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Gartenplaner hat geschrieben: ↑7. Aug 2026, 17:48
In der vor 2 Wochen gemähten Blumenwiese treibt indessen munter Geranium pratense neue Blätter
Das funktioniert hier leider gar nicht, obwohl es wunderbares Futter für meine Sonnenröschenbläulinge wäre. Woran das wohl liegt? Helianthemum nummularium geht hier dagegen gut, sicher auch die Sorten, obwohl ich nur die Art habe.
Ich hoffe die haben die Wiese nicht zu kurz geschoren !
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht. Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
Gartenplaner hat geschrieben: ↑7. Aug 2026, 17:48
In der vor 2 Wochen gemähten Blumenwiese treibt indessen munter Geranium pratense neue Blätter
Das funktioniert hier leider gar nicht, obwohl es wunderbares Futter für meine Sonnenröschenbläulinge wäre. Woran das wohl liegt? Helianthemum nummularium geht hier dagegen gut, sicher auch die Sorten, obwohl ich nur die Art habe.
Ich hoffe die haben die Wiese nicht zu kurz geschoren !
Das vom Straßenrand geglaubte G. pratense vermehrt sich munter im ganzen Garten. Dafür würde bei mir Helianrhemum beispielsweise nicht funktionieren, da im Winter zu feucht. Hier ist halt Flußaue und kein Trockenrasen, Hochwasser inklusive.
Als ich die viele Antworten gesehen habe, dachte ich schon dass es hitzig zugeht.
Ich habe die Staudenbeete /Sträucher noch nicht gegossen dieses Jahr, nur die Gemüsebeete und die Kübelpflanzen.
Der Gartenboden ist sandig ca. 40-50 cm tief drunter Bauschutt oder was auch immer damals für den Strassenbau benutzt wurde. (der Plan vorzeitig abgebrochen und ein Kleingartenanlage darufgebaut)
Was super gedeiht ist Gaura, Veronica, Zauschneria und komischerweise manche der Dahlien. Viele Stauden trocknen zurück wie die Paeonien. Aber im Nächstes Jahr werden wieder gut austreiben genauso wie die Hemerocallisse. Cyclamens sind auch unbeeindruckt.
Von sträucher her die Hainbuche Hecke sieht unbeeindruckt aus. Ist aber auch eingewachsen. Und die gehasste Kirschlorbeer.
Ich glaube in paar Jahren wird es für jeden selbst herauskristallisieren was bei einer selbst funktioniert. Bis dahin freuen uns mehr auf die flüchtige gute Momente.
"Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt." Mark Twain
Für mich stellt sich die Frage, was sich denn hier vor Ort durch den Klimawandel geändert hat. Und welche Folgen sich daraus ergeben. Unstrittig - also meiner Meinung nach - ist es wärmer geworden. Die Folgen sind hier allerdings nicht gravierend. Es sind meistens weniger als 10 Hitzetage , das Jahr 2018 war eine absolute Ausnahme. Das Jahr 2017 war hingegen ungewöhnlich nass, bei uns hieß das etwa 780 mm. Also die Region ist - wie von Blush beschrieben - eher trocken aber nicht heiß. Und deswegen gibt es kaum Anpassungsbedarf. Gerade für mich als Rosengärtnerin nicht. Der Boden ist sandiger Lehm, auch nicht sehr aufregend
Allerdings sehen wir auch im Rosengarten durchaus Veränderungen, die dann in der Rosenzucht ihren Niederschlag finden, finden sollten. Das ist übrigens eine Sache, die ich hier bisher vermisse. Die Pflanzenzucht! Wie wir es auch aus der Landwirtschaft kennen. Es gibt aus guten Gründen etliche Weizensorten, die Natur könnte uns nicht ernähren.
Agrilus cuprescens hat gerade auch bei den Wildrosen und den Wildrosen-Hybriden zu erheblichen Schäden in sehr trockenen Regionen geführt. Hier hat die Konzentration auf Winterhärte zu Einbußen an anderer Stelle geführt. Aber genau da kann die Zucht ansetzen!
Ansonsten muss sicher jeder überprüfen, ob der individuelle Plan vom Garten weiter machbar ist und was das bedeuten würde. Wer 300 Töpfe hat, sollte eine vernünftige Bewässerung einplanen. Wer einen grünen Rasen haben möchte- für mich ist das in einigen Teilen unverzichtbar- muss natürlich ebenfalls die entsprechenden Bewässerungsmöglichkeiten vorhalten. Bewässerung war schon in meinem Elternhaus ein Thema - in Sandboden ist das sicher kein Thema der " Neuzeit"- . Deswegen haben wir auch einen Brunnen, der nicht nur den Garten sondern auch die Pferde versorgt. Dummerweise habe ich die Bedeutung einer vernünftigen Bewässerungsanlage für den Garten unterschätzt, jetzt wäre der Aufwand zu groß.
Einzelne Pflanzen herauszupicken, finde ich wenig sinnvoll. Da ist jeder Garten und jede Gärtnerin bzw. jeder Gärtner anders.
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Mottischa hat geschrieben: ↑7. Aug 2026, 09:35
Hier auf Sandboden gehen Knautia Macedonica, Euphorbien, Langblättriger Ehrenpreis, wilder Oregano und Kugeldistel, wilde Möhre, Ochsenzunge, Natternkopf als Hauptakteure. Eigentlich sowieso eher Wildstauden, dazu verschiedene Campanulas, Knöterich, Habichtskraut, Katzenminzen, Calaminthas, verschiedene Sedum.
Habe ich hier alle Mottischa und funktionieren ohne Gießen. Außerdem noch andere Knautien, Scabiosa spp., Centaurea spp.. In einem der Einfahrtbeete steht Kniphophia (eine orange-gelbe) neben Stachys recta, Campanula trachelium, Anthemis tinctoria, Echinops sp., Lavandula officinalis, eine weiße Sorte, Cephalaria gigantea, Santolina sp., Nepeta faasenni ‚Walkers Low‘. Da wirft sich immer einmal Oenothera glazioviana mit hinein. Hamamelis sp. hatte im letzten Jahr zerbrutzelte Blätter und von Sambucus nigra habe ich gerade ein paar tote Äste ausgesägt. Dem passt das hier nicht mehr. So what? Ich kann wirklich nicht sagen, dass hier nichts mehr wächst.
Ah stimmt, Centaurea habe ich hier auch einige Sorten, Eryngium, Cephelaria ebenfalls. Stachys geht gut, erstaunlicherweise habe ich viele Sämlinge von Rudbeckia Triloba. Malven, Scabiosa ochroleuca, Skabiosen und Knautien eh, Tinctoria - bulgarische und anthemis. Staudenwicken juckt das Wetter nicht. Wegwarten trumpfen hier auf, Nachtkerzen u Karthäusernelken, Gaura und mein geliebter Fenchel stehen wie eine 1. Bartblumen sind hier übrigens ebenfalls vom Wetter unbeeindruckt, wobei meine Säckelblume fast ertrunken ist, weil ich sie im Kübel gegossen habe.
Wie gesagt, trockener Heidesand, Garten vorwiegend sonnig. Boden nicht sonderlich nährstoffreich, da alles durchrauscht. Und die genannten Pflanzen wachsen ohne Gießen, weil hier nur frisch gepflanztes angegossen wird. Unsere Bäume sehen noch gut aus, Birken, Quitte, Haselnuss und Maulbeere sind grün, Holunder und Felsenbirne neben dem Teich auch. Nur der alte Apfelbaum und die Scheinzypresse machen uns Sorgen.
Trotzdem muss man im eigenen Garten testen was geht, ich wiederhole.. Mikroklima ist trotz scheinbar gleicher Bedingungen unterschiedlich. Und man sollte sich überlegen, wo und wie weit man Abstriche machen will. Mein Traum vom üppigen Cottagegarten ist schon lange ausgeträumt, weil ich nicht zu einer Dauerbewässerung bereit bin, dafür setze ich jetzt eben andere Prioritäten und kann gut mit einem naturnahen Garten leben, der zeitweise recht unansehnlich ist
Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne dabei glücklich zu sein. (Fjodor Dostojewskij)
Ich wusste gar nicht, dass wir so ähnliche Bedingungen haben und offensichtlich auch so ähnlich pflanzen . Nur Gaura erfriert hier im Winter irgendwann. Stimmt, Malven gehen hier auch alle. Außerdem wandert Coreopsis grandiflora im Einfahrtbereich herum. Da sammeln die oligolektischen Asteraceae-Wildbienen dran und die Jungs schlafen in den Blüten. Das mit dem Wässern sehe ich exakt auch so. Für mich hat ein naturnaher Garten eine innere Schönheit und Harmonie und Leben. Das fehlt mir in konventionellen Gärten völlig, das Gewimmel und Gesumme.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht. Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
Aber Coreopsis grandiflora hab ich nicht, hier wandert kalifornischer Mohn. Ja, ich baue meinen Garten um und die genannten Pflanzen funktionieren eben bestens. Zusätzlich leben hier viele Vögel, Insekten, Amphibien und inzwischen 4 Igel
Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne dabei glücklich zu sein. (Fjodor Dostojewskij)
Ich habe heute mal wieder eine Gartenguckrunde gemacht, nachdem ich die letzten Tage hitzebedingt nur spätabends zum Töpfe gießen draußen war, und ich muss sagen, dass manches zwar jammervoll aussieht, vieles aber auch erstaunlich gut klarkommt. Aktuell merkt man aber deutlich, dass der Regen von vor ein paar Tagen mittlerweile "verpufft" ist, überall hängen nun die Blätter oder rollen sich auf, und die kommenden zehn Hitzetage werden die Situation noch verschärfen. Es sind aber auch ganz eindeutig Blattschäden zu sehen, die in der Hitze Ende Mai entstanden sind, als das Laub gerade frisch ausgetrieben war. Der Boden war da noch feucht genug, aber sonnenexponiertes Laub von ansonsten eher im Schatten stehenden Stauden und Gehölzen ist gnadenlos weggebrannt. Von den Funkien hatte ich ja schon ähnliches berichtet. Mein Hakonechloa im Vollschatten sieht frischgrün aus, bei dem etwas sonnenexponierterem (Sonne von ca. 9 bis 12 Uhr) gibt es dürre Halme.
Meine im Frühling gepflanzte Corylopsis pauciflora ist vermutlich hinüber, da knallte im Mai die Sonne drauf und röstete den frischen Austrieb, als ich eines Abends das schlaffe Laub bemerkte, wässerte ich intensiv, aber es hat nichts genutzt. Auch Corylopsis spicata und Forthergilla gardenii haben teilweise verbranntes Laub, die sind halt noch nicht eingewachsen, da erst letzten Herbst gepflanzt. Die Zaubernüsse sehen gut aus, da sieht man hier und da bereits Anflüge von Herbstfärbung, und hier und da rollen sich die Blätter ein, ansonsten kein Problem. Acer palmatum 'Orange Dream' steht mittlerweile im Schatten der Felsenbirne und sieht super aus, nur ein paar Zweigspitzen ragen in die Sonne, dort ist dann prompt das Laub verbrannt. Dito bei den Topfahornen, die sonnenempfindlichen Sorten sind genau dort verdorrt, wo die Morgensonne bei 30°C die Blätter geröstet hat.
Runzelblättriger Schneeball und Haselnuss haben im Kronenbereich auch solche verknusperte Blätter, das war ganz eindeutig die brennende Sonne und nicht die Trockenheit, denn weiter unten sieht das Laub noch gut aus. Insgesamt sind alle anderen Gehölze (Kolkwitzie, Weigelie, Forsythie, Philadelphus, Physocarpus, Deutzia scabra, buntrindige Hartriegel, Winterschneeball) noch sehr ansehnlich, auch die anderen ausgepflanzten Ahorne und einige im Topf. Ein paar der verbrutzelten sind bereits neu ausgetrieben oder machen gerade Anstalten dazu, hoffentlich verbrennt das frische Laub nun nicht gleich wieder. Die Vögel buddeln weiterhin wie blöde in allen Töpfen, wo Mulch oder nackte Erde zu sehen ist, aber ich kann auch nicht überall Pappscheiben draufmachen, zudem nervt das beim Gießen. Aber klar, das sind die einzigen Stellen, wo sie überhaupt noch scharren können, der Garten ist ansonsten eine Betonlehmwüste.
Bis auf ein paar Wackelkandidaten sieht es im Garten jedenfalls alles gut aus, ich werde sicher weiter ausprobieren und auch noch manches Lehrgeld zahlen, aber die Pracht einiger Stauden und Gehölze ist halt zu verlockend, um sie nicht wenigstens mal auszuprobieren. Zaubernuss und Fächerahorn sind ja nun auch nicht gerade als dürretauglich bekannt, kommen aber erstaunlich gut im Garten zurecht, wenn sie einmal etabliert sind. Schwierig ist halt immer, im ersten und zweiten Jahr mit dem Gießen hinterherzukommen, da wäre ein feuchter Sommer ein Segen, damit sie gut anwachsen können, denn alles Gießen ist halt nur ein Tropfen auf den heißen Stein, verglichen mit einem großflächigen Regenereignis. Bei ca. 500 m² Gartenfläche kommen, wenn man von einem durchschnittlichen Gewitterschauer mit 10 l/m² ausgeht, immerhin 5 m³ Wasser in den Garten, dafür müsste ich viele Stunden mit Schlauch oder Regner gießen...
Ich hab so eine Liebesperlenstrauch, in den hatte ich mich mal verliebt. Seit Jahr und Tag nicht höher als 1,80m, kein Zuwachs und er leidet sehr unter der Trockenheit, da schlappt alles. Aber er lebt, keine Ahnung wie er das macht. Eigentlich finde ich den inzwischen echt doof.
Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne dabei glücklich zu sein. (Fjodor Dostojewskij)
Ach ja, ein Bild von meiner "Staudenwiese" zeige ich mal, extra für Chica. Die Goldruten muss man sich wegdenken, die haben sich dort ungebeten ausgesamt, und es ist leider unmöglich, sie zu entfernen, weil es im Frühling zu nass und jetzt zu trocken ist.
Chica hat geschrieben: ↑7. Aug 2026, 21:49
Toll Mottischa, das freut mich sehr. So ein Garten macht Freude und man braucht keine Kannen schleppen und sich nicht über die Trockenheit ärgern.
Naja, es gibt da so ein paar Stellen, da ärgere ich mich schon. Immerhin hab ich ja „noch“ ein paar Stauden. Aber ich liebe meinen Garten und freu mich sehr, wenn ich z.b. ständig tolle Insekten sehe
Andreas, das Johanniskraut ist auch unverwüstlich Hier gibt es jetzt sogar Jakobskraut im Garten.
Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne dabei glücklich zu sein. (Fjodor Dostojewskij)