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wallu hat geschrieben: ↑24. Jun 2026, 13:03
Früher konnte man einen einfachen "Zapfhahnzähler" für wenige Euro an den Wasserhahn schrauben und die Zählernummer dem Wasserwerk übermitteln. Jetzt akzeptieren sie nur noch "Durchflusszähler" und diese müssen von einer Fachfirma eingebaut werden incl. einer schriftliche Bestätigung derselben. Damit haben sich die Kosten vervielfacht .
Der Einbau geeichter Gartenwasserzähler (und deren Austausch nach 6 Jahren) war hier schon immer Pflicht. Selbsteinbau wurde zum Glück nicht beanstandet. Seit unser Ort aber einer anderen Verbandsgemeinde zugeschlagen wurde, kommt zur Begutachtung und Abnahme eine mehrköpfige Kommission. Offenbar wurde das Protokoll verschlampt, weshalb die Kommission, in anderer Zusammensetzung, nach einiger Zeit erneut auf der Matte stand.
Es gibt allerdings Bestrebungen, Gartenwasserzähler ganz abzuschaffen, was dann den Preis für Gartenwasser mehr als verdoppeln würde.
Da gehen wohl jemandem die Produktionskosten bzw Lohnzahlungen für schlampig arbeitendes Staatspersonal durch die Decke und das soll irgendwie aufgefangen werden.
Doppelt so hohe Kosten, wie hoch ist denn so ein üblicher Verbrauch in einem großen Ziergarten?
Mit meinen kleinen knapp 300 Quadratmetern Nutzgarten komme ich auf manchmal nur 20 Kubikmeter im Jahr, das wären dann keine 50€ Mehrkosten.
Naja, bei 37.- € Kosten für den jährlichen Ein- & Ausbau der Wasseruhr und 25.- € für die eigentlichen Wasserkosten [13m³] wäre das ja noch immer ein Gewinn...
(Warum aber sollen die Wasserkosten sich verdoppeln, wenn ohne individuelle Erfassung abgerechnet würde?)
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.
In "normal" trockenen Sommern vergießen wir ca 20 m³ Leitungswasser für ca 1000 m² Stauden- und Gemüsebeete, trotz 7 m³ Zisterne und diversen dezentralen Wasserbehältern an den Fallrohren. In Dürresommern (2018) sind es schon mal 60 m³. Der letzte geeichte Zapfhahnzähler hatte 30 Euro gekostet und hat sich in sechs Jahren locker amortisiert.
Der vorgeschriebene Einbau durch eine Fachfirma (unverbindliche Anfrage) würde an die 150 Euro kosten.
Warum der durch eine Fachfirma eingebaut werden muss, verstehe ich nicht. In 140 Gärten dieses Jahr war nur einer dabei, der ihn falschrum montiert hatte.
So werden aus 20m³ Verbrauch gerne mal 99980m³ für die Rechnung. Das machen die meisten nur einmal.
Staudo hat geschrieben: ↑24. Jun 2026, 16:05
Hier machen die Abwassergebühren den Unterschied. Für Gartenwasser brauchen keine Abwassergebühren bezahlt werden.
Ja, darum geht es ja. Üblicherweise sind die Preise für Abwasser überdies viel höher als die für Wasser. Zusätzlich zu den Verbrauchskosten kommen hier noch die sog. "wiederkehrenden" Beiträge, die unabhängig vom Verbrauch anfallen. Hier sind es z.B. pro Jahr ca. 750 €.
@all: ich wundere mich über euren geringen Gartenwasserverbrauch. Den "Rasen" wässere ich grundsätzlich nicht, den Rest allerdings schon und da kommt dann doch einiges zusammen. Dafür verzichte ich gerne auf einen "Brat"-Urlaub im Süden.
Hier hat jeder seinen eigenen Brunnen und da wurde vor Jahren mal gemunkelt, dass jeder eine Wasseruhr installieren (Fachfirma) lassen sollte und dann würde das Brunnenwasser als 'Brauchwasser' abgerechnet werden (also keine Abwassergebühren). Aber bis dato rückt und rührt sich dbzgl. nichts mehr...
goworo, in trockenen Jahren brauche ich auch mal 50m³ oder knapp darüber. Das sind dann etwas mehr als 100€ und rund 175mm Ergänzung zu zB 400-500mm natürlichem Niederschlag. Regenwasser zähle ich nicht mit, das ist eh zu schnell leer.
Dieses Jahr sieht es nicht nach einem trockenen Jahr aus. Die 2-3 mal beregnen haben bisher das schlimmste verhindert.
Auf den Grundwassernachschub achtet hier keiner.
Jeder Feldweg hat zwei Ablaufgräben, immer alles schnell weg.
Die ganzen "Schlittschuhwiesen" meiner Jugend sind trockengelegt,
die Mehrzahl der Felder drainiert, die Wiesen in Äcker umgewandelt.
Und mir das Giessen verbieten wollen?!
Starking007 hat geschrieben: ↑24. Jun 2026, 19:03
Auf den Grundwassernachschub achtet hier keiner.
Jeder Feldweg hat zwei Ablaufgräben, immer alles schnell weg.
Die ganzen "Schlittschuhwiesen" meiner Jugend sind trockengelegt,
die Mehrzahl der Felder drainiert, die Wiesen in Äcker umgewandelt.
Und mir das Giessen verbieten wollen?!
und es ist auch schon abenteuerlich, daß sich dieses Vorgehen nach mehreren Dürreperioden überhaupt nicht ändert.
auch nach wie vor wird alles versiegelt als gäbe es kein Problem
Das kommt darauf an. Bei uns hier vor Ort klappt die Bewirtschaftung der Gräben viel, viel besser als vor 30 Jahren. Sobald es anfängt trocken zu werden, werden sämtliche Wehre geschlossen. Diese wurden obendrein in den letzten Jahren komplett neu gebaut.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Hier gibts keine Gräben, die Landschaft trocknet trotzdem aus.
Also nicht überall, ein Netzwerk aus Rohren mit Pumpen hintendran hindert einen Bruchteil vom Rheinwasser daran ohne Nutzen entsorgt zu werden.
Damit kann man zB Gemüse herstellen.
Auf Dämmen übrigens, falls es doch mal länger regnet, damit nichts ersäuft.