Seite 510 von 535

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 09:03
von Immer-grün
thuja thujon hat geschrieben: 21. Jul 2026, 08:52 Ja, und? Im Garten hole ich mir trotzdem nicht jede Baumart rein.
Den oder die richtigen für die Dürrezeiten wäre gut. ;)
(Das Beschweren wegen Baumsämlingen kann ich nicht verstehen. Der Gewinn des Schattens eines Baumes in Hitzetagen ist so gross, da kann ich locker über jeden Baumsämling hinweg sehen.)

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 09:11
von thuja thujon
Ich habe aktuell 25 Bäume im (kleinen) Garten, ziehe zudem knapp 50 dieses Jahr an für andere Gärten. Obst, nicht Laubschmuck.
Ich muss Bäume gießen, sonst machen sie keinen Schatten. Wenn ich sie gieße, werde ich darauf hingewiesen, dass Wasser gespart werden soll um das Grundwasser zu schonen und Gartengießverbote doch auch in anderen Landkreisen schon gelten.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 09:15
von Floris
Monti hat geschrieben: 21. Jul 2026, 08:39 Beispiele für das Gegenteil: https://agroforst-info.de/wp-content/up ... Wasser.pdf
Alles Argument für Klima, Grund- und Oberflächenwasser und sonstiges.
Der angrenzenden Ackerkultur wird Wasser entzogen.
Bei uns in der Nähe gibt es einen Versuchbetrieb einer Uni, die machen Agroforst. Da werden jährlich aufwendig an den Bäumen entlang die Wurzeln gekappt, damit die kein Wasser aus dem angrenzenden Acker ziehen. Die Erträge pro Fläche sind trotzdem geringer als ohne zusätzliche Bäume.

Ich habe bei mir im Garten trotz Hitze in den letzten zwei Wochen nicht gegossen und gerade gestern Abend mal Bestandaufnahme gemacht was wie aussieht. Ursachen für Unterschiede sind nicht immer so offensichtlich aber mir scheint es, als hätte die Nähe von Gehölzen meist den Wassermangel verstärkt.
Am besten sehen Pflanzen in einer gewissen Entfernung von den Bäumen aus: noch Schatten, aber kaum Baumwurzeln.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 09:19
von Staudo
Das ist der Windschutzstreifeneffekt. Dazu braucht man aber, wie Thuja schon schrieb, große Schläge.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 09:39
von Blush
Was ich ursprünglich zum Ausdruck bringen wollte: uns hier eint ein Interesse, das anscheinend kein Mehrheitsinteresse ist. Ansonsten wären ökologische Themen politisch leichter durchsetzbar. Es wäre leichter, in Städten Bäume zu pflanzen und zu pflegen! Geld wäre dafür vorhanden.

Zum windbrechenden Effekt von Baumreihen an Feldern. Ich habe in MV gewohnt, in unserer Gegend gab's riesige Schläge und nichts woran das Auge festhalten konnte. Vor'm Dorf regelmäßig Sandstürme, weil der Acker eben nicht geschützt war. Nun wieder zurück in Schleswig-Holstein freue ich mich sehr an den Knicks, die durchaus auch kleine Felder begrenzen.

Nachtrag zum Begriff Knick, heißt hochdeutsch Wallhecke https://de.wikipedia.org/wiki/Wallhecke

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 09:41
von Nox
Ich habe gerade den Wetterbericht angeschaut: In 9 Tagen soll es wieder auf 35°C hochgehen, seit Anfang des Monats 3,2mm Regen ..... :P

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 10:03
von Mediterraneus
Immer-grün hat geschrieben: 21. Jul 2026, 09:03
thuja thujon hat geschrieben: 21. Jul 2026, 08:52 Ja, und? Im Garten hole ich mir trotzdem nicht jede Baumart rein.
Den oder die richtigen für die Dürrezeiten wäre gut. ;)
(Das Beschweren wegen Baumsämlingen kann ich nicht verstehen. Der Gewinn des Schattens eines Baumes in Hitzetagen ist so gross, da kann ich locker über jeden Baumsämling hinweg sehen.)
Ein Ahorn geht überall auf, an deiner Garagenwand, Dachrinne, im Lichtschacht, in der Pflasterritze im Hof....
Darunter wächst gar nichts mehr bei Dürre, der Baum braucht alles an Wasser, wächst dir vielleicht sogar in die Wasserleitungen/Versorgungsleitungen rein mit seinen Wurzeln. Abgesehen von der verlorengeganenen Biodiversität.
Wird schnell groß und beschattet, ja. Aber wo betreibst du dann z.B. deine Photovoltaikanlage?
Mal abgesehen davon, dass ich nicht im Dunkeln wohnen möchte, spätestens im Herbst.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Bäume, gezielt eingesetzt.

Dass Bäume Dürre nicht verhindern, sehe ich hier an meinem Wohnort. Wir wohnen im größten Mischwald Deutschlands.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 10:25
von RosaRot
Hier beobachte ich mit Interesse, dass an dürrsten Stellen Eschen aufgehen bzw. schon groß geworden sind.
Alles wilde Sämlinge, die Samen von sonstwoher, vermutlich über Vögel angeschleppt.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 10:34
von Obstliebhaber
Immer-grün hat geschrieben: 21. Jul 2026, 09:03
(Das Beschweren wegen Baumsämlingen kann ich nicht verstehen. Der Gewinn des Schattens eines Baumes in Hitzetagen ist so gross, da kann ich locker über jeden Baumsämling hinweg sehen.)
Witzbold!
Meine Gartennachbarin sieht das wohl wie du, der Eschensämling zu ihrer Rechten (2 m von meiner Grenze) ist jetzt 9 Meter hoch und fängt an in die Breite zu gehen.
Ihre Robinie ist mittlerweile sehr ausladend bei circa 15 Meter Höhe. Ihr kanns ja egal sein der Schattenwurf geht in meinen Garten.

Du scheinst also den Gewinn genau zu kennen, kennst du dann auch die Verluste? — Die Wassermenge die solche Bäume täglich aufgrund Transpiration aus dem Boden ziehen?
Alles wilde Sämlinge, die Samen von sonstwoher, vermutlich über Vögel angeschleppt.
Oder durch bodennahe thermische Ablösungen erst hoch- und dann weitergetragen werden.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 10:56
von Mediterraneus
RosaRot hat geschrieben: 21. Jul 2026, 10:25 Hier beobachte ich mit Interesse, dass an dürrsten Stellen Eschen aufgehen bzw. schon groß geworden sind.
Alles wilde Sämlinge, die Samen von sonstwoher, vermutlich über Vögel angeschleppt.
Solch selbstgesuchten Plätze sind oft die erfolgreichsten. Das kennt man ja von anderen Pflanzen, die sich ihren Platz selbst bestimmt haben.
Wenn ein Baum an der Stelle mit seinen ausgewachsenen Ausmaßen passend ist, ein super Möglichkeit :D
Bei der Esche ist das Altwerden halt fraglich, wegen Eschentriebsterben. Hier ist ein kleiner Eschenwald die letzten Jahre eingegangen.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 10:58
von Immer-grün
Mediterraneus hat geschrieben: 21. Jul 2026, 10:03 Abgesehen von der verlorengeganenen Biodiversität.
Im Siedlungsraum ist ein Baum meines Wissens gewonnene Biodiversität. ( Ich finde dieses Argument/ Ranking mit Verlust von Biodiversität immer etwas merkwürdig. Wir sprechen ja nicht von Baummonokulturen. Und natürlich, es sollte möglichst vielfältig sein.)

Mal abgesehen davon, dass ich nicht im Dunkeln wohnen möchte, spätestens im Herbst.
Einen Nadelbaumwald würde ich mir auch nicht dicht ums Haus pflanzen. ;) Naturgemäss verlieren Laubbäume ja im Herbst ihr Laub und dann kommt wieder mehr Licht.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Bäume, gezielt eingesetzt.
Gut. Es geht mir ja auch nicht darum, dass jeder im Garten einen Wald pflanzen soll.
Dass Bäume Dürre nicht verhindern, sehe ich hier an meinem Wohnort. Wir wohnen im größten Mischwald Deutschlands.
Das habe ich nicht behauptet. Eine Art Klimaanlage können Bäume sein.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 11:00
von Immer-grün
Obstliebhaber hat geschrieben: 21. Jul 2026, 10:34 Witzbold!
Wir haben keinen direkten Nachbarn und ich habe einen Mäher. ;)

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 11:06
von Mediterraneus
Wenn ich alle Baumsämlinge im Garten hätte wachsen lassen, bräuchte ich jetzt nicht wegen der Dürre jammern.
Denn dann hätte ich ja keine Pflanzen und kein Hobby mehr.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 13:18
von Gartenplaner
Mediterraneus hat geschrieben: 21. Jul 2026, 10:03 …Ein Ahorn geht überall auf, an deiner Garagenwand, Dachrinne, im Lichtschacht, in der Pflasterritze im Hof....
Darunter wächst gar nichts mehr bei Dürre, der Baum braucht alles an Wasser, …
Sorry, das ist mir auch alles viel zu pauschal und kann ich so überhaupt nicht bestätigen, weder von meinem großen Feldahorn, noch denen in der nachbarlichen Wildnis noch dem Faassens Black vom Foto und Friedhof (in dem Rasen drunter wachsen übrigens neben Gras und niedrigen Wiesenblumen auch Wiesenorchideen, Schneeglöckchen und Winterlinge)

Ich laufe jeden Herbst meine freiwachsende Cornus sanguinea-Hecke ab, weil dadrin immer wieder Feldahornsämlinge keimen, aber nun auch nicht so viele, dass ich damit Tage beschäftigt wäre, ich die Hecke aus einer Art erhalten will.

Abgesehen davon bin ich so froh, den großen Haselstrauch über der Terrasse am Haus mit seinem angenehmen Schatten zu haben.

Und ja, ich hab grad bei Wetter.com geschaut und da sind ab 29. Juli wieder über 30 Grad für Luxemburg vorhergesagt und ab dem 2. August um 38 Grad bis Ende der Woche 🤮🤮🤮🤮
Da bleibt nur zu hoffen, dass das „weggerechnet“ wird.
Mediterraneus hat geschrieben: 21. Jul 2026, 11:06 Wenn ich alle Baumsämlinge im Garten hätte wachsen lassen, bräuchte ich jetzt nicht wegen der Dürre jammern.
Denn dann hätte ich ja keine Pflanzen und kein Hobby mehr.
Ich hab den Eindruck, etablierte Gehölze werden am ehesten das sein, was bei mir übrig bleiben wird.
Und Frühlingsblüher, die vor den Dürren einziehen.
Und die Wiese mit ihren Blumen.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 13:30
von thuja thujon
5 Wettermodelle sprechen dagegen, eins dafür. Das Verhalten von wetter.com kann man auch Panikmache oder PR-Gag nennen.
https://kachelmannwetter.com/de/vorhers ... in/xltrend

Ahornsämlinge, hier mal eine Nahaufnahme von knapp 40cm. Dutzende haben das auflaufen geschafft, war teilweise ein Fehler, den Herbst werden sie nicht mehr erleben, da jetzt schon vertrocknet. Die Kindersterblichkeit unter dem Ahorn nimmt schon etwas größere Ausmaße an als im Umfeld außerhalb der Kronentraufe bzw Wurzelbereich.
Ahornsämlinge vertrocknet.jpeg