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Re: Dürregejammer

Verfasst: 25. Jun 2026, 08:02
von adiclair
Wir haben hier noch schöne blühende Wiesen - die Polderwiesen.
Im Spätherbst werden die Polderwiesen per Wehre von der Oder geflutet und dann ab dem Frühjahr sind dort Kühe drauf.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 25. Jun 2026, 16:39
von thuja thujon
Mal was anderes. Manche Flächen beginnen so langsam, am Tropf zu hängen. Um Wasser zu sparen, sollte man das eingesetzte Wasser möglichst gleichmäßig verteilen, also nicht den einen Bereich überwässern, während es ein paar Meter weiter eher langsam vertrocknet, weil nicht genug Wasser hinkommt.
Die verschiedenen Regner sind im Punkt Wasserverteilgenauigkeit auch unterschiedlich, der eine schafft es etwas besser als der andere.

Um die Realität vor Ort ermitteln zu können, kann man ein paar möglichst gleiche Gefäße aufstellen und in jedes einzelne reinschauen oder auswiegen, wieviel tatsächlich nach zB anderthalb Stunden beregnen am Boden angekommen ist. Bei dem ein oder anderen könnte das für einen aha-Moment führen.

Auch hier im Bild ist rechts an dem gelben Fleck mehr Wasser angekommen als ich vermutet hätte.
Wasserverteilgenauigkeit Eimer.jpeg

Falls man nun feststellt, dass das vorhandene Regnermodell nicht das tut, was es eigentlich soll, kann man auf die Suche nach einem passenderen Regner gehen.
Dabei aufpassen, die Regnertypen unterscheiden sich in der Lautstärke und Frequenz. Zu schnell arbeitende Regner können zu unnötigem psyschichem Stress im Garten führen.
Ein paar anschauliche Videos, um diverse Regnermodelle vor dem Kauf `gesehen´ zu haben, kann man in diesem Kanal finden.
https://www.youtube.com/@thesprinklerguy4875/videos

Wer gerade keinen Regner neu kaufen möchte, kann die Videos als Einschlafmusik abspielen, um besser von Regen träumen zu können.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 25. Jun 2026, 21:47
von Tempel-Hof-Gärtner
Sachen gibt's... ;)
Ein echter TT... *gg*

Re: Dürregejammer

Verfasst: 25. Jun 2026, 21:53
von Starking007
So mag ich das!
Und - wieviel ltr. pro qm und Stunde?

Nach langer Trockenheit hat es hier 20ltr. in einem Zug geregnet.
Unterhalb 4cm konnte ich davon nichts mehr finden!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Den Eimertest bzgl. Boden hab ich noch vor.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 26. Jun 2026, 08:13
von Obstliebhaber
Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 25. Jun 2026, 21:47 Sachen gibt's... ;)
Ein echter TT... *gg*

Thujas gelebter Forschergeist!
Ich finds klasse!

Re: Dürregejammer

Verfasst: 26. Jun 2026, 08:16
von Obstliebhaber
thuja thujon hat geschrieben: 25. Jun 2026, 01:44 Hier gibts keine Gräben, die Landschaft trocknet trotzdem aus.
Also nicht überall, ein Netzwerk aus Rohren mit Pumpen hintendran hindert einen Bruchteil vom Rheinwasser daran ohne Nutzen entsorgt zu werden.
Damit kann man zB Gemüse herstellen.
Auf Dämmen übrigens, falls es doch mal länger regnet, damit nichts ersäuft.

Porree Handhacke Unkraut.jpeg
Das ist ja beinah schon die reinste Sandbüchse,
müssen die LandwirtInnen trotz Rheinwasser noch düngen?

Re: Dürregejammer

Verfasst: 26. Jun 2026, 12:10
von thuja thujon
Gemüse ist mit Abstand das anspruchvollste mit der Düngung, da muss man schon wissen was man tut, um Handelsnormen zu erfüllen. Gemüse möchte auch eher in Substrat statt Boden wachsen, also das Sandige kommt dem entgegen. So lässt sich zB auch Spinat für Babynahrung produzieren, weil weniger ungewollte Mineralisationsschübe durch zu viel Humus auftreten. Damit kommt es dann auch nur selten zu ungewollt hohen Nitratwerten im Erntegut. Also ja, Düngen muss man trotz Rheinwasser.
Und - wieviel ltr. pro qm und Stunde?
Die Eimer haben ja keine Skala, aber Füllhöhe waren 1,5 bis 2,5cm. Im Schnitt eigentlich das was zu erwarten ist, wenn man anderthalb Stunden lang mit 1,4Kubik pro Stunde verteilt. Eine vernünftige Gabe mit 20mm, zugegeben, nicht überall. Eben wie die Verteilgenauigkeit und Überlappung in den Rand- bzw durch Kronen verbaute Bereiche ist. In der Baumkrone bleibt bei solchen Mengen übrigens nur unwesentlich viel hängen, also die Gabe sollte auch so sein, dass unter der Krone genug ankommt. Wenn es etwas weniger ist ok, dort ists auch schattiger und deswegen der tatsächliche Verbrauch etwas geringer.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 26. Jun 2026, 12:43
von adiclair
Und die Stellen wo die Eimer gestanden sind, gucken dann in die Röhre und bleiben 'trocken'?

Re: Dürregejammer

Verfasst: 26. Jun 2026, 13:10
von thuja thujon
Ja, das muss die Querdiffusion regeln. Aber man kann nach der Auswertung den Eimer auch an Ort und Stelle ausleeren. Spielt also keine echte Rolle.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 26. Jun 2026, 13:26
von adiclair
Je 'Fleck' 2,5 cm Wasser aus einem haushaltsüblichen Eimer - das ist aber total ineffizient (und wird gewiss auch zu Trockenschaden führen).

Re: Dürregejammer

Verfasst: 26. Jun 2026, 13:44
von thuja thujon
Meinst du es wäre besser die Eimer mit zusätzlichen 5cm zu füllen und dann erst auf den kleinen Spots, die nicht mit 2cm beregnet wurden, auszuleeren?

Könnte man mal testen, ob man so Marienkäferrasen (grüne Punkte auf gelbem Grund) statt Milkakuhfleckenrasen machen kann. Ich halte mal nach einer geeigenten Fläche Ausschau, bei mir werde ichs nicht probieren.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 27. Jun 2026, 13:54
von Starking007
Scheinbar gibt es erste Hitzeschäden...... ;)

Re: Dürregejammer

Verfasst: 28. Jun 2026, 09:50
von Mathilda11
wenn ich hier beregnen würde, könnt ich gleich einpacken, aber gut, ist eh jedes Jahr die gleiche Diskussion
die Spanier mit ihrer Tröpchenbewässerung wissen es halt einfach nicht besser..

Re: Dürregejammer

Verfasst: 28. Jun 2026, 09:59
von thuja thujon
Verstehe ich auch nicht.
Habe gestern Hitzeschutzberegnet, war gut, gab trotzdem vereinzelt Schäden. Angefangen um 15 Uhr bei 39,9 Grad, 2 Stunden später wieder abgestellt. Wenigstens die Spitzen mit über 40°C abgefangen. Die waren gar nicht so hoch, nur 40,6°C, aber relativ angenehm, weil es trockene Hitze war und etwas leichter Wind ging. Kein Vergleich zu dem schwülen Wetter Anfangs der Woche bzw letzten Sonntag.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 29. Jun 2026, 13:24
von Cepha
wallu hat geschrieben: 24. Jun 2026, 15:59 In "normal" trockenen Sommern vergießen wir ca 20 m³ Leitungswasser für ca 1000 m² Stauden- und Gemüsebeete, trotz 7 m³ Zisterne und diversen dezentralen Wasserbehältern an den Fallrohren. In Dürresommern (2018) sind es schon mal 60 m³.
Das sind dann umgerechnet auch nur 20mm bzw. 60mm "Zusatzniederschlag". + Zisterne.