reif an den Stauden, weiter unten zeige ich ein paar Fotos. Aber zunächst noch ein paar Kommentare zu Euren Fotos:
@Immer-Grün: Der Mahonienweihnachtsglitter auf den Farnen sieht ganz entzückend aus, ich glaube, diese Idee muss ich mir klauen.
@Antida: Oh ja, Immergrüne sind neben den nicht immer so schön aussehenden Strukturen der Staudenstängel wirklich unverzichtbar für die kalte Jahreszeit, oft kann man im Winter ja nicht viel im Garten machen, aber je nach Wetter reicht es allemal für einen Gartenrundgang, und da ist das Laub von Cyclamen, Helleboren, Carex und Co. definitiv ein Lichtblick, wenn die Farben des Herbstlaubs endgültig einem Mix aus Brauntönen gewichen sind.
@Kranich und solosunny: Ich habe es bisher leider nicht geschafft, Helleborus foetidus hier im Garten anzusiedeln, obwohl sie in den Wäldern ringsherum überall wächst. Mehrere Pflanzen sind nach mehr oder weniger vielen Wochen und Monaten schließlich eingegangen, vielleicht müsste ich es mit Aussäen an Ort und Stelle versuchen...
@polluxverde: Von solch üppigen Miscanthus kann ich hier ebenfalls nur träumen, in anderen Gärten sind die viel üppiger. Aber vielleicht brauchen sie einfach noch ein paar Jahre. Das Topflager mit den Leberblümchen sieht vielversprechend aus!

Gerade bei einem so mächtigen Baumbestand sieht der nebelverhangene Garten auch wunderbar mystisch aus.
@Rokko21: Dein Steingarten-Hang ist wirklich schön und sehr vielfältig, schade, dass die Betonsteine an der oberen Kante die Optik ein wenig stören. Könnte man die evtl. mit etwas bepflanzen, was herunterrankt, z. B. schwachwüchsige Efeu-Sorten, Mühlenbeckia oder so? Mir gefällt auch der gepflasterte Weg, der so einen schönen Schwung rund um den Teich herum macht.
@Hobelia: Sonnenschein lässt in der Tat auch die unterschiedlichen Brauntöne schön aussehen, wenn alles einen goldenen Schimmer hat. Du hast ja jede Menge Strukturen im Garten, wie die wunderbar aufrechten Gräser und der herrlich aufgeastete Fächerahorn. Was wächst da am Rosenbogen, ein Blauregen?
@solosunny: Die Eiskristall-Bilder sind herrlich, vor allem im Gegenlicht. Dein Garten ist in der Tat schon richtig schön geworden, und das alles nach so kurzer Zeit.
@Lou-Thea: Die glutroten Zweige der Weiden leuchten auch ohne Sonne wirklich phänomenal, eigentlich mag ich solche künstlich geschnittenen Bäume ja nicht so, aber für den Showeffekt drücke ich mal ein Auge zu.
@Miss.Willmott: Gleiches gilt für Deine Dachplatanan, die wirken sehr artifiziell, aber in Deinem Garten kommen streng geometrische Strukturen mit organischen Formen zusammen und formen so ein Gesamtkunstwerk. Es ist gut, dass nicht alles komplett symmetrisch ist, so findet man immer wieder überraschende Details (und natürlich gucke ich nach wie vor immer, ob ich irgendwo Deine Katze finde

).
@Buddelkönigin: Ja, so langsam sehne ich auch den Frühling herbei, aber hey, jetzt hat es endlich mal geschneit, das ist hier ja selten genug, und ich habe über Weihnachten einmal bewusst eine Gartenpause gemacht, obwohl es vor dem Jahreswechsel ja wunderbar sonnig war. Aber ich war im Herbst dann doch noch ganz gut vorangekommen, so dass sicher auch im Januar und Februar noch Zeit genug für Rückschnitt und Co.,
In den letzten Tagen des alten Jahrs bin ich nach einer frostigen Nacht bei wunderbarem Sonnenschein am Morgen in den Garten gegangen, um ein paar letzte Fotos zu machen, ganz so viel Reif war wie gesagt nicht an den Stauden, aber es sah doch alles ein wenig überzuckert aus, dafür lohnt es sich, wenn man die Staudenstängel noch für eine Weile stehen lässt. Wie dunkle Inseln liegen die Beete erstarrt in einem Meer aus Gras, auf dem sich überall leichte Wellen abzeichnen und so für ein wenig Ruhe sorgen.
Stück für Stück tritt nun auch wieder meine kleine Trockenmauer hervor, die im Sommer komplett hinter dem Staudendschungel verschwindet. Leider hat sich hier schon wieder der Goldfelberich ausgebreitet, irgendwann muss ich dieses Stück doch noch einmal roden. Aber immerhin, die goldbraunen Stängel wirken sogar ein wenig skulptural, und die grünen Schopfe der Kniphofien sowie das Immergrün unter den Sträuchern im Hintergrund sorgen dafür, dass nicht alles im braunen Einerlei versinkt.
Sowohl die Gräser als auch die zahllosen Stängel der Rudbeckien sorgen in dieser Ecke für schöne Strukturen, ebenso der Blutweiderich am Teich, und natürlich die Silbertaler unter meiner großen Tanne, welche diese dunkle Ecke im Winter schön aufhellen und ein wenig vom Gerümpel der Nachbarn ablenken.
Zu dieser Jahreszeit sehen die Baumscheiben der Zaubernüsse etwas kurios aus, aber sie wachsen halt ausgesprochen langsam und machen noch nicht ganz so viel her wie altehrwürdige Exemplare. Ich bin allerdings ganz froh, dass es auch Sträucher und Bäume gibt, die nicht den Rahmen kleinerer Gärten sprengen, und die etwa Mitte Dezember aufgeblühte Hamamelis 'Jelena' ist so noch in perfekter Schnupperhöhe.
Die Schattenbeete an der Nordseite des Hauses bekommen nur am Morgen ein paar Sonnenstrahlen ab, hier sind die Immergrünen wirklich eine Augenweide, denen selbst die frostigen Nächte nicht viel ausmachen. Galanthus 'Three Ships' ist nun schon langsam am Verblühen, dafür stehen 'Colossus' und auch 'Godfrey Owen' bereits in den Startlöchern, und bald werden sicher noch viel mehr folgen. Im hinteren Bereich türmt sich noch jede Menge Laub vom Runzelblättrigen Schneeball, wenn im Frühling das Wetter brauchbar ist, erweitere ich das Beet mit den restlichen Steinen ein wenig nach hinten, um die Hangneigung noch besser auszunutzen.
Schließlich noch ein kurzer Blick in das Vorgartenbeet, wo Hohe Fetthennen, Gräser und Co. auch ein wenig überzuckert sind. Muscari und dieser niedrige, weißblühende Lauch bilden einen grünen Teppich und decken den Boden fast flächendeckend ab, so dass die Strukturen der Staudenstängel noch etwas besser zur Geltung kommen. Die ersten Krokusse spitzen hier schon, aber jetzt ist erst einmal Winter, auch wenn hier und da bereits die eine oder andere vorwitzige Primel eine Blüte angesetzt hatte. Ich staune, das Verbena bonariensis noch recht grün dasteht, vielleicht überleben ja ein paar Pflanzen, denn die Selbstaussaat hier im Garten war immer ein Glücksspiel...