In der DDR waren Brandstreifen entlang der Straßen und Bahngleise weit verbreitet. Die wurden jährlich gepflügt. Gelegentlich werden sie heute wieder erneuert. Vermutlich ist das auch eine Frage der Kosten.
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Dürregejammer (Gelesen 1069337 mal)
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- Staudo
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Re: Dürregejammer
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Re: Dürregejammer
So toll, GersemiGersemi hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 13:32 Nach meinem Durchhänger habe ich mich heute wieder eingekriegt, nützt ja nichts, kann keinen Regen zaubern.
.
Gestern abend habe ich mir große Plastikschalen aus dem Fundus geholt, paar große Flaschen mit Wasser gefüllt, alles in den Rucksack gestopft und bin zum Wald gefahren. Auto stehen lassen und ein Stück in den Wald hinein gegangen, dorthin, wo ich oft Rehe mit Jungen gesehen habe. An 2 Stellen neben Bäumen die großen Schalen abgestellt und Wasser rein gegeben, paar Steine zum beschweren oder Insektenlandeplatz dazu.
Dort ist nirgendwo Wasser, alle Wildtiere tun mir leid. Für eine weitere Schale wars schon zu dunkel, da ich Schiss vor rabiaten Wildschweinen habe.
Heute morgen gleich wieder hin und mich gefreut, in einer der Schalen war kaum noch was drin und ich hoffe, sie habens gefunden, egal ob Fuchs oder Reh.
Zur Brandgefar: Hier in Brandenburg gibt es fast nur Kiefernmonokulturen. Die haben ein extrem hohes Brandrisiko im Sommer. Hier wird berichtet, dass eine Neuaufforstung viel weniger sinnvoll ist als die Fläche der natürlichen Sukzession zu überlassen.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
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- thuja thujon
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Re: Dürregejammer
Kommt halt drauf an für wen. Der Waldbesitzer möchte nicht ewig drauflegen und vom blühen kann man sich nichts kaufen und keine Möbel bauen. Was möchte mit den aufgelaufenen Aspen machen? Sind die überhaupt erlaubt, weil gebietsfremd?
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- hobab
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Re: Dürregejammer
Heute entstehen fast alle Forste durch Naturverjüngung, da entstehen nicht automatisch Feuerschneisen. Die meisten Wälder werden als Mischwälder konzipiert, mit entsprechend geringer Waldbrandgefahr (auch trockene Laubbäume brennen nicht so gut wie die harzreichen Nadelbäume).
Und schließlich hat Deutschland ein wahnsinnig gutes und flächendeckendes Waldbranderkennungssystem. Selbst kleinste Brände werden innerhalb von Minuten festgestellt. Verglichen mit anderen Ländern haben wir extrem wenige Waldbrände und eine hervorragende Feuerwehr. Zu großen Teilen freiwillige…
Und schließlich hat Deutschland ein wahnsinnig gutes und flächendeckendes Waldbranderkennungssystem. Selbst kleinste Brände werden innerhalb von Minuten festgestellt. Verglichen mit anderen Ländern haben wir extrem wenige Waldbrände und eine hervorragende Feuerwehr. Zu großen Teilen freiwillige…
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- Jule69
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Re: Dürregejammer
Gersemi:
Was für eine tolle Aktion!!!! Hier hat das Wild normalerweise 2 kleine Flüsschen, um trinken zu können. Ob die allerdings noch Wasser führen, kann ich zur Zeit nicht sagen.
Ich hab hier den kleinen Teich, den versorge ich auch immer mit Frischwasser, dazu gibt es diverse ausgehöhlte Steine und Schalen, die ich morgens früh mit Wasser für die Insekten fülle, selbst auf den Bürgersteig hab ich eine Schale mit Wasser gestellt für die Hundis...aber da könnte ich mich direkt daneben stellen.
Hier gestern:
https://www.tagesschau.de/inland/region ... t-100.html
Was für eine tolle Aktion!!!! Hier hat das Wild normalerweise 2 kleine Flüsschen, um trinken zu können. Ob die allerdings noch Wasser führen, kann ich zur Zeit nicht sagen.
Ich hab hier den kleinen Teich, den versorge ich auch immer mit Frischwasser, dazu gibt es diverse ausgehöhlte Steine und Schalen, die ich morgens früh mit Wasser für die Insekten fülle, selbst auf den Bürgersteig hab ich eine Schale mit Wasser gestellt für die Hundis...aber da könnte ich mich direkt daneben stellen.
Hier gestern:
https://www.tagesschau.de/inland/region ... t-100.html
Liebe Grüße von der Jule
Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen, man muss ihnen auch zuhören.
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- Hyla
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Re: Dürregejammer
Hier ist die Beschreibung des Brandes von 1975:
https://brand-feuer.de/index.php?title= ... rger_Heide
Anhand der vielen eingesetzten Feuerwehrleute und Geräte aus dem gesamten Bundesgebiet kann man sehen, das war nichts Kleines.
Im Nachbardorf versucht man seit wenigen Jahren gerodete Flächen mit anderen Gehölzen aufzuforsten und es gibt Versuchsflächen, aber es ist nicht so einfach, wie man denkt. An den Gewässern und Feuchtflächen gibt's natürlich auch andere Baumarten.
https://brand-feuer.de/index.php?title= ... rger_Heide
Anhand der vielen eingesetzten Feuerwehrleute und Geräte aus dem gesamten Bundesgebiet kann man sehen, das war nichts Kleines.
Im Nachbardorf versucht man seit wenigen Jahren gerodete Flächen mit anderen Gehölzen aufzuforsten und es gibt Versuchsflächen, aber es ist nicht so einfach, wie man denkt. An den Gewässern und Feuchtflächen gibt's natürlich auch andere Baumarten.
Liebe Grüße!
Wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Bodenart: Übergangsboden Mittlerer Gley-Podsol
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- thuja thujon
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Re: Dürregejammer
Seitdem ist wohl viel passiert, da war man ja praktisch unvorbereitet, hats den Anschein. Der Waldbrand von 1975 sollte so in der Form nicht mehr passieren können.
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- Hyla
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Re: Dürregejammer
Ja, das war sicher so. Allerdings werden jetzt viele Äste nicht mehr aus den Wäldern geräumt. Da liegen ganze Kronen drin.
Totholz ist ja ökologisch wertvoll. Käfer vs. Waldbrand.
Gegen stehengelassene tote Eichen oder so habe ich nichts, aber dieses Zeug am Boden, wo man bei einem Brand kaum durchkommt, das finde ich bedenkenswert.
Totholz ist ja ökologisch wertvoll. Käfer vs. Waldbrand.
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Re: Dürregejammer
Feuerwehren reagieren enorm
schnell, die Wälder sind Satelliten- und Drohnenüberwacht. Die meisten Brände sind in Brandenburg mit reinen Kiefernwälder und die schlecht zu stoppende Brände häufig in ehemaligen Truppenübungsflächen, in die die Feuerwehr nicht vernünftig rein kann, wegen der rumliegenden Munition.
schnell, die Wälder sind Satelliten- und Drohnenüberwacht. Die meisten Brände sind in Brandenburg mit reinen Kiefernwälder und die schlecht zu stoppende Brände häufig in ehemaligen Truppenübungsflächen, in die die Feuerwehr nicht vernünftig rein kann, wegen der rumliegenden Munition.
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Re: Dürregejammer
Wir wollens doch so, grün, ökologisch. Von den jüngeren hat kaum jemand einen Wald näher gesehen, vielleicht mal die KI befragt, die leben lieber in der Stadt und hätten gerne eine tierfreundliche und vegane Welt. Um die Wälder hat man sich früher gekümmert, man hat das Holz gebraucht. Mögliche Brandherde wurden vorher erkannt und beseitigt, Bereiche wurden kurz gehalten. .Hyla hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 16:15 Ja, das war sicher so. Allerdings werden jetzt viele Äste nicht mehr aus den Wäldern geräumt. Da liegen ganze Kronen drin.
Totholz ist ja ökologisch wertvoll. Käfer vs. Waldbrand.
Gegen stehengelassene tote Eichen oder so habe ich nichts, aber dieses Zeug am Boden, wo man bei einem Brand kaum durchkommt, das finde ich bedenkenswert.![]()
Wer soll das heute noch machen, gibt keine Arbeitskräfte mehr,
wenn sich ein privater Waldbesitzer um seinen Wald kümmert, wird das gleich als Umweltsünde gesehen. Wölfe sind wichtig, Biber auch. Hoffentlich verbrennt da keiner
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Re: Dürregejammer
Es geht nicht um Blümchen sondern darum, dass Nutzholz wie Kiefer eben einfach nicht mehr funktioniert. Was soll er denn machen der Waldbesitzer? Also sollte man vielleicht zuerst einmal der Sukzession zuschauen und davon lernen.thuja thujon hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 15:26 Kommt halt drauf an für wen. Der Waldbesitzer möchte nicht ewig drauflegen und vom blühen kann man sich nichts kaufen und keine Möbel bauen. Was möchte mit den aufgelaufenen Aspen machen? Sind die überhaupt erlaubt, weil gebietsfremd?
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Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
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Re: Dürregejammer
Ich habe sogar die ganze Doku im TV gesehen (Link zur Mediathek in Chica's Link).Chica hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 14:58 ....
Zur Brandgefar: Hier in Brandenburg gibt es fast nur Kiefernmonokulturen. Die haben ein extrem hohes Brandrisiko im Sommer. Hier wird berichtet, dass eine Neuaufforstung viel weniger sinnvoll ist als die Fläche der natürlichen Sukzession zu überlassen.
So sehr mich der darin ausgestrahlte Optimismus freut ..... hätt' ich so einige Anmerkungen:
In den Bildern vom natürlichen Aufwuchs (Zitterpappeln etc) steht das Gras saftig grün in Brusthöhe des Sprechers.
Das ist nun dürr und brandgefährlich.
Und die Begeisterung über die auf verkohltes Holz angewiesenen Käfer mag ich so nicht teilen:
1 Käfer gegen hunderte Arten an Brandopfern.
Da sprachen die Verantwortlichen des abgebrannten Naturschutzgebietes Sächsische Schweiz, die das Totholz bewusst liegengelassen hatten, wegen Diversität - oder so. Jawohl, sie haben alles richtig gemacht, seht doch, ein Käfer ist schon wieder da.
- hobab
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Re: Dürregejammer
Jetzt macht mal nicht so ein Tamtam: Deutschland hat vergleichsweise extrem wenige Waldbrände, die in der Regel sehr schnell gelöscht werden. Ein Großteil dieser Brände sind wie gesagt in Brandenburg mit den großen Kiefernwäldern dort. Der Brandschutz ist heute besser, als er es früher war, Brände werden viel früher erkannt. Und natürlich sind weniger Arbeitskräfte im Wald unterwegs, aber nicht, weil früher alles besser gemacht wurde, sondern weil heute auch der Wald kommerzialisiert ist und ein Harvester bestimmt fünf Mitarbeiter ersetzen kann. Die Waldstruktur dagegen ist seit Jahren deutlich besser geworden, viel weniger Nadelholz, viel viel mehr Mischwald und Naturverjüngung. Durch die Klimaverschiebung und die dadurch verursachte Trockenheit gibt es heute mehr Waldbrände, aber die Schadflächen waren früher größer, vor allem in der DDR. Ob das bisschen Totholz im Wald da eine Rolle spielt bei den jetzigen Bränden, wage ich zu bezweifeln. Da wird Trockenheit und Hitze wohl wichtiger sein.
Berlin, 7b, Sand