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Dürregejammer (Gelesen 1025276 mal)

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Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR

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thuja thujon
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #7425 am:

Den Apfel könntest du durch Rückschnitt entlasten. Wenn du 4/5 der Krone entfernst, kommt er besser mit dem limitierten Wasser aus.
Vorausgesetzt, der Baum soll am Leben bleiben und du bist nicht aufs Brennholz scharf.
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Monti
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Re: Dürregejammer

Monti » Antwort #7426 am:

Das sieht ziemlich traurig aus... Mit etwas mehr Zwendung in der Vergangenheit (Schnitt, ggf. Dünung) würde der Apfelbaum aber vermutlich noch etwas besser da stehen.
Hier werden auch erste Birken im Wald braun.

Bzgl. Einsparung Tropfbewässerung/Beregnung: Ein wesentlicher Vorteil im Kleingarten ist, dass nicht benötigte Flächen oder Kulturen die kein Zusatzwasser brauchen auch nicht bewässert werden.
Ich habe leer stehende Flächen, die ich aktuell auch nicht nachbepflanze (z.B. Beete für Kohl, Zicchorien kommen erst in ein paar Wochen). Weizen braucht kein Wasser mehr, Agretti muss ohne überleben (was er hervorragend macht). Und Rasen/Grasflächen können von mir aus verdorren.
Insofern ist die Einsparung bei Reinkultur zwischen Beregnung/Betropfung hauptsächlich die von thuja angesprochene verdunstung/Wind.

Noch ein Vorteil vom Tropfen: Der Oberboden bleibt locker und wird nicht plattgeregnet. Die mit dem Grubber gebrochene Oberfläche bleibt gebrochen. Es wird weniger Wasser nach oben zur Verdunstung nachgeliefert.
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Chica
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Re: Dürregejammer

Chica » Antwort #7427 am:

Leute, das wird nicht besser. Ich gieße hier nichts außer meinen Ansaaten und ein paar Töpfen in denen die Teekräuter übrig geblieben sind als die Feigen starben. Passt doch mal einfach eure Bepflanzung an. Wenn ich mir vorstelle hier früh und abends Gießorgien zu veranstalten, das geht schon deshalb nicht, weil Wasser viel zu kostbar für grünen Rasen ist, von der Lebenszeit mal ganz abgesehen. Ich begreife es nicht.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
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Monti
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Re: Dürregejammer

Monti » Antwort #7428 am:

Bewässert werden bei mir Nutzpflanzen, Gemüse zur Lebensmittelerzeugung, junge Bäume (1-3 Jahr nach Pflanzung). Mache ich das nicht, muss ich Gemüse aus dem Supermarkt kaufen, das der Landwirt bewässert und ggf. noch mehrere hundert oder tausend km in der Gegend rumkutschiert. Die Bäume, damit sie überleben. Ältere Bäume müssen klar kommen (und tuen es teilweise auch erstaunlich gut).
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wallu
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Re: Dürregejammer

wallu » Antwort #7429 am:

thuja thujon hat geschrieben: 15. Jul 2026, 15:38 Den Apfel könntest du durch Rückschnitt entlasten. Wenn du 4/5 der Krone entfernst, kommt er besser mit dem limitierten Wasser aus.
...
Wozu? Es soll (d.h. wird) auch die kommenden zwei Wochen nicht regnen. Apfelbäume haben hier keine Zukunft.
Viele Grüße aus der Rureifel
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thuja thujon
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #7430 am:

Dann kannst du ihn auch gleich umsägen, um Wasser zu sparen, im Boden zu halten. Also wie Chica sagt, wertvolles Wasser sparen. Damit das da unten jemand nutzen kann, der es dringender braucht wie wir unseren täglichen Schluck beim Zähneputzen. Das könnte man übrigens auch mit Schnaps machen, da sind 2/5 weniger Wasser drin, also auch wieder was gespart. ;)
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Chica
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Re: Dürregejammer

Chica » Antwort #7431 am:

Für Nutzpflanzen ist das für mich auch noch nachvollziehbar. So etwas habe ich hier nicht mehr, weil die Schnecken immer schneller waren. Aber man muss seinen Garten nicht mit pflegebedürftigen exotischen Sensibelchen bepflanzen und ich kann dann auch verstehen, warum manche Städte/Gemeinden Gartengießverbot zu hohen Strafen verhängen. Wo hatte ich das letztens gelesen? Hier stand irgend etwas von 2 Stunden Regner laufen lassen. Wie bitte?!
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AndreasR
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Re: Dürregejammer

AndreasR » Antwort #7432 am:

"Bepflanzung anpassen" heißt hier, sich auf das zu beschränken, was sowohl wochenlange Dürre wie auch Dauerregen klaglos wegsteckt. Also sowas wie Goldrute, Blutweiderich, Hemerocallis und Co. Dürrespezialisten taugen hier nichts, feuchtigkeitsliebende Pflanzen auch nicht, weil die Extreme einfach zu groß sind. Wenn mein "Rasen" vertrocknet, ist es egal, der kommt schon wieder, und auch jetzt sind Klee und Co. immer noch schön grün. Das Gewitter gestern scheint übrigens lokal so begrenzt gewesen zu sein, dass die Regensummenkarte von Kachelmann es überhaupt nicht erfasst hat. Hier stehen die Monatssummen nach wie vor bei 5 bis 7 mm, die 14 mm von gestern hat halt keine der offiziellen Wetterstationen in der Umgebung registriert, sondern nur eine private Wetterstation im Nachbarort, deren Werte der Betreiber hobbymäßig auf seine Website stellt. Nun sind 14 mm angesichts der momentane Dürre auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber da hätte ich selbst groß dimensionierte Regner auch stundenlang laufen lassen müssen, um den kompletten Garten zu bewässern...
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Chica
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Re: Dürregejammer

Chica » Antwort #7433 am:

Diese ganze Diskussion und Klagerei erübrigt sich, wenn der Landkreis ein Gießverbot verhängt. Ich habe jetzt nur mal kurz fü BB nachgesehen: gibt es schon in mehreren Städten/Landkreisen. https://mleuv.brandenburg.de/mleuv/de/u ... aenkungen/#
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Chica
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Re: Dürregejammer

Chica » Antwort #7434 am:

Ich hatte vor 25 Jahren ja bis auf die Faltergehölze einen mehr oder weniger konventionellen Garten angelegt. Für mich ist das inzwischen ganz einfach: Durch die zunehmende Hitze und Trockenheit sind hier über die Jahre viele gängige Stauden ausgefallen: Phlox z. B.. So etwas wird völlig schmerzfrei einfach nicht mehr nachgepflanzt und durch ökologisch sinnvolle, oft heimische Stauden aufgefüllt. Was nach zwei Versuchen trotz ökologischer Relevanz nicht funktioniert, fällt mir gerade Anthyllis vulneraria ein beispielsweise, wächst eben hier nicht. Ende. Das ist glückliches Gärtnern und die Gartentiere werden immer mehr :D. Völlig entspannt, ohne Dürregejammer ;D .
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Re: Dürregejammer

Mufflon » Antwort #7435 am:

Mir geht es wie Andreas, hier muss Garten beides können, Dauerregen und Dürre, zudem auf Lehm, also durchaus ständig nasse Füsse.
Die erste Bepflanzung hier im Garten, meine erste Neugestaltung, waren heimische, und möglichst regionale Pflanzen.
Bin spektakulär gescheitert, mehrere Hundert € verstarben.
Tatsächlich funktionieren hier nicht regionale besser.wir haben hier vor Ort Gärten mit Datteln, Feigen, Oliven...
Nur meine kleine private Lehmkuhle ist da eine Ausnahme, weil verdichteter Kriegschutt im Untergrund für wenig nutzbare Erde sorgt.
Dazu wohnen hier im Garten diverse Fledermäuse. Als diese in der Zahl zurückgingen, weil Gärten der Umgebung verschwanden, habe ich Pflanzen für Nachtfalter angepflanzt, so heimisch wie möglich, und möglichst rund ums Jahr blühend.
Diese Pflanzen möchte ich gerne erhalten, die Fledermäuse sind wieder mehr geworden, wir haben auch eine neue Art dazu bekommen.
Also gieße ich.
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Re: Dürregejammer

Gartenplaner » Antwort #7436 am:

Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 15. Jul 2026, 12:09 Klaro, kann man verstehen.
Ist aber eben durch den gewählten Weg der (traditionellen / gewohnten) von-oben-Bewässerung eine Art von Luxusversorgung, vulgo Verschwendung.
Mal GRUNDSÄTZLICH an den Zahlen-Liebhaber gefragt: Wieviel Prozent von 100 Litern kommen an und wie viel gehen durch Verdunstung verloren...?
ringelnatz hat geschrieben: 15. Jul 2026, 12:49 Also kann ich alles nachvollziehen, aber gibt es da auch mal wissenschaftliche Daten, wie viel durch Verdunstung verloren geht?
Da wurde schon 2023 und 2024 eifrig drüber diskutiert hier in diesem Thread:
Gartenplaner hat geschrieben: 29. Aug 2024, 15:25
Gartenplaner hat geschrieben: 18. Jul 2023, 20:11 ... findet man auf landwirtschaftlichen Seiten, dass Reihenregner eine Wassereffizienz von 60-70% haben, Rollomat 60%, Tröpfchenbewässerung 90%, oder:“…So liege die Wassereffizienz bei der Tropfbewässerung bei einem Faktor von 0,9, die Rohrbewässerung erreiche 0,6 bis 0,7 und die Beregnungsmaschinen erreichten Wassereffizienzen von 0,6. …”...
thuja thujon hat geschrieben: 19. Jul 2023, 14:16 ...WDEL (wind drift evaporation losses): https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm ... id=4500530
...
Gartenplaner hat geschrieben: 19. Jul 2023, 18:37 ... schaun uns das doch mal an:"..Wind Drift and Evaporation Losses (WDEL) critically determine the application efficiency of sprinkler irrigation systems. In specific conditions, even half of the irrigation water can evaporate or drift out of the irrigated area
....
A critical aspect in the optimization of sprinkler irrigation efficiency is the amount of waterlosses. In many circumstances, Wind Drift and Evaporation Losses (WDEL, %) can be largerthan the other types of water losses (runoff and deep percolation) (Dylla and Shull, 1983)
Although in specific cases WDEL can reach 50%, maximum values of 28%, 36% and 25% werereported in the extensive experimental series of Playán et al. (2005), Sanchez et al. (2011), andKarimi et al. (2014), respectively (Table 1)
. ...
"WDEL (%):1,59-27,61 / 1,15-14,17 bei Playan et al. (2005)0,0-35,63 bei Sanchez et al. (2011)7,46-24,91 / 8,49-11,49 bei Karimi et al. (2014)..."
...
(Farbliche Hervorhebungen von mir)
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber

“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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