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Dürregejammer (Gelesen 1019501 mal)

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hobab
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #7335 am:

Über Nox Beitrag hab ich mich auch gefreut, über „(zumindest bis der Sommer vorbei ist)“ musste ich lachen - beschreibt schön die Politik von Merz und seinen Ministerinnen.
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Gartenplaner
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Re: Dürregejammer

Gartenplaner » Antwort #7336 am:

Ja - zu Lasten aller.
Lachen kann ich darüber nicht.
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AndreasR
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Re: Dürregejammer

AndreasR » Antwort #7337 am:

Bauliche Unzulänglichkeiten und mangelnde Pflege hin oder her, immerhin gibt es dort einen Grünstreifen mit Bäumen. Hier ist sowas eher unüblich, da kein Platz und/oder kein Geld, und das Pflaster reicht direkt bis an die Straße. Falls genügend Platz ist, findet man vielleicht ein paar Baumscheiben und das eine oder andere Alibi-Beet. Aber zurück zum Foto, den Gehweg kann man problemlos dort hinein entwässern, die Straße allerdings nicht, wenn dort im Winter mit Streusalz gearbeitet wird. Außerdem wird so ein schmaler Streifen keine Chance haben, einen Starkregen aufzuhalten, also braucht es ein vernünftiges Entwässerungskonzept.

So eine "Schwammstadt" funktioniert auch nur, wenn großflächig Versickerungsflächen geschaffen werden, und vor allem genügend Bäume da sind, um Starkregen auszubremsen. Jahrelang hat man hauptsächlich auf die Verdichtung von Städten gesetzt, aber das rächt sich eben durch die zunehmende Versiegelung und das zusätzliche Aufheizen im Sommer. Auch hier könnten mehr Bäume und vor allem ausreichend große Bäume für Abkühlung sorgen, allerdings muss man mittlerweile wohl auch Bewässerungskonzepte aufstellen, weil die natürlichen Niederschläge im Sommer nicht mehr ausreichen, wenn es nicht gerade Starkregenereignisse gibt...
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thuja thujon
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #7338 am:

Bäume, die kühlen sollen, müssen wachsen und gesund bleiben. Wasser kann man evtl noch geben, gesund halten ist ungleich schwieriger.

Städte dicht bauen, wenn wir das nur mal machen würden. Stattdessen haben wir riesige Plätze, breite Straßen mit breitem Gehweg, es ist fast immer viel Beton oder Stein mit zu wenig grün, das meist etwas trostlos wirkt. Da fängt sich die Sonne auf den riesigen Flächen, es heizt auf, weil alles so weit ist.
Kein Vergleich zur südlicheren Bauweise mit engen Gassen, Häuser, die sich selbst bzw ihre Nachbarn beschatten, es trotz Hitze immer Schatten gibt und die Feigen genauso im Pflaster gedeihen wie hier bei uns. Feigen und Topfgärten, nicht Hausfrauenpanzer vor der Tür. In manchen Weindörfern sieht man die Bauweise noch so ein bisschen, aber in Städten muss geprotzt werden.
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AndreasR
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Re: Dürregejammer

AndreasR » Antwort #7339 am:

Tja, die engen Gassen wurden im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerbombt, und beim Wiederaufbau rückte dann plötzlich des Deutschen liebstes Kind, das Auto, in den Vordergrund, und so schlug man Schneisen in den Schutt, die dann zubetoniert wurden. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, und abseits der Großstädte sucht man vernünftigen ÖPNV oder die Bereitschaft, mal ein paar Meter zu laufen, leider vergeblich. Dazu wie gesagt der Panzer vor der Tür, und kein Topfgarten, der wäre ja nicht pflegeleicht! Ok, ein oder zwei Töpfe mit Alibipflanzen oder besser gleich welche aus Plastik, und fertig ist der deutsche Schäng-Pfui-Vorgarten. Sind Schottergärten eigentlich mit dem Schwammstadt-Konzept vereinbar? Da sollte der Regen ja zumindest theoretisch versickern können, wenn nicht gerade Teichfolie als Unterbau verwendet wurde (die Hitzespeicherung lasse ich jetzt mal außen vor...).
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thuja thujon
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #7340 am:

Wegen den Schottergärten gibt es Projekte wie entsteint euch.
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Mediterraneus
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Re: Dürregejammer

Mediterraneus » Antwort #7341 am:

Wir entsteinen nicht ;)

Pflanzung in reinem Kalksplitt. Verträgt Dürre. Und Streusalz. Und der Parkplatz entwässert rein.
Mehr bei den Kiesgärten im Forum.
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
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Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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vanille_71
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Re: Dürregejammer

vanille_71 » Antwort #7342 am:

"Sag mir wo die Blumen sind"
https://neuelandschaft.de/artikel/vom-s ... -sind-4045
Darin heißt es: ""Na dann guck doch einfach nicht hin" möchte man demjenigen zurufen, der sich über eine misslungene Gestaltung erregt. Das jedoch ist in der Tat nicht möglich!...
"Die Gestaltung der äußeren Welt beeinflusst Körper und Geist des Menschen.... Der Mensch scannt quasi permanent seine Umgebung und nimmt unbewusst verschiedenste Zeichen wahr. Dies nennt Tony Hiss die "Simultane Perzeption".Es ist eine Art sechster Sinn, der versucht, das Wahrgenommene unmittelbar einzuordnen in "harmlos" und "gefährlich"."
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Re: Dürregejammer

vanille_71 » Antwort #7343 am:

Im o.g. Artikel heißt es auch: "Der Gartengestalter Jörg Lonsdorf hat in seinem Schaugarten in Bonn einen ehemaligen Schotterparkplatz mit standortgerechten Pflanzen von einem Unort in ein sehenswertes Staudenbeet verwandelt."
Ein Foto vom Garten des Künstlers Derek Jarman in Großbritannien ist auch zu sehen
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #7344 am:

Wie auch immer, wer Maisschweiß in der Stadt haben möchte, muss Maisschweiß machen.

https://secretnyc.co/de/mais-schweis-hitze-nyc/
Mais beregnen 20260710.jpeg
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hobab
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #7345 am:

In Berlin sind sie schon eine Weile aktiv mit der Schwammstadt, aus akuten Anlass auch - die Spree, von der ein Teil unseres Trinkwassers kommt, wird in Zukunft kaum noch Wasser führen. Aber vermutlich haben auch andere Großstädte ähnliche Probleme und handeln, bei Kleinstädten vermutlich weniger, je nachdem welche Partei im Amt sitzt und wie die Finanzen aussehen - billig sind die Umbauten nicht. Oder für Anwohner: in Neubaugebieten gibt es oft keine Entwässerung mehr, da müssen die Bauherren/damen Mulden und Drainboxen im Garten bauen/einbauen
Übrigens nimmt Schotter Wasser deutlich besser auf als feinkörniger Boden - Medis Beete wären auf jeden Fall eine Verbesserung - müsste halt noch der Bordstein weg.
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Nox
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #7346 am:

Hab's gerade gelesen, thuja. Hat wohl die KI übersetzt: 95°C respektive 105°C waren wohl mal 95°F ....

Habe eine neue Methode für's Bewässern gefunden: Gestern abend einen Gartenstuhl, einen Küchenwecker und was zu Lesen in den Garten genommen.

Brause an bedürftige Gehölze gelegt und 3-5 Minuten dort gelassen, dann weitergelegt. Mein System gibt 10 l / min. ab, das dringt gut ein, solange man nicht alles völlig austrocknen lässt. Und ob etwas bedürftig ist, habe ich mit Schäufelchen überprüft (ist der Untergrund noch etwas feucht oder schon furztrocken).
Der Rasenregner ist oft zu ungenau, da wird die doppelte Fläche wie nötig beregnet.

Hier will man endlich mehr Staubecken bauen, in alten Steinbrüchen z.B. Im Winter die Überschwemmungen, im Sommer dann Wassermangel. Die Gemeinde stellt das Giessen des öffentlichen Grüns ein, schliesslich will man beim Wassersparen mit gutem Beispiel vorangehen ....
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #7347 am:

Glückwunsch, zur Urlaubszeit besteht ja auch kein Bedarf. ;D
Doof nur, dass sich halt nicht alles erholt, wenn es vertrocknet ist und im vertrockneten Zustand Vegetation nicht kühlt, sondern eher abbrennt.

Alle 5 Minuten aufstehen kann ganz schön anstrengend sein. Binde die Brause doch auf ein Skatebord und zieh alle 5 Minuten ein Stück am Schlauch.
Regnerwagen Brause.jpeg
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Re: Dürregejammer

Gartenplaner » Antwort #7348 am:

Nox hat geschrieben: 10. Jul 2026, 15:16
Habe eine neue Methode für's Bewässern gefunden: Gestern abend einen Gartenstuhl, einen Küchenwecker und was zu Lesen in den Garten genommen.

Brause an bedürftige Gehölze gelegt und 3-5 Minuten dort gelassen, dann weitergelegt. Mein System gibt 10 l / min. ab, das dringt gut ein, solange man nicht alles völlig austrocknen lässt. …
8)
Mach ich schon lange.
Man verpulvert dann übrigens auch kein Wasser in die Luft.
Allerdings, da ich im Garten immer was zu kucken oder machen finde, bin ich ganz begeistert über einen „Wasserleitungsküchenwecker“ - eine mechanische Zeitschaltuhr, die man auf den Wasserhahn schraubt (ich hab nen Steckverbinder dran gebastelt, da ich das Ding nicht so ästhetisch finde, um es ständig an meiner Wasserzapfstelle zu haben) und unten den Schlauch drauf steckt.
Die Zeitschaltuhr stoppt nach der vorgegebenen, eingestellten Zeit den Wasserfluss.
Sonst passierte mir immer mal, dass ich so abgelenkt war, dass die Brause länger als 10 oder 15 Minuten lief.
An sich kein Drama - kommt aus dem Grundwasser aus dem Brunnen und läuft dann im Prinzip wieder in selbiges, aber die Zeit ist dann halt futsch.
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Re: Dürregejammer

Rieke » Antwort #7349 am:

Im Sommer findet kaum Grundwasserneubildung statt. Das Niederschlagswasser bzw. das Gießwasser verdunstet entweder direkt - je höher die Temperatur, desto mehr Wasser kann die Luft aufnehmen - oder wird von Pflanzen aufgenommen. Am ehesten hat man Grundwasserneubildung unter vegetationsfreien Flächen, wie Pflaster mit durchlässigen Fugen. Wenn der Boden ausgetrocknet ist, kommt das Wasser auch nicht im Grundwasser an.
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