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Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans (Gelesen 288496 mal)
Moderator: cydorian
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Pfirsichbäume schneidet man/frau aus andren Gründen (und ja, sie gehören jedes Jahr stark geschnitten). Das weiß mittlerweile jeder Gartenlehrling
. Kräuselkrankheit: der Befall ist von Jahr zu Jahr verschieden. Da ich keine Probleme damit habe, ein bisschen Chemie in Garten einzusetzen, spritze ich 2 mal, zum möglichst günstigen Zeitpunkt.
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Illustrent flagrantes viam pontes
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- cydorian
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Was nicht gefällt: Ignorieren. Wir haben doch alle schon genug damit zu tun, Pfirsiche und anderes Obst selber erfolgreich anzubauen.
Meine zeigen im Austrieb auch wieder keine bis geringe Kräusel. Behandlung hat gewirkt. "Red Robin", eine ältere Sorte aus dem Weinbergspfirsichformenkreis wieder ganz kräuselfrei, auch sonst überdurchschnittlich gesund. Leider so wie ein paar andere Hoffnungs-Sorten nicht in der Geschmacksoberklasse. Dürfte gerne süsser und bissiger sein, die Phase zwischen fest und zerlaufend ist recht kurz.
Meine zeigen im Austrieb auch wieder keine bis geringe Kräusel. Behandlung hat gewirkt. "Red Robin", eine ältere Sorte aus dem Weinbergspfirsichformenkreis wieder ganz kräuselfrei, auch sonst überdurchschnittlich gesund. Leider so wie ein paar andere Hoffnungs-Sorten nicht in der Geschmacksoberklasse. Dürfte gerne süsser und bissiger sein, die Phase zwischen fest und zerlaufend ist recht kurz.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Das mache ich auch so. Ich habe nicht jedes Jahr eine Pfirsichschwemme, weil mein Baum frei auf einer Wiese steht und somit die Blüten schon mal erfrieren, also kaum Ernte in dem Jahr. Ein paar hängen aber immer noch dran.Starking007 hat geschrieben: ↑15. Apr 2026, 13:34 "...Man MUSS jedes Jahr rechtzeitig früh bzw. vorsorglich..damit man nicht das Nachsehen hat...."
Nanana!!!
ICH nicht, und hier gibt es Pfirsichschwemme, jährlich.
Mehr wie 10 Minuten Schnitt pro Baum pro Jahr investiere ich nicht!
In sehr trockenen Sommern sind die Früchte auch sehr klein, mit Bewässerung ließe sich das auch vermeiden.
Ich habe schon viele Sorten probiert (seit 1992), auch beworben resistente. Total resistent ist bei mir keine gewesen, die meisten kräuselten, teils wie blöd. Durch die sehr sommertrockene Lage summiert sich dann die Schwächung des Baumes und er vegetiert nur noch dahin.
Deshalb brauche ich eine starkwachsende Unterlage, der Baum ist dann grundsätzlich wüchsiger und kann ein größeres Wurzelsystem aufbauen. Bei mir geht der Sämling als Unterlage gut, da ich kein Kalkproblem habe. Die gängige Unterlage St.JulienA ist hier unbrauchbar, es sei denn, man setzt den Baum in offenen Boden im Gemüsegarten oder so mit ständiger Bewässerung.
Ohne Behandlung gingen hier deshalb nur:
--Wurzelechte Weinbergspfirsiche. Mehrere Kerne stecken, auf 2-3 Jahre die mit den wenigsten Kräuseln behalten. Die Weinbergspfirsiche sind halt nicht lange haltbar, haben viel Aroma, oft auch viel Säure.
-- Der gelbfleischige Weinbergspfirsich aus Frankreich (Pecher de vigne chair jaune), den habe ich mal vor vielen Jahren bei Baumaux/Nancy bestellt. Die Frucht sieht nicht sehr lecker aus, aber wie das so oft mit Lebensmitteln in Frankreich ist, sehr lecker.
Ich denke, dass ich den Baum seit 2010 habe. Seitdem kaum Kräuselkrankheit, wenn, wird sie sofort überwachsen und es fallen auch keine Früchte deswegen ab. Ein Baum also, der in meiner sommertrockenen Region absolut ohne Behandlung gehalten werden kann.
-- neuester Versuch ist die Sorte 'Harnas' auf vermutlich Sämling. Der Baum wurde allerdings erst letztes Jahr gepflanzt, gibt also noch keine Ergebnisse.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Weinbergpfirsiche sind leider nicht zum essen geeignet, die müssen vor Verzehr verarbeitet werden.
Oder du hattest einen von den Weinbergpfirsichen, die keine Weinbergpfirsiche sind, sondern nur Marketinggeschwätz wie resistent.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Ich habe kernechte Pfirsiche probiert, die laufen bei uns als Weinbergspfirsiche. Die wenigen Pfirsichbäume, die man halt schon früher im Garten hatte und die "per Kern" weitergereicht und weitervermehrt wurden. Die schmecken schon gut, teils etwas herb.
Als resistent beworben wurde "Harrow Beauty", isse aber nicht. Schmeckt auch nicht besonders lecker, trotz Gelbfleischigkeit recht fade säuerlich.
Ganz gut war noch der Percoche 'Andross', der wächst aber zu schwach, zu trocken bei mir. Der kräuselt, aber nicht extrem. Die Früchte sind in keinster Weise steinlöslich, man kann nicht umhin, ständig in den Kern zu beißen. Aber sehr süß, lecker.
Als resistent beworben wurde "Harrow Beauty", isse aber nicht. Schmeckt auch nicht besonders lecker, trotz Gelbfleischigkeit recht fade säuerlich.
Ganz gut war noch der Percoche 'Andross', der wächst aber zu schwach, zu trocken bei mir. Der kräuselt, aber nicht extrem. Die Früchte sind in keinster Weise steinlöslich, man kann nicht umhin, ständig in den Kern zu beißen. Aber sehr süß, lecker.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Kernechte wie roter Ellerstädter haben mit Weinbergpfirsichen nichts zu tun. Die Leute die sie so nennen, könnten auch Platt- oder Ufopfirsich dazu sagen, wäre genauso falsch, hört sich aber toll und besonders an.
Ich habe vor 2 Wochen einen verschenkt weil einer ein Geschenk brauchte, der hat sich gerade über das Kernecht im Namen gefreut.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Auch wenn sich manche Gegenden heute gerne den Begriff krallen wollen und Geschichtsgeschichten dafür erfinden: Der Begriff "Weinbergpfirsich" ist keine Sorte, sondern ein Formenkreis. In Österreich Weingartenpfirsich. Das kreist um "eher kleiner, eher pelzige Haut, eher spätreifend, eher weniger süss". Jüngst versucht man noch, rotes Fruchtfleisch damit in Verbindung zu bringen.
Hatte ja den Red Robin erwähnt. Dazu schreibt Schreiber:
"Ist ein alter, bewährter Weingartenpfirsich mit weiß-rötlichem Fruchtfleisch. Der Wuchs ist kräftig, der Baum blüht reichlich und ist sehr ertragreich; gute Winterfrostfestigkeit; die Fruchtgröße ist für diese Reifezeitperiode gut, die Frucht lässt sich noch fest ernten und ist sehr schön dunkel-rubinrot gefärbt. Das Fruchtfleisch ist sehr aromatisch, angenehm säuerlich im Geschmack und löst meist gut vom Kern."
Fruchtfleisch hat nur rötliche Adern und ist um den Kern rot, ansonsten weiss. Wachstum stimmt, richtig süss ist er nicht, stimmt auch - aber schmeckt trotzdem. Ist natürlich kein Red Haven, wie schon gesagt.
Hatte ja den Red Robin erwähnt. Dazu schreibt Schreiber:
"Ist ein alter, bewährter Weingartenpfirsich mit weiß-rötlichem Fruchtfleisch. Der Wuchs ist kräftig, der Baum blüht reichlich und ist sehr ertragreich; gute Winterfrostfestigkeit; die Fruchtgröße ist für diese Reifezeitperiode gut, die Frucht lässt sich noch fest ernten und ist sehr schön dunkel-rubinrot gefärbt. Das Fruchtfleisch ist sehr aromatisch, angenehm säuerlich im Geschmack und löst meist gut vom Kern."
Fruchtfleisch hat nur rötliche Adern und ist um den Kern rot, ansonsten weiss. Wachstum stimmt, richtig süss ist er nicht, stimmt auch - aber schmeckt trotzdem. Ist natürlich kein Red Haven, wie schon gesagt.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Hier ein stattlicher, ausgewachsener Weinbergpfirsich-Baum. LOL.
Reinweiße Blüten, interessante Mutation, ... Ohne Drehleiter würde ich den nicht beernten.
https://ithaka-journal.net/media/c/29/i ... rgpfir.jpg
Hier der ganze Artikel
https://ithaka-journal.net/de/ct/29-100 ... ur%C3%BCck.
Wäre der Weinbergpfirisch noch nicht entdeckt, müsste das Touristikmarketing der Weingegenden neu erfunden werden.
Nicht wegzudenken und unverzichtbar für die Region wie die Weinprinzess*Innen
Reinweiße Blüten, interessante Mutation, ... Ohne Drehleiter würde ich den nicht beernten.
https://ithaka-journal.net/media/c/29/i ... rgpfir.jpg
Hier der ganze Artikel
https://ithaka-journal.net/de/ct/29-100 ... ur%C3%BCck.
Wäre der Weinbergpfirisch noch nicht entdeckt, müsste das Touristikmarketing der Weingegenden neu erfunden werden.
Nicht wegzudenken und unverzichtbar für die Region wie die Weinprinzess*Innen
Zuletzt geändert von Obstliebhaber am 16. Apr 2026, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
- Obstliebhaber
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Habe hier einen Vorschlag zur Strategie der Vorbeugung vor Taphrina deformans aufgestöbert, bestimmt nicht uninteressant um den optimalen Zeitpunkt für die Anwendung zielsicherer festzulegen
https://biofruitnet.eu/wp-content/uploa ... LDi_RV.pdf
[...]
Check records of growing degree hours +7°C (sums of active temperatures about 7°C; SAT+7) from the be-
ginning of the year (from January 1st) at meteo-stations in or near your orchards
• The first movements of the bud scales are visible when the SAT+7 reaches the value of 800
• Ordinarily, the first treatment by copper is recommended at the value of 1100-1200 SAT+7, but it is advisa-
ble to start mostly already at the value of 1000 SAT+7 (in central Europe)
[...]
[...]
Überprüfen Sie die Aufzeichnungen der Wachstumsgradstunden +7 °C (Summe der aktiven Temperaturen um 7 °C; SAT+7) ab Jahresbeginn (1. Januar) an Wetterstationen in oder in der Nähe Ihrer Obstplantagen.
• Die ersten Bewegungen der Knospenschuppen sind sichtbar, wenn SAT+7 einen Wert von 800 erreicht.
• Normalerweise wird die erste Kupferbehandlung bei einem Wert von 1100–1200 SAT+7 empfohlen, es ist jedoch ratsam, meist schon bei einem Wert von 1000 SAT+7 (in Mitteleuropa) damit zu beginnen.
[...]
https://biofruitnet.eu/wp-content/uploa ... LDi_RV.pdf
[...]
Check records of growing degree hours +7°C (sums of active temperatures about 7°C; SAT+7) from the be-
ginning of the year (from January 1st) at meteo-stations in or near your orchards
• The first movements of the bud scales are visible when the SAT+7 reaches the value of 800
• Ordinarily, the first treatment by copper is recommended at the value of 1100-1200 SAT+7, but it is advisa-
ble to start mostly already at the value of 1000 SAT+7 (in central Europe)
[...]
[...]
Überprüfen Sie die Aufzeichnungen der Wachstumsgradstunden +7 °C (Summe der aktiven Temperaturen um 7 °C; SAT+7) ab Jahresbeginn (1. Januar) an Wetterstationen in oder in der Nähe Ihrer Obstplantagen.
• Die ersten Bewegungen der Knospenschuppen sind sichtbar, wenn SAT+7 einen Wert von 800 erreicht.
• Normalerweise wird die erste Kupferbehandlung bei einem Wert von 1100–1200 SAT+7 empfohlen, es ist jedoch ratsam, meist schon bei einem Wert von 1000 SAT+7 (in Mitteleuropa) damit zu beginnen.
[...]
- cydorian
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Kupfer gibts nicht mehr für uns in Deutschland.
- Obstliebhaber
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Ich dachte eigentlich die Empfehlungen von dem Schrieb lassen sich übertragen, da es beim Zeitpunkt auf den Grad der Knospenschwellung ankommt, oder hat jedes Mittelchen seinen eigenen Zeitpunkt der Anwendung ?
- cydorian
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Verschiedene Dinge. PES greift nur das Sprossmyzel an, aber das kann sie sehr gut.
Kupfer wirkt nur als fungizider Schutzfilm vor der Infektion der Knospen, wenn die Sporen des zerfallenen Sprossmyzels auf Knospen gelangen. Idealerweise behandelt man mit Kupfer zweimal, einmal zu Beginn des Winters, so wie PES. Dann hat man auch Chancen, etwas der Sprossmyzele zu erwischen. Und dann auf die Knospen beim Knospenschwellen, die wirksamere Behandlung.
https://biologyinsights.com/when-to-spr ... ach-trees/
Das ist nur eine Rückblicksdiskussion, Kupfer ist wie gesagt raus für uns. Und auch wer Kupferverbindungen selbst anrührt und ohne Genehmiguing ausbringt: Ich zweifle daran, dass sie ohne Netz- und Haftmittel bei Pfirsich gut wirken würden. Der Schutz beruht darauf, dass das Kupfer möglichst rechtzeitig und dann lange die Knospen komplett umhüllt.
Dank PES können wir beim Pfirsich schon seit Jahrzehnten weg vom Kupfer. Wieso immer wieder zurück zu Kupfer?
Kupfer wirkt nur als fungizider Schutzfilm vor der Infektion der Knospen, wenn die Sporen des zerfallenen Sprossmyzels auf Knospen gelangen. Idealerweise behandelt man mit Kupfer zweimal, einmal zu Beginn des Winters, so wie PES. Dann hat man auch Chancen, etwas der Sprossmyzele zu erwischen. Und dann auf die Knospen beim Knospenschwellen, die wirksamere Behandlung.
https://biologyinsights.com/when-to-spr ... ach-trees/
Das ist nur eine Rückblicksdiskussion, Kupfer ist wie gesagt raus für uns. Und auch wer Kupferverbindungen selbst anrührt und ohne Genehmiguing ausbringt: Ich zweifle daran, dass sie ohne Netz- und Haftmittel bei Pfirsich gut wirken würden. Der Schutz beruht darauf, dass das Kupfer möglichst rechtzeitig und dann lange die Knospen komplett umhüllt.
Dank PES können wir beim Pfirsich schon seit Jahrzehnten weg vom Kupfer. Wieso immer wieder zurück zu Kupfer?
- Obstliebhaber
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Ich glaube wir schreiben a bissl aneinander vorbei. Dass in D Cu privilegiert dem im jeweiligen Anbauverband angemeldeten Biolandwirt vorbehalten ist wusste ich bereits. Jedoch habe ich wie bereits zuvor gelegentlich geschrieben Verwandtschaft in Ösiland zu haben und dort geht man mit dem Thema Cu anders um, als im Weltverbesserungsland #1.
Mir war jedoch nicht bewusst, dass PSE nur das Sprossmycel angreift. Insofern ist dann auch mein Hinweis die Spritztermine den vorigen Empfehlungen zu folgen wohl obsolet. Wieder was gelernt. Danke
Mir war jedoch nicht bewusst, dass PSE nur das Sprossmycel angreift. Insofern ist dann auch mein Hinweis die Spritztermine den vorigen Empfehlungen zu folgen wohl obsolet. Wieder was gelernt. Danke
- thuja thujon
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Cu ist aber nicht nur was für den Biolandwirt. Es ist ein Kontaktfungizid mit breiter Wirkung, nicht Resistenzgefährdet und damit ein wertvoller Baustein in vielen Spritzfolgen. Auch konventionelle Winzer nutzen es vor allem in der Abschlussspritzung. Die breite Wirkung ist auch im Obstbau willkommen, bei Kernobst zB gegen Obstbaumkrebs, im Steinobst gegen Pseudomonas, Phytophthora. Also es gibt da ein paar Dinge, da ist Kupfer unersetzlich.
Man sollte Verantwortungsvoll damit umgehen, damit es noch lange erhalten bleibt. Auch in Ö, weil am Schluss regelt das die EU.
Man sollte Verantwortungsvoll damit umgehen, damit es noch lange erhalten bleibt. Auch in Ö, weil am Schluss regelt das die EU.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans
Zulassung, PSM, Wirkung, ich bin ja auch dieser Meinung und halte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit für eine Anbauverhinderungseinrichtung.
Nur - das nutzt mir und euch nichts, hilft nicht, ändert nichts. Fakt ist, Kupfermittel kann man in Deutschland als Hobbygärtner nicht kaufen und wer was hat, darf es nicht anwenden. Die sich dann immer entspinnenden Nebenwege über selber anmischen und Auslandskäufe und alles geheim lösen diese Grundtatsache auch nicht auf, das sind kleine Tricks mit eigenen Problemen, die für die meisten Leute sowieso nicht drin sind.
Speziell beim Pfirsich ist das auch nicht nötig. Auch, wenn die KI wohl noch in hundert Jahren ausschweifend von Kupfer labert. Gemini erzählte mir grad was auf die Frage "Welche Pflanzenschutzmittel funktionieren gegen Kräuselkrankheit am Pfirsich?" von "Zugelassene Wirkstoffe (Stand 2026). Für den Haus- und Kleingartenbereich sind vor allem Mittel auf Basis von Kupfer oder speziellen organischen Wirkstoffen effektiv: Kupferpräparate Cuprozin Progress, Attracker. Klassisches Kontaktfungizid; verhindert das Keimen der Sporen."
Dann rät sie noch zu Difenoconazol, Duaxo Rosen-Pilzfrei und Schwefel, Netzschwefel (verschiedene Marken).
Na, dann...
Nur - das nutzt mir und euch nichts, hilft nicht, ändert nichts. Fakt ist, Kupfermittel kann man in Deutschland als Hobbygärtner nicht kaufen und wer was hat, darf es nicht anwenden. Die sich dann immer entspinnenden Nebenwege über selber anmischen und Auslandskäufe und alles geheim lösen diese Grundtatsache auch nicht auf, das sind kleine Tricks mit eigenen Problemen, die für die meisten Leute sowieso nicht drin sind.
Speziell beim Pfirsich ist das auch nicht nötig. Auch, wenn die KI wohl noch in hundert Jahren ausschweifend von Kupfer labert. Gemini erzählte mir grad was auf die Frage "Welche Pflanzenschutzmittel funktionieren gegen Kräuselkrankheit am Pfirsich?" von "Zugelassene Wirkstoffe (Stand 2026). Für den Haus- und Kleingartenbereich sind vor allem Mittel auf Basis von Kupfer oder speziellen organischen Wirkstoffen effektiv: Kupferpräparate Cuprozin Progress, Attracker. Klassisches Kontaktfungizid; verhindert das Keimen der Sporen."
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