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Eine Sauerkirsche soll her (Gelesen 59232 mal)
Moderator: cydorian
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Guten Abend Helga,die Csengödi kenne ich nicht. Die Ungarische Traubige ist etwas für Liebhaber, und sie wird vergleichsweise groß und es wird ihr nachgesagt, daß sie viele Früchte tragen soll - mit einem zusätzlichen Bestäuber.Die Jade und die Achat befinden sich in der Erprobungsphase bei mir, daher kann ich im Moment eigentlich nur meine Erwartungshaltung beschreiben. Die beiden Sorten sollen alle Vorteile der Ungarischen Traubigen haben und zusätzlich größere Früchte produzieren.+++++++++++++++++Ich habe mich von der örtlichen Baumschule weitestgehend gelöst. Neben den Kirschsorten Jade und Achat gibt es auch meinen favorisierten Apfelbaum, die Rubinola. dort nicht.Und der Versand über den Paketdienst war bei mir anstandslos, allerdings erst Ende Oktober ohne Blätter während der beginnenden Winterruhe der Pflanzen.
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Heute ist in diesem Jahr der Tag, an dem meine modernen und wurzelechten Sauerkirschen ihre Blüten in der Grenzregion Solingen/Langenfeld langsam öffnen.Dieses Photo stammt von der Safir, die ebenso wie die Ungarische Traubige eine Blüte geöffnet hat, während die anderen Blüten kurz davor sind sich zu öffnen.Die Jade und die Achat werden im ersten Standjahr mit jeweils einer handvoll Blüten ins Rennen gehen.Die Ungarische Traubige, die Morina, die Safir, die Jade und die Achat starten ihre Blühperioden allesamt geschlossen und vor allen Dingen spät, so daß eine Spätfrostgefahr bei den modernen Sauerkirschen vergleichsweise unwahrscheinlich ist.
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Hier ist ein Bild der Jade, welches vor einer Woche aufgenommen worden ist.Siehe nächster Beitrag.
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Hier die Jade im Querformat.
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Und ein Foto von der Achat.
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Ein Bild von der Ungarischen Traubigen (der Baum im Vordergrund) und der Safir, kurz nachdem ich sie nach eineinhalb Jahren Standzeit vom Pfahl befreit habe.
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Und hier ein Bild von der Ungarischen Traubigen mit durchgehendem Stamm nach viereinhalb Jahren Standzeit.
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Und ein Bild von dem zweiten Safirbäumchen im ersten Standjahr (mit gebranntem Kalk im Pflanzloch ausgestattet).
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Jetzt aber endlich.Hallo Konterkater,danke für die Fotos. Die sehen ja schnuckelig aus, deine Bäumchen, sehr überzeugend. Die Stütze quer zu setzen ist eine pfiffige Idee, das werde ich dir gleich tun.Du hast ja eine richtige, kleine Obstwiese, wie schön. :DMeine Bestellung kam heute an. Zweimal Jade. Einmal für meine Freundin, einmal für mich. Super! Ich freu mich so!
Dann, oh Schreck, was ist das peinlich. Ich weiß überhaupt nicht wie bzw. wie tief ich den Baum setzen soll. ::)Leider habe ich kein Foto zur Hand, und versuche mal es zu beschreiben.Das Bäumchen besteht aus 4 Teilen:1. Die Wurzel mit den Wurzelarmen.2. Aus der Wurzel kommt aus dem gleichen Gehölz ein ca. 4 cm dicker Stamm hervor. An diesem ca. 20 cm langen Stamm befindet sich oben ein Knubbel.3. Auf dem Knubbel sitzt ein anderer Stamm, etwa 60 cm lang.4. Die Baumkrone.Frage: Wie tief muss das in die Erde? Muss dieser erste Knubbel herausschauen? ::)Macht's gnädig, kein Geläster, das ist der erste Baum, den ich pflanze. Ja. Ha! - noch etwas. Konterkater, was ist 'gebrannter Kalk'? Wo kriegt man das zu kaufen?

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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Guten Abend Helga,alles kein Problem, jeder und jede fängt einmal klein an
.So wie Du den Baum beschreibst, ist es ein veredelter Baum, wobei die Veredelungsstelle 20 cm hoch liegt.Wichtig ist, daß diese Veredelungsstelle, ähemm ... also der erste Knubbel
, am Ende der Pflanzhandlung aus dem Boden rausschaut, weil die Jade sonst selber Wurzeln bilden würde; Du hättest dann einen ungewollten wurzelechten Baum
.Ich würde den Baum so pflanzen, daß der kompakte Wurzelraum so eben gerade unter der Bodendecke verschwindet
. *****************Gebrannter Kalk ist thermisch behandeltes Calciumcarbonat. Während der Hitzebehandlung geht das Calciumcarbonat unter Freisetzung von Kohlendioxid in Calciumoxid (gebrannter Kalk) über
.Gebrannter Kalk hat den Vorteil, daß das Calcium schwer löslich ist. Die Pflanze ist allerdings in der Lage, das Calcium aus dem hinreichend löslichen Calciumoxid zu gewinnen
. Aufgrund der schweren Löslichkeit verbleibt das nicht benötigte Calcium im Boden und wird nicht so leicht aus diesem herausgewaschen
.*****************Ich habe gebrannten Kalk bei einem Bauhandwerkmarkt (Baumarkt, Obi ...) gekauft. Einfach fragen, ob der betreffende Laden gebrannten Kalk für Düngungszwecke vorrätig hat
.








Re:Eine Sauerkirsche soll her
Vorsicht, gebrannter Kalk (auch gelöschter Kalk bzw. Kalkhydrat) ist STARK ÄTZEND !Ein Spritzer im Auge ruiniert die Hornhaut, und in direktem Kontakt mit Pflanzen werden diese kaputt!(Und Kalziumkarbonat ist noch schwerer löslich als gebrannter Kalk...)
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Re:Eine Sauerkirsche soll her
Bitte nicht so leicht vom Vorschreiber bange machen lassen. Gebrannter Kalk ist ein Feststoff, der auch als Feststoff in den sauren Boden gelangt. Einen Spritzer kann es eigentlich nicht geben. Aber es stimmt, daß unvorsichtiges bzw. tolpatschiges Handhaben von gebranntem Kalk gefährlich werden kann. Bei einer Gärtnerin setze ich allerdings voraus, daß sie es versteht, mit festen Substanzen bei Bedarf sorgfältig umzugehen. Ich habe einmal versucht, für Düngungszwecke gebrannten Kalk mit Wasser zu lösen. Als Chemiker traute ich mir das durchaus zu. Da tat sich über einen Tag lang praktisch gar nix. Und dieses feste Kalk (sehr wahrscheinlich Hartbranntkalk) ist für die Düngung nahezu aller Pflanzen zugelassen - es wird sogar empfohlen, dieses anzuwenden:"Kalkdünger werden in Form von kohlensaurem Kalk (Kalkmergel, gemahlener Kalkstein oder Abfallkalk der Zuckerfabriken, dann Scheideschlamm genannt) oder als gebrannter Kalk (Ätzkalk) zur Anwendung gebracht."http://www.wissen.de/wde/generator/wiss ... Allerdings natürlich bitte die Gebrauchsanweisung vorher lesen. Es steht auf der Packung unter anderem genau drauf, wieviel Gramm pro Quadratmeter verstreut werden soll.P.S.: Ich würde auch keine Cola ins Auge sprühen. Die in der Cola enthaltene Phosphorsäure macht sich dort auch nicht gut.Und Kirschbäume benötigen Calcium, es ist das Schlüsselelement bei diesen hübschen Pflanzen.
Re:Eine Sauerkirsche soll her
Danke beisammen. 

Wäre es ebenfalls in Ordnung, wenn ich das Bäumchen etwas tiefer pflanze, so dass die Veredlungsstelle gerade noch herausschaut?Ich würde den Baum so pflanzen, daß der kompakte Wurzelraum so eben gerade unter der Bodendecke verschwindet.
Re:Eine Sauerkirsche soll her
Keine Sorge, Konterkater. Da Eure chemischen Erörterungen bei mir sowieso keinerlei Chancen haben, Verständnis zu finden, mache ich das ergebnisorientiert.Bitte nicht so leicht vom Vorschreiber bange machen lassen.


Re:Eine Sauerkirsche soll her
Gebrannter Kalk, Kalziumoxid, ist ein Feststoff, der mit Wasser heftig, unter starker Wärmeentwicklung, reagiert. Konnte man früher auf jeder Baustelle beobachten. Die Wärmeentwicklung wurde schon in der Antike als Zündquelle für das Griechische Feuer verwendet (entzündete sich von selbst bei Berührung mit Wasser)."Gebrannter Kalk" im Wasser unlöslich? Da stimmt was nicht. Das klappt kaum mit totgebranntem, gesintertem Kalk, und den gibts nicht im Handel. Auch für "Chemiker" - ich kenn ihn nur aus Mustersammlungen....Für mich gibts kaum einen vernünftigen Grund, gebrannten Kalk als Dünger zu verwenden - es sei denn zur gleichzeitigen Bodendesinfektion.Und generell zur Löslichkeit (in Gramm/100 Gramm Wasser bei Raumtemperatur):Kalziumhydroxid (Oxid ist nicht unumgesetzt in Wasser löslich..): 0,1238gKalziumsulfat, Hydrat (Gips): 0,2036gKalziumkarbonat (~Kalkstein): 1,5 mal 10 hoch -3 g, also um Größenordnungen weniger.Wenn Kalkdünger im Hausgarten, dann Kalksteinmehl in irgendeiner Form, eventuell Gipsmehl (Schwefel ist bisweilen auch Mangelelement), noch milder Mergel.Mit entsprechender Vorsicht auch handelsübliches Kalkhydrat (Baustoffhandel).Kalkspritzer (generell Alkalispritzer) im Auge sind wesentlich gefährlicher als Säurespritzer.Haut wird halt von Alkali angegriffen.Steck Deinen Finger in eine Kalkbrühe und steck ihn in Cola - der Vergleich macht sicher.Prinzipiell sollten Bäume nur in Ausnahmefällen tiefer gesetzt werden, als sie gewachsen sind. Manche vertragen das, viele sind zumindest stark beleidigt.Bitte nicht so leicht vom Vorschreiber bange machen lassen. Gebrannter Kalk ist ein Feststoff, der auch als Feststoff in den sauren Boden gelangt. Einen Spritzer kann es eigentlich nicht geben. Aber es stimmt, daß unvorsichtiges bzw. tolpatschiges Handhaben von gebranntem Kalk gefährlich werden kann. Bei einer Gärtnerin setze ich allerdings voraus, daß sie es versteht, mit festen Substanzen bei Bedarf sorgfältig umzugehen. Ich habe einmal versucht, für Düngungszwecke gebrannten Kalk mit Wasser zu lösen. Als Chemiker traute ich mir das durchaus zu. Da tat sich über einen Tag lang praktisch gar nix. Und dieses feste Kalk (sehr wahrscheinlich Hartbranntkalk) ist für die Düngung nahezu aller Pflanzen zugelassen - es wird sogar empfohlen, dieses anzuwenden:"Kalkdünger werden in Form von kohlensaurem Kalk (Kalkmergel, gemahlener Kalkstein oder Abfallkalk der Zuckerfabriken, dann Scheideschlamm genannt) oder als gebrannter Kalk (Ätzkalk) zur Anwendung gebracht."http://www.wissen.de/wde/generator/wiss ... Allerdings natürlich bitte die Gebrauchsanweisung vorher lesen. Es steht auf der Packung unter anderem genau drauf, wieviel Gramm pro Quadratmeter verstreut werden soll.P.S.: Ich würde auch keine Cola ins Auge sprühen. Die in der Cola enthaltene Phosphorsäure macht sich dort auch nicht gut.Und Kirschbäume benötigen Calcium, es ist das Schlüsselelement bei diesen hübschen Pflanzen.