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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Mediterraneus am 23. Juli 2013, 15:53:32

Titel: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Juli 2013, 15:53:32
Was schlappt nicht, braucht keine Regentonne und schaut auch während der Dürre noch gut aus?

Vorschläge herzlich willkommen.


Bei mir toll dürrefest und auch im "Dorrzustand" noch gut anzuschauen, hier mal am Beispiel meines "mediterranen Pflanzbeetes:

Yuccas aller Art, Sesleria nitida, Sesleria autumnalis, Crocosmia paniculata, Strauchpfingstrosen, Lavendel, Zauschneria, Clematis "Kaju", Artemisia abrotanum und Euphorbia segueriana ssp niciciana.

Schlappen tut in dem Beet: Vitex agnus castus (komischerweise), Salvia verticillata "Purple Rain"

weitere Dürrekandidaten?
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 23. Juli 2013, 16:04:49
Bei mir: Johanniskräuter, Salvien, Helianthemum, Cistus, Dost, Buchs, Aster pansus, verschiedene Dracocephalum, erstaunlicherweise die meisten Funkien, Geranium sanguineum in Sorten, verschieden Nepeta, Calamintha und dergleichen, Sedums natürlich, verschiedene Allium , Iris tectorum, eine weiße Erika, und noch etliches mehr...
So ziemlich der ganze graulaubige Kram natürlich.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 16:11:06
super Idee, Mediterraneus! So muss man die Sache betrachten!

Zusätzlich zu dem Zeug, das ihr genannt habt, bei mir die Miscanthus, Eragrostis curvula, Buddleien, Rosa 'Ghislain de Feligonde', blühend, Amsonia orientalis, Amsonia tabernaemontana, ...

ich achte mal genauer drauf!
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Isatis blau am 23. Juli 2013, 16:12:36
Centhrantus, Perovskie und die Pflanzen, die relativ tiefe Wurzeln haben, Wegwarte und Ringelblumen fallen mir vom Jäten her ein, die machen auch nicht schlapp.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 16:16:01
Malva alcea. Monarda 'Mohikaner', Stachys officinalis.

Alle genannten sind auch noch deer resistant. ;) ;D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: fars am 23. Juli 2013, 16:16:32

Schlappen tut in dem Beet: Vitex agnus castus (komischerweise)


Noch nicht richtig eingewurzelt?

Bei mir steht V.a.c. besonders trocken und rangelt sich mit dem Goldregen um das letzte Quentchen Feuchtigkeit. Dennoch standhaft wie Andersens Zinnsoldat.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Nina am 23. Juli 2013, 16:16:43
Bei mir schlappt momentan sogar Buddleja davidii. :P
Euphorbia cyparissias, Euphorbia rigida, ... ich glaube alle Euphorbien sind echt hart im Nehmen.
Thymiane, Rosmarin, Salvien ...
Gaura lindheimeri und natürlich die schon genannten.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cimicifuga am 23. Juli 2013, 16:24:43
die genannten und dazu sehr überraschend: polystichum polyblepharum. und das obwohl er recht sonnig steht und mit sehr wenig humus auskommen muss. sogar eher schottrig.

irisse natürlich
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: planwerk am 23. Juli 2013, 16:29:10
Hostas, schauen weiter erstaunlich gut aus, Gräser aller Art, Thymiane, Salvien, Agastachen, Heuchera (dunkellaubige, die hellen haben sich braun umgefärbt), frühjahrsblühende Zwiebeln.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 16:31:00
ja, ein total bekloppter Farn, Dryopteris filix-mas 'Linearis Polydactylo', kommt auch gut klar. Der sieht sowieso auch bei Regen total trocken aus. Ich überlege jedes Jahr, ob ich ihn rausschmeiße. Bisher ist er Platzhalter und bewacht den Fuß der Hamamelis 'Sunirgendwas. Die steht auch überraschend gut in der Sonne.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 16:32:16
ach soooo! Der kann auch grün! Ich werde ihn in den Wald-Teil des Gartens pflanzen.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: chris_wb am 23. Juli 2013, 18:20:02
super Idee

Und so "neu"... ::) 8)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 19:44:50
komm, drei Jahre ohne Trockenkünstler, ich bitte dich!
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 19:48:54
Echinops ritro, da kann man aus dem alten thread gemütlich abschreiben.

Kugeldisteln, Echinops - sieht wie ein Igel aus - sind gerade auch in der Landschaft, im Oberrheintal am blühen. Wenn man den Beständen nach Süden folgt, kommt man ans Mittelmeer.

(https://lh5.googleusercontent.com/-Wx0JCBcLzNE/Uem-brAF_PI/AAAAAAAAC0s/5S_MDStX0_4/s144/Echinops%2520ritro%2520die%2520dunklen%2520vor%2520Ghislaine%2520de%2520DSCN6211.JPG)

oder hier aus den Garteneinblicken 2013
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Kolibri am 23. Juli 2013, 19:49:35
Kein einziges Blättchen schlappt an den Hanfpflanzen. Frau Gold behauptet sie stammen aus dem Vogelfutter - ist mir egal, nach den Ferien werde ich sie vertickern. 8)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Staudo am 23. Juli 2013, 19:51:24
Ich bitte Dich! Hanfpflanzen sind wertvoll für die Vogelwelt.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Irisfool am 23. Juli 2013, 19:53:25
Vergiss es Kolibri. ;D ;D ;D Das ist nicht der Hanf. Sondern der aus dem man Seile dreht! Davon gibt es in Frankreich noch ganze Felder. ;D ;D ;D ;D ;D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Kolibri am 23. Juli 2013, 19:54:36
Oh doch. Cannabis sativa.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Frank am 23. Juli 2013, 19:59:40
Kein einziges Blättchen schlappt an den Hanfpflanzen. Frau Gold behauptet sie stammen aus dem Vogelfutter - ist mir egal, nach den Ferien werde ich sie vertickern. 8)
Du musst den Kreis der möglichen Interessenten über die Mosel hinaus ziehen - die dort sind doch alle blau vom Wein...! ;) 8) :-[ ;D

So - nun wieder zurück zum Thema, die Pflanzen für geeignete Trockenperioden sind doch sehr oft an der Blattfarbe zu erkennen, oder. Ich bilde mir ein, dass silbrigblättrige Stauden eher der Trockenheit widerstehen. Stimmt das?

LG Frank
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Irisfool am 23. Juli 2013, 20:03:37
Kolibrichen , eben! derandere ist Cannabis indica! ;) ;) ;) ;) ;)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Jayfox am 23. Juli 2013, 20:24:41
Auch Datisca cannabina schlappt noch nicht! ;)

Cotinus 'Grace', Hippocrepis emurus, alle Opuntien natürlich, Stipa gigantea und Vitex negundo (noch so eine Pflanze mit hanfähnlichen Blättern) halten sich bis jetzt ebenfalls unbeeindruckt.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: chris_wb am 23. Juli 2013, 20:41:54
komm, drei Jahre ohne Trockenkünstler, ich bitte dich!

Also ICH hatte mir den abgespeichert. 8) ;D Unabhängig davon spricht aus meiner Sicht trotzdem nichts dagegen, das in einem einzigen Faden weiterzuführen. ;)

Bei manchen Stauden habe ich den Eindruck, dass die Trockenresistenz vom vorherigen Wetterverlauf abhängig ist. Echinacea purpurea zeigt sich hier dieses Jahr deutlich unempfindlicher nach dem regenreichen Frühjahr, wohin ausgerechnet Rudbeckia fulgida deamii direkt daneben bereits kurz vor dem Status "Stroh" war.

Stellenweise rollt dieses Jahr sogar Nepeta das Laub an.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lttp am 23. Juli 2013, 20:42:00
Hier der Trockenkünstler schlechthin: Aconogonon 'Johanniswolke'.

Ansonsten Dictamnus, Geranium renardii, Geranium sanguineum, Geranium 'Orion', Iris barbata Hybr., Paeonia lutea Hybr. und Intersectionals, Cotinus - hier 'Flame' und 'Young Lady', Fraxinus ornus 'Meczek', Koelreuteria paniculata, Lespedeza thunbergii und der eine oder andere der hier schon genannten...

Erstaunlich gut für eine Hortensie: Hydrangea aborescens 'White Dome'.

Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 20:46:27
Hydrangea arborescens 'Annabelle' und Aconogonum alpinum 'Johanniswolke'. Datisca cannabina ist bei mir nicht trockenresistent. Sie ist einfach nicht mehr da. :-\
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Jayfox am 23. Juli 2013, 20:49:26
Versehentlich geerntet? ;D

Linum perenne und Indigofera heterantha halten sich ebenfalls wacker.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 20:49:38
Geranium Renardii Grp 'Terre Franche' und 'Philippe Vapelle' sind super im trockenen Schatten vor Samthortensien, Salvie glutinosa dazu ist auch noch frisch.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: salamander am 23. Juli 2013, 20:51:39
Diptam, ach so, der wurde eben schon genannt
Teucrium (- wobei der bei mir nicht an der trockensten Stelle sitzt)
Anthericum
Asphodeline, wobei ab Hochsommer nur noch Fruchtstände übrig sind.
Ich probiere jetzt Nanorrhops ritchiana aus.....
Quercus coccifera, von der bin ich begeistert, die dürfte aber außerhalb des Weinbauklimas und bei Wintersonne zicken bzw zurückfrieren. Ein selbstausgesätes Exemplar von mir ist jetzt ca, 1,70 m hoch.
Gruß Salamander
Wird demnächst bei mir ausprobiert: Colutea arborescens und Coronilla emerus
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 21:05:08
Versehentlich geerntet? ;D


ja, von Schnecken oder Feldhasen oder Rehen. :-\
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lttp am 23. Juli 2013, 21:06:52
Gerade als ebenfalls hart im nehmen erachtet: Exochorda racemosa 'Niagara', Acer campestre 'Nanum', Viburnum lantana 'Mohican', Physocarpus 'Diable d'or' und 'Diabolo'.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 21:07:02

Quercus coccifera, von der bin ich begeistert, die dürfte aber außerhalb des Weinbauklimas und bei Wintersonne zicken bzw zurückfrieren. Ein selbstausgesätes Exemplar von mir ist jetzt ca, 1,70 m hoch.


super! Die würde ich auch mal gerne versuchen zu kultivieren.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. Juli 2013, 21:32:25
Hier der Trockenkünstler schlechthin: Aconogonon 'Johanniswolke'.



Daran hege ich Zweifel! Trockenkünstler ist zumindest ein relativer Begriff. Ich habe mal versuchshalber Aconogon in einem meiner Kiesbeete gepflanzt. Wer da überlebt, ist wirklich ein Trockenkünstler. Ok, Aconogon lebt noch, wird aber nie höher als 40-50 cm, blüht nicht; wer will das schon.....

Klar, bei einem lehmigen Boden und genügend Jahresniederschlag muss diese Staude nicht gegossen werden und schlägt sich sehr tapfer auch in trockenen Sommern.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. Juli 2013, 21:36:23
super Idee

Und so "neu"... ::) 8)

 ;)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 21:41:22

Ich habe mal versuchshalber Aconogon in einem meiner Kiesbeete gepflanzt.

du hast vielleicht Ideen!

Eine Pflanze, die 2 m hoch wird, hat doch auch eine Hubleistung, ich meine, woher soll der ganze Aufwuchs kommen, wenn kein Wasser im Boden ist. Steppenpflanzen im Unterschied zu Hochstaudenflurflor, you know?

Es geht doch darum welche Pflanzen diese Trockenzeiten überstehen. Das tun genau die, die in ihrer Heimat an austrocknenden Flussbetten wachsen. Die überleben, weil sie Speicherorgane haben. Extrem tief wurzeln und sowas.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Dunkleborus am 23. Juli 2013, 21:55:09
Potentilla recta - im denkwürdigen Sommer 2003 hat sie hier sogar drei trockene Monate gut überlebt.
Phlomis fruticosa.
Eingewachsene Aruncus dioicus.
Eingewachsene Gillenia.
Calamintha 'Triumphator'.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lttp am 23. Juli 2013, 22:03:10
Hier der Trockenkünstler schlechthin: Aconogonon 'Johanniswolke'.



Daran hege ich Zweifel! Trockenkünstler ist zumindest ein relativer Begriff. Ich habe mal versuchshalber Aconogon in einem meiner Kiesbeete gepflanzt. Wer da überlebt, ist wirklich ein Trockenkünstler. Ok, Aconogon lebt noch, wird aber nie höher als 40-50 cm, blüht nicht; wer will das schon.....

Klar, bei einem lehmigen Boden und genügend Jahresniederschlag muss diese Staude nicht gegossen werden und schlägt sich sehr tapfer auch in trockenen Sommern.

Ja, das meinte ich. Dann ist es ein Kommunikationsproblem. Hier stehen alle Pflanzen in lehmig-humosen Sandboden und die genannten sehen bis jetzt ohne Bewässerung top aus.

Hydrangea arborescens würde ich nun auch nicht gerade ins Kiesbeet pflanzen. Paeonia, egal welcher Abstammung, auch nicht. ;)

Alle genannten Pflanzen stehen sonnig - bis auf Hydrangea arborescens, diese steht im Halbschatten. Trockenverträglich heisst hier: während H. macrophylla und serrata Bewässerung brauchen und H. paniculata ohne Bewässerung die ersten gelben Blätter bekommt, sieht H. arborescens 'White Dome' tadellos aus.

* letzten Absatz ergänzt
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. Juli 2013, 22:03:32

Ich habe mal versuchshalber Aconogon in einem meiner Kiesbeete gepflanzt.

du hast vielleicht Ideen!

Eine Pflanze, die 2 m hoch wird, hat doch auch eine Hubleistung, ich meine, woher soll der ganze Aufwuchs kommen, wenn kein Wasser im Boden ist. Steppenpflanzen im Unterschied zu Hochstaudenflurflor, you know?

Es geht doch darum welche Pflanzen diese Trockenzeiten überstehen. Das tun genau die, die in ihrer Heimat an austrocknenden Flussbetten wachsen. Die überleben, weil sie Speicherorgane haben. Extrem tief wurzeln und sowas.

Erst das Experiment belegt die Theorie. ;)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Staudo am 23. Juli 2013, 22:05:59
Hier in Brandenburg gilt dieser Knöterich als Trockenkünstler. ;)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. Juli 2013, 22:08:55
Ohne eine genauere Beschreibung der Randbedingungen sind diese Aufzählungen allenfalls Hinweise, leider oft wertlos. Ohne zu wissen, ob die Pflanzen sonnig oder schattig stehen, in welchem Boden, bei welcher Niederschlagsmenge u.v.m. ist eine Aussage zu Trockenheitsverträglichkeit Kaffeesatzleserei. Ich habe ein sehr gutes Buch über trockenheitsverträgliche Pflanzen. Da sind Pflanzen klassifiziert nach der Dauer der Trockenphase, die sie im Mittel überstehen können.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: planwerk am 23. Juli 2013, 22:29:49

Ich habe mal versuchshalber Aconogon in einem meiner Kiesbeete gepflanzt.

du hast vielleicht Ideen!

Eine Pflanze, die 2 m hoch wird, hat doch auch eine Hubleistung, ich meine, woher soll der ganze Aufwuchs kommen, wenn kein Wasser im Boden ist. Steppenpflanzen im Unterschied zu Hochstaudenflurflor, you know?

Es geht doch darum welche Pflanzen diese Trockenzeiten überstehen. Das tun genau die, die in ihrer Heimat an austrocknenden Flussbetten wachsen. Die überleben, weil sie Speicherorgane haben. Extrem tief wurzeln und sowas.

Erst das Experiment belegt die Theorie. ;)

Schaut bei mir extrem gut aus, direkt an einer Baumscheibe in kiesigem Substrat. Nur die schönen Blüten sind versengt. Empfehlenswert.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Gartenklausi am 23. Juli 2013, 22:30:31
Ohne eine genauere Beschreibung der Randbedingungen sind diese Aufzählungen allenfalls Hinweise, leider oft wertlos. Ohne zu wissen, ob die Pflanzen sonnig oder schattig stehen, in welchem Boden, bei welcher Niederschlagsmenge u.v.m. ist eine Aussage zu Trockenheitsverträglichkeit Kaffeesatzleserei. Ich habe ein sehr gutes Buch über trockenheitsverträgliche Pflanzen. Da sind Pflanzen klassifiziert nach der Dauer der Trockenphase, die sie im Mittel überstehen können.

Interessiert mich sehr. Verrätst Du den Autor und Titel des Buches?

Liebe Grüße
Klaus
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. Juli 2013, 22:44:41

Interessiert mich sehr. Verrätst Du den Autor und Titel des Buches?

Liebe Grüße
Klaus

Ja klar, wirklich sehr empfehlenswert:

"The Dry Gardening Handbook", Olivier Filippi

Auch empfehlenswert:

"Plants for Dry Gardens!, Jane Taylor

Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. Juli 2013, 22:45:46
[
Schaut bei mir extrem gut aus, direkt an einer Baumscheibe in kiesigem Substrat. Nur die schönen Blüten sind versengt. Empfehlenswert.

Danke für diese Erfahrung!
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 22:59:42
Ohne eine genauere Beschreibung der Randbedingungen sind diese Aufzählungen allenfalls Hinweise, leider oft wertlos. Ohne zu wissen, ob die Pflanzen sonnig oder schattig stehen, in welchem Boden, bei welcher Niederschlagsmenge u.v.m. ist eine Aussage zu Trockenheitsverträglichkeit Kaffeesatzleserei. Ich habe ein sehr gutes Buch über trockenheitsverträgliche Pflanzen. Da sind Pflanzen klassifiziert nach der Dauer der Trockenphase, die sie im Mittel überstehen können.

pappelapapp!

Die gesammelten Erfahrungen hier sind mehr wert als irgendein Buch und das Denken vor dem Experimentieren hat noch nie jemandem geschadet! Chemiker müssen auch nicht immer bumsen und knallen. ;D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lttp am 23. Juli 2013, 23:04:06
Auch Nicht-Chemiker bumsen und knallen zuweilen viel lieber als nur ein Buch darüber zu lesen... :-X

Bin schon weg... ;D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. Juli 2013, 23:08:22
Bitte nicht mißverdrehen:

Über Erfahrungen bin ich grundsätzlich sehr dankbar. Ein Erfahrungsbericht ist aber um so wertvoller, um so klarer die Umstände, Randbedingungen bekannt sind. Jede wirklich nützliche Quelle der Erkenntnis ist mir eine Bereicherung.

Wenn mir jemand, der in der Speyer wohnt (Sandboden. 500 mm Niederschlag, Zone 8b), über die Trockenheitsresistenz einer Pflanze erzählt ist das etwas anderes, als der Erfahrungsbericht eines Gärtners einer regenreichen Mittelgebirgsgegend mit einem halbschattigen Garten und Lösboden. Nur wenn mir alle Umstände bekant sind, kann ich die richtigen Schlüsse ziehen.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 23:09:47
 ::) Jo, Schätzelchen, jetzt ist aber mal gut. Du musst das nicht zerpflücken. Das kommt nicht in ein Journal. ;) ;D

ittp, nun, als Nicht-Chemiker kennst du den Spruch vielleicht nicht. "Chemie ist wenn es bumst und knallt, aber nicht jeder der bumst ist ein Chemiker." So sagte man damals, unter uns sozusagen. ;) ;D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 23. Juli 2013, 23:11:25
 :-\ na ja.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 23. Juli 2013, 23:12:51
musstest du nie ein Praktikum bremsen? Ich kann dir sagen, da Experimentieren sich die Studenten um ihr Leben! Speziell diese wackere männliche Sorte. Wenn man nicht aufpasst schießen die Titanrotoren durch die Zentrifugendeckel oder den Säulen wird es zu heiß. ;D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: oile am 24. Juli 2013, 00:23:41
Hier in Brandenburg gilt dieser Knöterich als Trockenkünstler. ;)

Ich gieße meinen kaum.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 24. Juli 2013, 00:28:18
ich überhaupt nicht. Ich gehe davon aus, dass der genauso viel Masse unter der Erde hat wie oben drüber, der holt sich, was er brauch.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: sarastro am 24. Juli 2013, 06:38:08
Also ich urteile auch ein wenig nach Pflanzencharakter. Und da passt eben ein Knöterich wirklich nicht in ein arides Beet! Mir stellt es auch immer die Haare auf, wenn Hostas in Kiesbeeten stehen. Den Effekt der Breitblättrigkeit oder anderer Blatttextus kann mit Crambe oder Bergenia genauso erreicht werden.

Man kann sich mit dem Aussehen einer Staude auch täuschen. So werden Anaphalis immer viel Trockenheitresistenz nachgesagt, obgleich diese gar nicht so widerstandsfähig sind.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Juli 2013, 07:56:27
oh, schon 4 seiten :D

worum es mir hauptsächlich geht, in diesem thema:

welche pflanzen/pflanzungen, ob schatten, steppe, kiesbeet.... kommen auch in trockenperioden OHNE zusätzliche bewässerung zurecht.

oft sieht man ja z.B. traumhafte kiesbeete, wunderschön. und wenn man dann mal hinterfragt, läuft in sommerlichen trockenzeiten immer der regner. Kein wunder, dass die so toll ausschauen! ;)

mir ist auch klar, dass die pflanzen in trockenzeiten nicht taufrisch aussehen können. am mittelmeer wird die farbe grün in der hitze auch in beigebraun umgewandelt. ein bißchen braun und "steppig" darfs also schon werden. solange die pflanze in diesem zustand ausharrt und bei regen dann wieder gut ausssieht.

Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Juli 2013, 08:10:58

Schlappen tut in dem Beet: Vitex agnus castus (komischerweise)


Noch nicht richtig eingewurzelt?

Bei mir steht V.a.c. besonders trocken und rangelt sich mit dem Goldregen um das letzte Quentchen Feuchtigkeit. Dennoch standhaft wie Andersens Zinnsoldat.
letzten sommer gepflanzt. sowas wollt ich eigentlich in diesem jahr nicht mehr gießen. er istwohl noch nicht etabliert, hast recht
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Juli 2013, 08:15:02
Auch Datisca cannabina schlappt noch nicht! ;)


die hab ich auch letztes Jahr gesetzt. schlappen tut sie nicht, ist aber auch nur 50 cm hoch
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Staudo am 24. Juli 2013, 09:08:31
Und da passt eben ein Knöterich wirklich nicht in ein arides Beet!

Manchmal will man gar kein Trockenbeet und bekommt trotzdem eins. Für solche Fälle ist die 'Johanniswolke' gut geeignet. Außerdem halten Aster novae-angliae viel Trockenheit aus, bleiben dann aber niedrig.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Martina777 am 24. Juli 2013, 09:21:44
Bei mir halten auch einige Pflanzen super durch - ohne je gegossen zu werden, wobei ich sagen muß, dass ich die Helligkeitsbedürfnisse befriedige und über einen Lehm-Ton-Boden verfüge, der das Wasser recht lange hält und insgesamt gut puffert. Es hat nun ca. 3 Wochen nicht geregnet.

In der Sonne und Halbschatten ohne Wasser: Johanniskraut, Mutterkraut, Rosen, Buchse, Philadelphus, Holunder, Eibe (und alle "Wald"pflanzen), Johannisbeeren, Astern, Salbei, Lavendel, Blauraute, Iris, Pfefferminze, dieses pelzige graue Teil, dessen Name mir grad nicht einfällt und Blutweiderich (ja, doch, der Blutweiderich schafft das).

Schatten ohne Wasser: Alle wie oben, wenn sie dort stehen (tun sie tw. durch Versamung) + Hosta und Bauernhortensien.

Ich giesse allerdings bewußt selten, dann aber ausgiebig, die (Stauden)Beete sind entweder gemulcht oder die Pflanzen stehen so dicht, dass der Boden durchgängig beschattet wird. Die Wiese(*) wird überhaupt nicht gegossen, Kartoffeln oder Taglilien oder Tomaten jeden 3. Tag, wenns so heiss ist. Das reicht.

(*) Vermutlich leidet der Nachbar unter dem Anblick der momentan tw. halbvertrockneten Wiese wie Sau - er hat einen Rasen, den er 2 x täglich bewässert, sehr akkurat, von Gärtnerhand verlegt. Eh schön, aber eine andere Zugangsweise. Ich mag es so, weil es mich an Urlaube in heissen Regionen erinnert - dort ist es in der typischen Urlaubszeit nicht britisch grün, wenn man in die Gärten oder in die Landschaft an sich schaut!
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Kantate am 24. Juli 2013, 10:29:41
Die Bodenbeschaffenheit ist echt sehr unterschiedlich und sehr ausschlaggebend, daher gebe ich den mal mit an:
Totaler Sandboden (nach nur 20-30cm Erdschicht), eiszeitliches Löß, jedes Wasser ist nach kurzer Zeit weg und der Boden wird dadurch sauer.

Ohne viel Gießen überleben nur:
- Lavendel
- Ginster
- Heide (bei mir auch zwischen Stein-Mulch)
- Fingerhut
- Schleierkraut
- Fetthennen (die hohen Rosa-blühenden, sehen super aus im Kiesbeet)
- kurioserweise: Rosen & Hosta (im Schatten), und eine Farnart, die sich selbst hier verbreitet (kenne leider die Art nicht)
- Ilex & Kiefer

Wobei auch hier nach dem Anpflanzen 1-2 Jahre Wässern notwendig ist.
Alle anderen Pflanzen hier überleben nur mit Hilfe (Wasser oder viel Kompost). Hohe Gräser vertrocknen mir fast alle (spätestens im Winter), weshalb mein Versuch vom Steppenbeet aufgegeben wurde.
Bei uns ist es wohl trockener als in einer Steppe ;D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 24. Juli 2013, 10:46:57

welche pflanzen/pflanzungen, ob schatten, steppe, kiesbeet.... kommen auch in trockenperioden OHNE zusätzliche bewässerung zurecht.

oft sieht man ja z.B. traumhafte kiesbeete, wunderschön. und wenn man dann mal hinterfragt, läuft in sommerlichen trockenzeiten immer der regner. Kein wunder, dass die so toll ausschauen! ;)

mir ist auch klar, dass die pflanzen in trockenzeiten nicht taufrisch aussehen können. am mittelmeer wird die farbe grün in der hitze auch in beigebraun umgewandelt. ein bißchen braun und "steppig" darfs also schon werden. solange die pflanze in diesem zustand ausharrt und bei regen dann wieder gut ausssieht.


genau so habe ich es verstanden und genau so hast du es betitelt. Pflanzen für temporär aride Zonen. Welchelfeuchte Pflanzen. Dazu gehört auch der Wiesenknöterich, zum Beispiel.

Die "ohne Gießen" Garten-Tradition ist offenbar in den Kinderschuhen. Beth Chatto hat sie versucht umzusetzten. Die Busladung von Gartenladies in Sommerkleidern kam nach einer langen Trockenzeit bei Regen im Garten an und verschwanden umgehend wieder und wollten ihr Eintrittsgeld zurück.

Ein schöner Dialog mit Christopher Lloyd über diesen Gegenstand ist inzwischen übersetzt. Christopher Lloyd war völlig anderer Meinung als die große Gärtnerin, weil er exotische Pracht bevorzugt hat.

Mir geht es auch darum die Pflanzen im waldigen Teil meines Gartens nicht gießen zu müssen. Schließlich kommen heimische Pflanzen unserer Wälder auch über Trockenzeiten hinweg. Gewässerbegleitende Pflanzen gehen bei niedrigem Wasserstand nicht ein.

In sofern interessiert es sehr, welche Pflanzen im Einzugsgebiet dieses forums mit den natürlichen Bedingungen unseres Klimas und unserer Gärten klar kommen.


Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Juli 2013, 11:14:38
phlomis fruticosa steht übrigens noch im topf rum. die soll auch künftig ins "sommeraride" beet.
leider muss ich an der stelle erst noch den boden abmagern mit splitt. Ist aber alles staubtrocken bzw. steinhart :P
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Scabiosa am 24. Juli 2013, 11:28:23
Also ich urteile auch ein wenig nach Pflanzencharakter. Und da passt eben ein Knöterich wirklich nicht in ein arides Beet! Mir stellt es auch immer die Haare auf, wenn Hostas in Kiesbeeten stehen. Den Effekt der Breitblättrigkeit oder anderer Blatttextus kann mit Crambe oder Bergenia genauso erreicht werden.

Man kann sich mit dem Aussehen einer Staude auch täuschen. So werden Anaphalis immer viel Trockenheitresistenz nachgesagt, obgleich diese gar nicht so widerstandsfähig sind.

Hostas im Kiesbeet können aber zumindet sehr wüchsig sein und unattraktiv fand ich diese Gestaltung in einem öffentlichen Garten (scheinbar versuchsweise) auch nicht.



Hostas Kiesbeet



Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: sarastro am 24. Juli 2013, 13:05:10
Das kann durchaus attraktiv aussehen, sehe ich auch so. Aber es ist eben nicht der klassische Weg. Der besteht aus Steppenpflanzen "round over the world"!

Vielmehr schwillt bei mir jedes Mal der Kamm, wenn von 10 Kunden, die einen Kiesgarten bepflanzen möchten, mindestens 9 eine Folie/Vlies miteinbauen und meinen, so käme Null Unkraut. Vielmehr haben sie den Lauf der Natur nicht verstanden.

Verstehe einfach nicht, wer diesen Mist verbreitet hat. Im Gemüsegarten oder Staudenbeet wird ja auch kein Vlies verwendet, oder?
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 24. Juli 2013, 13:14:03
das sind jetzt aber zwei völlig andere Themen.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Juli 2013, 13:41:21
...Verstehe einfach nicht, wer diesen Mist verbreitet hat. Im Gemüsegarten oder Staudenbeet wird ja auch kein Vlies verwendet, oder?

also der gemüsegärtner biste jetzt nicht gerade, oder ;)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Kantate am 24. Juli 2013, 19:08:41

Mir geht es auch darum die Pflanzen im waldigen Teil meines Gartens nicht gießen zu müssen. Schließlich kommen heimische Pflanzen unserer Wälder auch über Trockenzeiten hinweg. Gewässerbegleitende Pflanzen gehen bei niedrigem Wasserstand nicht ein.

Dann nehm doch diese einheimischen Pflanzen (jetzt mal ketzerisch dahin geworfen ;D ).
Also in meinem Waldgarten schaut das Springkraut, die Waldsimse und der Farn immer noch frisch aus. Bärlauch und Schneeglöckchen nicht zu vergessen. Trotz pupstrockenem Boden.

Auch die eingewachsenen, 3m hohen Rhododendren lassen zwar etwas die Blätter hängen, sind nach dem nächsten Regen aber wieder Top fit. Ganz munter wäre auch der Giersch, würde ich ihn nicht ständig köpfen >:( .

Es ist immer eine Frage dessen, was man will.
Wir finden einen Wald beim Spaziergang toll. Aber wenn mein Springkraut zum Nachbarn rüber wächst, findet er das nicht mehr toll. Das stört eben neben den schicken Zierpflanzen aus China und Co. Dafür Kämpfe ich überall gegen seine Mahonien-Sämlinge, die übrigens auch erschreckend trockenheitsverträglich sind (und leider auch nicht tot zu Kriegen, die Pest :( ).

Wer auf Gießen verzichten will, muss eben einheimische oder einige wenige winterharte, angepasste (und damit nicht selten auch inversive) Arten pflanzen.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Danilo am 24. Juli 2013, 20:15:04
in meinem Waldgarten schaut das Springkraut[...} immer noch frisch aus. Bärlauch und Schneeglöckchen nicht zu vergessen. Trotz pupstrockenem Boden.

Dann ist der Boden noch lange nicht trocken genug für diesen Thread. ;)
Impatiens noli-tangere ist neben Urtica dioica mit der erste Unterwuchs, dem man in hiesigen Wäldern lange Trockenperioden ansieht. Der Großteil der hiesigen Bestände ist oberirdisch längst eingezogen/vertrocknet.

Ich verzichte aus den von Jo genannten Gründen auf eine eigene Auflistung, stattdessen würde mich interessieren, ob irgendjemand Exemplare von Chrysopsis speciosa oder Centaurea macropetala sein Eigen nennt, die im Angesicht der aktuellen Witterung an vermeintlich geeignetem Standort schwächeln.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 24. Juli 2013, 23:12:49
....stattdessen würde mich interessieren, ob irgendjemand Exemplare von Chrysopsis speciosa oder Centaurea macropetala sein Eigen nennt, die im Angesicht der aktuellen Witterung an vermeintlich geeignetem Standort schwächeln.

Im Kiesgarten steht Heterotheca camporum var. glandulissimum (oft als Chrysopsis speciosa verkauft). Könntest Du das meinen? Es lebt noch aber kämpft. Nach 2 Wochen Hitze wurde der Kiesgarten jetzt gewässert. Heterotheca hätte wohl überlebt, aber eine Blüte hätte es nicht gegeben. Nach meinen Erfahrungen ist es ähnlich trockenheitsverträglich (oder auch nicht), wie die meisten Aster n.a. - Sorten. Aster 'Purple Dome' ragt da positiv heraus! Ein wahrer Trockenkünstler, wobei auch der nach 4 Wochen Hitze ramponiert ausschaut.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juli 2013, 07:42:12
Wer auf Gießen verzichten will, muss eben einheimische oder einige wenige winterharte, angepasste (und damit nicht selten auch inversive) Arten pflanzen.


oder eben pflanzen aus sommertrockenen zonen, außerheimisch ;)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Danilo am 25. Juli 2013, 13:15:37
Im Kiesgarten steht Heterotheca camporum var. glandulissimum (oft als Chrysopsis speciosa verkauft). Könntest Du das meinen? Es lebt noch aber kämpft. Nach 2 Wochen Hitze wurde der Kiesgarten jetzt gewässert. Heterotheca hätte wohl überlebt, aber eine Blüte hätte es nicht gegeben. Nach meinen Erfahrungen ist es ähnlich trockenheitsverträglich (oder auch nicht), wie die meisten Aster n.a. - Sorten.

Genau die meinte ich. Danke, insbesondere für den direkten Vergleich mit den Rauhblattastern.
Ich hatte nämlich exakt vor, diese teilweise durch die Heterotheca zu ersetzen, was ich mir demzufolge gleich sparen kann. Aster novae-angliae strich hier schon vor längerer Zeit die Segel, die Blüte dürfte größtenteils ausfallen.

oder eben pflanzen aus sommertrockenen zonen, außerheimisch ;)

Das bringt auch nichts. Die Hälfte davon übersteht keine richtigen Witter, und wenn doch, kollabieren die jetzt unter der aktuellen Witterung. Hansen und Müssel müssen die Feuchtezahl 1 in den Staulagen der Alpen ermittelt haben. ::)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juli 2013, 13:21:30
oder eben pflanzen aus sommertrockenen zonen, außerheimisch ;)

Das bringt auch nichts. Die Hälfte davon übersteht keine richtigen Witter, und wenn doch, kollabieren die jetzt unter der aktuellen Witterung. Hansen und Müssel müssen die Feuchtezahl 1 in den Staulagen der Alpen ermittelt haben. ::)

Naja, wenn ich da allein an China denke, die habens saukalt im Winter und sommertrocken. Jede Menge toller Pflanzen, die zum teil noch nicht mal entdeckt sind. Strauchpfingstrosen z.b. sind extremst dürrefest und trotzdem winterhart.

man muss also nicht zwangsläufig nur heimische Unkrautvegetation kultivieren, wenn man nicht gießen will
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Danilo am 25. Juli 2013, 19:59:19
Strauchpfingstrosen z.b. sind extremst dürrefest und trotzdem winterhart.

Das stimmt, Paeonien, staudig wie strauchig, sind in der Tat eine dankbare Ausnahme. Überhaupt die "deutlich" Speicherorgan-Bildenden wie Lilien, Dahlien.
Pflanzlich liegt der Schwerpunkt bei mir in sonnigen Bereichen allerdings stark auf klein- und zentralasiatischen Arten (daher auch auf Paeonien). Und ähnlich den heimischen vermeintlichen Trockenkünstlern à la Calamintha, Nepeta, Diptam, Aster amellus + enge Verwandte etc. hätte ich mir von der ein oder anderen Art in puncto Trockenresistenz wie gesagt deutlich mehr erhofft.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: löwenmäulchen am 25. Juli 2013, 20:27:57
Calamintha hat bei mir (im niederschlagsarmen Mainfranken mit Lehmboden) jetzt auch geschlappt, dabei habe ich sie bisher als sehr hart im Nehmen geschätzt. Noch schlimmer geschlappt haben meine Agastachen, darunter auch stattliche ältere Exemplare, die ich bisher bedingungslos als Trockenkünstler empfohlen hätte, die jetzt aber jeden Abend nach Wasser schreien ::)
Andere Trockenkünstler wie Spornblumen, Gaura und Linnaria purpurea halten dagegen auch heuer tapfer durch.

Wurden Catananche caerula, Scabiosa ochroleucha und Erodium chrysanthum schon erwähnt? Die machen hier auch nur Freude.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 25. Juli 2013, 22:53:47
....
Genau die meinte ich. Danke, insbesondere für den direkten Vergleich mit den Rauhblattastern.
Ich hatte nämlich exakt vor, diese teilweise durch die Heterotheca zu ersetzen, was ich mir demzufolge gleich sparen kann. Aster novae-angliae strich hier schon vor längerer Zeit die Segel, die Blüte dürfte größtenteils ausfallen.


...hast Du schon Aster azureus, Aster patens, Aster turbinellus versucht?
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: chris78 am 25. Juli 2013, 23:33:02
Hallo,

nach vier Wochen Trockenheit stehen hier im Lehm unbeeindruckt Dianthus carthusianorum, Centanthus ruber und A. novae-angliae. Monarda schlappt daneben, Centaurea montana auch. Helenium noch nicht. Ebenfalls gut stehen Centaurea macropetala, blühen aber nicht, wiel letztes Jahr erst geteilt und umgesetzt. Ah ja, unbeeindruckt ist natürlich auch Dipsacus fullonum.
Im sandig-kiesigen Vorgarten stehen Dianthus c., Lavendel, Lathyrus latifolius. Und natürlich Lavathera thuringiaca, könnte auch Malva moschata sein (Unterscheidung?)
Bei meinen Eltern auf Sand wuchert Coronilla varia und schlägt sich wacker Lathyrus tuberosus.

Grüße
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 25. Juli 2013, 23:52:10
die Erkennungszeichen der Malvengewächse interessieren mich auch, daher habe ich meine Referenzseite aufgerufen zu Malva moschata. Die Lavatera thuringiaca habe ich auf einer österreichischen Seite gefunden. Pappel ist richtig, Strauchpappel. Das Laub ist wollig filzig und ähnlich der Pappel. Die Moschus-Malve hat handförmig geteiltes Laub.

So, jetzt weiß ich es genau. Immer gut etwas dazu gelernt zu haben.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: chris78 am 26. Juli 2013, 12:02:20
...danke, jetzt weiß ich auch Bescheid: Hier wächst Malva moschata. Ich werde noch mehr davon aussäen, tolle Pflanzen und ein Magnet für alle möglichen Bienen.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 26. Juli 2013, 12:35:31
mögllicherweise hast du aber auch Malva alcea. Sie ist nur wenig und zwar an den breiter lanzettlichen 2. Kronblättern von Malva moschata unterschiedlich.

dieses ist vermutlich Malva alcea und nicht Malva moschata. Es ist eine Frage der äußeren Kronblätter. Schmallanzettlich oder nur lanzettlich. Hm.

[td](https://lh5.googleusercontent.com/-eXZ4KTQRVwg/UehY5PSceBI/AAAAAAAAC0Q/XTsR_YmlTCU/s144/DSCN6171.JPG)[/td][td](https://lh4.googleusercontent.com/-VtfpQ8LUORE/Ueg_jw6sEhI/AAAAAAAACyg/JpUi9oz_KBQ/s144/Malva%2520alcea%2520DSCN6173.JPG)[/td][/table]

Steckbrief von Gerhard Nitter.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Danilo am 26. Juli 2013, 16:27:30
...hast Du schon Aster azureus, Aster patens, Aster turbinellus versucht?

Ja, sind alle vorhanden, stehen allerdings grundsätzlich trockener und sehen zwar auch nicht mehr taufrisch aus, "rascheln" aber wenigstens noch nicht. :)

Bei den Rauhblatt-Astern war von normalen Fr2-Verhältnissen auf kräftigem Lehmboden die Rede, da würde ich die oben genannten aus anderen Gründen nicht einsetzen.
Ähnliches Problem bei Aster pyrenaeus: im Fr2-Bereich keine Trockenschäden, aber mastig und standschwach; an trockeneren Stellen kapituliert sie hingegen eher als z.B. Sämlinge von Phlox paniculata, ist also für trockene Bereiche im Brandenburgischen Sinne auch wieder ungeeignet. Analog z.B. A. amellus, A. ptarmicoides.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 27. Juli 2013, 11:50:41
Hier mal mein Sonnenbeet, welches ohne Bewässerung auskommen muss. Die Farbe schlägt langsam von grün auf bräunlich um.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 27. Juli 2013, 11:55:52
Alcea rugosa macht auch ne gute Figur. Obwohl die unteren Blätter tagsüber etwas schlappen. Rost hat sie auch keinen. Gibt's halt nur in hellgelb.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 27. Juli 2013, 11:56:41
ich seh noch verdammt viel Grün und zwar ohne jede Schlappheit.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 27. Juli 2013, 11:58:51
Clematis "Kaiu" ist extrem dürrefest und hangelt sich durch Stachys "Big Ears", Artemisia abrotanum und Origanum ?
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: marygold am 27. Juli 2013, 12:00:51
Wurden Bronzefenchel und Gypsophila paniculata schon genannt? Beide bilden eine Riesenpfahlwurzel und kommen ohne Wassergaben aus. Ebenso die meisten Einjährigen und Zweijährigen, die sich selbst aussäen dürfen: Cosmea z.B.

Auch Malva "Parkallee" bekommt kein Wasser.

Platycodon ist ebenfalls zu einen großen Staude herangewachsen, die bisher keine zusätzlichen Wassergaben benötigt.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 27. Juli 2013, 12:06:53
Lavandula (irgendeine kompakte Sorte von Rühlemanns) ist ein Gewinner der Trockenheit.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 27. Juli 2013, 15:21:42
Munstead Wood? Sieht auf jeden Fall gut aus!
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 28. Juli 2013, 00:59:56
dieses Bild ist ein Schnellschuss, ich wollte nur das frisch grüne Laub der Paeonia Lutea dokumentieren. Vollsonne, Trockenheit, ohne Bewässerung.

(https://lh3.googleusercontent.com/-Zp4e1tb4fpA/UfQ3PrXETbI/AAAAAAAADH0/KYhGwHcoOBU/s144/DSCN6340.JPG)

dagegen die Samthortensien - :-X
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juli 2013, 10:11:59
Munstead Wood ist es nicht. Irgendwas "zwergiges" war mein ich im Namen. "dwarf" "Nana" oder sowas. Weiß nimmer.

Paeonia ist echt Klasse. Die Strauchigen scheinen echt auch aus so sommersteppigen Gebieten zu kommen. Diese Pflanze passt bei mir im sommertrockenen Mittelgebirgs-Lee auf schwerem, im Sommer steinharten im Winter nassem Sandsteinverwitterungsboden wie die Faust aufs Auge. Eine perfekte Pflanze für mich ;D

Völlig anders dagegen bei Hydrangea. Einfach nur kläglich, meine Versuche. Außer H. quercifolia geht da gar nix mit natürlichen Niederschlägen.

Hier mal meine H. macrophylla "Bouquet Rose". Diese sitzt in einem Betonring, in den die Entwässerung einer Terrassenüberdachung läuft und die auch immer wieder einen Eimer mit "Salatwaschwasser" hingeschüttet bekommt. Trotzdem "kräuseln" sich die Blüten und das Teil schlappt.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 28. Juli 2013, 11:18:54
Hydrangea quercifolia sieht bei mir auch gut aus. Die Samthortensien dagegen sind gruselig. Das sagte ich schon? Es muss einfach öfter gesagt werden! ;D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: oile am 28. Juli 2013, 11:35:25
Hatten wir die schon?
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 28. Juli 2013, 11:39:17
ich will auch eine Sternenwolke! Till Hofmann bietet sie gar nicht an, was mich wundert.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: oile am 28. Juli 2013, 11:43:27
 :D

Wenn man sich traut, oder es zulässt und wer mit rosafarbenen Pflanzen leben kann, dem sei die ganz ordinäre Saponaria zu empfehlen. Ich habe mich entschlossen, mich zu trauen, da ich den Kampf dagegen wahrscheinlich nur mit Roundup gewinnen könnte. Die Nachtfalter finden übrigens, dass dies eine gute Entscheidung ist. 8)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 28. Juli 2013, 11:49:43
 :D ich habe mich nicht getraut!
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juli 2013, 14:27:10
Lavandula (irgendeine kompakte Sorte von Rühlemanns) ist ein Gewinner der Trockenheit.

"Dwarf Blue" isses. Manchmal braucht man etwas, bis was wiederkommt 8)
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 05. August 2013, 14:40:01
Eine Frage:

Wie trockenheitsverträglich erweist sich Sesleria autumnalis bei Euch?
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2013, 14:43:10
einmal eingewachsen sehr trockenheitsverträglich.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 06. August 2013, 07:29:14
Eine Frage:
 Wie trockenheitsverträglich erweist sich Sesleria autumnalis bei Euch?
Meine stehen ja erst seit dem Frühjahr, haben die Trockenheit bis jetzt gut vertragen. Allerdings sind sie schon auch dankbar für die letzten Gewitterschauer gewesen - sie sehen wieder etwas frischer aus.
LG
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 06. August 2013, 08:47:32
Ich habe kein Sesleria mehr, weil es die Trockenheit im Sandboden nicht vertrug und immer weniger wurde.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 06. August 2013, 10:09:44
Das ist warscheinlich eine wichtige Ergänzung: Meine Sesleria stehem im eher lehmigen Boden, der hält selbst in diesen trockenen Wochen noch recht lange ein Minimum an Feuchtigkeit.
LG
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 06. August 2013, 10:23:43
Ich habe kein Sesleria mehr, weil es die Trockenheit im Sandboden nicht vertrug und immer weniger wurde.

Danke für Deinen Hinweis und für alle Eure geteilten Erfahrungen!
  :D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: oile am 06. August 2013, 12:06:07
Das ist warscheinlich eine wichtige Ergänzung: Meine Sesleria stehem im eher lehmigen Boden, der hält selbst in diesen trockenen Wochen noch recht lange ein Minimum an Feuchtigkeit.
LG

Und mal wieder ein Hinweis darauf, dass Trockenheit nicht gleich Trockenheit ist.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 31. August 2013, 09:47:47
Sesleria autumnalis als einer der Hauptdarsteller in meinem mediterranen Pflanzenrain.

Anfangs sind die Sesleria sehr konkurrenzempfindlich, erst wenn sich der Horst etabliert hat, stellen sie was dar. Vorher weichen die frisch gepflanzten Sesleria jedem Unkraut aus und lassen sich schnell überwachsen.

Bei mir wird NICHT gewässert. Der Streifen ist sehr sommertrocken, der Boden mehrfach mit Sand gemulcht, ursprünglich ist es roter Buntsandsteinverwitterungsboden, an dieser Stelle auch etwas Lößlehm.

Ich liebe an der Pflanze, dass die diese strohig hellgrüne Farbe auch im Hochwinter behält. Das sieht dann richtig leuchtend aus.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Treasure-Jo am 31. August 2013, 11:13:53
@Mediterraneus,

danke für Foto und Text zu Sesleria, sehr ermutigend!

Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2014, 17:23:07
Nachdem es hier ja wieder mal wochenlang nicht geregnet hat und die Schattenpflanzen die Flossen hängen lassen, einen Stubbs für dieses Thema.

Mittlerweile ist mein mit Sand und Sackweise Perlite abgemagerter Hang einigermaßen herzeigbar. Man sieht der Bepflanzung die Dürre nicht an.

Erstaunlich saftig schaut Papaver somniferum aus. Ein Ausfluss aus der Bewegung des "Blackbox-Gardening" ;) Die Rose im Vordergrund ist noch nicht gut eingewurzelt und wurde gegossen. Sie zeigt aber auch schon Dürreschäden.

Selbst die Iris barbata im Vordergrund sahen schon mal glücklicher aus.

Der Weinstock ist faszinierend. Der sieht eigentlich immer tiefgrün aus.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: jutta am 28. Juli 2014, 20:48:34
Heuer habe ich ein Versuchsbeet anlegen dürfen. Sehr magerer, kiesiger Boden, Mutterboden wurde noch dazu verkauft und Schotter aufgeschüttet. Haus noch in Ausbau, südseitiger knallheißer Vorgarten in einem sehr niederschlagsarmen Gebiet.

Im Frühjahr habe ich überzählige Pflanzen aus meinem Garten dorthin verfrachtet, mit etwas Kompostbeimischung und als Mulch gleich den Schotter verwendet.

Bis jetzt wurde vielleicht 3mal gegossen, Regen auch so 3 Tage.

Sehr gut gewachsen sind:
div. Sedum, Yucca, Centhrantus, Nepeta, Salvia verticellata, Ruta graveolens, (Euphorbia myrsinites, Stachys byz., Lychnis coronaria

Gut: Geranium macrorrh. und sang., Iris, Aster linosyris und sedifol.

die Gräser Festuca, Eragrostis und Stipa tenuiss. leben noch

Nicht geschafft: Salvia nemorosa und Arthemisia

Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 28. Juli 2014, 21:49:36
Artemisien sollten das aber eigentlich können. Hier tun sie es.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 29. Juli 2014, 10:51:37
Die Anwachsphase ist natürlich schwierig. Da muss regelmäßig gegossen werden.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: jutta am 29. Juli 2014, 18:17:40
Die Anwachsphase ist natürlich schwierig. Da muss regelmäßig gegossen werden.

ja, aber da hätte man noch 1, 2 Jahre warten müssen. Ich finde die Überlebenrate für dieses sehr trockene Jahr ganz gut. Artemisia probiere ich nochmal im Herbst.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 29. Juli 2014, 19:16:42
So lange gieße ich die nicht. Vielleicht 4 Wochen und dann noch paarmal sporadisch. Dann mickerts meist im ersten Jahr, dafür macht die Pflanze unterirdisch Wurzelwerk.

Hier mal meine Trockenzone von letzter Woche.

Fenchel ist sehr gut geeignet. Aber auch nicht der gepflanzte, sondern der ausgesäte.
Perovskia ist ein Favorit.
Phlomis fruticosa hab ich letztes Jahr auch bei Trockenheit gesetzt.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: jutta am 29. Juli 2014, 19:25:25
Fenchel ist ein guter Tipp. Perovskia habe ich in der Aufzählung vergessen, ist noch recht klein. Phlomis russeliana wächst gut vor der Begrenzungsmauer unter einem Glyzinenbogen.

Als Gehsteigbegrenzung haben sich Rugosas in 2 Jahren sehr gut angewachsen.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 29. Juli 2014, 19:40:16
Rosen sind als Tiefwurzler nach mehreren Einwachsjahren eh gut dürrefest.

Es geht übrigens auch etwas üppiger. Wenn man einen schattigen Standort wählt, mit hoher Luftfeuchte und den Boden stark humos aufbessert und regelmäßig mit Holzresten, Laub etc. mulcht.

Mein "Monsunhang" liegt ja auch in der sommertrockenen Zone im Spessart-Lee.

Die Magnolia sieboldii gibt gerade auf. Aber Fargesia robusta, Fargesia scabrida, robuste Rhododendren (R. ponticum), Hosta, Digitalis ferruginea, Begonia grandis, diverse Farne (Polystichum) und Lilium henryi sehen üppig aus, auch bei Trockenheit.
Boehmeria vorn links schlappt etwas, erholt sich aber wieder gut. Sehr tropisch auch Mahonia bealii.

Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Danilo am 29. Juli 2014, 19:57:08
Sehr tropisch auch Mahonia bealii.

Ja. :D Und einmal eingewachsen auch ausgesprochen dürrefest.
Magnolia sieboldii hingegen treffe ich in hiesigen Gärten fast nur noch verbrannt an, da meist zu sonnig stehend. Gerade hier auf den luftigen Höhenzügen Richtung Oderbruch ist die Sommerluft schlichtweg zu trocken für diese Art. Da muss das Kleinklima passen und es mindestens mittelgroße Bäume als Transpitatoren im Umfeld haben.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Danilo am 29. Juli 2014, 20:05:54
Eine Frage meinerseits:

Mein "Monsunwald" ist in einem Dreiseithof angesiedelt, von 3-4 m hohen Gebäuden umgeben. Problem: Deren schwarz geteerte Flachdächer erhitzen sich im Sommer stark. Ich vermute, dass nicht jedes Gehölz diese Wärmeentwicklung verträgt und Blätter verbrennen können.
Ich will unter der mittelhohen, teils absterbenden Baumschicht (Hainbuchen, Vogelkirsche, Ebereschen, Feldahorn,...) die Strauchschicht mit Kandidaten wie Stewartia gemmata, Styrax-Arten, Halesia, Lindera aufforsten, deren Triebe mittelfristig auch über die Dächer ragen würden. Ob die die Hitzeentwicklung abkönnen? Die heimischen Gehölze haben damit offensichtlich kein Problem.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juli 2014, 07:56:20
Stewartia mickert bei mir. Die halbe Pflanze ist abgestorben, jetzt hab ich noch einen aufrechten Trieb, etwa 2,5 m hoch, der blüht und färbt sich im Herbst. Aber tropisch üppig wirkt die Pflanze nicht. Das liegt aber am wenigen Wasser. Gegossen würde sie sicher anders aussehen.
Ich hab die "normale" Stewartia.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Danilo am 30. Juli 2014, 14:29:26
Die normale S. pseudocamellia (Nominatform und keine falsch etikettierte S. rostrata) wuchert hier regelrecht, wie auch die übrige Bepflanzung, da alles in einer mächtigen Humusschicht wurzelt, die in der Tiefe in Lehm übergeht. Der Boden ist ein Pflanzen- und Regenwurmparadies. Und so scheinen die märkischen Niederschlagsmengen von meist unter 500mm/Jahr kein Problem zu sein. Bewässert wird hier ab dem zweiten Standjahr grundsätzlich nichts. Besagte Scheinkamelie schob vom Pflanzjahr an Jahrestriebe von 60cm Länge, daher will ich es mit weiteren Arten versuchen.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juli 2014, 14:52:41
Mit einem gescheiten Boden kann man einiges wieder wettmachen.
Leider hab ich da nur Sandsteinverwitterung mit Felsen drunter.

Ich werfe aber ständig organisches Material obendrauf. Die Waldbodenschicht ist bei mir also ziemlich dünn.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Danilo am 30. Juli 2014, 15:01:08
Ja, der Boden macht einiges aus. Ob er allerdings die Hitze und Lufttrockenheit kompensieren kann, insbesondere über den schwarzen Dächern, bleibt fraglich.
Acer japonicum und A. palmatum in Sorten etwa verlieren in ungünstigen Jahren schon bis August ihr komplettes Blattwerk, trotz Beschattung durch höhere Bäume ab Meridiandurchgang.
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juli 2014, 15:09:32
Hitze, Trockenheit und Lufttrockenheit ist denkbar schlecht für "Monsuniges".

Ich versuch das mit dem Nordhang und hoher Gehölze Richtung Süden zu kompensieren. Also mit möglichst wenig Sonne. Dort ist die Luftfeuchtigkeit wenigstens hoch.
Rhododendron, Hortensie und Co. in der Sonne ist bei uns pure Quälerei. Außer man beregnet.

Das schwarze Dach bei dir würde eher einer mediterranen Bepflanzung förderlich sein :D
Titel: Re:Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Danilo am 30. Juli 2014, 18:31:50
Das schwarze Dach bei dir würde eher einer mediterranen Bepflanzung förderlich sein :D

"Mediterran" hab ich im Rest des Gartens, das genügt. ;)
Dazu passen auch nicht der extrem humose, dauerfeuchte Lehmboden und das Kleinklima auf den unteren drei Metern. Hitzig wirds ja erst ab Dachrinne aufwärts ;)
"Unten" hab ich all meine staudigen Berberidaceae, diverse ostasiatische Stauden, unzählige Hostas, Farne, Silberkerzen, Rodgersien,... Der Boden ist praktisch ideal für Stewartia, Styrax & Co - nur im Kronenbereich eben nicht.



Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Juni 2015, 17:57:00
Test...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Juni 2015, 18:02:17
Gut, hat geklappt. Irgendwie musste ich mir meiner Antwort ganz sicher sein, da 120 nix gepostet wurde. Ich bin mir sicher, so sicher, wie es nicht regnet!

Gerade hab ich mal meinen mediterranen Hang fotografiert. Von weitem macht er nen guten Eindruck. Hauptdürrekünstler Centranthus ruber und Euphorbia seguieriana ssp. niciciana machen den Hauptaspekt momentan.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Juni 2015, 18:07:49
An mancher Stelle wirkt die Bepflanzung geradezu üppig. Hier Cardy mit E. seguieriana und der erstaunlich trockenresistenten Lilium bulbiferum.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Juni 2015, 18:13:00
Ok, man darf halt nicht genau hinschauen, wie hier. Sesleria rigida ist es eindeutig zu trocken und auch die Rose "Lady Emma Hamilton" ist kaum kniehoch. Aber sie blüht  :-X
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Juni 2015, 18:24:45
Im Gegensatz zur der gemähten, mediterran getönten Wiese davor hält sich die Bepflanzung (von einigen Ausnahmen abgesehen) aber ganz wacker, finde ich :D.
Die Wäschespinne denkt ihr euch bitte weg.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 14. Juni 2015, 23:37:21
An mancher Stelle wirkt die Bepflanzung geradezu üppig. Hier Cardy mit E. seguieriana und der erstaunlich trockenresistenten Lilium bulbiferum.

(http://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=235743;image)

ganz tolles Bild, überzeugende Pflanzung!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 15. Juni 2015, 11:29:26
Jetzt, wo es so groß ist, sieht man die vielen schwarzen Mitbewohner des Cardy  8)
Artischocken ohne Läuse gibt es nicht, hab ich mal gehört.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juli 2015, 17:46:04
Der Garten ohne Gießen. Dieses Jahr schien es ja echt an die Grenzen zu gehen. Endlich, nach über 4 Monaten mal wieder ein Niederschlag von über 20 mm. Das Schlimmste der Dürre ist überstanden, und schon sieht Kniphofia caulescens wieder saftig aus und die Blüte wird rausgeschoben  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juli 2015, 18:14:26
Kardone "Plein Blanc Inermeé" (himmeligblau) und Kardone "Gobbo di Nizza" (lila, im Hintergrund)

Die Grundblätter sterben so nach und nach ab. Die Blütenstände bleiben stehen. Ein "Distel" halt. Nach der Blüte treiben die Blätter wieder aus. Die Pfahlwurzel versorgt die Pflanze auch bei Dürre ausreichend.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juli 2015, 18:21:59
Blick von hangabwärts. Vorn ist die Kardone "Lleno d Espaná". Meine älteste Kardone, kommt zuverlässig wieder. Leider sind die Blätter nur grob gelappt.
Daneben schnöder Fenchel. Doldenblütler sind unverzichtbar in einem Dry-Garden. Nicht nur dort :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 28. Juli 2015, 20:06:06
 :D prächtig!  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 09. August 2015, 17:07:41
Magnolia grandiflora "Gallisionaire", im Abblühen.

Immer wieder starkduftende Blüten, die in der trockenen Hitze weitstreichen im Garten. Dem Strauch scheint die Trockenheit nichts anhaben zu wollen. Immer wieder geht ne Blüte auf.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pumpot am 12. August 2015, 07:25:49
Der Garten ohne Gießen. Dieses Jahr schien es ja echt an die Grenzen zu gehen. Endlich, nach über 4 Monaten mal wieder ein Niederschlag von über 20 mm. Das Schlimmste der Dürre ist überstanden, und schon sieht Kniphofia caulescens wieder saftig aus und die Blüte wird rausgeschoben  :D

Die Kniphofia caulescens hat bei dir schon Ende Juli begonnen zu blühen? Das wär ja extrem zeitig für diese Art. Eigentlich regt sich bei denen vor September nix mit der Blüte.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 12. August 2015, 13:27:41
Sie blüht zum ersten mal bei mir.
Auf dem Foto im Hintergrund ist Alcazar. Die beiden kamen etwa gleichzeitig mit der Blüte.

Lt. Eugen Schleipfer ist es auch caulescens und nicht northiae. Diese hab ich nämlich verwechselt.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pumpot am 12. August 2015, 20:01:37
Irgendwie sieht deine eher wie eine K. uvaria aus. Die Blütezeit würde auch passen.

Hab mal nachgeschaut. Meine K. caulescens (Oxford Blue) beginnt nie vor Ende September mit der Blüte. Mal ein Bild vom 15.Oktober 2012.  ;)
Die K. northiae hat etwas tropisches an sich. Könnte man leicht mit einer Agave, Yucca oder Cordeline in Verbindung bringen.  :-X
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Henki am 12. August 2015, 20:25:52
Was steht denn da für ein Baum dahinter?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pumpot am 12. August 2015, 20:47:02
Der fiel der bösen Säge zum Opfer, da noch ein Jungspund (Catalpa speciosa). Ich wollte mir diese riesigen Flatschen an Blättern und bald kommende Monsterbeschattung nicht antun.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 13. August 2015, 10:14:33
Irgendwie sieht deine eher wie eine K. uvaria aus. Die Blütezeit würde auch passen.

Hab mal nachgeschaut. Meine K. caulescens (Oxford Blue) beginnt nie vor Ende September mit der Blüte. Mal ein Bild vom 15.Oktober 2012.  ;)
Die K. northiae hat etwas tropisches an sich. Könnte man leicht mit einer Agave, Yucca oder Cordeline in Verbindung bringen.  :-X

Sie sieht tropisch aus. Die Blattbasen haben etwa 10 cm Breite und ohne Blüte sieht sie wie eine Yucca aus. Die Blätter sind grau, das kommt auf dem Foto nicht so gut rüber. Irgendwo bei den Kniphofien sind bessere Bilder gepostet. Muss mal schauen..

Dass die Blütezeit nicht stimmt, interessiert mich jetzt 8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2015, 20:41:47
So, ein aktuelles Bild.

Rechts ist die als Kniphofia caulescens gekaufte. Die Blüte ist abgeblüht, bzw. wurde braun.

Links eine stammbildende Yucca. (Y. recurvifolia vermutlich, läuft bei mir auch als Synonym Y. hobeliae )

Im Hintergrund ist eine abgeblühte Säckelblume (Ceanothus "Gloire de Versailles"), dazwischen rankt die dürrefeste Clematis "Kaju" mit ganz kleinen weißen Fingerhutglöckchen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pumpot am 06. Oktober 2015, 21:51:14
Gerade mal jetzt beginnt hier wie immer die Blütezeit meiner Kniphofia caulescens 'Oxford Blue'.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juni 2020, 11:10:58
So, ein aktuelles Bild.

Rechts ist die als Kniphofia caulescens gekaufte. Die Blüte ist abgeblüht, bzw. wurde braun.

Links eine stammbildende Yucca. (Y. recurvifolia vermutlich, läuft bei mir auch als Synonym Y. hobeliae )

Im Hintergrund ist eine abgeblühte Säckelblume (Ceanothus "Gloire de Versailles"), dazwischen rankt die dürrefeste Clematis "Kaju" mit ganz kleinen weißen Fingerhutglöckchen.

5 Jahre später, gleiche Stelle. Ogott, die Zeit vergeht.
Kniphofia caulescens hat leider einen Winter nicht überlebt, als es nach langem milden Verlauf im Februar nochmal sibirisch wurde. 2018 glaub ich.
Die Yucca ebenso. Stattdessen ist dort nun Kniphofia "Alcazar" eingezogen. Die Säckelblume "Gloire de Versailles" im Hintergrund wurde riesig. Diese Pflanze ist besonders Dürrefest. Auch Alcazar wurzelt offenbar tief und hält gut aus. Die Nachblüte kommt aber nur bei genug Feuchtigkeit.
Eryngium samt ziemlich aus. Irgendein Sämling.
Auch Clematis "Kaju" hat die regenlosen Zeiten der letzten Jahre ohne Gießen gut ausgehalten.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juni 2020, 11:19:50
Im Prinzip sind in diesem Beet noch die gleichen Kandidaten wie in 2015.
Sesleria autumnalis, Stachys "Big Ears" (Syn. Helene von Stein), einen Kardy habe ich seit diesem Jahr wieder, ein Sämling ging allein auf, zwei Jahre, nachdem alle Kardys erfroren. Salvia verticilliata "Purple Rain" hält sich gut, anfangs dachte ich, sie ist eher nicht so sommerhart bei mir.
Und eben Artemisia abrotanum, Euphorbia seguieriana ssp. niciciana und E. characias.
Colchicum speciosum (diverse) am Beetrand auf der gemähten Wiese halten erstaunlich gut das Sommerbacken im Boden aus.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juni 2020, 11:28:20
Den obersten Beetteil habe ich mit einer kleinen Sandsteinmauer abgefangen und mit Kalkbrechsand dick gemulcht. Die Rose hat einen Erdkorridor nach unten, mit fettem Lößlehm eingefüllt.

Dort probiere ich verschiedene Bergenia, Kniphofia "Papaya Popsicle", Sphaeralcea "Childerley", Dianthus carthusianorum, Eryngium planum und noch ein paar Kanditaten auf ihre Eignung für trockene Sommer.
Die Thujen (Smaragd) sind übrigens die Pflanzen, die am meisten gelitten haben in den letzten Sommern. Reihenweise wurden sie im Garten braun, so dass ich diese als einzige Pflanzen in dem Beet ab und zu mal gewässert hat.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juni 2020, 11:31:15
falsches Bild, hier sieht man etwas mehr Pflanzen
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 28. Juni 2020, 11:55:28
Die Säckelblume "Gloire de Versailles" im Hintergrund wurde riesig. Diese Pflanze ist besonders Dürrefest.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=721267;image)
donnerwetter! Sowas in Deutschland! Ceanothus delilianus 'Glorie de Versailles' ist leider nicht so intensiv blau wie die empfindlichen Sorten. Neulich sah ich ein Foto von Ceanothus 'Concha'. Eine Pflanze, die online von Baumschulen gelistet, aber nicht verfügbar ist. Hier und hier. Das wird seine Gründe haben.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Sternrenette am 28. Juni 2020, 11:56:33
Überraschend positiv, da die Lemon Queen daneben sehr unter der Trockenheit gelitten hat:

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 28. Juni 2020, 11:59:34
einen Kardy habe ich seit diesem Jahr wieder, ein Sämling ging allein auf, zwei Jahre, nachdem alle Kardys erfroren.
tolle Pflanzung und die Artischocke kommt super gut! Das folgende Bild ist auch beeindruckend mit den Koniferensäulen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juni 2020, 12:37:03
pearl, alle immergrünen Ceanothus sind bei mir erfroren. Auch an sehr geschützen Stellen.
Gloire de Versailles ist noch die hübscheste Nichtimmergrüne, deshalb ist sie noch da, sie blüht auch recht lang. Marie Simon und andere sehen meiner Meinung nach sehr unkrautig aus.
Ich hätte sie vielleicht auch mal schneiden sollen, dachte eh, dass sie zurückfriert.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 28. Juni 2020, 12:50:09
das Bild von Concha war aus einem Garten in Kalifornien und die Pflanze war haushoch. Danke für die Empfehlung für Gloire de Versailles und sehr gut, dass du sie nicht geschnitten hast!  ;) :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. Juli 2020, 19:14:27
Gerade eben im Abendlicht

Sphaeralcea "Childerley"

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=722979;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. Juli 2020, 19:17:05
Asclepias tuberosa vor Sesleria autumnalis

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=722981;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. Juli 2020, 19:26:20
Kniphofia "Papaya Popsicle" (rechts oben) hat zwar einen bescheuerten Namen, aber die Pflanze ist kompakt und schiebt ununterbrochen Blüten. Sie wird ab und an gegossen, damit das Blühen nicht aufhört.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=722983;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. Juli 2020, 19:31:49
Wir werden sehen, was das Lilium macht. Ist ein Überraschungsei vom Discounter. Hatte Zwiebeln übrig und eine unter den Stachys "Big Ears"-Teppich gesetzt. Wäre fein, wenn das dauerhaft funktioniert, Lilium unter Stachys. :D

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=722985;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 03. Juli 2020, 21:12:56
interessante Bilder, ist das Salvia verticillata? Bei mir tut sie es nicht. Asclepias tuberosa, Sesleria autumnalis Sphaeralcea 'Childerley' tuns hier auch nicht und Kniphofia werden von Rehen gefressen. Ist es hier zu trocken? Zu lehmiger Boden? Oder zu nass im Winter?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. Juli 2020, 21:14:05
ja, S. verticill. "Purple Rain"
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2020, 16:48:27
Gaillardia pinnatifida scheint gut trockenverträglich zu sein. In "Sunny-Orange"

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=723626;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2020, 16:57:08
Eine Pflanze, die mich im ganzen Garten verfolgt, ist Lavatera x clementii. Eine Mischung aus Lavatera thuringiaca und L. olbia. Diese hier steht in einer Steinfuge. Leider haben kleine Käfer hier die Malven zum fressen gern. Lauter kleine Löcher  :P
Aber extrem trockenheitsverträglich!

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=723628;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2020, 17:03:11
So, die Farbe der Lilie steht auch fest. Ich kann nicht klagen. Es hätte ruhig auch etwas kreischiger sein können ;D

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=723630;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 05. Juli 2020, 17:13:26
ja, kreischiger wäre gut, Lilium henryi würde gut passen! Etwas mehr Höhe im Vordergrund zu der mächtigen Artischocke. Tolles Bild und tolle Szene!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2020, 17:43:19
Lilium henryii kommt schon noch genug, die ist noch nicht offen ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Juli 2020, 19:09:01
Ein Versuch eines Präriebeetes auf der Obstwiese. Es regnet wieder nicht. Ein Trauerspiel. Man wünscht sich doch glatt, dass der Blitz reinschlägt und das Elend abfackelt :P
Phlox, die Memme. Sogar ein russischer Rauchphlox.Kontinental, trockenerprobt.  Pfffft. Die Russen kennen den Südspessart nicht ::)
Mal sehen, was von dem Präriezeugs übrig bleibt, wenn der Sommer um ist.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=724780;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Juli 2020, 17:11:07
Zauschneria und Solidago roanensis sind noch grün. Selbst das Unkraut ist vertrocknet. 
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=727778;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 22. Juli 2020, 18:32:15
Medi, da sind spannende Pflanzen dabei, in Deinem Trockenbert. Siehst Du, bei mir lässt die Zauschnerie manchmal die Blätter hängen. Ist aber auch erst in diesem Jahr gepflanzt worden.


...
Phlox, die Memme. Sogar ein russischer Rauchphlox.Kontinental, trockenerprobt.  Pfffft. Die Russen kennen den Südspessart nicht ::)
...

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=724780;image)

Es ist ein verbreiteter Trugschluss, dass östliche Phloxe besonders trockenheitsverträglich sein müssten. Das kann im Einzelfall so sein, aber Moskau zum Beispiel hat traditionell mehr Jahresniederschlag als Berlin.
Auch die Prärie ist alles andere als immer nur knochentrocken.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Juli 2020, 18:41:16
Die Zauschnerie hab ich im November umgesetzt. Da ist auch die Mauer erst entstanden. Die scheint gut was auszuhalten.
Auch die Goldrute wurde im Nov. frisch gepflanzt.

Ich denke, der Phlox wächst auch gern an Gewässerrändern und feuchteren Niederungen in Nordamerika. Hätte ich ein Bach, würde er bei mir auch wachsen ;)
Momentan sieht das Wiesenbeet so aus. Es wird zusehends rascheliger.
Der Phlox ist im Hintergrund zu erahnen. Neben Aster n.a., die noch erstaunlich dunkelgrün ist. Der Hintergrund bekommt etwas Schatten am Nachmittag durch einen Apfelbaum.
Vorne rechts sieht auch noch gut aus, im Nov. gepflanzt, Echinops sphaerocephalus "Cedric Morris" und links Glycyrrhiza yunnanensis, die ist seit Herbst 2017 da, tut sich schwer, aber sie soll tief wurzeln.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=727806;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Juli 2020, 18:51:29
richtig dürrehart scheint Salvia forskaohlei. Im Juni gepflanzt, und stark vernachlässigt, blüht er himmelblau :D
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=727808;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Juli 2020, 18:53:21
und das Yunnan-Süßholz:
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=727812;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 22. Juli 2020, 22:11:33
Raritäten! Winterhart? Sehr sommerliche Grasnarbe.  ;D Man hört geradezu wie es knistert.  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Juli 2020, 10:34:51
ja, winterhart und bis jetzt auch sommerhart ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 24. Juli 2020, 22:34:19
Ich muss es jetzt einfach mal sagen: ich finde es wirklich klasse, wie konsequent Du Deine Gartengestaltung ohne zusätzliche Bewässerung durchziehst.
Vieles, was du zeigst, sieht wirklich gelungen aus. Ich bin sicher, dass Du in wenigen Jahren raus hast, was für Dein Gärtnern taugt und was gar nicht taugt. (Raus bekommen und rausgeschmissen)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Staudo am 24. Juli 2020, 22:43:26
Versuche es mal mit Saponaria x lempergii 'Max Frei'. Die ist nach meinen Erfahrungen einmal eingewachsen trockenheitsverträglicher als Sedum.  ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juli 2020, 10:12:54
Ich muss es jetzt einfach mal sagen: ich finde es wirklich klasse, wie konsequent Du Deine Gartengestaltung ohne zusätzliche Bewässerung durchziehst.
Vieles, was du zeigst, sieht wirklich gelungen aus. Ich bin sicher, dass Du in wenigen Jahren raus hast, was für Dein Gärtnern taugt und was gar nicht taugt. (Raus bekommen und rausgeschmissen)
Das mit dem rausschmeißen ist schwierig, muss aber sein, da bin ich dran  8)
Ja, konsequent. Das ist eher dem Umstand geschuldet, dass ich draußen keine Wasserleitung hab. Wir fangen sämtliches Regenwasser ein und das muss reichen. Dazu kommt halt Haushaltswasser, das auch gesammelt wird (Salatwaschwasser und so.), damit werden dann Einzelpflanzen "gerettet".
Töpfe und Kübel werden selbstverständlich gegossen und auch in meinem "Monsunhang" muss ich ab und an mal eine Kanne hinschütten, obwohl das ein schattiges und ansich feuchtes Eck ist (halt nicht mehr nach 6 Wochen Sonne, Wind und ohne nennenswerten Niederschlag ::) )
Und auch meinen Gemüsegarten muss ich selbstverständlich gießen, der alleine würde schon reichen und eigentlich sämtliches Wasser brauchen. Aber auch da spare ich.
Schwierig für mich ist, zu erkennen, wie weit ich bei den Pflanzen gehen kann. Wie schrumpelig darf sie werden, darf sie im Sommer komplett oberirdisch absterben um in feuchteren Zeiten trotzdem wieder auszutreiben. Viele mediterrane Pflanzen machen das ja. Aber geht es auch bei Phlox, Solidago, Monarda und Co.?

Staudo, der Max Frei steht sowieso schon immer wieder mal auf meiner Liste. Der wird irgendwann einziehn :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juli 2020, 10:33:35
Bei den Mediterranen wirds hier im Hochsommer halt ganz karg. Ich versuche mich immer noch daran zu gewöhnen und den Geißreiz zu unterdrücken 8)
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=728463;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 25. Juli 2020, 11:11:29
Aber geht es auch bei Phlox, Solidago, Monarda und Co.?
hier geht das nicht. Außerdem ist es etwas ungünstig, wenn die Blütezeit in der Sommerruhezeit der Mediterranen liegt.  ;) ;D Phlox und Monarda habe ich hier im Haus in Kübeln, jeweils eine Sorte. Solidago erinnert mich immer noch zu sehr an Trümmergelände und würde dann auch den Wiesengarten so aussehen lassen. Buddleja reichen ja in der Hinsicht und sind stark genug vertreten. Die kommen mit der Trockenheit super klar.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 31. Juli 2020, 20:32:51
Momentan ist es nur im Hausschatten auszuhalten. Abendschatten.
Agapanthus "Midnight Star" hat nun seinen Auftritt. Die Farbe "Grün" weicht zunehmend aus den Beeten.
Im Hintergrund Sideritis syriaca, Crambe maritima...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=729995;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 31. Juli 2020, 20:38:07
Ein bisschen Blaue Stunde:
Agapanthus "Sämling von Midnight Star", dazu Origanum x majoricum (leider steril, und wächst kaum vom Fleck), reinweiß und ewig blühend. Sehr scharf aromareich.
Davor Allium flavum.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=729997;image)

und ganz links ist der eingestaubte, verkrustete Regenmesser mit im Bild  8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 31. Juli 2020, 20:58:28
sagenhaft! Der Meerkohl ist toll! Blau ist toll! Orianum - wie? - spannend! Kenne ich noch nicht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 31. Juli 2020, 21:33:37
Blüten ein bisschen ähnlich Origanum vulgare ssp. hirtum, dem Griechischen Oregano, beide reinweiß, lockerer und größer als unser Dost, aber der Geschmack ist mehr in Richtung Majoran. An Origanum x majoricum sind definitiv die meisten Insekten.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 31. Juli 2020, 22:14:29
ok, steht inzwischen auf meinem Merkzettel bei Gaißmayer.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 31. Juli 2020, 22:24:26
Die rentiert sich doppelt. Küche und tolle Staude :D

Ganz nett unter den neuen ausdauernden Alliümmern finde ich Allium "Pink Planet". Heller und deutlich größer als "Summer Beauty", und auch etwas anders als das kleinere Allium senescens ssp. montanum.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=730015;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 31. Juli 2020, 22:33:15
dein maritimer Meerkohl ist bildschön, die Alliums kenne ich alle nicht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 31. Juli 2020, 22:56:41
Der Meerkohl wandert umher, ist mal verschwunden, um dann an anderer Stelle wieder rauszukommen. Der bräuchte noch me(e)r Sonne, rundum freier Stand, wenig Konkurrenz. Aber das kann ich nicht bieten.
Ist übrigens auch einer aus dem Kräutersortiment eines bekannten Kräuterversands (läuft dort unter Meerkohl purpur, wobei das Purpur nur beim Austrieb sichtbar ist, wenn überhaupt)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Selene10 am 01. August 2020, 07:00:35
Dieses Thema ist für mich sehr informativ und wertvoll.
Danke,  Mediterraneus und Pearl und allen, die sich beteiligt haben.
Nach der ariden Phase im Sommer, nach den ersten Septemberregen, verändert sich alles wieder in meinem Garten in Umbrien. Und vielleicht, im November, komme ich dazu, die Oliven zu ernten, heuer hat der alte Olivenbaum viele 😀
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 01. August 2020, 07:21:20
Das Thema interessiert mich selbstverständlich auch sehr.

Und Mediterraneus zeigt hier die Bilder, die ich seit Jahren nicht zeige. Mein Garten begibt sich ab Mitte Juni in Sommerruhe und ich darf dann ab Ende September auf einenen zweiten Frühling hoffen.

Genau wie Mediterraneus habe ich nur gesammeltes Regenwasser und auf meinem sandigen Süd-Osthang kann ich eh nicht gegen die brennende Sonne angießen. Da ist Leidenfähigkeit gefordert.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 01. August 2020, 10:57:07
Genau wie Mediterraneus habe ich nur gesammeltes Regenwasser und auf meinem sandigen Süd-Osthang kann ich eh nicht gegen die brennende Sonne angießen. Da ist Leidenfähigkeit gefordert.

Nein, das geht nicht. Mein Motto war ja lange, dass nur neugepflanztes gegossen wird. Aber das funktioniert nicht mehr, vorhin habe ich eine verdorrte Diascia aus dem Frühjahr entdeckt :P Ich müsste mir einen Plan machen, wo was neues ist, und dann alle paar Tage den Garten danach ablaufen. Das würden dann im Sommer einige Stunden in der Woche draufgehen, die ich nicht habe.

Im Fernsehen hast du aber hübsch (symbolisch) gegossen in deinem Garten  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 01. August 2020, 11:23:48
Im Fernsehen hast du aber hübsch (symbolisch) gegossen in deinem Garten  ;D

Das sind uralte Filmchen, die immer wieder mal gezeigt werden.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 01. August 2020, 12:29:42
Das Thema interessiert mich selbstverständlich auch sehr.

Und Mediterraneus zeigt hier die Bilder, die ich seit Jahren nicht zeige. Mein Garten begibt sich ab Mitte Juni in Sommerruhe und ich darf dann ab Ende September auf einenen zweiten Frühling hoffen.

...
;D ;D ;D

(Deswegen gibt's auch keine Fotos von mir - aber irgendwann mach' ich doch mal einen Thread zu diesem Garten...)

Reiner Südhang, Felsen darunter, ich pflanze intensiv gegen den Wildwuchs (diverse Rubus etc., die zuvor zu roden sind) an, mit (sehr) trockenheitsverträglichen Pflanzen von überallher. Ich wässere, nach Bedarf, Neupflanzungen, Bäume, Beerenbüsche (ja, versuche ich immer mal wieder...) etc.teilweise mit Schlauch und Stadtwasser, teilweise mit Gießkanne und Zisternenwasser punktartig. Aber auch eingewachsene Pflanzen bekommen Wasser, wenn sie zeigen, dass sie es dringend brauchen. Es ist schließlich ein Garten, die Wildnis, die auch sehr schön ist habe ich nur ein paar Meter weiter...

Bis alles eingewachsen und wirklich trockenheitsverträglich ist dauert es zwei, eher drei Jahre. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, habe ich viel Lehrgeld sozusagen verpulvert. Dabei ist es nicht schwer zu begreifen, dass auch trockenheitsverträgliche Pflanzen, wenn man sie pflanzt und nicht selber an Ort und Stelle versamen lässt (oder entsprechend heranzieht, was ich inzwischen mache), viel Zeit brauchen ehe sie lange Wurzeln in die Tiefe herab gebildet haben und dadurch überleben. Bis dahin brauchen sie immer mal kräftig Wasser und manche durchaus auch Nährstoffe.

Aber schöne Echium habe ich immer, riesig und überall... ;D und diverse Silenen (vulgaris und andere).. ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 01. August 2020, 14:19:50
... dass nur neugepflanztes gegossen wird.
bei mir ist Pflanzzeit eigentlich nur ab September. Bis dahin topfe ich alles und behalte es hier am Haus, wo selbstverständlich der Platz nicht reicht, und im Wiesengarten habe ich diese großen Kübel um die Pflanzen erst mal wachsen zu lassen. Mit mehr Wurzelmasse können sie dann besser durch die Trockenheit kommen. Trotzdem, mir geht das auch so, einige Verluste jedes Jahr.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Isatis blau am 01. August 2020, 17:57:53
Für mich ist das Thema auch interessant, nur Regenwasser vom Gartenhäuschen und Südosthang habe ich auch. Origanum majoricum werde ich mal ausprobieren. Da ich einen Tonboden habe, versagen manche Trockenkünstler bei mir. Ich habe ein Beet an der Südostseite vom Gartenhäuschen, das durch etwas Dachüberstand nochmal trockener ist. Ich hatte da mal eine Kugldistel, Echinopsis, die wuchs dort gut. Rosen und Clematis kommen dort ganz gut klar, durch das Dach ist Sternrußtau nur an Zweigen weiter vorn. Was gerade richtig schön ist, ist Ceanothus ´Gloire de Versailles´.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 03. August 2020, 07:20:14
Was bei mir ganz lange gebraucht hat bis ich es kapiert habe ist, dass trockenheitsverträglich nicht heißt, dass die Pflanzen bei Trockenheit gut aussehen.
Z.B. hätte ich von Acanthus spinosum, von der Herkunft und der Optik nicht erwartet, dass er im Sommer derart rumhängt.
Aber richtig schlecht geht es ihm nicht dabei, der Horst wird jedes Jahr größer und die Sämlinge reichlicher.

Euphorbia seguieriana daneben sieht allerdings in der größten Hitze und Trockenheit gut aus, das frische Grün gleicht vieles aus.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=730566;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. August 2020, 09:52:46
Die Euphorbia steht bei ariden Bodenverhältnissen wenigstens gut aufrecht ;D
Was ist das für ein schlappender Strauch im Hintergrund?
Vorn der orange (unkrautige) Papaver atlanticum?
Hast du zufällig auch Hibiscus? Würde mich interessieren, wie leidensfähig der ist.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 03. August 2020, 10:11:01
Zu Hibiskus kann ich etwas sagen: Hier stehen mindestens 7 an unterschiedlichen Standorten, Hibiscus syriacus, keine 'Resi' dabei, .z.T. sehr alte Sträucher (30 Jahre ungefähr), sandiger Boden, Wasserentzug durch Buchse und Bäume ringsum. Seitdem ich mir angewöhnt habe, sie im Frühjahr(zeitig) sehr reichlich zu düngen, wenn ich Geophyten dünge z.B., brauchen sie sehr viel weniger oder gar kein zusätzliches Wasser. Die vor der Mauer auf der Straße musste ich letztes Jahr ständig gießen, weil sie so mau aussahen. Dieses Jahr habe ich Pferdemist, Wachtelmist und was weiß ich noch, Blaukorn sicher auch, dort abgeladen. Ich habe sie bisher noch nicht einmal gießen müssen, trotz des eher ungünstigen Standortes. Sie beginnen gerade mit der Blüte.
Gegossen werden sie, wenn sie akut massiv schlappen, dann aber richtig reichlich(Schlauch dran), war dieses Jahr nicht nötig, sie kamen mit dem aus, was von oben kam. Das ist allerdings mehr als in den letzten zwei Jahren und kommt nahe an die 'Normalwerte' die ja sowieso hier sehr niedrig sind (400-max. 500 mm Jahresniederschlag in der Stadt) heran.
Sie blühen - untertassengroße Blüten bekommen sie aber nur, wenn beides reichlich ist: Ernährung und Bewässerung.
'Resi' könnte mehr Wasser brauchen weil sie eine spezielle bHybride ist.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 03. August 2020, 10:20:31
Was ist das für ein schlappender Strauch im Hintergrund?
Das ist Pyrus salicifolia. Allerdings var. pendula darum hängt sie auch. War mir bei der Pflanzung nicht so bewusst  ;D.
Zitat
Vorn der orange (unkrautige) Papaver atlanticum?
Ja, richtig erkannt
Zitat
Hast du zufällig auch Hibiscus? Würde mich interessieren, wie leidensfähig der ist.
Ja, habe ich auch, einen in der prallen Sonne, 5 im Halbschatten, ich gieße nicht - Blütenpracht ist aber überschaubar. Ich werde mal Rosarots Tip mit dem Düngen ausprobieren.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 03. August 2020, 10:22:33

Bis alles eingewachsen und wirklich trockenheitsverträglich ist dauert es zwei, eher drei Jahre. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, habe ich viel Lehrgeld sozusagen verpulvert.
Da stimme ich dir sehr zu. Die lange Zeitdauer des Einwachsens an einer schwierigen Stelle in meinem Garten (trocken, sonnig, Wurzeldruck) hatte ich völlig unterschätzt. Drei Jahre sind bei mir realistisch.
Strauchpfingstrose schlappt bei mir in der Ecke regelmässig. Sonst im Garten nicht, der Platz ist irgendwie besonders hart.
.
Nur Freude hatte, habe ich mit Helleborus argutifolius, der kriegt aber ein bisschen Schatten durch Rose.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. August 2020, 10:24:55
Ok, dann werde ich ihn mal düngen im frühen Frühling.
Ich dachte mir, ich erziehe in mal trocken. Wenn man von Anfang an regelmäßig gießt, machen Pflanzen ja weniger Wurzeln.
Resi schlappt schon ziemlich, aber frühs sieht sie wieder gut aus. Offensichtlich erholt sie sich nachts. Oder sie erweitert eben ihr Wurzelsystem, hoffe ich.
Komischerweise habe ich einen Ableger von Resi vor 2 Jahren vor dem Winter sicherheitshalber ins Tomatenhaus eingeschlagen. Im Sommer steht das Haus leer (bis auf 2 Feigen und selbstversamte Petersilie) und wird nicht gegossen. Ich habe den Ableger eigentlich schon aufgegeben, aber er lebt immer noch (wächst halt nicht).
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 03. August 2020, 10:30:50
Apropo Einwachszeit, bei Gehölzen habe ich festgestellt, dass sie in meinem Garten nach 7 Jahren sich zuverlässig selbst versorgen können. Ich musste schon bei Quercus ilexifolia im 5. Standjahr mit in den Boden eingeführten Trichter wässern, weil die Blätter plötzlich gelb wurden

Päonien schlappen bei mir sommers immer. Helleborus argutifolius steht am Waldrand im Halbschatten und ist dort der King.

Und überhaupt - Schatten schaffen ist die beste Vorsorge gegen Austrocknung.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 03. August 2020, 10:42:03
Ok, dann werde ich ihn mal düngen im frühen Frühling.

Unbedingt. Alle Hibiskus sind Fresser. (Ich habe ja auch sehr viele tropische in Töpfen.)

Es geht auch nicht um regelmäßiges Gießen sondern gelegentliches intensiv durchdringendes Gießen, so viel, dass das Wasser bis nach weit unten, wo man sich die Wurzeln wünscht, durchdringen kann.(Hier am steilen Hang läuft es da sowieso schnell hin). Das ist dann letztlich auch sehr sparsam.

Schatten, ja: unbedingt, aber: große Bäume (in meinem Fall Nussbäume und Kiefern) ziehen auch sehr viel Wasser, ich muss also noch nicht gut eingewachsene Helleboren z.B. unter diesen Bäumen etliche Jahre immer Mal wieder wässern- immer so kurz vor knapp...

Die Bäume die auf der Hangkuppe stehen, sehen übrigens fast alle äußerst mies aus. Denen merkt man die letzten beiden Jahre an, obwohl sie alt (vor meiner Zeit gepflanzt bzw. ausgesamt) und Trockenheit gewöhnt sind.

Noch ein Nachtrag zu Hibiskus syriacus:
Hier in der Stadt gibt es zwei Erdzonen: die Schwemmlandzone in der Stadt mit fetter Schwarzerde (wie Börderde, sehr fruchtbar) und die "Schichtrippen" (also aufgefaltete Hügel) mit Sand- bestenfalls Podsolboden, wie bei mir.
Ich komme regelmäßig an städtischen Vorgärten (alte Mehrfamilienhäuser mit Vorgärten alter Schule) vorbei, in denen riesige Hibisken mit Untertassenblüten stehen. Die sind so, weil sie dort einfach im perfekten Boden stehen (der außer den Nährstoffen auch länger Wasser hält). Das sie groß gedüngt werden nehme ich nicht an, weil diese Vorgärten auch sonst nicht sonderlich gepflegt werden.
Das sind Vorbilder... ;) ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. August 2020, 10:49:00
Schatten, hmm. Hibiscus im Schatten schlappt vielleicht weniger, aber blüht der dann auch?
Ja, Helleboren sind sehr hart, bezüglich Sommertrockenheit. H. argutifolius steht zufällig direkt neben "Resi", in dem Fall im Sommer sogar richtig sonnig. Auch H. x sternii. Der steht sogar im Sand im Vorgarten. H. torquatus ist im Schatten auch sehr trockenverträglich, und zeigt dann teilweise sogar bläulich bereiftes Blatt.
Die Hybriden lassen teilweise ihr Laub hängen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 03. August 2020, 10:56:06
Schatten, hmm. Hibiscus im Schatten schlappt vielleicht weniger, aber blüht der dann auch?

Nein, der Schatten bezog sich nicht auf Hibiskus, Hibiskus braucht genug Sonne zum Blühen.
Hier auf der Südseite bekommen sie aber auch zeitweise Schatten, weil sie südlich von großen Gehölzen stehen (das geht nun mal nicht anders, früh z.B.). Einer  der mittlerweile sehr beschattet ist, mickert aber. Nur kriege ich den nicht mehr ganzbeinig aus der Erde.
In einem der neuen noch nicht bearbeiteten (entbrombeerten) Geländebereiche gibt es eine Lehmader. Dort werde ich sicher auch einen Hibiskus versuchen, irgendeine schöne der neueren Sorten und bin gespannt auf die Entwicklung dort.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. August 2020, 11:00:14
Ich habe letzten Sommer "Big HibisKiss" aus dem Baumarkt gerettet, im Ausverkauf. Obs ihm jetzt bei mir besser geht weiß ich nicht  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 03. August 2020, 11:06:57
Blüht er denn? (ist das nicht so eine Sumpfhibiskus-Hybride?)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lord waldemoor am 03. August 2020, 11:09:38
nein, das ist ein syriacus
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. August 2020, 11:11:37
nein, das ist ein syriacus
ja, ein syriacus. Aber die Blüte hat was von den tellergroßen Sumpfhibisken. Sie ist riesig und geht sehr weit auf.
Momentan bekommt er allerdings gelbe Blätter  :-X

Sumpfhibiskus hab ich 2 gehimmelt, das versuch ich gar nicht mehr.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 03. August 2020, 11:17:08
Momentan bekommt er allerdings gelbe Blätter  :-X

Flüssigdünger.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 03. August 2020, 11:20:18
nein, das ist ein syriacus

Nein, ist schon eine Hybride, Hibiscus syriacus x paramutabilis, Resi ist wohl auch aus der Richtung, hatte das schon mal recherchiert.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. August 2020, 11:30:51
Spannend!  :D
ich habe nach dem Kauf auch schon mal recherchiert, da war die Rede von syriacus, auf diese Quelle bin ich nicht gestossen.
Die Blätter sind komplett anders als bei "Resi". Resi hat große, matte Blätter,
BigHibiskiss hat sehr kleine, harte und glänzende Blätter.
"Resi" öffnet eher tütenförmig, während der andere weit aufmacht und nach hinten überdreht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 03. August 2020, 12:00:20
Ja, spannend. Da wird viel ausprobiert.

Zu 'Resi' hier noch etwas.

Und H.paramutabilis

Die unterschiedlichen Blätter dieser Kreuzungen ergeben sich je nachdem, welche Ausgangsart sich diesbezüglich stärker durchmendelt, logo. Die weichen Blätter sind die von H. paramutabilis nehme ich an (in natura sah ich noch keinen.)

Wie üblich wird im Handel nichts Genaues angegeben und auch die Hybriden firmieren unter H. syriacus.

Ich vermute das 'Resi' mit den großen Blättern einen höheren Wasserbedarf hat als ein normaler H. syriacus, möglicherweise aber ein Bigkiss die meisten Nährstoffe braucht...

Ich habe übrigens beide Hybriden noch nicht, weil mich die Blütenform nicht überzeugt hat.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. August 2020, 14:39:54
Danke :D
Jetzt brauchen sie erst mal Wasser.
Nachdem uns der Wettergott heute wieder vergessen hat, sind wir wohl die einzige Region, die ohne Regen in die angekündigten Hundstage ziehen muss. Mir graut, es ist ja jetzt nach dem angeblich "schlechten Sommer" schon alles dürr und braun :'(
Ich werde heute versuchen, einen Gartenschlauch zu verlegen. Den muss ich im Keller anschließen und irgendwie durch den Lichtschacht rauslegen. Blöd, wenn man keinen Wasseranschluss draußen hat ::) Ich werde damit vornehmlich den Gemüsegarten wässern, und vielleicht geht auch ein bisschen Wasser daneben und landet beim Hibiskus  8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 03. August 2020, 14:44:07
Trink' einfach mal nen' Kaffee zwischendurch und lass das Wasser an und den Schlauch beim Reschen oder dem anderen liegen... ;D
(Ich habe auch schon Schlauchleitungen durchs Haus auf die Nordseite verlegt, letztes und vorletztes Jahr, da hatte man uns völlig vergessen mit Wasser zu von oben zu bedenken - um die Fatsia und ein paar Farne zu erhalten...)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 03. August 2020, 14:57:05
Ich hab gestern ja auch schon (heimlich) meinen Monsunwald gewässert. Zur Kellertür raus. Das ist immer so eine Sache, unser Hausherr mag es nicht, wenn man Trinkwasser für den Garten verwendet.
Da steh ich ja prinzipiell auch dahinter. Ist halt jetzt eine Notsituation, und noch hat die Wassergruppe Gartenwässern nicht verboten.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 03. August 2020, 17:41:16
hey, Ihr mogelt ja. >:(
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Staudo am 03. August 2020, 21:22:30
Ich habe gerade die Randstreifen eines größeren Topfquartiers gemäht. Dort wachsen Petrorhagia, Scabiosa ochroleuca, Knautia, Gaura und es war eine Augenweide. 30 cm weiter, wo der Regner nicht mehr hinkommt, wachsen all diese Pflanzen nicht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 04. August 2020, 13:08:54
hey, Ihr mogelt ja. >:(

Nur in speziellen Bereichen zur Lebenserhaltung  ;)
Deine Chrysanthemen bekommen ja auch 12 Kannen  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 04. August 2020, 13:13:31
Ich habe gerade die Randstreifen eines größeren Topfquartiers gemäht. Dort wachsen Petrorhagia, Scabiosa ochroleuca, Knautia, Gaura und es war eine Augenweide. 30 cm weiter, wo der Regner nicht mehr hinkommt, wachsen all diese Pflanzen nicht.
Zur Zeit nicht, oder grundsätzlich nicht?
Hier ist auf der Wiese auch Pause. Nur diese gelben Stängelteile sind noch am blühen, selbst der gelbe Klee runzelt. Ach ja, Schafgarbe blüht auch noch.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Staudo am 04. August 2020, 13:17:36
Grundsätzlich nicht.  ;) Die Fläche befindet sich auf einer Sandkuppe, auf der mal eine Rinderstallanlage stand. Der Boden ist bauschuttreich und humusfrei. Dort, wo durch die Beregnung regelmäßig Wasser hinkommt, blüht es zwischen den Mähgängen überreich.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: wallu am 04. August 2020, 13:23:53
... Nachdem uns der Wettergott heute wieder vergessen hat, sind wir wohl die einzige Region, die ohne Regen in die angekündigten Hundstage ziehen muss. ...
.
Nö, fast die Hälfte Deutschlands teilt das gleiche Schicksal: weite Teile von R-P, NRW, Niedersachsen, Saarland, Teile von Hessen, große Areale im Osten...
.
Geteiltes Leid ist halbes Leid...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 04. August 2020, 13:45:55
Grundsätzlich nicht.  ;) Die Fläche befindet sich auf einer Sandkuppe, auf der mal eine Rinderstallanlage stand. Der Boden ist bauschuttreich und humusfrei. Dort, wo durch die Beregnung regelmäßig Wasser hinkommt, blüht es zwischen den Mähgängen überreich.
Wäre das nicht ein Eldorado für diverse Sedum und Thymus?
Ich habe in einen trockenen und schottrigen Bereich Helianthemum (die hiesige gelbe Wildform) und irgendeinen kriechenden Thymus gesetzt. Momentan ist an grasigem gar nichts mehr grün, aber die beiden sind noch ganz gut.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 04. August 2020, 13:50:52
... Nachdem uns der Wettergott heute wieder vergessen hat, sind wir wohl die einzige Region, die ohne Regen in die angekündigten Hundstage ziehen muss. ...
.
Nö, fast die Hälfte Deutschlands teilt das gleiche Schicksal: weite Teile von R-P, NRW, Niedersachsen, Saarland, Teile von Hessen, große Areale im Osten...
.
Geteiltes Leid ist halbes Leid...

Ja, am schlimmsten ist wohl Mittelhessen dran, bis rüber nach Luxemburg, die haben unter 15 mm die letzten 30 Tage. Lt. Kachelmannwetter/Niederschlagssummen.
Im Osten sind es eher so trockene Sommersprossen, während es im mittleren Südwesten und auch Richtung Belgien großräumiger ist, da aber 15-20 mm.
Und natürlich in Bayern die Landkreise Main-Spessart, Würzburg, Bad Kissingen und Schweinfurt teilweise, auch hier 15 -20 mm die letzten 30 Tage.
 Weiter südlich kommt dann der Ozean. ::)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 04. August 2020, 21:16:55
Hier sind wieder nur genau 3 Tropfen gefallen, es hat sich nicht mal gelohnt, die Markise dafür auszufahren beim Essen.
Wenn ich das mit meinem Regenmesser richtig überschlage, sind hier in den letzten Monaten nicht mehr als 150l zusammen gekommen. Der Boden ist in tiefste Schichten ausgetrocknet.
Mir macht das Probleme bei meinen öffentlichen Baumscheiben. Die erste, die ich nun seit 2 Jahren habe, vertrocknet gerade fast völlig, obwohl Nachbarn gelegentlich, wenn es ganz schlimm aussieht, mal mit dem Schlauch drüber spritzen (aber natürlich nicht ausgiebig wässern). Ich selbst kann da nirgends gießen und bin deshalb schon über jeden Tropfen froh.
Die anderen beiden, auch noch recht großen Flächen, habe ich im Frühjahr frisch übernommen, Corona sei Dank ;) Hier gießt momentan auch ein Nachbar, aber Verluste gibt es auch da schon.
Insofern lese ich hier nun sehr aufmerksam mit und fühle mich getröstet und bin in Hoffnung, dass doch so manches später wieder austreibt.
Auf die totalen Trockenkünstler mag ich nicht umstellen, da es Lehmboden ist und ja durchaus auch wieder mal ein sehr nasser Winter kommen kann.
Jedenfalls werde ich am Pflanzkonzept noch etwas feilen müssen...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2020, 09:55:15
Die öffentlichen Flächen sind auch hier ein Problem. Der Bauhof gießt aber ab und zu, soweit er kann.
Nur Yucca zu pflanzen ist auch irgendwann langweilig. Trotzdem wird es hier im öffentlichen Bereich mehr Yucca geben, künftig.

Ich bin kürzlich auf den Begriff "Xeriscaping" gestoßen. Habt ihr davon schon gehört? Klingt irgendwie modern, hat aber gute Ansätze.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: MarkusG am 05. August 2020, 10:19:40
Ich verfolge seit einiger Zeit diesen Thread und bin für die Anregungen sehr dankbar. In unserem Garten habe ich mich ja entschlossen, den Schattenbereich zu beregnen, da es ansonsten einfach keinen Spaß mehr machen würden, sich dort aufzuhalten.

Das Sonnenbeet wird jedoch konsequent nicht gegossen. Einige Teile wirken derzeit grau-braun-verblüht, aber es gefällt mir. Es wirkt halt wie Sommer. In einigen Teilen merke ich jedoch, dass Diverses einfach grottenschlecht aussieht.

Nun stehe ich vor der Versuchung, diese Bereiche auch zu gießen. U.a. gestärkt durch diesen Thread widerstehe ich!  ;D Ich werde den Weg des Nichtgießens konsequent weiterverfolgen und weiter Pflanzen rauswerfen und durch andere ersetzen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 05. August 2020, 12:41:21
bravo!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 05. August 2020, 12:59:41
Das ist ein  Schnappschuss gerade eben vom Steppenbeet in praller Mittagssonne. Wenn ich mir so den Rasen ansehe, geht es eigentlich noch recht gut...Allerdings gibt es auch Kandidaten, die es auf Dauer schwerer haben werden und dann wohl umziegen müssten.
  :-\
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 05. August 2020, 13:05:00
Einen älteren Hibiskus gibt es hier auch... etwa 20 Jahre alt. Schönes Blau, ich habe ihn nur vor ca. 4 Jahren mal kräftig ausgedünnt, ansonsten noch nie gedüngt oder sonst unterstützt. Wasser gibt es nur sporadisch und zufällig, wenn im anschließenden Beet gewässert werden muss.  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 05. August 2020, 13:08:02
Nochmal das Steppenbeet.  Goldsturm gehört nicht wirklich hier rein und wird heute Abend sicher etwas schlappen. :(
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: MarkusG am 05. August 2020, 13:21:05
Sieht insgesamt toll aus!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2020, 14:19:06
Finde ich auch  :D
Goldsturm hat es bei mir noch nie getan, der sah immer welk aus.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Krokosmian am 05. August 2020, 14:32:43
Goldsturm gehört nicht wirklich hier rein und wird heute Abend sicher etwas schlappen. :(

Rausschmeißen und stattdessen fulgida deamii oder fulgida speciosa (newmanii) probieren!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Staudo am 05. August 2020, 14:39:43
Goldsturm hat es bei mir noch nie getan, der sah immer welk aus.

Ein Beet, in dem Rudbeckia 'Goldsturm' wächst, kann gar nicht trocken sein.  ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2020, 14:43:52
Den hatte ich in meinen Gartenanfangszeiten. Im letzten Jahrtausend, als es noch mehr regnete. Da hatte ich auch noch Phlox und Rittersporn in einem Beet. Mehr Stauden gab es nicht und dieses Beet wurde dann gehätschelt.
Die Zeiten sind vorbei.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 05. August 2020, 15:08:54
Hier auch. Schon lange.

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Sandfrauchen am 05. August 2020, 15:16:32
Vorgestern in den Besenhorster Elbsandwiesen (Nähe Geesthacht) habe ich in dem gleichnamigen Naturschutzgebiet folgende gesehen:

Niedrigen Thymian (serphyllum?), Grasnelken, Johanniskraut, Bergsandglöckchen, Knautia arvensis,  irgendein kleines gelbes Verbascum, Heidenelken, Schafgarbe.

Der Boden dort  ist Elbflugsand. Einige Reste von Dünen sind noch sichtbar. 

... Edith fällt noch eine krieche Euphorbie ein
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 05. August 2020, 15:21:26
Goldsturm gehört nicht wirklich hier rein und wird heute Abend sicher etwas schlappen. :(

Du, das ist richtig. Rudbekia fulgida deamii ist dort was die Trockenvertröglichkeit angeht sicher eher geeignet. Ich hatte im anderen Leben mal ein großes gelbes Gartenbeet voll damit. Es ist nur so, daß fulgida deamii einen deutlich stärkeren Ausbreitungsdrang hatte. Das könnte die 2qm schnell sprengen. Schaun wir mal...  ::)

Rausschmeißen und stattdessen fulgida deamii oder fulgida speciosa (newmanii) probieren!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Sandbiene am 05. August 2020, 22:57:31
Goldsturm gehört nicht wirklich hier rein und wird heute Abend sicher etwas schlappen. :(

Rausschmeißen und stattdessen fulgida deamii oder fulgida speciosa (newmanii) probieren!

Die R. fulgida deamii krepelt hier rum und ist immer kurz vor dem Verdursten. Eigentlich sind nur einzelne Blätter da und keine geschlossene Fläche an Pflanzen. Ausbreitungsdrang ist auch nicht zu erkennen. :-\
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 06. August 2020, 07:31:34

Ich bin kürzlich auf den Begriff "Xeriscaping" gestoßen. Habt ihr davon schon gehört? Klingt irgendwie modern, hat aber gute Ansätze.

im Buch 'Cutting Edge, Gardening in the Intermountain West' von Marcia Tatroe bin ich zum ersten Mal auf diesen Begriff gestoßen. Es gibt ihn wohl schon länger und im Westen der Rocky Mountains bleibt einem Gärtner wohl nichts anderes übrig als sich mit Xeriscaping zu beschäftigen. Ich finde das Buch sehr anregend und informativ. Leider sind die in Amerika beheimateten trockenheitsverträglichen Pflanzen, welche in diesem Buch genannt werden, in europäischen Gärtnereien kaum  zu erhalten. Hier werden meist noch Pflanzen aus der Hochgrasprärie als trockenheitsverträglich angeboten.

In Europa gibt es in Südfrankreich Gärtnereien, die sich mit Xeriscaping beschäftigen. Das ist die Pépinière Quissac und Pépinière Filippi.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 06. August 2020, 07:47:10
Na, das wäre doch mal eine Marktlücke für Gärtnereien, solche Pflanzen auch hierzulande anzubieten.
Wenn ich einfach mal nach Bildern im Netz suche, kommen durchaus ganz nette Sachen raus. Meist ein ganz spezieller Stil von Kies- und Schottergärten, mit den passenden Pflanzen. Halt viel Agave, Yucca und Co.
Filippi und Quissac kenne ich nur hier aus dem Forum, einige haben dort ja schon bestellt.
Das Buch klingt spannend.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 06. August 2020, 09:37:28
Aber das Buch von Filippi (mittlerweile sind es mehrere) kennst du aber, Medi? Das ist doch mittlerweile ein Klassiker und fast das einzige Gartenbuch in das ich recht regelmäßig schaue und immer noch Anregungen finde.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 06. August 2020, 10:01:06
Nein, kannte ich noch nicht. Danke für den Tipp!
Habs soeben bei meiner kleinen Buchhandlung geordert  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 06. August 2020, 10:58:37
Na, das wäre doch mal eine Marktlücke für Gärtnereien, solche Pflanzen auch hierzulande anzubieten.

Dass es für echte Trockenkünstler bei uns einen lohnenswerten Markt gibt, möchte ich bezweifeln. Dafür ist der Leidensdruck noch nicht stark genug. Ich denke, wenn bei uns das Wässern der Gärten mit Trinkwasser verboten wird, und das wird früher oder später geschehen, dann könnte ein Umdenken einsetzen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Sandfrauchen am 06. August 2020, 12:12:36
Bei mir neigen Rudbeckia fulgida deamii auch dazu, die Blätter hängen zu lassen. Bei Konkurrenz von benachbarten Sträuchern kommen sie überhaupt nicht in die Puschen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Krokosmian am 06. August 2020, 12:57:55
Goldsturm gehört nicht wirklich hier rein und wird heute Abend sicher etwas schlappen. :(

Rausschmeißen und stattdessen fulgida deamii oder fulgida speciosa (newmanii) probieren!

Die R. fulgida deamii krepelt hier rum und ist immer kurz vor dem Verdursten. Eigentlich sind nur einzelne Blätter da und keine geschlossene Fläche an Pflanzen. Ausbreitungsdrang ist auch nicht zu erkennen. :-\

Ein Trockenkünstler ist R. deamii sicherlich nicht. Aber bestens geeignet für Standorte die zu trocken sind um Goldsturm besser als leidlich gut aussehen zu lassen, gleichzeitig aber genug Feuchtigkeit aufweisen, dass dieser nicht verdampft. Sind dann aber auch nie, also auch nicht vorübergehend arid, wie es Staudo schon schrieb ;).
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 06. August 2020, 13:49:30
Aber das Buch von Filippi (mittlerweile sind es mehrere) kennst du aber, Medi? Das ist doch mittlerweile ein Klassiker und fast das einzige Gartenbuch in das ich recht regelmäßig schaue und immer noch Anregungen finde.
sag mal ein Beispiel. Möglich, dass die Pflanzen hier nicht winterhart sind. Die Gärtnerei Pépinière Filippi liegt gegenüber von Sète auf dem Festland jenseits der Lagune. Der See  Étang de Thau wird durch den Canal du Midi mit kalkreichem Süßwasser aus den Pyrenäen versorgt. Probleme mit Wassermangel haben die nicht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 06. August 2020, 15:42:31
Ja, pearl, die Gärtnerei liegt direkt am Etang de Thau, wahrscheinlich fahren sie darauf Boot, wenn sie nicht Unkraut jäten.  Ergänzung: wenn in dem Etang Austern gezogen werden, kann er eigentlich nicht zur Bewässerung taugen.
Und dennoch gilt Filippis Interesse nicht Rosen, Hydrangeas oder Clematiden (die er dort sicher problemlos ziehen könnte) sondern trockenheitsverträglichen Pflanzen, die kennenzulernen an viele Orte Europas und der Welt er selbst reist. Man liest darüber in dem Buch. Und ganz sicher ist dieses Buch ursprünglich für seine 'mittelmeerisch' geprägte Kundschaft zugeschnitten.

The Dry gardening Handbook, Plants and Practics for a changing Climate, Thames and Hudson 2008 (die französische Originalausgabe ist von 2007)

Inhalt:
Plants and Drought(An undiscoverd diversity, Survival strategies, A scale of drought resistance)
Drought and the Garden (Choosing drought adapted Plants, Successfull planting, best water-management practices, Maintaining the dry garden)
An A to Z of Plants for the Dry Garden
500 perennials, shrubs and climbers
Further Reading
Usefull Adresses
Table of Hardiness Zones
Index of Plant names

mehr als 400 Fotos

Einer der ersten Sätze im Kapitel Chosing drought-adapted Planst lautet: Rather than changing the growing conditions, what you need to change is the range of plants you grow.
Die behandelten Themen sind,nach der Einleitung,  Alkaline soils, Cold,  Small, tough and stocky: A new criterion of quality, Root quality, The right plant in the right place.
Alles bebildert und mit Zeichnungen wo nötig, aber nicht coffetable.

So Pflanzen, ich schlage mal wahllos auf und treffe auf:

Eleagnus angustifolia (Eleagnaceae) Oleaster; Origin, Height, Spread Position,  Hardiness(in Grad angegeben nicht als Zone, hier als -15°C and below).Drought resistance index 3.5 (wie sich der Index errechnet wird weiter vorn ausfühlich dargelegt). Dann folgt die Pflanzenbeschreibung einschließlich Varietäten.
Ja, wächst hier(an unserem Berg wild).

Nächstes Beispiel:
Pelargonium x fragrans... Hardiness -4- to - 6°, ist hier nur für Töpfe gut.

Phillyrea angustifolia... Hardiness -10 to - 15°, hm, könnte ich versuchen...

Phlomis (ungefähr 15 verschiedene werden aufgelistet, von denen etliche hier wachsen und nicht erst seit gestern).

Das Buch hat etwas, was für mich eigentlich das Hauptkriterium bei (Garten)büchern ist: es ist anregend (und informativ.)  ;)  (So wie Phillips/Rix mit den Staudenbüchern etc.) Es ist nicht: schick, sondern solide, auch vom Design.

Ergänzend lassen sich die sehr informativen Webseiten von Filippi und Quissac lesen.








Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 06. August 2020, 15:51:24
das von dir verlinkte Buch habe ich gerade bestellt.  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Gartenplaner am 06. August 2020, 15:56:51
...
The Dry gardening Handbook, ...(die französische Originalausgabe ist von 2007)
...
Klingt spannend - geht er auch auf nasse Winterböden ein?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 06. August 2020, 16:08:09
Ja, im Artikel Cold geht er unter anderem kurz darauf ein.
Stichwort: Drainage bzw. besser durchlässiger Boden.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Gartenplaner am 06. August 2020, 16:32:27
Ah  :-\
Danke.
James Hitchmough geht in seinem Buch "Sowing beauty" unter anderem auf steppeartige Vegetationstypen ein, die eben auch mit großer Winternässe auf schweren Böden vorkommen können, wo die Trockenheit im Sommer der mediterranen aber in nichts nachsteht, in die Richtung wäre was für mich.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 06. August 2020, 16:34:17
So sieht hier übrigens Phlomis russeliana in diesem Sommer aus.... von wegen trockenresitent.  :'(
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 06. August 2020, 16:38:26
So üblicherweise sonst im Sommer...  :P
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Floris am 06. August 2020, 16:49:35
Ich vermute mal, dass das Aufnahmedatum des zweiten Bildes deutlich vor dem des ersten liegt.

Phlomis russeliana ist hier längst durch mit der Blüte. Die Trockenresistenz bei der beziehe ich darauf, dass die Bodentriebe mit den neuen Rosetten gut überdauern, auch bei Trockenheit. Dass auch die abgeblühten Stengel grün stehen bleiben, erwarte ich nicht.

Wie Sandfrauchen erwähnt spielt die Konkurrenz benachbarter Pflanzen auch eine Rolle. Einiges von dem, was bei dir derzeit noch gut aussieht, hat bei mir im alten Bestand keine Chance, z. B. Rudbeckien oder die Hortensien, auch nicht mit zusätzlichen Wassergaben. Das beobachte ich auch bei Taglilien, die in der Mischpflanzung nicht vorankommen, alleine im Beet sich aber von Sommertrockenheit wenig beeindrucken lassen.

Möglicherweise profitierst du, da dein Garten noch relativ jung ist, noch von einer ordentlichen Bodenvorbereitung, die einen großen durchwurzelbaren Bereich zur Verfügung stellt?

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 06. August 2020, 17:05:23
Floris Du hast Recht, das 2. Foto ist von Anfang Juni vorigen Jahres. Aber schau mal beim 1. Bild wie wenig Blütenstängel sie dieses Jahr hatte. Sie hat ja kaum geblüht. Und wo bleibt der viel zitierte Winteraspekt wenn Du nicht erwartest, daß die Stängel aufrecht stehen bleiben? So etwa sieht das sonst im Herbst aus.  :-\
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 06. August 2020, 17:06:15
So sieht hier übrigens Phlomis russeliana in diesem Sommer aus.... von wegen trockenresitent.  :'(

Filippi dazu: It prefairs friable, fairly deep soils. Phlomis russeliana is happy in semishade. In the wild it grows in light woodland of pines and oaks.

Mein Phlomis russeliana ist schon vor Jahren vertrocknet. Mittlerweile habe ich aber auch mehr Woodland with Pines and oaks und werde ihn da versuchen.

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 06. August 2020, 17:07:15
Und so im November...  das Bild ist besser :-X
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 06. August 2020, 17:08:37
Der Winteraspekt...  :-\
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 06. August 2020, 17:10:43
Phlomis russeliana ist hier längst durch mit der Blüte. Die Trockenresistenz bei der beziehe ich darauf, dass die Bodentriebe mit den neuen Rosetten gut überdauern, auch bei Trockenheit. Dass auch die abgeblühten Stengel grün stehen bleiben, erwarte ich nicht.
.
Wie Sandfrauchen erwähnt spielt die Konkurrenz benachbarter Pflanzen auch eine Rolle. Einiges von dem, was bei dir derzeit noch gut aussieht, hat bei mir im alten Bestand keine Chance, z. B. Rudbeckien oder die Hortensien, auch nicht mit zusätzlichen Wassergaben. Das beobachte ich auch bei Taglilien, die in der Mischpflanzung nicht vorankommen, alleine im Beet sich aber von Sommertrockenheit wenig beeindrucken lassen.
wertvolle Hinweise, kann ich bestätigen. Taglilien sehen in der Anfangszeit bei Konkurrenz erbärmlich aus, eingewachsen machen sie es richtig gut. Hortensien kann ich quasi vergessen, lasse sie aber wie sie sind und vielleicht gibt es noch nasse Sommer. Samthortensien am Fuß einer Trockenmauer und im Baumschatten sehen noch relativ gut aus, erholen sich auch jedes Jahr von der Trockenheit. Es sind allerdings mächtige Büsche, die über 2 m hoch sind. Der entsprechende Wurzelraum bekommt Hangwasser ab.
.
Wenn man den Boden und das Gartengelände sehr gut kennt, kann man differenziert pflanzen und so unmögliche Dinge zusammenbringen wie Mediterraneus mit dem ostasiatischen Monsumwald neben ariden Zonen.  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 06. August 2020, 17:11:10
Oh, da hat sich was überschnitten. RosaRot, Phlomis wird doch überall großflächig für absolute Trockenlagen empfohlen. Da wäre dann ja auch mal ein Umdenken fällig.  :(
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 06. August 2020, 17:14:59
Filippi dazu: It prefairs friable, fairly deep soils. Phlomis russeliana is happy in semishade. In the wild it grows in light woodland of pines and oaks.
so steht es bei mir, ebenso wie Akanthus, der auch vom Schatten profitiert und dahin gehört, wo Mäusedorn und Zistrosen gut wachsen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 06. August 2020, 17:16:42
Der Winteraspekt...  :-\
der ist besonders schön.  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 06. August 2020, 17:21:46
Eben drum...  :'(
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 06. August 2020, 17:30:58
Phlomis wird doch überall großflächig für absolute Trockenlagen empfohlen. Da wäre dann ja auch mal ein Umdenken fällig.  :(

Wenn eine Pflanze als trockenheitstolerant beschrieben wir, heißt das nicht, dass sie in trockener Sommerhitze gut aussieht, es bedeuted, dass sie das überlebt und das tut Phlomis russeliana - zumindest eine Weile.

Als echten Trockenkünstler möchte ich vorstellen:

Rose Schneewittchen, blüht überschwänglich duftet erfrischend, wird nicht gegossen, hat gesundes glänzend, grünes Laub.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731186;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 06. August 2020, 17:35:50
Ein weiterer Trockenkünstler ist Fuchsia magellanica 'Aurea'

Wird auch nie gegossen, steht aber in einer halbschattigen Ecke mit etwas Lehmanteil im Boden.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731188;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 06. August 2020, 17:37:28
Der kleine Sassasfrasbaum ist auch putzmunter.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731190;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 06. August 2020, 17:40:22
und sehr angetan bin ich von Anaphalis magaritacea 'Realto Beach'.

Ich hatte sonst sehr enttäuschende Erfahrungen mit Anaphalis in der Sommerhitze gemacht.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731192;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 06. August 2020, 17:40:55
Oh, da hat sich was überschnitten. RosaRot, Phlomis wird doch überall großflächig für absolute Trockenlagen empfohlen. Da wäre dann ja auch mal ein Umdenken fällig.  :(
Phlomis sind unterschiedlich trockenheitsverträglich. Ph. russeliana, zugegeben eine junge Pflanze, ist mir hier in einem trockene heißen Sommer verdorrt, während die daneben gleichzeitig gepflanzte Ph. fruticosa ohne nennenswerte Probleme überlebte (sonniger Standort, gelegentliches Gießen).

Filippi bewertet die Pflanzen nach ihrer Trockenheitsverträglichkeit von 1 bis 6 (1=wenig, 6=extrem trockenheitsverträglich), bezogen auf das Klima von Montpellier mit trocken heißen Sommern und eher feuchten milden Wintern mit gelegentlichen kurzen Kälteeinbrüchen. Ph. russeliana bewertet er mit 3 (mäßig trockenheitsverträglich), fruticosa mit 5 (sehr) und ich kann das nachvollziehen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 06. August 2020, 17:45:40
Und damit Ihr nicht denkt, bei mir sei es ja garnicht trocken, so sehen meine Semperviven aus.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731196;image)

Das Buch von Filippi habe ich mir übrigens auch bestellt. Vielen Dank für den Tipp Rosarot.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Cydonia am 06. August 2020, 17:46:26
(...)
Und dennoch gilt Filippis Interesse nicht Rosen, Hydrangeas oder Clematiden (die er dort sicher problemlos ziehen könnte) sondern trockenheitsverträglichen Pflanzen, die kennenzulernen an viele Orte Europas und der Welt er selbst reist. Man liest darüber in dem Buch. Und ganz sicher ist dieses Buch ursprünglich für seine 'mittelmeerisch' geprägte Kundschaft zugeschnitten.
(...)
Ergänzend lassen sich die sehr informativen Webseiten von Filippi und Quissac lesen.

Super! Danke. Habe mir das Buch eben in der frz. Originalausgabe bestellt.
Mein Drittgarten liegt ja im frz. Teil des Wallis (und ich muss die Sprache lernen) und ist sehr trocken.
(Auf der Seite von Quissac war ich auch schon, da sie hier schon erwähnt wurde.)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 06. August 2020, 18:22:49
(...)
Und dennoch gilt Filippis Interesse nicht Rosen, Hydrangeas oder Clematiden (die er dort sicher problemlos ziehen könnte) sondern trockenheitsverträglichen Pflanzen, die kennenzulernen an viele Orte Europas und der Welt er selbst reist. Man liest darüber in dem Buch. Und ganz sicher ist dieses Buch ursprünglich für seine 'mittelmeerisch' geprägte Kundschaft zugeschnitten.
(...)
Ergänzend lassen sich die sehr informativen Webseiten von Filippi und Quissac lesen.

Super! Danke. Habe mir das Buch eben in der frz. Originalausgabe bestellt.
Mein Drittgarten liegt ja im frz. Teil des Wallis (und ich muss die Sprache lernen) und ist sehr trocken.
(Auf der Seite von Quissac war ich auch schon, da sie hier schon erwähnt wurde.)
Bessere Erfahrungen als mit Quissac habe ich hinsichtlich Trockenkünstler mit Senteurs du Quercy gemacht. Die Qualität der Pflanzen ist mMn besser bei etwas höheren Preisen, sie ist mit der bei Filippi vergleichbar (aber online Bestellungen gehen einfacher als bei Filippi): große, weit nach unten reichende 1,4 L Wurzelballen bei recht kleinen Pflanzen, was das Einwurzeln in schwierigen Verhältnissen wie Trockenheit oder schlechten Böden erleichtert.
Ich habe das sogar mit normalen Töpfen verglichen. Ich habe Agastache rupestris zu je 3 Pflanzen aus dem 1,4 L Topf von SdQ und aus dem 9x9 Töpfchen von Sarastro in sehr mageres trockenes Substrat gepflanzt und das in zwei aufeinander folgenden Jahren (12 Pflanzen also). Dabei habe ich einmal üppig bei der Pflanzung gegossen und sonst nur gelegentlich. Der Unterschied war jeweils deutlich zu erkennen. Die anfangs etwas kleineren Pflanzen von SdQ waren nach dem Sommer deutlich größer als die anderen und sahen auch besser und kräftiger aus.
Bei Quissac bestelle ich vor allem Feigen und Granatäpfel und sonst was bei SdQ vergriffen oder nicht im Programm ist.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Cydonia am 06. August 2020, 21:44:02
Danke! Bin eben dabei, mich durch den Katalog zu arbeiten. (Wie wenn ich in irgendeinem meiner Gärten noch Platz hätte...)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 10:00:50
Der kleine Sassasfrasbaum ist auch putzmunter.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731190;image)

Da ist doch gegossen 8) links sieht es nass aus, oder täuscht das?

Freut mich übrigens, wie sich das Thema entwickelt  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 07. August 2020, 11:04:02

Da ist doch gegossen 8) links sieht es nass aus, oder täuscht das?


Du bist vielleicht ein Falkenauge  8)

Oberhalb des Sassasfrasbaumes steht eine Oenothera, die habe ich im April gepflanzt und die muss noch ein wenig unterstützt werden. Ja, ich bekenne, ich habe sie gegossen und weil das Gelände, so wie bei mir überall, abschüssig ist, ist etwas Wasser an der Oberfläche abwärts gelaufen, bevor es eingedrungen ist. Doch ich bezweifle, dass Herr Sassasfras von den Zuwendungen an Frau Oenothera profitieren konnte.  ;D

Hast Du eigentlich auch gesehen wie meine Astern, im Hintergrund aussehen, hast Du das gesehen?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 11:05:08
Phlomis wird doch überall großflächig für absolute Trockenlagen empfohlen. Da wäre dann ja auch mal ein Umdenken fällig.  :(

Wenn eine Pflanze als trockenheitstolerant beschrieben wir, heißt das nicht, dass sie in trockener Sommerhitze gut aussieht, es bedeuted, dass sie das überlebt und das tut Phlomis russeliana - zumindest eine Weile.

Als echten Trockenkünstler möchte ich vorstellen:

Rose Schneewittchen, blüht überschwänglich duftet erfrischend, wird nicht gegossen, hat gesundes glänzend, grünes Laub.


Das ist es gerade, woran ich mich gewöhnen muss. Ich sehe, dass die Pflanze leidet. Die eine muss ich gießen, um sie zu retten. Für die andere Pflanze ist das in ihrem natürlichen Habitat ganz normal, dass sie schlappt, oder sogar komplett oberirdisch wegdörrt.

Rosen sind wohl grundsätzlich sehr dürrefest, wenn sie mal eingewurzelt sind.
Selbst eine im Juni gesetzte Moosrose sieht noch gut aus. Der Boden rappeltrocken, dicke Risse und Spalten. Die hab ich gestern aber schnell gegossen, die ist mir noch zu jung für Experimente.
Mein Problem, ich pflanze Zuviel und zu durcheinander. Dann gibt's halt Opfer, leider :P
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 11:09:09
Hast Du eigentlich auch gesehen wie meine Astern, im Hintergrund aussehen, hast Du das gesehen?

Aber selbstverständlich ;D
Dass es Astern sind, hab ich nicht erkannt, es ist etwas pixelig, höchstens die Blaue ganz hinten.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 07. August 2020, 11:14:02
Das kenne ich, mit dem noch etwas dazupflanzen. Und deshalb muss gegossen werden, mit Kanne oder Schlauch.

Phlomis fruticosa steht seit vielen Jahren und kommt mit dem Wasser was gelegentlich von oben kommt, völlig aus. Der Spargel davor (Asparagus tenuifolius) auch.

(https://up.picr.de/39172765pr.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 07. August 2020, 11:20:56
Auch dieser Phlomis, aus Aussaat, (was genau weiß ich nicht, es kamen ganz unterschiedliche Typen,) steht völlig problemlos da. Letztes oder vorletztes Jahr gepflanzt, die Härte ist noch nicht abschließend getestet.
Die kretische Hundszunge davor produziert gerade Samen.

(https://up.picr.de/39172802un.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 07. August 2020, 11:23:19
Salvia daghestanica macht ebenfalls gerade Samen, die Helianthemum haben die Blätter angelegt und Digitalis obscura ist abgeblüht (die hatte sich selbst dahin versamt)..

(https://up.picr.de/39172803jk.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 11:23:23
Asparagus ist ein Superheld, wenn es um Trockenheit geht.
Ich habe vor 4 Jahren (oder 5? war jedenfalls vor der Garten-pur-Gartenreise) mal kleine Asparagus-Sämlinge aus Sardinien mitgebracht. An die habe ich schon lange nicht mehr gedacht. Sie sind aber noch da, kürzlich sah ich 2 Stück wieder auftauchen. Sind kaum gewachsen, aber lebendig  :D
Von Asparagus tenuifolius hab ich einige Pflanzen, die verwende ich auch im Öffentlichen Grün. Sieht immer gut aus.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 07. August 2020, 11:28:03
Ich habe noch so einen kletternden Spargel, aber der wird irgendwie nicht größer, steht wahrscheinlich doch zu trocken oder müsste mal gedüngt werden.
Ansonsten wächst hier und da ganz normaler Spargel, der in den 50er Jahren hier mal angebaut wurde...den lasse ich auch stehen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 11:38:06
Auch dieser Phlomis, aus Aussaat, (was genau weiß ich nicht, es kamen ganz unterschiedliche Typen,) steht völlig problemlos da. Letztes oder vorletztes Jahr gepflanzt, die Härte ist noch nicht abschließend getestet.
Die kretische Hundszunge davor produziert gerade Samen.

(https://up.picr.de/39172802un.jpg)
Schön :D
Das rote Sedum ist gepflanzt oder hingesamt?
Und Plantago sempervirens ist sowieso unverwüstlich.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 11:41:53
Ich habe noch so einen kletternden Spargel, aber der wird irgendwie nicht größer, steht wahrscheinlich doch zu trocken oder müsste mal gedüngt werden.
Ansonsten wächst hier und da ganz normaler Spargel, der in den 50er Jahren hier mal angebaut wurde...den lasse ich auch stehen.
beerntest du auch den wilden?
Von A. tenuifolius hätte ich im Frühjahr genug Sprösselchen, für ein Pasta-Gericht würde es reichen. Hab mich aber noch nicht rangetraut. Andererseits rennt ja halb Italien im Frühling durch die Macchien und erntet wilde Spargelsprossen. Ich denke, die nehmen alles, was so kommt.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 07. August 2020, 11:47:03
Das rote Sedum habe ich da sicher hingesetzt, ist irgendein Sämling, da tauchen ständig welche auf und ich versetze sie dann als passende Farbtupfer.
Ja, Plantago sempervirens ist absolut unverwüstlich, ab und an altert mal einer, dann steht schon ein neuer irgendwo parat. Linaria vulgaris ist auch so etwas völlig anspruchsloses und taucht da auf, wo mal eine Fläche frei ist.

Kein Zusatzwasser bekommt Pentaglossis sempervirens und ist trotzdem ausufernd üppig, gerade kommt die zweite Blüte, deutlich sparsamer als die erste. Versamt sich masslos...ich muss da mal roden. Man muss rechtzeitig die Samenstände entfernen.

(https://up.picr.de/39172901dy.jpg)

Den Spargel beernte ich selten, den normalen; den tenuifolius habe ich noch nicht probiert. So üppig ist er nun auch nicht, würde das aber werden, wenn ich ihn beernten würde, vermutlich... ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 11:52:11
Ja schick, überall Steinchen, so mag ich das auch :D
Vor Samenschleudern fürchte ich mich ein bisschen, denn dauerndes eingreifen kann ich mir zeitlich nicht erlauben. Der Plantago ist schon grenzwertig. Der darf aber gerne den Gehweg straßenabwärts besiedeln  ;D
Bei mir sind nur die hohen Sedümmer dauerhaft, welche sich selbst irgendwo hingesät haben. Gepflanzte sind bei mir immer zickig. Ist ja oft so.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Nox am 07. August 2020, 14:35:23
Danke für die Tipps zu den Büchern !

Mein Problem mit den Trockenheitskünstlern ist, dass sie im Winterhalbjahr (zur Regenzeit ?) überwuchert werden oder verfaulen. Bei mir sind die Winter so mild, dass Gras und Unkraut durchgehend wachsen.
Allzu unkritisch kann man die Tipps zu Xerophyten-Gärten aus Gebirgen nicht in's Flachland übertragen.

Thymian und Nelken z.B. gehen nur an Trockenmauern.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 07. August 2020, 14:57:51
Wenn Thymian und Nelken verfaulen stimmt auch der Boden nicht, bzw. die Regenmenge/Luftfeuchte ist zu hoch. In der Bretagne kann ich mir gut vorstellen, dass dem so ist. Ich war einige Male dort.
Wie habe ich dort die Leute um ihre schönen üppigen Gärten beneidet, in denen alles wuchs, was hier nicht wächst. Aber natürlich wachsen Thymian, Nelken und anderes (Helianthemum) auch in der Natur gerne über Felsen herab.

Thymian, Nelken, Salbei etc. etc. brauchen (tief) durchlässigen kalkhaltigen Boden,  und leben normalerweise in trockenen Gegenden, da sind sie zu Hause(es gibt Ausnahmen). Das kann auch im Flachland sein. Unser Hügel mit 173 m über 0 ist ja keineswegs Hochgebirge - aber Hochgebirgsspezialisten habe ich auch nicht, die brauchen oft noch speziellere Bedingungen. Felsspalten, Schotter, der immer leicht befeuchtet ist usw. Ich habe schon Gärten gesehen, in denen auch solche ausgesprochenen Hochgebirgspflanzen mit einigen Aufwand auch im Tiefland gehalten werden.

Bei mir vertrocknen Phloxe, selbst wenn ich sie wässere...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Nox am 07. August 2020, 15:33:35
Na, so schlimm ist's nicht, dass Thymian und Nelken verfaulen, aber wenn man nicht aufpasst, werden sie überwachsen. Salbei gedeiht bei mir auch immer gut, ebenso Iris und Artemisia. Ein wenig Kalk muss ich hinzugeben, ich habe sauren Untergrund.

Aber Acantholimon hat sich verabschiedet.

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 07. August 2020, 15:41:43
Die (ich habe zwei verschiedene) stehen bei mir an absoluten Extremstandorten, wo entweder kaum Wasser hinkommt oder zu jeder Jahreszeit sofort abfließt, in ziemlich humusarmem Boden.

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 21:04:46
gerade schon beim Star des Tages gezeigt, die Rose "Paula Vapelle" hält tapfer durch und blüht mitten in der werdenden Wüste.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731452;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 21:16:44
Ein kleines Beet vor dem Gewächshaus. Iris sambucina (2verschiedene) und andere Iris aus hiesigen Weinbergen.
Perovskia "Little Spire", Salvia officinalis, Crambe maritima, das Unkraut Sedum "Angelina"...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731456;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 21:34:49
...und von gegenüber fotografiert:
Hier sind ursprünglich Pflanzen aus einem Weinberg drinnen, vorne ein heimisches Sedum telephium (gelbblühend), daneben ein Helianthemum. Dahinter Anthericum liliago, Teucrium botrys...
Sie kommen von den hiesigen Gamander-Blaugrashalden( https://www.mainmuschelkalk.de/index.php/de/lifeprojekt/lebensraeume/mainfraenkische-trockenrasen/gamander-blaugrashalden).
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731466;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 21:41:04
Gerade entdeckt, Plantago sempervirens ist auch mit drinnen  ;D Nochmal näher ran:
Unten links lugt einer in "saftigem Grün" dazwischen.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731468;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 07. August 2020, 21:48:37
"Normale Stauden" ein paar Meter weiter sehen hingegen so aus:
Heliopsis "Bleeding Hearts" hat schon enorme Performance Probleme  :-\
Daneben Aster n.a. "Nachtauge", sieht noch ganz gut aus und öffnet erste Blüten.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731470;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Sandbiene am 07. August 2020, 22:50:24
In die Reihe der Unkaputtbaren gehört definitiv Gaura. :D In dem Beet wird nur eine Agastache ab und zu etwas gegossen (nicht zu sehen im Bild, da sie derzeit rückwärts wächst).
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 07. August 2020, 23:55:18
Deine Gaura sehen tatsächlich sehr gut aus. Da scheint alles zu passen.
Hier ist das nicht so. Sie sind wesentlich weniger üppig, kommen aber brav immer wieder.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 08. August 2020, 12:55:54
Deine Gaura sehen tatsächlich sehr gut aus. Da scheint alles zu passen.

Schmetterlingsleicht durch Hitze und Trockenheit.;)
Unter meiner grossen Kiefer wollte Gaura 1x nicht, vielleicht sollte ich‘s nochmal versuchen.
Bei der Kiefer ist meine einzige sommerliche (bepflanzte) Wüstenregion. Bisher von mir kein Wasser. (Aber ich glaube, bei näherer Betrachtung, die chinesische Bleiwurz/ Ceratostigma plumbaginoides kriegt heute Abend einen Schluck...)
.
Was mir ein Rätsel ist; die stinkende Nieswurz steht dort (ohne Wässern) gut da. Andernorts,schattiger, schlappt sie, und ich muss Giessen.
Manchmal wär‘s praktisch, man könnte kurzerhand in den Boden reinkriechen um ein besseres „Bodengefühl“ zu bekommen.;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: AndreasR am 08. August 2020, 16:54:44
Ich habe hier leider das gleiche Problem wie Gartenplaner; zwar halten die Stauden im fetten Lehm auch bei wochen- und monatelanger Trockenheit zum Teil erstaunlich gut durch, aber viele Trockenkünstler ersaufen hier in der winterlichen Nässe, und wenn sie selbst das überlebt haben, gibt ihnen der Spätfrost im März/April den Rest. :'(

Gerade Neupflanzungen, die noch nicht eingewachsen sind, geben sehr viel schneller auf, selbst wenn man ihnen mehr Aufmerksamkeit schenkt. Aber manchmal passt man für eine kurze Zeit dann doch nicht auf, und alles schlappt, verbrennt, verdorrt, ertrinkt oder erfriert. Gaura z. B. ist hier zum Teil erstaunlich robust, aber nur, wenn sie mindestens zwei Jahre Zeit zum Einwachsen hatte.

Auch die Rudbeckien sehen an heißen, sonnigen Tagen zum Teil fürchterlich aus, aber vertrocknet ist mir hier noch keine. "Goldsturm" ist dieses Jahr an einigen Stellen zwar nur knie- anstatt hüfthoch, und die Blüte währt sicher nicht so lang, aber er ist stets ein zuverlässiger Hoch- und Spätsommerblüher, den ich nicht missen möchte. Sogar R. triloba schafft es mit gelegentlichem Gießen, ganz gut über die Runden zu kommen.

Es gibt aber leider auch viele Stauden, die offenbar Probleme mit dem schweren Boden haben. Agastachen, Helenium, Liatris, all das habe ich probiert, aber nach ein, zwei Jahren sind die meisten eingegangen, nur ein - extra in den Vordergrund gepflanztes, damit ich das Gießen nicht vergesse - Helenium 'Sahin's Early Flowerer' hat gut zugelegt. Kalimeris incisa ist dieses Jahr ebenfalls ein Schatten seiner selbst, ich glaube, dass ich im April, der hier mittlerweile zum Dürremonat wird, einfach mehr gießen muss, egal wie nass es im Winter war...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 08. August 2020, 16:57:23
In die Reihe der Unkaputtbaren gehört definitiv Gaura. :D In dem Beet wird nur eine Agastache ab und zu etwas gegossen (nicht zu sehen im Bild, da sie derzeit rückwärts wächst).
hm, das kann ich dieses Jahr auf meiner Baumscheibe nicht bestätigen. Allerdings ist dieses Jahr auch noch trockener als das letztere. Sie stehen da jetzt das 2. bzw. 3. Jahr, sollten eingewurzelt sein und sind großteils braun und ohne Blüten. Bis Anfang Juli war alles noch ok...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 08. August 2020, 17:02:54
Die gängige Liatris spicata tuts hier auch nicht.
Man muss neue Arten ausprobieren, Liatris scariosa var. alba hab ich neu in ein öffentliches Kiesbeet (keine Erde, nur Kalksplitt) gepflanzt. Die scheint sehr vielversprechend. Ok, wurde vom Bauhof ab und zu gegossen, aber so ganz ohne Erde finde ich das erstaunlich.
Und was es noch spannendes gibt in Sachen Liatris (mit Feuchtezahl 1 )

https://www.die-staudengaertnerei.de/navi.php?qs=liatris&search=
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: AndreasR am 08. August 2020, 17:06:35
Tja, Sandboden, Kiesbeet und Co. kann ich ihnen hier ohne große Bodenvorbereitung leider nicht bieten, ich brauche Trockenkünstler, die mit schwerem Lehmboden zurechtkommen. Ich staune z. B. immer wieder, was die Kanadischen Goldruten abkönnen. Trotz Dürre zwei Meter hoch und sattgrün, das macht denen so schnell keiner nach...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 08. August 2020, 17:27:02
Es ist knifflig, die richtige Balance zu finden zwischen Boden abmagern, damit im Winter alles überlebt,
und andererseits nicht zu viel abzumagern, damits im Sommer nicht noch trockener wird.

Hier hab ich auf kleiner Fläche oberflächlich Kalkbrechsand eingearbeitet (das Zeug, dass man für wassergebundenen Wegbelag benutzt, größte Teile etwa 5mm)
Hier hat Zauschneria califonica ssp. latifolia, obwohl erst Anfang November gepflanzt, den ersten nassen Winter überlebt. Ich habe auch Lehmboden, allerdings jetzt nicht superkleistrigen.
Die wurde nicht gegossen. Auch die Solidago, ganz rechts, 11 Uhr hinter der hingefallenen Birne, steht gut da, nicht mal Welkeerscheinungen.Ist auch eine neueingeführte Art .Ich habe 3 verschiedene neue Solidago probiert, alle 3 sind ausgesprochen zäh (Solidago roanensis, S. petiolaris var. angusta, S. caesia : https://www.die-staudengaertnerei.de/navi.php?qs=Solidago&search=)
Das Gras und die Unkräuter haben aufgegeben, Grün sind noch Wurzelschosser von einem Zwetschgenbaum.

Darunter sind englische Narzissen, die würden dort nicht wachsen, wenn es im Winter nicht feucht wäre.

Alcea rugosa hält auch gut durch, sie verträgt gut nass im Winter, wurde auch im Nov. noch gesetzt und hat immer 1 Blüte (ok, momentan nur kniehoch)
Das raschelige, komplett abgedörrte ist Paeonia "Chocolate Soldier". :'( Ich hoffe, die kommt wieder.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731616;image)


Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 08. August 2020, 19:54:29
Die gängige Liatris spicata tuts hier auch nicht.
Man muss neue Arten ausprobieren, Liatris scariosa var. alba hab ich neu in ein öffentliches Kiesbeet (keine Erde, nur Kalksplitt) gepflanzt. Die scheint sehr vielversprechend. Ok, wurde vom Bauhof ab und zu gegossen, aber so ganz ohne Erde finde ich das erstaunlich.
Und was es noch spannendes gibt in Sachen Liatris (mit Feuchtezahl 1 )

https://www.die-staudengaertnerei.de/navi.php?qs=liatris&search=
Danke für den Tipp! da werde ich was probieren. Auf der 1.Baumscheibe habe ich Liatris spicata Kobold aus meinem Garten. Totalversagen. Letztes Jahr schon vertrocknet, bei 2 kam dieses Jahr noch spärliches Grün, was aber mittlerweile auch vertrocknet ist. Die ist abgehakt.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Sandbiene am 08. August 2020, 20:10:24
Deine Gaura sehen tatsächlich sehr gut aus. Da scheint alles zu passen.
Hier ist das nicht so. Sie sind wesentlich weniger üppig, kommen aber brav immer wieder.

Ich glaube, so sehr lange leben sie gar nicht, aber ich habe jedes jahr Unmengen an Sämlingen und reiße schon immer welche raus, damit auch noch andere Pflanzen eine Chance haben. Liatris spicata sät sich auch selber aus (leider nur in lila) und ist halbwegs robust.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 08. August 2020, 21:09:03

.. Liatris spicata Kobold aus meinem Garten. Totalversagen. Letztes Jahr schon vertrocknet, bei 2 kam dieses Jahr noch spärliches Grün, was aber mittlerweile auch vertrocknet ist. Die ist abgehakt.

Den Haken habe ich schon eine Weile gesetzt.
Ich habe unter ein paar neugepflanzten Bäumen im Neubaugebiet letztes Jahr trockene Knollen von Liatris gepflanzt. Die gabs bei Lidl oder Aldi, 25 Stück für 1 Euro oder so. Von 5 Tüten leben vielleicht noch 3 Pflanzen. Aber die sehen ganz gut aus. Vielleicht gibt es auch innerhalb von spicata robustere Pflanzen.
Trotzdem finde ich das Angebot von Til Hofmann spannender  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 08. August 2020, 21:58:49
Zu Hibiskus kann ich etwas sagen......
Gegossen werden sie, wenn sie akut massiv schlappen, dann aber richtig reichlich(Schlauch dran)...

Ich konnte es nicht mit ansehen und habe ein paar Gießkannen hingekippt. Alles an eine Stelle und einsickern lassen.
"Resi" ist nun nicht mehr so schlapp und sieht besser aus. Blüht auch wieder.
Dafür fängt nun der nichtgegossene Stachys "Big Ears" mit Blattfärben und -rollen an :P Aber der wirds auf jeden Fall überleben.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=731692;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 08. August 2020, 23:08:47
"Normale Stauden" ein paar Meter weiter sehen hingegen so aus:
Heliopsis "Bleeding Hearts" hat schon enorme Performance Probleme  :-\
Daneben Aster n.a. "Nachtauge", sieht noch ganz gut aus und öffnet erste Blüten.
sehr mediterran. Ich mag deine Bilder. So sieht es an der Küste aus. Aster novae-angliae 'Nachtauge' und 'Büchter Nacht' machen es hier auch erstaunlich gut bei Trockenheit. Es lohnt sich Sorten und Arten auszulesen. Aster cordifolius Sorten tun es hier schon mal überhaupt nicht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 08. August 2020, 23:30:01
Noch ein wenig Hitzeflirren:

(https://up.picr.de/39185398lk.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Selene10 am 09. August 2020, 06:53:40
Das rotblättrige Basilikum hat sich selbt ausgesät, es hält sich auch bei der größten Hitze prima, auch im Beet daneben.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 09. August 2020, 07:18:53
Ist das wirklich Basilikum?
Sieht eher wie Perilla frutescens aus. Die setzt sich gern irgendwohin.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Selene10 am 09. August 2020, 08:19:53
Das kann durchaus sein. Die Pflanze wurde mir letztes Jahr als "chinesisches Basilikum" geschenkt. Hab sie auch gekostet und fand den Geschmack alles andere als basilikumartig.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Scabiosa am 09. August 2020, 10:28:17
"Normale Stauden" ein paar Meter weiter sehen hingegen so aus:
Heliopsis "Bleeding Hearts" hat schon enorme Performance Probleme  :-\
Daneben Aster n.a. "Nachtauge", sieht noch ganz gut aus und öffnet erste Blüten.
sehr mediterran. Ich mag deine Bilder. So sieht es an der Küste aus. Aster novae-angliae 'Nachtauge' und 'Büchter Nacht' machen es hier auch erstaunlich gut bei Trockenheit. Es lohnt sich Sorten und Arten auszulesen. Aster cordifolius Sorten tun es hier schon mal überhaupt nicht.

Diese mediterranen Impressionen schaue ich mir auch sehr gerne an und versuche, davon einige Anregungen hier auch umzusetzen, Mediterraneus! Die Aster Nachtauge blühte bisher hier erst im September. (Foto 2019) Im vergangenen Jahr hatte ich sie erstmals mit einem rosa blühenden Pennisetum kombiniert, eigentlich als Vorpflanzung, um die später trockenen Stängel der Aster zu kaschieren. Das hat ganz gut geklappt, es verträgt wohl ziemlich viel Trockenheit. Heute habe ich hier auch Farbe an den Knospen von 'Nachtauge' gesehen.
.
.
(https://up.picr.de/39187265pz.jpg)


,
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 09. August 2020, 10:41:54
@Scabiosa: Wunderschöne Kombi :D

Deine Gaura sehen tatsächlich sehr gut aus. Da scheint alles zu passen.
Hier ist das nicht so. Sie sind wesentlich weniger üppig, kommen aber brav immer wieder.

Ich glaube, so sehr lange leben sie gar nicht, aber ich habe jedes jahr Unmengen an Sämlingen und reiße schon immer welche raus, damit auch noch andere Pflanzen eine Chance haben. Liatris spicata sät sich auch selber aus (leider nur in lila) und ist halbwegs robust.
Es ist ja oft so, dass Pflanzen, welche sich selbst irgendwo hingesät haben, besonders dauerhaft und robust sind. Normalerweise will man das ja nicht haben, da durch Aussaat die Eigenschaften der eigentlichen Gartensorte verloren gehen.
Aber was nützt es, wenn die Gartensorte trockenempfindlich ist, da nehme ich lieber die Eigenschaft des Sämlings (Dürrefestigkeit) und verzichte auf die Eigenschaften der Mutterpflanze (bestimmte Blütenfarbe z.B.).
Mit Gaura hatte ich auch immer Pech. Ich werde es nochmal probieren und hoffe auf die Nachkommen :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Jule69 am 09. August 2020, 12:34:09
scabiosa:
Was für ein umwerfendes Bild!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 09. August 2020, 14:52:33
Die Aster Nachtauge blühte bisher hier erst im September. (Foto 2019) Im vergangenen Jahr hatte ich sie erstmals mit einem rosa blühenden Pennisetum kombiniert, eigentlich als Vorpflanzung, um die später trockenen Stängel der Aster zu kaschieren. Das hat ganz gut geklappt, es verträgt wohl ziemlich viel Trockenheit. Heute habe ich hier auch Farbe an den Knospen von 'Nachtauge' gesehen.
geniales Foto, gute Idee! Mein Karley Rose könnte ich etwas verteilen und die Mutterpflanze mit Nachtauge in Gesellschaft bringen!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 14. August 2020, 12:57:28
Meine Astern sind größtenteils hinweggeschmurgelt - das sieht dann so aus
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 14. August 2020, 12:59:45
Den trockenheitsverträglichen, strauchigen Phlomis sieht man auch an, dass es richtig heiss und trocken ist.

Phlomis chrysophylla
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 14. August 2020, 13:00:42
und Phlomis grandiflora
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. August 2020, 19:39:53
Meine Astern sind größtenteils hinweggeschmurgelt - das sieht dann so aus
Das sind die A. dumosus oder novi-belgi?
Mit denen habe ich auf einer öffentlichen Fläche auch Probleme. Dort habe ich im Juli sogar gewässert, trotzdem sind die fleckenweise verdorrt. Die wurzeln auch nur direkt unter der Oberfläche.
Bei novae-angliae passiert das nicht, die werden halt am Stängel von unten her dürr.
Die Aster "Chloe" dagegen steht immer noch sehr gut da.
Ebenso die "Rosa Rauhreif" von Simon.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mata Haari am 14. August 2020, 19:41:31
Mediterraneus, was ist denn das rotlaubige mit den orangenen Blüten.
Ich benötige Ersatz für mein Sedum Karfunkelstein, das jetzt auch wie letztes Jahr von irgendetwas angefressen wird. Die Stängel werden regelrecht abgeschält.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=724780;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. August 2020, 19:45:51
Das ist Heliopsis "Bleeding Hearts".
Ist mittlerweile aber fast komplett dürr, ebenso der Phlox, die Aster "Nachtauge" sieht immer noch gut aus, dazwischen das niedrige ist Aster "Rosa Rauhreif", sehr trockenfest.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mata Haari am 14. August 2020, 20:19:37
Danke,  sehe gerade es wird für den Standort zu hoch, so schade.
Ich suche etwas rotlaubiges 50-60 cm hoch.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: AndreasR am 14. August 2020, 23:23:40
Ich habe hier auch so eine (junge) "Bleeding Hearts", viel höher als 60 cm ist die aufgrund der Dürre nicht. ;) Als Alternative fiele mir noch Penstemon 'Husker's Red' oder 'Dark Towers' ein, der wird hier ebenfalls nicht höher.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 15. August 2020, 08:57:34
Mata Haari, Du bräuchtest eigene Sedum-Sämlinge, die sind viel robuster in jeglicher Hinsicht als die gekauften Sorten, so meine langjährige Beobachtung.

Aster 'Rosa Rauhreif' (von Simons) steht hier auch seit Jahren ganz prima, schlappt gelegentlich mal, verdorrt aber nicht. Empfehlen kann ich auch Salvia nemorosa 'Schwellenburg'.

Schön Deinen Phlomis chrysophylla zu sehen, Lilo!
Den hatte ich gerade ausgesät und war mir nicht sicher, ob der überhaupt etwas wird hier. Einige der "Junglinge" habe ich schon ausgepflanzt, dann mache ich das mit dem Rest auch noch.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mata Haari am 15. August 2020, 11:03:03
Mata Haari, Du bräuchtest eigene Sedum-Sämlinge, die sind viel robuster in jeglicher Hinsicht als die gekauften Sorten, so meine langjährige Beobachtung.

Leider habe ich von Karfunkelstein noch keine entdeckt.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lord waldemoor am 15. August 2020, 11:28:00
einer ist besser als keiner ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mata Haari am 15. August 2020, 11:57:45
einer ist besser als keiner ;D

 ;D geändert!!!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 15. August 2020, 15:02:03
Salvia Schwellenburg ist aber nicht standfest, oder? Da, wo ich ihn gesehen habe, war er immer lagernd. Das finde ich schwierig bei der Vergesellschaftung. Wäre sonst ein Baumscheibenkandidat 8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 15. August 2020, 15:02:40
Könnt ihr zur Blüte bitte Mal ein Foto von der Aster Rosa Raureif zeigen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hausgeist am 15. August 2020, 16:19:14
Warum so lange warten? Ich mag sie sehr und sie ist wirklich robust! Bekommen habe ich sie mal von RosaRot. ;)

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=733106;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hausgeist am 15. August 2020, 16:20:07
Links hinter 'Rosenwichtel'

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=733108;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hausgeist am 15. August 2020, 16:20:37
Und von nahem. :)

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=733110;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 17. August 2020, 07:49:30
Schöne Bilder, Hausgeist, da geht einem das Herz auf.

Meine Astern sind größtenteils hinweggeschmurgelt - das sieht dann so aus
Das sind die A. dumosus oder novi-belgi?
Mit denen habe ich auf einer öffentlichen Fläche auch Probleme. Dort habe ich im Juli sogar gewässert, trotzdem sind die fleckenweise verdorrt. Die wurzeln auch nur direkt unter der Oberfläche.
Bei novae-angliae passiert das nicht, die werden halt am Stängel von unten her dürr.
Die Aster "Chloe" dagegen steht immer noch sehr gut da.
Ebenso die "Rosa Rauhreif" von Simon.

Es sind meiner Meinung nach novae-angliae. Aber A. ageratoides und A. laevis sehen genauso schlimm aus.  ::)
Ich werde keine Astern mehr pflanzen.  :-\

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 17. August 2020, 08:22:27
Ein erfolgreicher Trockenkünstler ist Ephedra, vor zwei Jahren gepflanzt, fühlt sich wie zu Hause.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=733585;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 17. August 2020, 08:39:52
Salvia Schwellenburg ist aber nicht standfest, oder? Da, wo ich ihn gesehen habe, war er immer lagernd. Das finde ich schwierig bei der Vergesellschaftung. Wäre sonst ein Baumscheibenkandidat 8)

Ja, lagert etwas. Ich habe 'Schwellenburg' zusammen mit hohem rotblättrigem Sedum und Aster 'Rosa Rauhreif'. Daran stützt sie sich.
Wird etwas bedrängt momentan, muss mal sehen, ob ich sie teilen und noch einen anderen Standort versuchen kann.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 17. August 2020, 08:40:55
Warum so lange warten? Ich mag sie sehr und sie ist wirklich robust! Bekommen habe ich sie mal von RosaRot. ;)

Die hat sich ja sehr schön entwickelt! :D
Hier blüht sie noch nicht, steht auch viel trockener als bei Dir.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 17. August 2020, 10:18:27
Ein erfolgreicher Trockenkünstler ist Ephedra, vor zwei Jahren gepflanzt, fühlt sich wie zu Hause.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=733585;image)

Ich habe von Ephedra leider nur eine zwergige Form.
Welche ist das bei dir?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 17. August 2020, 10:41:37
Da liegt doch ein Schildchen im Sand - guck mal drauf.  ;D

Wenn ich heute noch in den Garten komme, schau ich, ob eines der beiden Schilder passt. Ich habe diese Ephedra in Schoppenwihr gekauft.
Bei Spontankäufen passiert es mir leicht, dass ich den Namen nicht eintrage.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: MarkusG am 17. August 2020, 12:02:45
Ich glaube, ich habe auch so eine, aber die heißt bei mir ganz anders... Ich gucke mal nach.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: MarkusG am 17. August 2020, 14:53:18
Ein erfolgreicher Trockenkünstler ist Ephedra, vor zwei Jahren gepflanzt, fühlt sich wie zu Hause.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=733585;image)

Ich habe Polygonum scoparium und der sieht so aus wie Dein Ephedra. Habe ich auch Ephedra, hast Du Polygonum oder sehe ich auf dem Bild ganz einfach die Unterschiede nicht?

Gruß
Markus
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 17. August 2020, 16:23:55
Vielleicht steht das ja auch auf dem Schildchen im Sand 8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 17. August 2020, 21:21:44
Auf dem Schildchen steht:

Achillea ageratifolia


die kämpft sich deneben durch das Leben.

Polygonum scoparium ist richtig, das habe ich auch tatsächlich eingetragen, aber irgendwie ist der Besenknöterich für mich zum Meerträubel geworden. Ich bin wohl ziemlich schlecht im Pflanzennamen merken und zum Glück ist Markus richtig gut darin, Danke. :-*
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 18. August 2020, 10:18:39
Wie gut, dass du noch keinen Tee davon getrunken hast  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: MarkusG am 18. August 2020, 11:09:02
Der Eindruck täuscht: Ich habe Inselwissen und scheue mich nicht davor, es zu zeigen!  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilo am 18. August 2020, 11:18:52
Wie gut, dass du noch keinen Tee davon getrunken hast  ;D

Ephedra wirkt anregend - ich glaube das brauche ich nicht  :-X - und wenn, was wäre bei Polygonum passiert?

Der Eindruck täuscht: Ich habe Inselwissen und scheue mich nicht davor, es zu zeigen!  ;D

Das ist dann aber eine große Insel  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: laguna am 19. August 2020, 22:49:20
An anderer Stelle hatte ich von meinem bepflanzten Garagendach berichtet.
In diesem Jahr sind einige Pflanzen bereits verdorrt und ich bin gespannt, was im Herbst wieder austreibt.
Calamintha habe ich im letzten Moment per Schlauch gerettet.
Sehr gut wächst Sedum "Matrona", nicht so hoch wie im Beet und Pulsatilla. Hauswurz leidet sichtlich, wird sich aber erholen wenns mal richtig regnet und Thymian ist auch ok.
Ohne Probleme hält sich Aster oblongifolius, die ich von Krokosmian bekommen habe.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 19. August 2020, 23:40:56
Welche Pulsatilla hält das auf dem Dach aus?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: laguna am 20. August 2020, 08:33:30
Pulsatilla vulgaris!
Seit diese Pflanzen auf dem Dach stehen, kommen unten in den trockensten Ritzen zwischen Randstein und Buchshecke Sämlinge auf.
Die ersten habe ich schon verpflanzt, muß die weiteren aber angießen, damit ich sie gut aus den Ritzen rausbekomme.
Auf das Dach kommen auf jeden Fall noch weitere Pflanzen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 20. August 2020, 08:58:26
Wie stark ist die Substratschüttung auf dem Dach und welcher Aufbau / welches Substrat? Wenn der untere Aufbau aus grober, klüftiger Schüttung besteht, kann ich mir vorstellen, dass sich dort ein feuchter Porenraum mit allerhand Haftwasser/Adsorptionswasser (an den Steinen) hält.
In Spalten und Beeträndern sind die Küchenschellen bei uns auch am beständigsten. Da haben sie den Großteil des Bodens unter den Steinen für sich.
Ansonsten, freistehend im Beet, sind sie eher Weicheier, was die Beständigkeit gegen Dürre angeht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 20. August 2020, 09:02:58
Andere Frage: wie dürrefest ist bei Euch die Mohnmalve (Callirhoe involucrata)?
Unsere einzige Pflanze steht recht schattig, aber im Wurzeldruck einer Magnolie. Wenn sie mal hängt, habe ich den Eindruck, dass es eher an zuviel Nässe liegt.
Hält die bei Euch auch an den heißesten, sonnigsten Plätzen gut durch?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: wallu am 20. August 2020, 09:11:09
Nein. Bei Trockenheit schlappt sie bei mir zwar nicht sichtbar, aber die Blätter werden vom Rand her braun und im Extremfall zieht die Pflanze ein. Daher habe ich sie in ein Staudenbeet umgesiedelt, das bei Bedarf gewässert wird.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 20. August 2020, 13:38:51
Pulsatilla vulgaris werde ich dann mal im Herbst bestellen und an verschiedene Stellen im Wiesengarten pflanzen. Kalk? Saurer Boden?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Bristlecone am 20. August 2020, 13:49:01
Kalk. War hier Schneckenfutter.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Scabiosa am 20. August 2020, 13:52:07
Hier fühlt sie sich im sonnigen Irisbeet sehr wohl. Steht leicht erhöht auf ein paar Steinen, mit gutem Wasserabzug.
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(https://up.picr.de/39261590bu.jpg)

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 20. August 2020, 13:56:13
Sind bei mir auf der Wiese auch wieder verschwunden. Ansiedelungsversuch fehlgeschlagen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 20. August 2020, 14:17:42
Mein schönstes Pulsatilla Exemplar hat sich von alleine in einem 15 cm Schotter/Kies Gemisch angesiedelt und hält sich dort schon wacker seit einigen Jahren. Ist eine rot blühende Pulsatilla, habe leider nur Foto mit Samenständen,wie ich finde, auch sehr attraktiv
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 20. August 2020, 14:20:28
Sind bei mir auf der Wiese auch wieder verschwunden. Ansiedelungsversuch fehlgeschlagen.

Wühlmäuse lieben Pulsatilla, deshalb werden sie bei mir selten alt. Zu trocken und mager möchte sie auch nicht stehen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Scabiosa am 20. August 2020, 14:26:49
Mein schönstes Pulsatilla Exemplar hat sich von alleine in einem 15 cm Schotter/Kies Gemisch angesiedelt und hält sich dort schon wacker seit einigen Jahren. Ist eine rot blühende Pulsatilla, habe leider nur Foto mit Samenständen,wie ich finde, auch sehr attraktiv

Die Samenstände finde ich auch besonders schön, Hobelia. Rote Blüten gibt es hier auch. Ein weißblühender Ableger hat sich leider noch nicht so richtig etabliert. .
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(https://up.picr.de/39261716jo.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 20. August 2020, 14:41:17
ja, seit Jahrzehnten versuche ich es immer wieder mit den Pulsatillas, im Wiesengarten hielten sie sich eine Weile und blühten sogar. Mein letzter Versuch von 2018 sah gut aus, übrig geblieben ist davon wenig. Ich hatte sie auch auf den Hang in Halbmagerrasen gepflanzt, Blüten habe ich nicht gesehen. Zwischen die Bart-Iris, die ich im Wiesengarten alle pflanzen muss, auf vorbereiteten Flächen mit Jurakalksplitt und Mutterboden will ich das nochmal versuchen. Ich liebe die Röde Klokke genauso wie die normal violettblauen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 20. August 2020, 14:42:21
zwischen Amsonia orientalis hatten welche Samen angesetzt, das war 2010.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: laguna am 20. August 2020, 14:48:28
Zur Frage nach dem Substrat auf dem Garagendach:
Direkt auf der Fläche ein Malervlies zum Schutz der Folie. Danach die Folie und direkt drauf 12 bis 15 cm stark Dachgartensubstrat aus Lava und wenig Humus. Im Frühjahr eine leichte Gabe Volldünger.
Ich denke, daß das Substrat neutral ist.

Mich hat die lange Blütezeit der Pulsatilla's erfreut. Daß die Samenstände so lange gut aussehen, ist ein zusätzlicher Pluspunkt.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 20. August 2020, 15:19:30
Auf dem Dach würde wahrscheinlich auch Felsennelke (glaub ich?)funktionieren. Jedenfalls ist sie eine Trockenkünstlerin. Sie ist schon länger in diesem Garten als ich.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 20. August 2020, 15:25:51
Petrorhagia saxifraga, Steinbrech-Felsennelke. Interessant!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 20. August 2020, 15:30:51
dass sich dort ein feuchter Porenraum mit allerhand Haftwasser/Adsorptionswasser (an den Steinen) hält.
In Spalten und Beeträndern sind die Küchenschellen bei uns auch am beständigsten.
Wahrscheinlich hattest du, oder wer anders, Ähnliches schon mal geschrieben. Ein Versuch mit Pulsatilla im Beet ist mir vor Jahren auch mal in die Hose. Ohne Anleitung hätte ich das nicht mehr versucht. Ich glaube, die kommt gut. ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 20. August 2020, 15:33:31
Danke für den Namen, Pearl! :)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 20. August 2020, 15:34:58
... feuchter Porenraum ...
Ein Versuch mit Pulsatilla im Beet ist mir vor Jahren auch mal in die Hose. Ohne Anleitung hätte ich das nicht mehr versucht. Ich glaube, die kommt gut. ;)
sieht ganz so aus! :D Ich weiß, warum ich Splitt auf den sauren Lehm hier kippe.  ;) ;D Außerdem schichte ich alle Rotsandsteinbrocken, die ich beim Buddeln so finde zwischen den Iris auf. Auch das hilft gegen Kälte im Winter und Trockenheit im Sommer.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Scabiosa am 20. August 2020, 18:27:12
Hier habe ich noch eine Pulsatilla etwas beschattet am Fuß einer Hydrangea quercifolia stehen, die sich in diesem Sommer von sämtlichen Hortensienarten hier im Garten am hitzeverträglichsten zeigte. Starking hatte vor einiger Zeit mal herrliche Pulsatilla-Fotos gezeigt. Vielleicht schaut er hier rein und gibt noch mal einen Einblick.
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(https://up.picr.de/39262601ze.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 20. August 2020, 19:08:33
Mediterraneus,
ich habe gerade für einen Purler ein letztes Mal Samen von meiner weißen Königskerze gemacht. Möchtest Du es damit versuchen, oder bist Du mit 'sowas' reich bestückt? Ich könnte für Dich ein paar Samen abzweigen... dann bitte kurzfristig eine PM an mich.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 21. August 2020, 13:19:38
Dieser Thread hier treibt mich jetzt schon ein bisschen um. ;)
Insgesamt ist der Garten hier zwar alles andere als mediterran, aber zur Kiefer scheint mir das zu passen, Besonnung und Boden tun das gleichfalls. Insofern sehe ich die sehr trockene Zone unterm Baum auch als Chance, Pflanzen auszuprobieren, die hier sonst nicht möglich sind.
.
Ich bin interessiert an Halbsträuchern die in ihrem „Verhalten“ ähnlich sind wie Lavendel, ich meine den Schnitt im August, durch den er dann in Form in Herbst und Winter geht. Lavendel, Santolina, Rosmarin...
Habt ihr Mediterranen vielleicht noch einen Tipp?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 21. August 2020, 13:53:22
unter Koniferen ist immer schwierig was anzusiedeln. Ich würde da erst mal Pilotprojekte starten, also mit dem, was sonst so im Garten wächst oder preiswerten Sachen anfangen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 21. August 2020, 14:01:01
Hier wächst alles unter Kiefern, soweit sie noch leben jedenfalls (die Kiefern). Unsere Kiefern sind z.T. hoch aufgeastet, z.T riesig und breit lagernd, aber so, dass man noch darunter durchgehen kann und dann gibts viele kleiner, die ich etwas in Formen schneide, wenn ich Lust dazu habe. Südseite.
Manche Pflanzen mögen sogar lieber den Kiefernwaldboden als den in den sonstigen Bereichen, z.B. Lavandula stoechas. Cistus gedeihen da auch gut, Helianthemum, Stipa, sedum...usw.

Man muss nur gut wässern, noch lange nach dem Pflanzen, damit die Neuen sich gut etablieren können.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: nana am 21. August 2020, 14:05:46
Dieser Thread hier treibt mich jetzt schon ein bisschen um. ;)
Insgesamt ist der Garten hier zwar alles andere als mediterran, aber zur Kiefer scheint mir das zu passen, Besonnung und Boden tun das gleichfalls. Insofern sehe ich die sehr trockene Zone unterm Baum auch als Chance, Pflanzen auszuprobieren, die hier sonst nicht möglich sind.
.
Ich bin interessiert an Halbsträuchern die in ihrem „Verhalten“ ähnlich sind wie Lavendel, ich meine den Schnitt im August, durch den er dann in Form in Herbst und Winter geht. Lavendel, Santolina, Rosmarin...
Habt ihr Mediterranen vielleicht noch einen Tipp?

Schneidest du Rosmarin und Lavendel erst im August? Mir scheint das selbst für unser mildes Klima zu spät. Die letzten beiden Rosmarine, die ich im August nochmal geschnitten hatte, haben den folgenden Winter nicht überlebt ;) Ich schneide sobald sie verblüht sind (also nicht mehr angeflogen werden) oder in dem Jahr gar nicht mehr.

Zu deiner Frage: Bei mir reiht sich Gewürzlorbeer in die Riege der von dir genannten Halbsträucher und wird auch geschnitten.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 21. August 2020, 14:09:14
Ich bin zwar nicht neo, aber: ich schneide Lavendel, Helianthemum usw. im April in Form. Im August werden nur die Blütenstände entfernt, so ich dazu komme und soweit nötig, vielleicht noch etwas ganz leichter Formschnitt.

Wann schneidest Du den Lorbeer?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Jule69 am 21. August 2020, 14:10:52
Hier fühlt sie sich im sonnigen Irisbeet sehr wohl. Steht leicht erhöht auf ein paar Steinen, mit gutem Wasserabzug.
(https://up.picr.de/39261590bu.jpg)
Scabiosa:
Wunderschönes Bild, aber sag, die blüht jetzt, kann doch nicht oder???
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: nana am 21. August 2020, 14:11:13
@RosaRot: Im Frühjahr, sobald ich glaube, der Frost ist definitiv um. Und dann nochmal zusammen mit dem Rest, also unmittelbar nach der Lavendelblüte.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 21. August 2020, 14:11:50
Danke! :)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Scabiosa am 21. August 2020, 14:32:26
@ Jule

Mein Beitrag bezog sich auf die vorangegangene und nachfolgende Unterhaltung über Pulsatilla. (Sie blüht hier im April)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Jule69 am 21. August 2020, 14:35:46
Ich dachte schon, Du hättest mal wieder was Besonderes... ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Staudo am 21. August 2020, 14:38:19
Hier wächst Sedum maximum logischerweise ungegossen an Straßenrändern im lichten Schatten der Kiefern.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 21. August 2020, 14:45:34
Das habe ich noch gar nicht (also die Wildform.)
Steht hier sicher auch irgendwo an der Straße.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 21. August 2020, 15:24:05
die Purpur-Waldfetthenne, Hylotelephium telephium agg. Syn. Sedum telephium ist enorm verbreitet. Da die meisten für den Garten wertlos sind, würde ich Sorten bevorzugen. Die Sedum telephium blühen rot, die Sedum telephium subsp. maximum blühen weiß und heißen jetzt kurz Hylotelephium maximum.
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Ich habe mal alle dunkellaubigen Sorten, die ich kriegen konnte gekauft. Die Sämlinge sind wiederum wertvoller. Jedenfalls bei den dunkellaubigen. Die hießen Mohrchen oder Sedum telephium subsp. maximum Atropurpureum oder Purple Emperor oder African Pearl oder Postmann's Pride oder Black Jack ...  ;D
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Außer Herbstfreude und Matrona ist noch Karfunkelstein hervorragend.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Amsonia am 21. August 2020, 15:30:34
Dieser Thread hier treibt mich jetzt schon ein bisschen um. ;)
Insgesamt ist der Garten hier zwar alles andere als mediterran, aber zur Kiefer scheint mir das zu passen, Besonnung und Boden tun das gleichfalls. Insofern sehe ich die sehr trockene Zone unterm Baum auch als Chance, Pflanzen auszuprobieren, die hier sonst nicht möglich sind.
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Ich bin interessiert an Halbsträuchern die in ihrem „Verhalten“ ähnlich sind wie Lavendel, ich meine den Schnitt im August, durch den er dann in Form in Herbst und Winter geht. Lavendel, Santolina, Rosmarin...
Habt ihr Mediterranen vielleicht noch einen Tipp?

Calamintha nepeta ist bei uns viel besser und haltbarer als Lavendel, wird aber erst Ende September oder Oktober zurückgeschnitten.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 21. August 2020, 15:36:42
Stimmt, Herbstfreude steht hier seit Jahren ganz vorzüglich, unter einer Kiefer.
War mit eine der ersten Sorten, die ich mal kaufte.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 21. August 2020, 15:40:44
wenn ich wieder mal Sämlinge jäte, soll ich dir was davon zukommen lassen?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 21. August 2020, 19:05:45
Manche Pflanzen mögen sogar lieber den Kiefernwaldboden als den in den sonstigen Bereichen, z.B. Lavandula stoechas. Cistus gedeihen da auch gut, Helianthemum, Stipa, sedum...usw.

Man muss nur gut wässern, noch lange nach dem Pflanzen, damit die Neuen sich gut etablieren können.
Danke für die Vorschläge. Ich nehme aber nur Halbsträucher, manchmal bin ich stur. Nein, ein bisschen was anderes wächst dort schon. Nepeta steht gegenüber.;)
Betr. Schnitt Lavendel sind wir uns einig, hatte mich unpräzise ausgedrückt. Ich achte aber schon darauf, dass die graue Lavendeleminenz dann formgemäss in die dritte und vierte Jahreszeit geht.

Nana, dein Gewürzlorbeer ist ja wahrscheinlich schon ausgepflanzt. Schon länger, besonders geschützt?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2020, 16:13:49
Aber das Buch von Filippi (mittlerweile sind es mehrere) kennst du aber, Medi? Das ist doch mittlerweile ein Klassiker und fast das einzige Gartenbuch in das ich recht regelmäßig schaue und immer noch Anregungen finde.

Wirklich sehr gutes Buch. Ich bin gerade am Anfang, bei den Beschreibungen der mediterranen Gebiete der Erde. In Chile  :D
Spannend, dass gerade in mediterranen Gebieten mit die größte Artenanzahl an Pflanzen vorkommen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 25. August 2020, 16:23:37
mich hat das Buch auch sofort begeistert. Vor allen Dingen der praktische Teil mit den Kulturtechniken. Wir könnten daraus ein eigenes Thema machen. Bewässerungsstrategien und sowas. lerchenzorn hatte was geschrieben von Poren ... hier,  ...
Wie stark ist die Substratschüttung auf dem Dach und welcher Aufbau / welches Substrat? Wenn der untere Aufbau aus grober, klüftiger Schüttung besteht, kann ich mir vorstellen, dass sich dort ein feuchter Porenraum mit allerhand Haftwasser/Adsorptionswasser (an den Steinen) hält.
In Spalten und Beeträndern sind die Küchenschellen bei uns auch am beständigsten. Da haben sie den Großteil des Bodens unter den Steinen für sich.
Ansonsten, freistehend im Beet, sind sie eher Weicheier, was die Beständigkeit gegen Dürre angeht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2020, 16:34:01
Bei den Kulturtechniken bin ich noch nicht. Ich möchte vorne anfangen. Es dauert etwas, da es mir als Abendlektüre zu anstrengend ist. Also wegen der Sprache. ::)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 25. August 2020, 17:50:15
na dann!  ;) ;D Wenn ich dazu einen Impuls verspüre, dann mach ich einen gesonderten thread draus. Im Wiesengarten habe ich einen reichhaltigen Erfahrungschatz und ich freu mich, wenn ich so Dinge lese, die das eine oder andere bestätigen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 25. August 2020, 18:30:38
Und ich freue mich, dass Ihr mit dem Buch etwas anfangen könnt!  :D
Das gibt doch Input für weiteren Austausch hier!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2020, 14:31:21
Schreibt Filippi eigentlich was zu Rosen?
Hab in meinem ersten Eindruck nichts gefunden.

Ein Gewinner in der Trockenheit bei mir sind definitiv die (historischen) Gallica-Rosen. Auch "Französische Rosen" genannt. Was ja wieder zu Filippi passen würde.
Sie wachsen bei mir in der Obstwiese, das Gras ist braun und dürr, die Rosen frischgrün und offensichtlich pumperlgsund. :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 27. August 2020, 14:34:20
Ja, zu Rosen gibt es auch etwas, bei den Pflanzenporträts.
Hier sehen etliche Austinrosen sehr gut aus. Nicht recht von der Stelle kommen die Hulthemia-Abkömmlinge, was mich wundert.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Tom 54 am 27. August 2020, 14:47:12
Herrlich.....pumperlgsund!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2020, 14:53:13
Ja, zu Rosen gibt es auch etwas, bei den Pflanzenporträts.
 Nicht recht von der Stelle kommen die Hulthemia-Abkömmlinge, was mich wundert.
Die sind ja auch auf normale Rosenunterlagen veredelt, so dass die "Wasserversorgung" nicht von der Wüstenrosen-Wurzel kommt. Ich würde mal behaupten, dass die als Stecklinge besser wachsen? Oder hast du schon wurzelechte?

Ok, dann werde ich mich gedulden, bis ich bei den Pflanzenportraits bin.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 27. August 2020, 14:59:46
Die sind ja auch auf normale Rosenunterlagen veredelt, so dass die "Wasserversorgung" nicht von der Wüstenrosen-Wurzel kommt. Ich würde mal behaupten, dass die als Stecklinge besser wachsen? Oder hast du schon wurzelechte?

Ich weiß es schlicht nicht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2020, 15:17:50
Wenn du sie gekauft hast, dann sinds veredelte.
Unterlagen spielen wohl eine große Rolle. Meine Gallicas wachsen alle wurzelecht, bzw. wurden durch Tiefpflanzen wurzelecht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 27. August 2020, 17:09:54
wurzelechte Gallicas sind sicher geeignet. In Ungarn machen sie auf Heuwiesen das, was sie im Wiesengarten machen. Sie wachsen flächig durch die Grasnarbe und blühen dann 10 bis 20 cm über dem Bodenniveau. Entzückend!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 27. August 2020, 17:23:07
Rosen im Filippi

Rosa banksiae natürlich!
Rosa brunonii, könnte nicht winterhart genug sein.
Rosa Chinensis 'Sanguinea' und 'Mutablili'. Ich würde auch Maréchal Niel und Mermaid versuchen. Letztere wird von Schultheis wurzelecht angeboten.
Rosa moschata

Ich kann auch alle Rosa multiflora empfehlen, 'Ghilaine de Feligonde' hat nichts dagegen bodeneben abgeschnitten zu werden und dann in diesen letzten drei trockenen Jahren frisch wieder auszutreiben und zur Blüte zu kommen. Hier am Haus wächst die Art.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2020, 20:03:38
Naja, man muss die Gallica-Rosen in der Wiese ja nicht unbedingt mitmähen
Meine stehen eher am Rand, hier links die uralte Gallica "Berenice", kann man denk ich einigermaßen erkennen. Wie schon gesagt, pumperlgsund ;D Diese macht auch (noch)keine Ausläufer
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=735496;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2020, 20:22:57
Zwei Jahre altes Bild von "Belle de Crecy", eine recht verbreitete historische Gallica.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=735504;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 27. August 2020, 20:27:54
Meine stehen eher am Rand, hier links die uralte Gallica "Berenice", kann man denk ich einigermaßen erkennen. Wie schon gesagt, pumperlgsund ;D Diese macht auch (noch)keine Ausläufer
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=735496;image)
sehr in der Brueghel Tradition.  ;D
.
Vielleicht sollte ich es noch genauer beschreiben. Filippi argumentiert, dass wurzelnackte Rosen, auch wenn sie vom Frost oder der Trockenheit beeinträchtigt wurden, aus ihrem sehr tief reichenden Wurzelstock wieder austreiben und zur Blüte kommen können.
.
Wie tief reichende Wurzeln erzielt werden können, darauf gibt Filippi auch Antworten. Sie dort. Demnächst.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Schnäcke am 30. August 2020, 19:59:29
Diese habe nur wenn es regnete Wasser abbekommen und stehen an der Südseite. Dafür haben sie sich gut gehalten.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=736287)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 04. September 2020, 21:48:06
So muss es sein :D

Saure-Gurkenzeit bei den Trockenkünstlern. Langsames Erholen nach dem Regen.
Die Wiese hat wieder etwas Farbe (die richtige, mit grün).
Warten auf Colchicum...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=737255;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 04. September 2020, 21:52:02
Kniphofia "Alcazar" würde momentan remontieren, hätte sie denn Wasser gehabt. Vielleicht kommt ja noch ein Herbstschub.
Ceanthus "Gloire de Versailles" wurde ziemlich radikal zurückgestutzt. Nun blüht sie etwas nach.
Im Hintergrund erahnbar, Crinum x powelli.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=737257;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 05. September 2020, 20:45:17
Das ist dekorativ mit dem Insekten-oder Bienenhotel (?).
.
Das ist nicht so dekorativ, war den ganzen Sommer nie schön.  Aber die Sämlinge von Lunaria annua wollten es irgendwie wissen. Die Versammlung am Föhrenstamm, wo es wirklich Starkregen braucht, dass da mal Wasser hinkommt, sie
war noch grösser, habe ausgedünnt.
Ich bin sicher, die erleben den Frühling. Dann besseraussehend. ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 05. September 2020, 20:59:48
Gleicher Standort.
Das meiste funktioniert hier schon länger wie Stipa, Stinkende Nieswurz, Helleborus wurden reduziert, Linaria Purpurea, Lichtnelke, chinesische Bleiwurz, ganz im Hintergrund Clematis jouiniana ‚ Praecox‘.
Wildrose aus diversen Gründen entfernt, Versuch mit Lavendel und Santolina. ( Sollte die Fetthenne mit auf dem Bild sein, die liegt flach, weil ich zur rechten Schnittzeit nicht in den Garten konnte. Ich habe sie wohlweislich ausgeblendet ;), stünde ganz rechts.)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 06. September 2020, 09:47:32
Sehen doch gar nicht so übel aus, die Lunaria.
Die zeigen dir wenigstens, was von alleine funktioniert an diesem Standort :D
Man muss einfach vieles ausprobieren und sein eigenes Anspruchsdenken an Schönheit etwas herunterschrauben.

Mein Bienenhotel ist eigentlich keines, wird aber teilweise doch bewohnt. Es ist nur ein Versuch, meinen Steinstapel etwas dekorativer werden zu lassen  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 06. September 2020, 10:46:13
Sphaeralcea "Childerley" finde ich große Klasse :D
Hätte nie gedacht, dass sie sich so üppig entwickelt
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=737477;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: häwimädel am 06. September 2020, 11:10:04
 :o
Wie pflegt Du sie denn, hast Du sie schon lange?
Bei mir ist sie nicht über 15cm hinausgekommen. Muss direkt mal suchen ob sie noch lebt. :-\
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 06. September 2020, 11:22:28
Ich hab sie 2 Jahre.
Ich pflege sie ja eigentlich gar nicht  ;D
Sie sitzt oberhalb einer kleinen Trockenmauer ( siehe Nr. 394, hinter dem roten Blumentopf)
10 cm Kalkbrechsand als Mulch, darunter Gartenboden mit etwas Split und Perlite abgemagert.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 06. September 2020, 11:59:04
Sphaeralcea "Childerley" finde ich große Klasse :D
enorm schönes Bild mit der Palisaden-Wolfsmilch dahinter!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: häwimädel am 06. September 2020, 12:10:06
Hmmm, ich habe sie seit einem Jahr in Sandboden mit Bauschutt, etwas Zuwachs hätte ich schon erwartet, vielleicht ist es ihr doch zu mager und trocken. :-\
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 06. September 2020, 13:35:29

Man muss einfach vieles ausprobieren und sein eigenes Anspruchsdenken an Schönheit etwas herunterschrauben.
Bei dieser Sphaeralcea ist das aber nicht nötig. ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: häwimädel am 06. September 2020, 13:46:00
Meine habe ich jetzt ausgegraben und getopft. Es gab keinen Wurzel"ballen", die Erde ist einfach runtergerieselt, obwohl es dieses Jahr doch mehr geregnet hat und ich bei extremer Hitze sogar noch gegossen habe. Ein Schild habe ich auch noch entdeckt: Ich habe gar nicht Childerley, sondern Newleaze Coral. ::) Daran wird das schwache Wachstum aber nicht liegen.  ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 06. September 2020, 14:02:46
Meine sieht ähnlich aus wie die von Mediterranes, wenn ich ihr mal ein Schlückchen Wasser gebe bzw, wenn es regnet, blüht sie üppiger. Macht Ausläufer, übrigens. Etwas Lehm im Sand ist sicher nicht von Schaden, bindiger Sand also, nicht rieselnder.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 06. September 2020, 16:50:12
Ausläufer habe ich noch keine beobachtet.
Ich habe auch noch eine zweite Sphaeralcea. Da sind die Blätter ganzrandiger, die Blüte mehr orange mit einer gelben Mitte. Diese Pflanze habe ich neu von Till Hofmann. Die wächst momentan auch sehr langsam.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 06. September 2020, 17:22:46
Diese Salvia hat sich im Garten eines Freundes selbst ausgesät. Also es war nicht die einzige. Dort ist es sehr trocken, mit feinem Kies gemulcht und überall waren kleine Sämlinge.
Bisher hatte ich mit Salvia greggi, Salvia microphylla oder wie auch immer nie besonders Glück. Eine "Hot Lips" kommt zwar jedes Jahr wieder, allerdings nur eintriebig und eher schmächtig. Diese Pflanze ist viel buschiger, obwohl sie auch noch klein ist. Das Rot ist sehr samtig, nicht so rosastichig wie auf dem Foto.
Die Trockenheit hat ihm nichts ausgemacht.
Ich hoffe nun, dass die Pflanze sich weiter aussät und die Winterhärte somit besser wird.
Filippi behandelt die Pflanzen auch in seinem Buch.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=737557;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 10. September 2020, 20:00:55
Trockenkünstler haben ja mitunter ihre eigenen Tücken. Die frisch gepflanzte Sphaeralcea incana hat bisher ziemliches Glück gehabt.
Ich war mehrfach drauf und dran, sie als Weißen Gänsefuß aus dem Beet zu schmeißen.  :-X
.
(https://forum.garten-pur.de/galerie/albums/userpics/16304/sphainca20z1.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 11. September 2020, 10:41:18
Gefährlich!  ;D
Ich muss zu sowas immer ein Stöckchen stecken.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 11. September 2020, 11:13:25
Die Trockenheit hat ihm nichts ausgemacht.
Ich hoffe nun, dass die Pflanze sich weiter aussät und die Winterhärte somit besser wird.
Ich will auf die microphylla und greggii Hybriden gar nicht mehr verzichten. Wachsen bei mir wo es trocken und eher mager ist super und blühen von Mai bis Oktober ohne Unterbrechung, ohne Gießen. Wenn man hier und da gießt oder die alten Blütenstände abschneidet umso mehr.
Und die Wildbienen lieben sie..
Sähen sich hier aus und blühen ab dem ersten Jahr.
Hier sieht man S. microphylla 'Glacier' und 'Bordeaux'
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 11. September 2020, 11:23:54
Von Salvia candelabrum bin ich etwas enttäuscht (ich hab mal berichtet dass ich welche gepflanzt hatte). Hat zwar seit dem Pflanzjahr 2019 kein Problem mit Trockenheit und die Blätter sehen gut aus, aber mit der Blüte bin ich nicht zufrieden. Erstens knicken die hohen Stiele recht leicht bei windigem Wetter und auch sonst wachsen bisher nicht alle gerade in die Höhe, sondern ein bissschen in alle Richtungen, teilweise fast waagrecht und durcheinander. Das gefällt mir nicht.

Mal sehen ob ich mit denen weitermache.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Lilia am 11. September 2020, 11:41:31
das kann ich von meinen so garnicht sagen. sie stehen, obwohl wir oftmals deftigen wind haben, wie eine eins. eine steht in erde mit kies drunter, die andere in betonhartem lehm. die kandelaber laße ich bis zum frühjahr stehen, sie sehen, obwohl braun, einfach schön aus.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 11. September 2020, 12:26:18
Ich kann nur von diesem Jahr sprechen (im Jahr der Pflanzung blühten sie kaum), aber hier war das tatsächlich so, vielleicht nächstes Jahr. Ich habe es nicht gezielt fotografiert, aber man sieht auf dem Bild im unteren Bereich einen Stiel der waagrecht wächst, fast dem Boden entlang.. und auch der Stiel der gerade wächst, hat einen Knick. Der ist zwar nicht stark, es war aber bei anderen viel stärker und veränderte sozusagen die Wuchsrichtung.
Mal schauen wie das im nächsten Jahr ist.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Scabiosa am 11. September 2020, 12:37:10
Ist das auch die 'Bordeaux', die da im Hintergrund blühend zu sehen ist, philippus? Hast Du sie selbst ausgesät oder war es eine getopfte Pflanze?
Mir gefällt sie farblich sehr gut und sie steht so schön aufrecht. Mal sehn, ob ich sie evtl. in Holland bekomme.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Starking007 am 11. September 2020, 12:43:43
Wir haben eine  Wüstenmalve, Sphaeralcea 'Childerley', gepflanzt.

Frage: Lohnt der Unterschied auch andere Sorten zu pflanzen?
Stecklinge?

Sie sind erst ein paar Wochen drin, aber schon hat sie sich gelohnt,
Blüte ununterbrochen, diese fein und zierlich, aussergewöhnliche Farbe.
Das könnte "unsere" Pflanze werden, bisher nur einmal gegossen, schönes Laub, Wuchs passt auch.

Der Winter wird es zeigen........................
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 11. September 2020, 12:45:42
Ist das auch die 'Bordeaux', die da im Hintergrund blühend zu sehen ist, philippus? Hast Du sie selbst ausgesät oder war es eine getopfte Pflanze?
Mir gefällt sie farblich sehr gut und sie steht so schön aufrecht. Mal sehn, ob ich sie evtl. in Holland bekomme.
Das ist Salvia microphylla "Royal bumble", die ist tiefrot also heller als die Bordeaux. Sie wird aber recht groß, kann schon mal einen knappen Meter Höhe und Breite erreichen. Wenn ich dort neue pflanze, nehme ich Salvia microphylla "Rêve rouge", die fast die gleiche Farbe hat aber kompakter wächst.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Scabiosa am 11. September 2020, 12:50:38
Vielen Dank, philippus! An Sorten mangelt es Dir ja nicht, schön dass Du sie hier im Forum mal vorstellst.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 11. September 2020, 14:08:58
Wir haben eine  Wüstenmalve, Sphaeralcea 'Childerley', gepflanzt.

Frage: Lohnt der Unterschied auch andere Sorten zu pflanzen?
Stecklinge?

Sie sind erst ein paar Wochen drin, aber schon hat sie sich gelohnt,
Blüte ununterbrochen, diese fein und zierlich, aussergewöhnliche Farbe.
Das könnte "unsere" Pflanze werden, bisher nur einmal gegossen, schönes Laub, Wuchs passt auch.

Der Winter wird es zeigen........................

Hier sind vor einem Monat Sphaeralcea 'Childerley' und S. incana in den Boden gekommen. Mindestens S. incana will demnächst noch blühen.
Zwei, drei Stecklinge stehen bisher tadellos. Wann sie wurzeln, weiß ich nicht.
('Childerley' wirkt auf den ersten Blick wie eine kleinblättrige Winteraster. Die wird dann wenigstens nicht aus Versehen rausgerissen.)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 11. September 2020, 18:12:42
Noch befürchte ich ja, dass der Spass nur kurzlebig ist. Samen sind meine ich keine dran.
Meine zweite Pflanze blüht nur wenig, da das erste mal. Sie sieht der "Melde" schon sehr ähnlich, also könnte es S. incana sein. Also falls die "Melde" richtig orange blüht, mit gelbem Auge, dann hab ich die auch :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 11. September 2020, 18:15:52
Vielen Dank, philippus! An Sorten mangelt es Dir ja nicht, schön dass Du sie hier im Forum mal vorstellst.
Das finde ich auch gut. So richtig in Sorten sind die hier ja gar nicht bekannt. Vielleicht ne Handvoll.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 12. September 2020, 12:07:26
Vielen Dank, philippus! An Sorten mangelt es Dir ja nicht, schön dass Du sie hier im Forum mal vorstellst.
Das finde ich auch gut. So richtig in Sorten sind die hier ja gar nicht bekannt. Vielleicht ne Handvoll.
Inzwischen ist die Auswahl sehr groß. Obwohl inzwischen viele Farben erhältlich sind (alle möglichen Blautöne, violett, gelb..), dominieren die Rot- und Weißtöne.
Und es sind auch nicht alle Sorten gleich kältetolerant. Manche fallen bereits bei -10-12° aus (bei mir zB die S x jamensis), andere halten auch -15° aus. Grundsätzlich sind die S. microphylla etwas halbschattenverträglicher als die greggii (obwohl beide volle Sonne bevorzugen), S. microphylla scheinen tedenziell etwas größer oder höher zu werden (zumindest hier bei mir)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 13. September 2020, 09:42:49
"Hot Lips" ist bei mir seit Jahren eher eintriebig.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=738740;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 13. September 2020, 09:52:13
Meine "Melde"  ;D
Sieht irgendwie ähnlich aus wie Lerchenzorns S. incana.
Ich habe ein Schildchen Sphaeralcea ambigua "Newleaze Coral", von Till Hofmann.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 13. September 2020, 09:55:42
Ein bisschen kreischig mit einem Erodium (manescavi?), der auch gut trockenverträglich ist
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=738744;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 13. September 2020, 10:12:02
Deine Spaeralcea hat eine schöne intensive Farbe! :D
Und mit dem Kreischalarm setzt du einfach selbstbewusst den neuen Trend "Oriental Inspiration" 8) ;D :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 13. September 2020, 10:25:38
Meine "Melde"  ;D
Sieht irgendwie ähnlich aus wie Lerchenzorns S. incana.
Ich habe ein Schildchen Sphaeralcea ambigua "Newleaze Coral", von Till Hofmann.

Sphaeralcea incana ist blasser orange. Vielleicht schaffe ich es doch mal ein Foto zu machen, wenn es nicht gar so hell ist, wie jetzt schon wieder.
S. incana macht Ausläufer, davon habe ich gerade einige verpflanzt. Gekauft hatte ich sie als Childerley, die soll aber eben keine Ausläufer machen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 13. September 2020, 10:26:52
Deine Spaeralcea hat eine schöne intensive Farbe! :D
Und mit dem Kreischalarm setzt du einfach selbstbewusst den neuen Trend "Oriental Inspiration" 8) ;D :D

Besser Kreischalarm als gar keine Farben mehr, bzw. nur beige-braun-fahlgelb-trocken... ::) ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 13. September 2020, 10:49:56
Bollywood Charme ;D

Es geht aber auch so. Direkt neben Bollywood. Mein Lieblingsfoto gestern :D
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=738778;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 13. September 2020, 10:52:34
Bienenfreundlich. Kurz davor war ein Schmetterling drauf, ich war zu langsam (und weiter dann zu ungeduldig)

Lavatera (wahrscheinlich) x clementii
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=738780;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 13. September 2020, 11:57:55
 :D ich finde gerade den Kreischalarm mit Bollywood Charme entzückend!  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 13. September 2020, 11:57:56
Deine Spaeralcea hat eine schöne intensive Farbe! :D
Und mit dem Kreischalarm setzt du einfach selbstbewusst den neuen Trend "Oriental Inspiration" 8) ;D :D

Besser Kreischalarm als gar keine Farben mehr, bzw. nur beige-braun-fahlgelb-trocken... ::) ;D
Definitiv!
Gerade da tun diese Farben jetzt gut. Ich mag ja auch, wenn's knallt 8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 13. September 2020, 12:01:29
Aber nochmal was anderes: zurück zum Herbstsedum.
Ich war vorgestern bei Peter Janke und hab mir seinen Kiesgarten angeschaut.
Er verwendet Herbstsedum mit sehr dunklen Blättern und dunkler Blüte. Das ist ja eigentlich sehr schön. ABER. Es sieht nach Sämlingen aus, aber alle spärlich. Da sieht man - außer 2 üppigen Matronas - keine schönen Horste.
Wie sehen eure Herbstsedum aus? Diese Frage gilt insbesondere denen mit wirklich trockenen Böden.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 13. September 2020, 12:48:19
du sprichst genau den Punkt an! Außer Herbstfreude, Matrona, Karfunkelstein und Thunderhead, die dichte Tuffs mit breiten Blütendolden bilden, sind alle anderen mehr so einzeln stehend und/oder lagern gerne. Mein dunkelstes Sedum hatte ich hier gezeigt. Dahinter Red Cauli. Beide eben ganz anders als die 4 zuerst genannten.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=67622.0;attach=734333;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 13. September 2020, 12:50:28
Thunderhead hatte ich Majalis mal mitgebracht vor Jahren. Ich habe es von HUBEN und hier im Ort taucht es im Straßenbegleitgrün auf.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 13. September 2020, 13:25:41
Gerade das könnte auch wieder reizvoll sein. Ich versuche gerade, solche schlankeren Sorten und Sämlinge in Beeten mit Heiden und zarteren Gräsern einzusetzen. Ich weiß noch nicht, ob das gelingt oder ob sie wegen ihrer geringen Standfestigkeit allzu chaotisch wirken. 
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 13. September 2020, 13:40:07
das ist der Grund, warum ich diese Sämlinge habe, sie wirken eben nicht wie Straßenbegleitgrün, sondern so wie die Arten auch in ihren natürlichen Habitaten vorkommen. Das wird unterstützt von Gräsern, die nicht in massiven Büscheln daher kommen, sondern von feineren und einzeln stehenden Halmen. Stipa pennata undoder auch Nassella tenuissima.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 13. September 2020, 14:19:05
Aber nochmal was anderes: zurück zum Herbstsedum.
Ich war vorgestern bei Peter Janke und hab mir seinen Kiesgarten angeschaut.
Er verwendet Herbstsedum mit sehr dunklen Blättern und dunkler Blüte. Das ist ja eigentlich sehr schön. ABER. Es sieht nach Sämlingen aus, aber alle spärlich. Da sieht man - außer 2 üppigen Matronas - keine schönen Horste.
Wie sehen eure Herbstsedum aus? Diese Frage gilt insbesondere denen mit wirklich trockenen Böden.

Ich versuche heute abend mal Fotos zu machen, wenn die Sonne nicht mehr so knallt. An dunklen habe ich nur Sämlinge, eigene und welche von einem Gartenfreund.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Wühlmaus am 13. September 2020, 15:49:33
In all den Jahren waren die verschiedenen Herbstseden hier nur begrenzt schön. Der Boden zu gut und die Witterung zu feucht. Das resultierende Ergebnis ist hinlänglich bekannt :-X
.
Auf Grund der Witterung in 2018 und 2019 habe ich im letzten Herbst einige Pflanzen quasi als Begrenzung des Phloxbeetes zum Rasen gesetzt. Das Beet schaut nach Südost und auf diesen Bereich brutzelt die Sonne den ganzen Tag. Für das Sedum hatte ich ein Stück Rasen abgestochen. Drunter ist extrem karger, kalkiger Lehm. Das Sedum hat sich wunderbar kompakt und stabil entwickelt und in diesem, bei uns wieder extrem heißen und trockenen Sommer die Füße zumindest einiger Phloxpflanzen gut schattiert. Beim Gießen wurde das Sedum natürlich ausgespart.
.
Diese "Schuzfunktion"  werde ich jetzt im Herbst noch auf der nach Südost ausgerichteten Rückseite eines anderen  Beetes anpflanzen.
.
Ich weiß,  das Beschriebene passt nur am Rande zu diesem Thema. Aber mir gefällt diese Verwendung des Sedums gut 8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 13. September 2020, 16:16:47
Sie wachsen alle nicht so schön horstig wie Herbstfreude.
Aber die Farbe der Stängel ist halt auch einzigartig. Wenn sie dauertrocken aufwachsen, dann bleiben sie auch kompakter.
Diese ist die recht hohe "Red Cauli"
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=738818;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 13. September 2020, 16:19:15
Dieses Helianthemum habe ich aus den hiesigen Weinbergen.
Es blüht als einziges Helianthemum immer noch  :D
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=738822;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 13. September 2020, 16:20:45
 :D
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=49701.0;attach=738824;image)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 13. September 2020, 16:29:24
Mediterraneus, deine Red Cauli ist aber schön standfest. Mit Sedum habe ich auch kein Glück, selbst Karfunkelstein will bei mir nicht wachsen, obwohl ich einen sehr trockenen sandigen Boden habe .Sie kippen gerne, entwickeln nur wenige Triebe mit wenigen Blättern. Auch meine Sedum Yellow Xenox haben sich alle mittlerweile verabschiedet. Am besten entwickeln sich noch Sämlinge, die sich ihren Platz selbst aussuchen dürfen ( die meisten im Kies oder in Ritzen).
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Buddelkönigin am 13. September 2020, 16:40:59
Sie wachsen alle nicht so schön horstig wie Herbstfreude.
Ich hätte noch diese auf dem Zettel. Soll sehr standfest und kompakt bleiben. Kennt sie jemand bzw. hat eigene Erfahrungen  ???
Sedum spectabile 'Brilliant'  :o
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: häwimädel am 13. September 2020, 16:52:13
Meine "Melde"  ;D
Sieht irgendwie ähnlich aus wie Lerchenzorns S. incana.
Ich habe ein Schildchen Sphaeralcea ambigua "Newleaze Coral", von Till Hofmann.
Meine "Melden" (ich hatte sie tatsächlich mehrmals beim Jäten in der Hand, der holzige Stengel hat mich innehalten lassen) sind jetzt getropft und dürfen mit umziehen.
.
Vielleicht zur Yucca im neuen Garten? Ich habe gerade den schönen Thread Yucca beseitigen durchgelesen.  :)
Ausgraben will ich die Yucca gar nicht, das habe ich in einem anderen Garten schon getan. Unterm Pfirsich, wie ich sie jetzt vorfinde, finde ich sie allerdings auch gewöhnungsbedürftig.  8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 13. September 2020, 21:26:00
Noch mal zu Sphaeralcea, in meinem Fall Sphaeralcea incana, deutlich heller als 'Newleaze Coral':
Im Ganzkörperfoto sieht man, dass es momentan sehr trocken ist, es blühen nur wenige Blüten. (Asclepias tuberosa vorn links dörrt still vor sich hin...)

(https://up.picr.de/39430928pb.jpg)

(https://up.picr.de/39430931qm.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 13. September 2020, 21:32:42
Zweimal Sedum an verschiedenen Standorten, die vielleicht einmal im Jahr zusätzlich Wasser erhalten bzw. im ersten Fall gar nicht. Das erste ist ein Sämling, der sich selbst dorthin gesetzt hat wo er jetzt ist, das zweite ist 'Matrona'.

(https://up.picr.de/39430937on.jpg)

(https://up.picr.de/39430942yw.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 13. September 2020, 21:34:40
Ich hätte noch diese auf dem Zettel. Soll sehr standfest und kompakt bleiben. Kennt sie jemand bzw. hat eigene Erfahrungen  ???
Sedum spectabile 'Brilliant'  :o
Ich habe das 'Brilliant'. Ob Dir aber meine Erfahrungen helfen? Ich habe Tonboden. Es ist eines der wenigen Herbstsedum, die damit klar kommen. Es ist üppig und groß und gesund und wird durch einen Ring zusammengehalten (ohne Stütze würde es hier zu sehr auseinander fallen und zu viel Platz wegnehmen). Meiner Mutter habe ich zwei in ihren Garten gesetzt, sie hat lehmhaltigen Boden. Da steht es (im Halbschatten) auch gut und gesund da. Ich habe es in einem Park in Schwarzenbruck gesehen, wo es mir vom Habitus und der Farbe her sehr gefallen hatte, so dass ich es mir bei der dort ansässigen Gärtnerei geholt habe.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 13. September 2020, 21:36:32
RosaRot, deine beiden Herbstsedum sehen toll aus! Danke!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 13. September 2020, 21:37:30
Ich finde diese in klar erkennbare Stängel aufgelösten Sedum-Pflanzen ausgesprochen schön. Vor allem bei denen mit kleineren Blütenständen, die dadurch besser zur Geltung kommen.
.
Meine "Melde"  ;D
Sieht irgendwie ähnlich aus wie Lerchenzorns S. incana.
Ich habe ein Schildchen Sphaeralcea ambigua "Newleaze Coral", von Till Hofmann.
Meine "Melden" (ich hatte sie tatsächlich mehrmals beim Jäten in der Hand, der holzige Stengel hat mich innehalten lassen) ...
.
Unsere hatte S. heute schon fast im Griff. Hätte ich vorher nicht eindringlich erzählt und gezeigt, was mir damit fast passiert wäre, wär´s das gewesen. So ist gerade noch das innere Stopschild hochgeklappt. Der Reflex ist also überall gleichermaßen zuverlässig. ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 13. September 2020, 21:44:24
Weitere rotlaubige Sämlinge in unterschiedlichen Tönungen zwischen braun und Purpur.

Hier drängelt sich einer zwischen Kalimeris (die Trockenheit nicht sonderlich mag , da muss etwas anderes hin) und Aster 'Small Ness'. die hier sehr small in allen Belangen ist, aber sie hat sich behauptet!
(https://up.picr.de/39430949gn.jpg)

Irgendwann ein abgebrochenes Stück in die Erde gespießt, das auf dem besten Wege ist eine schöne Pflanze zu werden.
(https://up.picr.de/39430950to.jpg)

Zwischen Gräsern, da drängelt sich das Sedum und steht nicht aufrecht, weil es einfach nicht kann. Die Situation zeigte ich schon mal, jetzt blüht dazu allerdings noch eine Caryopteris
(https://up.picr.de/39430952bt.jpg)

Ein schöner Sämling mit pflaumenfarbenem Blatt, strikt aufrecht und sehr üppig im Vergleich zu Euphorbia 'Fens Ruby', die nicht mehr üppig aussieht und zusammen mit einer wilden Veronica langsam wegdorrt.
(https://up.picr.de/39430954dw.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 13. September 2020, 21:54:53
Mal eine wirkliche Melde...Atriplex halimus, die im Kiefernwaldboden fröhlich wuchert, das hat sie an anderer Stelle nicht getan (da ist sie dieses Jahr vertrocknet). Vorn ein Cistus, aus Steckling gezogen, noch jung.

(https://up.picr.de/39431069bk.jpg)

A propos Cistusstecklinge...
hier speziell für philippus ein "Beweisfoto"... (Cistus laurifolius ssp. atlanticus) einer der nunmehr ausgepflanzten bewurzelten Stecklinge.

(https://up.picr.de/39431070gw.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 13. September 2020, 22:12:42
Noch ein Trockenkünstler, nur nach dem Pflanzen gegossen (letztes Jahr), profitiert an diesem Standort vom dicken Kiefernnadelmulchboden: Achillea nobilis ssp. neilreichii.

(https://up.picr.de/39431277fv.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. September 2020, 10:53:45

... und Aster 'Small Ness'. die hier sehr small in allen Belangen ist, aber sie hat sich behauptet!...
(https://up.picr.de/39430949gn.jpg)


Oh, die sieht also nicht nur in England schön aus  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 14. September 2020, 11:00:40
Naja, nicht ganz so schön wie in Bressingham ;), aber ich wollte sie unbedingt haben...steht auch nicht optimal, aber so habe ich sie im Blick.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. September 2020, 11:03:55
Ganz ehrlich, ich finde sie so fast besser.
Bressingham war schon sehr perfekt-kissig. Ich habe mir leider keine mitgenommen.
Wäre ich nochmal dort, hätte ich mindestens 2 Staudenkisten mehr gebraucht ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 14. September 2020, 11:09:34
Sie vermehrt sich hier verhalten gut, Du kannst nächstes Jahr im Frühjahr etwas davon bekommen, musst mich nur daran erinnern.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 14. September 2020, 11:11:34
oh, da freu ich mich aber  :-*
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 14. September 2020, 15:01:39
Will mal aufzählen, was bei mir so alles an Trockenkünstlern in der Kiesfläche wächst:
Euphorbia in vielen Sorten: seguieriana, segu. Sternenwolke und Abbeydore, E. nicaensis, E. Blue Haze
Amorpha canescens
Chamaebatiaria millefolium
kleine Perovskien ( Lacey Blue und Silvery Blue)
Hormium flava
Calylophus serrulatus spec. Sundrops
Eryngium bourgatii
Zauschneria Olbrich´s Silver und unbekannte Sorte
Penstemon pinifolius
Marrubium incana und supinum
Sideritis scardica
Phlomis fruticosa
Scutellaria orientalis (toller Bodendecker für ganz trockene Stellen)
Aster linosyris
Artemisien in verschiedenen Sorten

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 14. September 2020, 15:25:37
Ich habe vorletztes Jahr die Steingartenpolster Phlox und Blaukissen entfernt, die eh nur im Frühjahr schön aussahen und stattdessen Trockenheitskünstler gepflanzt, ebenso in den Lichthof. Nun bilden diese Areale zusammen mit der Fläche um den Brunnen eine Einheit.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 14. September 2020, 15:34:46
Sorry, kann mir jemand sagen, wie ich mehrere Bilder hintereinander posten kann und zwar gleich in Originalgröße?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 14. September 2020, 16:04:28
Mit picr.de habe ich es jetzt geschafft:

(https://up.picr.de/39435848tg.jpg)

(https://up.picr.de/39435853em.jpg)

(https://up.picr.de/39435872kk.jpg)

(https://up.picr.de/39435890fi.jpg)

(https://up.picr.de/39435893sx.jpg)

(https://up.picr.de/39435897lo.jpg)

(https://up.picr.de/39435901cl.jpg)

(https://up.picr.de/39435914zf.jpg)

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: helga7 am 14. September 2020, 17:48:33
Wow, ist das wunderschön!!!! :D :D :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Jule69 am 14. September 2020, 17:51:58
Super!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 14. September 2020, 18:26:32
Danke, habe aber gerade entdeckt, dass ich auch Bilder von heuer habe  :-[

(https://up.picr.de/39436414tf.jpg)

(https://up.picr.de/39436416av.jpg)

(https://up.picr.de/39436428dc.jpg)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: cydora am 14. September 2020, 21:18:45
Das sieht wunderbar mediterran aus :D
Top gestaltet!
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: helga7 am 14. September 2020, 21:52:33
 einfach perfekt!  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 14. September 2020, 22:16:03
Ganz wundervoll! Schon Deine Liste hört sich verlockend an. Die Bilder aber hauen mich um.
Wie ist der Boden unter der Kieslage?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 14. September 2020, 22:21:06
lerchenzorn, der Boden ist sehr sandig , die Niederschlagsmenge  gering, deshalb auch die Idee mit der mediterranen Bepflanzung..
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 14. September 2020, 22:29:03
Ich suche ja auch schon eine Weile immer mehr Pflanzen, die auf solchen Böden ohne Zusatzwasser zurecht kommen.
Mit dem Kies hast Du das sehr gut und (in meinen Augen) auch optisch ansprechend gelöst. Für uns ist das keine Variante.
Steine und Kiesel im und am Boden bekomme ich hier intern nicht genehmigt.  8)
Einige der von Dir genannten Arten kommen auf unserem losen, bloßen Sand dennoch gut klar, die Steppen-Wolfsmilch zum Beispiel.
Viele Arten der Kiesbeete aber versagen schnell, wenn ihnen die schützende Steinmulch-Lage fehlt. Andere - eigentlich Trockenkünstler -  wollen "festen Halt" und verschwinden schnell, wenn ich sie einfach so in´s sandige Beet setze. Aster amellus in ihren Sorten ist hier mehrfach gescheitert. Jetzt versuche ich sie im Wurzelfilz der Blauschwingel. Mal sehen.
.
Wir freuen uns über weitere Bilder! Zeig bitte zur passenden Zeit gern auch Bilder vom Vorfrühling und Herbst.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Schnäcke am 15. September 2020, 06:37:26
Vielen Dank für die Liste. Ich kann nur unterstreichen, was Lerchenzorn geschrieben hat. Deine Bilder sind wunderschön und ich finde es prima, wenn man von den Erfahrungen profitieren kann. Deine Liste schaue ich mir in Ruhe noch einmal an und schaue, was sich umsetzen lässt.
Vielen Dank auch für die Fotos von den verschiedenen Sedum-Sämlingen. Diese erinnern mich, dass ich hier noch Nachholededarf habe.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 15. September 2020, 10:21:12
Na, was soll man da noch sagen, wurde ja schon gesagt.
Einfach wundervoll!  :D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 15. September 2020, 10:24:37
Welche Onosma hast du? Ist das die gleiche wie im BoGa Würzburg? tauricum?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 15. September 2020, 10:46:01
Hier steht seit einigen Jahren Onosma stellulata . Blüht jetzt natürlich nicht mehr (das tut sie im Mai, Juni) sondern dörrt vor sich hin. Ich hatte sie mal ausgesät. Bisher problemlos.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 15. September 2020, 10:51:03
Hobelia, verräts Du in welcher Gegend sich Deine schöne Trockenpflanzung befindet? 
Es ließe sich dann das allgemeine Klima besser vorstellen.

Lerchenzorn, vielleicht gi ge es etwas Lavamulch(Winterstreugut) mit unterzumischen? Der fällt nicht auf, wenn Steine oder Kies nicht gewünscht sind, hilft aber vielleicht doch ein bißchen zur besseren Ansiedelung.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 15. September 2020, 11:40:48
Hier steht seit einigen Jahren Onosma stellulata . Blüht jetzt natürlich nicht mehr (das tut sie im Mai, Juni) sondern dörrt vor sich hin. Ich hatte sie mal ausgesät. Bisher problemlos.
Sind die auch so furchtbar stachelig? brrrrr..
Ich habe die tauricum, die säen sich selbst aus.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 15. September 2020, 11:43:48
Hobelia, das Gras neben Euphorbia seguieriana ist Stipa gigantea? Mit der liebäugele ich gerade, habe aber wahre Monsterbilder im Web gefunden. Deine sieht handlicher aus.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 15. September 2020, 12:23:57
Hier steht seit einigen Jahren Onosma stellulata . Blüht jetzt natürlich nicht mehr (das tut sie im Mai, Juni) sondern dörrt vor sich hin. Ich hatte sie mal ausgesät. Bisher problemlos.
Sind die auch so furchtbar stachelig? brrrrr..
Ich habe die tauricum, die säen sich selbst aus.

Stachlig? Eher nicht. Vielleicht ein bißchen rauh.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: lerchenzorn am 15. September 2020, 12:45:43
... etwas Lavamulch(Winterstreugut) mit unterzumischen? Der fällt nicht auf, ...

 ;D Sei gewiss: der fällt auf. Irgendwann hat S. ihn zwischen den Fingern beim Jäten. Ne, ne.  8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 15. September 2020, 12:54:16
Zeig bitte zur passenden Zeit gern auch Bilder vom Vorfrühling und Herbst.
Ich werde es versuchen, das ganze Jahr über Bilder zu machen,wobei ich glaube, dass der Vorfrühling nicht so spannend ist. Im Frühling wollte ich eigentlich die Tulpen fotografieren, aber da war es bei uns schon so trocken und heiß, dass sie ratzfatz verbrutzelt sind.

Mediterraneus, ja, das ist Stipa gigantea. Steht erst das 2. Jahr, blüht aber heuer zum ersten Mal. Ich glaube nicht, dass es bei meinem Boden gigantisch wird ;D, ansonsten gibt es ja dann immer noch die Möglichkeit, den Horst zu verkleinern. Ich bin derart begeistert, dass ich heuer noch ein 2. Stipa in das Beet gepflanzt habe.

RosaRot, mein Garten befindet sich im südlichen Oberfranken, da kann es im Winter schon ganz schön frostig werden (Zone 7a). In den letzten Wintern hatten wir allerdings mit der Winternässe zu kämpfen, was ja auch nicht ideal für die mediterranen Stauden ist.

Schnäcke, die Liste ist nicht vollständig, es gibt bei mir auch noch Gräser, wie das bereits erwähnte Stipa gigantea oder Eragrostis Purpurflirren, außerdem Nepeta, Stachys, Iris barbata, die auch sehr trockenresistent sind.


Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 15. September 2020, 13:27:39
Ich habe an der Terrasse seit Jahrzehnten ein Onosma, weiß aber leider nicht welche Sorte und habe auch kein Foto gefunden. Blätter sind filzig und blüht hellgelb. Völlig trockenresistent.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 15. September 2020, 14:02:49
Bei Nr. 465 ist es im Vordergrund. Sieht aus wie meins. Meins ist dasselbe wie im BoGa 8)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 15. September 2020, 14:06:27
... etwas Lavamulch(Winterstreugut) mit unterzumischen? Der fällt nicht auf, ...

 ;D Sei gewiss: der fällt auf. Irgendwann hat S. ihn zwischen den Fingern beim Jäten. Ne, ne.  8)

Vulkanische Aktivität im Untergrund?  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 15. September 2020, 14:09:04
... etwas Lavamulch(Winterstreugut) mit unterzumischen? Der fällt nicht auf, ...

 ;D Sei gewiss: der fällt auf. Irgendwann hat S. ihn zwischen den Fingern beim Jäten. Ne, ne.  8)

 ;D

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 15. September 2020, 14:10:17
Hier steht seit einigen Jahren Onosma stellulata . Blüht jetzt natürlich nicht mehr (das tut sie im Mai, Juni) sondern dörrt vor sich hin. Ich hatte sie mal ausgesät. Bisher problemlos.
Sind die auch so furchtbar stachelig? brrrrr..
Ich habe die tauricum, die säen sich selbst aus.

Stachlig? Eher nicht. Vielleicht ein bißchen rauh.
Schlimmer als alte Borretsch und Gurkenpflanzen zusammen. Kleine weiße Stachelchen, die überall an den Fingern steckenbleiben. Ich lang die bloß mit Handschuhen an.
Selbst die überwinterten  Samenstände pieksen noch. Diese sehen jedoch grandios aus, leicht silbrig, fast ein bisschen metallisch.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 15. September 2020, 14:13:26
RosaRot, mein Garten befindet sich im südlichen Oberfranken, da kann es im Winter schon ganz schön frostig werden (Zone 7a). In den letzten Wintern hatten wir allerdings mit der Winternässe zu kämpfen, was ja auch nicht ideal für die mediterranen Stauden ist.

Danke, da habe ich eine Vorstellung.

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 15. September 2020, 14:15:03
Medi, ich glaube Onosma stellulata fasst sich gut an. Ich teste das mal später irgendwann und vergleiche mit Deiner anschaulichen Beschreibung...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 15. September 2020, 15:16:26
Bei Nr. 465 ist es im Vordergrund. Sieht aus wie meins. Meins ist dasselbe wie im BoGa 8)
Menschenskinder, hast du gute Augen! Und ich Blödmann suche ewig lang nach einem Foto. :-[ Aber stachlig ist meins net
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 15. September 2020, 15:22:07
Vielleicht hab ich auch nur so empfindsame Hände  :-X
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: AndreasR am 15. September 2020, 22:30:07
Hobelia, was für ein wundervoller Garten! :D Mir gefällt ins besondere die "mediterrane Leichtigkeit", jede Pflanze wirkt für sich, und doch komponiert sie mit den anderen ein großes Ganzes. Dazu noch der Kies und die schönen Steine sowie der gemauerte Brunnen (?) in der Mitte, und lustig finde ich ja die Palmenwedel aus Metall, die da auf einem (womöglich einmal abgefrorenen (?) Palmenstamm stehen.

Allerdings sprichst Du auch etwas an, was mir hier im Garten bei all der Sommertrockenheit immer zu schaffen macht, nämlich die Winternässe. Nun ist das Mittelmeergebiet ja durchaus für winterliche Regenfälle bekannt, aber man braucht eben auch durchlässigen, steinigen Boden, und das wird ohne umfangreiche Bodenveränderung hier einfach nicht gehen, da haben die "Sandgärtner" doch einige Vorteile.

Umso interessanter sind für mich immer Berichte, welche Pflanzen sowohl mit heißen, trockenen Sommern als auch mit vergleichsweise milden, regenreichen Wintern umgehen können, und dann auch noch die Spätfröste im März/April wegstecken. So vielfältig die mediterrane Pflanzenwelt auch ist, letzteres ist dann meistens doch das k. o.-Kriterium für vieles, vor allem eben, wenn es mit winterlicher Nässe verbunden ist, die den Pflanzen schon vorher zu schaffen macht...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 16. September 2020, 07:28:19
Andererseits kann man schwere Böden mit relativ wenig Aufwand abmagern.
Es reichen die oberen 20 cm.
Ich habe das an einigen Stellen mit der Zeit gut hingekriegt. Einfach immer wieder mit Splitt, Lava, Sand und Perliten (Isoself) aufgefüllt und umgegraben. Dabei die besonders batzigen Lehmklumpen aussortiert. Bei mir hat es gedauert, da ich keine Maschinen eingesetzt habe. Halt immer wieder Eimer geschleppt.

Mit solchen Verhältnissen kommen dann deutlich mehr mediterrane bzw. trockenverträgliche Pflanzen klar.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: AndreasR am 16. September 2020, 08:03:40
Das meinte ich ja mit "umfangreichen Bodenveränderungen", es dauert eine ganze Weile und ist mit viel Schweiß und Schlepperei verbunden. ;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Floris am 16. September 2020, 08:32:56
Splitt, Lava, Sand und Perlite
Was macht es für einen Unterschied, ob man massiven Splitt oder poröse Materialien die Wasser aufnehmen und wieder abgeben nimmt?
.
Perlite müßte im Winter doch ständig nass sein.
Ich habe davon noch einen Sack voll rumstehen, als Substratzuschlag kam ich damit nicht gut zurecht.

Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 16. September 2020, 09:53:34
Perlite haben für mich den Vorteil, dass sie eben leicht sind. Der 100 l Sack nimmt zwar den ganzen Kofferraum in Anspruch, den kannste aber mit 2 Fingern heben.
Zudem sind mit dem großen Volumen schneller ein paar Quadratmeter drainiert. Es sieht halt kurzfristig mal aus, als hätte es geschneit ;D
Die im Boden verbliebenen Perlite werden mit der Zeit Bodenfarben. Der Boden ist auch im Winter schön locker. Die Perlite im Boden fühlen sich auch nie nass an.
Man muss halt unbehandeltes Perlit nehmen, ohne irgendwelche Anti-Schimmelstoffe oder sowas.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 16. September 2020, 10:52:27
AndreasR, vielen Dank für deinen netten und ausführlichen Kommentar. Du hast recht, in der Mitte steht ein Rieselbrunnen und deine Vermutungen bzgl. der Palme sind auch richtig. Ich hatte vor Jahren im Lichthof eine Hanfpalme ausgepflanzt, die leider schon den ersten Winter nicht überlebte. Ich wollte das mühsam eingebuddelte Teil nicht wieder ausgraben, also kam ich auf die Idee mit den rostigen Palmblättern. Ging ein paar Jahre gut, aber dann fing der Stamm an zu schrumpfen und wurde sehr wackelig. Habe dann gesehen, dass er mittlerweile innen total hohl war. Daraufhin, habe ich einen Stamm aus gerollter Estrichmatte gebastelt und die Palmenfasern herum drapiert (mit dünnem Blumendraht). Hier mal ein Foto vom zerlegten Palmenstamm:
Bin jetzt OT, aber eigentlich doch nicht ganz, denn meine Palme ist ja auch trockenresistent  ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 16. September 2020, 11:05:16
Noch eine empfehlenswerte Pflanze, trockenresistent und blüht sehr lange: Helichrysum thianshanicum Schwefellicht. Dagegen muss Anaphalis bei mir immer mal gegossen werden.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: pearl am 16. September 2020, 12:49:57
Splitt, Lava, Sand und Perlite
Was macht es für einen Unterschied, ob man massiven Splitt oder poröse Materialien die Wasser aufnehmen und wieder abgeben nimmt?
.
Perlite müßte im Winter doch ständig nass sein.
Ich habe davon noch einen Sack voll rumstehen, als Substratzuschlag kam ich damit nicht gut zurecht.
ich hasse Perlite, es sieht so künstlich aus. Lava/Blähton Winterstreugut hatte ich second hand einen oder zwei Säcke ergattert und ich habe die Töpfe mit Bart-Iris damit gemulcht. Ich offe, dass dann weniger Wasser verdunstet. Bei manchen habe ich den Eindruck, dass das was genutzt hat. In den gemulchten Töpfen sind die Iris energischer gewachsen, aber quantifizieren kann ich das natürlich nicht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 16. September 2020, 12:58:21
Noch eine empfehlenswerte Pflanze, trockenresistent und blüht sehr lange: Helichrysum thianshanicum Schwefellicht.
Die hat auch einen guten Platz bei den grossen Steinen. Was Filippi in seinem Buch auch erwähnt ( das mit den Steinen wo sich die Feuchtigkeit gut hält) bedanke mich für den Buchtipp vor einiger Zeit hier!
Ich sollte auch mal anfangen, die Steine von unten nach oben zu schaffen.;)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 16. September 2020, 13:52:04
Andererseits kann man schwere Böden mit relativ wenig Aufwand abmagern.
Es reichen die oberen 20 cm.
Ich habe das an einigen Stellen mit der Zeit gut hingekriegt. Einfach immer wieder mit Splitt, Lava, Sand und Perliten (Isoself) aufgefüllt und umgegraben. Dabei die besonders batzigen Lehmklumpen aussortiert. Bei mir hat es gedauert, da ich keine Maschinen eingesetzt habe. Halt immer wieder Eimer geschleppt.

Mit solchen Verhältnissen kommen dann deutlich mehr mediterrane bzw. trockenverträgliche Pflanzen klar.
Mache es auch so ähnlich, wobei ich da eher in Richtung 30-35 cm gehe. 20 cm kommen mir wenig vor.
Ich liste mal auf was hier bei starker Trockenheit sehr resistent und bis jetzt ausreichend kältetolerant (bis ca. -15°C) war:

Helichrysum stoechas
Helichrysum italicum
Teucrium capitatum
Phlomis fruticosa
Rosmarin Mrs Jesop's Upright
Agastache rupestris
Balota pseudodictamnus
Balota hirsuta
Cistus laurifolius
Cistus x lenis grayswood pink
Cistus monspeliensis
Cistus x florentinus 'Tramontane'
Cistus x purpureus 'Alan Fradd'
Lavandula x chaytorae 'Richard Gray'
Thymus vulgaris
Aethionema 'warley rose' sowie 'grandiflorum'
Salvia lavandulifolium
Euphorbia rigida
Hertia cheirifolia
Centaurea ragusina (kurzlebig)
Santolina chamaecyparissus 'lindavica'
Asphodeline lutea
Asphodeline liburnica (fliegt aber raus, da sich die Blütenstände immer "hinlegen")
Salvia grahamii Hybriden (greggii & microphylla)
Hesperaloe parviflora

Stipa gigantea
Calamagrostis acutiflora
Lygeum spartum
Nasella tenuissima
Festuca mairei
Pennisetum orientale
(2 Versuche Ampelodesmos mauritanicus erfolgreich über 2 Winter hintereinander zu bringen sind gescheitert)
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 16. September 2020, 14:29:11
Splitt, Lava, Sand und Perlite
Was macht es für einen Unterschied, ob man massiven Splitt oder poröse Materialien die Wasser aufnehmen und wieder abgeben nimmt?
.
Perlite müßte im Winter doch ständig nass sein.
Ich habe davon noch einen Sack voll rumstehen, als Substratzuschlag kam ich damit nicht gut zurecht.
ich hasse Perlite, es sieht so künstlich aus. Lava/Blähton Winterstreugut hatte ich second hand einen oder zwei Säcke ergattert und ich habe die Töpfe mit Bart-Iris damit gemulcht. Ich offe, dass dann weniger Wasser verdunstet. Bei manchen habe ich den Eindruck, dass das was genutzt hat. In den gemulchten Töpfen sind die Iris energischer gewachsen, aber quantifizieren kann ich das natürlich nicht.

Mit Blähton habe ich nicht so gute Erfahrungen(generell), nehme nur noch Lava für alle Belange wo so ein Zuschlagstoff nötig ist, für Aussaaten z.B.. Als Streugut gibt es beides, man muss also lesen, was auf den Säcken steht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 16. September 2020, 14:30:37
Noch eine empfehlenswerte Pflanze, trockenresistent und blüht sehr lange: Helichrysum thianshanicum Schwefellicht.
Die hat auch einen guten Platz bei den grossen Steinen. Was Filippi in seinem Buch auch erwähnt ( das mit den Steinen wo sich die Feuchtigkeit gut hält) bedanke mich für den Buchtipp vor einiger Zeit hier!
Ich sollte auch mal anfangen, die Steine von unten nach oben zu schaffen.;)
neo, ich habe die Helichrysum auch in anderen Beeten und da hält sie sich ebenfalls erstaunlich gut. Aber du hast recht, Steine in der Nähe sind von Vorteil. Bei mir hat sich am sonnigen Sitzplatz zwischen den Pflastersteinen eine Alchemilla ausgesät, die hat noch nie zusätzliche Wassergaben gebraucht, während sie in den Beeten schnell schlapp machte. Da du gerade das Buch von Filippi erwähnst, ich habe mir vor kurzem  "Pour un jardin sans arrosage" gekauft. Weißt du zufällig, ob das die französische Fassung von "The Dry Gardening Handbook" ist?

philippus, interessante Liste, mit etlichen mir unbekannten Stauden, die ich erst googeln muss. :-[ Agastache rupestris braucht bei meinem Boden immer wieder mal Wasser, so wie alle meine anderen Agastachen. Gerade sehe ich, dass du Euphorbia rigida hast. Sicherlich wohnst du in 8 a, denn sie soll ja nicht sehr winterhart sein.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 16. September 2020, 14:34:59
Ich bin zwar nicht neo, weiß aber mit Bestimmtheit, das "Pour un jardin sans arrosage" die französische Originalausgabe des Fillippi-Buches ist.
Englisch liest sich nur für die meisten schneller... ;)

Euphorbia rigida steht hier übrigens auch, während Agastache rupestris regelmässig vertrocknet...
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 16. September 2020, 14:47:27
Gerade sehe ich, dass du Euphorbia rigida hast. Sicherlich wohnst du in 8 a, denn sie soll ja nicht sehr winterhart sein.

Mainabwärts wächst sie jedenfalls.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 16. September 2020, 14:48:15
Agastache rupestris habe ich hier sogar fast in reinem Kies stehen, seit Jahren... Unter der Kiesschicht ist aber Lehmboden. Im ersten Jahr schwächelten sie, aber seitdem kein Problem. Verstehe nicht dass die vertrocknet, die wächst in Arizona, Californien und dem angrenzenden Mexiko..
Euphorbia rigida ist ebenfalls in fast reinem Kies, habe sie jetzt das neunte Jahr. Ich würde meinen Garten eher in 7b sehen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 16. September 2020, 15:06:09
RosaRot, Englische Bücher habe ich einige, jetzt wollte ich mal meine Französischkenntnisse aufpeppen. ;D
Da bin ich aber überrascht, dass Euphorbia rigida bei dir in Klimazone 7a durch die Winter kommt. Wie hast du sie gepflanzt? Bekommt sie Winterschutz?

Mediterraneus, du hast sicherlich milderes Klima. Vergleichbar mit Wü?

philippus, ich habe ja einen total sandigen Boden, der hält nun mal nicht die Feuchtigkeit wie dein Lehmboden. Wenn du E.rigida schon 9 Jahre hast, dann hat sie ja auch schon einige härtere Winter mitgemacht. Da könnte ich es eigentlich auch mal versuchen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Gartenplaner am 16. September 2020, 15:08:49
...ich habe mir vor kurzem  "Pour un jardin sans arrosage" gekauft. Weißt du zufällig, ob das die französische Fassung von "The Dry Gardening Handbook" ist?
...
Ja, ist es, ich habe es mir jetzt doch auch mal und auch in Französisch gekauft, liegt mir dann doch näher als Englisch und Original finde ich immer besser als Übersetzung.
Mal schauen, ob es mir was bringen wird.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 16. September 2020, 15:09:01

Mediterraneus, du hast sicherlich milderes Klima. Vergleichbar mit Wü?

Wü ist im Maintal, ich im "Gebirge", etwa 150m höher als Würzburg. Zone 7a.
Solange sie trocken steht und etwas geschützt, kein Problem. Am liebsten sät sie sich aber in Pflasterritzen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 16. September 2020, 15:13:28
Dann haben wir ja die gleiche Klimazone.  ;) Verhält sich die rigida genauso wie myrsinites? Dort, wo ich sie hinpflanze mag sie net, sie sucht sich ihre Plätze selber aus. ;D
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 16. September 2020, 15:25:44
Dann haben wir ja die gleiche Klimazone.  ;) Verhält sich die rigida genauso wie myrsinites? Dort, wo ich sie hinpflanze mag sie net, sie sucht sich ihre Plätze selber aus. ;D
Ja im Prinzip. Sie ist nicht so unkrautig wie myrsinites. Ich hab vielleicht 3 Sämlinge momentan. Von myrsinites hätte ich 100. Ich versuche, alle myrsinites konsequent zu entfernen, damit sich die beiden nicht kreuzen.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 16. September 2020, 15:41:17
RosaRot, Englische Bücher habe ich einige, jetzt wollte ich mal meine Französischkenntnisse aufpeppen. ;D
Da bin ich aber überrascht, dass Euphorbia rigida bei dir in Klimazone 7a durch die Winter kommt. Wie hast du sie gepflanzt? Bekommt sie Winterschutz?

Mediterraneus, du hast sicherlich milderes Klima. Vergleichbar mit Wü?

philippus, ich habe ja einen total sandigen Boden, der hält nun mal nicht die Feuchtigkeit wie dein Lehmboden. Wenn du E.rigida schon 9 Jahre hast, dann hat sie ja auch schon einige härtere Winter mitgemacht. Da könnte ich es eigentlich auch mal versuchen.
Euphorbia rigida sitzt ebenfalls in viel Kies (>= 50%), die Schicht ist ca. 40 cm stark bevor der Lehm kommt. Das Haus ist knappe 3 Meter entfernt, NW gelegen. Hecken und Pflanzen schützen ein wenig vor kalten Ost- und Nordwinden. Nicht  weit steht ein Granatapfelbaum.
Bisher noch keine Probleme gehabt.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: philippus am 16. September 2020, 15:52:02
Ich bin zwar nicht neo, weiß aber mit Bestimmtheit, das "Pour un jardin sans arrosage" die französische Originalausgabe des Fillippi-Buches ist.
Ich kenne nur die frz. Fassung von ich glaube 2007. Die englische Ausgabe ist ziemlich aktuell (glaube 2018), könnte also auch eine überarbeitete Ausgabe sein. Hat vielleicht schon jemand beide Ausgaben gesehen?
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Mediterraneus am 16. September 2020, 15:59:21
Die neue Ausgabe ist schon in Farbe  ;D

Ich habe nur die neue Version, auf Tipp von RosaRot. Mit der französischen Ausgabe käme ich zwar auch irgendwie (mit Wörterbuch) klar, aber in Englisch ist das einfacher.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: neo am 16. September 2020, 17:19:51
Ich kenne nur die frz. Fassung von ich glaube 2007. Die englische Ausgabe ist ziemlich aktuell (glaube 2018), könnte also auch eine überarbeitete Ausgabe sein.
Ich glaube eher nicht, da die 2.Edition von ‚Pour un jardin sans arrosage‘ wurde im 2019 gedruckt und von überarbeitet steht da nichts.
Es ist sehr gut zu lesen auf Französisch, bin darin kein Hirsch;), Wörter muss ich schon auch nachschlagen.
.
Bringt dir das Buch was für deinen Garten? hatte ich mich auch gefragt.
Aber da bei uns das Wasser tatsächlich im Sommer bis in den Oktober rein schon mal streng eingeschränkt wurde, spätestens ab dann, Perspektiven bitte!
Der kleine Elaeagnus kommt jedenfalls gut, der kam aber noch vor dem Buch.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: RosaRot am 16. September 2020, 21:50:09
RosaRot, Englische Bücher habe ich einige, jetzt wollte ich mal meine Französischkenntnisse aufpeppen. ;D
Da bin ich aber überrascht, dass Euphorbia rigida bei dir in Klimazone 7a durch die Winter kommt. Wie hast du sie gepflanzt? Bekommt sie Winterschutz?

Bisher bekommt sie keinen Winterschutz. Sonderlich geschützt stehen die Exemplare auch nicht.
Ein paar Sämlinge sind vertrocknet oder an zu magerem Boden oder beidem verschieden, nicht aber an Kälte. Aber so kalt war es in den letzten Wintern auch nicht.
Titel: Re: Trockenkünstler für temporär aride Zonen
Beitrag von: Hobelia am 16. September 2020, 22:24:45
RosaRot, ja, die letzten Winter waren wirklich nicht sonderlich kalt. Ich hatte mal eine Pflanze im Topf, die hat  nicht lange gelebt. Vielleicht war auch der Topf zu klein.

Mediterraneus, hast du zufällig ein Foto von der Euphorbia rigida? Ich habe sie nämlich damals bei Gaissmayer
nur im Topf gesehen.