Re:Erdbeerensaison 2009
Verfasst: 2. Apr 2009, 18:39
... jo - Erdbeerwiese halt. 
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gut, dass ich die nicht gekauft habe!Die rasante Vermehrung kann ich bestätigen, leider hat sie letztes Jahr vor lauter Vermehrung nicht blühen wollen![]()
@Conni, da Du sicher auch davon nur eine Pflanze brauchst, sollte diese Zimt- oder Moschuserdbeere jedenfalls zwittrig sein. Und davon gibt es nach meiner Kenntnis nur eine Sorte: Capron Royal, erhältlich bei Ahornblatt hier.Viel Spass mit dem "königlichen Ziegenbock", aber "Moschusochse" besagt etwa das Gleiche über Düfte, die in der ParfümerieMoschuserdbeere mit aussergewöhnlichem Aroma....
@Nahila, meintest Du Moschuserdbeeren oder Marie Charlotte??Die rasante Vermehrung kann ich bestätigen, leider hat sie letztes Jahr vor lauter Vermehrung nicht blühen wollen![]()
Marie CharlotteUnd könnte vielleicht jemand den Link bitte kürzen?@Nahila, meintest Du Moschuserdbeeren oder Marie Charlotte??Die rasante Vermehrung kann ich bestätigen, leider hat sie letztes Jahr vor lauter Vermehrung nicht blühen wollen![]()
@ Conny L., ich glaube, ich muss Ahornblatt mal zitieren, um einer Enttäuschung vorzubeugen: "zwittrige Sorte der Zimterdbeere; verhältnismäßig große süße Früchte mit dem Aroma wilder Erdbeeren."Das entscheidende Wort ist "verhältnismäßig". Also: Im Verhältnis zu den üblichen Walderdbeeren (Fragaria vesca) sind die Moschuserdbeeren (Fragaria moschata) große Früchte. Aber im Verhältnis zu den Ananas-Erdbeeren unserer Gärten (Fragaria x ananassa) kannst Du das Verhältnis locker rausstreichen, und da bleiben eben nur mäßig grosse Früchte übrig. Und das trifft auch noch auf den Vergleich von moschata-Früchten mit den Früchten der Kreuzung aus Garten- und Walderdbeere zu (Fragaria x vescana-Hybriden), von denen wohl doch Florika die beste ist, die wenigstens in der Größe an kleinere Gartenerdbeersorten heranreicht. Aber, was sollen die vielen Worte; kauf Dir je eine Pflanze von Florika und Capron Royal und bete, dass sie keine Wühlmaus wegfrisstCaprone Royale ist dann natürlich die bessere Sorte für mich !
paulche, aber dieser Samen würde überhaupt keine Früchte bringen, denn die Chileerdbeere hat 8 x 7 Chromosomen, die Walderdbeere hingegen nur 2 x 7. Folglich hätte das Kreuzungsprodukt 5 x 7 Chromosomen, und das ist keine durch zwei teilbare Zahl, weshalb solche Kreuzungen zwar sehr wüchsig sind, aber weder Samen noch Früchte ansetzen. Es war ja das Kunststück von Dr. Bauer, aus 5 x 7 Chromosomen 10 x 7 zu machen, weshalb die Fragaria x vescana - Hybriden, etwa Florika, dann wieder fruchtbar wurden. Das wurde dann in Schweden nochmals nachvollzogen, woraus die vescana-Sorten Annelie und die mehrmals tragende Rebecka hervorgingen. Also, das ist echt schwierige Wissenschaft!Aber zurück zu Deinem Vorschlag, etwas mit der Chileerdbeere zu machen. Das dachte sich auch der Marineoffizier Frezier, der 1714 erstmals die Fragaria chiloensis lebend nach Europa brachte. Die Zahl der Pflanzen, der Krimi ihrer Süsswasserversorgung während der sechsmonatigen Schiffsreise und der Verbleib der einzelnen Pflanzen in Europa sind genau dokumentiert, aber auch die Tatsache, dass sie über Jahre hinweg nirgends Früchte brachte. Das änderte sich schlagartig, als die Chili-Erdbeeren auch in der Gegend um Brest (wo Frezier später Festungskommandant wurde) angebaut wurde. Dort brachten sie plötzlich dieselben großen Füchte wie zuvor in Chile! Und alle Welt wollte von genau diesen Chile-Erdbeeren Samen haben und kriegte auch welche! Aber, was aus diesen Samen hervorging, waren keine Chileerdbeeren mehr, sondern eine F1-Hybride mit Fragaria virginiana, die in der Region um Brest schon früher mal aus Nordamerika eingeführt worden war und ebenfalls 8 x 7 Chromosomen wie die Fragaria chiloensis hat. Frezier hatte offenbar ausschließlich weibliche Pflanzen aus Chile mitgebracht, und F. virginiana ist im Regelfall zwittrig. Als Hybride hat diese Nachkommen erst 1766 Duchesne erkannt und beschrieben; seither wird unsere Gartenerdbeere als Fragaria x ananassa Duch. bezeichnet und hat eine ungeheure Mannigfaltigkeit von Sorten hervorgebracht.Und die handelsüblichen Hybridsorten kann ich mir nur so vorstellen, dass weitgehend erbgleiche Inzuchtlinien von Fragaria x ananassa als (geheime!) Zuchtstämme gezüchtet wurden, die nach ihrer Kreuzung relativ einheitliche F1-Sämlinge hervorbringen können.du säest Hybridsamen reiner Mutterpflanzen z.B. Chileerdbeere gkreuzt mit einer anderen reinen Art z.B. Europäische Walderdbeere, dann kommt immer so ziemlich derselbe Hybridsamen dabei heraus.