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Sanddorn im Hausgarten? (Gelesen 6692 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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Wiesenschrat
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Re: Sanddorn im Hausgarten?

Wiesenschrat » Antwort #45 am:

Welches Tier die Beeren aberntet, ist mir schleierhaft.
Die Amseln gehen nicht ran, jedenfalls solange es noch Äpfel gibt. Bei mir hängt alles, was ich nicht ernte, ziemlich unverändert bis in den Winter und ist dann plötzlich binnen weniger Tage weggefressen - müssen irgendwelche Schwärme von Wintergästen aus den Norden sein.
Sind allerdings hellgelb.
Schon wenn sie noch orange sind, schmecken sie ab Oktober nicht mehr. Wenn sie gelb werden, sind sie richtig eklig.
Wenn sogar unter so guten Bedingungen mal 80% ausgefallen sind, hat der offenbar ein eingebautes Risiko. Probleme gibts ja überall
Ja, auf Rügen sind schon vor Jahren ganze Sanddorn-Gebüsche verschwunden. Hier im Binnenland sind die Probleme aber offenbar noch nicht angekommen. Meine Büsche - ich habe Leikora und Orange Energy, dazu Pollmix - sind seit 20 Jahren völlig gesund (wenn sie nicht gerade das Reh massakriert), das liegt vielleicht auch daran, dass hier im Umkreis von mehreren km sonst keiner Sanddorn hat. Aber auch um die Leipziger Seen, wo man viel Sanddorn angepflanzt hat, ist alles noch in Ordnung. Also ich denke, gerade wenn man dort pflanzt, wo Sanddorn natürlicherweise kaum vorkommt, hat man gute Chancen, dass er keine Probleme bekommt.
Zur Ernte wird ja manchmal empfohlen, dass man den Astteil mit den Früchten abschneiden und in die Gefriertruhe packen soll, sodass sich die Beeren dann besser lösen. Aber wie sich das auf das Wachstum auswirkt...?
Mache ich immer so. Ist sonst echt mühsam, die Beeren einzeln zu ernten - das kann man höchstens in den ersten paar Jahren machen, wenn sie noch klein sind. Und: die Büsche brauchen das. Die am dichtesten behangenen Zweige sind immer oben, da kommt man sonst garnicht ran, wenn man den bei der Ernte nicht auf der Höhe, die man gerade noch erreichen kann, ausdünnt.
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Re: Sanddorn im Hausgarten?

verwurzelt » Antwort #46 am:

Wiesenschrat hat geschrieben: 23. Feb 2026, 20:52 Mache ich immer so. Ist sonst echt mühsam, die Beeren einzeln zu ernten - das kann man höchstens in den ersten paar Jahren machen, wenn sie noch klein sind. Und: die Büsche brauchen das. Die am dichtesten behangenen Zweige sind immer oben, da kommt man sonst garnicht ran, wenn man den bei der Ernte nicht auf der Höhe, die man gerade noch erreichen kann, ausdünnt.
Das klingt einleuchtend, danke für die Erklärung. Unsere sind momentan noch so klein, dass wir die Beeren noch einzeln ernten können.
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Re: Re:Sanddorn im Hausgarten?

verwurzelt » Antwort #47 am:

Gartenplaner hat geschrieben: 5. Jan 2026, 22:49
verwurzelt hat geschrieben: 5. Jan 2026, 19:47
Das ist jetzt ja schon eine ganze Weile her, wie hat sich Friesdorfer Orange bei dir gemacht?
Gar nicht ;D
Ich glaube, schon im nächsten Jahr ist er verschwunden, wahrscheinlich zuviel Konkurrenz, Schatten, Lehmboden….war aber auch eher ein „aussetzen“ als „pflanzen“ da es fast 90m vom Haus weg ist, also alles dort musste ums überleben kämpfen.
Leider scheint es hier aufs Gleiche hinauszulaufen. Die zwei letzten Herbst gepflanzten Friesdorfer Orange treiben bis jetzt noch nicht aus. :-\ Ich weiß nicht, woran es liegt, womöglich waren sie mit ihrer 20-30cm Höhe doch zu schwach und der vergangene kalte Winter war ihnen zu viel. Allerdings haben ähnlich kleine Johannisbeer- und Jostapflanzen aus gleicher Quelle den Winter problemlos überstanden, genauso wie die schon im Vorjahr gepflanzten anderen Sanddornsorten.
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hobab
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Re: Sanddorn im Hausgarten?

hobab » Antwort #48 am:

Sanddorn wuchert hier im Sand, leider viel zu gut, ich pflanz den nicht, oder nur mit Bambbussperre.
Aber sehr saure und sehr alkalische Böden, wie sie bei dir vorkommen, vertragen die nicht. Oder hast du Sand?
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Re: Sanddorn im Hausgarten?

verwurzelt » Antwort #49 am:

Wir haben hauptsächlich sandigen Lehm. Laut Karte ist das hier unsere Bodenart, ich hab allerdings keine Ahnung, wie geglückt die deutsche Übersetzung der Bodenartbezeichnung ist: https://www.looduskalender.ee/n/de/node/2027

Die zuvor gepflanzten anderen Sanddornsorten wachsen hier wie gesagt problemlos, waren aber schon zum Pflanzzeitpunkt um die anderthalb Meter groß.
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