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Hieracium intybaceum
Verfasst: 11. Feb 2010, 16:02
von macrantha
Hallo Zusammen,vor kurzem kam mir das Felsen-Habichtskraut in den Sinn als ich auf der Suche nach einer - anspruchlosen (sehr nährstoffarmer, sandiger und trockener Standort), - niedrigbleibenden, - gelbblühenden - und relativ grünblättrigen Staude war (Hieracium pilosella 'Niveum' wäre mir z.B. zu grau). Ich nehme jetzt fast mal an, dass die meisten diese kleine Staude eher als Unkraut betrachten - aber vielleicht gibt es noch mehr so Verrückte wie mich? Hat jemand Erfahrung mit dem Felsen-Habichtskraut? blüht es nur sehr kurz und ist unauffällig? Oder ist es vielleicht, anders als H. aurantiacum und pilosella, wuchsschwach?fragende Grüße,macranthaP.S. damit Ihr wisst, wovon ich spreche:
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Re:Hieracium intybaceum
Verfasst: 13. Feb 2010, 12:27
von Phalaina
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Habichtskraut wegen seiner hellen Blüten schon einmal in Kultur hatte, und zwar als eine der "Teststauden" auf dem Garagendach. Leider habe ich der Pflanze nicht besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Die Blüte war ganz nett, aber nicht so sehr auffallend - zumindest dort auf dem Dach ging sie neben der benachbarten
Anthyllis unter. Sie hat sich leider in einem der vorherigen Winter verabschiedet, ohne sich zuvor versamt zu haben. Schade!
Re:Hieracium intybaceum
Verfasst: 13. Feb 2010, 12:54
von macrantha
Hallo Phalaina,danke für Deine Meldung. Dann versuche ich es vielleicht mal nur mit 1-2 Pflanzen. Schade - sie würde so gut passen.Wobei auf dem Dach natürlich immer harrschere Bedingungen herrschen, als auf dem Boden (das Substrat friert ja schnell durch).
Re:Hieracium intybaceum
Verfasst: 13. Feb 2010, 18:07
von Phalaina
Ja, die Bedingungen auf dem Dach sind hart, besonders weil es ein Flachdach ist, das im Winter trotz Drainagematten ziemlich feucht ist.
Hieracium villosum war sehr schnell verschwunden,
H. intybaceum und
Crinitaria linosyris haben es immerhin ein paar Jahre ausgehalten. Das gleiche Verhalten konnte ich allerdings auch bei anderen Pflanzenarten beobachten, wie diversen Bartiris, mit denen ich auf Schrägdachern zuvor wesentlich mehr Erfolg hatte.

Wenn Du mit zwei Testpflanzen startest, hast Du vielleicht die Möglichkeit, Dir ein paar "Sicherungskopien" in Form von Samen zuzulegen.
Re:Hieracium intybaceum
Verfasst: 10. Jun 2013, 11:44
von Mediterraneus
Mir ist gestern beim Wandern am Wegesrand ein schwefelgelbes Habichtskraut aufgefallen, nur 5-10 cm hoch. Es hat sich als Hieracium pilosella herausgestellt (gibts "Niveum" auch in freier Natur?)Ich hab mir ein Ablegerchen gemacht. Wuchert es sehr?
Re:Hieracium intybaceum
Verfasst: 10. Jun 2013, 12:49
von Treasure-Jo
Hieracium pilosella Ich hab mir ein Ablegerchen gemacht. Wuchert es sehr?
Ein klares Jain !Ich hatte dieses Pflänzlein als temporären (meine Idee: Opferstaude) Bodendecker in einem Staudenbeet (guter Lösboden) gepflanzt. Hier gebärt sich dieses Hieracium als arger Wucherer, das in jede Ritze hineinkricht und so mancher höherer Staude das Leben schwer machen kann. Hier habe ich die Pflanze mittlerweile wieder vollständig entfernt (das kostete einige Mühe, aber es ging alles in allem gut)Auf einigen mageren Kiesbeeten breitet es sich (groß-)flächig (viele viele m2) aus, wo es keine Konkurrenz gibt. Da ist es ein wirklich willkommener Bodendecker, der sehr viel Trockenheit abkann und nebenbei sehr schön im Sommer blüht. Hier verdrängt es keine anderen Pflanzen.Aus einem Steingartenbeet habe ich es mittlerweile auch wieder entfernt, weil es Sonnenröschen und niedrige Steignartenpflanzen bedrängt und überwachsen hatte.
Re:Hieracium intybaceum
Verfasst: 10. Jun 2013, 22:04
von Starking007
Hieracium intybaceum kenne ich nur von sauren, mageren und nicht zu trockenen Böden.Muss aber nix heißen!