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Autor Thema: Brand im Elbsandsteingebirge  (Gelesen 4846 mal)

Staudo

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #15 am: 05. August 2022, 08:54:12 »

Der Waldumbau passiert doch schon seit dreißig Jahren. Das dauert halt.  ;)
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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #16 am: 05. August 2022, 09:16:13 »

Bis vor wenigen Jahrzehnten wurde der Wald richtig bewirtschaftet. Da wurden trockene Äste und sogar Zweige aus dem Wald geholt und kontrolliert verbrannt.

Soeine Bewirtschaftung hat wie alles in der Welt Vor und Nachteile.

Wenn es gerade übel brennt im Wald treten die Vorteile ins Licht.
Es ist halt doof, dass früher soviele Fichten gepflanzt wurden.
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lerchenzorn

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #17 am: 05. August 2022, 09:17:57 »

Der Waldumbau passiert doch schon seit dreißig Jahren. Das dauert halt.  ;)


Einerseits: ja. Andererseits gibt es wieder vermehrt FörsterInnen, die Kiefer im Reinbestand pflanzen (lassen), "weil die wenigstens wächst".

Richtig Staudo, auch ökologisch gut gemeinte Entwicklungen sind nicht immer auch gut im Ergebnis. Ewig lagernde Streu- und Reisigmassen sind ein zusätzliches Risiko im Brandfall und auch für die Waldlebensräume nicht immer das Gelbe vom Ei.

Für das Elbsandsteingebirge hoffe ich, dass sich die Wälder schnell erholen. Vorwaldarten wie Birke und Espe können schöne Waldbilder zaubern. Robinien wächst auf Brandflächen leider auch sehr gut und ist um die betroffenen hoffentlich nicht zu sehr präsent.
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Chica

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #18 am: 05. August 2022, 09:32:35 »

Wäre ein Mischwald mit Robinie ein Problem? Kundige Waldbesitzer hier warnen nur davor Flächen mit Robinie komplett abzuholzen, dann würde sie sich dschungelartig über Ausläufer vermehren. Wenn nur einzelne Bäume in Misch-Beständen gefällt würden, gäbe es kein Problem.
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Bristlecone

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #19 am: 05. August 2022, 09:42:47 »

Hält sich Robinie überhaupt auf Dauer im Wald oder verschwindet die nicht, weil es ihr in einem geschlossenen Waldbestand zu dunkel wird?
Jedenfalls sehe ich hier Robinien nur an gestörten Standorten, vielleicht mal am Waldweg und am Waldrand, nicht aber im Wald selbst.
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Nox

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #20 am: 05. August 2022, 09:57:30 »

Das mit dem Totholz scheint auch in den USA ein grosses Problem bei den Bränden zu sein. Unlängst wurde von einem Kiefern-Hain berichtet, in dem nach Jahren sich nur die Gelb-Kiefern gehalten haben. Daraufhin habe ich mal gegoogelt und diesen Artikel gefunden: https://de.wikipedia.org/wiki/Gelb-Kiefer
Dort findet sich ein extra Kapitel über Gelb-Kiefern und Waldbrände.
.
Laubwald anstelle von Kiefern ist sicher nicht ganz so einfach umzusetzen, die Laubbäume müssen auch an Klima und Boden angepasst sein.
Bei mir stehen die Eichen prächtig da, ohne Laubverlust, aber Felsenbirnen, Birken und Esskastanien lassen massif Blätter fallen.
.
Und dann muss man sich noch überlegen, wie die Waldwirtschaft in Deutschland überleben kann.
.
In Spanien und Frankreich wird über Ziegen nachgedacht, die die an Städte grenzenden Wälder von Verbuschung befreien, sodass Feuer keine Nahrung am Boden findet. Und ausserdem werden bei Waldbrandgefahr Zufahrten und Waldwege gesperrt.
« Letzte Änderung: 05. August 2022, 09:59:11 von Nox »
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lerchenzorn

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #21 am: 05. August 2022, 10:00:30 »

Da wird noch einiges nachzudenken und zu entscheiden sein, was bisher nicht in Betracht gezogen wurde.

Hält sich Robinie überhaupt auf Dauer im Wald oder verschwindet die nicht, weil es ihr in einem geschlossenen Waldbestand zu dunkel wird?
Jedenfalls sehe ich hier Robinien nur an gestörten Standorten, vielleicht mal am Waldweg und am Waldrand, nicht aber im Wald selbst.

Das mag so sein, aber sie überzieht hier allerorten die letzten kleinen Punkte und Bänder, in den sich noch die bunte Artenvielfalt der Krautsäume und Raine erhalten hat.

Bei reichem Samenangebot kann sie frische Brandflächen sehr schnell besetzen und bildet über viele Jahrzehnte geschlossene Bestände.
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Staudo

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #22 am: 05. August 2022, 10:19:35 »

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Wild Obst

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #23 am: 05. August 2022, 10:20:35 »

Wäre ein Mischwald mit Robinie ein Problem? Kundige Waldbesitzer hier warnen nur davor Flächen mit Robinie komplett abzuholzen, dann würde sie sich dschungelartig über Ausläufer vermehren. Wenn nur einzelne Bäume in Misch-Beständen gefällt würden, gäbe es kein Problem.
Aus meinen Beobachtungen würde ich sagen, es kommt auf die Mischbaumart an. Robinie und Kiefer, da kommen einige Robinienwurzelausläufer durch, wenn Robinien gefällt werden. Bei Eichen sind es vielleicht ein paar, die durchkommen und wenn es Ahorne, Linden, oder gar Tannen, Buchen oder Hainbuchen um die Robinien sind, dann haben die Robinien keine Chance, selbst mit den ganzen Reserven aus dem Wurzelstock.
Im Elbsandsteingebirge erinnere ich mich aus dem einen Urlaub, wo ich vor Jahren mal da war, allerdings nicht an viele Buchen und andere "richtige" Schattbaumarten erinnern, dumindest keine ausreichend dichten Bestände davon, da würde großteils sehr wahrscheinlich Robinie durchkommen und vielleicht sogar immer dominanter werden.
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Chica

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #24 am: 05. August 2022, 11:23:29 »

Bei reichem Samenangebot kann sie frische Brandflächen sehr schnell besetzen und bildet über viele Jahrzehnte geschlossene Bestände.

Na das wäre natürlich worst case, so ein Dickicht ist undurchdringlich, hier in meiner Nähe gibt es ein Beispiel. Ansonsten wachsen hier "Wälder" oder Baumplantagen wie oile schrieb, auf denen in relativ ausgewogenem Verhältnis Kiefern, Robinien und ab und an eine Birke dazwischen stehen, am Straßenrand vielleicht eine Eiche. Die vertragen sich ganz gut solange man eben nicht komplett rodet.
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Conni

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #25 am: 05. August 2022, 12:41:03 »

Der Waldumbau passiert doch schon seit dreißig Jahren. Das dauert halt.  ;)


Einerseits: ja. Andererseits gibt es wieder vermehrt FörsterInnen, die Kiefer im Reinbestand pflanzen (lassen), "weil die wenigstens wächst".

Für das Elbsandsteingebirge hoffe ich, dass sich die Wälder schnell erholen. Vorwaldarten wie Birke und Espe können schöne Waldbilder zaubern. Robinien wächst auf Brandflächen leider auch sehr gut und ist um die betroffenen hoffentlich nicht zu sehr präsent.
Da ich das Gebiet, in dem es jetzt brennt, sehr gut kenne, ein paar Worte zur Waldsituation dort.
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Der Bereich am Großen Winterberg, wo es brennt, liegt direkt an der Grenze zu Tschechien. Unten im Tal, auf dem Weg von Schmilka bergauf, gibt es noch Fichtenforste, die vor rund hundert Jahren gepflanzt wurden. Viele der Fichten haben die letzten Dürrejahre nicht überlebt. Weiter bergan steht dichter Buchenwald. Auch die Buchen haben aber in den letzten Jahren gelitten. Oben im Felsbereich sind es vor allem Kiefern und Birken, die es vermögen, unter Extrembedingungen zu überleben (winzigste Humusauflagen auf reinem Sand bzw. Fels). Die Fichtenforste oben am Reitsteig sind schon seit Jahren tot und borkenkäferzernagt, auf diesen Flächen gibt es natürlichen Aufwuchs von Birken, einigen Fichten, Kiefern.
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Ein Blick vom Kipphorn:
« Letzte Änderung: 05. August 2022, 12:47:02 von Conni »
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Conni

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #26 am: 05. August 2022, 12:42:39 »

Zwischen den Felsen wachsen viele Birken, vereinzelt Kiefern ...
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Conni

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #27 am: 05. August 2022, 12:43:11 »

Buchen haben es weiter oben nicht leicht.
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Conni

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #28 am: 05. August 2022, 12:43:43 »

Ebereschen gibt es einige.
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Conni

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Re: Brand im Elbsandsteingebirge
« Antwort #29 am: 05. August 2022, 12:46:23 »

Robinien habe ich dort noch nicht gesehen, das dürfte also kein Problem sein.
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Wie sich die abgebrannten Flächen entwickeln, bleibt abzuwarten. Hoffnung macht aber eine Fläche, auf der es vor ein paar Jahren gebrannt hat, dort kommt junger Mischwald hoch. Forstlich eingegriffen wird in der Kernzone des Nationalparks nicht, jedenfalls bisher nicht.
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Und noch ein Bild für die Hoffnung, auch dort im Gebiet fotografiert ...  :)
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