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News: Der echte Maso-Gärtner wirft sich nackt in die Brennnesseln. (Staudo)
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Autor Thema: Terra Preta  (Gelesen 199257 mal)

pearl

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Re:Terra Preta
« Antwort #345 am: 15. August 2011, 22:30:04 »

Also: Wer Humus hat, braucht keine Terra preta.

Und wer keinen Humus, sondern Sandbogen hat? Tuts bei dem Kohle oder ähnliches?

Dumm fragende Grüße
Thomas

nein, nochmal das Mantra. ;D Auch Sandboden kann einen schönen Humusgehalt haben. Die Niederländer machen das ja ziemlich gut. Außerdem noch mal: Lehm, Ton, Ziegelscherben, Schiefersplitter, Jurakalk, Bauschutt ...

Außerdem leckt sich so mancher, der im Schlamm steckt, die Finger nach einem Sandboden. Was man da wieder für Pflanzen haben kann! ;) :D ;D
« Letzte Änderung: 15. August 2011, 22:36:23 von pearl »
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pearl

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Re:Terra Preta
« Antwort #346 am: 15. August 2011, 22:35:28 »


Aber das artet halt in Arbeit aus und ist nicht mal so schnell nebenbei zu erlangen.


so ist es. Deshalb gibt es das Wort Kulturland in genau dieser Bedeutung. Das Land ist über Jahrtausende durch unzählige Lebewesen ein fruchtbares und ertragreiches geworden.

Aber das ist eben nichts für Leute mit dem Hang zum Instant Gardening.
« Letzte Änderung: 15. August 2011, 22:37:27 von pearl »
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wandersfranz

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Re:Terra Preta
« Antwort #347 am: 15. August 2011, 22:55:51 »



so ist es. Deshalb gibt es das Wort Kulturland in genau dieser Bedeutung. Das Land ist über Jahrtausende durch unzählige Lebewesen ein fruchtbares und ertragreiches geworden.

Aber das ist eben nichts für Leute mit dem Hang zum Instant Gardening.


Du sprichst mir aus der Seele ;D ;D ;D
Kultur im eigentlichen Sinne ist schwer aus der Mode geraten.
Das Thema wird irgendwie nur noch mit DSDSDSDSeltsamen Dingen belegt, aber ich kenne noch Zeiten, wo der Gärtner eine "Kultur" anlegte...

Na, so was :o ::) ;D
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lerchenzorn

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Re:Terra Preta
« Antwort #348 am: 15. August 2011, 23:03:47 »

@pearl
" ... Die Schwarzerdeböden sind das genaue Gegenstück zu den Amazonasböden. Sehr große Humuslager, geringe mikrobielle Aktivität in den nördlichen Regionen der eiszeitlichen Gletscher und keine Humuslager, hohe mikrobielle Aktivität in den Äquatorregionen der Regenwälder...

... Die Notwendigkeit einen Humusabbau zu verhindern besteht in unseren Breiten, die noch reiche und stabile Humusvorkommen haben, in keinem Fall. ..."

@thomas
"... Und wer keinen Humus, sondern Sandbogen hat? Tuts bei dem Kohle oder ähnliches?"

Durchaus keine dumme Frage, Thomas. Pearl, in den Eiszeitböden Brandenburgs gibt es jede Menge Sand mit schwachen Humusböden oder mit zwar mächtigeren, aber wirklich leistungsschwachen Rohhumus-Lagern. Was es fast nicht gibt, sind Lössböden - nur so´n bisschen halbstarker "Sandlöß" im Fläming - und was es gar nicht gibt, sind Schwarzerden, die kurz südlich und westlich von Brandenburg (Börden) auf dem sehr feinerdereichen, adsorptionsstarken Löss entstanden sind. Hier, im Sand, heißt es: Rein, rein, rein mit allen nur greifbaren Humusmassen - die schneller, als ich gucken kann, ganz ohne Flamme verbrennen und, wenn ich nicht ständig nachschiebe, gruselig hydrophobe mineralisierte Restpartikel zwischen den Sandkörnern übrig lassen.

Also bleibt die Frage berechtigt, ob zermahlene, "aufkompostierte" Kohlepartikel das Wasserhaltevermögen und die Sorptionseigenschaften ausgewaschener Sande nachhaltig verbessern können. Als ein gewisser Ersatz für die fehlenden Tonanteile und darin enthaltene quellfähige Schichtminerale. Wir werden´s probieren und wohl erst nach etlichen Jahren etwas einigermaßen Sicheres darüber sagen können, schätze ich ::) .

lG
lerchenzorn
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wandersfranz

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Re:Terra Preta
« Antwort #349 am: 15. August 2011, 23:18:52 »

Hier, im Sand, heißt es: Rein, rein, rein mit allen nur greifbaren Humusmassen - die schneller, als ich gucken kann, ganz ohne Flamme verbrennen und, wenn ich nicht ständig nachschiebe, gruselig hydrophobe mineralisierte Restpartikel zwischen den Sandkörnern übrig lassen.
Ja, genau so könnte ich meine Beobachtungen beschreiben und es ist ein Kampf, das bisschen, das man aufbaut zu erhalten und zu pflegen.
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pearl

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Re:Terra Preta
« Antwort #350 am: 15. August 2011, 23:48:12 »


Also bleibt die Frage berechtigt, ob zermahlene, "aufkompostierte" Kohlepartikel das Wasserhaltevermögen und die Sorptionseigenschaften ausgewaschener Sande nachhaltig verbessern können. Als ein gewisser Ersatz für die fehlenden Tonanteile und darin enthaltene quellfähige Schichtminerale.


quellfähig und wasserhaltend ist der Humusanteil vor allem. Das Problem des sauren Humus auf Quarzsanden, der Podsole, Heiden, Nadelwälder, sind die Huminsäuren. Die Tonanteile, Silikate, Feldspäte, basische Mineralstoffe dienen als Ionenaustauscher und bilden als Ton Humus Kolloide den Sorptionskomplex des Bodens. Die Funktion für die mikrobiellen Prozesse besteht vor allem darin, ein zuträgliches Ionengleichgewicht herzustellen. Kohle ist völlig inert und leistet das nicht.

Obwohl das hier an anderer Stelle behauptet wurde und es muss wohl so sein, dass irgendein Werbetext die Lüge von der Kohle als Ionenaustauscher verbreitet.
« Letzte Änderung: 17. August 2011, 22:05:52 von pearl »
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Marion

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Re:Terra Preta
« Antwort #351 am: 15. August 2011, 23:53:03 »

Ich bin auch dafür, dass das pearl mal alles zusammenfasst. Auf einer Seite, ohne braingestorme, ohne Ausschweifungen. Kurz und knapp und prägnant.
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Callis

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Re:Terra Preta
« Antwort #352 am: 16. August 2011, 00:30:45 »

Zitat
Das Problem des sauren Humus auf Quarzsanden, der Podsole, Heiden, Nadelwälder, sind die Huminsäuren. Die Tonanteile, Silikate, Feldspäte, basische Mineralstoffe dienen als Ionenaustauscher und bilden als Ton Humus Kolloide den Sorptionskomplex des Bodens. Die Funktion für die mikrobiellen Prozesse besteht vor allem darin, ein zuträgliches Ionengleichgewicht herzustellen. Kohle ist völlig inert und leistet das nicht.

Wow.
Ich verstehe meine Muttersprache nicht mehr. Ich glaube ich lasse aus Unwissenheit alle meine Pflanzen entsetzlich darben und sollte das Gärtnern lieber aufgeben. ::)
Muss man denn all dieses Fachwissen haben, um zufriedenstellend (für Pflanze und Mensch) garteln zu können? (Ich weiß, dass das eine ganz ketzerische Frage ist vergleichbar der Frage - um in mir näheren Gefilden zu bleiben -, ob man Harmonielehre kennen müssen, um E-Musik geistig mehr zu geniessen.)

Irgendwie hatte ich immer ganz naiv geglaubt, dass ich die Pflanzen lieber nach den gegebenen Bodenverhältnissen aussuchen sollte anstatt die Bodenverhältnisse ständig den ausgesuchten Wunschpflanzen anpassen zu müssen. Vielleicht liegt das aber nur an meiner Faulheit. ;D ;D ;D
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Um tolerant zu sein, muß man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen. (Umberto Eco)
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Thomas

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Re:Terra Preta
« Antwort #353 am: 16. August 2011, 00:40:16 »

Ich finde das interessant, was pearl und andere hier schreiben. Harmonielehre dagegen verstehe ich nicht, und muss es Gott sei Dank auch nicht.

Merke: Keiner muss. Und braucht auch nicht. ;)

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Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.

pearl

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Re:Terra Preta
« Antwort #354 am: 16. August 2011, 00:54:09 »

jeder Jeck is anders. ;D Wat dä eine verstont verstont dä anner noch lang nit. So is dat im läve. Machse nix. ;D
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Marion

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Re:Terra Preta
« Antwort #355 am: 16. August 2011, 00:56:08 »

Doch, machs was.

So gut wie nichts habe ich bisher verstanden und fände es klasse, das alles mal auf einer Seite - verständlich - nachlesen zu können.
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pearl

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Re:Terra Preta
« Antwort #356 am: 16. August 2011, 00:57:45 »

GG sät: du dir ne Klütte ine jade, dat donnet auch. Oder auch nit, ne!
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Thomas

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Re:Terra Preta
« Antwort #357 am: 16. August 2011, 01:04:49 »

Wo hä reech hätt, hätt he reech. Odder och nit, ävver isch verstonn zuwennig davunn.
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Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.

Marion

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Re:Terra Preta
« Antwort #358 am: 16. August 2011, 01:06:30 »

Des habb ich ach net verschtanne un geb mich jetzt gschlaache. me kanns jo mol probiere.
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Marion

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Re:Terra Preta
« Antwort #359 am: 16. August 2011, 01:07:24 »

ävver isch verstonn zuwennig davunn.

Des du mer all, gell.
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