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News: Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind. Andere gibt's nicht (Adenauer)

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Autor Thema: blattduengung - wie funktioniert das?  (Gelesen 7632 mal)

Günther

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #30 am: 27. April 2009, 12:36:23 »

Ich weiß nicht wie es mit dem Stickstoffgehalt von Kuhfladen auf der Weide aussieht, aber auch Gras enthält natürlich Protein und damit Stickstoff. Andererseits meine ich mal gelesen zu haben, dass Wiederkäuer auch Protein aus der Verdauung der Bakterien gewinnen, welche in ihren Mägen das Gras verarbeiten. Nun wäre die Frage, ob die Bakterien das Protein ausschließlich aus dem Gras und den Kräutern der Wiederkäuernahrung gewinnen, oder ob darunter auch welche Luftstickstoff nutzen (glaube ich eigentlich nicht).

Grüße,
Robert


Bei Betrachtung eines Kuhfladens sieht man um diesen herum verstärkten Gras- (und Unkraut-) wuchs.
Teils sicher auch durch den Düngeeffekt, no na.
Und die Rindviecher meiden instinktiv das üppige Gras drumherum.
Die sind wohl schlauer als manche "Gärtner".... 8)
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Lehm

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #31 am: 27. April 2009, 13:05:42 »

Komposter sind tatsächlich umweltbelastend, wenn sie zu naß sind und der Stickstoff ausgeschwemmt wird.

Fachgerecht hergestellter Kompost ist hingegen ein ausgewogener NPK-Dünger in organischer Form. Aber da muss man sich dann schon etwas beschäftigen mit, nicht einfach alles auf den Haufen werfen und warten. ::)

Kompost darf nicht in rauhen Mengen auf die Beete ausgebracht werden, wegen Überdüngung.

Das darf man mit keinem Dünger. Wobei auch schlechter Kompost in der Regel noch weniger schädlich ist als es rauhe Mengen Blaukorn sind. Alter, fachgerecht hergestellter Kompost ist sodann nicht mehr viel anderes als Humus, der kaum noch düngt, sondern vorab die Bodenstruktur verbessert. Er kann gesiebt sogar als Aussaaterde gute Dienste leisten.
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Susanne

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #32 am: 27. April 2009, 14:33:37 »

Zitat
Wenn schon selbstangesetzte Brennesseljauche umweltschädigend ist, müssten ja alle Kleingärten mit ihren Komposthaufen grundwassergefährlich sein.

Unser Kleingartengelände befindet sich in einem Wasserschutzgebiet. Mit dem Argument der Grundwasserkontamination wurde ein zentraler Kompostplatz (der entsprechend konzentriert ausschwemmen würde) untersagt.

Zitat
5 Liter kompost /qm hat mehr Stickstoff als 100 g Nitrophoska spezial/qm oder 100 g/ Hornoska/qm
in Zahlen (Mittelwerte g/qm):

Je nach Alter variiert der Gehalt von Stickstoff im Kompost - angeblich (auch nur gelesen) hat Kompost die höchste Düngewirkung, wenn er 3 bis 6 Monate alt ist.

Zitat
Zitat
Was ist los mit dir? Schlechter Tag?
Unverdünnter Urin verbrennt Pflanzen, und das weißt du auch.

Deswegen wird die Brennnesseljauche auch verdünnt....

Brennesseljauche kann man nicht mit dem Urin erwachsener Menschen gleichsetzen.

Kleine Anekdote am Rande (und wieder mal ein Beleg, wie toll es ist, in öffentlichen Kleingärten zu gärtnern):
Letztes Jahr hat ein netter Mensch das Wort TOD auf den Rasen vor meinem Garten gepinkelt. Das Gras ist an der Stelle sofort verdorrt und nachwachsendes Gras war tiefdunkelgrün, obwohl ich die Stelle gründlich gegossen habe. Noch heute ist das Gras in dem Bereich dunkler als drumherum.

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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.

tomatengarten

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #33 am: 27. April 2009, 17:42:27 »

fazit bisher:

brennesseljauche taugt gut fuer eine blattduengung. im verhaeltnis 1:10 gemixt mit giesswasser.

und auch das boese S ist doch fuer die knobis okay :-X.

auch die angesprochene idee mit der milch finde ich okay. sollte man mal weiter in betracht ziehen.

kompost und die vielen querverweise und diskussionen halte ich nun mal sehr unmoeglich, um eine blattduengung damit durchzufuehren. das geht wohl eher ueber den boden. und eigentlich ist es ja ein anderer thread, der entstehen koennten ;)

ich habe inzwischen mal gelesen und das gefunden:

http://www.head-shop.de/04504.html

was haltet ihr davon?

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Günther

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #34 am: 27. April 2009, 17:54:13 »

Blattdüngung ist in beschränktem Umfang durchaus möglich, beispielsweise bei Eisenmangel mit speziellen Präparaten. Auch andere Spurenelemente wurden schon versucht.

Was mit "Bio", "vital", "vitalisierend", usw., herumkommt, ist meist Humbug. Fehlt nur noch ein Ansatz mit Granderwasser....

Der tote Fisch in der Pflanzgrube ist bewährt, die Abfallentsorgung mit den Mittelchen des links hingegen....
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Lehm

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #35 am: 27. April 2009, 18:06:41 »

ich habe inzwischen mal gelesen und das gefunden:

http://www.head-shop.de/04504.html

was haltet ihr davon?



Nichts. Fische sterben ja aus.
Ich seh insgesamt keinen Vorteil, den Planzen den Food auf die Blätter zu spritzen. Zudem: Dünger ist nicht wirklich nötig, Pflanzen wachsen auch ohne.
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Re-Mark

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #36 am: 27. April 2009, 18:09:27 »

Ich habe arge Zweifel, dass dieses Flüssigfischzeug ("mit Aminosäuren") gegenüber 'normalen' guten Flüssigdüngern einen Extrabonus bringt. Ich kann zwar nicht erklären warum, aber für die Blätter würde ich lieber flüssige Algen ("Algan" o.ä.) nehmen als flüssige Fische.

Und ich bevorzuge bei Düngern generell mehrere Speziallösungen gegenüber einer Universallösung. Meine Erfahrungen mit Blattdüngung beschränken sich bisher auf einige halbherzige Versuche mit Eisendünger, mit Algan und auch mal mit normalem Flüssigdünger, dabei ging es aber meist um die Kübelpflanzen meiner Eltern, und ich habe keine Vergleiche gestartet.

Mittlerweile habe ich mir als leicht lösliche Einzelnährstoffdünger Harnstoff und Kaliumkarbonat zugelegt. Calciumchlorid und ein brauchbarer, aber preiswerter Eisendünger stehen noch auf der Wunschliste (Fetrilon ist ganz schön teuer, und ich frage mich, wie gut chelatiertes Eisen überhaupt von den Blättern aufgenommen wird. In Wikipedia steht, dass die Blattporen einen Durchmesser von einem Nanometer hätten, da dürfte EDTA-Eisenchelat drüber liegen. Auch Phosphat sollte da Schwierigkeiten haben zu passieren, zumal es ein Anion ist.

Grüße,
Robert

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tomatengarten

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #37 am: 27. April 2009, 18:11:25 »

@lehm: immerhin ein alternative. du bist aber heut so graetig ;D 8).

nur mal zur erinnerung: es geht hier um eine methode, den pflanzen naehrstoffe in einer sehr kleinen dosis per kontinuierlicher blattduengung zuzufuehren.
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Lehm

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #38 am: 27. April 2009, 18:16:41 »

@lehm: immerhin ein alternative. du bist aber heut so graetig ;D 8).

Kommt halt vor, mach dir nichts aus so fischigen Posts.

Zitat
nur mal zur erinnerung: es geht hier um eine methode, den pflanzen naehrstoffe in einer sehr kleinen dosis per kontinuierlicher blattduengung zuzufuehren.

Wo kommt das denn in der Natur vor? Ist, wie wenn ich dir vorschreiben wrde, ab sofort statt über den Mund über die Haut zu essen. Suppe einreiben ging da wohl noch, aber nimm mal ein Steak über die Haut auf.
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Günther

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #39 am: 27. April 2009, 18:25:23 »

Nur ein Beispiel:
Sonnentau frißt - auch - per Blatt 8)
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Lehm

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #40 am: 27. April 2009, 18:28:04 »

Na gut, überzeugt. ;D :P

Giesse ab sofort mit aufgelöstem Katzenfutter. 8)
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Günther

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #41 am: 27. April 2009, 18:28:08 »

.... ein brauchbarer, aber preiswerter Eisendünger stehen noch auf der Wunschliste (Fetrilon ist ganz schön teuer, und ich frage mich, wie gut chelatiertes Eisen überhaupt von den Blättern aufgenommen wird. In Wikipedia steht, dass die Blattporen einen Durchmesser von einem Nanometer hätten, da dürfte EDTA-Eisenchelat drüber liegen. Auch Phosphat sollte da Schwierigkeiten haben zu passieren, zumal es ein Anion ist.

Grüße,
Robert



Spaltöffnungen sind erheblich größer....

Eisenchelate kann man auch mit ein bisserl Müge selber machen, die Rohstoffe sind, zumindest in etwas größeren Mengen, leidlich wohlfeil erhältlich.
Ob es die Mühe für womöglich nur seltenen Gebrauch wert ist?
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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #42 am: 27. April 2009, 19:00:23 »

Spaltöffnungen sind erheblich größer....

...und für die Nährionenaufnahme genauso geeignet? Wenn du über überzeugende Quellen verfügst, dann könntest du vielleicht den Wikiartikel korrigieren. Mache ich auch hin und wieder.

Zitat
Eisenchelate kann man auch mit ein bisserl Müge selber machen, die Rohstoffe sind, zumindest in etwas größeren Mengen, leidlich wohlfeil erhältlich.
Ob es die Mühe für womöglich nur seltenen Gebrauch wert ist?

Ein paar Substanzen zusammenmischen betrachte ich nicht als Mühe. Wie würdest du einen Eisendünger für die Anwendung als Blattdünger herstellen und anwenden?
Brei Kremer kostet 1 kg EDTA gut 100 Euro. Die Frage, die sich mir stellt ist nun, ob EDTA wirklich sinnvoll und notwendig ist bei Blattdüngung. Vielleicht wäre ja ein anderer Chelatbildner besser? Ist Zitronensäure nicht auch als Komplexbildner geeignet? Chelatbildner verwendet man, um ansonsten schwerlösliche Substanzen in Lösung zu bringen. Aber für die Blattdüngung mit Spurennährstoffen sind ja nur sehr geringe Konzentrationen gefordert, die man vielleicht auch ohne EDTA erreicht. Calcium-Blattdüngung macht man mit Calciumchlorid, oder? Da könnte man ja auf die Idee kommen, es auch mit Eisenchlorid zu versuchen... (Eisenchlorid reagiert in Wasser stark sauer, aber wie gesagt brauchen wir nur geringe Konzentrationen. Bräuchte genauere Zahlen über notwendige Konzentrationen und Aufnahmeraten.) Oder Eisensulfat? Ist auch sehr sauer, Sulfationen habe ich aber lieber im Dünger als Chlorid, liefern der Pflanze gleich notwendigen Schwefel.

Was den seltenen Gebrauch angeht: meine Zitrone ist leider chronisch chlorotisch, egal in was ich sie pflanze. Die Rhododendren dürften auch dankbar sein. Und im Aquarium setzt man Eisendünger auch wöchentlich ein.


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Werner987

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #43 am: 27. April 2009, 19:19:01 »

etwas ot, kompost im vergleich zu mist:

im tiermist sind mehr pflanzennährstoffe als in kompost vorhanden.
tiere verwerten aus ihrer nahrung vorrangig kohlenhydrate und eiweiß, einige können sogar zellulose aufspalten (gehölz- und papierfressende ziegen).
das bedeutet, daß die überwiegend nichverwertbaren mineralien im darm angereichert werden.

den benötigten kohlenstoff gewinnen die pflanzen mittels photosynthese aus der luft. so lange das benötigte kohlendioxid im kompost nicht durch zersetzung in die luft freigesetzt wird hat die pflanze praktisch keinen nutzen davon.
weil es hier um nährstoffgehalte geht habe ich bewußt die positive wirkung von kompost und mist auf die bodenstruktur ausgeklammert.
 
die beachtliche wirkung von brennesseljauche würde ich nicht nur am nährstoffgehalt festmachen, enzyme oder andere gährungsprodukte sind am erfolg beteiligt.
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_felicia

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Re:blattduengung - wie funktioniert das?
« Antwort #44 am: 27. April 2009, 19:25:59 »

Hallo Werner987,
ich finde die ganze Bandbreite der Info´s hier sehr spannend.
Blattdüngung geht ja auch über in Wasser gelösten Kompost oder Mist.
Ich zerbreche mir schon den ganzen Tag den Kopf, wer mir eine Stickstoff- bzw. Nährstoffanalyse von meiner Jauche machen könnte. Irgendein Labor muß es doch auch dafür geben...
Gruß felicia
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